Leben in Jerusalem

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Die selbstgemachte Butterkrise löste sich in Luft auf

B“H
Wie auf wundersame Weise sind die Supermärkte wieder voller israelischer TNUVA Butter, Die Butterkrise scheint damit ad acta gelegt worden zu sein.
Hier berichtete ich vor kurzem von der Krise: 

 

 

Im Supermarkt berichtete mir ein Angestellter, dass die Regale wieder voller Butter sind. Offenbar wollte TNUVA nur die Butterpreise hochtreiben und als sich die Regierung weigerte, höhere Butterpreise zu genehmigen, stellte das Unternehmen einfach keine Butter mehr her und importierte zum Trotz teure Butter aus dem Ausland.
In Israel reguliert die Regierung Preise für ganz normales Brot. Kein qualitativ hochwertigeres Brot, sondern das billige zusammengeklatschte Brot von der Angel – Großbäckerei.
Zudem werden die Milchpreise staatlich festgelegt, die Butterpreise sowie die Preise für die billigen fruchtlosen Joghurt – Sorten GIL und ESHEL. Damit soll sichergestellt werden, dass selbst finanziell schlechter gestellte Bürger sich mit den Grundnahrungsmitteln eindecken können.
Eier und Cottage (Hüttenkäse) werden, so glaube ich, auch staatlich reguliert und zu festgelegten Preisen verkauft. Normale Eier, aber Bio – Eier fallen nicht in die regulierte Sparte.

 

Leserfragen: „Ultra – orthodoxe Juden & Essen in Israel“

B“H
Immer wieder kommen die Fragen nach Ultra – orthodoxen sowie orthodoxen Juden auf. Und stets in einem Bezug, der darauf hinweist, dass es sich bei den Leuten, die da fragen, um jene handelt, die den Unterschied zwischen orthodox und Ultra – orthodox nicht kennen und irgendwo mal gelesen haben, dass orthodoxe Juden nicht arbeiten. Auch die deutschen Medien verfolgen die Agenda, orthodoxe Juden wie Idioten erscheinen zu lassen. Zurückgeblieben, weltfremd und eben generell dämlich.
Ich will nicht immer wieder neu die ganzen Unterschiede in der jüdischen Orthodoxie auseinandernehmen. Dies habe ich schon hundertfach auf diesem sowie auf meinem Hamantaschen – Blog getan. Soviel sei gesagt: Orthodoxe Juden arbeiten und wer daran zweifelt, sollte sich zuerst einmal damit befassen, was genau orthodoxe Juden sind.
Eine zweite Frage:
„Wie finanzieren sich orthodoxe Rabbiner in Israel?“
Gewiss nicht so üppig wie in Deutschland. Deutsche Gemeinde zahlen den Rabbinern eine Menge Geld. Auch US – Gemeinden sind nicht kleinlich. In Israel hingegen fallen die Rabbinergehälter recht spärlich aus und wie ich bereits in der Vergangenheit schrieb: Viele Rabbiner verdienen sich ein Zubrot, indem sie Vorträge halten. 
Wer beim Staat angestellt ist, wie dem Oberrabbinat, hat sicher ein gutes Einkommen. Andere Rabbis werden ausschließlich von Gemeinden gezahlt. Oder sie üben andere Tätigkeiten aus wie die Überwachung der Koscherregeln in Restaurants oder bei der Nahrungsmittelherstellung in Fabriken. Als sogenannter Maschgiach. In dem Fall werden sie von den Restaurants oder dem Nahrungsmittelhersteller bezahlt. Oder, wenn sie beim Oberrabbinat angestellt sind, von dort.
Rabbiner in Israel erhalten keine Geldsegen wie die Rabbiner in Deutschland. Obwohl sie, im Gegensatz zu den in Deutschland arbeitenden Rabbis, teilweise hervorragende Rabbiner mit einem grandiosen Wissen sind. Trotzdem bleibt das Gehalt niedrig und in Israel gibt es unzählige Rabbiner.
Rabbinermäßig bin ich froh, in Israel zu sein, denn solche Rabbis wie wir hier haben, gibt es in Deutschland nicht. Klar muss man unterscheiden, doch hier kann ich mir alles aussuchen und bei Rabbinern lege ich Wert auf ihr Wissen und ihren menschlichen Bezug.
Dritte Leserfrage:
Was kostet Essen in Israel?
Antwort:
Viel Geld! Es ist nicht billig und Aldi & Co. gibt es nicht.
Wir haben Discounter, doch die sind mit deutschen Discounter – Ketten nicht zu vergleichen.
Alles ist teuer in Israel und mit ein paar Euros gewinnt man hierzulande keinen Blumenpott.

Auch in Israel: „Mogelpackungen und Chemie im Essen“

B“H
Auf meinem Youtube Kanal erhalte ich momentan Kommentare zur Chemie im deutschen Essen. Wie deutsche Lebensmittelhersteller die schöne heile Genusswelt vorgaukeln und letztendlich nur mit Chemie in den Lebensmitteln panschen.
In Israel ist das nicht anders und die hiesigen Firmen betrügen den israelischen Verbraucher nicht weniger. Mogelpackungen und Chemie in den Lebensmitteln – Auch davon wird im israelischen TV regelmäßig berichtet.
In den Joghurts sind genauso viele Zusatzstoffe drin, wie in Deutschland. Kaum Frucht, dafür massig Zucker. Und der populäre Schoko – Pudding MILKY ist die reinste Chemiebombe. Überall nur Zucker und unser Gesundheitsminister Yaakov Litzman plant schon lange, dagegen vorzugehen. Bislang setzte er sich nicht durch, denn auch hierzulande haben die Großkonzerne zuviel politischen Einfluss.
Ich konsumiere kaum Zucker und koche eh alles frisch. Selten einmal Fertigprodukte, dafür viel Gemüse und Gewürze.
Mein großes Laster allerdings sind Schkedej Marak. Soup Nuts auf Englisch und auf Deutsch? Mal googeln!
Eine Art CROUTON angereichert mit Curcum.
https://www.myisraeliproducts.com/osem-soup-mandels-mini-mandels-3-5oz-100gr

Butter in der israelischen Butterkrise

Gestern berichtete ich auf meinem Blog von der aktuellen Butterkrise in Israel:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2019/01/20/die-aktuelle-butterkrise-in-israel/
Heute fand ich ein paar Stück Butter in einem Supermarkt. Was für ein Wunder!!!
Es waren insgesamt nur zehn Stück geliefert worden und ich sackte zwei ein. Zu gierig wollte ich nun auch nicht sein. 🙂
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Dies ist kein Werbevideo für die Firma TNUVA, sondern lediglich eine Feststellung sowie Freude, dass eines ihrer Produkte wieder im Supermarkt zu finden ist. Wenn auch vielleicht nur befristet.

Die aktuelle Butterkrise in Israel

B“H
Der größte israelische Hersteller von Milchprodukten, TNUVA, will nicht so richtig Farbe bekennen und sucht, mehr oder weniger, nach Ausreden. Es gäbe halt nicht mehr genügend Kühe in den Ställen, da die Bauern nicht mehr soviele Tiere halten. Da werde die vorhandene Milch lieber als Frischmilch verkauft, anstatt alles zu Butter zu verarbeiten.
Seit mehr als einer Woche schon hat der SuperDeal bei mir in der Nachbarschaft keine Butter mehr im Regal. Zuerst dachte ich, da habe jemand gepennt und halt keine neue Butter beim Lieferanten TNUVA nachbestellt. Also ging ich zur benachbarten Konkurrenz SuperSapir, doch auch hier bleibt das Butterregal fast leer.
Was beide Supermarktketten anbieten ist Eurobutter und noch eine weitere Marke aus dem Ausland. Viel teurer als die TNUVA Butter und ich nahm halt mal die Euro – Marke. Hergestellt in Deutschland und als ich mir die Butter daheim ansah – Igitt, das schaut ja wie Margarine aus. Und Margarine geht in Israel gar nicht mehr. Da kann ich ja gleich in ein Stück Plastik beißen.
Vom Kauf dieser künstlichen und vielfach teureren Eurobutter kann ich nur abraten. Da steht zwar Butter drauf, doch das Ding ist absolut geschmacksneutral. Da lobe ich mir die frische schmeckende Butter von TNUVA, aber die scheint wohl so schnell nicht zu wiederkommen. Mehrere Verbraucher schrieben in Foren, dass der Rami Levi Discounter mehr als genug TNUVA in den Regalen habe. Dann muss ich also extra wieder bis nach Rami Levi latschen. 🙂
TNUVA gibt zu, die Eurobutter zu importieren und dass dies eigentlich gar keine richtige Butter sei. Also, wenn Ihr das in Deutschland esst, tut Ihr mir leid. 🙂 So eine ekelhafte dunkle Grütze, die mich fast 14 Schekel (circa 3,50 Euro) gekostet hat. Die TNUVA Butter kostet weniger als die Hälfte und schmeckt super.
Konkurrent TARA stellt offenbar gar keine Butter mehr her, sondern nur noch Frischmilch und Käse. Wem die aktuelle Butterkrise vielleicht nutzen könnte: Jenen Siedlern, die Landwirtschaft bzw. ihre eigene Ziegenzucht betreiben und qualitativen Käse und hochwertige Butter selber herstellen. Wenn ich davon etwas auftreiben kann, greife ich gleich en masse zu. 🙂

Leserfragen: „Wie ist das Leben in Israel?“, „Schlechte Lebensbedingungen?“ und „Geschäftsleute“

B“H
Wie ist das Leben in Israel?
Definitiv anders als in Deutschland, der Schweiz oder in Österreich, denn Israel liegt im Nahen Osten und dementsprechend ist die Mentalität.
Vielleicht können die Fragesteller diese Frage etwas mehr spezifizieren!
Schlechte Lebensbedingungen in Israel?
Definitiv nicht, denn es kommt immer darauf an, was jemand erwartet. Das Leben in Israel ist härter als in Deutschland, denn die Lebenshaltungskosten liegen hoch und die Einkommen niedriger. Ein Israeli gibt einen Großteil seines Gehaltes für Miete, Lebensmittel und anderweitige Rechnungen aus.
Man kann das Leben hier nicht mit dem in Deutschland vergleichen, denn es gelten andere Regeln und alles ist anders. In Israel leben bedeutet viel Eigeninitiative entwickeln und innovativ und flexibel sein. Man muss sich um alles kümmern, denn der Staat allein kümmert sich nicht. Von daher sind die Menschen in Deutschland sozial deutlich besser abgesichert.
Leben in Israel Geschäftsleute?
Ja, eine ganze Menge sogar. In Israel haben wir Groß – und Kleinunternehmen. Mittelständische Unternehmen sind ebenso zahlreich vertreten. Es gibt hierzulande sehr viele Geschäftsleute und es werden hohe Steuern und Abgaben gezahlt.
Übrigens gibt es auch sehr viele Ultra – orthodoxe sowie palästinensische Geschäftsleute. Jeder kann sich selbstständig machen und Meisterprüfungen gibt es nicht. In bestimmten Berufen werden offizielle Prüfungen abgelegt, doch mit dem deutschen Meister ist das nicht vergleichbar.

Ultra – orthodoxe Juden (Haredim) sind nicht so arm wie man denkt

B“H
Ich kann den Inhalt dieses aktuellen Artikels nur bestätigen
https://en.globes.co.il/en/article-haredim-arent-as-poor-as-you-think-1001265187
und obwohl ich orthodox, aber nicht Ultra – orthodox bin, habe auch ich ein bescheidenes Konsumverhalten.
Immer wieder wird auf diesem Blog nachgefragt, was denn Essengehen und all das in Israel kostet.
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Copyright: Miriam Woelke

Die Antwort lautet SEHR VIEL im Vergleich zu Deutschland. Genauestens aber kenne ich die Preise nicht, denn ich gehe nicht essen. Ab und zu einmal zur Kaffeehauskette AROMA, denn dort gibt es den besten Kaffee. Und das zu einem relativ günstigen Preis. Ansonsten gehe ich nirgendwohin und esse Selbstgekochtes daheim.
Ich brauche keine Restaurants, denn ich koche lieber mein eigenes Essen. Mit Zutaten, die ich kenne und frischem Gemüse, Fisch oder Fleisch. Da weiß ich, was drin ist und komme billiger bei weg. Für den Preis, den ich in einem Restaurant zahlen würde, kann ich beim Discounter für eine Woche Lebensmittel einkaufen.
Und ich brauche auch keine supertollen Möbel und sonstigen Schnickschnack. Ich lebe bescheiden und bin glücklich damit, denn besonders seit meiner Krebsdiagnose weiß ich, dass es Wichtigeres im Leben gibt.
Die Haredim, die ich kenne, leben ebenfalls bescheiden und sind mit ihrem Leben zufrieden. Andererseits gibt es genauso eine Menge reicher Haredim, denn sie besitzen ihre eigenen Firmen oder sie investieren.
Leider muss ich sagen, haben sehr viele Israelis verlernt, bescheiden zu leben. Stattdessen wird konsumiert wie verrückt und der Dispo wird bis zum Ende ausgereizt. Aber Hauptsache Konsum und mithalten wollen.