Leben in Jerusalem

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Winter & Pessach (Passover)

B“H
Nach einigen sonnigen warmen Tagen kehrt diese Woche der Winter wieder ein. Regen hatten wir bereits heute Morgen, aber gegen Abend soll es so richtig losgehen mit Gewitter in der Nacht und Hagel am morgigen Montag. Die Temperaturen sinken und am Schabbat steht anscheinend ein neues Unwetter mit Kälte ins Haus.
Vorbei ist der Winter also noch nicht.
Noch bevor die Leckereien für Purim in den Regalen zu finden waren, standen schon die Pessach – Sachen dort. An erster Stelle Putzmittel, denn gleich nach Purim in der letzten Woche, beginnen viele Familien bereits jetzt mit dem Pessach – Putz. Zimmer für Zimmer wird gründlichst auf den Kopf gestellt, denn zu Pessach darf kein einziges Getreidekorn im Haushalt vorhanden sein.
Alles wird auseinandergenommen und auch ich will in dieser Woche irgendwann mit meinen Bücherregalen anfangen. Jedes Buch abwischen und die Regale richtig auswaschen. Zwar habe ich nur eine 2 – Zimmer – Wohnung, aber es gibt vor Pessach trotzdem viel zu tun. 🙂

Regel, Hagel & Kälte in Jerusalem

Gestern und heute sind wir wahrlich vom Winterwetter befallen. Regen und Hagel nonstop in Jerusalem. 

 

Der Winter meldet sich zurück

B“H
Nach einiger Zeit des Sonnenscheins und Temperaturen um die 15 Grad Celsius (in Jerusalem) ist letzte Nacht der Winter zurückgekehrt. Sturmböen, Regen und Temperaturen um die 8 Grad Celsius. Morgen soll es sogar wieder einmal hageln.
Kühl und regnerisch bis mindestens Mitte nächster Woche. Zwar blühen schon einige Bäume und man hört Vogelgezwitscher, aber der richtige Frühling bzw. der Sommer scheinen noch weit entfernt. Auf dem Golan soll es wieder schneien und die dortige Wintersaison ist noch nicht vorbei.
Jerusalem zeigt sich nass und mit grauem Himmel. Ich jedenfalls freue mich auf die wärmere und vor allem sonnige Jahreszeit.

Sonnenschein & Armut in Israel

B“H
Jerusalem, 24. Januar 2019, strahlender Sonnenschein und 19 Grad Celsius Tagestemperatur.
Ich will in Europa niemanden neidisch machen, denn Ihr habt ja offenbar eine Kältewelle. Nehmt es aber nicht allzu tragisch, denn in Israel kann es im Februar auch nochmals richtig kalt werden. Der Winter ist noch lange nicht vorbei.
Dennoch bringt das mildere Wetter mit Sonne erst einmal richtig schöne Energie mit sich. Das ist gleich ein ganz anderes Feeling, wenn man morgens aufsteht und ich verbringe viel Zeit auf dem Balkon. Besonders am Schabbat. Wer dieser Tage vorhat, nach Israel zu reisen: Bringt bloß nicht nur Eure Sommerkledage mit, sondern auch feste Schuhe und Pullover.
Immer wieder werde ich nach Preisen in Israel gefragt und das Thema scheint kein Ende zu nehmen. Kurz gesagt: Geht davon aus, dass Israel ein teures Land ist und die Spaghetti nicht nur ein paar Cent kosten. Wer essen geht, muss immer damit rechnen, mehr zu zahlen als in Deutschland. Und ein gewöhnlicher israelischer Salat beinhaltet nur Tomaten, Gurken und vielleicht etwas Zwiebel. Oliven, Nüsse und all die Zusätze wie Käse machen alles teurer.
Jeden Tag essen zu gehen ist selbst für den Touristen unerschwinglich und wer kann, der kocht sich in seiner Unterkunft selbst etwas. Übrigens sind die hiesigen Burger King und der McDonald’s sauteuer. Satt wird man von dem Zeug eh nicht und die Qualität ist genauso mies wie in Deutschland. 🙂
Jemand auf Twitter fragte nach, wie es mir nach dem OP und der Tumorentfernung geht.
Danke, sehr gut, aber die Diagnose Krebs wird mich den Rest des Lebens verfolgen. Alle drei Monate zum CT Scan, immer mit der Angst, dass ein neuer Tumor wächst bzw. der Krebs in einem anderen Organ startet. Ansonsten bin ich positiv eingestellt und lebe meinen normalen Alltag weiter. 
Themawechsel:
HAARETZ brachte neulich einen lesenswerten Artikel zum Thema ARMUT IN ISRAEL:
https://www.haaretz.com/israel-news/business/one-in-five-israelis-live-in-poverty-report-finds-1.6744795
Es ist absolut richtig, dass Israelis ganz normal arbeiten und dennoch lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut. Und das beschränkt sich nicht nur immer auf die arabische und Ultra – orthodoxe Bevölkerung, sondern ALLE sind betroffen.
Es gibt ausgesprochen wohlhabende Araber genauso wie Ultra – orthodoxe Juden. Manche Ultra – orthodoxe Juden haben Unternehmen und sind Millionäre. Genau wie zahlreiche Palästinenser.
Wen die Armut stark betrifft, sind Neueinwanderer und hierbei besonders die älteren Einwanderer aus den ehemaligen GUS – Staaten. Wer als Rentner nach Israel einwandert, bekommt meist nur den Mindestbetrag der staatlichen Rente und davon kann keiner leben. Selbst nicht mit Mietzuschuss. Deshalb sieht man vor hohen Feiertagen wie, u.a., Pessach (Passover), lange Schlangen vor den Ausgabestellen von Fresspaketen. In diesem Jahr beginnt Pessach Mitte April und nicht jeder hat das Geld für eine eigene Pessach – Seder.
In Deutschland ist es mittlerweile nicht anders und in Israel ist das schon viele jahrzehntelang der Fall: Leute arbeiten und haben am Ende doch kein Geld, weil die Gehälter mies sind und die Lebenshaltungskosten extrem hoch.
Nun werden einige Leser wieder die Statistiken aus dem Internet zitieren, die da das israelische Durchschnittseinkommen bei 8000 oder mehr Schekel auflisten. Genau das entspricht nicht der Realität.
Ich bin mit dem, was ich habe, zufrieden. Klar, könnte es mehr sein, aber ich kann meinen Lebensunterhalt bestreiten und bin nicht im Minus bei der Bank.
Touristen sehen nicht immer die Armut im Land, Es sei denn, jemand wühlt in der Mülltonne oder sammelt Flaschen. Und ja, Flaschen werden auch in Israel gesammelt!
Armut zeigt sich nicht immer an abgewetzten Klamotten oder beim Betteln. Wer jedoch im Supermarkt drastische Einschnitte machen muss und nur von Brot, Butter, Marmelade, Nudeln, Milch und Leitungswasser lebt, der ist arm.
Das Positive ist, dass diverse Lebensmittel wie Brot (billiges und nicht das aus den „Edelbäckereien“), Eier oder Milch staatlich festgelegte Preise haben. Dadurch kann sich jeder das Notwendigste zum Essen kaufen.

 

Schnee in Jerusalem 2019

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Photo: Miriam Woelke

 

Mit großem Trara hatte die hiesige Presse den Schnee in Jerusalem angekündigt, aber am Ende fiel alles recht bescheiden aus.
Zwar fiel gestern Abend ein wenig Schnee, aber er war auch wieder so schnell weg wie er gekommen war. Es ist sehr kalt und stürmisch, doch in der Nacht reichte es nur für Hagel und Graupel. Der große Schneefall blieb in der Hauptstadt aus und heute schon zeigt sich wieder etwas die Sonne. Bis Montag klettert das Thermometer auf 12 Grad an. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Schnee in Jerusalem – Ja oder Nein?

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Schnee – Aussicht von meinem Balkon vor ein paar Jahren – Copyright: Miriam Woelke

B“H
Eine definitive Antwort kann ich erst morgen Abend geben, denn dann soll es ggf. in Jerusalem schneien. Die Stadtverwaltung jedenfalls hat schon einmal Planierraupen zum Schneeschieben bereitgestellt. Ich hoffe ja, dass es nur regnet und nicht schneit, denn ich hasse Schnee. 
Heute war es bei 12 Grad Celsius in Jerusalem warm und sonnig, doch schon heute Nacht schwenkt das Wetter um. Morgen werden wir lediglich 4 Grad haben und es soll regnen, hageln, graupeln und am Ende eventuell auch noch schneien. Und das alles bei einem heftigen Sturm. Am Donnerstag soll es trocken bleiben und etwas wärmer werden. 
Schnee in Jerusalem bedeutet jedesmal Chaos. Die Busse stellen sofort den Verkehr ein. Genauso wie PKWs, denn alles läuft hier auf Sommerreifen. 
Falls am Donnerstagmorgen Schnee liegen sollte, sind die Schulen geschlossen und die Leute gehen noch nicht einmal zur Arbeit. Alles bleibt in dem Fall geschlossen. Auch die Supermärkte. Einfach alles, denn bei Schnee geht gar nichts mehr. Dann sind alle zuhause und machen sich einen schönen unbezahlten Tag.

Diese neue Woche

B“H
Der Schabbat ist vorbei und die neue Woche hat begonnen.
Ein überaus sonniger und warmer Schabbat war es, den ich fast nur auf dem Balkon verbrachte. Immerhin fast 15 Grad Celsius, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Winter etwa vorbei ist. Ganz im Gegenteil, denn er kommt schon Morgen wieder zurück. Die Temperaturen sinken drastisch und für Mittwoch sind Graupelschauer angesagt. Das Thermometer sinkt zum Donnerstag auf gerade mal 4 Grad Celsius. Zumindest in Jerusalem.
Am Mittwoch muss ich wieder einmal ins Krankenhaus, denn es steht beim Urologen eine Ultraschalluntersuchung der Nieren an sowie ein allgemeiner Nierentest. Hoffentlich bleibt das in diesem Monat meine einzige Behandlung. 
Im Februar hingegen stehen zwei Krankenhaustermine an: Bei der Ärztin, die mich operierte zur Nachuntersuchung. Dann ein Bluttest bei meiner Krankenkasse, dessen Ergebnis ich Ende Februar bei meinem CT Scan vorlegen muss. Mein CT wird immer mit Jod ausgeführt und da ist ein Bluttest erforderlich, denn man will sehen, ob die Nieren das Jod aushalten.
Ende des Monats werde ich einen Teil meines Buchmanuskriptes an den deutschen Verlag zum Editieren und zur Korrektur senden. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres unter dem Titel „111 Gründe, Israel zu lieben“ erscheinen. Über Länder wie Irland, Poland, etc. gibt es bereits eine ganze Buchserie und es lohnt sich, darin zu blättern. Die Bücher sollten in jeder Buchhandlung oder halt auf Amazon zu finden sein.
Den nächsten anstehenden jüdischen Feiertag erkennt man in Israel immer am Angebot bzw. an der Dekoration im Supermarkt. Zwar steht der biblische Feiertag Tu be’Shevat (15. Tag im Monat Shevat) erst am 20. / 21. Januar an. Die Supermärkte aber haben schon jetzt ihr Angebot ausgebreitet. Mit keiner so passenden Deko wie hier im Jerusalemer SuperDeal.

 

Photo: Miriam Woelke

Getrocknete Früchte in allen Formen zum Neujahrstag der Bäume. Ich mag das Zeug absolut nicht, denn es ist viel zu süss. 🙂 Aber man kann ja auch richtiges frisches Obst essen.