Leben in Jerusalem

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Die israelische Sozialversicherung BITUACH LEUMI

B“H
Wie deutsche Regelungen bezüglich der Sozialversicherung ausschauen, kann ich, nach all den Jahren in Israel, nicht mehr sagen. In Israel hingegen ist es so, dass jeder Staatsbürger automatisch verpflichtet ist, seine monatlichen Beiträge an die Bituach Leumi zu zahlen. Egal, ob jemand arbeitet oder nicht. Wer seinen Zahlungen nicht nachkommt, erhält umgehend Bußgeldbescheide.
Normalerweise werden einem Arbeitnehmer die Bituach Leumi – Beiträge monatlich vom Gehalt abgezogen. Einen gewissen Prozentsatz zahlt die Bituach an die jeweilige Krankenkasse. Wobei der Arbeitnehmer jedoch nochmal extra Krankenkassenbeiträge vom Gehalt abgezogen bekommt. Zusätzlich zum Beitrag an die Bituach Leumi. 
Ob Touristen, die befristet in Israel arbeiten, bei der Bituach einzahlen müssen, entzieht sich meiner Kenntnis. Wer will, kann sich diesbezüglich hier kundig machen:
https://www.btl.gov.il/English%20Homepage/Pages/default.aspx

Eine neue Woche

B“H
In Israel ist alles beim Alten. Sarah Netanyahu muss seit Mai regelmäßig zu Polizeiverhören antreten, denn ihr wird Bestechung vorgeworfen. Sie habe diverse Geschenke erhalten und sich dadurch beeinflussen lassen. Richtige Beweise hat das Betrugsdezernat jedoch noch nicht vorgebracht.
In der Knesset herrscht der übliche Zoff und momentan steht ein Abgeordneter des Bayit Yehudi unter Verdacht, Frauen sexuell belästigt zu haben. Irgendwie kommt diese Anschuldigung immer wieder auf und oft weiß man nicht mehr, ob das alles der Wahrheit entspricht oder nur Politiker rausgegrault werden sollen wie vor circa einem Jahr Netanyahus Kontrahent, Silvan Shalom.
Die Siedlung Amona wird geräumt und man erwartet einen Konflikt zwischen Polizei und den nationalreligiösen Siedlern. Und zu guter Letzt begann am Donnerstag endlich der Winter. Mit Sturm und Regengüssen bis gestern früh. Seit ein paar Jahren kommt der Winterregen fast immer in Verbindung mit Sturmböen, was jedes Mal im Chaos endet. Staus auf den Straßen und Überschwemmungen.
Wer sich wundert, dass ich momentan nicht alle Emails beantworte: Mein Router hat den Geist aufgegeben, aber dieser Tage wird ein neuer geliefert. Für den neuen Router zahle ich nichts, denn der monatliche Internetpreis liegt eh schon hoch. Nur die Lieferung nach Hause muss ich zahlen.
In Israel gibt es schnelles und sicheres Internet, aber das hat seinen Preis. Mit Billigangeboten angelockt wird am Ende die Mehrwertsteuer draufgeschlagen. Zusammen mit der extra Gebühr an Bezek für die Taschtit (Internetleitung). Wer nicht aufpasst, zahlt extra. Also, immer genau nachfragen, was im Preis enthalten ist, sonst drohen extreme monatliche Rechnungen.🙂

Leserfragen: Preise in Israel, Alltag & Internet in Jerusalem

B“H
Momentan sucht die Mehrheit der Leserschaft auf diesem Blog nach Infos über Preise in Israel, den gelebten Alltag im Land oder ob es in Jerusalem Internet gibt.
Ja, es gibt kostenloses Internet in Jerusalem und das meistens in der Innenstadt um die Jaffa Road / Zion Square herum. In vielen Malls wie Canyion Hadar im Stadtteil Talpiyot oder dem Yes Planet Kino Complex kann sich jeder Besucher kostenlos ins WIFI einloggen. Gewöhnlich ist das Internet in Israel extrem schnell und effizient.
In Tel Aviv existiert ebenso kostenloses WIFI und das fast in der gesamten Innenstadt. Oder geht einfach ins Dizengoff Center, wo Ihr mit dem Computer sitzen könnt, solange Ihr wollt. Man muss also nicht immer in ein Cafe und teuren Kaffee bestellen. 
Weniger kostenloses WIFI werdet Ihr im Norden des Landes vorfinden. In Tiberias, zum Beispiel, sollte man schon zu Cafe Aroma gehen. Der Kaffee ist gut und günstig und Ihr könnt dort stundenlang samt WIFI hocken. Draußen sitzen ist eben weniger angesagt, denn das Winterwetter schlägt morgen zu. Und dann wird es kühl, windig und vor allem nass.
Die Preise in Israel, und das habe ich schon Tausendmal berichtet, sind gepfeffert. Nichts mit billigem Urlaub a la Thailand und so. Selbst Obst und Gemüse ist teuer geworden, denn aufgrund des fehlenden Novemberregens sind die Bauern schon am jammern, dass die Ernte mies wird. Selbst Gurken und Tomaten sind seit Monaten extrem teuer.
Wurst, Fleisch, Käse – egal, welche Lebensmittel – in Israel ist das Leben nun einmal sehr teuer. Von den Mieten will ich erst gar nicht anfangen. Der Fall des Euros in Israel begann vor drei Jahren. Seitdem geht es nur noch abwärts und für einen Euro bekommt Ihr beim Umtausch ca. 4,15 Schekel. Zurzeit nur 4 Schekel und manchmal bis zu 4,25. Vor drei Jahren gab es für einen Euro noch 5, 10 Schekel. Wer also eine Israelreise plant, sollte genügend Geld dabei haben, denn um am Strand zu pennen, ist es jetzt im Winter zu kalt.
Der Alltag in Israel: Die Mehrheit ist damit beschäftigt zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Die hohen Mieten, Hypotheken und alle Arten von Rechnungen müssen erst einmal bezahlt werden. Die Freizeit ist oft knapp bemessen, denn die Leute arbeiten teilweise bis 18.00 – 19.00 Uhr. Dann kommt man heim, ißt was und das wars dann auch fast. Duschen, Bett und morgens wieder raus.
Klar, spielt der Terror eine Rolle, doch, wie gesagt, die Leute sorgen sich vorwiegend um ihr Einkommen und das alle Rechnungen bezahlt werden. Wer Kinder hat, ist noch schlimmer dran, denn Kinder kosten noch mehr Geld.
Gestern Abend war ich mit Freunden in der Jerusalemer Innenstadt zugange und eigentlich wollten wir etwas unternehmen. Zuerst waren wir in der Billigkette COFIX, wo wir Sachlab schlürften. Dann suchten und suchten wir die Action in der Innenstadt, wo jedoch tote Hose war. Ganz wenig Touristen und Israelis kommen von der Arbeit und gehen heim. Wer hat schon das Geld dafür, ständig auswärts zu essen? Ich kaufe alles beim Discounter und bereite Kaffee und alle Mahlzeiten daheim zu.
Am Zion Square war gar nichts los genauso wenig wie in der Jaffa Road. Am Ende landeten wir bei Mac Donald’s in der Ben Yehudah Fußgängerzone. Was man dort findet ist überwiegend Touristenramsch sowie ein paar kleinere Restaurants.
Der Mac in der Ben Yehudah ist klein und hinter dem Verkauftresen stand eine Araberin mit Hijab. Nebendran ein männliche Araber, der seine Kolleging drangsalierte. Viel war dort auch nicht los, denn der Mac Donald’s verdient in Jerusalem nichts. Fast Food ist sauteuer und auf dem Teller liegt kaum was Essbares.
Der Mac in der Ben Yehudah ist koscher (Mehadrin) und wir beschränkten uns auf eine kleine Pommes. Danach ging es wieder heim. Wer Action sucht, der gehe in die Shlom Zion HaMalka Street (nahe der Mamilla Mall und Jaffa Road). Dort finden sich jede Menge Pubs und Discos. Das, was seit Monaten total angesagt ist: Live Music und Bars inmitten des Machane Yehudah Marktes. Dort treffen sich allabendlich Tausende, dagegen ist in der ehemals populären Emek Refaim Street in der German Colony nichts mehr los. Entweder gehen die Leute abends zum Alten Bahnhof oder in den Machane Yehudah Markt.

Die neuesten Statistiken sind da

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Jerusalem, Derech Hebron Street – Photo: Miriam Woelke

B“H
Die neuesten Einkommens – und Arbeitslosenstatistiken wurden veröffentlicht. Demnach ist die Arbeitslosigkeit gesunken, was jedoch fehlt, sind spezifische Angaben wie Orte und Berufsbranchen. Hinzu kommt, dass viele Firmen nur den Mindestlohn zahlen oder die Menschen gezwungen werden, stundenweise zu arbeiten.
Grundsätzlich ist der Arbeitsmarkt in den Küstenregionen besser ist als im Norden oder Süden des Landes. In Jerusalem ist es sehr schwer, einen Job zu finden. Damit meine ich eine einigermaßen gut bezahlten Arbeitsstelle und keinen befristeten Billiglohnsektor oder gar Zeitarbeit. Neueinwanderer haben es besonders schwer, außer vielleicht Anglos, die ganz gut bei Firmen unterkommen, wo perfektes Englisch an der Tagesordnung ist.
Gefragte Berufe: Programmierer, IT – Security auf hohem Level, aber auch Handwerker. Mehrheitlich suchen die Betriebe Leute mit israelischer Staatsbürgerschaft. Deutsche werden in Callcentern gesucht. Verkauf und der entsprechende Druck sowie schlechte Bezahlung.
Bei dem statistischen Einkommen kann die Mehrheit der Bevölkerung nur lachen. Viele leben vom gesetzlichen Mindesteinkommen und überhaupt von viel weniger Geld als in der Statistik angegeben. Gehälter sind regional bedingt und wer in Tel Aviv mehr verdient, gibt gleichzeitig auch mehr aus. Allein schon wegen der extrem hohen Lebenshaltungskosten.

Bild des Tages: Papageien

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Photo: Miriam Woelke

Großbrände in Israel – Wer bezahlt das alles?

B“H
Zahlreiche Israelis haben ihr Dach über dem Kopf sowie ihre gesamte Habe verloren. Als Polizei und Feuerwehr zum Verlassen der Stadtteile aufriefen und das Feuer immer näher kam, nahmen die Menschen nur das mit, was sie auf dem Leib trugen. Als sie heimkehrten, fanden sie nur noch Schutt und Asche vor.
Eine massive Welle der Hilfsbereitschaft setzte ein. Hotels und Privatleute nahmen die „Obdachlosen“ auf und aktuell werden Essen und Kleidung gespendet. Eine Frage aber, die alle beschäftigt lautet: Wer kommt für den Sachschaden auf? Inwieweit die Hausratversicherungen haften, kann kein Mensch sagen. Und ob überhaupt.
Die Regierung plant, palästinensische Brandstiftungen der Terrorliste hinzuzufügen, doch ob selbst dann der Staat für den materiellen Schaden aufkommt, weiß niemand zu sagen. Finanzminister Moshe Kachlon kündigte eine einmalige staatliche Zahlung von 2500 Schekel (ca. 600 Euro) an. Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Man will wieder aufbauen. Jetzt erst recht! Die aktuellen Brandstiftungen aber fanden nicht zum ersten Male statt und werden auch in Zukunft immer wiederkehren. Abu Mazen schickte ein paar Feuerwehren, um Israel zu helfen. Das kam selbst bei der israelischen Bevölkerung gut an, obwohl nicht vergessen werden darf, dass ein Großteil der Brände von Palästinensern absichtlich verursacht wurden. Die palästinensischen Feuerwehrleute sollen der Hamas ihre Meinung geigen, so die Leserkommentare.
Ab Donnerstag ist sowieso erstmal Schluss mit lustig, denn dann kommt der Winter. 12 Grad Tagestemperatur und heftige Regenfälle.

Zur Feuer – Intifada: „Die Arabische Welt feiert Brände in Israel“

B“H
SPON nennt die verheerenden Brände in Israel lapidar „Buschfeuer“ und „überhaupt würde Israels Rechte die Situation nur ausnutzen, um mal wieder die armen unschuldigen Palästinenser zu beschuldigen“. Was der linksextreme antisemitische SPIEGEL ONLINE verschweigt ist das:
https://www.algemeiner.com/2016/11/24/palestinians-arab-world-celebrate-take-credit-for-israeli-fires-with-israelisburning-hashtag/
Palästinenser kurven durch israelische Wälder und mit dabei sind stets Benzinkanister und alte Lappen, die man anzündet, um ein „Buschfeuer“ zu verursachen. Siehe hier:
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4884534,00.html
http://www.timesofisrael.com/security-cam-captures-apparent-arson-attempt-near-ariel/
Zur aktuellen Lage:
http://www.timesofisrael.com/fresh-blaze-breaks-out-near-haifa-jerusalem-hills-residents-allowed-to-return-home/
Die Trockenheit wird noch bis Donnerstag anhalten und dann soll es, aller Voraussicht nach, endlich regnen. Auch wird es am Donnerstag so richtig kalt bei 12 Grad Celsius Tagestemperatur in Jerusalem.

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