Leben in Jerusalem

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Was erwartet den neuen Mieter in einem israelischen Apartment?

B“H
Okay, manche Leute haben andere Erfahrungen gemacht, aber generell findet ein neuer Mieter folgendes in einem Apartment:
Eine Küchenanrichte (Spüle). Manchmal mit zwei und manchmal mit nur einem Abwaschbecken. Bei zwei Becken ist eines für milchiges und das andere für fleischiges Geschirr. Da ich selbst eine koschere Küche habe, benutze ist zweierlei Arten von Besteck, Pfannen und Kochtöpfen. Für milchige sowie für fleischige Gerichte.
Oft findet sich in der Wohnung auch ein Kühlschrank und ein Backofen. Wer eine Bleibe sucht, der sollte vorher herausfinden, was er genau in der Wohnung braucht und was er ggf. schon hat. Möblierte Wohnungen mit Kabelanschluss, WIFI (Wlan ist ein eher deutscher Begriff und in Israel heißt das WIFI), Bett, Sessel, etc. sind deutlich teurer.
Zudem finden sich nicht selten eingebaute Schränke im Schlafzimmer. Manchmal auch im Wohnzimmer.
Eine israelische Wohnung ist so aufgeteilt, dass man durch die Eingangstür direkt im Wohnbereich, sprich Salon (Wohnzimmer), landet. Korridore sind eher selten, aber es gibt sie.
Eine Wohnung ist nie vollständig leer, denn immer finden sich eine ganze Küchenanrichte und Küchenschränke. Als ich neulich im Internet eine leere Wohnung in Deutschland sah, kam mir die total ausgeräumte Küche seltsam vor. So ohne Schränke und Spüle. Sowas bietet in Israel kein Vermieter an. 🙂

 

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Was kostet ein Stand auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt?

B“H
Wer glaubt, dass nur Wohnungen teuer sind:
Ein kleiner Marktstand (um die 12 qm) kann im Jerusalemer Machane Yehudah Markt, wenn er denn an einer belebten Marktstraße liegt, bis zu 18,000 Schekel Miete pro Monat kosten. Das sind umgerechnet circa 4300 Euro. Und das ohne Klo, ohne alles. Nur ein kleines Loch in der Wand.
Wer sich gar einen solchen Stand kaufen will, zahlt mittlerweile bis zu 2 Mio Schekel (ca. 480,000 Euro).

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Innerhalb der letzten paar Jahre transformierte der Machane Yehudah Markt des Abends zur Partymeile mit Live Music und Bars. Das Problem ist nur, dass viele dieser allabendlichen Bars illegal errichtet werden. Auch jene, die sich an einem regulären Marktstand befinden.
Die Stadtverwaltung geht immer wieder gegen dieses illegale Abzocker vor, denn ihr entgehen Gewerbesteuern. Die Betreiber der Marktstände sind auch wenig begeistert von der abendlichen Popularität des Marktes. Die Leute kaufen kein Obst und Gemüse, sondern warten nur darauf, dass die Bars aufmachen.
Wie ich Jerusalem kenne: Irgendwann ist der abendliche Hype des Machane Yehudah vorbei und dann ziehen alle zu einer neuen Location, die gehypt wird. So schon in den Jahren zuvor geschehen: Russian Compound, dann Heleni HaMalka Street mit ihren Bars, dann Emek Refa’im in der German Colony, dann der Alte Bahnhof und jetzt der Machane Yehudah Markt.

4 – Zimmer – Wohnungen in Jerusalem & Tel Aviv

B“H
In Israel eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist alles andere als leicht. Auch hierzulande ist bezahlbarer Wohnraum äußerst knapp und es gibt eine Menge potenzieller Bewerber.
Der Unterschied zu Deutschland ist, dass man keine Bewerbungsmappe oder Schufa – Auskunft zur Wohnungsbesichtigung mitbringt. Es gibt in Israel keine Schufa, aber was halt verlangt wird, sind Gehaltsnachweise sowie ein Empfehlungsschreiben des vorherigen Vermieters. Und natürlich eine Kaution, was häufig auch ein undatierter Scheck sein kann. Beispiel: Manche Vermieter verlangen einen 20,000 Schekel (ca. 5000 Euro Scheck), den sie nicht unbedingt sofort einlösen, sondern erst dann, wenn die Miete nicht mehr pünktlich eingeht.
Und, was ganz wichtig ist: Oft werden ein oder zwei Bürgen benötigt, die den Mietvertrag mitunterschreiben. Und auch von denen werden Gehaltsnachweise verlangt.
Mietverträge werden in der Regel auf ein Jahr abgeschlossen und danach wird entweder verlängert oder ausgezogen. Mietnomaden werden schnell entsorgt, Das geht hier sehr unbürokratisch mit Schloss auswechseln und Möbel vor die Tür stellen. Räumungen gibt es und dann werden die Habseligkeiten in irgendein städtisches Lager gestellt. Der Mieter aber steht auf der Straße und er bekommt keine Unterkunft, denn die allgemeinen Wartelisten für Sozialwohnungen sind ewig lang.
Aktuell zahlt man für eine einfache 4 – Zimmer – Wohnung in Tel Aviv mindestens 7500 Schekel (ca. 1800 Euro). Und dabei handelt es sich um eine sehr einfache Bleibe in einer normalen Nachbarschaft. Nicht in der Innenstadt oder in einem angesagten Viertel. Meistens werden in Tel Aviv für eine 3 – Zimmer – Wohnung bereits 6000 Schekel (1400 Euro) verlangt. Und das bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 5300 Schekel (ca. 1250 Euro).
In Israel gibt es generell nur recht wenige kleine Wohnungen, da der Wohnungsmarkt auf Familien ausgerichtet ist. 2 – Zimmer – Wohnungen sind rar und man muss wahnsinniges Glück haben.
In Jerusalem kostet die Durchschnitts – 4 – Zimmer – Wohnung mindestens 5400 Schekel (ca. 1290 Euro). Und das nicht in begehrten Stadtteilen wie Talbiyeh, Rehavia, Beit HaKerem, der German Colony, Old Katamon oder Nachlaot.
Beim Kauf einer 3 bis 4 – Zimmer – Wohnung muss der Interessent im beliebten Old Katamon / Jerusalem mit 3 – 4 Mio Schekel (ca. 1 Mio Euro) rechnen. Und das sind teilweise noch renovierungsbedürftige alten Klitschen, in die man zusätzlich investieren muss. Rohre neu verlegen, etc.
Andere 3 bis 4 – Zimmer – Wohnungen in Jerusalem kosten um die 2,5 – 3 Mio Schekel. Nicht alle Kredite werden von den Banken akzeptiert: Wer, zum Beispiel, in einem Stadtteil nahe einer arabischen Wohngegend eine Immobilie kaufen will, muss Cash auf den Tisch legen. Für Immobilien nahe arabischer Wohngebiete gibt die Bank oft kein Geld.

Leserfrage: „Wie hoch sind die Nebenkosten in Israel?“

B“H
Es kann sein, dass ich dazu bereits einmal etwas geschrieben habe, aber ich tue es an dieser Stelle halt nochmal.
Es kommt immer darauf an, in welchem Ort in Israel man lebt. Dazu kommt der Stadtteil. Wenn sich jemand in der Nordstadt von Tel Aviv niederläßt, so zahlt er wesentlich mehr Miete und auch die Nebenkosten fallen dementsprechend aus.
Dasselbe in Jerusalem in den Stadtteilen Malcha, Rehavia, Baka, Katamon oder der German Colony. Oder auch bei mir in Abu Tur. Wobei ich Glück hatte, denn ich übernahm die Wohnung von einem Freund, der gerade auszog als ich eine Bleibe suchte. Die Miete ist okay und die Nebenkosten ebenfalls.
Aber jetzt einmal direkt zu den anfallenden Nebenkosten:
Strom & Wasser: Die Rechnungen werden normalerweise alle zwei Monate mit der Post zugestellt. Strom ist in Israel günstiger als in Deutschland und ich zahle für zwei Monate so um die 120 Schekel (circa 30 Euro). Im Winter etwas mehr, denn da heize ich elektrisch. Die zwei Ventilatoren im Sommer beeinflussen die Stromrechnung nicht. So viel Strom benutze ich nicht. Waschmaschine, Kühlschrank, Internet und Licht.
Wasser zahle ich etwas mehr. Per Abschlag an die Vermieterin.
Fast immer zahlt man den sogenannten VA’AD BAYIT an die Hausverwaltung. Treppenhausreinigung, Gartenarbeiten (wenn ein Vorgarten vorhanden ist) oder Aufzug (falls im Haus vorhanden). Je besser die Gegend, desto höher der Va’ad. Vor allem bei einem Haus mit Aufzug und Vorgarten. Die monatliche Rechnung hier (meistens wird für drei Monate im Voraus bezahlt) kann sich schon auf einige Hundert Schekel belaufen. Zumindest sollte man den Va’ad Bayit nie unterschätzen und vor Unterzeichnung eines Mietvertrages immer danach fragen. Nach der Sommer – sowie nach der Wintersumme.
Dazu kommt Gas alle sechs Wochen oder so. In Israel laufen viele Haushalte auf Gas, was nicht unbedingt viele Kosten verursacht. Es sei denn, man heizt mit Gas.
Hinzu kommt die Grundsteuer ARNONA an die jeweilige Stadtverwaltung. Die Arnona fällt in Israel allein auf den Mieter und sie wird monatlich gezahlt. Per Abbuchungsauftrag bei der Bank oder für ein Jahr im Voraus.
Die Berechnung ergibt sich aus dem Ort bzw. der Kommune. Jede Stadt hat andere Kriterien und wer in Tel Aviv und Umgebung lebt, der zahlt einen Haufen Arnona. In Jerusalem genauso und hier, genauso wie anderswo, geht es nach dem jeweiligen Stadtteil. In manchen Stadtteilen ist die Arnona extrem hoch und in anderen wieder niedriger. Wer gut wohnen will, zahlt auch mehr Arnona.
Des Weiteren kommt es auf die Quadratmeterzahl der Wohnung an. Je größer die Wohnung, desto mehr Arnona. Nehmen wir als Beispiel eine 3 – Zimmer – Wohnung in Jerusalem in einem „normalen“ Stadtteil. Mit 4000 Schekel (circa 1000) Euro Arnona kann man schon rechnen. Ich kenne Leute mit 3 Zimmer, die zahlen bis zu 6000 Schekel Arnona pro Jahr. Und deren Bleibe ist nicht besonders groß, aber sie leben, u.a., im teuren Stadtteil Katamon.
Wer außerhalb wohnt, zahlt weniger. Der muss dann aber pendeln, was finanziell (mit Fahrtkosten) auf dasselbe rauskommt.
Rentner und Studenten erhalten vom Arnona – Amt bei der Stadt Preisnachlässe. Auch Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger bilden Ausnahmen und man muss das halt mit der Stadtverwaltung regeln.
Jetzt kann man zu dem Schluß kommen, dass die Nebenkosten in Israel eigentlich gar nicht so schlimm sind. Es gibt auch keine GEZ – Gebühren für alle, sondern nur für jene, die einen Fernseher haben.
Zugleich aber sollte bedacht werden, dass die Gehälter niedriger sind und die Lebensmittelpreise enorm. Dann erscheinen die Nebenkosten auf einmal gar nicht mehr so niedrig und eine Menge Leute müssen halt monatlich schauen, wie sie die Rechnungen zahlen.

Mai 2018 in Jerusalem

B“H
Dieser Tage hängt eine wahre Hitzeglocke von 30 – 33 Grad Celsius über der Stadt. Komischerweise sollen am Dienstag die Temperaturen erneut drastisch sinken. Offenbar ist der Sommer wohl doch noch nicht da, denn die Temperaturen sind ein ständiges Auf und Ab.
Am Freitag, dem 11. Mai, findet letztendlich das Fahrrad – Event SOVEV YERUSHALAYIM statt, nachdem es am 27. April aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse abgesagt wurde.
Am Sonntag, dem 13. Mai feiert Jerusalem ganz groß den YOM YERUSHALAYIM (Jerusalem – Tag). Im Juni 1967 gewann Israel den Sechs – Tage – Krieg und die Armee befreite die Kotel (Klagemauer) samt Altstadt sowie andere Stadtteile von der jahrzehntelangen jordanischen Besatzungsmacht.
Am Nachmittag des Yom Yerushalayim findet eine Flaggenparade vom Sacher Park bis zur Klagemauer statt. Mehr als 90% der Teilnehmer sind nationalreligiöse Juden, was in den deutschen Medien wieder als religiöser Fanatismus ausgelegt werden wird.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Eine Woche später, am Abend des 19. Mai sowie am darauffolgenden Tag, feiert die jüdische Welt den hohen Feiertag SCHAVUOT. Die Juden erhielten am Berg Sinai von G – tt die Thora.
Traditionell wird die Nacht an Schavuot durchgelernt und gerade in Jerusalem finden sich Hunderte Lernprogramme. Mehrheitlich auf Hebräisch, aber auch auf Englisch, Spanisch und Französisch.
Morgens gegen 4.00 Uhr zieht es Hunderttausende Juden zur Klagemauer, wo das Morgengebet Schacharit gebetet wird. Nicht alle gemeinsam, sondern jeder mit seiner kleinen Minyan (mindestens 10 jüdische Männer). Ferner werden an Schavuot traditionell Milchspeisen gegessen: Lasagne, Aufläufe, Joghurt oder Käse.
Der 20. Mai 2018 ist in Israel ein offizieller Feiertag, da Schavuot ist. Bedeutet, dass von Freitagnachmittag bis Sonntagabend alles geschlossen bleibt und keine Busse fahren.
Ich werde im Mai wieder meinen Mietvertrag verlängern, denn in Israel werden Mietverträge gewöhnlich für ein Jahr abgeschlossen. Danach wird entweder verlängert oder umgezogen. Mit meinen sechs Jahren in dieser Wohnung bin ich, für israelische Verhältnisse, schon ziemlich lange in einer Wohnung.
Die Mieten gehen normalerweise hier nicht einfach vom Konto ab, sondern man händigt bei Vertragsabschluss dem Vermieter zwölf ausgefüllte und unterschriebene Schecks aus. Der Vermieter löst dann jeden Monat einen Scheck ein.

 

Autobahn Tel Aviv – Jerusalem: „Die Stadteinfahrt von Jerusalem erhält ein neues Gesicht“

B“H
Wer einige Jahre nicht mehr in Jerusalem war, erkennt die Stadt heute kaum mehr wieder. Neue Geschäfte, ständig ändern sich die Buslinien, Fahrkarten für Busse und Straßenbahn werden am Automaten oder Online gekauft. Überhaupt verpasste die Straßenbahn der Innenstadt ein komplett neues Gesicht. Nun soll auch der Zionsplatz (Zion Square – Kikar Zion) ein grünes und freundliches Design bekommen. Momentan steht dort jedoch nur ein Haufen langweiliger Beton und das HaMaschbir – Kaufhaus nebendran macht auch nicht den erhofften Umsatz. Ich bin mal gespannt, wie lange sich der Laden noch läuft, nachdem man schon die Ladenfläche verkleinerte.
Seit Jahren wird um die Stadteinfahrt nach Jerusalem argumentiert. Die Stadt soll internationaler werden, doch Tatsache ist, dass die Stadt immer mehr ihren ursprünglichen Charakter verliert. Moderne und so … dagegen ist nichts einzuwenden, aber was soll jetzt die kilometerweite Großbaustelle hinter dem Binyane’i HaUma (International Convention Center)? Luxushotels sollen entstehen. Bürogebäude, aber vor allem LUXUS. Derweil gibt es jedoch nur massive Beschwerden wegen der endlosen Staus an den Baustellen.

 

 

 

Wer braucht den ganzen Kram in einer Stadt, in der, weiß G – tt, nicht viele betuchte Leute wohnen? Und die Mehrheit der Touristen sind Menschen mit nicht gerade viel Geld im Portemonnaie. Anstatt erschwingliche Wohnungen zu bauen, wird die Stadt auf Luxus getrimmt.
Die Straßenbahn sorgte dafür, dass wieder mehr Jerusalemer in die Innenstadt fahren und nicht nur in die Malls von Malcha, Pisgat Ze’ev, Givat Shaul oder Talpiyot. Dennoch, für uns Bürger bietet die Innenstadt kein Einkaufsziel, denn in den Läden im Stadtteil Talpiyot gibt es mehr und, vor allem, günstigere Waren.
Jerusalem steht einem Problem gegenüber, welches weltweit viele Orte haben: Steigende Mieten, Luxus – Immobilien und knapper bezahlbarer Wohnraum.
Aktuell las ich in den hiesigen Medien, dass immer mehr Leute aus Tel Aviv wegziehen und sich in Haifa niederlassen. Tel Aviv ist mehr als nur teuer und die Mieten der Stadt sind kaum erschwinglich. Man arbeitet nur noch für Miete und um all die Nebenkosten zu zahlen. Zuerst wichen die Leute nach Ramat Gan, Rishon LeZion oder Petach Tikvah aus. Aber auch dort zogen die Lebenshaltungskosten erbarmungslos an und junge Leute wollen halt lieber „IN SEIN“ und unbedingt in Tel Aviv wohnen. Gleichzeitig wird über die extremen Lebenshaltungskosten gejammert.
Jetzt ist halt Haifa als Ausweg dran und schon gehen die ersten Beschwerden los: In Haifa herrsche eine andere Mentalität und überhaupt. Irgendwann ist auch der Hype gebrochen und dann geht es zurück in den Großraum Tel Aviv.
Jerusalem gilt als noch weniger attraktiv und die Stadt hat die höchste Anzahl von Abwanderern. Offiziell heißt es immer, die Stadt sei zu langweilig, ohne Action und mit zuviel Religion. Ich denke, dass die fehlenden Arbeitsplätze das eigentliche Problem sind. Und, dass insbesondere junge Leute halt „IN SEIN“ wollen und meinen, in Tel Aviv sei alles besser und für Hipster gemacht. Dabei hat Jerusalem eine Menge zu bieten, wenn man denn nur sucht. Aktuell die allabendlichen Konzerte und Bars im Machane Yehudah Markt, die sogar Leute aus Tel Aviv anziehen.
Wer Jerusalem kennenlernen will, der muss sich außerhalb der Altstadtmauern bewegen. Dies sage ich jetzt ganz besonders den Jerusalem – Touristen. Die Altstadt ist ein Ghetto und das wahre Leben der Stadt spielt sich woanders ab. 🙂

Die US – Botschaft zieht nach Jerusalem und schon tut sich ein unerwartetes Problem auf

B“H
Am 14. Mai soll die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen und genau dieses Datum (der 14. Mai) steht für die Gründung des Staates Israel. Sofort flippten die Palästinenser aus. Aber, ob das nun die Botschaft ist oder etwas anderes, die Palästinenser finden immer einen Grund zur Randale. Mittlerweile hört man diesbezüglich kaum mehr Proteste und man sollte sich eh fragen, wie viele Palästinenser bei der US – Botschaft sowie auf den hiesigen drei US – Konsulaten arbeiten. Die Antwort lautet: Eine ganze Menge!
Die US – Botschaft wird in das schon seit Jahren bestehende riesige Areal einer der drei amerikanischen Konsulate in Jerusalem ziehen. Nämlich in das im Stadtteil Armon HaNatziv.
Der Stadtteil liegt ganz in der Nähe meiner Bleibe und bis vor wenigen Jahren galt Armon HaNatziv als Stadtteil mit erschwinglichem Wohnraum. Zwar nicht immer so ganz toll und modern, aber bezahlbar.
Dann wurden (und es werden noch) immer mehr schicke Luxusapertments gebaut. Vorwiegend für betuchte amerikanische Neueinwanderer, aber auch das UNO und EU – Personal mietet sich dort ein. Ich hörte schon Beschwerden, von jüdischen Bewohnern über christliche UNO – und EU – Leute, die da offen ihren Hass gegenüber Juden und Israel zeigen. In meinem Stadtteil ist das genauso und lange bekannt. Deutsches EU – Personal, welches Israel hasst und ausschließlich auf palästinensischer Seite arbeitet. Manchmal wurden auch schon Juden (in dem Falle Siedler in Samaria) angegriffen. Von deutschem EU – Personal wohlgemerkt.
Jetzt kommt die amerikanische Botschaft nach Armon HaNatziv und die Belegschaft braucht Wohnungen. Dementsprechend geht im Stadtteil die Angst vor drastischen Mieterhöhungen um. Die Nachfrage steigt und die Frage ist, wo die alten Bewohner von Armon HaNatziv, die nur wenig Geld haben, hinsollen. Aber ich denke mal, dass das Botschaftspersonal sich dann doch lieber in den neuen Luxusapartments einquartiert.