Leben in Jerusalem

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Rosh Hashana – Vorbereitungen

B“H
Die Supermärkte sind restlos überlaufen und auch ich stürzte mich heute nach Feierabend in den Feiertagseinkauf. Von meinem Zweitjob erhielt ich bereits den üblichen Feiertagsgutschein. In Israel geben die Arbeitgeber normalerweise vor Pessach und Rosh Hashana Gutscheine im Wert von mehreren Hundert Schekel aus.
Mit meinem Gutschein musste ich in eine der als teuer bekannten Shufersal – Filialen. Ich wählte den Shufersal Deal in Talpiyot. DEAL = Israelis lieben Deals, denn das Wort suggeriert BILLIG. Also ging auch ich in den Shufersal – Billigableger und es lohnte sich sogar. 
Mit den Discountern Rami Levi und Osher Ad gleich nebendran hat Shufersal Deal ernsthafte Konkurrenz und muss daher günstig sein. Am Freitag und Sonntag will ich allerdings nochmal zu Rami Levi und Gemüse einkaufen. Heute dagegen organisierte ich Huhn, Fisch und Rotwei. Dazu Honigkuchen richtig schön künstlich im Fabrikpack, Reis, Putzmittel und sogar Knorr Kartoffelpuree. 
Vom Shufersal Deal war ich positiv überrascht, denn es werden Eigenmarken verkauft und den Reis gab es für weniger als 5 Schekel. Da greift man zu und denkt nicht lange nach. Allerdings verkaufen Rami Levi und Osher Ad auch Eigenmarken, was sich total lohnt. Besonders bei Nudeln und Reis. 
Auf dem Machane Yehudah Markt kann man kaum mehr einkaufen, denn dort ist alles sauteuer geworden. Obst und Gemüse werden in den Rami Levi – Filialen wesentlich günstiger verkauft. An den Kassen stehen die Schlangen und man braucht schon Geduld. Wie halt vor jedem Feiertag wird gekauft wie blöd. Rosh Hashana ist ein teurer Feiertag und in Israel gibt es keinen ALDI, REWE, etc. Die Lebensmittelpreise sind hoch und man greift schon tief in die Tasche. Selbst beim Reis.

Freitag in Jerusalem: „Verkehrschaos wegen Peres – Beerdigung“

B“H
Schimon Peres ist tot und schon kehrt am Freitag das Verkehrschaos ein. Jerusalem wird halb dichtgemacht, denn sämtliche Politiker dieser Welt rollen zur Beerdigung an. Darunter auch Angela Merkel und der sonst nicht gerade als Israel – Fan bekannte Prinz Charles.
Ich bin nicht unter den Trauernden, denn in Israel ist mehr über Schimon Peres bekannt als im Ausland. Die Linke und das Ausland huldigen ihm, doch im eigenen Land hat sich Schimon so einiges geleistet und war nicht unschuldig am Tod mehrerer Terroropfer. Ferner gab er sich arrogant, intrigant und beschimpfte viele amerikanische Neueinwanderer.
Es wird ein riesen Tamtam gemacht, doch am Sonntagabend beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und bis dahin haben sich die Wogen wieder geglättet. Am Freitag ist die Beerdigung am Herzlberg und soweit ich dem Video entnahm, wird Peres gleich neben Yitzchak und Leah Rabin beigesetzt.
Gut, dass ich weit weg in einem anderen Stadtteil wohne und von dem Verkehrschaos ausnahmsweise einmal nicht betroffen bin.

Zum anstehenden jüdischen Neujahr Rosh Hashana

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Photo: Miriam Woelke

B“H

Anfang nächster Woche feiert die jüdische Welt ihr neues Jahr 5777. Rosh Hashana ist ein wichtiger Feiertag und wer sich kurz darüber informieren will, der kann hier weiterlesen:

https://hamantaschen.wordpress.com/2016/09/27/rosh-hashana-in-jerusalem/

Honigkuchen für Rosh Hashana

B“H
Am kommenden Sonntagabend beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.
Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5777 hoffen !
Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !
– 6 Eiweiß
– Eine halbe Tasse Zucker
– Beides zusammen schaumig schlagen
Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben. Den Teig bei 180 Grad 20 – 30 Minuten lang backen.
 

Acht Dinge, die Touristen in Israel am meisten schocken

B“H
1. Die extrem hohen Preise
Israel ist nicht Thailand, wo alles billig zu haben ist. Viele Touristen sind erstaunt, wenn sie Preise in den Supermärkten, Hotels, Hostels oder den Restaurants sehen. Dann kommt schon mal der erste Schock auf. Israel ist ein teures Land und man muss sich sein Geld sehr gut einteilen und auch mal Abstriche machen.
2. Der Schabbat
Für nichtjüdische Touristen ist der Schabbat ein Rätsel und es fällt schwer zu akzeptieren, dass die Egged Busse am späten Freitagnachmittag bis zum Samstagabend nach Schabbatausklang den Verkehr einstellen. Andererseits, wenn ich in ein Land mit einer anderen Religion fahre, mache ich mich doch im Vorfeld kundig und rege mich nicht hinterher auf.
3. Israelis sind laut
In Israel geht es nicht so leise und gesittet zu wie in deutschsprachigen Ländern. Stattdessen herrscht die Middle East Mentality und die ist nun einmal laut. Das wiederum bedeutet nicht, dass Leute, die laut reden oder schreien, miteinander streiten. Meistens unterhalten sie sich nur ganz „normal“.
4. Haredim (Ultra – orthodoxe Juden)
Die sogenannten Ultra – orthodoxen Juden sehen anders aus und für Touristen bleibt es ein Rätsel, wie jemand bei heißem Sommerwetter mit einem langen Kaftan herumlaufen kann. Die Haredim wiederum fragen sich, wie man nur so aufreizend angezogen herumlaufen kann, ohne ein kleines bisschen Würde zu bewahren.
Mit den Haredim ins Gespräch kommt kein nichtjüdischer Tourist. An der Klagemauer (Kotel) gibt es zwar den einen oder anderen religiösen Juden, der Leute anlabert, doch ernstzunehmen sind die nicht. Verrückte, Durchgeknallte oder Fakes. Davon laufen jede Menge herum.
5. Die Jerusalemer Altstadt schaut gar nicht so aus wie im Neuen Testament beschrieben
Christen sind jedes Mal geschockt, völlig andere Örtlichkeiten vorzufinden als erwartet. Nichts schaut so aus wie im NT beschrieben und die Christen, die in der Altstadt und andernorts leben, sind auch nicht gerade heilig. Die nämlich wollen an das Geld der Touristen und verramschen jeden Mist als heiligen Krimskrams. Eine deutsche und schweizer Touristen verkauften sogar auf dem Ölberg heiliges Wasser an Touristen. Das Wasser hatten sie zuvor aus dem Wasserhahn ihres Hostels in kleine Fläschchen laufen lassen. Heiliges Wasser frisch aus dem Waschbecken der Toilette.🙂
Jerusalem wurde im Verlauf seiner Geschichte mehrere Male zerstört und auf den Trümmern wiederaufgebaut. Aus diesem Grund liegt die heutige Altstadt über jener vor Zweitausend und mehr Jahren. Siehe mehr dazu hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2013/08/05/altes-und-neues-in-der-jerusalemer-altstadt/
Wer nicht aufpasst, der wird im arabischen Bazar gnadenlos abgezockt. Lasst Euch nichts von den palästinensischen Händlern, seien sie nun Christen oder Muslime, aufschwatzen, sonst ist Euer Portemonnaie leer und Ihr sitzt da mit billigem Ramsch. Vorsicht auch in der Grabeskirche, denn dort wird ebenfalls abgezockt!
6. In Israel spricht man kein Deutsch
Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich traf einmal einen Juden aus Deutschland, der doch tatsächlich der Meinung war, dass in Israel Deutsch gesprochen wird. Oder zumindest Jiddisch und demnach muss er kein Hebräisch oder Englisch lernen. Diese Vorstellung erwies sich sehr schnell als falsch. In Israel trifft man nur sehr wenige Leute, die Deutsch sprechen. Und wenn, dann häufig mit gebrochenem Deutsch.
Die Vorstellung, dass alle hier lebenden Juden aus West – und Osteuropa stammen, erweist sich als Illusion. Hierzulande existieren in vielen Orten sephardische Mehrheiten. Juden, deren Vorfahren aus Marokko, dem Jemen, dem Iran, dem Irak, Kurdistan, Tunesien, dem Libanon, Syrien, Tunesien, Algerien oder aus Ägypten stammen. Und diese Juden haben dann oft eine dunklere Hautfarbe. Allein das schockt schon so manchen westlichen Touristen.
7. Soldaten laufen mit Maschinengewehren herum
Soldaten und Soldatinnen laufen mit Maschinengewehren herum. Völlig normal in Israel, in Europa sicherlich nicht. Gleichzeitig aber besitzt nicht jeder Israeli automatisch eine Waffe. Die Auflagen für einen Waffenschein sind sehr streng und nicht viele Leute bekommen einen.
8. Israelis drängeln sich vor
Wer an einem Stand Snacks oder etwas anderes kauft, gerät als Tourist schnell in die hintere Reihe. Wenn Tourist nun endlich mal bestellen und zahlen will, zwängt sich stets ein Israeli vor ihn. Viele Neueinwanderer aus westlichen Ländern haben dasselbe Problem, denn man will ja höflich bleiben und der Reihe nach bedient werden. In Israel dagegen muss sich durchgesetzt werden oder jemand steht halt stundenlang in der letzten Reihe und wartet darauf, eine Bestellung abzugeben.

Soviel zu Netanyahus tollen Reden und der israelischen Realität

Netanyahu redet viel, doch am Ende kriecht er doch wieder vor Obama!

 

Gab es schon immer Palästinenser in Israel?

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Quelle: Facebook

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