Leben in Jerusalem

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„Der Herbst ist da“ & „Sukkot in Jerusalem“

B“H
Momentan uploade ich ein Video in englischer Sprache, welches von der morgigen „Jerusalem Parade“ handelt. Aktuell cruisen tausende Christen aus aller Welt durch Jerusalem, um an dieser Parade teilzunehmen. Ein anti – jüdisches antisemitisches Event, von dem die israelischen Teilnehmer gar nicht wissen, wer dahintersteckt. Der Organisator ist die International Christian Embassy Jerusalem. Eine evangelikale Missionseinrichtung, deren Ziel es ist, das Judentum zu vernichten. Jahrelang warnt das Oberrabbinat vor dieser Missionseinrichtung, die Antisemitismus pur versprüht. Man gibt sich pro – Israel, hasst aber das Judentum.
An der morgigen Parade werden evangelikale Christen aus aller Welt teilnehmen, deren einziges Ziel die Judenmission ist. Genauso wie die Mitglieder der „Christian Friends for Israel“. Die übelsten Sorten der Judenmission.
Soweit zum negativen Aspekt von Sukkot.
Gestern war ich wieder einmal in der Krankenhaus – Onkologie, wo ich meine 12. Chemotherapie hatte. Was super war: Ein paar amerikanische Chabad – Lubawitsch Mädels kamen vorbei und gaben jedem Juden die Möglichkeit, den Lulav zu schütteln.
Zuvor waren zwei chassidische Frauen der haredischen Organisation “Drache’i Miriam” wie jedesmal in der Onkologie, um Kekse und Kuchen zu verteilen. Eine der Frauen lud mich zu ihrem chassidischen Tisch ein, aber ich habe noch keine Ahnung, ob ich gehe. Wegen dieser blöden Nebenwirkungen bin ich nicht besonders mobil und muss immer schauen, ob ich das Haus verlassen kann oder nicht. Und dann die Massen an Sukkot! Jerusalem ist voller israelischer Touristen und der Machane Yehudah Markt war nicht nur gestern Nachmittag total überlaufen. Und dann kamen dunkle Wolken und ein Gewitter auf und es goss in Strömen. Gestern Nacht gegen 3.00 Uhr fegte ein Sturm über Jerusalem hinweg und einige Sukkot (Laubhütten) in unserem Wohnblock flogen fast davon. Momentan schaut es erneut nach Regen aus.
Keine Frage, der Herbst ist da und die Temperaturen sinken. In einer Woche werden wir nur noch 23 Grad Celsius in Jerusalem haben. Endlich kühler! 🙂

Was ist mit Diaspora – Juden in Israel an Chol HaMo’ed (Pessach & Sukkot)?

Chag Sameach – Happy Sukkot!

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Morgen Abend gegen 17.30 Uhr Jerusalemer Zeit ist es soweit: Dann beginnen die hohen jüdischen Sukkot – (Laubhüttenfest -) Feiertage. Der erste sowie der letzte Tag des Festes sind jeweils gesetzliche Feiertage in Israel. Somit haben wir morgen wieder nur einen „halben“ Tag und nachmittags stellen die Bussen den Verkehr ein. Montag ist in Israel offiziell Feiertag und alles dicht. Erst am Montagabend gegen 19.30 Uhr fahren wieder die Busse.
Bis zum nächsten Schabbat haben wir die Sukkot – Zwischenfeiertage (Chol Ha’Mo’ed), an denen zwar alles geöffnet ist und die Busse fahren. Dennoch findet vieles mit Einschränkungen statt, da Ämter, Ministerien und anderweitige öffentliche Einrichtungen eine Woche lang geschlossen bleiben. Banken und Post arbeiten nur halbtags.
Die israelischen Massen, die dieser Tage nach Jerusalem reisen, zieht es vorwiegend in die jüdische Altstadt. Mit ist dort zuviel Trubel und, wenn es mir gesundheitlich einigermaßen geht, gehe ich vielleicht zu ein paar chassidischen Tischen. Das wiederum ist auch nicht leicht, denn es wird alles von Haredim (ultra – orthodoxen Juden) überlaufen sein und meistens werden nur Gruppenmitglieder zugelassen. Zwar kenne ich ein paar gute Stellen, aber man muss halt sehen, wie weit man kommt. Dazu habe ich am Dienstag auch noch Chemotherapie und muss den Tag in der Krankenhaus – Onkologie verbringen.
Mehr zu Sukkot auf meinem Hamantaschen – Blog:
https://hamantaschen.wordpress.com/

Zum antisemitischen Terror in Halle & Juden in Deutschland

Die jüdischen Feiertage gehen weiter – Am Sonntagabend beginnt Sukkot

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Einkaufen von Sukkah – Dekorationen und Lulavim Photo: Miriam Woelke

B“H
Zum gestrigen antisemitischen Terroranschlag lade ich momentan ein kleines Meinungsvideo auf Youtube hoch, welches ich etwas später in meine Blogs stelle. Auch geht es in dem Video um die am Sonntagabend beginnenden jüdischen Sukkot – (Laubhütten ) Feiertage. Momentan wird überall gewerkelt und viele jüdische Israelis stellen ihre Laubhütten (Plural: Sukkot) auf. Ich habe keine Sukkah, doch gleich um die Ecke ist Chabad – Lubawitsch und ich werde dort öfters in deren Sukkah hocken. Mein neuer Nachbar ist einer der Chabad Chassidim von dort und ich sitze jetzt sozusagen an der Quelle. 🙂
Jerusalem ist gerammelt voll und am Machane Yehudah Markt war heute kaum mehr ein Einkaufen möglich. Die Leute kaufen wie verrückt für die acht anstehenden Sukkot – Feiertage und Touristen kann ich bereits vorab sagen, dass am Sonntag wieder nur ein halber Tag ist, denn abends beginnt der nächste jüdische Feiertag. Ab dem Nachmittag fahren keine Busse mehr (circa 16.00 Uhr) und am Montag ist in Israel offziell Feiertag und alles geschlossen. Die gesamte Woche über bleiben Ministerien, Stadtverwaltungen sowie alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Post und Banken haben nur halbtags geöffnet. An den Zwischenfeiertagen von Sukkot (beginnend am Montagabend) fahren die Busse wieder ganz normal.
Ich muss an den Zwischenfeiertagen zur Chemotherapie und weiß noch nicht, ob ich Mittwoch oder Donnerstag den Weg in die Altstadt einschlage. Zuerst muss ich sehen, wie ich mich fühle und dann will ich mich nicht unbedingt in die Menschenmassen zwängen. Dienstag Chemotherapie und Mittwochmorgen ist der Segen der Cohanim (Birkat HaCohanim) an der Klagemauer (Kotel). Hunderttausende werden dort sein und mich da hineinquetschen? Da klingt Balkonien wesentlich attraktiver. 🙂

 

Vlog von der Straße: „Port bei Chemotherapie, Essen nach Yom Kippur und Alltägliches“

 

 

Die israelische Busgesellschaft Egged kündigt an, dass am morgigen Dienstag die Busse landesweit ihren Betrieb zwischen 14.00 – 15.00 Uhr einstellen. Morgen Abend gegen 18.35 Uhr beginnt der höchste jüdische Feiertag YOM KIPPUR. Ein 25 – Stunden andauernder Fastentag, der sich nur an Juden richtet.
Die Busse fahren wieder nach YOM KIPPUR – Ende, welches am Mittwochabend kurz nach 19.00 Uhr sein wird. Ab circa 20.30 Uhr sollten die Busse ganz normal ihren Betrieb aufnehmen. 

 

Was genau ist ein PORT bei der Chemotherapie?
https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/chemotherapie-portsysteme.php

 

Meine elfte Sarkoma – Chemotherapie im Shaare Zedek Medical Center / Jerusalem

B“H
Heute war das Filmen in der Onkologie ziemlich schwer, denn es waren eine Menge Patienten unterwegs. Ich will weder andere Patienten noch die Belegschaft filmen, denn das wäre nicht fair. Und dann war auch noch eine der Chemo – Tüten leer und immer wenn das passiert und nicht sofort auf eine andere „Gifttüte“ umgestellt wird, läuft Blut aus der Vene. Aber keine Sorge, das läuft wieder alles in die Vene zurück. Nichts passiert! Ich musste nur die Krankenschwester suchen gehen, um die nächste Tüte in den Intravenös tropfen zu lassen.
Seit vier Monaten gehe ich zur Chemotherapie, um zwei Leiomysarkoma – Metastasen zu verkleinern. Die Metastasen unter Kontrolle zu bringen sowie keine neue wachsen zu sehen, ist bereits jetzt schon ein Erfolg. Ich hoffe, er bleibt so. Schlimmstenfalls wird operiert.

 

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