Leben in Jerusalem

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Und was jetzt eine Woche nach den Knessetwahlen ?

B“H
Netanyahu verhandelt eine Koalition. Das wird noch etwas dauern und die Gerüchte, dass es immer noch eine große Koalition geben könnte, sind noch lange nicht abgehakt. Bei Bibi weiss man bekanntlich nie, aber deswegen haben wir ihn trotzdem gewählt. Er ist halt das kleinere Übel !
Wie Esser Agaroth erschreckenderweise feststellt: Die eigentlicher Sieger der Knessetwahlen 2015 sind die arabischen Parteien !
 http://esseragaroth.blogspot.co.il/2015/03/who-really-won-2015-israel-elections.html

Am Ende stimmte ich für LIKUD

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Photo: Miriam Woelke
„Geht wählen !“ – So die heutige Schlagzeile der größten israelischen Tageszeitung „Israel Hayom“
B“H
Bis 22.00 Uhr sind die Wahllokale noch geöffnet. Außer, dass ich heute früh wählen war, habe ich mich noch nicht weiter mit dem Thema beschäftigt. Wozu auch ? Ergebisse werden erst nach 22.00 Uhr bekannt gegeben. Zwar scheinen deutsche Medien alles im Voraus zu wissen. Jedenfalls sabbeln sie Euch ganz schön mit Unwahrheiten voll. Wer die Wahlen und israelische Politik verstehen will, der muss im Land leben, die Sprache sprechen und die Mentalität kennen. Ohne dem geht gar nichts oder man steht immer unwissend daneben, weil  automatisch alles mit deutschen Verhältnissen verglichen wird. Aber Israel tickt anders.
Ursprünglich wollte ich die haredisch (ultra – orthodoxe) Partei Yahadut HaTorah wählen. Kam dann aber davon ab, da die Partei im Falle eines Wahlsieges der Linken unter Zipi Livni / Yitzchak Herzog bereit ist, mit eben jenen Linken zu koalieren.

 

 

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Photo: Miriam Woelke
 In meiner Wahlkabine

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

 

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Photo: Miriam Woelke
 Bild oben: Likud – Stimmzettel

 

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Photo: Miriam Woelke
 Oberes Bild: LIKUD unter dem Vorsitz von Netanyahu

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 Eli Yishai / Baruch Marzel: Die Yachad – Partei

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Danach schwengte ich auf Eli Yishai und Baruch Marzels Yachad – Partei um. Sie können das Zünglein an der Waage sein und eine Koalition mitentscheiden. Auf dem Weg ins Wahllokal kam ich nochmals in Grübeln, denn ich will nicht, dass die Linke siegt und eventuell Achmad Tibi noch ins Verteidigungsministerium einzieht. Herzog kündigte einen Einzug des Palästinenser Tibi, der nach der Vernichtung Israels schreit und offen mit der Hamas liebäugelt, ins Sicherheitsgremium an. In dem Fall wären Hamas und Hizbollah bestens über die israelische Armee informiert. Ich will nicht, dass die Linke siegt, denn dann geht es mit unserem Land erst recht den Bach hinunter. Dann können wir wirklich bald Kofferpacken gehen.

 

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Photo: Miriam Woelke
 Wahlplakate

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Am Ende entschied ich mich, dem Likud meine Stimme zu geben. Nicht, weil ich Netanyahu mag. Ganz bestimmt nicht, denn er lügt und am Ende knickt er doch wieder vor Obama und der EU ein. Das kennen wir bereits zur Genüge. Andererseits will ich keine Zipi Livni, die bereitwillig das Land an die Palästinenser verteilt und uns weiterem Terror und Raketen aus Ramallah und Ost – Jerusalem aussetzt. In Jerusalem sind wir uns der Lage bewusst, Zipi in Tel Aiv kann gut reden und ignorieren. In ihre Fenster fliegen ja keine Molotow – Cocktails.
Von Bekannten hörte ich, dass ich wahrlich kein Einzelfall bin und viele Leute, die Yishai oder Bennett (Bayit Yehudi) wählen wollten, letztendlich dem Likud ihre Stimme gaben, um Herzog / Livni mit der Arbeiterpartei zu verhindern. Mal sehen, ob das gelingt.
Allerdings mache ich mich nicht verrückt und bislang geht heute in Jerusalem alles gelassen zu. Das Wetter war einigermaßen sonnig und die Leute sitzen in Cafes und Restaurants oder fahren Rad. Ein ganz normaler Ferientag halt.
Selbst wenn Bibi Netanyahu weniger Stimmer erhalten sollte, so kann er immer noch Premier werden, wenn er eine größere Koalition stellt als Yitzchak Herzog. Wenn Kachalon und Bennett mit Netanyahu koalieren, zum Beispiel. Wer weiss … vielleicht gibt es am Ende eine große Koalition mit Netanyahu und Herzog. Dann bin ich natürlich angeschmiert.
Ich gebe Euch allen einen Rat: Glaubt nicht alles, was Euch die Medien vorblubbern. Nicht in Deutschland und nicht in Israel. Wahlergebnisse in Israel enden meistens im Koalitionschaos, da niemand eine Mehrheit bekommt. Und mittlerweile überdauern Regierungen kaum mehr zwei Jahre anstatt der üblichen Legislaturperiode von vier Jahren.

Tel Aviv: „Zur gestrigen Großdemonstration der israelischen Rechten“

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Photo: Miriam Woelke
Die Örtchen
B“H
Wie bereits erwähnt, fand gestern Abend auf dem Tel Aviver Rathausplatz Kikar Rabin eine große Demonstrations Israels Rechter statt. Wobei RECHTS hier keinesfalls für vergleichbare deutsche Rechte steht, sondern für demokratische Parteien. Ähnlich der CDU / CSU.
Bevor die Veranstaltung begann, war ich einige Zeit dort und photographierte die Vorbereitungen. Danach seilte ich mich ab zum Busbahnhof, denn ich wollte vor all den Massen und Staus daheim sein.

 

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Photo: Miriam Woelke
YACHAD – Eli Yishai und Baruch Marzels Rechtspartei. Mein Favourit !

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke
Israels linksgerichtete Medien: Der Radiosender Kol Israel sowie die Fernsehanstalten. Alle waren sie live dabei.

 

 

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Photo: Miriam Woelke
Die Linken hatten Krawalle angekündigt. Dementsprechend war das Sicherheitsaufgebot.

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Die Bühne vor dem Rathaus von Tel Aviv

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

Wahlpropaganda in Israel

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Photo: Eli Yishai

Ich werde Eli Yishai (oben links) meine Stimme geben !

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 LIKUD Wahlpropaganda am Alten Bahnhof von Jerusalem

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Wen ich am 17. März in die Knesset wähle

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Photo: Miriam Woelke
Wahlpropaganda des LIKUD
B“H
Am 17. März 2015 wählt Israel eine neue Knesset. Die genaue Prozedur könnt Ihr HIER einsehen !
Wie bereits erwähnt: Es stellen sich eine Menge Parteien zur Wahl, doch die meisten haben eh dieselbe Agenda. Vor der Wahl gibt man sich bekanntlich sozial, doch sofort nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen, beginnt das Stühlerücken und dann ist Otto Normalverbraucher schnell abgeschrieben. Dann denkt jeder Abgeordnete an sich und nur an sich.
Das zionistische Lager mit der Arbeiterpartei könnte man mit der deutschen Sozialdemokratie vergleichen. Obwohl bei der Arbeiterpartei längst nicht mehr alles sozial abläuft. Meretz gehört ebenso zum zionistischen Lager, ist jedoch bekanntlich linksaußen. Pro – Palästinenser und arabische Terroristen haben immer Recht.
Der Likud ist mit der CDU zu vergleichen und wer Netanyahu als Fundamentalisten darstellt, der hat keine Ahnung, welchen Wandel die Partei durchmachte. Uns allen ist klar, dass auch Bibi weiterhin Land an die Palästinenser abtreten wird und bis auf Weiteres unter der Knute Obamas steht.
Naftali Bennett mit seinem Bayit Yehudi ist lange nicht so religiös eingestellt, wie er es gerne zur Schau stellt. Weitgehend wird die Partei von christlichen Missionaren aus den USA (den Evangelikalen) mitfinanziert. Bennett labert gerne herum, tut aber nichts.
Liebermann ist seit langem abgeschlagen und spielt keine Rolle mehr. Lapid und Kachalon werden sich irgendwie durchwuseln. Kachalon mit Kulanu hat den Neuheitseffekt, der bei Yesh Atid verlorenging. Das Negative an Kulanu ist, dass es zu einem Sammelsurium gescheiterter Politikerexistenze wurde, die woanders auf keine Liste mehr kamen.
Wen ich wähle ?
Meine Freunde werden fast alle Eli Yishai und Baruch Marzel wählen. Die Beiden stehen noch für Judentum und das Wohl unseres Landes. Ein Jude könne wohl kaum Bennett und seine Christen wählen !
Ich gebe zu, dass auch bei mir eine gewisse Versuchung aufkam, Yishai und Marzel zu wählen, doch letztendlich bleibe ich bei Gimmel. Der haredisch – aschkenazischen Yahadut HaTorah Partei, die da dieser Tage nicht nur ultra – orthodoxe Juden anspricht, sondern alle Israelis. Das Positive am Vorsitzenden Yaakov Litzmann sind seine Verdienste aus der Zeit als stellvertretender Gesundheitsminister: Kinder erhalten kostenlos Zahnbehandlungen. Darüber hinaus führte Litzmann insgesamt eine sehr gute Gesundheitspolitik für jedermann.
Viel gibt es nicht zu wählen und aus diesem Grund gebe ich meine Stimme an Yahadut HaTorah. Vor allem, weil sie sich finanziell nicht durch subversive Gestalten unterstützen lassen und ich der Meinung bin, dass Israel jüdisch beiben muss.

Netanyahus vollständige Rede vor dem amerikanischen Kongress

B“H
Benjamin Netanyahu befindet sich auf seiner im Vorfeld umstrittenen US – Reise. Obama weigerte sich schon vor einiger Zeit, Netanyahu zu treffen, denn er (Barak Hussein) treffe sich nicht mit Politikern, die mitten im Wahlkampf stehen.
Jeder weiss, dass Obama Netanyahu nicht riechen kann. Alles, was mit Israel zu tun hat, ist Obama ein Gräuel. Lieber wirft er sich seiner heissgeliebten muslimischen Welt an den Hals.

 

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Photo: Front Page Magazin

 

Obwohl Obama immer wieder verkündet, er mische sich nicht in den israelischen Wahlkampf ein, entsandte er eine ganze Gruppe nach Israel, deren Mitglieder auf den Straßen offen gegen Netanyahu wettern. Das nennt man dann „Nicht einmischen“.
Trotz Gehetze und Intrigen, Netanyahu sitzt bislang fest im Sattel und wird die Wahlen voraussichtlich gewinnen. Nicht, weil er so toll ist, sondern weil kein anderer Politiker da ist, dem man das Amt des Premier zutraut. Die Linke würde alles den Bach hinunter wirtschaften und bei Bibi weiss man, was man hat. Er hielt die Wirtschaft trotz Krise aufrecht. Man kann sagen, was man will, aber Netanyahu erweist sich stets positiv in Wirtschaftsangelegenheiten. In sozialen Belangen weniger, aber da sind die anderen Parteien auch nicht besser. Was die Sicherheit des Landes angeht, gilt Netanyahu als vertrauenswürdiger als die Linke a la Herzog, Livni oder gar der TV Entertainer und Schulversager Ya’ir Lapid. Lapid hangelte sich sein Leben lang nur wegen dem berühmten Papa Tommy durch. Zipi Livni hingegen wechselt ihre Parteizugehörigkeit wie ihre Unterhosen (Likud, Kadima, Tnuah und jetzt Arbeiterpartei).
All die anderen kleineren Parteien wie Bayit Yehudi mit Naftali Bennett oder Kulanu (Wir Alle) von Moshe Kachalon werden nach den Wahlen Koalitionen eingehen. Nicht anders bei Lieberman, der auf dem absteigenden Ast sitzt, seitdem er eine Wandlung zur extremen Linken vollzog. Die sephardisch – haredische (ultra – orthodoxe) SHASS Partei unter Aryeh Deri, genauso wie der aschkenazische Gegenpart Yahadut HaTorah unter dem Vorsitz von Yaakov Litzmann. Nicht anders bei dem Shass – Abtrünnigen Eli Yishai, der sich mit Baruch Marzel verbündete. „Oh“, wenn das Ausland Baruch Marzel hört, kommt das Grauen auf, denn Marzel ist ultra – rechts. Aber es ist auch das, was wir in der Knesset brauchen, denn den arabischen Parteien, die da allesamt die Hamas verehren und offen die Vernichtung Israels fordern, werden mindestens 11 Sitze prognostiziert.
Aber hier erst einmal die gestrige Netanyahu – Rede vor dem US – Kongress und HIER eine lesenswerte Analyse dazu.

 

Der machtgeile israelische Wahlkampf

B“H
Unseren landesweiten Schlagzeilen folge ich derzeit kaum. Da sind mir amerikanische Medien momentan lieber und wesentlich informativer. Allein schon deswegen, weil die israelische Medienwelt, genauso wie fast überall auf der Welt, von politischen Parteien beherrscht wird. Jeder hetzt gegen jeden und ein Skandal jagt den anderen. Sarah Netanyahu soll sogar Pfandflaschengeld klauen. Als ob alle anderen keinen Dreck am Stecken haben.
Nebenbei versucht die Homo – Lobby den Vorsitzenden der Arbeiterpartei Yitzchak Herzog zu überreden, sich endlich öffentlich zu outen. Als ob unser Land keine anderen Probleme hat als schwule Outings. Auch Barak Hussein Obama sowie der jüdische Israelhasser George Soros senden ihre Leute aus, um den israelischen Wahlkampf zu beeinflussen. Entweder soll Israel gleich ganz dem Erdboden gleichgemacht werden oder der Israeli hat gefälligst links zu wählen. Was dann im Grunde genommen dem „Erdboden gleichmachen“ so ziemlich nahe kommt, denn die Linke will fast alles an die Palästinenser abtreten.
Bibi Netanyahu führt in den Hochrechnungen, egal, was Obama plant. Und wenn Obama etwas plant, dann kommt das in Israel nicht gut an, denn die Leute können ihn nicht ausstehen. Sarahles Flaschenskandal wird keinerlei Einfluss auf den Wahlkampf haben. Noch dazu, wo die Story von der extrem linken Ha’aretz stammt. Man kann über Netanyahu sagen, was man will, aber er ist es, der unsere Wirtschaft aufrechterhält. Bisher gab es kaum einmal einen Crash und die Arbeitslosigkeit hält sich dort in Grenzen, wo es Arbeit gibt. Nämlich im Küstenbereich. Ansonsten ist tote Hose.
Wen man im März in die Knesset wählen soll ?
Solch einen egoistisch – desinteressierten Wahlkampf habe ich noch nicht erlebt. Kaum ein Politiker interessiert sich für das Wohl des Landes geschweige denn der Bürger. Alle bilden Koalitionen, dann zoffen sie sich und die eine Partei rennt zu einer anderen, damit das Spiel von vorne losgeht. Jeder will an die Macht oder zumindest einen hochdotierten Ministerposten. Kohle und Macht, darum geht es im Wahlkampf zur 20. Knesset.
Weil es keinen anderen gibt, wähle ich diesmal Yahadut HaTorah, die aschkenazisch – haredische (ultra – orthodoxe) Partei. Auch dort gibt es Zoff, aber immerhin wird man nicht von außerhalb bezahlt, wie die pseudo – jüdische Partei Bayit Yehudi von Naftali Bennett. Als aufrichtiger Jude eine Christenpartei der Evangelikalen wählen zeigt, dass so mancher selbsternannte Nationalreligiöse echt einen an der Waffel hat.