Leben in Jerusalem

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Israels Discounter König Rami Levi steigt bei COFIX ein

B“H
In Israel gibt es kaum jemanden, der Rami Levi nicht kennt. Levi, der sich aus kleinen Verhältnissen hocharbeitete, indem er nahe der Jerusalemer Agrippas Street, seinen ersten Makolet (Tante – Emma – Laden) eröffnete und die Ware total billig verkaufte. Billiger als die gesamte Konkurrenz.
Es dauerte nicht lange und er eröffnete seine ersten Rami Levi Supermärkte. Politisch engagiert er sich im Likud und machte sich einen internationalen Namen, weil er Palästinenser beschäftigt. Vielen Israelis stossen gerade die Palästinenser im Laden unangenehm auf, mit denen es bereits eine Menge Ärger gab. Unter anderem, wenn da jüdische Kunden dumm angemacht werden.
Ich selbst kenne Leute, die Rami Levi boykottieren und lieber beim Konkurrenten OSHER AD einkaufen. Dort sind keine Araber und OSHER AD bietet ein angenehmeres Einkaufsklima. Und wer es noch nicht weiß: Osher Ad gehört der chassidischen Gruppe GUR. Die Kundschaft aber ist bunt gemischt. Vom Palästinenser bis hin zur jüdischen Vielfalt – Osher Ad zieht alle an.
Selber kaufe ich momentan vermehrt bei Rami Levi, denn dort sind Obst und Gemüse einfach frischer als bei Osher Ad.
In den letzten Jahren modernisierte sich auch Rami Levi, indem er, u.a., im Jerusalemer Vorort Mevasseret Zion eine gigantische Shopping Mall hochzog und seinen Läden frischen Wind einhauchte. Dann kaufte er eine ausgediente Mall im Stadtteil Talpiyot und plante, Kinofilme für nur 5 Schekel (1,50 Euro) zu zeigen. Bis heute gibt es jedoch noch nichts zu sehen.
Aktuell kaufte Rami Levi 20% der COFIX Aktien. Mit Option auf einen weiteren Verkauf von insgesamt über 50%.
COFIX wurde vor ein paar Jahren als 5 – Schekel – Kaffeehaus eröffnet und ist, wie Rami Levi, landesweit vertreten. Mit großem Erfolg.
Warum Rami Levi sich bei COFIX einkaufte:
Vor noch nicht allzu langer Zeit eröffnete COFIX, insbesondere in Tel Aviv und Umgebung, seine SUPER COFIX Filialen, die da Lebensmittel und andere Gebrauchsgüter viel günstiger anbieten. Rami Levi hat ein Auge auf die SUPER COFIX Filialen und will stattdessen landesweit etwas Neues einführen: RAMI LEVI be’SCHECHNUA – Rami Levi im Stadtteil. Kleine Makolets (Supermärkte) direkt in den Stadtteilen. Da muss die Kundschaft nicht erst weiter zu den großen Rami Levi Märkten gondeln, sondern geht einfach nur um die Ecke. In meinem Stadtteil wäre das eine Sensation, denn der nahegelegene SUPER DEAL ist sauteuer. Billige Rami Levi Sachen kämen da gerade recht und ich muss den Einkauf nicht ewig lange schleppen. 🙂

 

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Zahlreiche israelische Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) lernen ihre Produkte bei Amazon anzubieten

B“H
Amazon ist noch nicht in Israel, doch Tausende Israelis rennen zu Amazon. Dabei plant der Online – Riese eine gigantische Niederlassung in Israel, denn der Markt ist vorhanden.
Bislang halten israelische Hersteller, Importfirmen sowie Supermarktketten die Preisfäden in der Hand. Es existiert ein Monopol und wir Verbraucher zahlen einen viel zu hohen Preis. Vom einfachen Klopapier bis hin zum Käse – Israel ist ein sauteures Land mit relativ niedrigen Einkommen. Kein Wunder also, dass Juden und Palästinenser gleichermaßen immer auf der Suche nach DEALIM (billigen Deals) sind.
Amazon, Wallmart und wie sie alle heißen, wären positiv für Israel, denn da kämen die einheimischen Hersteller endlich runter von ihrem hohen Ross. Mehr Konkurrenz belebt das Geschäft.
Tausende Israelis kaufen jetzt schon Online und die Nachfrage nimmt stetig zu. Andererseits bieten zahlreiche Israelis ihre eigenen Produkte via Amazon FBA an. Bis hin zur deutschen DaWanda – Plattform.
Supermarktketten wie Shufersal bieten schon lange Online Shopping an. Seit Jahrzehnten bieten die meisten Supermärkte bereits Lieferungen bis vor die Haustür an. Jetzt kommen auch noch die Online Bestellungen hinzu, denn man will konkurrenzfähig bleiben. Gleichzeitg aber verzeichnen Geschäftsinhaber aller Sparten einen Umsatzrückgang, denn im Ausland Online einzukaufen ist wesentlich günstiger. Was bleibt sind ältere Leute, die in die Geschäfte kommen, denn Online kennen die sich kaum aus.
Eigentlich sollte man glauben, dass in Israel reagiert wird und die Preise runtergehen. Das Gegenteil aber ist der Fall und die Preise sollen, wegen fehlender Kundschaft, sogar angehoben werden.
Selbst die haredische (Ultra – Orthodoxe) Gesellschaft hat den massigen Amazon FBA Markt ausgemacht und will nun mitmischen. Haredim sind keineswegs ungebildet und Online schon gar nicht. Es gibt zahlreiche haredische Startups und App – Entwickler und der Markt wächst stetig an.
Auch in Jerusalem laufen diverse Kurse zum Amazon FBA Markt. Wie genau das funktioniert und was man braucht: Nämlich vvvviiiieeelll Geduld!
Yaakov, der Kursleiter, erzählt, dass er mit 19 Jahren heiratete und dann erst weiter Thora – und Talmud lernte. Kurz danach gründete er sein Amazon FBA Business, denn er wollte Geld verdinen.
Was er genau verkauft, kommt in dem nachfolgenden Video nicht so raus, doch wer ein gutes Produkt hat und nicht nur billige Massenware aus China, der kann auf Amazon erfolgreich sein. Nur darf er sich nicht allein auf den Online – Riesen verlassen.

 

 

ZIMMERIM – Israelische Anbieter von Pensionszimmern erleiden Einbußen

B“H
ZIMMER = Israelische Bezeichnung für ein Privatzimmer, was man für einen Kurzurlaub mieten kann. ZIMMERIM ist die Pluralbezeichnung.
ZIMMER sind bei Israelis seit Jahren beliebt. Vornehmlich im Norden des Landes bucht man nur allzu gerne ein ZIMMER. Bedeutet, ein Privatzimmer für ein Wochenende oder halt ein paar Tage. In kleinen Ortschaften wie Rosh Pina (nahe Zfat) blüht das Geschäft mit den ZIMMERIM und es gibt Unmengen privater Anbieter.
Da in der Region sonst kaum Arbeitsplätze vorhanden sind, wird oft das eigene Haus so umgebaut, dass ein paar freie Zimmer an einheimische Touristen vermietet werden. Wenn es geht mit Whirlpool (in Israel sagt man JACCUZI) und weiteren Extras. Israelis lieben es, die Landschaft des Nordens zu geniessen und sich verwöhnen zu lassen. Ist doch mal was anderes als in einem Betonklotz – Hotel in Eilat oder Tel Aviv zu hocken. Die ZIMMERIM bieten dagegen Natur pur.
Private Zimmeranbieter zocken teilweise ganz schön ab, denn die Preise sind schon deftig. Von 1300 Schekel pro Nacht (circa 320 Euro) ist da leicht die Rede. Bislang konnten die Privatanbieter, für die die Zimmervermietung im eigenen Haus mittlerweile zur Haupteinnahmequelle geworden ist, soviel Geld verlangen, wie sie wollten. Jetzt aber hat sich das Blatt gewendet, denn Israelis sind dafür bekannt, stets nach günstigeren Optionen zu suchen. Und da kapierte man, dass für das Zimmergeld ein ganzer Urlaub im Ausland gebucht werden kann. In Bulgarien, Prag, Ungarn oder Griechenland. Wozu soviel Geld im eigenen Land ausgeben, wenn es immer Ausland, inklusive Flug, viel billiger kommt?
Meistens kostet in Israel der Urlaub im eigenen Land mehr als Flug und Übernachtungen im Ausland. Die Hotels in Eilat sind wesentlich teurer als die in Bulgarien. Und das ist das eigentliche Problem, denn wenn israelische Pensions – bzw. Hotelbetreiber nicht mit den Preisen runtergehen, reisen die Einheimischen lieber ins Ausland.
Das nachfolgende Video zeigt, wie ZIMMERbetreiber in Nordisrael um ihre Einnahmequelle fürchten. Wenn die Preise nicht gesenkt werden, könne man sich einen anderen Job suchen, denn die Kundschaft bleibt aus.
Sorry, aber das Video ist in hebräischer Sprache. Immer wieder stelle ich derlei Berichte in die Blogs, denn sie zeigen das stinknormale Alltagsleben und die kleinen Sorgen im Land.

 

 

 

Die Sorgen der nordisraelischen Kleinstadt ZFAT

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Zfat (Safed) ist eine Kleinstadt in Nordisrael, mit großer Vergangenheit. Im Mittelalter lebten hier die größten Kabbalisten und bis heute spürt man den Hauch einer mystischen Atmosphäre. Doch heutzutage hat Zfat ein Riesenproblem, denn es herrscht Arbeitslosigkeit und Armut. Es gibt partout keine Arbeit und junge Leute ziehen nach dem Armeedienst lieber ins Zentrum des Landes. Die gesamte israelische Peripherie kennt dieses Problem: Von Afulah, Tiberias oder Zfat bis hinunter nach Dimona, Arad und Netivot. In der Pampa gibt es keine Industrie. Heißt, keine Jobs und zwecks Freizeitgestaltung gibt es nur wenig Angebote.
Bezogen auf Nordisrael: Vielleicht noch Kiryat Shmona an der Grenze zum Libanon. Jahrelang prasselten Katyusha – Raketen der Hizbollah auf die Kleinstadt hernieder. Trotzdem hielt man zusammen und es gab Fabriken und Arbeit. Eine Menge russische Neueinwanderer wohnen in Kiryat Shmona, doch immer mehr Fabriken machten in den letzten paar Jahren dicht. Zu unrentabel und man zog lieber an die Küste um.
Nur wenige Kilometer von Zfat entfernt liegt der kleine Ort Rosh Pina. Ein romatisches verschlafenes Örtchen mit vielen einheimischen Wochenendtouristen. Rosh Pina aber hat, was in Zfat fehlt: Ein Shopping Areal mit Cafes, Kino und bekannten Markenläden. Wer sich abends in Zfat zu Tode langweilt, fährt runter nach Rosh Pina. Aber nur mit dem Auto, denn die Busse stellen am frühen Abend den Verkehr ein.
Wer meinen Blog schon länger verfolgt hat sicher mitbekommen, dass ich in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2010 sehr viel in Nordisrael unterwegs war. Tiberias, Zfat und dazwischen immer wieder Jerusalem und am Ende Tel Aviv.
Was in der Zeit schon längst im Gange war und im nachfolgenden Video ausgelassen wird: Eine Menge amerikanische Juden ziehen nach ihrer Aliyah (Einwanderung nach Israel) direkt nach Zfat. Gerade nach Zfat, denn man sucht den romantischen Hauch der Altstadt und somit die Spiritualität. Alles andere werde sich schon ergeben. Die amerikanische Community in Zfat ist stark angewachsen und hat ihr Eigenleben entwickelt. Mit den Israelis gibt es wenig Kontakte und die Amerikaner bleiben lieber unter sich.
Hinzu kommt, dass die chassidische Gruppe Chabad – Lubawitsch zahlreiche US – Mitglieder importiert. Viele Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) zieht es, der erschwinglichen Mieten wegen, nach Zfat. Hierbei vorrangig die Chassidim von Chabad und Breslov. Nur herumzusitzen, kann sich niemand leisten und so arbeiten die Chabadnikim und Breslover in ihren eigenen Gemeinden. Als Handwerker, Lehrer, usw. Aufträge kommen durch Mundpropaganda rein.
Mehrheitlich weiß die amerikanische Community im Voraus nicht, was sie in Zfat erwartet. Nämlich keine Industrie und daher keine Arbeit. Wer einen Job zum Mindestlohn in der lokalen Kerzenfabrik bekommt, darf jubeln. Ansonsten ist tote Hose und die Leute schlagen sich als Zimmervermieter durch. Vorwiegend israelische Touristen mieten sich für ihren Kurzurlaub in der Stadt eine private Unterkunft, denn das Ruth Rimonim Hotel in der Stadt ist wahnsinnig teuer.
Ferner zieht es Juden in das Chabad – Hostel „Ascent“, doch dort gibt es Regeln, an die sich die Gäste zu halten haben. Unter anderem daran, zu bestimmten Zeiten an Chabad – Vorträgen teilzunehmen. Das ist zwar interessant, doch wenn man dazu aufgefordert wird, obwohl derjenige eigentlich etwas anderes geplant hatte oder nur einmal relaxen will, kann das nerven.
Die Mieten in Zfat sind zwar verhältnismäßig günstig, doch was nutzt das, wenn es weder Arbeit noch ein Einkommen gibt. Da bleibt einem Großteil nur die Sozialhilfe und, wie vielen eingewanderten Russen, die Suppenküche.
In Nordisrael ist es an der Tagesordnung, dass junge Leute nach dem Armeedienst wegziehen. Entweder nach Haifa oder in den Großraum Tel Aviv. Dort befinden sich die Unis und es gibt Arbeit. Das Problem hat nicht nur Zfat, sondern auch Tiberias am See Genezareth (Kinneret), Afulah sowie viele andere umliegende Orte.
In Afulah versuchte die Stadtverwaltung vor ein paar Jahren, einen IT Industriepark aufzubauen, um auf diese Weise Israelis anzulocken, die sich in der Kleinstadt niederlassen. Den großen Erfolg brachte das Vorhaben nicht, denn der Ort hat wenig zu bieten. Und immer von Tiberias, Zfat oder Afulah nach Haifa zu fahren, ist auch zeitaufwändig.
Die Altstadt von Zfat zieht sehr viele Juden aus aller Welt an. In den kleinen mittelalterlichen Synagogen beteten schon die großen Kabbalisten wie Rabbi Yitzchak Luria, Rabbi Yosef Karo, Rabbi Moshe Cordovero und viele andere. Dazu findet sich der nebendran der alte Friedhof von Zfat, auf dem diese Kabbalisten begraben liegen.
Des Weiteren gilt die Kleinstadt als Künstlerort, doch immer mehr Ateliers werden aufgegeben. Der Umsatz fehlt, denn die Mehrzahl der Touristen will nicht in Zfat übernachten. Vielmehr werden sie täglich in Reisebussen angekarrt, von ihrem Reiseleiter in den Bazar der Altstadt geleitet. Dort haben sie 1 – 2 Stunden Zeit sich umzusehen und dann geht es bereits zurück zum Bus. Gekauft wird nicht viel und die Künstler im Bazar bleiben auf ihren Werken sitzen.
Nach Zfat fahren die Touristen eben mal so nebenbei als Abstecher, aber niemand kommt auf die Idee, ein paar Tage in der Stadt zu bleiben. Warum auch? Die Altstadt schaut man in ein paar Stunden an und das wars.
Wer morgens gegen 8.00 Uhr durch die Fussgängerzone Jerusalem Street (Rechov Yerushalayim) geht, findet geschlossene Geschäfte vor. Die Tageszeitung muss man suchen, denn so früh ist kaum jemand unterwegs. Vor ein paar Jahren liess ich mich um die Zeit in einem der Cafes nieder und zahlte für eine Tasse Kaffee mehr als in Tel Aviv. Wenn jemand von auswärts kommt, wird er auch noch abgezockt. Es gibt ja sonst nichts zu verdienen und da wird halt von den Touristen soviel genommen, wie nur eben geht.
Dadurch, dass soviele jüdische Neueinwanderer aus den USA nach Zfat ziehen, stiegen die Mieten in der begehrten Altstadt. Nun suchen fast alle in der umliegenden Neustadt, wo die Mieten noch erschwinglicher sind.
Eine der einzigen Fabriken, die Rösterei des israelischen ELIT Kaffeeherstellers, machte vor wenigen Jahren dicht und zog in eine andere Stadt um. Damit gingen der Stadt Zfat wieder einmal Arbeitsplätze verloren, die nicht ersetzt werden.
Ein israelischer TV Bericht zeigt, wie marode die Stadt wirkt und wie immer mehr Leute wegziehen bzw. daran denken, zu gehen. Der Bürgermeister schiebt die Schuld gerne den Haredim in die Schuhe, doch die sind es, die arbeiten. Nur in ihren eigenen Gemeinden, wo anderweitige Handwerker keine Chance haben.
Vor ein paar Jahren machte ausgerechnet Zfat internationale Schlagzeilen, denn mitten in der Altstadt befindet sich eine mittlerweile anerkannte Uni. Hier werden, u.a., auch Ärzte ausgebildet. Das Problem ist, dass fast die Hälfte der Studenten Araber aus den umliegenden Dörfern sind. Araber, die Krawall machen und jüdische Kommilitonen drangsalierten. Aufgrund der Krawalle wollte in Zfat kaum ein Vermieter seine Wohnung an Araber vermieten und wozu auch? Wenn diese doch eh in den umliegenden Dörfern wohnen und jeden Tag nach Hause fahren können. In Zfat widersetzte man sich erfolgreich dem arabischen Versuch, sich auszubreiten und die Stadt für sich zu beanspruchen. Deswegen galt Zfat im Ausland als rassistisch, aber niemand kann abstreiten, dass sich den Arabern erfolgreich widersetzt wurde.

 

 

Am Schluss der Dokumentation wird gezeigt, wie sich einstmals aussichtslose Orte aufrappelten und total begehrt und attraktiv wurden. Selbst für die Industrie.

 

Links:
Zfat Stories
Der Rabbi und das Erdbeben
Die arme Seite von Zfat
Noch viel viel mehr über Zfat

Beim israelischen COFIX kostet jetzt alles wieder 5 Schekel

B“H
Die israelische 5 Schekel (circa 1,20 Euro) Kaffeehauskette COFIX hob im Februar dieses Jahres die Produktpreise von 5 auf 6 Schekel an. Konkurrent COFIZZ zog kurz darauf nach.
Jetzt aber setzte COFIX den Preis für alle Ladenprodukte wieder auf 5 Schekel herunter. Egal, ob Sandwiches, Kaffee, ein Stückchen Kuchen, Salate, Toast, etc.
Doch es gibt einen Unterschied: Ab sofort kann der Kunde bei COFIX auch XL Größen kaufen. Wie einen großen Pappbecher Kaffee oder ein Riesensandwich. Das kostet dann allerdings 8 Schekel (circa 2 Euro). Alles ist aber immer noch wesentlich billiger als bei den regulären Kaffeehausketten.
Gleichzeitig plant COFIX eine weitere bessere Produktpalette und da kann man dann auch schon einmal 12 – 15 Schekel zahlen. Aber, wie gesagt, das alles ist wesentlich günstiger als reguläre Anbieter wie Cafe Aroma, etc. Bei Aroma allein zahlt man, je nach Filiale, 13 Schekel für einen großen Milchkaffee. To Go kostet 12 Schekel. Und damit liegt Aroma noch günstig, denn Cafe Hillel (was fast bankrott ist) oder Cafe Ne’eman verlangen sogar 14 – 16 Schekel für eine Tasse Kaffee.
https://www.globes.co.il/en/article-cofix-reverts-to-nis-5-per-item-formula-1001216012
Die Billigketten COFIX sowohl als auch Konkurrent COFIZZ entstanden vor 4 Jahren und ziehen die Kundschaft nur so an. Klar, kann man bei den Niedrigpreisen keine kulinarischen Sensationen erwarten, doch die Qualität ist okay und der Kaffee schmeckt. Die beiden Billigketten gibt es an vielen Orten im Land und wer als Tourist ein enges Budget hat, der gehe zu COFIX oder COFIZZ.
Gebäck, heiße Suppen oder sogar Suschi gibt es auch. Wenn auch nur vorwiegend bei COFIX. Ebenfalls bietet COFIX von Mittwoch bis Freitag ganze Kuchen zum Schabbat.
Viele Geschäftsleute imitieren mittlerweile die beiden größten Billigketten und bieten auch ihre Produkte für 5 Schekel an.
COFIX sowohl als auch COFIZZ sind koscher und haben ein Mehadrin Koscherzertifikat (Hechscher) vom Oberrabbinat.

 

Generalstreik in Israel am morgigen Sonntag

B“H
Wer morgen zwischen 8.00 – 12.00 Uhr auf dem Ben Gurion Flughafen ankommt oder abfliegen will, muss bis nach 12.00 Uhr mit der Abfertigung warten. Der Flughafen, Ministerien, Banken, teilweise Krankenhäuser, Gerichte sowie Rathäuser befinden sich in einem vier Stunden dauernden Generalstreik.
Diesmal geht es nicht um mehr Geld, sondern vielmehr darum, dass Israels Pharmazie – Riese TEVA Massenentlassungen vornehmen will. Insbesondere in den Niederlassungen von Kiryat Shemona und Jerusalem. 1750 Angestellte sollen entlassen werden, denn TEVA geht es finanziell miserabel und der Konzern will sich retten. Dabei stand der Konzern einmal so gut da, aber dann kam das Mismanagement und schon ging es den Bach runter.
Busse und Bahnen bleiben vom Streik verschont und fahren nach Fahrplan!
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/239373
https://www.globes.co.il/en/article-the-change-had-to-be-made-tevas-ceo-tells-globes-1001215787

Leserfrage: „Versicherungen in Israel“

B“H
In Israel gibt es eine ganze Reihe von Versicherungsgesellschaften, die alles Mögliche versichern. Von der Rente bis hin zum Auto ist alles dabei.
Wer will, kann sich die Gesellschaften ergoogeln. Allerdings rate ich jedem, sich vom Abzockeunternehmen MIGDAL fernzuhalten.