Leben in Jerusalem

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Nicht jeder Tourist darf nach Israel einreisen

B“H
Wer sich illegal in Israel aufhielt und ausreiste oder ausgewiesen wurde, darf das Land für ein paar Jahre nicht mehr betreten. Selbst ein neuer Pass und ggf. ein neuer Name helfen nicht, denn meistens nehmen die israelischen Behörden Fingerabdrücke.
Es werden recht viele Touristen bei der Einreise am Flughafen abgewiesen und mit demselben Flugzeug wieder zurückgeschickt. Besonders dann, wenn die Gefahr besteht, dass pro – palästinensische Aktivisten gegen Israel agieren wollen und auf kriminelle Handlungen gegen Juden aus sind. Dies kommt öfter vor als man denkt.
https://en.globes.co.il/en/article-huge-jump-in-tourists-refused-entry-to-israel-in-2018-1001266633
Es wäre gut, wenn auch penetranten christlichen Missionaren die Einreise nach Israel verwehrt werden würde.

Wann muss ein israelischer Arbeitgeber Lohn und Gehalt zahlen?

B“H
Ich bekomme mein Gehalt stets zum 1. des Monats überwiesen, doch generell besagt das Gesetz, dass der Arbeitgeber spätestens bis zum 10. des Monats das Gehalt gezahlt haben muss. Entweder auf das Bankkonto überweisen und dann gibt es solche Firmen, die ihre Mitarbeiter per Barscheck zahlen. Dies bedeutet, dass der Mitarbeiter zum Bank des Arbeitgebers geht und dort den Scheck in Cash einlöst. Oder er zahlt den Scheck auf sein eigenes Konto ein und wartet, dass die Bank das Geld freigibt. In der Regel geschieht dies nach 3 – 4 Arbeitstagen.
Bis zum 10. des Monats muss das Geld auf dem Konto zahlen, sonst kann der Arbeitgeber Ärger bekommen.
Manche Betriebe zahlen ihre Angestellten am 1., am 6. oder halt am 10. des Monats. Kommt auf den Betrieb drauf an.
Fragt immer nach am Anfang, denn das wird als normal betrachtet! In Deutschland dagegen traut man sich nie so richtig, weil da der Eindruck erweckt wird, gierig zu sein. In Israel ist das anders – Fragt also immer nach. Nur keine falsche Scham!

Ein Wort zum Drusenprotest in Israel

B“H
Warum die Drusen gegen das israelische Nationality Law (Chok HaLeom) protestieren, kann niemand genau sagen. Das Gesez definiert Israel als einen jüdischen Staat, was nichts Neues es, denn Israel ist, seit Bestehen, ein jüdischer Staat. Hätte Barak Hussein Obama das Gesetz nicht ständig blockiert, wäre es viel eher in Kraft getreten.
Was in Israel immer und immer wieder festzustellen ist: 
Nichtjuden wie Drusen und Christen geben sich häufig extrem pro – Israel. Sobald aber die Sprache auf das Judentum, die jüdische Identität und vor allem auf religiöse Juden kommt, rasten diese Nichtjuden vollkommen aus. Drusen weitaus weniger als die hier lebenden Christen. 
Dann sind die Juden Fundamentalisten und das Allerletzte. Israel JA, Judentum NEIN. Ob es sich hierbei um russische Nichtjuden handelt oder um andere Christen ist egal. Man hasst das religiöse Judentum und will Juden ihre jüdische Identität absprechen.
Man kann das Verhalten der Drusen, die sich, mehr oder weniger in ihren Gemeinden abschotten, nicht damit entschuldigen, dass sie ja in der israelischen Armee dienen. Fakt ist, dass ein hoher Prozentsatz der Drusen bei den Knessetwahlen arabische Parteien wählt. 
Die Jerusalemer Altstadt hat seit mehr als 15 Jahren ein Problem mit drusisch – israelischen Polizisten sowie drusischen Grenzpolizisten der Armee. Die Drusen stehen in der Altstadt fast immer auf der Seite der Araber. Wer als Israeltourist oder Jude eine Beschwerde / Anzeige gegenüber Arabern hat, der gehe auf die Polizeistation zu einem jüdisch – israelischen Polizisten / Vorgesetzten. Kommt ein Druse an und vernimmt die Araber, so unterhalten die sich nur auf Arabisch und machen untereinander einen Deal aus. Der Kläger schaut in die Röhre und wird ausgelacht. Vom Drusen und vom Araber. In diversen arabischen Altstadthostels ist genau das keine Seltenheit. Hinterher sieht man den Araber mit dem drusischen Polizisten beim Kaffee zusammensitzen und lachen.
Ich selbst war einmal dabei als ein Rabbiner mit Steinen beschmissen wurde und der drusische Grenzpolizist sich weigerte, etwas zu unternehmen. Geschehen an einem Schabbat nahe dem Damaskustor.
Jemand vom Schabak sagte mir einmal, dass die Jerusalemer Altstadt nur jüdische Polizisten brauche, denn die Drusen kungeln zu sehr mit den Arabern.
Einzig und allein geht es den Drusen nun darum, Israel nicht als jüdischen Staat anerkennen zu wollen. Der gestrige Protest mit circa 50,000 Menschen am Rabin Square vor dem Tel Aviver Rathaus wurde von Israels extremer Linker organisiert und zumeist vom New Israel Fund gesponsert. Der Fund gehört Israelhasser George Soros, welcher immer wieder versucht, Unruhe im Land zu stiften.
Als ich gestern Abend auf mehreren israelischen Online News Sites Artikel zum Protest las, sah ich fast 3000 Leserkommentare. Die breite israelische Mehrheit liess in diesen Kommentaren ihren Unmut über die Drusen aus, die einerseits recht loyal zu Israel stehen, andererseits aber genauso den Arabern hinterherkriechen.
Ein Grenzpolizist sagte mir einmal:
„Die Drusen stellen sich immer auf die Seite des Stärkeren. Ist Israel obenauf, so sind sie mit Israel. Sind die Araber stärker, rennen sie zu den Arabern.“
Netanyahu machte gerade jetzt den Drusen viele Zugeständnisse, doch er wurde als Rassist beschimpft. Drusen sind Knessetabgeordnete, Kampfpiloten und jetzt gibt es sogar einen drusischen General.
Mit ihrem Protest, der beigelegt scheint, denn nun will man doch wieder mit Netanyahu reden, bewirkten die Drusen, dass weite Teile der israelischen Bevölkerung ihnen weniger freundlich gesinnt ist. Um es milde auszudrücken.
Die Drusen verbündeten sich mit der radikalen Linken sowie Soros’ New Israel Fund und das wird, trotz aller Loyalität, gar nicht gerne gesehen. Einzig und allein spielen auch bei den Drusen diverse Interessen und Zuwendungen eine Rolle. Solange alles super läuft sind sie mit Israel. Passiert das Gegenteil, sympathisieren sie mit den Arabern und Feinden Israels.

 

Leserfrage: Muss man einen Israeli heiraten, um den israelischen Pass zu erhalten?

B“H
Heute ist der Tag der Leserfragen 🙂
Bekommt man, wenn man einen Israeli / eine Israelin ehelicht, automatisch den israelischen Pass?
Dem ist ganz und gar nicht so und mehrere Deutsche haben mir bereits nicht gerade Positives berichtet. Wer als Nichtjude einen Israeli heiratet, wird in Israel gerade mal geduldet.
Früher, vor 20 – 30 Jahren, war alles einfacher, doch heutzutage werden die Gesetze jeden Tag strenger. Wer kein Jude ist und einen Israeli heiratet, hat wenig Rechte und schon gar kein automatisches Anrecht auf die israelische Staatsbürgerschaft. Wie ich bereits sagte, man ist geduldet und bekommt Touristenvisa oder halt irgendwas Befristetes.
Scheitert die Ehe, kann man schnell aus dem Land fliegen. Sind gemeinsame Kinder da, ist auch das keine Garantie.
Jemand auf Twitter berichtet regelmäßig über seine Lage. Geschieden von einer Israelin und ein gemeinsames Kind. Die Aufenthaltsgenehmigung ist jedesmal ein Drahtseilakt.
Auch um eine Arbeitserlaubnis muss man nicht selten Klinkenputzen und lange Zeit warten. Israel ist sehr kompliziert und wer einmal in dieser Situation ist oder war, findet sie nicht lustig. Der Gang zum Innenministerium (Misrad HaPnim) gleicht dann einem Horrortrip und nicht selten wird man angeschrien und gefragt, was man denn hier im Land will.
Das geht nicht nur nichtjüdischen Deutschen so, sondern auch anderen Westeuropäern oder Amerikanern.
Es gibt immer wieder Leute, die mir nicht glauben und das alles als masslos übertrieben betrachten. Diesen Lesern kann ich nur sagen: „Macht Eure eigenen Erfahrungen und dann sehen wir weiter!“

Die europäische DSGVO und die Bloggerwelt

B“H
Übermorgen, am 25. Mai, tritt in der EU die neue DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) in Kraft. Jemand von den Grünen hat sich das einfallen lassen und ich muss sagen, dass ich sehr froh bin, nicht in Europa zu leben.
Einige deutsche Blogger, sogar Buchblogger, haben bereits angekündigt, mit dem Bloggen aufzuhören und ihren Blog zu stoppen. Zu kompliziert sei die neue Verordnung und man könne sich weder einen teuren Anwalt noch einen Datenschutzbeauftragten leisten, der den Blog kontrolliert und dem Gesetz konform anpasst.
Ein abstruses Beispiel:
Ab dem 25. Mai 2018 dürfen in Europa keinerlei Videos oder Photos im Internet (inklusive Youtube) veröffentlicht werden, auf denen fremde Personen zu sehen sind. Wer also ein Video / Photo von der Leipziger Buchmesse, einer öffentlichen Veranstaltung oder auch nur auf der Straße macht, der muss alle Passanten schriftlich um Erlaubnis fragen. Sprich, ein richtiger Vertrag wird aufgesetzt bei dem der Passant auch ein Widerrufsrecht besitzt.
Ein Ding der Unmöglichkeit!!!
Mich betrifft das europäische Gesetz nur, wenn ich Daten von Bloglesern in Europa weitergeben bzw. verkaufen würde. Allerdings lebe ich weit weg von Europa und ich weiß nicht, wie man Facebook, Amazon, ebay oder selbst einen kleinen Blogger wie mich rechtlich belangen will.
Zudem gebe und ich habe noch niemals Daten weitergegeben. Ich besitze noch nicht einmal Daten, sondern sehe lediglich, wieviele Leser aus welchem Land meinen Blog lesen. Namen oder gar Adressen habe ich keine und muss ich auch nicht haben. Was soll ich damit?
Mit ein paar wenigen Bloglesern kommuniziere ich privat und manchmal treffe ich jemanden in Jerusalem. Letzteres kommt eher selten vor. Vielleicht zweimal im Jahr oder so. Und was wir reden oder machen (meistens Kaffeetrinken) veröffentliche ich nicht und Selfies mache ich grundsätzlich keine. Nur ein Selfie habe ich: Mit meiner Katze Jerry, die mittlerweile nicht mehr lebt. Aber das Photo bleibt privat.
Offiziell heißt es, dass dieses Gesetz Privatleute vor der Datenkrake Facebook, Amazon, etc. schützen will. Andererseits stellen Millionen Leute ihre privatesten Dinge in die Social Media. Room Tours in ihrer Wohnung, ihre Liebschaften und viele zeigen sogar ihr Klo daheim.
Nur kurz nebenbei: Im außereuropäischen Ausland hat ein Blogger auch keinerlei Impressums – Pflicht.
Das Gesetz erschwert es ausländischen Kunden, mit deutschen Firmen in Kontakt zu treten, denn dann muss man erst einmal lange komplizierte Verträge zum Thema DATENSCHUTZ unterschreiben. Wer tut sich das als Unternehmen an? Da kauft man lieber woanders, aber nicht mehr in Europa. Für kleine Firmen und Startups ist das eine Katastrophe, denn ausländische Kunden bleiben weg. Niemand steigt mehr durch und welcher Japaner oder Chinese macht sich erst mit den konfusen Datengesetzen Europas vertraut? Da kann man auch woanders Waren einkaufen, ohne all dem Kram, den eh keiner versteht.
Europäische Blogger sind gelackmeiert, denn keiner von denen kann sich einen Anwalt leisten, um sich aufklären zu lassen. Es wird eine regelrechte Abmahnflut geben und auf diese Weise schränkt die Bundesregierung die Meinungsfreiheit weiter ein. Nicht nur die Bundesregierung, sondern die ganze EU setzt nicht mehr auf freies Denken.
Mehr Infos hier:
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-buerger-als-feind-wie-bruessel-und-berlin-mit-der-dsgvo-politik-machen/

 

Zur doppelten deutschen Staatsbürgerschaft

B“H
Als ich Mitte Dezember 2017 bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv war, um lediglich meine Unterschrift auf einem Dokument beglaubigen zu lassen, berichteten mir zwei Angestellte, dass sich die Gesetzeslage in Deutschland verändert hatte und ich nun meine deutsche Staatsbürgerschaft erneuern kann.
Ein Gesetz aus dem Jahre 1919 schrieb bislang vor, dass wenn jemand mit einem deutschen Pass eine andere Staatsbürgerschaft annimmt, er automatisch seine deutsche verliert. Und als ich vor 18 Jahren nach Israel auswanderte (Aliyah machte), erhielt ich automatisch die israelische Staatsbürgerschaft und verlor somit meine deutsche, da ich keinerlei komplizierte Verfahren beim Auswärtigen Amt durchlaufen wollte. Aber dazu alle Details hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/12/20/beibehaltung-der-deutschen-staatsbuergerschaft-nach-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/
Dass die Regierung Merkel die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt hatte, habe ich erst jetzt aus den deutschen Online Medien erfahren. Ob ich aber tatsächlich meine einstige deutsche Staatsbürgerschaft erneuere, steht noch in den Sternen. Derweil eher nicht, denn ich warte erst einmal die politische Entwicklung im Land ab. Ehrlich gesagt, will ich auch keine Staatsbürgerschaft von einem Land, dass allmählich islamisiert wird und in dem die freie Meinungsäußerung eingeschränkt wird.
Was mir persönlich die Erneuerung der deutschen Staatsbürgerschaft bringen würde?
Reisefreiheiten, die ich mit dem israelischen Pass nicht habe. Mit dem deutschen Pass ist man im Iran oder bei den Saudis gerne gesehen. 🙂 Und mit dem deutschen Pass braucht man (noch) kein Visum für die USA. Ich sage NOCH, denn wenn die Islamisierung in Europa voranschreitet, wird Trump vielleicht irgendwann Touristen mit europäischen Pässen in Augenschein nehmen.
Nach Deutschland zu reisen, habe ich nicht mehr vor und der große Weltenbummler bin ich nicht. Von daher brauche ich nicht unbedingt den deutschen Pass und bin mit meinem israelischen hochzufrieden.
Dieser Tage berichten deutsche Online Medien über die Auswirkungen der doppelten deutschen Staatsbürgerschaft und es hagelt haufenweise Leserkommentare. Mehrheitlich lehnen die Kommentarschreiber den Doppelpass ab. Man müsse sich nur für ein Land entscheiden und könne sich keine Rosinen herauspicken.
Dazu muss ich sagen, dass dies eine ziemlich begrenzte Sichtweise ist. Ich kenne total viele Leute mit zwei Pässen. Darunter eine Menge Amerikaner.
Offiziell sind mehrere Pässe in den USA nicht erlaubt, doch man sagt eigentlich nichts, wenn die Einwohner dann doch mehrere Pässe haben. Solange nichts an die große Glocke gehängt wird, läuft alles friedlich ab und niemand sagt ein Wort. Dafür aber sind im Ausland lebende US – Bürger (auch die mit dem Zweitpass) verpflichtet, ihre Einkommen der amerikanischen Steuerbehörde IRS zu melden und ggf. Steuern zu zahlen. In Deutschland meldet man sich einfach nur ab, reist aber mit seinem deutschen Pass durch die Welt. Wer in Deutschland seinen festen Wohnsitz abgemeldet hat, ist nicht steuerpflichtig. In den USA ist das anders, denn der US – Pass verpflichtet und die IRS ist stramm dahinter, dass alle Steuererklärungen abgegeben werden. Auch von den im Ausland lebenden US – Bürgern, die keinen Cent besitzen.
Ich denke dass, wer Verbindungen zu zwei Ländern hat und in beiden abwechselnd wohnt oder zumindest eine Menge Zeit verbringt (und dazu noch die Landessprachen beherrscht), ein Anrecht auf zwei Pässe hat. Vielleicht weniger die in Deutschland ansässigen Türken, wenn sie Deutschland eh hassen. Von solchen Leute rede ich nicht.
Für ausgewanderte Deutsche aber sollte die deutsche Staatsbürgerschaft auf Wunsch auch weiterhin gelten. Warum nicht und vielleicht kehrt ja mal wieder jemand aus dem Ausland zurück. Oder die Kinder wollen in Deutschland leben.
Nur kommt dann immer das Argument, dass diese Leute dann sicher wieder an die Sozialtöpfe wollen. Das ist ein ziemliches Vorurteil und bei mir, wie vielen anderen, wäre das nicht der Fall. Es geht doch nicht immer nur darum, sich in die soziale Hängematte zu legen, sondern einfach darum, dass man in Deutschland geboren wurde, aufwuchs, Steuern zahlte und beim Auswandern nicht einfach so hinausgeschmissen werden will. Da haben ausgewanderte Deutsche viel mehr ein Anrecht auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft als Achmad aus Duisburg, der die Scharia will. Aber Letzteren wird anscheinend alles hinterhergeschmissen und uns, die da mal Steuern zahlten und im Land verwurzelt waren, wird alles weggenommen. Ich denke, dass ich diesbezüglich für viele Auswanderer spreche.
Israel schränkt die Anzahl der Staatsbürgerschaften nicht ein und die Schweiz, soweit ich weiß, auch nicht. Ich habe schon Schweizer getroffen, die hatten einen US – Pass, einen britischen und eine israelischen. Und diese Leute sahen nicht so aus als wollten sie in die soziale Hängematte. Ganz im Gegenteil. Und … sie sprachen alle Landessprachen perfekt! Nix mit „ISCH BIN“ oder so.
Deutschland sollte schon die doppelte Staatsbürgerschaft erlauben, aber nicht für jeden Hampelmann. Vor allem dann nicht, wenn er Deutschland hasst und nach der Scharia schreit.

 

Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft nach der Aliyah (Einwanderung) nach Israel?

B“H
Als ich in der vergangenen Woche auf der Deutschen Botschaft in Tel Aviv war, erfuhr ich, dass sich die Gesetzeslage wieder einmal geändert hat. Nach meiner offiziellen Einwanderung nach Israel (Aliyah) im Jahre 2000 änderten sich die deutsche Gesetze ständig. 🙂
Einmal heißt es, dass ein Deutscher, der im Ausland eine weitere Staatsbürgerschaft beantragt, seine deutsche Staatsbürgerschaft automatisch verliert. Dieses Vorgehen basiert auf einem Gesetz aus dem Jahre 1919.
Die Betonung liegt hier auf dem Wort BEANTRAGT, denn wer als Jude Aliyah nach Israel macht (nach Israel einwandert), der BEANTRAGT die israelische Staatsbürgerschaft ja nicht, sondern bekommt sie sozusagen automatisch geschenkt. Man fragt nicht danach, sondern hat sie einfach.
Alle Bundesländer erkannten die israelische Vorgehensweise als NICHT BEANTRAGT an und der Deutsche konnte seine Staatsbürgerschaft beibehalten, solange er denn seinen letzten Wohnsitz NICHT in BAYERN hatte. Bayern nämlich erkannte als einziges Bundesland das israelische Verfahren nicht an. Bedeutet im Klartext, dass derjenige, der seinen letzten deutschen Wohnsitz in Bayern hatte (so wie ich), die deutsche Staatsbürgerschaft verlor.
Theoretisch hätte ich für mindestens sechs Monate nach Deutschland zurückkehren und mich in einem anderen Bundesland anmelden können. Aber ich kann ja nicht eben mal so sechs Monate weg, um dann irgendwo in Deutschland befristet zu wohnen.
Dann änderte sich die Gesetzeslage so, dass der Neueinwanderer nach Israel ein kompliziertes Verfahren bei der Deutschen Botschaft / Auswärtiges Amt durchlaufen musste, um die deutsche Staatsbürgerschaft beizubehalten. Dies schließt mit ein, dass er zunächst einmal die israelische Staatsbürgerschaft ablehnt, dann das Verfahren bei der Botschaft durchläuft, danach zum israelischen Innenministerium geht und doch noch die israelische Staatsbürgerschaft erhält.
In Israel hat man damit wenig Probleme, denn man weiß um die komplizierten Verfahren mancher Länder. Und in Israel selbst kann jeder Israeli andere Staatsbürgerschaften haben, ohne dass die Behörden sich anstellen.
Aktuell ist es wieder so, dass ich selbst nach fast 18 Jahren israelischer Staatsbürgerschaft meinen im Jahre 2003 abgelaufenen deutschen Pass erneuern kann. Wenn ich denn bei uns zum Innenministerium gehe und meine israelische Staatsbürgerschaft bestätigen lasse. Danach wird alles zur Deutschen Botschaft nach Tel Aviv gesandt und entschieden. 

 

 

Dieses Formular muss vom israelischen Innenministerium unterschrieben werden. – Photo: Miriam Woelke

Wie genau sich die Gesetze auf deutsche Nichtjuden in Israel auswirken, kann ich nicht sagen. Ich denke mal, dass durch eine Heirat mit einem Israeli nicht sofort die volle israelische Staatsbürgerschaft erteilt wird und derjenige Deutsche eh seinen deutschen Pass behält.
Ich persönlich warte mindestens bis zum Sommer ab, um zu sehen, wie sich die Lage in Deutschland überhaupt entwickelt.