Leben in Jerusalem

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Wie überlebt man (finanziell) in Israel?

B“H
Israelis denken oft weniger an den arabischen Terror als daran, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und Rechnungen zu zahlen. Israel ist ein extrem teures Land und wer hier überleben will, der muss hart und viel arbeiten.
Die beiden nachfolgenden Videos geben Euch einen kleinen Einblick in den Alltag! Wobei ich erwähnen sollte, dass das gesetzliche Mindesgehalt bei circa 5000 Schekel (1370 Euro) im Monat liegt. Der gesetzliche Stundenlohn um die 25 Schekel (6 Euro). Wer nur 25 – 30 Schekel Stundenlohn verdient, kommt auf keinen besonders grünen Zweig und muss immense finanzielle Abstriche machen. Leisten kann man sich da nichts und wer Glück hat, der zahlt seine Rechnungen.
Wer sich den israelischen Durchschnittslohn von mehr als 9000 Schekel anschaut, sollte wissen, dass nicht allzu viele Leute soviel verdienen. Absolut nicht. Büroangestellte stehen vielleicht bei 6000 Schekel, wenn überhaupt. Es kommt auf die Tätigkeit und den Arbeitsort an. In Tel Aviv wird mehr gezahlt als in Jerusalem, doch dafür sind die Lebenshaltungskosten an der Küste enorm.
Wer mit Euros in Israel leben wollen würde, der muss wissen, dass der Euro hierzulande nichts mehr wert ist und ständig an Wert verliert. Mittlerweile liegt er unter 4 Schekel. Tendenz sinkend. Zu DM – Mark – Zeiten war das nie so, denn die alte deutsche Währung blieb über Jahre konstant. Nur mit dem Euro geht es total bergab.
Wie die junge Frau im Video richtig sagt: In Israel muss man finanzielle Abstriche machen, wenn jemand nicht zu den Superverdienern gehört. Dann wird sich eben eine winzige Wohnung genommen, die nicht besonders ist. Möbel vom Second Hand oder Sperrmüll und mit Ausgehen ist nicht. Hier und da mal eine billige Tasse Kaffee bei Cofix, aber sonst nur irgendwie ja günstiger Lebensmittel einkaufen. Wenn man denn weiß wo.

 

 

Der Frühling ist da! Vorläufig …

B“H
Mit jedem Tag dieser Woche steigen die Temperaturen ins Frühlingshafte. Am Freitag erwarten uns zum ersten Mal seit Monaten wieder 25 Grad Celsius. Das letzte Mal gabs das wohl im November, soweit ich mich erinnere. Aber … wir haben ja erst März und dieser Monat kann noch einmal recht kalt werden. Doch egal. Ich glaube kaum, dass die Temperaturen nochmals auf 6 Grad am Tag sinkt. 
In genau einer Woche feiert die jüdische Welt PURIM und am Montag kommender Woche wird in Jerusalem mächtig was los sein. Vorwiegend in den Ultra – orthodoxen Stadtbezirken. Ich werde eine Runde drehen und Photos bzw. Videos machen. Mein einziges Problem ist, dass ich am Schuschan Purim vermutlich bis Mittag arbeiten muss. Damit habe ich noch Glück, denn andere Firmen arbeiten durchweg bis abends. Nicht jeder hat an Purim frei. Vor allem nicht die Leute, die in der Gastronomie schuften. Dort bin ich zwar nicht tätig, doch auch im Büro wird gearbeitet. Als Ausgleich kriegen wir hoffentlich ein dickes Mischloach Manot (Purimgeschenk) wie im vergangenen Jahr. 🙂
Warum ich in letzter Zeit weniger auf den Blogs schreibe? Weil, wenn ich abends von der Arbeit komme, ich häufig keine Lust mehr habe, irgendwas zu machen. Dann geht es ganz proletarisch auf die Couch. Heute dagegen treffe ich mich mit einem pensionierten Bürgermeister aus Deutschland. Nicht das erste Mal, denn wir trafen uns bereits schon einmal vor anderthalb Jahren. Seit dem Zeitpunkt habe ich keinen einzigen Deutschen mehr getroffen. 🙂
Prinzipiell spielt sich in Israel genau dasselbe Arbeitsleben ab, wie überall auf der Welt. Man steht morgens auf, rennt zum Bus oder seinem PKW und macht sich auf zur Arbeit. Die Kinder gehen zur Schule und wer aus einer besser gestellten Family kommt, stopft sich zum Frühstück mit Cornflakes aller Art voll. Schlimmstenfalls läuft bei Kindern und Jugendlichen nebenher der Fernseher mit Junk Programmen.
Hierzulande arbeiten die Menschen sehr lange. Oft zehn Stunden pro Tag und das teilweise zu einem miesen Gehalt. Abends geht es heim, wobei so manch einer bereits im Bus einpennt. Dann kommt man nach Hause Essen machen, Kinder versorgen und und und. Nicht jeder liegt unentwegt am Strand oder geniesst so super sein Leben. Geld verdienen ist hart und alle Rechnungen zahlen ist noch härter.
Jetzt zu Purim wird wieder richtig konsumiert. Die Kiddies wollen Geschenke und am Feiertag soll auch richtig gegessen werden. Mit Wein und Fleisch, wenn möglich. Das ist teuer und leider ist Purim bei vielen Leuten zu einem reinen Konsumfest ausgeartet. Insbesondere in der säkularen Gesellschaft.
Genau einen Monat später beginnt der siebentägige hohe Pessach (Passover) Feiertag. Und dann geht es erst richtig los. Pessach – Putz, massig einkaufen und all der Stress drumherum. 

Leserfrage: „Wie teuer / billig ist Israel?“

B“H

Leserfrage: Wie teuer / billig ist Israel?

Die Antwort darauf fällt leider kurz und knapp aus: Israel ist ein teures Land. Und das in jeder Hinsicht. Lebensmittel, Arzneimittel, Zahnarzt, Friseur, Mieten, Unis, Schulen, Kindergarten, Altenpflege, Technik, Fahrzeuge, etc. Alles kostet sehr viel Geld und von den Steuern will ich erst gar nicht reden.
Wer genug verdient, um all seine monatlichen Rechnungen zu zahlen und dazu noch Lebensmittel einkauft, der kann sich teilweise schon als glücklich einstufen. Wer allein von der Sozialhilfe lebt, ist aufgeschmissen und muss von Behörde zu Behörde rennen, um Zahlungsnachlässe zu beantragen. Ich selber erlebte vor knapp einem Monat, wie viele Jerusalemer bei der Stadtverwaltung um Zahlungsnachlässe bei der Grundsteuer (Arnona) baten. Von mindestens 25 Personen, die morgens um 8.00 Uhr zur Stadtverwaltung zwecks Zahlung der jährlichen Grundsteuer anstanden, blieben am Ende nur eine Frau und ich am Schalter für Zahlungswillige. Alle anderen Leutchen (die Mehrheit Palästinenser) verschwanden in den Tiefen der Zahlungsnachlass – Abteilung. Wer, z.B., ein sehr geringes oder gar kein Einkommen hat, zahlt weniger Grundsteuer für die Wohnung. Auch Studenten, Rentner oder alleinerziehende Mütter erhalten einen solchen Preisnachlass.
Anmerkung: In Israel zahlt der Mieter die Grundsteuer an die Kommune und nicht der Vermieter wie in Deutschland!
Gegenüber Deutschland ist Israel kein so toller Sozialstaat, der an seine bedürftigen Bürger zahlt. Deswegen werden die Bürger erfinderisch, weil sonst kein Essen auf dem Tisch steht. So einfach ist das hier.
Die Lebensmittel sind unverschämt teuer und Aldi, Rewe, Lidl, etc. sind hierzulande unbekannt. Es wäre super, wenn die Walmart – Kette käme, doch meiner Meinung nach existiert ein Hersteller – Polit – Kartell. Hersteller und Supermarktketten verhindern zusammen mit der Politik, dass auswärtige Supermarktketten sich niederlassen. So können Hersteller und Supermarkt soviel Geld verlangen, wie sie wollen und die Politik bewahrt Arbeitsplätze. Draufzahlen tun wir Verbraucher.
Jemand erkundigte sich nach PFAND und ALKOHOLPREISEN:  Pfand gibt es und Alkohol ist ebenfalls teuer. Von der Flasche Bier angefangen. Falls ich mal ein Bier trinke, so ziehe ich das israelische GOLDSTAR allen Carlsbergs, Maccabis oder irgendwelchem europäischem Billiggesöff vor.
Ständig essen gehen kann sich Otto Normalverbraucher nicht leisten. Da aber viele Israelis auch mal konsumieren wollen, findet sich mehr als die Hälfte bei der Bank im Overdraft wieder.
Als Tel Aviv – Touristen werden Ihr ganz schnell merken, wie Euer Portemonnaie – Inhalt immer kleiner wird. Lebensmittel – Discounter finden sich dort nur in Gegenden, die weit weg von der Innenstadt liegen. Was Ihr sonst so seht, nennt sich Mega, AM:PM, Super Yuda / Baba, Shufersal oder bestenfalls den Carmel Markt. Bis auf den Markt also alles Läden, die alles andere als billig sind. Dagegen könnt Ihr auf dem Carmel Markt günstiger einkaufen. Teilweise jedoch nicht in dessen Hauptstraße, sondern eher in den umliegenden kleineren Marktgassen.

Der Lieblingssport der Israelis fand ein gesetzliches Ende – oder doch nicht?

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King George Street / Jerusalem – Copyright: Miriam Woelke

B“H
Der Lieblingssport fast aller Israelis ist bzw. war das Horten von Plastiktüten an den Supermarktkassen. Man nahm nicht nur soviele Plastiktüten, wie man tatsächlich braucht, sondern die Leute sackten gleich ganze Berge von kostenlosen Tüten ein. Der Grund dafür ist simpel: Man benutzt die Tüten daheim als Abfalltüten im Mülleimer. Richtige Mülleimertüten zu kaufen, ist teuer und wenn denn alle Plastiktüten an den Kassen eh umsonst ausliegen, bedient man sich halt auf diese Weise.
Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist alles anders, denn die Regierung erliess ein neues Gesetz, nachdem jede Tüte an der Supermarktkasse 10 Agoroth (ca. 3 Cent) kosten soll. Am 1. Januar kaufte ich nach der Arbeit bei der Rami Levi – Supermarktkette im Stadtteil Talpiyot ein und ich fand ein riesen Gewurschtel vor. Auf einmal 10 Agoroth zahlen? Das war mehr als ungewohnt, doch bei der geringen Summe denken sich die Leute, dass das ja nicht viel ist und nehmen halt 10 Tüten für 1 Schekel. Gleichzeitig aber gab man bei Rami Levi hauseigene Einkaufstaschen umsonst aus. Auch aus Plastik, aber man kann sie ewig lange benutzen.
Allerdings gibt es bei der gesetzlich verordneten Plastikmüllvermeidung einen dicken Haken: In den kleinen Makolets (Tante – Emma – Läden) sind alle Tüten weiterhin umsonst. Dasselbe betrifft die Supermarktkette „Super Deal“. Und wer bei Rami Levi oder Osher Ad Obst und Gemüse einkauft, der stopft Karotten, Kartoffeln, Früchte, Paprikaschoten, Gurken, Tomaten, etc. in je eine Plastiktüte. Und in dem Falle sind die Plastiktüten auch umsonst. Nur halt nicht an der Kasse.
Wie man es auch dreht, die Kundschaft bedient sich nach wie vor umsonst, denn wer will viel Geld für richtige Mülleimertüten ausgeben?

Israel am 1. Januar 2017

B“H
Blauer Himmel, Sonnenschein und steigende Temperaturen in dieser Woche. Freitag sollen es in Jerusalem bis zu 16 Grad Celsius werden. Yeah! Endlich einmal wieder nach drei Wochen Eiseskälte (3 – 10 Grad). Derartige Temperaturen sind nicht gerade einfach in einem Land, in dem richtig gute Heizungen rar sind.
Gestern Abend kam ich kurz vor Mitternacht aus der Dusche und gleich darauf hörte ich ein kurzes Feuerwerk. Weniger als eine halbe Minute gingen ein paar Raketen hoch und das fand wohl, wie in jedem Jahr, bei den benachbarten Palästinensern statt. Danach war Ruhe und passierte auch nichts mehr. Der 1. Januar ist in Israel ein ganz normaler Arbeitstag und die Leute müssen morgens früh raus. Wer sich nicht gerade freinimmt und Silvester in Tel Aviv verbringt, muss am Morgen darauf arbeiten.
Was uns in diesem neuen Monat mehr beschäftigt als irgendwelche Verhandlungen mit den Palästinensern? Rechnungen zahlen. Versicherungen, Grundsteuer an die Stadt (Arnona) sowie das Finanzamt. Im Januar kommt stets alles auf einmal und jeder ist am Herumjonglieren mit seinem Einkommen. Israel ist ein teures Land und wer meint, er könnte einiges Geld ansparen, erlebt jetzt im Januar diverse Überraschungen, denn jeder will Geld und man muss zahlen. Dazu trudelt eine höhere Stromrechnungen aufgrund der elektrischen Radiatoren – Heizung ein. Der tägliche Kampf gegen Rechnungen und die hohen Lebenshaltungskosten beschäftigen die Bevölkerung mehr als alles andere drumherum. Wer nur als Tourist im Lande weilt, bekommt von all dem kaum etwas mit, denn er muss ja keine Rechnungen zahlen. 🙂
Ich bin immer froh, wenn der Januar rum ist. Nicht wegen der Rechnungen, sondern weil dieser Monat sowie der Februar die kältesten Monate des Jahres sind. Aber vielleicht haben wir Glück und es wird nicht mehr so kalt wie im Dezember.  

Eine neue Woche

B“H
In Israel ist alles beim Alten. Sarah Netanyahu muss seit Mai regelmäßig zu Polizeiverhören antreten, denn ihr wird Bestechung vorgeworfen. Sie habe diverse Geschenke erhalten und sich dadurch beeinflussen lassen. Richtige Beweise hat das Betrugsdezernat jedoch noch nicht vorgebracht.
In der Knesset herrscht der übliche Zoff und momentan steht ein Abgeordneter des Bayit Yehudi unter Verdacht, Frauen sexuell belästigt zu haben. Irgendwie kommt diese Anschuldigung immer wieder auf und oft weiß man nicht mehr, ob das alles der Wahrheit entspricht oder nur Politiker rausgegrault werden sollen wie vor circa einem Jahr Netanyahus Kontrahent, Silvan Shalom.
Die Siedlung Amona wird geräumt und man erwartet einen Konflikt zwischen Polizei und den nationalreligiösen Siedlern. Und zu guter Letzt begann am Donnerstag endlich der Winter. Mit Sturm und Regengüssen bis gestern früh. Seit ein paar Jahren kommt der Winterregen fast immer in Verbindung mit Sturmböen, was jedes Mal im Chaos endet. Staus auf den Straßen und Überschwemmungen.
Wer sich wundert, dass ich momentan nicht alle Emails beantworte: Mein Router hat den Geist aufgegeben, aber dieser Tage wird ein neuer geliefert. Für den neuen Router zahle ich nichts, denn der monatliche Internetpreis liegt eh schon hoch. Nur die Lieferung nach Hause muss ich zahlen.
In Israel gibt es schnelles und sicheres Internet, aber das hat seinen Preis. Mit Billigangeboten angelockt wird am Ende die Mehrwertsteuer draufgeschlagen. Zusammen mit der extra Gebühr an Bezek für die Taschtit (Internetleitung). Wer nicht aufpasst, zahlt extra. Also, immer genau nachfragen, was im Preis enthalten ist, sonst drohen extreme monatliche Rechnungen. 🙂

Das Leben in der Provinz hat seinen Preis

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Nach wie vor entscheiden sich zahlreiche Israelis hinaus aufs Land zu ziehen. Lieber zur Arbeit in die Großstädte pendeln anstatt einen Batzen Miete zu zahlen.
Was kostet eine 3 – Zimmer – Wohnung in Tel Aviv? Mindestens 7000 Schekel (ca. 1600 Euro), oder? Zumindest dann, wenn die Bleibe nicht vollständig heruntergekommen ist. Wobei meine Einschätzung der 7000 Schekel bestimmt noch billig ist. 8000 – 10,000 Schekel Miete in Tel Aviv ist doch heutzutage keine Seltenheit mehr. Kein Wunder, dass die Leute in WGs leben müssen. Insbesondere dann, wenn sie Single sind. Wie genau alleinerziehende Mütter das hinkriegen – ich habe keine Ahnung. In Tel Aviv sind die Wartelisten der Sozialwohnungen lang und unter zehn Jahren geht gar nichts. Israelische Ehepaare müssen zwangsläufig arbeiten und mit Hausfrau und daheim bleiben ist nichts. Ein Gehalt allein geht schon für die Miete drauf.
In Jerusalem schaut es mittlerweile nicht so viel besser aus. Auch hier sind 6000 Schekel Miete und mehr völlig normal für eine 3 – Zimmer – Wohnung. Die Mieten steigen, die Gehälter nicht. In Jerusalem, Beersheva sowie in der Provinz verdienen die Leute eh weniger als im Küstenbereich. Dafür sind dann die Lebenshaltungskosten im Großraum Tel Aviv extrem hoch und jeder muss sehen, wie er über die Runden kommt. Mit der Miete allein ist es eh noch nicht getan, denn in Israel zahlt der Miete die gesamte Grundsteuer (Arnona) für die Wohnung. Und das schlägt sich nochmals massiv nieder.
Kein Wunder also, wenn selbst Besserverdiener in die Provinz ziehen, um sich dort ein billigeres Häuschen zu bauen oder eine Wohnung zu kaufen. Wer nicht kaufen will, sucht sich was zur Miete und kommt günstiger weg als andere in den Metropolen.
Alles hat seine Vor – und Nachteile. Wer hinaus in die Provinz zieht, muss pendeln und morgens ein bis zwei Stunden eher zur Arbeit fahren. Abends wird dieselbe Fahrzeit für den Heimweg einkalkuliert. Ohne zu pendeln kommt man meist nicht aus, denn die Arbeitsplätze in der Provinz sind dünn gesät und extrem schlecht bezahlt. Mehr als den Mindestlohn ist kaum drin.
Provinzstädte wie Afulah und das nicht allzu weit entfernte Nazareth versuchen immer wieder, Unternehmen anzulocken. Bislang ohne viel Erfolg. Wobei Nazareth aus einem jüdischen (Nazeret Illit) und einem arabischen Teil besteht.
Doch selbst wenn sich Unternehmen in der Provinz ansiedeln, so ist das noch lange kein Garant für neue Arbeitsplätze vor Ort. Als INTEL sich in Kiryat Gat niederliess, brachte das Unternehmen die Angestellten aus Tel Aviv und Umgebung mit, denn in Kiryat Gat findet man nicht unbedingt qualifizierte Software Programmierer.
Was also tun? In die günstigere Provinz ziehen und am Ende viel Geld für die Pendelei ausgeben? Kulturell kann man die Provinz so gut wie vergessen und am Ende fahren die Leute dann doch zum Bummeln nach Haifa, Tel Aviv oder Netanya. Wer dagegen im teuren Zentrum bleibt, hat zwar keine weiten Anfahrtswege, doch alles andere ist unsagbar teuer.
Eine definitive Lösung gibt es nicht und jeder muss halt für sich entscheiden, wo er besser zurechtkommt.