Leben in Jerusalem

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Schnee in Jerusalem 2019

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Photo: Miriam Woelke

 

Mit großem Trara hatte die hiesige Presse den Schnee in Jerusalem angekündigt, aber am Ende fiel alles recht bescheiden aus.
Zwar fiel gestern Abend ein wenig Schnee, aber er war auch wieder so schnell weg wie er gekommen war. Es ist sehr kalt und stürmisch, doch in der Nacht reichte es nur für Hagel und Graupel. Der große Schneefall blieb in der Hauptstadt aus und heute schon zeigt sich wieder etwas die Sonne. Bis Montag klettert das Thermometer auf 12 Grad an. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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Schnee in Jerusalem – Ja oder Nein?

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Schnee – Aussicht von meinem Balkon vor ein paar Jahren – Copyright: Miriam Woelke

B“H
Eine definitive Antwort kann ich erst morgen Abend geben, denn dann soll es ggf. in Jerusalem schneien. Die Stadtverwaltung jedenfalls hat schon einmal Planierraupen zum Schneeschieben bereitgestellt. Ich hoffe ja, dass es nur regnet und nicht schneit, denn ich hasse Schnee. 
Heute war es bei 12 Grad Celsius in Jerusalem warm und sonnig, doch schon heute Nacht schwenkt das Wetter um. Morgen werden wir lediglich 4 Grad haben und es soll regnen, hageln, graupeln und am Ende eventuell auch noch schneien. Und das alles bei einem heftigen Sturm. Am Donnerstag soll es trocken bleiben und etwas wärmer werden. 
Schnee in Jerusalem bedeutet jedesmal Chaos. Die Busse stellen sofort den Verkehr ein. Genauso wie PKWs, denn alles läuft hier auf Sommerreifen. 
Falls am Donnerstagmorgen Schnee liegen sollte, sind die Schulen geschlossen und die Leute gehen noch nicht einmal zur Arbeit. Alles bleibt in dem Fall geschlossen. Auch die Supermärkte. Einfach alles, denn bei Schnee geht gar nichts mehr. Dann sind alle zuhause und machen sich einen schönen unbezahlten Tag.

Diese neue Woche

B“H
Der Schabbat ist vorbei und die neue Woche hat begonnen.
Ein überaus sonniger und warmer Schabbat war es, den ich fast nur auf dem Balkon verbrachte. Immerhin fast 15 Grad Celsius, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Winter etwa vorbei ist. Ganz im Gegenteil, denn er kommt schon Morgen wieder zurück. Die Temperaturen sinken drastisch und für Mittwoch sind Graupelschauer angesagt. Das Thermometer sinkt zum Donnerstag auf gerade mal 4 Grad Celsius. Zumindest in Jerusalem.
Am Mittwoch muss ich wieder einmal ins Krankenhaus, denn es steht beim Urologen eine Ultraschalluntersuchung der Nieren an sowie ein allgemeiner Nierentest. Hoffentlich bleibt das in diesem Monat meine einzige Behandlung. 
Im Februar hingegen stehen zwei Krankenhaustermine an: Bei der Ärztin, die mich operierte zur Nachuntersuchung. Dann ein Bluttest bei meiner Krankenkasse, dessen Ergebnis ich Ende Februar bei meinem CT Scan vorlegen muss. Mein CT wird immer mit Jod ausgeführt und da ist ein Bluttest erforderlich, denn man will sehen, ob die Nieren das Jod aushalten.
Ende des Monats werde ich einen Teil meines Buchmanuskriptes an den deutschen Verlag zum Editieren und zur Korrektur senden. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres unter dem Titel „111 Gründe, Israel zu lieben“ erscheinen. Über Länder wie Irland, Poland, etc. gibt es bereits eine ganze Buchserie und es lohnt sich, darin zu blättern. Die Bücher sollten in jeder Buchhandlung oder halt auf Amazon zu finden sein.
Den nächsten anstehenden jüdischen Feiertag erkennt man in Israel immer am Angebot bzw. an der Dekoration im Supermarkt. Zwar steht der biblische Feiertag Tu be’Shevat (15. Tag im Monat Shevat) erst am 20. / 21. Januar an. Die Supermärkte aber haben schon jetzt ihr Angebot ausgebreitet. Mit keiner so passenden Deko wie hier im Jerusalemer SuperDeal.

 

Photo: Miriam Woelke

Getrocknete Früchte in allen Formen zum Neujahrstag der Bäume. Ich mag das Zeug absolut nicht, denn es ist viel zu süss. 🙂 Aber man kann ja auch richtiges frisches Obst essen. 

Mal was Erfreuliches: Es giesst in Strömen uns Israels Flüsse füllen sich

B“H
Vor allem in Nordisrael herrscht gute Laune, denn fast ausgetrocknete Flüsse und Bäche füllen sich in diesem Winter wie schon seit Jahren nicht mehr. Selbst lange nicht gesichtete Tiere wie der Salamander sind wieder da.
Der Kinneret (See Genezareth) aber braucht noch einige Meter Wasser, um auf seinen normalen Wasserpegel zu kommen (5m). Heute Nacht giesst und hagelt es durch. Bis morgen Nachmittag halten Kälte, Regen und Sturm an. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen, doch in der kommenden Woche wird es erneut kühler. 

 

Eiseskälte & Wasserleitungen

B“H
Bis Donnerstag bleibt es in Jerusalem eiskalt. Es weht ein eisiger Wind trotz Sonnenschein und wir haben gerade einmal 6 Grad Celsius. Erst am Donnerstag erwärmt es sich wieder auf 11 Grad.
Gestern hatte unser Mehrparteienhaus kein Wasser. Kurz vor 7.00 Uhr morgens wurde es abgestellt und nachmittags rief ich die Wasserwerke Gichon an, um nachfragen, ob irgendwo im Stadtteil am Wasser gefuchtelt wird. Die meinten, es sei alles in Ordnung und ich solle doch mal unseren Wasserzähler kontrollieren. Vielleicht hat da jemand manipuliert.
Durch den Arbeiter, der gerade bei der Vermieterin eine neue Dusche einbaut, erfuhr ich, dass unsere Wasseruhr weiter unten in der Nebenstraße ist und da diese Straße von Palästinensern aus dem unteren Teil des Stadtteiles extrem frequentiert wird, kann es sein, dass die an den Wasseruhren herumgefuchtelt haben.
Dazu muss man sagen, dass in Israel Wasseruhren, Stromleitungen, Wasserleitungen oder Gasbehälter meist frei zugänglich sind. Außerhalb der Häuser und teilweise an den Straßen. Deutsche Behörden täten da die Krise kriegen, aber in Israel funktioniert es. 🙂

 

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Gesehen in Tel Aviv – Copyright: Miriam Woelke

 

Der Arbeiter und ich machten uns auf in die Nebenstraße, wo zwei Araber an der Wasseruhr des Hauses hantierten. Arabische Arbeiter, die ein kaputtes Teil auswechseln sollten. Morgens bauten sie es aus und erst abends kamen sie mit dem neuen Ersatzteil zurück. So war das ganze Haus den gesamten Tag über ohne Wasser und jetzt am Abend kamen alle Bewohner heim und wollten kochen und duschen.
Die Araber hantierten und fuhren auf und davon. Danach hatte nur eine Partei Wasser und wir anderen nicht. Es wurde massig mit der Frau, welche auch als eine Art Hausmeisterdienst fungiert, diskutiert und die rief die Araber ein paar Mal an, die da meinten, wir müssen halt abwarten. Vielleicht habe sich zuviel Luft in den Leitungen angesammelt und die müsse erst einmal entweichen.
Kurz gesagt, es gab ein Riesenchaos, denn die Leute waren sauer und nach mehr als einer Stunde lief dann das Wasser. Was genau die Hausmeistertussi gemacht hatte und ob sie die Araber zurückbeorderte, wissen wir nicht. Jedenfalls lief das Wasser wieder. Vorerst, denn die Rohre am Wasserzähler sollen nach 500 Jahren jetzt ausgetauscht werden. 🙂
Das war also gestern unsere Feierabend – Show draußen bei Sturm und Eiseskälte: An der Wasseruhr zu diskutieren.
Neues Thema:
Nach ewigen Zeiten habe ich mich wieder auf Facebook angemeldet, denn ich bin einer bestimmten geschlossenen Cancer Group beigetreten. Wer chronisch krank ist, der kann auf Facebook geschlossenen Krankheitsgruppen beitreten und so jede Menge Gleichgesinnte und hilfreiche Infos finden.
In meiner Gruppe kennen sich die Kranken aus und diskutieren alle möglichen Chemotherapien, Metastasen und einfach alles. Und sie kennen alle Ärzte und sonstige Spezialisten. Derlei Gruppen kann ich nur weiterempfehlen!

Wer diese Woche nach Israel reist …

sollte warme Klamotten mit im Gepäck haben. Auf dem Hermon im Norden fällt Schnee und in Jerusalem weht ein eiskalter Wind. Bis Donnerstag wird es nicht wärmer als 9 Grad Celsius und der Regen kehrt auch wieder zurück. Erst am Freitag wird es etwas wärmer.
Am Donnerstagabend war ich im Kulturzentrum Alter Bahnhof und dort herrschte gähnende Leere. Selbst die Restaurants waren schlecht besucht und alles wirkte verlassen. Im Machane Yehudah Markt hingegen ist jeden Abend immer noch Halligalli, wobei die meisten Bars dort illegal sind und an der Steuer vorbeiverdient verdient wird. Trotzdem greift die Stadtverwatung nicht ein, denn der allabendliche Trubel auf dem Markt wurde zu Jerusalems Markenzeichen und zieht selbst Besucher aus Tel Aviv an.
Januar und Februar sind die kältesten Monate in Israel und ein Tourist sollte seine Unterkunft immer fragen, ob ausreichend heißes Wasser zum Duschen vorhanden ist. Vorsicht bei arabischen Hostels, denn bei denen gibt es fast immer nur kaltes Wasser.

Der Winter hält Einzug

B“H
Seit Donnerstag regnet es und das meistens in Strömen. Kalt ist es dazu mit Temperaturen um die 10 Grad Celsius. Am Donnerstag soll es bei 5 Grad sogar zu Graupelschauern kommen. 

 

 

Mehr Photos hier:
https://news.walla.co.il/item/3210017