Leben in Jerusalem

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Morgen Abend ist wieder Feiertag!

B“H
Gerade ging der Schabbat zuende und morgen ist gleich schon wieder Feiertag. Morgen Abend beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach. Demnach ist der morgige Sonntag in Israel nur ein „halber“ Tag. Ähnlich wie der Freitag vor dem Schabbatbeginn.
Im Klartext bedeutet das, dass morgen die Busse am Nachmittag den Verkehr einstellen und alles schließt. Am Montag ist in Israel offiziell Feiertag und die Busse fahren erst wieder ab Montagabend gegen 20.30 Uhr.
Am Montagabend geht das siebentägige Pessach in Israel zuende und nach 20.00 Uhr darf wieder Getreide gegessen werden. Die Bäckereien schieben Nachtschicht, damit spätestens am Dienstagmorgen wieder frisches Brot auf den Tisch kommt.
Vorgestern Mittag war ich bei der Supermarktkette „Shufersal Deal“ im Stadtteil Talpiyot einkaufen. Dort gehe ich nur alle halbe Jahre hin, wenn ich vor Pessach und Rosh Hashana den obligatorischen Geschenkegutschein von der Arbeit erhalte.
Am Donnerstagmittag dort einkaufen zu gehen, war definitiv ein Fehler. Ich dachte, dass die Massen erst gegen Abend zum Shopping strömen, doch es stellte sich heraus, dass vor den Kassen bereits lange Schlangen warteten.
Der Shufersal Deal in Talpiyot ist riesig, doch, ob man es jetzt glaubt oder nicht, die Bude war halb leer gekauft. Teilweise leere Regale und verpacktes Frischfleisch war halb vergammelt. Eine Verkäuferin sagte mir, dass die Regale erst wieder am Dienstag, wenn Pessach vorbei ist, aufgefüllt werden und bis dahin wird halt nur noch das letzte Zeug koscher für Pessach verkauft. Der teure Minimarkt in der Emek Refa’im Street macht dasselbe und stellte gestern sein letztes Mazze – und Kartoffelmehl zum Sonderpreis vor die Tür. Den Gang auf den Machane Yehudah Markt morgen spare ich mir, denn dort werden auch nur noch die Reste vom Freitag verscherbelt. Frisches gibt es erst wieder ab Dienstagmorgen.
In Israel dauert Pessach sieben Tage, in der Diaspora dagegen ist Dienstag immer noch Feiertag und es wird erst ab Diestagabend wieder Getreide verzehrt. In Israel hingegen ist ab Dienstag wieder Alltag und es geht zurück zur Arbeit!
Eine Woche später (24. April) wird in Israel den Opfern des Holocaust (Yom HaShoah) gedacht. Am 1. Mai ist Yom HaZikaron (Gedenken an die gefallenen israelischen Soldaten und Terroropfer). Am 2. Mai dann feiert Israel seinen 69. Unabhängigkeitstag (Yom Ha’Azma’ut).

Yom HaZikaron: „Israel gedenkt seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer“

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Heute Abend um 20.00 Uhr sowie morgen früh um 11.00 Uhr ertönen erneut landesweit die Sirenen. Am Abend beginnt der Yom HaZikaron – Tag der Erinnerung. Israel gedenkt seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer:
http://www.timesofisrael.com/israel-to-remember-fallen-troops-and-terror-victims-with-songs-sirens/
Heute Abend werden alle Geschäfte sowie Restaurants und Cafes ab 18.00 Uhr schliessen. Wer unbedingt Entertainment sucht, der kann in palästinensische Gebiete gehen, denn dort ist alles offen. Einschliesslich dem muslimischen Altstadtviertel.
Morgen (Mittwochabend) wird ab 20.00 Uhr gefeiert, denn Israel feiert seinen 68. Unabhängigkeitstag.
Heute Abend findet an der Klagemauer die traditionelle Gedenkveranstaltung statt, an der gewöhnlich der Präsident, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Hinterbliebene gefallener Soldaten teilnehmen. Zuschauer können sich weiter entfernt platzieren. Allerdings ist das Event stets gut besucht und mir war in den letzten Jahren das Gedränge immer zuviel.
Am Donnerstag, dem Unabhängigkeitstag, finden kostenlose Veranstaltungen statt. Auch ist das Jerusalemer Israel Museum ohne Eintritt zu besichtigen. Die israelische Mehrheit stellt in der Natur den Mangal (Grill) auf und überall wird gebrutzelt. Dazu werden Armeeeinrichtungen besichtigt und die Polizei steht dem nicht nach.

Der 68. israelische Unabhängigkeitstag Yom Ha’azma’ut

B“H
An diesem Mittwochabend ist es soweit: Um 20.00 Uhr beginnen die offiziellen Feiern zum 68. israelischen Unabhängigkeitstag Yom Ha’azma’ut. Bedeutet, Donnerstag ist ein offizieller Feiertag, den Israelis mit Ausflügen in die Natur begehen. Der Unabhängigkeitstag ist gewöhnlich der nationale Grilltag und überall in Parks wird das Fleisch nur so brutzeln. „Al Ha’Esch – Auf dem Feuer“, sprich Barbecue.
Für mich ist diese Arbeitswoche extrem kurz, denn ich arbeite nur heute, morgen sowie übermorgen früh. Danach habe ich erst einmal frei und komme hoffentlich einmal wieder zum Schreiben.
Morgen Abend um 20.00 Uhr sowie am Mittwochmorgen um 11.00 Uhr ertönen nochmals die Sirenen, denn Israel gedenkt seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer. YOM HA’ZIKARON – Tag der Erinnerung. Ein sehr schwerer trauriger Tag, wobei mir ein Englischschüler von mir den Unterschied definierte:
Yom Hashoah – Holocaust – Gedenktag: Unschuldige wehrlose Menschen wurden einfach so niedergemetzelt.
Yom HaZikaron: Hierbei handelt es sich um Soldaten, deren Job es ist, das Land zu vertedigen. Sie sind nicht ganz so wehrlos wie die Holocaust – Opfer.
Egal, wie die Definition ausschaut, beide Gedenktage sind jedes Jahr ziemlich depressiv, denn irgendwie sind alle Israelis betroffen. Im Ausland mag man sich (wie letzte Woche in England) darüber lustig machen, doch in Israel nimmt man das Gedenken sehr ernst. Beweist es doch einmal wieder allen, dass Juden ihr eigenes Land haben müssen, um ständigen Anfeindungen und Schuldzuweisungen zu entgehen. Insbesondere zu dieser Zeit, in der die Welt dem radikalen Islam kaum etwas entgegenbringt und in London ein Moslem als Bürgermeister agiert. Dessen Frau aktuell Hijab trägt und der im Verdacht steht, ISIS zu unterstützen. Irgendwie fragt man sich, ob die Welt verrückt geworden ist. Unrecht ist heute Recht und das, was einst als rechtmäßig galt, wird heute bestraft.

Palästinenser verspotten die Yom Ha’Zikaron Sirene

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Photo: Miriam Woelke

 

B“H
Was soll man anderes erwarten ? Die ganze Welt will uns einen falschen „Frieden“ aufzwingen, dabei weigern sich die Palästinenser, einen jüdischen Staat Israel anzuerkennen. Gar nicht erst zu reden von Juden überhaupt, dem Holocaust oder selbst historischen Fakten. Das Einzige, was sie wirklich gut können ist alles zu verspotten und zu zerstören. Es wird verlangt, dass die gesamte Welt den Ramadan anerkennt und dementsprechend Rücksicht nimmt. Feiertage außerhalb des Islam sowie nationale Gedenktage werden verspottet und mit Füßen getreten. Gleichzeitig aber rennen die Palästinenser in die ISRAELISCHE Nationalversicherung Bituach Leumi und holen Kindergeld und Stütze ab. Da ist Israel dann auf einmal wieder gut genug. Dasselbe sehen wir in Deutschland mit Pierre Vogel der Hartz IV abkassiert, aber Angela Merkel verspottet.
Gestern Abend um 20.00 Uhr ertönten zum Beginn des israelischen Yom Ha’Zikaron landesweit die Sirenen. Zur selben Zeit lief eine Gruppe Palästinenser durch unsere Straße und man begann sofort mit einem Pfeifkonzert und Herumgegröhle.
Warten wir erst einmal ab, ob unser Stadtteil den heutigen Yom Ha’Zikaron und morgen den Unabhängigkeitstag in Ruhe verlebt oder ob von palästinensischer Seite aus wieder randaliert wird. Aber wehe, wir machen am Ramadan Krach. Dann wird sich schnell bei der UNO beschwert, wir seien alles Rassisten.

Yom Ha’Zikaron: „Israel gedenkt seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer“

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Photos sowie weitere Infos auf YNET

Diese Woche: „Trauer und Freude in Israel“

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Photo: Israel Hayom
B“H
Eine schwere und zugleich fröhliche Woche steht uns bevor. Israelische Medien sind voll von Stories gefallener Soldaten. Die Geschichte läßt niemanden los, denn hierzulande ist alles Gegenwart und nicht so einfach abgelegt und Schwamm drüber. Es betrifft uns, mehr oder weniger, alle und Kriegs – sowie Terrorgefahr verfolgen uns tagtäglich. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Israelis deprimiert dahindümpeln. Ganz gewiss nicht. Nur ist man halt vorsichtiger.
Nach wie vor füllen Bücher zu militärischen Aktionen der Vergangenheit die Regale in den Buchhandlungen. Auch ich kaufte diesbezüglich reichlich ein und will dieser Tage ein sehr lesenswertes Buch empfehlen. Vorab vielleicht schon einmal ein kleiner Hinweis darauf: Wer sich für israelische Politik und Geschichte vor der Staatsgründung bis zur Legislaturperiode von Premierminister Menachem Begin interessiert, kommt HIER absolut auf seine Kosten !
Selten habe ich ein so gute Beschreibung der historischen Verhältnisse gelesen. Keine trockene Blabla – Lektüre, bei der man einschläft, sondern direkt aus dem Leben beschrieben. Zwar kostet das 700 Seiten lange Werk in Israel 129 Schekel, aber die Investition lohnt sich.
Morgen (Dienstag) Abend beginnt in Israel offiziell der YOM HA’ZIKARON. Der Tag, an dem das Land seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer gedenkt. Ein depressiver Tag voller Lethargie. Der Yom Hashoah am vergangenen Donnerstag war bereits traurig genug, doch der Yom Ha’Zikaron ruft noch mehr Emotionen hervor. Wie ich bereits sagte, betrifft es fast jede israelische Familie, die da jemanden verloren hat.
Und wie ich vor ein paar Tagen schon schrieb, morgen Abend wird der Yom Ha’zikaron offiziell mit einem landesweiten Sirenenton um 20.00 Uhr eingeleitet. In jedem Ort des Landes finden wir Gedenkstätten für gefallene Soldaten und dort versammeln sich die Bewohner zum Gedenken. Die größten zwei Veranstaltungen finden wir 1. morgen Abend an der Klagemauer (Kotel) und 2. am Mittwoch um 11.00 Uhr auf dem Friedhof des Jerusalemer Herzlberges (Har Herzl).
Mittwochabend um 20.00 Uhr beginnen dann die offiziellen Feiern zum 67. Unabhängigkeitstag des Landes. Direkt von der Trauer in die Freude. Genauso wie wir es in der jüdischen Geschichte erleben. Fatale tödliche Zeiten und dann auf einmal kam wieder eine bessere Phase für die Juden und es gab einmal keine Pogrome.
Das Wetter macht am Unabhängigkeitstag nicht mit, denn die Prognose lautet „kühl und regnerisch“. Obwohl es zu Wochenbeginn sehr warm wird, der Sommer ist immer noch nicht eingetrudelt. Dennoch beginnt momentan meine liebste Zeit des Jahres. Alles ist grün und blüht. Ein richtig frisches saftiges Grün und nicht das verblasste Grün des Hochsommers.
Ein Leser fragte nach, was denn jetzt eigentlich mit Netanyahus neuer Regierung sei. Ob es die schon gibt ? Die Antwort darauf lautet: Nein, gibt es noch nicht und bis auf Weiteres finden Koalitionsverhandlungen statt. Netanyahu beschwert sich, dass kleine Parteien mit wenig Sitzen überzogene Bedingungen auf Ministerposten stellen. Am Ende wird es eine Regierung geben, aber ob das alles lange hält, ist fraglich. Bei den Linken wäre das auch nicht besser, denn in Israel kommen nun einmal keine Mehrheiten zustande und ALLE Politiker pokern in die eigene Tasche.
Was bedeutet diese Woche für Israeltouristen ?
Morgen Abend schliessen Geschäfte, Kinos, Restaurants, Cafes, etc. um 18.00 Uhr. Für palästinensische Gebiete gilt dies nicht !
Ebenso morgen Abend um 20.00 Uhr ertönt ein landesweiter Sirenenton, bei dem man normalerweise stehenbleibt. Wer sich zur der Zeit in einem Bus befindet: Der Bus hält an und die Fahrgäste samt Fahrer erheben sich zum Gedenken. Am Donnerstagmorgen sind Shops, Cafes, etc. wieder geöffnet und der Alltag geht seinen normalen Gang. Um 11.00 Uhr ertönt abermals ein landesweiter Sirenenton.
Am Donnerstagabend um 20.00 Uhr beginnen die Feiern zur Unabhängigkeit. Meistens mit Party, Gröhlen und Saufen. Leider ! In Tel Aviv wird es die ganze Nacht über laut und überall findet man Parties auf Dächern und Balkons. Ob das in diesem Jahr auch so wird, weiss ich nicht, denn das Wetter spielt nicht so richtig mit. Zumindest nicht am Donnerstag.
Am Dienstagabend um 21.00 Uhr findet ein Liederabend auf dem Kikar Safra vor dem Jerusalem Rathaus statt. Gedenken mit Bürgermeister Nir Barkat.
Geht einmal davon aus, dass am Donnerstag die meisten Geschäfte dicht sind. Es ist besser, sich vorher mit Lebensmitteln einzudecken, denn der Unabhängigkeitstag selbst ist Israels nationaler Grilltag. Alles macht Barbecue im Freien und es gibt kaum ein Stück Gras, wo kein Grill rotiert. Das ganze Land riecht nach Grillfleisch.
Wen es nicht unbedingt in die Parks zieht, der kann, unter anderem in Jerusalem, kostenlos das Israel Museum besuchen. Ab 10.00 Uhr geöffnet, glaube ich. Einerseits lohnt sich der Besuch, denn an anderen Tagen im Jahr beträgt der Eintritt mindestens 10 Euro. Andererseits ist das Museum gerade an diesem einen kostenlosen Tag im Jahr schon morgens gerammelt voll.
Ferner umsonst zu besuchen: Das Bible Land Museum gegenüber vom Israel Museum sowie der Tower of King David am Jaffator. Macht Euch allerdings darauf gefasst, dass ein Menge Leute da sein werden, denn es ist alles kostenlos. 🙂

Ein kalter Unabhängigkeitstag in Israel

B“H
Bevor es morgen mit neuen Themen weitergeht, hier noch einige kurze Vorankündigungen für diese Woche:
Am Dienstagabend (21. April) sowie am Mittwoch (22. April) gedenkt Israel am Yom HaZikaron seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer. Diesbezüglich findet am Dienstagabend ab 20.00 Uhr eine große Gedenkfeier an der Jerusalemer Klagemauer (Kotel) statt. Am darauffolgenden Mittwoch ertönt um 11.00 Uhr ein landesweiter Sirenenton.
Am Mittwochabend sowie am Donnerstag feiert Israel dann seinen 67. Unabhängigkeitstag. Die größte Feier hierzu mit mächtig Feuerwerk findet auf dem Tel Aviver Rathausplatz an der Ibn Gavirol Street statt. Ab 20.00 Uhr am Mittwochabend.
Was ich allerdings noch nie erlebt habe, kommt tatsächlich diese Woche auf uns zu: Am Unabhängigkeitstag (Yom HaAzma’ut) wird es kühl und regnerisch !
Normalerweise ist es am Unabhängigkeitstag stets warm und alles strömt in die Natur zum Barbecue. Vermutlich nicht so in diesem Jahr. Ab morgen (Sonntag) soll es sich zwar erwärmen und Montag und Dienstag kommen satte 27 Grad auf uns zu. Ab Mittwoch geht es jedoch rapide bergab und der Unabhängigkeitstag am Donnerstag katapultiert uns glatt in den Winter zurück. Von ca. 28 Grad Celsius hinunter auf 14 Grad.