Leben in Jerusalem

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Häusliche Gewalt in palästinensischen Haushalten

B“H

Wie ich bereits in einem Podcast sagte, gibt es sehr viel häusliche Gewalt in palästinensischen Familien. Nicht nur dort, denn die allgemeine Gewaltbereitschaft unter Palästinensern liegt ebenfalls extrem hoch und die israelische Polizei muss ständig eingreifen. Mittlerweile rufen immer mehr Bürgermeister palästinensischer Orte die israelische Polizei um Hilfe. Man solle vielen herumballernden Palästinensern endlich ihre illegalen Waffen wegnehmen und drastisch gegen die vorgehen. Insbesondere bei verfeindeten Familienclans.

Neulich erst brachte ein Araber eine arabische Frau um und man war entsetzt, welche Gewaltbereitschaft dort herrscht. Vor allem jetzt während des Corona – Lockdown. Viele Männer sind arbeitslos, sitzen daheim, wollen aber auch nicht, dass die Frau zum Lebensunterhalt beträgt. Dies verstosse gegen ihre männliche Ehre.

Misshandelte arabische Frauen wenden sich seltener an Frauenhäuser, Polizei und Anwälte, denn sie schämen sich und fürchten um den Ruf der gesamten Familie.

Eine arabische Sozialarbeiterin sowie eine arabische Anwältin kommen in dem nachfolgenden israelischen Nachrichtenbeitrag zu Wort und sie rufen Frauen auf, sich vermehrt an die Polizei zu wenden.

Vorsicht Falle / Online Betrug in Israel

Was es in Israel ebenfalls gibt, sind Lotterie – Betrugsmaschen a la „Sie haben gewonnen, aber überweisen Sie erst einmal Gebühren!“

Was es in Israel dagegen nicht gibt, sind Enkeltrick und Kaffeefahrten.

Falls ein Enkel anrufen täte und Geld verlangt, so würden die Großeltern sogleich den Rest der Sippe benachrichtigen und nachfragen, was da los sei. Israelis sind grundsätzlich kritischer und pflegen viel engere familiäre Bindungen und Kontakte. Da bleibt nichts anonym.

Und das Verkaufsgeschwafel auf Kaffeefahrten käme hierzulande gar nicht an. Da sind die Leute, wie gesagt, zu kritisch und die Meinung wird sofort munter und laut hinausposaunt.

Probleme in Jerusalem?

B“H

Jemand fragte nach Problemen in Jerusalem, vergass jedoch zu definieren, welche Probleme er genau meint.

Jerusalem hat viele Probleme. Ein chronisches Parkplatz – Problem, zum Beispiel. Insbesondere in der Innenstadt.

Aktuell gibt es ein akutes Sicherheitsproblem an einem Ort, von dem man das gar nicht erwartet hätte. Nämlich von den Train Tracks, den alten Bahngleisen, die zum Wanderpfad geworden sind. Oder wie man es auch immer betiteln will.

Die Grünanlage der Alten Bahngleisen / Park HaMesila führen vom Kulturzentrum Alter Bahnhof bis hinunter in den Jerusalemer Wald. Dabei werden mehrere Stadtteile durchquert: Unter anderem die German Colony, Baka, Mekor Chaim, neuer Bahnhof / Malcha. Mittendrin liegt der arabische Stadtteil Beit Zafafa, an dem die Grünanlage ebenfalls entlangführt.

Gerade die German Colony und der Stadtteil Baka sind ruhigere Stadtteile, in denen die Bewohner meist zum Mittelstand gehören. Die Kriminalitätsrate liegt niedrig und man sollte Geld haben, um in den Stadtteilen leben zu können. Es ist dort alles andere als billig.

Es handelt sich um zwei Stadtteile, in denen man auch nachts herumlaufen kann, ohne irgendwie Angst haben zu müssen. Jedenfalls war das bis vor wenigen Monaten noch so. Mittlerweile hat sich das geändert und abends werden immer mehr Leute in der Grünanlage Alte Bahngleise angegriffen. Mit Messern, Frauen werden sexuell angetoucht und Fahrradfahrern werden Eisenstäbe in die Speichen gerammt. Die Bewohner an den Bahngleisen haben Angst und trauen sich abends nicht mehr den Müll rauszutragen. Neulich wurde eine Undercover Polizistin sexuell belästigt und es gab zwei Verhaftungen.

Wer sind die Täter?

In Deutschland würde man sagen MÄNNER.

In Jerusalem nennt die Lokalpresse die Angelegenheit beim Namen: Junge Palästinenser, die auf arabisch herumschreien und Messer dabei haben. Vermutlich kommen sie aus Beit Zafafa.

Die Stadtverwaltung will keinen Konflikt zwischen den jüdischen Stadtteilen und Beit Zafafa aufkommen lassen. Es wurden Security Cameras installiert. Selbst an der Reading Station, die vor kurzem erst abgefackelt worden war. Vermutlich auch von Palästinensern. Und die Polizei patroulliert vermehrt. Es gab weitere Verhaftungen.

Wer die Gegend kennt, der fühlt sich normalerweise sicher. Kinder spielen dort, Eltern picknicken mit den Kindern, Leute sitzen auf der Bank, es gibt viele Jogger und Fahrradfahrer und jetzt das. Bei Dunkelheit laufen Palästinenser herum und greifen Passanten tätlich an.

Da dachte man, es gibt eine sichere Gegend, aber das war dann auch nichts. Einmal kommt etwas Positives auf und es wird einem gleich wieder alles versaut.

Leserfrage: „Gibt es in Israel eine Bürgerwehr?“

Jerusalem: „Die Reading Station an der Emek Refa’im wurde abgefackelt“

B“H

Bürgermeister Moshe Leon postete dieses Photo auf seiner Facebook Page:

Copyright: Moshe Leon

Unglaublich, dass jemand auf die Idee kommt, die populäre Reading Station zwischen Emek Refa’im Street und den Bahngleisen (dem Wanderpfad) in der German Colony abzufackeln. Ich gehe dort sehr oft hin und bringe Bücher, die ich nicht mehr lese hin. Im Gegenzug hole ich mir dann neue Bücher, die von anderen Leuten ausrangiert wurden.

Israel: „Der graue Markt – HaShuk HaAfor“ – Was ist das?

 

Jerusalem: „Hilfe bei häuslicher Gewalt“

B“H
Bei häuslicher Gewalt können die Jerusalemer die städtische Hotline (Moked) 106 anrufen. Die Nummer 106 wählen und danach die Weiterleitung Nummer 5.
Auch in Israel ist häusliche Gewalt ein Thema und kommt in jeder Gesellschaftsschicht vor. Ob bei Juden, Christen oder Palästinensern. Frauenhäuser existieren und diese sind gut versteckt, um gewalttätige Ehemänner abzuhalten. Bei arabischen Frauen muss man noch vorsichtiger sein, denn da erscheint der Ehemann nicht selten mit einem Messer.
Es gibt Wohnheime für misshandelte Frauen genau so wie für obdachlose Jugendliche oder Jugendliche in Not bzw. Jugendliche, die Gefahr laufen, kriminell zu werden.
Für nationalreligiöse und ultra – orthodoxe Frauen gibt es eine spezielle Einrichtungen mit mehreren Niederlassungen in ganz Israel.
Wer sich um Frauenhäuser kümmert und diese regelmäßig besucht und mit betroffenen Frauen spricht sind Sarah und Bibi Netanyahu.