Leben in Jerusalem

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Eine weitere arabische Terrorattacke in Jerusalem und Fazit zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem

B“H

 

Eine neue Woche und morgen ist, nach dem heutigen Schabbat, wieder stinknormaler Alltag mit Arbeit etc. Momentan lade ich ein 18 – minütiges Video von der Internationalen Buchmesse in Jerusalem hoch. Die ging nämlich nach fünf Tagen am Donnerstag zuende und ich war abends nochmal dort, um zu filmen.
Die Uploads bei Youtube dauern immer Ewigkeiten trotz meines relativ schnellen Internet.
Das Fazit der Internationalen Buchmesse: Viele Besucher waren nicht da. Donnerstagabend war die Hebrew Book Week mit ihren hebräischen Büchern gerammelt voll. Hunderte drängten sich um die Buchstände und ganze Familien mit Kindern waren da. In der Halle nebendran fand das internationale Event mit Ausstellern aus Portugal, China, Frankreich, Israel, Polen, Ungarn, Rumänien, Österreich und Deutschland statt, doch das Publikum blieb lieber draußen bei den heimischen Büchern.
Bei der Hebrew Book Week kaufte ich mir vier Bücher, beim internationalen Event nur eines. Und das auch noch von der israelischen Buchhandlungskette ZOMET HA’SEFARIM. Nämlich Lee Child’s ECHO BURNING, da ich ein großer Fan der Hauptfigur Jack Reacher bin.
Nicht bei allen internationalen Anbietern kann man kaufen und als ich im Februar 2013 beim deutschen Stand Bücher kaufte, rechnete man mir die Preise in Euro um. Eine wahnsinnige Abzockerei. Seither verzichte ich dankend und kaufe lieber englisch – bzw. hebräischsprachige Lektüre.
Am letzten Ausstellungstag, also am Donnerstag, waren China, Portugal und die Ungarn bereits abgereist. Zweimal war ich bei dem Event und nie sah ich auch nur einen Besucher bei den Österreichern. Ältere ehemalige Deutsche in Israel sterben langsam aus und deren Nachkommen sind der deutschen Sprache weitgehend nicht mehr mächtig. Daher verliert auch der Stand aus Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Gut besucht waren dagegen jüdisch – religiöse Anbieter wie der Koren – Verlag, die lokale Buchhandlung Pommeranz und weitere Aussteller religiöser Bücher in englischer Sprache. Im Video werdet Ihr dazu einiges zu sehen bekommen.
Gestern gab es eine weitere Terrorattacke ausgeführt von Palästinensern. ISIS übernahm die Verantwortung. Eine junge israelische Grenzpolizistin wurde von einem Palästinenser erstochen. Tatort: Das Damaskustor in Jerusalem.
http://www.timesofisrael.com/friends-mourn-hadas-malka-stabbed-to-death-near-old-city-as-a-true-wonder-woman/
In DIE WELT heißt es online: Die Beamtin erlag ihren Verletzungen.
Das ist leider richtig, doch Beamte gibt es in Israel nicht. In diesem Falle handelte es sich um eine Soldatin der Grenzpolizei. Reguläre Polizisten sind in Israel keine Beamten, sondern Angestellte. Ein Beamtenstatus für Regierungsangestellte existiert nicht. Man ist halt angestellt, mehr nicht.
Und zum Thema TIERE: Meine Nachbarn haben seit gestern einen Hund. Besser gesagt, eine Hündin. Die Katzenfamilie unten im Garten ist wenig begeistert und zog erstmal in eine andere Ecke des Gartens. Die neuesten Jungen sind gerade mal drei Monate alt und die beiden Mütter wachen argwöhnisch über den Nachwuchs. Vor ein paar Tagen wurde ein Hund, der mal so herumschnüffelte, angegriffen und die Besitzerin konnte ihn gerade noch mit der Leine wegzerren.
Der Hund der Nachbarn jedenfalls ist süss, aber er muss sich halt erst eingewöhnen. Meiner Katze ist das alles egal und sie hängt entweder draußen oder drinnen ab. Je nachdem und was so auf dem Speiseplan steht. Die Katzen sorgen dafür, dass weder Mäuse herumlaufen und Eidechsen und kleine Schlangen kriechen auch nicht herum.
Der Sommer in Jerusalem zeigt sich bislang nicht zu heiß. 30 Grad Celsius heute aber erneute Abkühlung auf 25 Grad in dieser Woche. Normale Temperaturen halt und in meinem Stadtteil weht eh immer der Wind, da es sich um den Stadtrand handelt.

Die Abu Mazen Kinder – Eine Kultur des Hasses

B“H
Wie soll eigentlich ein eventueller „Frieden“ aussehen, wenn Abu Mazen und Hamas palästinensische Kinder so erziehen?

 

 

Nehmen wir einmal an, dass ein Vertrag mit Israel zustande kommen täte – wie würden dann wohl die mit Hass auf Israel erzogenen palästinensischen Jugendlichen reagieren?
Frieden beginnt anders und nicht allein aufgrund eines offiziellen Vertrages. Frieden muss auch in den Köpfen herrschen, doch all das sehe ich in naher Zukunft nicht.
Mehr Details:
http://www.timesofisrael.com/trump-said-to-yell-at-abbas-over-incitement-you-lied-to-me/
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/230295

Mordechai Kedar (Bar Ilan University) zur palästinensischen Gewalt

Palästinenser ersticht britische Austauschstudentin in Jerusalemer Straßenbahn

B“H
Gestern Nachmittag erstach ein 57 – jähriger psychisch kranker Palästinenser die britische Austauschstudentin Hannah Bladon in der Jerusalemer Straßenbahn. Wie besessen stach der Palästinenser immer wieder auf die junge Frau ein und ich weigere mich stets, derlei irres Verhalten einer psychischen Erkrankung zuzuschreiben. Nicht jeder psychisch Kranke steigt mit einem Messer in einer Plastiktüte in eine Straßenbahn und sucht sich eben mal so Opfer.
Passiert ist das alles am Kikar HaZanchanim. Dort, wo die Jaffa Road am Rathaus endet und es zur linken hinunter zum Damaskustor geht, geradeaus zum Jaffator und zur rechten hinunter zum King David Hotel. Im Herzen der beginnenden Altstadt sozusagen und inmitten Tausender Touristen, die sich in der Umgebung aufhielten.
Ob man in Jerusalem sicher ist?
Genauso sicher wie überall auf der Welt. Der arabische Terror kann jederzeit zuschlagen. Ob das nun in Jerusalem ist oder anderswo. Nur sind in Jerusalem die Sicherheitskräfte innerhalb von wenigen Minuten zur Stelle und wissen genau, was zu tun ist. Anderswo in der Welt wird lieber erst einmal die Political Correctness in Erwägung gezogen, anstatt Terroristen dingfest zu machen und Opfern zu helfen.
http://www.timesofisrael.com/family-of-british-student-killed-in-jerusalem-attack-devastated/
http://www.timesofisrael.com/rivlin-sends-condolences-to-family-of-british-woman-killed-in-terror-attack/

Nof Zion – Wo Kinder nicht richtige Kinder sein dürfen

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Photo: Miriam Woelke

Das Gebäude am linken Rand (man sieht nur einen winzigen Teil davon) sowie der Trailer rechts im Bild gehören zum kleinen jüdischen Stadtteil Nof Zion / Jerusalem. Alle anderen Häuser drumherum, einschließlich dem Neubau in der Bildmitte, sind in palästinensischer Hand.
B“H
Immer wieder höre ich Juden, die in israelischen Siedlungen leben, sagen, dass sie sich besser beschützt fühlen als in so manch einem Stadtteil von Jerusalem. Immerhin gibt es um jede Siedlung einen Sicherheitszaun und eine 24 – Stunden – Security. Das alles finden wir in meinem Stadtteil nicht. Weder Sicherheitszaun noch permanente Bewachung. Außer den üblichen Polizei – und Grenzpolizei – Patrouillen. Stattdessen laufen die Palästinenser des arabischen Part von Abu Tur ungestört durch unsere Straßen. In ganz Jerusalem sieht man Palästinenser herumlaufen. Wenn ich dagegen einen Fuß nur wenige Meter weiter in den arabischen Teil von Abu Tur setzen würde, drohen Steine, Attacken oder das Messer an der Kehle.
Die Welt nennt Israel rassistisch, doch in der Realität bewegen sich Araber mit israelischem Personalausweis überall und ungestört. Wenn jedoch Juden auch nur einen kleinen Zeh in einen arabischen Stadtteil setzen, sieht das ganze schon anders aus. Aus Sicherheitsgründen bleiben Juden diesem Unterfangen lieber fern.
Das obige Photo zeigt einen winzigen Teil des jüdischen Stadtteil Nof Zion. Nicht dass der Stadtteil besonders groß ist, denn genau genommen stehen dort nur ein paar Häuser. Umgeben ist Nof Zion vom arabischen Stadtteil Jabal Mukaber. Letzterer ist für seine hohe Zahl an palästinensischen Terroristen berühmt und berüchtigt.
Nof Zion ist von der Umwelt abgeschnitten, denn es ist von Jabal Mukaber eingekreist. In den Hof von Nof Zion gelingt man durch ein Metalltor mit Security Code. Außerhalb des Zaunes kann sich kein Jude frei bewegen und begibt sich automatisch in Lebensgefahr. Zu erreichen ist Nof Zion lediglich mit dem PKW oder dem Egged – Minibus. Ich kann dort weder mit dem Fahrrad hinfahren noch laufen, um meine dort lebenden Freunde zu besuchen.
Nie könnte ich dermaßen isoliert und eingekesselt leben. Die Araber wohnen nur 10 Meter entfernt und jeder von ihnen könnte jederzeit durch die Fenster von Nof Zion schießen. Im Stadtteil Pisgat Ze’ev sind Schüsse auf jüdische Häuser aus dem benachbarten arabischen Stadtteil keine Seltenheit.
Die Kinder von Nof Zion spielen bei schönem Wetter auf dem Parkplatz (zu sehen auf dem Photo). Außerhalb geht nicht. Bei schlechtem Wetter wird halt in der Wohnung gespielt oder im Treppenhaus. Die gesamte Szenerie erinnert mich an die Kinder von Hebron. Dort nehmen Juden nur ein Viertel der Stadt ein. Der Rest der Stadt ist in palästinensischer Hand. Und auch in Hebron spielen die Kinder nicht unbefangen auf der Straße oder auf Spielplätzen, sondern auf Spielplätzen umrundet von hohen Mauern, sodass kein palästinensischer Scharfschützer Kinder abknallt, wie bereits geschehen vor fast genau 16 Jahren:
https://en.wikipedia.org/wiki/Murder_of_Shalhevet_Pass
In Abu Tur sieht man auch keine Kinder draußen spielen, denn ständig hängen irgendwo arabische Jugendliche ab. Jüdische Eltern lassen deshalb ihre Kinder nur im Hof, auf dem Balkon oder in der Wohnung spielen. Im Gegensatz dazu bewegen sich palästinensische Kinder völlig frei in unseren Straßen. Täglich laufen sie mit einem Fußball zum Bolzplatz am Community Center. Wo also ist der vielgepriesene israelische Rassismus? Palästinenser in der Straßen, doch Juden dürfen nicht durch palästinensische Straßen fahren geschweige denn laufen.
Der Unterschied zwischen Nof Zion und Abu Tur liegt darin, dass Nof Zion von der jüdischen Umwelt total abgeschnitten ist. Abu Tur dagegen ist jederzeit zugänglich. Die belebte Derech Hebron Street, eine der Hauptverkehrsadern der Stadt, liegt direkt am Stadtteil und man kann kommen und gehen, wie und wann man will. In Nof Zion aber sind die Bewohner von Palästinensern umzingelt.

In Israel werden Terroropfer beim Namen genannt

B“H
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum in Deutschland nicht um die eigenen Terroropfer getrauert wird und derlei Aktionen stattfinden wie hier für die Opfer des gestrigen palästinensischen Terroranschlags von Jerusalem.

 

 

In Deutschland zeigt man nur allzu gerne Mitgefühl für Hebdo und Sonstiges, aber was ist mit den Toten von Berlin? Außer dem polnischen LKW – Fahrer und einer israelischen Touristen wurden keinerlei Namen bekanntgegeben.
In Israel ist das Gegenteil der Fall und ich kenne es gar nicht anders: Opfer von Terroranschlägen oder gefallene Soldaten werden immer beim Namen genannt. Wenige Stunden nach dem Anschlag werden die Namen der Opfer bekanntgegeben. In allen Medien mit Photo und dem Beerdigungstermin.

 

A composite photo of the four Israeli soldiers killed when a terrorist rammed his truck into a group of cadets on January 8, 2017 in Jerusalem. Clockwise from left, IDF Lieutenant Yael Yekutiel, IDF Cadet Shir Hajaj, IDF Cadet Erez Orbach, IDF Cadet Shira Tzur. (Handout photos from IDF spokesperson)

 

Die Menschen nehmen Anteil und viele gehen zur Beerdigung. Israel ist ein kleines Land und jeder kennt fast jeden. Sei es aus der Schule, von der Armee oder aus dem Berufsleben. Der Freundes – und Bekanntenkreis ist riesig und wenn Namen veröffentlicht werden, so ist dies keine Sensationssucht, sondern wahre Anteilnahme.
In Deutschland dagegen hört man immer nur vom Attentäter, doch die Opfer und jene, die noch im Krankenhaus liegen, bleiben anonym.
Heute: Netanyahu besucht die Verletzten vom gestrigen Anschlag im Krankenhaus.

 

Großbrände in Israel – Wer bezahlt das alles?

B“H
Zahlreiche Israelis haben ihr Dach über dem Kopf sowie ihre gesamte Habe verloren. Als Polizei und Feuerwehr zum Verlassen der Stadtteile aufriefen und das Feuer immer näher kam, nahmen die Menschen nur das mit, was sie auf dem Leib trugen. Als sie heimkehrten, fanden sie nur noch Schutt und Asche vor.
Eine massive Welle der Hilfsbereitschaft setzte ein. Hotels und Privatleute nahmen die „Obdachlosen“ auf und aktuell werden Essen und Kleidung gespendet. Eine Frage aber, die alle beschäftigt lautet: Wer kommt für den Sachschaden auf? Inwieweit die Hausratversicherungen haften, kann kein Mensch sagen. Und ob überhaupt.
Die Regierung plant, palästinensische Brandstiftungen der Terrorliste hinzuzufügen, doch ob selbst dann der Staat für den materiellen Schaden aufkommt, weiß niemand zu sagen. Finanzminister Moshe Kachlon kündigte eine einmalige staatliche Zahlung von 2500 Schekel (ca. 600 Euro) an. Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Man will wieder aufbauen. Jetzt erst recht! Die aktuellen Brandstiftungen aber fanden nicht zum ersten Male statt und werden auch in Zukunft immer wiederkehren. Abu Mazen schickte ein paar Feuerwehren, um Israel zu helfen. Das kam selbst bei der israelischen Bevölkerung gut an, obwohl nicht vergessen werden darf, dass ein Großteil der Brände von Palästinensern absichtlich verursacht wurden. Die palästinensischen Feuerwehrleute sollen der Hamas ihre Meinung geigen, so die Leserkommentare.
Ab Donnerstag ist sowieso erstmal Schluss mit lustig, denn dann kommt der Winter. 12 Grad Tagestemperatur und heftige Regenfälle.