Leben in Jerusalem

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Das Jerusalem Sound Festival 2017 – Sounds of Jerusalem

B“H
Zuerst ein wenig Gejammere: Seit Dezember plagt uns eine Eiseskälte, die ziemlich ungewöhnlich ist für Israel. Ja, es kann im Winter in Jerusalem kalt werden, aber dass drei Monate lang fast durchgehend nur Kälte (4 – 9 Grad Celsius) herrschen, ist nicht gerade die Regel. Normalerweise ist es kalt und nass, aber mittendrin gibt es auch wieder wärmere Tage mit 20 oder mehr Grad.
In der letzten Woche war es, wie immer, eiskalt und des Morgens waren sogar die Regenpfützen gefroren. Jetzt aber scheint es endlich wärmer zu werden und am Schabbat erwarten uns bereits 18 Grad und Sonne pur.
Am 11. / 12. März feiert die jüdische Welt Purim, doch schon Ende März findet in der Jerusalemer Altstadt das erste Festival im Jahre 2017 statt. Diesmal sehr früh und circa zwei Wochen vor Pessach (Passover): SOUNDS OF JERUSALEM – Das Jerusalemer Sound Festival.
Eine Website dazu scheint es noch nicht zu geben, doch hängen in der Stadt überall Plakate mit der Ankündigung aus. Stattfinden wird das Sound Festival vom 20. – 23. März. Location: In der gesamten Jerusalemer Altstadt. Der Eintritt ist kostenlos und jeder kann kommen.
Wie darf man sich das Festival vorstellen?
Genauso wie das Light Festival im Juni. An zahlreichen Orten in der Altstadt gibt es Sound Animationen und Installationen zu bewundern.
Wenn das Wetter mitspielt, werden in der Altstadt mehrere Hunderttausend Besucher erwartet. Und wer zu der Zeit in Jerusalem sein sollte, der kann sich das Event schon einmal in den Kalender schreiben.

Für eine Woche: Apartment in Old Katamon / Jerusalem zu vermieten

 

B“H

2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, Küche, WIFI, Kabelfernsehen, Waschmaschine

Das Apartment ist recht groß und für eine Woche zu haben. Sofort bis zum 1. März 2017. Wer Interesse hat, kann sich an mich wenden.

Location: Gdud Ha’Ivri Street (nur wenige Meter von der HaPalmach Street entfernt).

Kosten: $ 70 pro Tag & $ 60 für die Reinigung nach dem Checkout. 

 

Auswandererrückkehrer nach Deutschland und die Krankenkasse

B“H
Einen Blog, den ich regelmäßig sehr gerne lese, ist der von Ludigel in Taiwan. Aufgrund familiärer Probleme entschied er sich, nach vielen Jahren in Taipeh nach Deutschland zurückzukehren. In Deutschland angekommen, musste er sich erst einmal nach den neuesten gesetzlichen Krankenkassenbestimmungen erkundigen und stellte fest, dass eine Rückkehr gar nicht so leicht ist.
Einem Rückkehrer nach Deutschland wird die Wiedereingliederung nicht leicht gemacht, selbst wenn es sich, wie bei Ludigel, um einen IT – Experten handelt. Kein armer Schlucker, der nach Deutschland kommt, um sich in die soziale Hängematte zu begeben.
Wie man sieht, hat da ein Migrant in Deutschland wesentlich mehr Chancen und staatliche Hilfen, was eine Schande ist. Aber das ist die Situation, an der sich wohl kaum etwas ändern wird.
Meinerseits hege ich keinerlei Rückkehrerpläne. Eher ist das Gegenteil der Fall, denn nach 17 Jahren Abwesenheit zieht mich nichts mehr in ein Deutschland, das ich nicht mehr wiedererkenne. Trotzdem will ich den interessanten Artikel von Ludigel an alle Rückkehrwilligen weitergeben, damit sie wissen, was sie in Deutschland erwartet:
http://osttellerrand.blogspot.co.il/2017/02/don-ludigel-ohne-esel-und-lanze-und-die.html

Nof Zion – Wo Kinder nicht richtige Kinder sein dürfen

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Photo: Miriam Woelke

Das Gebäude am linken Rand (man sieht nur einen winzigen Teil davon) sowie der Trailer rechts im Bild gehören zum kleinen jüdischen Stadtteil Nof Zion / Jerusalem. Alle anderen Häuser drumherum, einschließlich dem Neubau in der Bildmitte, sind in palästinensischer Hand.
B“H
Immer wieder höre ich Juden, die in israelischen Siedlungen leben, sagen, dass sie sich besser beschützt fühlen als in so manch einem Stadtteil von Jerusalem. Immerhin gibt es um jede Siedlung einen Sicherheitszaun und eine 24 – Stunden – Security. Das alles finden wir in meinem Stadtteil nicht. Weder Sicherheitszaun noch permanente Bewachung. Außer den üblichen Polizei – und Grenzpolizei – Patrouillen. Stattdessen laufen die Palästinenser des arabischen Part von Abu Tur ungestört durch unsere Straßen. In ganz Jerusalem sieht man Palästinenser herumlaufen. Wenn ich dagegen einen Fuß nur wenige Meter weiter in den arabischen Teil von Abu Tur setzen würde, drohen Steine, Attacken oder das Messer an der Kehle.
Die Welt nennt Israel rassistisch, doch in der Realität bewegen sich Araber mit israelischem Personalausweis überall und ungestört. Wenn jedoch Juden auch nur einen kleinen Zeh in einen arabischen Stadtteil setzen, sieht das ganze schon anders aus. Aus Sicherheitsgründen bleiben Juden diesem Unterfangen lieber fern.
Das obige Photo zeigt einen winzigen Teil des jüdischen Stadtteil Nof Zion. Nicht dass der Stadtteil besonders groß ist, denn genau genommen stehen dort nur ein paar Häuser. Umgeben ist Nof Zion vom arabischen Stadtteil Jabal Mukaber. Letzterer ist für seine hohe Zahl an palästinensischen Terroristen berühmt und berüchtigt.
Nof Zion ist von der Umwelt abgeschnitten, denn es ist von Jabal Mukaber eingekreist. In den Hof von Nof Zion gelingt man durch ein Metalltor mit Security Code. Außerhalb des Zaunes kann sich kein Jude frei bewegen und begibt sich automatisch in Lebensgefahr. Zu erreichen ist Nof Zion lediglich mit dem PKW oder dem Egged – Minibus. Ich kann dort weder mit dem Fahrrad hinfahren noch laufen, um meine dort lebenden Freunde zu besuchen.
Nie könnte ich dermaßen isoliert und eingekesselt leben. Die Araber wohnen nur 10 Meter entfernt und jeder von ihnen könnte jederzeit durch die Fenster von Nof Zion schießen. Im Stadtteil Pisgat Ze’ev sind Schüsse auf jüdische Häuser aus dem benachbarten arabischen Stadtteil keine Seltenheit.
Die Kinder von Nof Zion spielen bei schönem Wetter auf dem Parkplatz (zu sehen auf dem Photo). Außerhalb geht nicht. Bei schlechtem Wetter wird halt in der Wohnung gespielt oder im Treppenhaus. Die gesamte Szenerie erinnert mich an die Kinder von Hebron. Dort nehmen Juden nur ein Viertel der Stadt ein. Der Rest der Stadt ist in palästinensischer Hand. Und auch in Hebron spielen die Kinder nicht unbefangen auf der Straße oder auf Spielplätzen, sondern auf Spielplätzen umrundet von hohen Mauern, sodass kein palästinensischer Scharfschützer Kinder abknallt, wie bereits geschehen vor fast genau 16 Jahren:
https://en.wikipedia.org/wiki/Murder_of_Shalhevet_Pass
In Abu Tur sieht man auch keine Kinder draußen spielen, denn ständig hängen irgendwo arabische Jugendliche ab. Jüdische Eltern lassen deshalb ihre Kinder nur im Hof, auf dem Balkon oder in der Wohnung spielen. Im Gegensatz dazu bewegen sich palästinensische Kinder völlig frei in unseren Straßen. Täglich laufen sie mit einem Fußball zum Bolzplatz am Community Center. Wo also ist der vielgepriesene israelische Rassismus? Palästinenser in der Straßen, doch Juden dürfen nicht durch palästinensische Straßen fahren geschweige denn laufen.
Der Unterschied zwischen Nof Zion und Abu Tur liegt darin, dass Nof Zion von der jüdischen Umwelt total abgeschnitten ist. Abu Tur dagegen ist jederzeit zugänglich. Die belebte Derech Hebron Street, eine der Hauptverkehrsadern der Stadt, liegt direkt am Stadtteil und man kann kommen und gehen, wie und wann man will. In Nof Zion aber sind die Bewohner von Palästinensern umzingelt.

Menschen in Jerusalem

B“H
Nicht gerade selten stellen sich Leute, die einen anderen Ort nur aus der Ferne bzw. dem Internet kennen, alle möglichen Dinge vor. In Jerusalem erlebte ich zahlreiche Christen, die sich wer weiß was, unter der Heiligen Stadt vorstellten. Als sie dann durch die Altstadt gingen und von arabischen Basar – Händlern und selbst in den Kirchen gnadenlos abgezockt wurden, kam die riesige Enttäuschung auf. Nein, so hatte man sich das nicht vorgestellt, sondern eher heilig und romantisch halt. Wer jedoch durch einen Basar läuft, wird nicht unbedingt Romantik finden. Da sind die teilweise aufdringlichen Händler am Werk und die wollen Cash.
In den Kirchen hocken Bettler an jeder Ecke und die halten genauso die Hand auf. Allgemein wird angenommen, dass der Tourist viel Geld in der Tasche hat und gerne abgibt. Vor allem Touristen aus den USA, aus Japan oder aus Deutschland gelten als wohlhabend. Dass dem nicht immer so ist, ist den Geschäftsleuten in der Altstadt sowas von egal.
Ein weiterer Punkt ist das Wetter: Ich erlebte in der Vergangenheit japanische Touristen, die im israelischen Winter nur mit Shorts, T – shirt und Flipflops bekleidet aus dem Flugzeug stiegen. Man meinte halt, in Israel herrsche das ganze Jahr über warmes Wetter. Ein Blick aus dem Fenster in genau diesem Moment zeigt eine andere Realität: 6 Grad Celsius in Jerusalem / 11 Grad in Tel Aviv und Dauerregen.
Die Jerusalemer Altstadthostels sind nicht geheizt und wer etwas Wärme sucht, muss draufzahlen, damit er an der Rezeption einen kleinen Heater für sein Zimmer bekommt. Heisses Wasser zum Duschen in den Altstadthostels? Meistens Fehlanzeige. Deswegen empfehle ich stest das Abraham Hostel in der Neustadt, aber viele Leute mit kleinem Budget wollen ja unbedingt in der Altstadt nächtigen. Mit Schimmel an den Wänden, dreckiger Bettwäsche und teilweise Regenwasser im Zimmer wie im Petra Hostel oder Jaffa Gate Hostel.

Jerusalem zu definieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder Bewohner der Stadt genauso wie jeder Tourist erlebt sein eigenes Jerusalem. Jeder hat andere Stories zu berichten und jeder lebt in seinem eigenen Jerusalem.

So mancher Tourist erlebt die Stadt als dreckig. Okay, es ist nicht alles so gewienert wie in der Schweiz oder in Deutschland. Unbedingt dreckig ist die Stadt aber nicht, denn die städtische Putzkolonne funktioniert. Mal mehr und mal weniger.
Im Winter wirkt die Stadt genauso grau wie andere Städte auf der Welt. Manchmal muss man sich halt auf die positiven Seiten konzentrieren, um die Stadt zu geniessen. Touristen sind gewöhnlich schnell wieder weg. Vorher hasten sie zu allen Sehenswürdigkeiten und meinen, die Stadt nach ein paar Tagen, Wochen oder Monaten zu kennen. Ich wohne seit 15 Jahren in der Stadt (insgesamt 20 Jahre in Israel) und lerne in Jerusalem immer wieder Neues dazu. Neue Stadtteile sind entstanden, in denen ich noch niemals war.
Im Grunde genommen ist es selbst in Jerusalem so, dass die Menschen arbeiten gehen, einkaufen, Feierabend haben und ihr ganz normales Leben leben. Im Ausland mag man sich Israel als total romantisch und halt anders vorstellen. In der Realität aber muss in jedem Land gearbeitet werden, es werden Steuern gezahlt und und und. Niemand aus Tel Aviv hockt den ganzen Tag am Strand. Es sei denn, er kann es sich finanziell leisten. Und die wenigsten Jerusalemer gehen jeden Tag in die Altstadt.
Und was ißt man so in Jerusalem, lautet eine stets wiederkehrende Frage. Reis, Fleisch, Gemüse, Früchte, im Winter heiße Suppen, Falafel, Suschi, Kuchen, Pizza, Salate, Schwarma (Döner), Pasta … alles Mögliche halt. In Restaurants gehe ich kaum noch, denn ich koche lieber daheim. Da weiß ich, was im Essen drin ist und größere Portionen habe ich ebenfalls. Restaurants sind teuer und gewöhnlich findet sich auf dem Teller eine kleine Portion, die man erstens kaum sieht und zweitens das Geld nicht wert ist.
Am Montagabend war ich mit Freunden unterwegs und zum Essen eingeladen. Das Restaurantessen war nicht schlecht, die Portion, wie gewohnt, winzig, aber dafür war der Milchkaffee super. Immer wieder eröffnen neue Restaurants und gehen genauso schnell wieder pleite. Die Preise sind hoch, das Essen mäßig und die Portionen klein. So richtig satt wird ein Hungriger kaum. Da hat man von Falafel oder Schwarma mehr.
Eine Vielzahl von unterschiedlichen Menschen lebt in Jerusalem und jeder hat seine eigene Story zu erzählen. Wie gesagt, jeder hat sein eigenes Jerusalem und jeder Tourist erlebt sein eigenes Jerusalem. Wer die Stadt richtig kennen lernen will, der muss dort wohnen. 20, 30, 50 Jahre. Ob derjenige dann das wahre Jerusalem kennt, bezweifele ich.

Youtuber PIEWDIEPIE gibt sich antisemitisch

B“H

Überrascht die antisemitische Äußerung des grössten Youtubers PEWDIEPIE? Eigentlich nicht, denn eine Menge Blogger, darunter auch deutsche Techblogger, Youtuber, etc. äußern immer wieder offen ihre antisemitischen Meinungen. Meistens getarnt als „Israelkritik“ und dann folgt sogleich der Spruch: „Ich habe nichts gegen Juden!“ Der Unterton aber ist: Juden sind zum Kotzen. Juden und nicht nur Israel.

Gleichzeitig lassen sich Techblogger und andere Social Media Freaks von arabischen Ländern wie Dubai einladen und hofieren.

Mehr Infos:

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/224972

Israel erlebt einen eiskalten Winter

B“H
Seit Dezember gehen fast täglich eiskalte Temperaturen um. Die einzige kurze Unterbrechung waren die letzten knapp zehn Tage mit Sonnenschein und 13 – 15 Grad Celsius. In dieser Woche aber hat uns der Winter wieder.
In Jerusalem sind es heute gerade mal 7 Grad Celsius am Tag. Immer wieder regnet es und der Himmel ist grau. Morgen und am Donnerstag dasselbe Spiel, wobei für Donnerstag auch noch Graupelschauer angesagt sind. Erst am Schabbat zeigt sich die Sonne wieder bei 10 Grad.
Wer also dieser Tage nach Israel reist, sollte warme Winterklamotten einpacken. 🙂

Vorheriges LEBEN IN JERUSALEM auf Blogger

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