Leben in Jerusalem

Start here

Archive

Advertisements

OSEM – Produkte werden teurer

B“H
Das neue weltliche Jahr 2019 steht an und schon wird alles wieder teurer. Der israelische OSEM – Lebensmittelkonzern verkündete eine Preiserhöhung seiner Produkte wie Ptitim (runde winzige Teigkügelchen, die macht kocht), Ketchup oder Junkfood wie Bissli. Ein Drittel aller OSEM – Produkte wird teurer.
Ich esse selten Ketchup und wenn, dann nur den von Heinz. Bei Mayonnaise genauso und auch hier kaufe ich nur die von Hellmann’s. Israelischer Ketchup oder israelische Mayonnaise schmecken mir überhaupt nicht. Den Senf dagegen kann man essen. 🙂
Was noch mehr Verbraucher tun werden: Die Eigenmarker der Discounter kaufen und nicht die Marke OSEM, die da auch nicht besser ist als besagte Eigenmarken.
Zudem soll der Strom wieder einmal teurer werden und das merke der Verbraucher nicht nur im eigenen Heim, sondern in Shopping Malls und anderswo. Dort werden dann Preissteigerungen anstehen, denn die Geschäfte zahlen dann auch mehr Strom und die Kosten werden auf die Produktpalette umgeschlagen.
Wer günstig einkaufen will, gehe zu den Discountern Osher Ad oder Rami Levi. Nur beim Shufersal, Super Deal und wie sie alle heißen, einzukaufen, geht zu sehr ins Geld. Das kann sich kaum jemand leisten und ich würde mir das auch nicht leisten wollen. 

 

Advertisements

Leserfrage: „Email der israelischen Rentenversicherung“

B“H
Wer sich für die hiesige Rentenversicherung interessiert:
https://www.btl.gov.il/English%20homepage/Pages/default.aspx
Die Bituach Leumi (Nationalversicherung) ist dafür zuständig. Normalerweise schreibt man dorthin keine Email, sondern spricht persönlich bei der lokalen Niederlassung vor. Ohne anzurufen oder Mails zu schicken, denn da kommt eh keine richtige Antwort. Zur Bituach geht man persönlich, wobei viele Angestellte nur Hebräisch sprechen. Eines sollte man immer tun: Einen eigenen Kugelschreiber mitbringen!!!
Die Bituach Leumi zahlt nicht unbedingt eine Rente, von der man leben kann. Auch ist das Einzahlungssystem ein anderes als in Deutschland. Zwar wird der Bituach – Anteil vom Gehalt abgezogen, doch die Hälfte des Betrages geht immer als Grundbetrag an die Krankenkasse.
Es ist ratsam, eine private Rentenversicherung abzuschliessen. Jedenfalls bis zum Altern von 50 Jahren und IMMER ohne Versicherungsagenten!!! Klar verweisen einen die Versicherungen an ihre Agenten, doch man kann es ablehnen.
Wer über einen Versicherungsvertreter seine private Rentenversicherung abschliesst, wird einen Großteil seines Geldes an ihn verlieren. Der verlangt nämlich satte Provisionen.
Am besten ist es, die Private durch den Arbeitgeber abzuschliessen, denn der kann, wenn er denn gewillt ist, den Agenten ausschliessen. Doch auch eine private Rentenversicherung garantiert kein Grundeinkommen im Rentenfall. Generell geht das meiste eingezahlte Geld an die Versicherung und der Versicherte ist immer im Nachteil.
Wer auf Nummer sicher gehen will, zahlt privat auf ein eigenes Bankkonto ein. Nur muss bedacht werden, dass normalerweise der Arbeitgeber einen bestimmten Anteil in die private Rentenversicherung des Arbeitnehmers miteinzahlt und er dies nicht machen wird, wenn der Arbeitnehmer alles nur privat arrangieren will.
Grundsätzlich sollte man privat Gelder ansparen, um im Alter einigermaßen über die Runden zu kommen. Und ab 50 Jahre sollte keine private Rentenversicherung mehr abgeschlossen werden, denn dabei kommt nichts raus. Was einem bleibt sind circa 1700 Schekel (circa 430 Euro) Grundrente der Bituach Leumi und davon kann niemand leben.
Aber alles kommt auf den Individualfall an und deswegen ist es ratsam, direkt bei der Bituach vorzusprechen.
Übrigens sollte sich jeder auch einen erweiterten Krankenkassen – Level zulegen und monatlich privat Geld einzahlen. Nur den Basislevel zu haben kann ins Geld gehen, denn viele Behandlungen werden dann von der Krankenkasse nicht übernommen.
In meinem Fall zahle ich monatlich 40 Euro privat an meine Krankenkasse. Das ist es mir wert und daran spare ich nicht. Der Betrag hängt vom Alter des Versicherten ab und kann auch schon einmal auf 50 – 70 Euro monatlich ansteigen. Aber das ist immer noch besser als nach diversen Behandlungen mit Tausenden Schekel von Schulden dazustehen. Und wer bei den Krankenhäusern keine finanziellen Garantien vorweist, wird erst gar nicht behandelt.

Inside Hamas – Die Hamas von Innen (Israel/Palestine Documentary)

Die Hamas ist im Gazastreifen seit 2006 an der Macht. Seitdem gibt es keine demokratischen Wahlen mehr und die Menschen in Gaza können die Hamas nicht abwählen. 

 

Die Billiglöhner unterwegs nach Israel

B“H
1000 weitere philippinische Gastarbeiter sollen laut diesem aktuellen Abkommen nach Israel geflogen werden:
https://www.jpost.com/Israel-News/Israel-to-employ-1000-Filipino-workers-to-reduce-hotel-staff-shortage-574053
Verwundern tut das nicht, denn die israelische Hotelindustrie ist eine einzige Katastrophe. In Tel Aviv und auch zuvor schon in Eilat werden vorwiegend illegale Afrikaner beschäftigt. Beim Room Service und halt der Zimmerputzerei. Das alles zu Niedriglöhnen, denn Israelis wären zu teuer.
In Tel Aviv ist es in der Branche teilweise üblich, Feiertags – und Schabbat – Zuschläge (Stundenlohn) nicht zu zahlen. Stattdessen arbeiten die Leute zum normalen Stundenlohntarif (Mindestlohn). Wenn überhaupt.
Im o. g. Artikel heißt es ferner, dass sich bereits 28,000 philippinische Gastarbeiter im Land aufhalten. Fast immer arbeiten sie als Altenpflegekraft in Privathaushalten. Gesponsert von der Familie des Pflegebedürftigen und der Bituach Leumi (Nationalversicherung).
Eine ganze Abzock – Branche hat sich um die philippinischen Care Giver (Pflegekräfte) gegründet wie israelische Agenturen, welche die Philippinas importieren und richtig abkassieren. Diese Agenturen vermitteln die Philippinas an Privathaushalte.
Offiziell als Pflegekräfte in Altenheimen werden die Gastarbeiter nicht eingesetzt, denn dort arbeiten Israelis. Egal, ob Juden oder Araber.
Auch mit den Philippinas / Philippinos gibt es Probleme, denn sie bleiben oft illegal im Land und manche misshandeln die Pflegebedürftigen. In Israel sind viele Leute der Meinung, dass die philippinischen Gastarbeiter immer noch besser seien als Araber, denn Erstere bereiten weniger Probleme. Dennoch sollte bedacht werden, dass die philippinischen Gastarbeitern daran gelegen ist, in Israel zu bleiben und die Frauen fast alle schwanger herumlaufen, um ein Bleiberecht zu erhalten. Wenn denn erst einmal das Kind in Israel geboren wurde.
Ich bin absolut gegen diese Importiererei und es suchen genügend Juden und Palästinenser Jobs. Denen aber muss der Hotelbesitzer mehr zahlen. In der privaten Altenpflege dagegen finden sich selten Israelis, denn derlei Jobs will niemand machen.
Wenn schon philippinische Gastarbeiter in der Pflege, dann aber nur mit eingeschränktem Visum und Abschiebung. Bislang ist das leider viel zu wenig der Fall.

Jerusalem: „Immer mehr Bankfilialen und Apotheken schließen“

B“H
Es betrifft nicht nur Jerusalem, sondern der Trend geht seit längerer Zeit in ganz Israel um: Immer mehr Post – und Bankfilialen schließen. Innerhalb kurzer Zeit schlossen jetzt auch noch zwei privat geführte Apotheken an der Jerusalemer Jaffa Road.
Ich selber gehe selten einmal zu einer privaten Apotheke, weil die Medikamente dort viel zu teuer sind. Vielleicht einmal ein paar Schmerztabletten, mehr aber auch nicht. In Israel sind diesbezüglich Acamol, Advil oder Optalgin die gängigsten Schmerztabletten, die keinerlei Rezept benötigen. Optalgin ist in vielen Ländern verboten, doch in Israel wird sehr viel damit behandelt. Mir hilft eine Tablette Optalgin total schnell und im Krankenhaus nach der OP wurde fast nur mit dem Schmerzmittel gearbeitet. Entweder intravenös, als Sirup oder als ganz normale Tablette. Ich jedenfalls fand Optalgin wirksamer als das starke Schmerzmittel Lethargin, was mir zweimal am Tag verabreicht wurde. Wer Optalgin nicht in wahnsinnigen Mengen konsumiert, hat eigentlich nichts zu befürchten.
Mehrheitlich kaufen Israelis ihre Medikamente direkt bei der Apotheke ihrer Krankenkasse, was wesentlich günstiger kommt. Man gibt beim Kauf einfach nur seine Krankenkassenkarte ab und erhält Preisnachlässe. Oder die Medikamente werden bei der Drogeriekette Superpharm gekauft, was allerdings wieder etwas teurer kommt. Kleinere private Apotheken haben kaum mehr eine Überlebenschance.
Wer in Israel auf Medikamente angewiesen ist, zahlt nicht selten einen Batzen Geld dafür, denn die Kassen übernehmen kaum etwas. Und so zahlen halt viele Kranke ihre Medikamente selbst oder sie zahlen zumindest einen gewissen Anteil aus dem eigenen Geldbeutel.
Zu den schliessenden Bankfilialen:
Aktuell schliesst die Bank Leumi Filiale von Rehavia. Fünfzig Jahre lang war die Filiale im Stadtteil zu finden und nun macht sie dicht. Oder sie ist vielleicht schon geschlossen.
Aus Kostengründen verschwinden immer mehr Filialen. Ob das nun bei der Post ist oder bei den Banken. Und in den verbliebenen Filialen herrscht dann Chaos, weil die gesamte Kundschaft sich auf engstem Raume drängelt.

Palästinensische Terroristen schiessen auf schwangere Israelin

B“H
Palästinensische Terroristen schossen aus einem fahrenden Auto heraus auf Israelis, die an einer Bushaltestelle standen. Dies geschah vor wenigen Tagen außerhalb der Siedlung Ofra.
Sieben Israelis wurden bei dem Anschlag angeschossen und die Terroristen sind noch flüchtig. Unter den Verletzten befindet sich ein junges Ehepaar: Amichai und Shira Ish – Ran. Shira war in der 30. Woche schwanger und nach dem Terroranschlag wurde sie sofort ins Jerusalemer Shaare Zedek Hospital gebracht, wo sie per Kaiserschnitt einen Jungen gebar. Die junge Mutter befand sich in Lebensgefahr, aber offenbar bessert sich ihr Zustand etwas. Das Baby befindet sich weiterhin in Lebensgefahr

 

Die Mutter von Shira, Liora Silberstein, gab gestern ein sehr bewegendes Interview: 

 

 

Übrigens feiert die Hamas den Terroranschlag als „Heldentat“!

Ein populäres Thema in Israel: „Cannabis in der Medizin“

B“H
Wo immer es etwas Neues zu entdecken und entwickeln gibt, Israel und Israelis sind sofort dabei. Kann sein, dass es die ausgemachte Neugier im Land ist. Kaum ist eine neue Technologie oder irgendein aktuelles Forschungsgebiet im Gespräch, sogleich sind Israelis bei der Sache und es wird ausprobiert und ggf. weiterentwickelt.
Momentan ist das große Thema im Land „Cannabis (Hanf) in der Medizin“. Jetzt schon wird Cannabis angewandt, wenn auch nur sehr spärlich. Das Gesundheitsministerium soll es, laut vieler Patienten,  endlich zulassen und offenbar wird das auch demnächst der Fall sein. Inwieweit jedoch die Krankenkassen das zahlen, sei einmal dahingestellt. 🙂
Bislang ist medizinisches Cannabis lediglich bei Krebspatienten, Crohn – Erkrankten oder bei Multipler Sklerose zugelassen. Cannabis soll chronische Schmerzen lindern. Wie, u.a., bei Krebspatienten und ihrer Chemotherapie. Auch soll Cannabis bei Muskelkrämpfen und Entzündungen eingesetzt werden.
Klar, hat alles immer zwei Seiten und nicht jedem Patienten wird der Einsatz von Cannabis helfen. Außerdem werden die Ärzte sehr genau prüfen, wer diese Art der Medizin erhalten wird und wer nicht.
Bereits jetzt sind israelische Startups massiv im Cannabis – Business vertreten:
https://www.jpost.com/Israel-News/Israel-likely-to-allow-medical-cannabis-exports-by-year-end-senior-MP-573758
Auch ich werde mich etwas in die Materie einarbeiten, denn ein solches Startup heuerte mich an, diesbezüglich einen Blog in deutscher Sprache zu erstellen. Aber nicht nur wegen dem Blog … ich finde die Thematik interessant und werde in der kommenden Woche einmal meine Onkologin interviewen, was sie davon hält.
Am Donnerstagmorgen wird mir der JJ Stent entfernt, der da seit Wochen zwischen Blase und Niere sitzt. Hierzu mache ich ein Video. Nicht von der Behandlung selber, sondern hinterher werde ich dazu etwas sagen. Wenn ich denn noch am Leben bin. 🙂
Und heute in einer Woche muss ich erneut ins Krankenhaus zur Onkologin, die mir das Ergebnis vom CT Scan der letzten Woche mitteilt. Sollte sich der Krebs ausgebreitet haben, muss ich zur Chemotherapie. Allein aus diesem Grund ist gerade das Thema CANNABIS interessant. Man weiß ja nie, was einen erwartet. Andererseits würde mich die Nachricht, dass sich keine Metastasen gebildet haben, mehr freuen als ein etwaiger Hanfkonsum. 🙂
Hat jemand von Euch bereits Erfahrungen gemacht? Mit Cannabis in der Chemotherapie oder auf anderen medizinischen Gebieten?

Vorheriges LEBEN IN JERUSALEM auf Blogger

http://lebeninjerusalem.blogspot.co.il/
fairness

Blog Stats

  • 445.083 hits

Mein ebook erhaeltlich auf Amazon und als PDF

mail.google.com

http://www.amazon.de/Jerusalem-Backyard-Ultra-orthodoxen-Leben-ebook/dp/B0147NLZIQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1440308807&sr=8-1&keywords=miriam+woelke

Mein ebook erhaeltlich auf Amazon & Kobo

Deutsch

http://www.amazon.de/Penniless-Jerusalem-English-Miriam-Woelke-ebook/dp/B0157L16P4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1443076364&sr=8-1&keywords=penniless+in+jerusalem

Kategorien