Leben in Jerusalem

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Leserfrage: „UNO Abstimmungsergebnis gegen Jerusalem“

B“H
Vor ein paar Tagen bestimmte die UNO, dass Jerusalem NICHT jüdisch sei. Juden bzw. Israel haben angeblich keinerlei Beziehungen zu Jerusalem.
Irgendwie müssen da die Menschen die Bibel falsch verstanden haben. Juden haben also nichts mit Jerusalem zu tun, sondern lediglich Moslems. Vielleicht auch noch ein paar Christen, aber lieber doch wohl eher die Moslems. Alles ist Islam und war schon immer Islam. Selbst die Dinosaurier waren einst schon Moslems!
Es ist unglaublich, wie die Welt ihre eigene Geschichte verfälscht. Selbst George Orwell hätte diese Ausmaße niemals vorhergesehen.
In ein paar Jahren wird es heißen, dass Europa schon immer muslimisch war. Schon immer und wer etwas anderes behauptet, wird weggesperrt.
Unter jenen Ländern, die bei der UNO gegen Israel und Jerusalem als jüdisch stimmten, war, wie könnte es anders sein, auch Deutschland. Europa stimmte gegen Israel und wer letztendlich für Israel stimmte bzw. sich enthielt, erfahrt Ihr hier:
http://www.jpost.com/Israel-News/UN-disavows-Israeli-ties-to-Jerusalem-515730
Auf der einen Seite betrachtet sich Deutschland als toller Freund Israels. Gleichzeitig aber stimmt man bei der UNO gegen Israel und ein jüdisches Jerusalem. Nebenher finanziert die Bundesregierung sowie einige ihrer Stiftungen den palästinensischen Terror. Man finanziert palästinensische Organisationen, die Israelis umbringen und den Terror fortsetzen.

 

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Im Restaurant in Israel

Der YES PLANET in Jerusalem: Kinokomplex mit Cafe Aroma und Mac Donald’s – Photo: Miriam Woelke

B“H
Eine Menge Leser erkundigen sich stets nach den Restaurantpreisen in Israel und diesbezüglich kann ich nur sagen, dass es darauf ankommt, in welches Restaurant ihr geht. Von billiger bis gehobene Preisklasse ist alles da, nur bedeutet mehr Geld nicht automatisch bessere Qualität.
Das Essengehen in Israel ist generell teuer, wenn man denn die Preise mit Deutschland vergleicht. Salate kosten meistens um die 40 Schekel aufwärts (circa 10 Euro und mehr). Hauptspeisen in der günstigeren Kategorie sind ab 50 – 60 Schekel aufwärst zu haben. Ein wenig Reis und Fleisch mit Gemüse gibt es ab 70 Schekel. Eine stinknormale Pizza mit Käse und Tomatensauce ab 40 Schekel. Manchmal ist sie klein und woanders wieder etwas größer.
Diese Preise sind aus Westjerusalem und aus den Restaurants in die ich manchmal gehe. In Tel Aviv muss mit höheren Preisen gerechnet werden. Ich kann nur jedem raten, sich nicht an den üblichen Touristenorten niederzulassen. Vor allem nicht im jüdischen Altstadtviertel oder in der Gegend um die Ben Yehudah Street.
Was jedoch in israelischen Restaurants völlig normal ist: Wasser gibt es umsonst!
Nicht das Mineralwasser, sondern man kann immer mit dem Essen eine Karaffe Leitungswasser bestellen. Wenn Ihr Glück habt, ist sogar ein Stück Zitrone oder etwas Minze (Nana) drin. Für dieses Wasser zahlt Ihr nichts und wenn die Karaffe leer ist, könnt Ihr sogar nach mehr fragen. Auf diese Weise spart Ihr Euch die teuren Getränke, die auf der Karte stehen und zahlt nur für das Essen.
Ist zuviel auf dem Teller und Ihr schafft nicht alles aufzuessen – kein Problem. Lasst es Euch einpacken. Niemand wird etwas sagen, denn auch das ist völlig normal. Man wird Euch das übrig gebliebene Essen in einen kleinen Karton packen und kosten tut das nichts.
Wer zu Burger King oder sonstigen Fast Food Ketten geht: Ketchup und Mayonnaise sind grundsätzlich umsonst! Ihr könnt soviel nehmen, wie Ihr wollt. 
Geht Ihr in ein richtiges Burger Restaurant, stellt man Euch eine ganze Palette von Saucen und Ketchup auf den Tisch. Auch hierfür zahlt Ihr nichts extra.

Leserfrage: „Was kostet Bier in Israel?“

B“H
Kann sein, dass ich diese Frage schon einmal beantwortet habe. Aber egal!
Eine Flasche Bier kostet in Israel um die 7 Schekel (circa 1,50 Euro). Das betrifft das heimische GOLDSTAR Bier, was ich am liebsten mag. Dazu erfreuen sich HEINEKEN und CARLSBERG allgemeiner Popularität und die Flaschen kosten, mehr oder weniger, genauso viel.
Ich bin weder Bier noch sonstiger Alkoholexperte. Kann sein, dass Ihr die Flaschen günstiger bekommt oder auch etwas mehr zahlt. Wenn Ihr in einem Pub seid, kostet das GOLDSTAR zwischen 20 und 25 Schekel. Ganz klare Abzocke, aber dafür seid Ihr halt im Pub und nicht im Supermarkt.
Deutsches Bier wie Hefeweizen aus Bayern gibt es in vielen Supermärkten, doch da kostet die Flasche um die 12 Schekel aufwärts.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

Leserfrage: „Israels Einwanderungsgesetze“

B“H
Irgendwo las ich in den letzten Tagen, dass sich offenbar jemand aus Deutschland über die Einwanderungsgesetze Israels mokierte. Ausgerechnet jemand aus Deutschland!
Juden sind seit dem Holocaust froh, ein Land zu haben, in dem sie ungehindert leben können und dann kommt jemand aus Deutschland daher und zweifelt auch noch die Gesetze Israels an. Angeblich wurde da behauptet, dass die Juden selber Schuld am Antisemitismus seien, wenn Israel denn so strenge Einwanderungsgesetze habe.
Wer so etwas schon von sich gibt, wurde vermutlich auf dem hiesigen Innenministerium bei der Visaverlängerung heruntergeputzt. 🙂 Aber vielleicht sind die Leute in Dubai, die Japaner, Amerikaner oder Saudis auch selber Schuld, wenn sie gehasst werden. In diesen Länder nämlich kann sich auch nicht jeder so einfach niederlassen.
Israel definiert sich als jüdischer Staat und es gelten die hiesigen Gesetze. Wir sind nicht Thailand, wo eben mal so jeder kommen kann. Palästinenser innerhalb Israels (nicht diejenigen, die in der Autonomie leben) haben die israelische Staatsbürgerschaft mit allen Rechten und Pflichten.
Israel dient als Zufluchtsort für Juden und jeder Jude, der beweisen kann, dass er Jude ist, darf einwandern. Er erhält umgehend die Staatsbürgerschaft. Wer als Nichtjude einen jüdischen Israeli heiratet, bekommt heutzutage nicht sofort die Staatsbürgerschaft und muss selbst um eine Arbeitserlaubnis bangen. In Israel gibt es sehr viel Bürokratie und ehe ein Amt mal entscheidet, können Monate, wenn nicht Jahre, vergehen.
Ich verstehe nicht, warum ein Nichtjude hier einwandern wollen würde. Da gibt es bessere Länder, wo die Lebenshaltungskosten nicht so hoch sind. In Israel herrscht auch Arbeitslosigkeit und ein Nichtjude wird nicht in jedem Unternehmen angestellt. Allein schon aus dem Grund, weil es genügend jüdische Einwanderer gibt. Nicht selten hochqualifiziert und diese Einwanderer brauchen eben keine Arbeitserlaubnis und den ganzen Behördenkram. Kaum ein Unternehmen will sich mit Ausländern das Leben schwer machen. Und falls doch, wird jemand eingearbeitet und bekommt dann kein neues Visum mehr und muss das Land verlassen.
Immer wieder kommen Gastarbeiter von den Philippinen oder aus Bulgarien oder China. Die Philippinas arbeiten befristet in der privaten Altenpflege und Bulgaren und Chinesen unterschreiben befristet Verträge, um hierzulande auf dem Bau zu arbeiten.
Man kann das schlecht einem Außenstehenden erklären, aber das Leben in Israel ist nicht leicht. Und damit spiele ich auf die Mentalität und das Alltagsleben an. Wer als Tourist im Land herumreist, der erhält manchmal einen eher romantischen Eindruck vom Leben in Israel. Wer jedoch erst einmal so richtig im Land lebt und arbeitet, muss lernen zu kämpfen. Vor allem aber muss er lernen, mit der Mentalität zurechtzukommen. Vielen selbst jüdischen Neueinwanderern gelingt das nicht und sie kehren nach einiger Zeit in ihre Heimatländer zurück, wo sich sie ernster genommen fühlen und leichter in der Lage sind, ihr Leben zu meistern. 

 

Hier ein paar Infos zu den Einwanderungs – bzw. Visagesetzen:
http://mfa.gov.il/MFA/ConsularServices/Pages/Visas.aspx
http://www.jewishagency.org/first-steps/program/5131
https://www.quora.com/Is-Israel-a-Jews-only-state-Can-a-non-Jew-live-and-work-there
Deutsche Juden, die in Israel offiziel einwandern, wissen bestimmt, dass die Bundesrepublik neben der deutschen Staatsbürgerschaft keine zweite erlaubt. Basierend auf einem Gesetz aus dem Jahre 1919.
Wer also die israelische Staatsbürgerschaft animmt, ohne beim Auswärtigen Amt (dazu sich bitte detailliert bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv erkundigen) eine ziemlich aufwendige Prozedur zu durchlaufen, verliert seine deutsche Staatsbürgerschaft.
Ich wollte von Vornherein die Prozedur nicht durchlaufen. Heißt, erst die israelische Staatsbürgerschaft ablehnen und dann nach einem Okay aus Deutschland doch wieder annehmen. Das war mir, ehrlich gesagt, zu blöd und ich sehe mich in Deutschland eh nicht mehr leben. Und jetzt mit all den Migranten und dem ganzen Kram schon gar nicht. Dementsprechend besitze ich keine deutsche Staatsbürgerschaft mehr und „nur“ noch einen israelischen Pass. Was mir vollkommen reicht.
Allerdings nervt es zu sehen, wie diverse Ausländer in Deutschland den deutschen Pass nur so nachgeworfen bekommen, während ausgewanderte Deutsche ihren Pass (bei Annahme einer zweiten Staatsbürgerschaft) sofort verlieren. Jeder illegale Depp darf heute die Grenze nach Deutschland passieren, aber wehe ein im Ausland lebender Deutscher hat einen zweiten Pass. Wir werden in dieser Beziehung gejagt, während die Migranten ganz ohne Pass durchgewunken werden.

Leserfrage: „Was kosten Brot und Milch in Israel?“

B“H
Der Brotpreis in Israel unterliegt der staatlichen Aufsicht. Genauso wie der Preis für Milch. Kein Bäcker oder Milchproduzent kann also tun und lassen, was er will. Dennoch variieren die Preise solcher Lebensmittel.
Das billigste Brot aus der Fabrik kostet 5 Schekel (circa 1 Euro). Ein ganz normaler Laib Brot. Wer bessere Qualität sucht, der zahlt auch schon mal 12 – 19 Schekel (2,90 – 4,60 Euro) für den Laib. Bei der Jerusalemer Bäckerei „Teller“ (Agrippas Street sowie nebendran im Machane Yehudah Markt) kostet ein kleines Roggenbrot 19 Schekel. Ein normales Oliven – oder sonstiges Brot 16 Schekel (4,10 Euro).
Wenn ich Brot kaufe, dann nur von Teller. Es ist zwar etwas teurer, aber dafür schmeckt es. Die Massenware vom Fabrikhersteller Angel kaufe ich überhaupt nicht. Das Brot schmeckt labrig und nach Wasser.
Den Liter Milch gibt es entweder im Tetrapak oder in einer Plastiktüte. In Deutschland wurde der Milchtütenverkauf schon vor 30 Jahren eingestellt. In Israel werden Milchtüten bis heute verkauft. Billiger als der Liter im Tetrapak.
Fast immer kaufe ich den Tetrapak und hier hat man die Auswahl zwischen TNUVA (wurde teilweise von den Chinesen aufgekauft und ist nicht mehr rein israelisch) und TARA (gehört zu Coca Cola).
TARA schmeckt mir besser, aber wenn es denn sein muss, nehme ich auch TNUVA. Beide Konzerne bieten den Liter zum selben Preis im Tetrapak: 5,75 Schekel = circa 1,40 Euro.
In der Tüte kostet die Milch ein paar Cent weniger.
Manchmal bieten die Supermärkte zwei Liter für 10 Schekel oder Discounter wie Rami Levi und Oscher Ad verlangen anstatt 5,75 nur 4,80 Schekel oder so.
Und wenn wir schon bei Milch und Brot sind: Für 10 stinknormale Eier zahle ich 12 Schekel (fast 3 Euro). Eier aus ökologischer Haltung kosten fast 1 Euro mehr.

Leserfrage: „Haredim Gur“ – Die chassidische Gruppe GUR

B“H
Zur chassidischen Gruppe GUR (Jiddisch: GER) habe ich auf meinem Hamantaschen – Blog sehr viele Inhalte verfasst.
Auf meinem alten Hamantaschen
http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Chassidut%20Gur
genauso wie auf dem neuen Hamantaschen bei WordPress
https://hamantaschen.wordpress.com/category/chassidut-gur/
Bis vor ein paar Jahren hatte ich einen chassidischen Blog, auf dem ich viele Details zu allerlei chassidischen Gruppen gab. Leider wurde der Blog immer wieder als Quelle benutzt. Und zwar von Leuten, die von der Thematik nichts wissen, jedoch meinten, Zeitungsartikel oder Bücher verfassen zu müssen.
Kurz gesagt, ich schloss den Blog, da Inhalte geklaut wurden, ohne mich hinterher als Quelle anzugeben.
Wer etwas über die chassidische Gruppe GUR erfahren will, kann mich entweder direkt auf Gmail anschreiben oder einen Blogkommentar hinterlassen. 🙂

Leserfrage: „Werden Juden in Israel benachteiligt?“

B“H
Jemand stellte diese Frage, wobei ich die Frage an sich nicht ganz verstehe.
Man höre und staune, aber es gibt Juden, die in Israel benachteiligt werden: Nämlich Ultra – Orthodoxe Juden (Haredim) bei der Arbeitssuche.
Jetzt könnte man meinen, dass die Haredim ja eh alle ohne besondere Schulbildung seien. Diese Behauptung stimmt schon lange nicht mehr, denn in vielen Teilen des Landes (und vor allem in Jerusalem) gibt es hauseigene Unis der Haredim. Unter dem Namen „AKADEMIE“ finden sich technische, wissenschaftliche, medizinische genauso wie wirtschaftliche Studien. Im israelischen IT – Bereich arbeiten heute auch eine Menge Haredim. Frauen wie Männer. So manches Startup ist in haredischer Hand.
Zahlreiche qualifizierte Haredim machten bei der Jobsuche negative Erfahrungen, denn aufgrund ihres frommen Lebensstiles wollte man sie nicht einstellen. Dabei hätten sie sich auf der Arbeit angepasst.
Ich selber habe in der Vergangenheit und tue dies auch aktuell, mit Haredim zusammengearbeitet. Bei mir auf der Arbeit findet man Haredim genauso wie ein paar säkulare Juden. Vielleicht nicht so ganz säkular, sondern eher noch traditionell, denn es wird koscher gegessen.
Eine weitere Benachteiligung: Israelische Juden werden nicht in palästinensischen Linienbussen mitgenommen. Palästinenser hingegen steigen in jeden israelischen Linienbus ein. Da gibt es keine Einschränkungen. Umgekehrt aber schon.
Dasselbe gilt bei palästinensischen Wohngebieten: Wenn ich den Stadtteil, in dem ich lebe als Beispiel nehmen darf – Palästinenser durchqueren ungehindert unsere Straßen, doch sobald ein Jude ihren Stadtteil betritt, kommt der Lynchmob angerannt.