Leben in Jerusalem

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Bis auf Weiteres verzichte ich auf die Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft

B“H
Im Sommer werden es achtzehn Jahre, dass ich die deutsche Staatsbügerschaft aufgrund der damaligen deutschen Gesetzgebung verlor.
Mehr zum Gesetz aus dem Jahre 1919 und Angela Merkels Änderungen hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/12/20/beibehaltung-der-deutschen-staatsbuergerschaft-nach-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/
Offiziell bin ich „nur“ Israeli mit israelischem Pass. Als ich Mitte Dezember 2017 wegen einer Beglaubigung eines Dokumentes bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv vorsprach, teilte man mir freudig mit, dass ich aufgrund der neuen deutschen Gesetzeslage ein Verfahren durchlaufen könne, um die deutsche Staatsbürgerschaft doch noch wiederzuerlangen. Man gab mir ein Formular mit, aber von Beginn an zögerte ich.
Deutschland ist nicht mehr das Land, welches ich im Sommer 2000 verliess. Seither war ich auch nicht wieder dort und plane auch keine Reise dorthin. Jetzt schon gar nicht mehr, denn wegen all der Migranten will ich nicht mein Leben umstellen und mich ständig umschauen müssen.
Die unsichere Lage Deutschlands ist der Hauptgrund, warum ich bis auf Weiteres keine Beibehaltung beantrage. US – Amerikaner sind, selbst wenn sie im Ausland leben, in den USA steuerpflichtig. Und wer weiß. Am Ende kommt Angie vielleicht noch auf die Idee, Steuern von deutschen Auswanderern einzutreiben. Und für Migranten zahle ich nichts.
Der zweite Grund ist, dass ich nach achtzehn Jahren Abwesenheit keine richtige feste Bindung mehr zu Deutschland sehe. Israel ist meine Heimat geworden. Und hier vor allem Jerusalem.
Klar, lese ich online deutsche Medien wie Welt und Focus. Ich schaue deutsche, amerikanische und israelische Youtube Kanäle. Und all das macht mir bewusst, wie sich Deutschland verändert hat. Eine neue Generation ist herangewachsen, die total anders ist als all jene, die ich noch aus Deutschland kenne. Besonders in Youtube Kommentaren macht sich das bemerkbar a la Rechtschreibfehler bis zum Umfallen, das Fehlen von Motivation und für alles scheint man einen Youtube Kurs oder anderweitige Anleitungen zu benötigen. Ich denke, was vielen jungen Deutschen heutzutage fehlt, ist die Bundeswehr.
Nein, ich bin kein Bundeswehr – Fan, aber immerhin brachte man dort den Leutchen ein wenig Respekt und Disziplin bei. Wenn man dagegen heute auf Youtube so schaut, plätschert alles vor sich hin und kaum jemand kommt mal mit einer Idee oder ein wenig Motivation daher.
Man kann Israel nicht mit Deutschland vergleichen, doch in Israel gehen Teenager mit 18 Jahren zur Armee. Das ist notwendig zum Überleben des Landes. Viele wollen in Eliteinheiten. Das sind so die Ziele der israelischen Jugendlichen: Wie kommt man in eine Eliteeinheit?
Auf diverse Ultra – orthodoxe Gruppierungen gehe ich an dieser Stelle nicht ein, doch gebe ich zu bedenken, dass immer mehr Linke aus Tel Aviv und Umgebung den Armeedienst ebenso verweigern. Die radikale Linke ist in Israel nicht besser als die deutschen Grünen. Auch hier schreien die Radikalos nach der Vernichtung des Staates Israel. Linksgerichtete junge Juden, die den Palästinensern in den Hintern kriechen und den Staat Israel verachten. Und genau diese Leute verweigern den Dienst an der Waffe. Nach Gaza ziehen wollen sie aber auch nicht. Da machen sie sich vor Angst ins Höschen und soweit geht die Liebe dann doch nicht.
Okay, mein Punkt ist, dass die Mehrheit der jungen Israelis ein Ziel vor Augen haben. Erst einmal den Armeedienst hinter sich bringen oder eine längere Karriere bei der Armee anzustreben. Auch als Frau ist das möglich.
Hinterher vielleicht studieren oder private Bildungseinrichtungen besuchen. Bildung ist sehr vielen Israelis extrem wichtig, denn man will Karriere machen. In der Wirtschaft, aber vor allem in der Hightech – Branche. Jedenfalls höre ich hierzulande kaum Gejammer, dass man keine Motivation habe und nicht wisse, was man denn im Leben mal so machen will. Wobei ich nicht den deutschen Schülern die alleinige Schuld gebe, sondern genauso der Lehrerschaft, die da offenbar kaum neuzeitliche Ideen, Alternativen und Anregungen mit einbringt.
Nicht, dass das zu meiner Schulzeit vor 30 Jahren anders war. Immerhin aber hatten wir ein Ziel vor Augen.

 

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Wetter, Lebensmittel & Integration in Israel

B“H
Gleich vorweg eine immer wieder auftauchende Leserfrage: „Ist Israel an Ostern sicher?“
Das ist die falsche Frage, die Ihr da stellt! Richtig sollte es heißen: “Ist Deutschland an Ostern sicher?”
Israel ist wesentlich sicherer als das derzeitige Deutschland, denn Polizei und Militär greifen bei etwaiger Palästinenser – Randale sofort durch. Wenn ich da an Berlin denke, wo demnächst muslimische Polizeibeamte umeinanderwuseln, wird mir geradezu schlecht. Wen rufen dann die Juden von Berlin zu Hilfe? Etwa muslimische Polizisten?
Eine zweite Leserfrage, die immer wieder auftaucht, ist die Frage nach den hiesigen Lebensmittelpreisen.
Die Antwort darauf lautet, dass Israel ein teures Land ist und es leider keine Lidl, Aldi oder Rewe – Preise gibt. Ein kleines Beispiel: Ein Tnuva – Camembert, 125g, kostet 19,90 Schekel. Bei Tnuva handelt es sich um den größten Milchproduktehersteller des Landes. 19,90 Schekel sind umgerechnet circa 4,70 Euro.
Für diesen kleinen Mini – Camembert 19,90 Schekel zu zahlen, ist mir zu teuer. Da kaufe ich lieber frisches Gemüse ein. Israelis kaufen sehr viel Hüttenkäse, wo der kleine Becher lediglich 5 – 6 Schekel (1,50 Euro) kostet. Quark ist unbekannt, doch theoretisch könnte man den mit Joghurt ersetzen.
Es kommt immer darauf an, wo man einkauft. Die Discounter finden sich meist weit weg von den Innenstädten. Trotzdem darf man die hiesigen Discounter – Preise nicht mit denen in Deutschland vergleichen. Was hier Discounter ist, wäre in Deutschland der Preis im Feinkostladen oder ein Produkt von Käfer in München. Zumindest dem Preis nach, denn das Produkt an sich entspricht garantiert nicht der Käfer – Qualität. 🙂
Jetzt vor den Pessach – Feiertagen gehen die Preise wieder richtig rauf. Einzig die Discounter Rami Levi und Osher Ad bieten ihre Waren wesentlich billiger an. Auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt ist es vor Pessach extrem teuer und da fahren die Leute lieber zum Großeinkauf in die Discounter von Talpiyot oder Givat Shaul. Stadtteile, in die sich kaum ein Tourist verirrt.
Die Frage nach Bier taucht auch immer wieder auf: Eine kleine Flasche israelisches GOLDSTAR kostet um die 7 – 8 Schekel (1,80 Euro) beim Discounter. In einer Bar bzw. im Restaurant werden leicht 20 Schekel (4,70 Euro) verlangt. Carlsberg und Tuborg sind noch dazu wesentlich teurer.
Die Temperaturen gehen dieser Tage auf und ab. Es ist trocken und wir hatten viel zu wenig Regen in diesem Winter. 21 Grad Celsius und strahlend blauer Himmel heute in Jerusalem. Mal sonnig, mal bewölkt und 17 – 22 Grad in dieser Woche. Am Sonntag sollen es 25 Grad werden. Der Winter scheint gelaufen, obwohl es auch im April noch kühl und regnerisch werden kann.
Und jetzt noch ein paar Worte zur Integration, welche ja in Deutschland immer wieder ein Thema ist:
Ich kann sagen, dass eine Familienzusammenführung wie bei den muslimischen Migranten absolut nicht die Integration fördert. Eher das Gegenteil, denn wenn erst einmal die Sippe da ist und alle in der Muttersprache kommunizieren, ist kaum mehr Motivation zum Deutschlernen vorhanden.
Am besten integrieren sich reguläre Auswanderer aus Deutschland, wenn sie Single sind oder schulpflichtige Kinder haben. Als Single war ich gezwungen, mich sofort zu integrieren und die Sprache zu lernen. Mit wem sollte ich denn auf Deutsch kommunizieren? Nur mit meiner Katze. 🙂 Und die sagte noch nicht einmal MIAU, sondern MEOW MEOW. Und Eltern mit schulpflichtigen Kindern lernen die neue Sprache durch ihre Kinder. Kinder sind da viel besser drauf als so manch ein Erwachsener.
Kein Auswanderer aus Deutschland wird in irgendeinem Land derartige Zustände finden, wie die Migranten in Deutschland. Nix mit Sozialhilfe, Wohnungen, Miete, Tafel und und und. Wer offiziell aus Deutschland auswandert und in ein anderes Land einwandert (nicht einfach so nach Spanien oder nach Thailand ziehen), der muss klotzen. Sprache lernen, Wohnung und Job suchen. Geld vom Staat? Fehlanzeige. Man muss sogar noch welches mitbringen und sich selbst versorgen.
Schnell muss eine Bleibe her und es wird ein Job angenommen. Oft ein Job unterhalb der eigenen Qualifikation. Aber wer fragt danach, wenn man Geld zum Leben braucht? Von einer Tafel kann man nur träumen. Da bliebe schlimmstenfalls nur die Suppenküche.
Auch in Israel bekommen jüdische Neueinwanderer nicht die Hilfen vom Staat, welche die Migranten in Deutschland in den Allerwertesten geschoben bekommen. Man ist gezwungen, sich Job und Bleibe zu suchen und das Nötigste selber anzuschaffen. Sobald jemand aus dem Flugzeug steigt, ist er weitgehend sich selber überlassen. Klar, ein paar Hilfen gibt es, doch das reicht nicht zum Leben.
Wer nach Israel kommt, den erwartet eine völlig andere Sprache und noch dazu eine andere Schrift. Mit Englisch kommt man durch, doch manchmal ist auch das ein Kampf. Was der Mehrheit viel mehr Probleme bereitet, ist die israelische Mentalität. Da schlucken selbst die Russen!
Verwöhnt wird niemand und selbst die illegalen Afrikaner haben das ziemlich schnell kapiert. Sofort begannen sie illegal zu jobben. Umzugshelfer hier, Anstreicher dort. Drogendealer hier oder man machte einen kleinen Laden auf, in dem offenbar nichts verkauft wird und wo nur Afrikaner herumsitzen. Weiße haben keinen Zutritt.
Selbst die illegalen Afrikaner wissen: Wer nichts verdient, hat nichts zum Essen. Jetzt werden sie abgeschoben und viele wollen sicher weiter nach Deutschland. Da kriegen sie Cash, Wohnung und noch ein besseres iPhone als sie eh schon haben.
In Israel muss jeder arbeiten, in Deutschland geht es erst einmal in die kostenlose Integration.
Der Grundsatz ist: Wer sich nicht integrieren will, kann auch nicht integriert werden. Da kann Tante Merkel noch so viel Geld zum Fenster rausschmeissen. Die Migranten kommen wegen der finanziellen Anreize nach Deutschland. In Syrien schieben sie Schubkarren auf dem Bau rum oder verkaufen Schrott auf irgendwelchen Handkarren. Wer will dahin zurück, wenn man in Deutschland bequem in der warmen Stube hockt und monatlich Hartz IV geschenkt bekommt? 400 Euro oder so. Soviel hat ein Afrikaner im Leben noch nie besessen. Und all das, ohne eine Finger zu krümmen. Da wäre man ja schön blöd in das Drecksloch Afrika zurückzukehren. Oder den Handkarren durch Aleppo der Damaskus zu bugsieren.
Die richtig gebildeten Syrer sind eh nicht nach Deutschland gekommen, sondern gleich in die USA gereist. Europa bekam lediglich den Trailer Trash!

Zur doppelten deutschen Staatsbürgerschaft

B“H
Als ich Mitte Dezember 2017 bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv war, um lediglich meine Unterschrift auf einem Dokument beglaubigen zu lassen, berichteten mir zwei Angestellte, dass sich die Gesetzeslage in Deutschland verändert hatte und ich nun meine deutsche Staatsbürgerschaft erneuern kann.
Ein Gesetz aus dem Jahre 1919 schrieb bislang vor, dass wenn jemand mit einem deutschen Pass eine andere Staatsbürgerschaft annimmt, er automatisch seine deutsche verliert. Und als ich vor 18 Jahren nach Israel auswanderte (Aliyah machte), erhielt ich automatisch die israelische Staatsbürgerschaft und verlor somit meine deutsche, da ich keinerlei komplizierte Verfahren beim Auswärtigen Amt durchlaufen wollte. Aber dazu alle Details hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/12/20/beibehaltung-der-deutschen-staatsbuergerschaft-nach-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/
Dass die Regierung Merkel die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt hatte, habe ich erst jetzt aus den deutschen Online Medien erfahren. Ob ich aber tatsächlich meine einstige deutsche Staatsbürgerschaft erneuere, steht noch in den Sternen. Derweil eher nicht, denn ich warte erst einmal die politische Entwicklung im Land ab. Ehrlich gesagt, will ich auch keine Staatsbürgerschaft von einem Land, dass allmählich islamisiert wird und in dem die freie Meinungsäußerung eingeschränkt wird.
Was mir persönlich die Erneuerung der deutschen Staatsbürgerschaft bringen würde?
Reisefreiheiten, die ich mit dem israelischen Pass nicht habe. Mit dem deutschen Pass ist man im Iran oder bei den Saudis gerne gesehen. 🙂 Und mit dem deutschen Pass braucht man (noch) kein Visum für die USA. Ich sage NOCH, denn wenn die Islamisierung in Europa voranschreitet, wird Trump vielleicht irgendwann Touristen mit europäischen Pässen in Augenschein nehmen.
Nach Deutschland zu reisen, habe ich nicht mehr vor und der große Weltenbummler bin ich nicht. Von daher brauche ich nicht unbedingt den deutschen Pass und bin mit meinem israelischen hochzufrieden.
Dieser Tage berichten deutsche Online Medien über die Auswirkungen der doppelten deutschen Staatsbürgerschaft und es hagelt haufenweise Leserkommentare. Mehrheitlich lehnen die Kommentarschreiber den Doppelpass ab. Man müsse sich nur für ein Land entscheiden und könne sich keine Rosinen herauspicken.
Dazu muss ich sagen, dass dies eine ziemlich begrenzte Sichtweise ist. Ich kenne total viele Leute mit zwei Pässen. Darunter eine Menge Amerikaner.
Offiziell sind mehrere Pässe in den USA nicht erlaubt, doch man sagt eigentlich nichts, wenn die Einwohner dann doch mehrere Pässe haben. Solange nichts an die große Glocke gehängt wird, läuft alles friedlich ab und niemand sagt ein Wort. Dafür aber sind im Ausland lebende US – Bürger (auch die mit dem Zweitpass) verpflichtet, ihre Einkommen der amerikanischen Steuerbehörde IRS zu melden und ggf. Steuern zu zahlen. In Deutschland meldet man sich einfach nur ab, reist aber mit seinem deutschen Pass durch die Welt. Wer in Deutschland seinen festen Wohnsitz abgemeldet hat, ist nicht steuerpflichtig. In den USA ist das anders, denn der US – Pass verpflichtet und die IRS ist stramm dahinter, dass alle Steuererklärungen abgegeben werden. Auch von den im Ausland lebenden US – Bürgern, die keinen Cent besitzen.
Ich denke dass, wer Verbindungen zu zwei Ländern hat und in beiden abwechselnd wohnt oder zumindest eine Menge Zeit verbringt (und dazu noch die Landessprachen beherrscht), ein Anrecht auf zwei Pässe hat. Vielleicht weniger die in Deutschland ansässigen Türken, wenn sie Deutschland eh hassen. Von solchen Leute rede ich nicht.
Für ausgewanderte Deutsche aber sollte die deutsche Staatsbürgerschaft auf Wunsch auch weiterhin gelten. Warum nicht und vielleicht kehrt ja mal wieder jemand aus dem Ausland zurück. Oder die Kinder wollen in Deutschland leben.
Nur kommt dann immer das Argument, dass diese Leute dann sicher wieder an die Sozialtöpfe wollen. Das ist ein ziemliches Vorurteil und bei mir, wie vielen anderen, wäre das nicht der Fall. Es geht doch nicht immer nur darum, sich in die soziale Hängematte zu legen, sondern einfach darum, dass man in Deutschland geboren wurde, aufwuchs, Steuern zahlte und beim Auswandern nicht einfach so hinausgeschmissen werden will. Da haben ausgewanderte Deutsche viel mehr ein Anrecht auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft als Achmad aus Duisburg, der die Scharia will. Aber Letzteren wird anscheinend alles hinterhergeschmissen und uns, die da mal Steuern zahlten und im Land verwurzelt waren, wird alles weggenommen. Ich denke, dass ich diesbezüglich für viele Auswanderer spreche.
Israel schränkt die Anzahl der Staatsbürgerschaften nicht ein und die Schweiz, soweit ich weiß, auch nicht. Ich habe schon Schweizer getroffen, die hatten einen US – Pass, einen britischen und eine israelischen. Und diese Leute sahen nicht so aus als wollten sie in die soziale Hängematte. Ganz im Gegenteil. Und … sie sprachen alle Landessprachen perfekt! Nix mit „ISCH BIN“ oder so.
Deutschland sollte schon die doppelte Staatsbürgerschaft erlauben, aber nicht für jeden Hampelmann. Vor allem dann nicht, wenn er Deutschland hasst und nach der Scharia schreit.

 

Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft nach der Aliyah (Einwanderung) nach Israel?

B“H
Als ich in der vergangenen Woche auf der Deutschen Botschaft in Tel Aviv war, erfuhr ich, dass sich die Gesetzeslage wieder einmal geändert hat. Nach meiner offiziellen Einwanderung nach Israel (Aliyah) im Jahre 2000 änderten sich die deutsche Gesetze ständig. 🙂
Einmal heißt es, dass ein Deutscher, der im Ausland eine weitere Staatsbürgerschaft beantragt, seine deutsche Staatsbürgerschaft automatisch verliert. Dieses Vorgehen basiert auf einem Gesetz aus dem Jahre 1919.
Die Betonung liegt hier auf dem Wort BEANTRAGT, denn wer als Jude Aliyah nach Israel macht (nach Israel einwandert), der BEANTRAGT die israelische Staatsbürgerschaft ja nicht, sondern bekommt sie sozusagen automatisch geschenkt. Man fragt nicht danach, sondern hat sie einfach.
Alle Bundesländer erkannten die israelische Vorgehensweise als NICHT BEANTRAGT an und der Deutsche konnte seine Staatsbürgerschaft beibehalten, solange er denn seinen letzten Wohnsitz NICHT in BAYERN hatte. Bayern nämlich erkannte als einziges Bundesland das israelische Verfahren nicht an. Bedeutet im Klartext, dass derjenige, der seinen letzten deutschen Wohnsitz in Bayern hatte (so wie ich), die deutsche Staatsbürgerschaft verlor.
Theoretisch hätte ich für mindestens sechs Monate nach Deutschland zurückkehren und mich in einem anderen Bundesland anmelden können. Aber ich kann ja nicht eben mal so sechs Monate weg, um dann irgendwo in Deutschland befristet zu wohnen.
Dann änderte sich die Gesetzeslage so, dass der Neueinwanderer nach Israel ein kompliziertes Verfahren bei der Deutschen Botschaft / Auswärtiges Amt durchlaufen musste, um die deutsche Staatsbürgerschaft beizubehalten. Dies schließt mit ein, dass er zunächst einmal die israelische Staatsbürgerschaft ablehnt, dann das Verfahren bei der Botschaft durchläuft, danach zum israelischen Innenministerium geht und doch noch die israelische Staatsbürgerschaft erhält.
In Israel hat man damit wenig Probleme, denn man weiß um die komplizierten Verfahren mancher Länder. Und in Israel selbst kann jeder Israeli andere Staatsbürgerschaften haben, ohne dass die Behörden sich anstellen.
Aktuell ist es wieder so, dass ich selbst nach fast 18 Jahren israelischer Staatsbürgerschaft meinen im Jahre 2003 abgelaufenen deutschen Pass erneuern kann. Wenn ich denn bei uns zum Innenministerium gehe und meine israelische Staatsbürgerschaft bestätigen lasse. Danach wird alles zur Deutschen Botschaft nach Tel Aviv gesandt und entschieden. 

 

 

Dieses Formular muss vom israelischen Innenministerium unterschrieben werden. – Photo: Miriam Woelke

Wie genau sich die Gesetze auf deutsche Nichtjuden in Israel auswirken, kann ich nicht sagen. Ich denke mal, dass durch eine Heirat mit einem Israeli nicht sofort die volle israelische Staatsbürgerschaft erteilt wird und derjenige Deutsche eh seinen deutschen Pass behält.
Ich persönlich warte mindestens bis zum Sommer ab, um zu sehen, wie sich die Lage in Deutschland überhaupt entwickelt.

Auswanderer – Dokus

B“H
Vor Jahren erhielt ich auch einmal eine derartige Anfrage. Ich weiß nicht mehr, ob es SAT 1, Pro 7 oder RTL II war. Ist ja auch egal, denn ich habe sofort abgelehnt.
Man wollte mir mit der Kamera durch meinen Alltag in Jerusalem folgen. Eine Woche lang. Das war mir zu nervig und deswegen sandte ich sogleich eine Mail und sagte ab.
Letztendlich war das auch gut so, denn wenn man heute so sieht, wie Leute in Dokus als Trottel dargestellt werden. In Deutschland liebt man es sowieso, wenn der Auswanderer scheitert und falls nicht, wird halt alles so gescriptet.

 

Auswandern aus Deutschland – Ja oder Nein?

B“H
Ungewöhnlich viele Deutsche denken insbesondere seit dem nicht enden wollenden Migrantenstrom daran, Deutschland zu verlassen. Man fühlt sich nicht mehr sicher, sieht die Demokratie im Eimer und die Pressefreiheit ist eh dahin. Angela Merkel hat alles im Griff und ignoriert weitestgehend die Ängste der Bürger: Radikaler Islam, Salafismus, Terror, Kriminalität, Altersarmut, Dumpinglöhne, hohe Preise, unbezahlbare Mieten, Arbeitslosigkeit oder der sinkende Bildungslevel.
Nun meinen manche Kritiker, dass all diese Themen bzw. deren negative Betrachtung nichts anderes als Panikmache sei. Die Migranten würden sich schon integrieren und alles erledige sich dann von selbst. Dass die Kriminalität durch Migranten sowie Leuten mit Migrationshintergrund drastisch angestiegen ist, wird dabei lieber ignoriert. Das Ausland versteht Deutschland nicht mehr, denn fast alle hätten erwartet, dass Frau Merkel aus dem Amt gejagt und vor Gericht gestellt wird.
Die AUSWANDERUNG generell zog schon immer viele Leute magisch an. Ein neues Leben beginnen. Irgendwo anders und wenn es geht, dann unter Palmen und mit Sonnenschein. Sich freier fühlen und wie ich so im Internet las, wollen einige Leute einfach nur dem deutschen Sozialneid entkommen. 🙂
Zuerst möchte ich definieren, was für MICH Auswandern bedeutet. Man mag dem zustimmen oder nicht!
Meiner Meinung nach bedeutet AUSWANDERN, dass jemand ein Land verläßt und in ein anderes Land zieht. Und das mit allen Konsequenzen und nicht mit Touristenvisum. Als ich vor mehr als 17 Jahren nach Israel auswanderte, so tat ich das offiziell. Mit neuer Staatsbürgerschaft und allem Pipapo.
Wer aus Deutschland wegzieht, der wandert nur dann aus, wenn er, z.B., eine neue Staatsbürgerschaft annimmt und sich im neuen Land als Staatsbürger komplett integriert. Wer dagegen nur nach Mallorca oder London zieht, der ist für mich kein Auswanderer. Es sei denn, er wird Spanier oder Brite.
Ich denke mal, dass all diejenigen, die momentan über eine Auswanderung nachdenken, wohl eher mit dem deutschen Paß in ein anderes Land ziehen wollen. Heißt, sie wollen keine neue Staatsbürgerschaft annehmen. Geschweige denn die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren. Das bedeutet in der Realität, dass derjenige ein Visum braucht und dieses regelmäßig verlängern muss.
Innerhalb Europas kann sich ein Europäer jederzeit niederlassen, doch anderswo ist das nicht möglich. Für die USA ist eine Green Card erforderlich. Neuseeland, Australien oder Kanada stellen strenge Einwanderungsbedingungen. Derzeit aber scheinen auf Youtube eher Polen, Ungarn, Russland, die Schweiz, Paraguay, Bolivien oder Uruguay als Auswanderungsziele hoch im Kurs zu liegen.
Auf Youtube solltet Ihr aufpassen, denn es geben dort teilweise Leute Ratschläge, die Euch etwas vorlügen. Darunter die sogenannte Rohkostfamilie, die vorgibt, in Costa Rica zu wohnen. Dem ist nicht so und man hält sich dort lediglich ein paar Mal mit Touristenvisum auf. Um dieses zu verlängern bzw. ein neues Visum zu erhalten, muss die Familie Costa Rica regelmäßig verlassen, um dann wieder neu einzureisen. Man ist in Costa Rica Tourist und mehr nicht.
Ob jemand Deutschland den Rücken kehren wollt oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Ich würde Euch auf alle Fälle raten, das Land, in welches Ihr ggf. auswandern wollt, zu testen.
Wie?
Indem Ihr dort ein paar Monate lebt und Euch umschaut, ob Ihr es dort aushaltet. Die Sprache solltet Ihr einigermaßen können. Wie schaut es auf dem Arbeitsmarkt aus und wie hoch sind die Lebenshaltungskosten? Meint Ihr, dass Ihr dort klarkommt? Wie schaut es mit der medizinischen Versorgung oder Schulen und Kindergärten aus?
Diesen ersten Schritt unterschätzen die meisten Auswanderer, indem sie einfach losziehen. Seid Euch dessen bewusst, dass Ihr in Deutschland immer noch die beste soziale und medizinische Absicherung habt. Noch nicht einmal Kanada wird Euch das bieten.
Ein weiterer Fehler, den die Leute auch in einem der unten aufgeführten Videos machen ist, sich dort anzusiedeln, wo andere Deutsche sind. Bestes Beispiel, wie im Video zu sehen: Der Plattensee (Balaton) in Ungarn. Dort entstehen deutsche Kolonien. Ich persönlich finde das furchtbar und wenn ich nach Ungarn ziehen täte, würde ich unter Ungarn leben und die Landessprache erlernen.
Ist Deutschland zu teuer?
Also, wenn ich mir die Discounter – Preise in Deutschland ansehe, werde ich total neidisch. Israel ist ein sehr teures Land und den Australier geht es nicht besser. Überall auf der Welt gibt es Vor – und Nachteile und billiger ist es auch nicht. Es sei denn, man zieht nach Thailand oder so. Japan hingegen ist schon wieder unerschwinglich.
Und die vielen muslimischen Migranten?
Seid Euch bewusst, dass es kaum einen Ort auf der Welt gibt, an dem keine Moslems leben. Selbst in Südamerika findet Ihr eine Menge davon. Der Unterschied ist, dass die Polizei in anderen Ländern sich besser durchzusetzen vermag als die deutschen Kollegen. Da die deutsche Polizei, mehr oder weniger, hilflos agiert, machen die Migranten was sie wollen. In Israel, den USA sowie anderen Ländern ginge das gar nicht und die Bürger würden auf die Barrikaden gehen.
Und in ihren Herkunftsländern täten sich die Migranten erst gar nichts trauen, denn bei den Saudis, in Syrien, im Libanon, in Afghanistan oder in Afrika gibt es von der Polizei oder vom Militär richtig aufs Maul. Dagegen stehen Justiz und die Exekutive in Deutschland immer dumm da.
In Deutschland wird offiziell verbreitet, dass jedes Jahr 160,000 Deutsche das Land verlassen. Die Mehrheit zieht in die Schweiz und nach Österreich. Allein schon der gemeinsamen Sprache und Mentalität wegen.
Von diesen 160,000 Auswanderern kämen im Laufe der Zeit 100,000 zurück. Grund dafür sind falsche Vorstellungen bzw. zu hohe Erwartungen, Arbeitslosigkeit / Armut im neuen Land oder einfach nur Heimweh. So mancher Auswanderer war auch nicht bereit, seinen Lebenstil im Ausland herunterzuschrauben und klein anzufangen. Stattdessen wollte man den aus Deutschland gewohnten Lebensstandard beibehalten.
Allein deshalb ist es wichtig, sich vor einer Auswanderung stets im neuen Land länger umzusehen und alles auszukundschaften. Nicht, dass jemand hinterher ohne Geld strandet und nicht mehr wegkommt. Die deutschen Botschaften zahlen in den seltesten Fällen Rückflugtickets und falls doch, so müsst Ihr in Deutschland das Geld zurückzahlen.
Richtig auszuwandern ist kein leichter Schritt und die Preise und hohen Mieten allein sind kein Auswanderungsgrund. Das habt Ihr überall auf der Welt und das PERFEKTE Land gibt es einfach nicht. Überall gibt es Positives und Negatives und vielleicht will jemand schon morgen wieder weg aus Uruguay und dann doch lieber nach Norwegen. Und Norwegen ist voller Moslems. Also dann doch Ungarn oder die Schweiz?
Wer wirklich weg will aus Deutschland, der kann umziehen. Mit Familie ist es schwerer als allein. Wer jedoch bereits in Deutschland nicht viel auf die Beine gebracht hat (Beispiel: Berufsausbildung, Sprachen lernen), der wird es im Ausland nicht leichter haben. Jeder Auswanderer fängt in seiner neuen Heimat ganz klein an. Von ganz unten und dazu muss die nötige Geduld und ein starker Wille vorhanden sein. Wer nur kommt und jammert, soll lieber in Deutschland bleiben. 

 

Auswandern, weil man sich nicht mehr zuhause und sicher fühlt? Ziel Schweiz? Ungarn?

 

 

Die Story: Flucht vor Flüchtlingen Kontrovers | BR Fernsehen

 

 

Auswandern – und wieder zurück müssen | Doku | Die Reportage | NDR

 

 

Russland wird zum Auswanderungsziel der Deutschen
Auswandern generell und viele Video – Vorschläge in der Sidebar

 

https://de.gatestoneinstitute.org/9163/deutsche-verlassen-deutschland

Leserfrage: „Kann eine Auswanderung am Heimweh scheitern?“

B“H
Kann eine Auswanderung, egal, in welches Land, am Heimweh scheitern?
Ja, absolut!
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich im Herbst 1987 zum ersten Mal nach Israel kam und einen wahren Kulturschock erlitt. Dieser Schock begann bereits am damaligen Alten Busbahnhof von Tel Aviv. Heute vermisse ich dieses Chaos von damals, womit ich mich auf den versifften Busbahnhof beziehe. Aber immerhin kosteten die Stadtbusse zu der Zeit nur 70 Agorot (ca. 20 Cent). Und zum Telefonieren mussten man erst Assimonim (Telefonmünzen) kaufen. Telefonkarten gab es noch nicht und Handys waren Zukunftsmusik.
Auch das Internet war noch weit weg und wer sich zu der Zeit über Deutschland informieren wollte, der musste eine teure Ausgabe einer deutschen Zeitung kaufen. Selbst auf die BILD haben wir uns damals gestürzt. Heute dagegen reicht ein Klick im Internet und man weiß alles. Von Youtube erst gar nicht zu reden. Ich dagegen schleppte in den Achtzigern einen Weltempfänger mit mir rum und hörte ab und zu Deutsche Welle.
Vielleicht war es das fehlende Internet, was vor Dreißig Jahren das Heimweh stärker aufkommen liess. Wer jedoch mehrere Jahre aus Deutschland weg ist, dem erscheint das Land, mit oder ohne Internet, immer fremder.
Bei einer Auswanderung kommt alles auf die innere Einstellung des Auswanderers an. Zieht, z.B. ein Deutscher nach Mallorca, so sehe ich das nicht als Auswanderung, sondern eher als Umzug innerhalb Europas. Es gibt auf Mallorca offenbar einen Lidl, alle deutschen TV Sender, deutsche Kneipen und und und. Außerdem besitzt derjenige einen EU – Paß und muss keinerlei Aufenthaltsgenehmigungen einholen.
Wenn Leute mit einem zu deutschen Mindset auswandern und dementsprechend ihre Erwartungen nicht erfüllt sehen, kann dies schnell zum Heimweh führen. Deutsches Essen, die deutsche Mentalität oder Sprache werden vermisst. Insbesondere auch Freunde und Verwandte.
Vor einer Auswanderung muss sich immer erst mit dem neuen Heimatland auseinandergesetzt werden. Vom Erlernen der Sprache bis hin zum neuen Arbeitsplatz. Erwartungen sollten heruntergeschraubt werden, denn es wird garantiert nicht alles wie in Deutschland sein. Die Wohnung ist ggf. spartanischer, der Job weniger gut bezahlt. Wenn man denn nicht zuerst in einer weniger beliebten Position arbeiten muss.
In der Vergangenheit dieses Blogs, den ich mittlerweile schon mehr als zehn Jahre unterhalte, kam es immer wieder vor, dass mir Kommentatoren aus Deutschland schrieben: „Der Ton macht die Musik!“
Eine typisch deutsche Aussage, wie ich finde.
Ich habe mir dann immer vorgestellt, wie denn Israelis reagieren täten, käme ich mit dem Zitat: „Der Ton macht die Musik!“ daher. Wer sich in Israel auskennt, der lacht jetzt los.
Okay, bei vielen Gelegenheiten verhält man sich sachlich. Andererseits sollte sich jeder beim Gang auf israelische Ämter oder bei andere Institutionen, darauf einrichten, angeraunzt zu werden. Einfach so. Was übrigens nicht immer negativ gemeint ist, aber die Leute sind hierzulande nicht gerade zimperlich im Umgang.
Und wenn dann jemand kommt und meint, der Ton mache die Musik, dann ist erst recht was los. Mit derlei Sprüchen und Erwartungen kommt man in Israel nicht weit. In anderen Ländern vermutlich ebenso wenig.
Das beste Mittel gegen Heimweh ist, sich in der neuen Heimat Freunde und einen Job zu suchen. Ein Zuhause aufzubauen. Egal, wie klein und minimal dieses am Anfang auch sein mag. Bescheiden beginnen und nicht zuviel erwarten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die jeweilige Landessprache. Wer die nicht lernt, wird sich niemals so richtig zuhause fühlen.
Und noch etwas zu den Heimkehrern: Wer ein paar Jahre oder gar Jahrzehnte im Ausland lebte und dann wieder in Deutschland aus dem Flugzeug steigt, braucht längere Zeit, um sich wieder einzuleben. Und dann kommen die Momente, in denen man Heimweh nach dem Land hat, in dem man gerade alles aufgab. So manch einer ist dann hin und hergerissen. Auch das kenne ich aus meiner Vergangenheit.