Leben in Jerusalem

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Schabbat Schalom!

Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

 

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Leserfrage: „Israel und Arbeitserlaubnis“

B“H
Hier ein paar Links zu dem Thema und ich an Eurer Stelle würde mich eingehend bei der israelischen sowie der deutschen Botschaft erkundigen: 

 

 

https://tel-aviv.diplo.de/il-de/service/-/1444828
http://embassies.gov.il/berlin/ConsularServices/visainformation/Pages/Visainformation.aspx
http://embassies.gov.il/berlin/departments/offentlichkeitsarbeit/AufenthalteinIsrael/Pages/Arbeiten-und-Praktika.aspx
https://tel-aviv.diplo.de/il-de
Normalerweise erhält nur derjenige eine Arbeitserlaubnis, der schon eine Arbeit vorweisen kann und die kein Israeli besetzt. Die Erlaubnis gilt nur für den einen Arbeitgeber und bei einem Wechsel muss ein neue Arbeitserlaubnis beantragt werden.
Generell ist das alles nicht so einfach, denn Israel ist auf jüdische Neueinwanderer fokussiert und will keine Gastarbeiter ins Land holen. Und wenn ja, dann nur befristet und ohne viele Rechte. 

Das Wetter und das Jerusalem, welches der Tourist nicht kennt

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Photo: Miriam Woelke

B“H
In diesem Jahr spielt das Wetter so ziemlich verrückt. Im sonst noch kühlen März herrschte geradezu Hochsommer und im Mai regnete es. Okay, es ist nicht das erste Mal, dass es im Mai regnet, aber ungewöhnlich ist es schon.
Dann folgte Hitzewelle. Immer wieder unterbrochen durch ein paar Tage Abkühlung (23 – 25 Grad Celsius). Dann wieder Hitzewelle und gestern und heute erneute Abkühlung. Und, man höre und staune, gestern wie heute regnete es. In Sderot im Süden regnete es so stark, dass die Stadt heute geflutet wurde. Und die Regenmassen haben dort sogar einen positiven Effekt: Die brennenden Drachen, welche die Hamas tagtäglich auf israelisches Territorium fliegen lässt, verursachen zumindest heute einmal keine Großbrände.
Gestern war ich in der Innenstadt und was ich dort sah waren eine Menge Touristen. Der Israeltourismus boomt und allein aus Deutschland landen jeden Tag mehrere Flugzeuge mit neuen Touristen. Man hat also keine Angst, nach Israel zu reisen. Wobei unser Land mittlerweile sicherer ist als Deutschland.
In Israel kann man normalerweise ungestört durch Parks schlendern. Auch als Frau alleine. Wobei man am Bell Park, Independence Park oder dem Park gegenüber vom Jaffator (Yaffa Gate) immer aufpassen sollte, denn es sind dort nicht wenige Araber unterwegs. Wer jedoch den weiteren Weg zum Sacher Park bei Nachlaot auf sich nimmt, ist in der Regel sehr sicher und es gibt dort keine Araber. Im Sacher Park gibt es einen Rosengarten mit Pflanzen aus zahlreichen Ländern. Alles exakt nach Ländern geordnet und beschrieben. Der Besucher findet auch eine deutsche Rosenecke gestiftet von Klaus Kinkel, soweit ich mich erinnere.
Mittlerweile zieht es viele Touristen bis in die German Colony (Emek Refa’im Street) und Umgebung. Der schönere Teil von Jerusalem, denn wer will schon in die sozialen Brennpunkte sehen? 🙂
Die German Colony, alles schön und gut, doch wer die Emek Refa’im so ziemlich bis zum Ende entlangläuft, trifft auf eine Kreuzung, wo er links in die Pierre Koenig Street einbiegen kann und direkt im Stadtteil Talpiyot landet. Hier gibt es massenweise Shops, Discounter und von Snackbars bis hin zu guten Restaurants. Weite Teile der Jerusalemer Industrie sind hier angesiedelt und die Preise sind recht günstig. Autohäuser, Möbel, Klamotten, Elektronik, usw.
Wer dasselbe nochmal in entgegengesetzter Richtung haben will, der fahre bis in den Stadtteil Givat Sha’ul in die Beit HaTfus Street. Dort wo die große Angel Fabrikbäckerei liegt und der nationalreligiöse Stadtteil Kiryat Moshe direkt an das Ultra – Orthodoxe Givat Sha’ul anschliesst. Aber keine Angst, in der Beit HaTfus Street geht alles ganz normal zu. Weiter hinten in der Straße finden sich die großen Discounter Rami Levi und Osher Ad. Wobei ich sagen muss, dass beide Discounter richtig teuer geworden sind.
Um nicht nach Feierabend bei Rami Levi in Talpiyot ewig an der Kasse anstehen zu müsse, gehe ich recht häufig zum Super Sapir an der Derech Hebron. Eigentlich ein teurer Supermarkt, doch mittlerweile ist es dort oft billiger als bei Rami Levi. Der Super Sapir ist fast immer leer und ich frage mich, wie lange man dort noch durchhält, bevor die Bude dichtmacht.
Touristen sind meist erst einmal geschockt, wenn sie einkaufen gehen und sehen, wie teuer die Lebensmittel in Israel sind. Hier ist leider nichts mit ein paar Cent und zwei Euro oder so. Selbst Nudeln oder Dosen mit Bohnen, Erbsen, etc. sind, im Verhältnis zum Aldi, teuer. Und wer in Tel Aviv in den 24 – Stunden – Läden einkauft, zahlt erst recht drauf.

Der Jerusalemer Stadtteil NACHALAT SHIV’A

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Photo: Miriam Woelke
B“H
In der letzten Woche kaufte ich bei der alljährlichen israelischen Buchmesse „Hebrew Book Week – Shavua HaSefer“ das Buch „Beit Salomon – Haus Salomon“. Das Buch kann ich jedem, der an der Geschichte Jerusalems interessiert ist und der hebräischen Sprache sehr gut mächtig ist. Ich persönlich lese sehr viel über die Geschichte der Stadt. Besonders über die Geschichte der Altstadt, dem sogenannten Old Yishuv.
Das besagte Buch handelt von der Ultra – Orthodoxen Familie Salomon, welche im Jahre 1811 von Litauen nach Israel immigrierte. Die Salomons liessen sich in Jerusalem nieder und der spätere Enkel Yoel Moshe Salomon gründete in der Neustadt den Stadtteil Nachalat Shiv’a.
Die gesamte Familie Salomon war sehr stark im Aufbau der Stadt involviert. Insbesondere beim Wiederaufbau des jüdischen Altstadtviertels.
Wer es noch nicht weiß: Zu Beginn des 18. Jahrhundert kauften Ultra – Orthodoxe Juden das Land, auf welchem das jüdische Altstadtviertel entstehen sollte, von der damaligen Ottomanischen Besatzungsmacht. Das heutige jüdische Viertel wurde also legal erworben.
Doch obwohl das Land den Juden gehörte und diese das Viertel aufgebaut hatten, fackelten Araber im Jahre 1720 alles wieder ab. Und das, obwohl es damals noch keine jüdischen Siedlungen gab. Vielleicht kann das ja jemand den deutschen Politikern und anderweitigen Israelhassern erklären. 🙂
Ungefähr Hundert Jahre später machte sich Rabbi Avraham Shlomo Zalman Salomon (er fügte den Namen ZOREF – Goldschmied seinem ursprünglichen Namen hinzu) daran, das zerstörte jüdische Altstadtviertel wieder aufzubauen. Dazu sammelte er von überall her Spenden und reiste sogar zum Ottomanischen Pascha nach Ägypten, um sich dessen Erlaubnis einzuholen. Rabbi Avraham war das erste Mitglied der Familie Salomon, welches im Jahre 1811 nach Israel ausgewandert war.
Rabbi Avrahams Enkel Yoel Moshe Salomon gründete seinerzeit den den neuen Stadtteil Nachalat Shiv’a. In der Innenstadt neben der Jaffa Road und der Shopping – Meile Ben Yehudah Street gelegen. Seit Jahren befinden sich dort viele Bars und Restaurants. Darunter auch das bekannte Jerusalmer Cafe „Tmol Shilshom“.
Nachalat Shiv’a mag etwas heruntergekommen wirken, doch es ist und bleibt eine Institution der Stadt. Allein schon durch die typische Architektur. Allerdings wurden zahlreiche Häuser zu Baustellen und ich denke mal, dass hier teuer vermietet oder verkauft werden soll. Luxus, denn die Gegend ist gefragt.  

 

 

 

Jerusalem: „Die Natur hinter der Mamilla Mall nahe Jaffator“

B“H
Hinter der Mamilla Mall, wo man schick essen gehen oder Klamotten kaufen kann, findet sich die Welt der Natur. Parks und rundherum Luxuswohnungen, welche da mindestens 3 Mio Dollar und noch viel mehr kosten. Ganz zu schweigen von den Kosten für Grundsteuer, private Security, Hausmeister, und und und. Da kommen monatlich nochmal ein paar Tausend Schekel extra zusammen.
Der Otto Normalverbraucher – Jerusalemer sowie Touristen schlendern gerne durch die Mamilla Mall, übersehen aber die Natur drumherum. Wer nicht gerade das Geld hat, sich mit teuren Markenklamotten einzudecken oder in teuren Restaurants zu speisen, für den bietet die Mamilla Shopping Mall das Cafe AROMA mit seinem schwarz – roten Logo. Dort ist die Tasse Kaffee erschwinglich und gut sitzen und Leute beobachten kann man auch.
Hier ein paar Eindrücke von der Welt gleich hinter der Mamilla Mall, Luxusbauten, Natur sowie dem nervigen Verkehrschaos. Von der Mamilla Mall und dem daneben stehenden luxuriösen David Citadel Hotel bis hinunter zum Jaffator (Jaffa Gate) vor der Altstadt.

 

Ein alter österreichischer Stummfilm: „Die Stadt ohne Juden“

B“H

Dieser Stummfilm aus Österreich entstand einige Jahre vor dem Holocaust, doch niemand hätte zu der Zeit gedacht, dass die im Film gezeigten Inhalte bald Realität sein werden:

https://www.timesofisrael.com/recovered-in-paris-flea-market-1924-austrian-silent-film-is-a-holocaust-preview/

Den ganzen Film gibt es hier umsonst anzusehen: 

 

 

Jerusalems Zionsplatz (Zion Square) soll attraktiver werden

B“H
Vor mehr als 50 Jahren war der Zionsplatz (Zion Square) in der Jerusalemer Innenstadt ein Anziehungspunkt für die Bewohner der Stadt. Zwischen der Shopping – Meile Ben Yehudah Street sowie der ewig langen Jaffa Road gelegen, bildete der Zion Square eine kleine Attraktion. Nebendran das populäre Cafe Europa und dort, wo heute der hässliche hohe Betonklotz (mit der Bank Hapoalim unten drin und einem Hotel in den oberen Stockwerken) steht, befand sich einst ein beliebtes Kino.
Das Cafe Europa gibt es schon lange nicht mehr und der alte Kinobau wurde plattgemacht und nun steht dort dieser Betonklotz. Immerhin wurde nebendran das einzige Jerusalemer Kaufhaus Hamaschbir mit besserer Architektur ausgestattet.
Bis vor circa 10 Jahren gab es auf den Zion Square noch eine runde Sitzgelegenheit aus Beton. Neben all den Bänken um den Platz. Dann aber liess die Stadtverwaltung diese Sitzgelegenheit aus Beton abreissen, denn dort würden eh nur Junkies abhängen.
Des Nachts ist der Zion Square aber auch weiterhin ein Anziehungspunkt für Drogen und von daheim abgehauene Jugendliche. Nicht weit liegt ein Jugendzentrum der Stadtverwaltung in welches die Jugendlichen auch nachts können und Hilfe erhalten.
Irgendwie dümpelte der Square mehrere Jahre so vor sich hin und jetzt soll alles anders werden. Der Platz ist momentan eine Baustelle. Ein neues Design mit attraktiven Bänken und viel Grünzeug muss her.
Zu Beginn des kurzen Videos seht Ihr ein paar Plakate, wie der Zion Square in Zukunft ausschauen soll. Und danach folgen die Bauarbeiten und die Absperrungen. 

 

 

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