Leben in Jerusalem

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Jerusalem: 16. Jahrestag des Sbarro – Terroranschlags

B“H

Jedes Jahr am 9. August stellt für mich eine spezielle Erinnerung dar. Nicht, weil ich selbst am Ort der Tragödie dar, sondern weil ich gleich in der Nähe wohnte und einige der Betroffenen kenne.
Genau 16 Jahre ist es her und die Terrorattentate sind in Jerusalem nach wie vor allgegenwärtig. Gedenktafeln an vielen Orten und die Innenstadt war in besonderem Masse betroffen. In den Jahren 2001 / 2002 fragten wir Bewohner uns bei jeder Busfahrt, ob der Bus in die Luft fliegen wird. Es war eine gespannte Atmosphäre damals und uns ist bewusst, dass dies jederzeit wieder passieren kann.
Das SBARRO – Attentat war eine riesige Tragödie und jedes Jahr wieder erinnere ich an diesem 9. August.
Hier die Geschichte eines Opfers des Sbarro – Attentates; dem Schicksal der Hannah Nachenberg.
Freitagabend, Erev Schabbat, im Mai 2001
Mit einer Freundin bin ich bei Rabbi Machlis zum Schabbatessen. Rein zufällig sitzen wir am Tisch mit David Nachenberg und seiner Frau Hannah. Deren kleine Tochter Sarah ist draußen am Rumtollen mit den Machlis – Kindern. Seit einigen Jahren kenne ich David. Noch aus der Zeit, in der er Single war. Er ist amerikanischer Herkunft und heiratete irgendwann Hannah, auch Amerikanerin. Sie trafen sich auf einem Konzert der religiösen Popband „Schlock-Rock“. Liebe auf den ersten Blick sozusagen.
Hannah und David erzählten mir von ihren ganzen Problemchen. Nein, in Jerusalem würden sie nicht mehr wohnen, stattdessen seien sie nach Modi’in gezogen. David arbeitete bei Bank Hapoalim in Ramat Gan (heute arbeitet er als Sportlehrer in Modi’in) und Hannah suchte gerade einen neuen Job. Das ewig überzogene Bankkonto würde nerven, aber sonst gehe es ihnen gut.
9. August 2001
Hannah Nachenberg sitzt mit ihrem Onkel und ihrer Tante samt Tochter Sarah in der Jerusalemer Pizzeria SBARRO. Tante und Onkel sind zu Besuch aus den USA. Gerade wollen sie ihre Pizza essen als es knallt. Ein palästinensischer Selbstmordattentäter sprengte sich am Eingang des SBARRO in die Luft. Es war am frühen Nachmittag gegen 14.00 Uhr. Hochsommer. Die Pizzeria war gerammelt voll. Um noch mehr Leute in den Tod zu reißen, wartete der Attentäter, bis die Ampel an der Kreuzung King George / Yaffo für die Fussgänger auf grün sprang. Mehrere Hundert Menschen waren in der Nähe. 15 Menschen starben (davon sieben Kinder) und 130 wurden verletzt.
Die Bombe war außer mit Sprengstoff auch mit Nägeln und Schrauben gefüllt. Hannahs Onkel und Tante waren nur leicht verletzt, Tochter Sarah hatte fast keinen Kratzer abbekommen, doch Hannah war vorn über den Tisch gekippt. Die Tante untersuchte sie nach dem ersten Schock. Fast kein Blut, gar nichts. Die Ambulanz traf ein. Der erste „Erste Hilfe Helfer“, der in das Sbarro rannte, war der Gerer Chassid Moshe Frand. Später wurde er vom damaligen Bürgermeister Ehud Olmert für sein Engagement ausgezeichnet. Er zeigte mir stolz seine Urkunde.
Hannah Nachenberg kam ins Hadassah – Krankenhaus. Dort stellte man fest, dass sie einen Nagel mitten im Herzen hatte. Ihr Mann David wurde sofort verständigt und der wiederum rief Rabbi Machlis an. Der Nagel wurde aus Hannahs Herzen entfernt, doch sie erlangte bis heute nicht mehr das Bewußtsein.
2009
Hannah Nachenberg liegt nach wie vor bewußtlos in einer Reha – Klinik nahe Tel Aviv. Die Augen geöffnet, doch nichts wahrnehmend. Ihre Tochter Sarah ist in der Zwischenzeit ziemlich gewachsen, doch Bilder malt sie ihrer Mutter immer noch. David versucht gerade in den USA einen Prozeß gegen eine palästinensische Bank zu führen und hat gute Chancen zu gewinnen. Er arbeitet als Sportlehrer in Modi’in und schreibt nebenbei Rap – Musik. Neuerdings hat er auch einen Blog. Er textet Rap – Songs über amerikanische jüdische Sportler.
Manchmal kommt Michael, ein britischer Sänger, zu Hannah ans Krankenbett. Singt ihr religiöse jüdische Lieder und Hannah schaut an die Decke. Abwesend. Doch Michael ist sich sicher, etwas Gutes zu tun. Seitdem ein paar christliche Missionare zu Besuch kamen und David Nachenberg überreden wollten, an Joschke zu glauben, damit seine Frau „gerettet“ werde, läßt David nur noch jüdische Besucher zu. Die Missionare flogen kurzerhand raus.
Manchmal sehe ich David Nachenberg, der noch immer ab und an zu den Machlises kommt. Allein oder mit Tochter Sarah. Wie es seiner Frau gehe ? Naja, immer dasselbe halt. Nichts Neues.
Nachtrag: Das SBARRO wechselte vor wenigen Jahren seinen Standort und zog um. Kurz darauf verschwand es ganz. Im „alten“ Sbarro King George / Yaffo ist heute das Cafe Ne’eman.

Die Nachenberg Familie in besseren Zeiten


 

2017 – Neulich erreichte mich dieser Kommentar von David:
I am David Nachenberg, and the reason Chana is in a PERMANENT vegetative state to this day (almost 16 years later) is that the nail pierced a coronary artery, and blood did not flow to her brain for probably around 20 or more minutes…and it has been hard on her parents who have not been able to see Chana’s life progress, and to our daughter Sara, who doesn’t remember what it is like to have a functioning mommy, and to me, who has been left without a partner and without the opportunity to have another child…and the people of our community, for the most part couldn’t care less, and have not extended their hands in friendship and do not offer to help me in finding a shidduch so I won’t be alone and lonely forever…

Das arabische Pogrom an den Juden in Hebron (1929)

B“H
Am heutigen Tisha be’Av wird zwar gefastet, doch darf man, im Gegensatz zum Fastentag Yom Kippur, eigentlich alles machen. Mit dem Auto fahren, sogar arbeiten oder kochen, einkaufen oder auch im Internet surfen. Nur Essen und Trinken ist verboten, aber eine Mahlzeit für das Fastenende (in Jerusalem um 20.05 Uhr) kann vorbereitet werden.
Neben der Trauer um die zerstörten Tempel sowie den noch nicht eingetroffenen Meschiach gibt es einen Brauch, Filme zu schauen. Auf diese Weise denkt man nicht an Hunger und Durst und die Zeit vergeht halt schneller. Deswegen zeigen viele Jerusalemer Institutionen wie Aish HaTorah oder das Beit Avichai heute Filme.
Jedoch keine Hollywood Filme, sondern Filme mit ernstem Hintergrund. Zum Beispiel über den Holocaust, den radikalen Islam und auch Dokus zum Thema „Palästinensische Anschläge auf Juden“.
Hier ein kleines Beispiel dazu:
Es handelt sich um ein arabisches Pogrom auf die Juden von Hebron im Jahre 1929. Damals nannten dich die heutigen Palästinenser noch gar nicht so, sondern sie waren Araber. Erst Yassir Arafat erfand das palästinensische Volk Ende der Sechziger Jahre.
Ferner gab es im Jahre 1929 noch keine jüdischen Siedlungen, was die Araber jedoch nicht hinderte, Juden zu ermorden. Ob in Hebron, Yaffo, Zfat, Tiberias oder Jerusalem. Arabische Pogrome an Juden gibt es sei jeher. 

 

 

 

This is the first documented massacre in the holy land, however Arabs murdered Jews also in the 1920th, and until our days this hate to Jews, later using the term of Zionist ‚occupation‘ as a convenient excuse for this savage brutal hateful massacres. What could be the reason in 1929 to slaughter by torture and corrupt the bodies of the ancient Jewish community members who lived in Hebron hundreds of years? Only a Nazi ideology of annihilation; The ‚Palestinian people‘ was not invented yet for propaganda purpose: These were ‚just‘ Arabs expressing rage and sadistic desires towards the helpless victims. Only few people among Arabs hid and rescued some of their Jewish neighbours, while the majority either participated or witnessed the horrors. What ‚occupation‘ could be the excuse for this? So, after being aware to this forgotten detail in history, can someone still consider Jewish settlers in Hebron, as ‚illegal‘?
And besides: nearly million Jews were forced to flee from Arab countries due to persecutions. Why are those refugees and survivors not mentioned in mainstream media, and the horrors they have been through?

77 % der Israelis gegen den Abbau der Metalldetektoren

B“H
Laut der Umfrage eines israelischen TV Senders sind 77 % der Bevölkerung gegen die Kabinettsentscheidung, die Metalldetektoren sowie die Security Cameras vom Tempelberg zu nehmen:
http://www.timesofisrael.com/poll-most-israelis-say-government-capitulated-over-temple-mount-security/
Ein paar Tage lang machten die Palästinenser Randale, weil sie offenbar etwas zu verbergen haben, und schon knickt Netanyahu ein. Nicht, dass das so neu wäre, denn es ist bekannt, dass er, auf Deutsch gesagt, keinen Ar… in der Hose hat. Ein Weichei, das viel labert, doch sich nie durchsetzen kann.
Und so feierten die Palis gestern ihren Sieg. Ein wenig Randale und schon kriegen sie ihren Willen. In Israel ist man sauer, weil Netanyahu sich wieder einmal als Volltrottel entpuppte. Die Palästinenser sehen sich als die Stärkeren, denn nur ein bisschen Randale und ein paar grausam ermordete Siedler wirkt Wunder.
Jetzt sind wieder die israelischen Polizisten die Dummen, denn sie können jederzeit auf dem Tempelberg attackiert werden. Seit Jahren schmuggeln die Palästinenser Waffen auf den Tempelberg. Das Areal selbst ist im Islam nicht von religiöser Bedeutung, denn Mohammad war weder jemals in Jerusalem noch ist die Stadt im Koran erwähnt.
Wie ich bereits schrieb, geht es den Palästinensern um Machtdemonstration. Wer den Tempelberg hat, der hat auch noch eine Chance, das ganze Land einzunehmen. Unterdessen hetzte Holocaust – Leugner Abu Mazen seine Leutchen erst richtig auf. Man solle morden und Israelis attackieren. Auf diese Weise will Abu Mazen seine Stärke beweisen, denn er will der Konkurrenz genannt Hamas in nichts nachstehen. Der Holocaust – Leugner will seine Position behalten und nicht von der Hamas ausradiert werden.
Gestern Abend hörten wir in unserem Stadtteil erneut Explosionen vom Tempelberg. Letzterer liegt sozusagen gleich um die Ecke. Es war Randale. Entweder dort oder im nahegelegenen palästinensischen Stadtteil Silwan (der ursprünglich einmal jüdisch war).
Es geht nicht um Metalldetektoren, sondern die Palästinenser brauchen, um ihre Machtposition zu erhalten, den Tempelberg. Egal wie. Obwohl der Islam weder mit Jerusalem noch etwas mit dem Tempelberg zu tun hat. Die Juden hatten schon ihre Tempel dort stehen als es den Islam noch gar nicht gab.
Dank Netanyahu sehen sich die Palästinenser wieder einmal in ihrem Terror bestätigt. Erneut sind er sowie die israelische Linke der Buhmann der Nation. Wenn es so weitergeht, wird es bei den kommenden Wahlen einen gewaltigen Rechtsruck geben, denn allein die Hizbollah im Libanon droht mit einem Großangriff. Der Iran versorgt den Terrortrupp unter Scheich Nasrallah mit Langstreckenraketen und damit wird die Hizbollah zum israelischen Feind Nummer Eins.
Weitere Infos:
Wer im Kabinett war gegen den Abbau der Metalldetektoren?
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/232951

Wem gehört der Tempelberg (Har HaBayit)?

B“H
Wie Mordechai Kedar (Bar Ilan University) immer wieder klarmacht: Der Islam betrachtet sich als die dominierende Religion der Welt.
http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/20790

 

Der Islam ist nicht bereit, eine Koexistenz mit anderen Religionen einzugehen, sondern der Islam betrachtet Judentum, Christentum sowie alle anderen Religionen als nicht existent. Kurz gesagt, der Islam ist gekommen, um sich über alle anderen Religionen zu stellen. Allein der Islam soll die Welt beherrschen. Und aus diesem Grund wird auch schon mal die Geschichte munter verfälscht wie: Es gab niemals zwei jüdische Tempel auf dem Tempelberg. Es gab niemals zuvor Juden in Israel. Die Römer waren nie in Israel, sondern es herrschte immer nur der Islam im Land.
Seit Jahrzehnten lässt der muslimische Wachtrupp Waqf jüdische antike Reliquien vom Tempelberg verschwinden und auf eine Müllhalde transportieren. Ausgrabungsstücke vom Ersten und Zweiten Tempel sollen verschwinden, damit hinterher behauptet werden kann, es sei ja gar kein Beweis für die Existenz jüdischer Tempel gegeben. Deshalb gehöre der Tempelberg allein dem Islam.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/80176
Fakt ist, dass Mohammad niemals in Jerusalem war, obwohl es eine Legende gibt, er sei vom Tempelberg aus mit einem Pferd gen Himmel geritten. Darüber hinaus ist JERUSALEM mit keinem einzigen Wort im Koran erwähnt.
Dass die Moslems bis heute auf dem Tempelberg sind, haben sie einem fatalen Fehler von Moshe Dayan zu verdanken, der ihnen nach dem israelischen Sieg im Sechs – Tage – Krieg (1967) die Schlüssel zurückgab. Für Moslems bedeutet der Tempelberg MACHT und hat weniger etwas mit dem Islam an sich zu tun. Wie denn auch, da der Islam keinerlei Verbindung zum Tempelberg hat und hatte. Jede kleine Veränderung betrachten Moslems als Verlust ihrer Macht und jedesmal wieder drehen sie durch, wenn sie auch dem Tempelberg nicht schalten und walten können, wie sie wollen. Schon jahrelang findet auf dem Tempelberg Waffenschmuggel statt und wer kann schon sagen, was da alles gehortet wird. Die von Israel aufgestellten Metalldetektoren könnten den Moslems jetzt einen Strich durch die Rechnung machen und schon gibt es Krawalle und Israelis werden auf Grausamste ermordet.
WIDERSTAND, so heißt es dann in den deutschen Medien, welche da seit langer Zeit antisemitische Inhalte verbreiten und jüdische Siedler für vogelfrei erklären. Historische Fakten werden vom SPIEGEL, der Tagesschau sowie anderen Medien gerne verfälscht. Antisemitismus pur, doch es ist die AfD, die da als rechtsradikal abgetan wird.
Gestern Abend wurde bekannt, dass Bibi Netanyahu sich mit dem jordanischen König traf und wieder einmal umfiel. Darauf habe ich schon seit Tagen gewartet. Netanyahu gibt immer kleinbei. Die Metalldetektoren werden wieder abgebaut und stattdessen Security Cameras installiert. Die wiederum können zwar Ausschreitungen der Moslems zeigen, doch im Vorfeld nicht verhindern, wie die Metalldetektoren.
Die muslimische Tempelbergwache Waqf stellt sich auch gegen die Kameras, denn man hat ja etwas zu verbergen und will sich da nicht ertappen lassen:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/232946

Krawalle am Tempelberg, Terrorist ermordet Menschen in Siedlung und der Tisha be’Av steht an

B“H
Dass vor den Eingängen zum Tempelberg auf muslimischer Seite keinerlei Metalldetektoren vorhanden sind, wusste ich bislang nicht. Moslems benutzen vom muslimischen Altstadtteil aus weitgehend ihre eigenen Eingänge zum Tempelberg und das bis jetzt ohne Security Check. Im kompletten Gegensatz zu den vier Eingängen zur Klagemauer, denn hier muss jeder Tourist, Einheimischer (auch Palästinenser) durch den Security Check inklusive Metalldetektoren. Und Taschen werden vom Sicherheitsdienst ebenso kontrolliert. Kein Mensch regt sich darüber auf und diese Checks bestehen bereits mehrere Jahrzehnte.
Seit dem letzten palästinensischen Attentat auf dem Tempelberg, zogen die Metalldetektoren auch vor dessen Eingängen ein und schon drehen die Palästinenser durch. Man könne so nicht beten oder Allah erlaube das nicht. Sowas kriegen wir dann zu hören. Wer jedoch als Moslem nach Mekka will, muss saudische Metalldetektoren durchlaufen und da regen sich komischerweise weder Moslems noch Allah auf.
Die britische Journalistin Melanie Phillips verfasste zu den Vorgängen einen lesenswerten Artikel:
http://www.melaniephillips.com/day-deranged-inversion/
Die derzeitigen palästinensischen Krawalle wurden dann auch gleich zum Anlass genommen, in einer israelischen Siedlung mehrere Menschen brutal abzuschlachten:
http://www.timesofisrael.com/three-hurt-one-critically-in-suspected-stabbing-attack-in-west-bank/
In circa zehn Tagen begeht die jüdische Welt Tisha be’Av (den 9. Tag im jüdischen Monat Av). Ein Trauertag, an dem 25 Stunden lang gefastet wird. Ursprünglich geht es an dem Tag um die Zerstörung beider jüdischer Tempel in Jerusalem. Der Erste durch die Babylonier und der Zweite wurde von den Römern ausgebrannt.
Seit Jahrzehnten ist es in Jerusalem zur Tradition geworden, am Abend des Tisha be’Av (in diesem Jahr am Abend des 31. Juli) um die Stadtmauer bis hin zur Klagemauer zu gehen. Mindestens Tausend Menschen werden daran teilnehmen und die deutschen Medien betiteln dieses Event sicher als „zionistisch – rechtsradikal“. Manchmal nahm ich daran teil, manchmal nicht. Ob ich am 31. Juli mitgehe, kann ich noch nicht sagen, denn ich muss bis zum späten Nachmittag arbeiten und dann sehen, wie platt ich ggf. bin. 🙂
Normalerweise führt die Route am Damaskustor in Ostjerusalem vorbei, doch ich habe soweit meine Zweifel, ob das in diesem Jahr der Fall sein wird. Eben aufgrund der palästinensischen Krawalle in der Gegend. Vor ein paar Jahren war es schon einmal der Fall gewesen, dass die Polizei die Route änderte.
http://womeningreen.org/connecting-to-jerusalem-brothers-and-sisters-walking-together-on-tisha-beav/
An Tisha be’Av 2013 empfingen uns die Palästinenser am Damaskustor mit „Allah Akbar“ Rufen. Ein arabisch sprechender Jude antworte ihnen lautstark.

 

 

In jedem Jahr wird das Event von einem starken Sicherheitsaufgebot beschützt und für viele Juden (mich eingeschlossen) ist es die einzige Möglichkeit am Damaskustor oder am nahegelegenen Löwentor (ebenfalls Ostjerusalem) vorbeizugehen und nicht einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Palästinenser hingegen können sich in ganz Jerusalem ungehindert aufhalten.
Seit einigen Tagen sehen wir auch in unserem Stadtteil vermehrt Polizei und Armee. Keiner weiß, ob hier in Abu Tur auch wieder palästinensische Randale zu erwarten ist.

Mordechai Kedar zur “Palästinensischen Gewalt”

Eine weitere arabische Terrorattacke in Jerusalem und Fazit zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem

B“H

 

Eine neue Woche und morgen ist, nach dem heutigen Schabbat, wieder stinknormaler Alltag mit Arbeit etc. Momentan lade ich ein 18 – minütiges Video von der Internationalen Buchmesse in Jerusalem hoch. Die ging nämlich nach fünf Tagen am Donnerstag zuende und ich war abends nochmal dort, um zu filmen.
Die Uploads bei Youtube dauern immer Ewigkeiten trotz meines relativ schnellen Internet.
Das Fazit der Internationalen Buchmesse: Viele Besucher waren nicht da. Donnerstagabend war die Hebrew Book Week mit ihren hebräischen Büchern gerammelt voll. Hunderte drängten sich um die Buchstände und ganze Familien mit Kindern waren da. In der Halle nebendran fand das internationale Event mit Ausstellern aus Portugal, China, Frankreich, Israel, Polen, Ungarn, Rumänien, Österreich und Deutschland statt, doch das Publikum blieb lieber draußen bei den heimischen Büchern.
Bei der Hebrew Book Week kaufte ich mir vier Bücher, beim internationalen Event nur eines. Und das auch noch von der israelischen Buchhandlungskette ZOMET HA’SEFARIM. Nämlich Lee Child’s ECHO BURNING, da ich ein großer Fan der Hauptfigur Jack Reacher bin.
Nicht bei allen internationalen Anbietern kann man kaufen und als ich im Februar 2013 beim deutschen Stand Bücher kaufte, rechnete man mir die Preise in Euro um. Eine wahnsinnige Abzockerei. Seither verzichte ich dankend und kaufe lieber englisch – bzw. hebräischsprachige Lektüre.
Am letzten Ausstellungstag, also am Donnerstag, waren China, Portugal und die Ungarn bereits abgereist. Zweimal war ich bei dem Event und nie sah ich auch nur einen Besucher bei den Österreichern. Ältere ehemalige Deutsche in Israel sterben langsam aus und deren Nachkommen sind der deutschen Sprache weitgehend nicht mehr mächtig. Daher verliert auch der Stand aus Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Gut besucht waren dagegen jüdisch – religiöse Anbieter wie der Koren – Verlag, die lokale Buchhandlung Pommeranz und weitere Aussteller religiöser Bücher in englischer Sprache. Im Video werdet Ihr dazu einiges zu sehen bekommen.
Gestern gab es eine weitere Terrorattacke ausgeführt von Palästinensern. ISIS übernahm die Verantwortung. Eine junge israelische Grenzpolizistin wurde von einem Palästinenser erstochen. Tatort: Das Damaskustor in Jerusalem.
http://www.timesofisrael.com/friends-mourn-hadas-malka-stabbed-to-death-near-old-city-as-a-true-wonder-woman/
In DIE WELT heißt es online: Die Beamtin erlag ihren Verletzungen.
Das ist leider richtig, doch Beamte gibt es in Israel nicht. In diesem Falle handelte es sich um eine Soldatin der Grenzpolizei. Reguläre Polizisten sind in Israel keine Beamten, sondern Angestellte. Ein Beamtenstatus für Regierungsangestellte existiert nicht. Man ist halt angestellt, mehr nicht.
Und zum Thema TIERE: Meine Nachbarn haben seit gestern einen Hund. Besser gesagt, eine Hündin. Die Katzenfamilie unten im Garten ist wenig begeistert und zog erstmal in eine andere Ecke des Gartens. Die neuesten Jungen sind gerade mal drei Monate alt und die beiden Mütter wachen argwöhnisch über den Nachwuchs. Vor ein paar Tagen wurde ein Hund, der mal so herumschnüffelte, angegriffen und die Besitzerin konnte ihn gerade noch mit der Leine wegzerren.
Der Hund der Nachbarn jedenfalls ist süss, aber er muss sich halt erst eingewöhnen. Meiner Katze ist das alles egal und sie hängt entweder draußen oder drinnen ab. Je nachdem und was so auf dem Speiseplan steht. Die Katzen sorgen dafür, dass weder Mäuse herumlaufen und Eidechsen und kleine Schlangen kriechen auch nicht herum.
Der Sommer in Jerusalem zeigt sich bislang nicht zu heiß. 30 Grad Celsius heute aber erneute Abkühlung auf 25 Grad in dieser Woche. Normale Temperaturen halt und in meinem Stadtteil weht eh immer der Wind, da es sich um den Stadtrand handelt.