Leben in Jerusalem

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Zum Leben mit der Hitzewelle

B“H
Die bis einschließlich Morgen andauernde Hitzewelle macht uns total zu schaffen. Seit Tagen herrschen in Jerusalem 36 Grad Celsius, was bedeutet, dass man sich morgens aus dem Bett schleppt und irgendwie zur Arbeit kommt. Die Klimaanlagen in Bussen und Gebäuden laufen auf Hochtouren, doch sobald man vor die Türe tritt, haut einen die Hitze glatt um.
Daheim habe ich nur zwei Ventilatoren und die Bude hat sich total aufheizt. Wenn ich von der Arbeit komme, geht es sofort unter die Dusche und danach ab auf den schattigen Balkon. Ich war in der letzten Zeit abends so platt, dass ich gar nicht mehr zum Schreiben kam. Und dabei hätte ich viel zu sagen: Zum Theater um die Klagemauer oder zur deutschen Ehe für alle. Letztere wird nicht nur in Deutschland heiß diskutiert, sondern auch in Israel fordern die Linken besagte Ehe für alle. Der nächste Schritt wird sein, dass Leute ihren Hund ehelichen wollen und das Pädophile ihre Rechte einfordern.
Jetzt im Sommer kochen auch unsere Medien immer wieder irgendwelche Themen neu auf, doch Fakt ist, dass die Schüler Sommerferien haben und Tausende Israelis ins Ausland in den Urlaub fliegen. Nach Europa oder in die USA. Berlin steht, nach wie vor, hoch im Kurs. Leute, mit denen ich sprach, waren schon einmal dort oder würden gerne mal hinfahren. Zum Anschauen und Shoppen, aber nicht zum dableiben. Man höre nichts Gutes aus Deutschland. Antisemitismus und all die muslimischen Migranten. Da überlegt so mancher israelischer Tourist zweimal, ob er in Deutschland urlaubt oder lieber doch nicht.
Außder den Schülern jüdisch – religiöser Schulen laufen die Sommerferien bis zum 31. August und am 1. September beginnt das neue Schuljahr. In Israel sind die Sommerferien extrem lang und die Eltern nicht gerade begeistert. Wer weiß schon, was die Kinder allein daheim so treiben und wo sie im Internet surfen?
Sommerferien kosten Eltern immer wahnsinnig viel Geld, denn die Kleinen wollen ausgehen und Freunde treffen. Nicht alle reisen ins Ausland. Wer es sich leisten kann, der schickt sein Kind in ein „Keitanah“ (Summer Camp). Dort laufen Ferienprogramme und Action. Täglich von morgens bis nachmittags. Die Keitanot aber sind teuer und wer es billig oder gar umsonst will, der ist auf religiöse Einrichtungen angewiesen.
Wichtig ist erst einmal, dass die Hitzewelle morgen Abend endet und wir zu normalen Sommertemperaturen zurückkehren. 🙂
http://www.02ws.co.il/station.php?lang=0

Israel erlebt einen eiskalten Winter

B“H
Seit Dezember gehen fast täglich eiskalte Temperaturen um. Die einzige kurze Unterbrechung waren die letzten knapp zehn Tage mit Sonnenschein und 13 – 15 Grad Celsius. In dieser Woche aber hat uns der Winter wieder.
In Jerusalem sind es heute gerade mal 7 Grad Celsius am Tag. Immer wieder regnet es und der Himmel ist grau. Morgen und am Donnerstag dasselbe Spiel, wobei für Donnerstag auch noch Graupelschauer angesagt sind. Erst am Schabbat zeigt sich die Sonne wieder bei 10 Grad.
Wer also dieser Tage nach Israel reist, sollte warme Winterklamotten einpacken. 🙂

Jerusalem gestern Abend: Sturm, Hagel & Graupel

B“H
Der Regen ist fast weg, windig ist es immer noch, doch ab morgen wird es etwas wärmer und es bleibt trocken. Draußen sind momentan nur 4 Grad Celsius und gestern Abend ging das richtige Unwetter los. Sturm, Regen – Hagel – und Graupelschauer, wie auf dem Video zu sehen: 

 

 

Den zwei verbliebenen Straßenkatzen baute ich ein Winterhaus und denen geht es dort ziemlich gut. Meine Katze Jerry ist eh drinnen und hat es warm.
In dieser neuen Woche bleibt es winterlich kühl bei 10 Grad Tagestemperatur. Ab Dienstag kann es vereinzelt regnen. Wer also einen Israeltrip plant, sollte Winterklamotten nicht vergessen. 🙂

Der Winter kommt zurück

B“H
Seit etwas mehr als zwei Wochen haben wir in Jerusalem zumindest tagüber etwas wärmere Temperaturen. Und bei 12 Grad Celsius scheint nicht selten die Sonne. Sogar auf dem Balkon konnte ich schon sitzen und die Leute sieht man in den Parks sitzen. Einige davon bereits mit T – Shirt. 🙂
Das alles ändert sich am Freitag, denn dann kehrt der Winter wieder ein. Sturm, Regen, Hagel bis zum Samstagabend. Und es wird wieder bitterkalt mit 5 Grad Celsius.
Von mir aus kann es regnen, soviel und solange es will, aber muss es dabei immer eiskalt stürmen?

Ein paar kurze News aus Israel

B“H
In zwei Wochen beginnt das jüdische Chanukkah, welches acht Tage lang dauert. Der israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzmann rief die Bevölkerung dazu auf, keine Sufganiot (Krapfen) zu essen, denn die enthalten zuviel Zucker. Israel steht weltweit mit an der Zuckerkonsumspitze, was auch ich bestätigen kann. Kinder und Jugendliche stehen morgens auf und essen erst einmal Cornflakes mit Schokolade zum Frühstück. Und dann all der Junk, der im Einkaufswagen landet. Kartoffelchips und sämtliches süßes Zeug.
Nicht nur die traditionellen Chanukkah – Sufganiot triefen vor Fett und Zucker. Irgendwie haben die hiesigen Bäcker die Angewohnheit, über Kuchen oder selbst kleineres Gebäck nochmal heißen Zuckersirup zu kippen. Heißen Zucker mit Fett und Wasser, damit alles schön glänzt.
Zumindest ein oder zwei Sufaniot werde ich mir an Chanukkah aber dennoch gönnen:
http://www.timesofisrael.com/visions-of-sugar-encrusted-doughnuts-dance-in-this-pastry-chefs-head/
Ein Leser fragte nach der Katzenfamilie in unserem Garten. Nun, dazu gibt es zwei traurige Mitteilungen: Der kleine Kater Tommy, den ich vor circa zwei Monaten aufnahm, ist seit drei Wochen verschwunden. Er war draußen und entweder wurde er überfahren oder von einer Familie im Nachbarhaus gefoltert. Besagte amerikanische Familie lebt hier mit mehreren Kindern und es handelt sich um christliche Touristen, die für die UNO arbeiten. Die Kinder sind schon mehrmals unangenehm aufgefallen und foltern gerne Straßenkatzen. Wenn ich sie inflagranti erwische, gibt es eine Anzeige. Tierquälerei wird in Israel streng geahndet.
Tommy ist also weg und ein weiterer Kater der Katzenfamilie lag tot vor dem Haus. Vermutlich angefahren, ich weiß es nicht. Aktuell leben nur noch zwei weibliche Katzen im Garten und jetzt zum aufkommenden Unwetter und der Kälte in den nächsten Tagen, stellte ich ihnen ein kleines Haus auf. Meine Katze Jerry ist, nach wie vor, aktiv.
Ebenso wollte der Leser wissen, was die Hamas so treibt, denn in Deutschland höre man nichts in den Medien.
Nun, die Hamas wäre nicht die Hamas, wenn sie nichts gegen Israel unternehme. Nahe der Grenze zu Israel werden im Gazastreifen weiter Tunnel gebaut, um Israel irgendwann wieder anzugreifen. Mehrmals krachten die Tunnel zusammen und einige Hamasniks kamen dabei ums Leben. Pech gehabt! Die libanesische Hizbollah verkündet regelmäßig das Ende Israels und auch der Iran ließ dieser Tage dieselbe Mitteilung raus. Nichts Neues also.
Wie bereits in einem vorherigen Artikel erwähnt: Der Winter zieht dieser Tage in Israel ein. Schon heute ist der Himmel grau verhangen und ein Sturm zieht auf. Später soll es richtig schütten. Morgen dann nur Regen und ein heftiger Sturm. Bis mindestens Sonntag bleibt es eiskalt bei Temperaturen zwischen 4 – 10 Grad Celsius.
Warum das Wetter in Israel immer ein Thema ist?
Zum einen, weil wir dringend Regen für den See Genezareth (Kinneret) benötigen. Zum anderen, weil die wenigsten Leute eine richtige Heizung haben und mit der Kälte die Stromrechnung steigt. Und bei Sturm fliegen umkippende Bäume auf Stromleitungen und dann gibt es gar keinen Strom mehr. Seit Jahren schon will man solchen Schäden vorbeugen, aber nichts passiert. Genauso verhält es sich mit öffentlichen Bunkern, um die sich keiner kümmert. Käme ein richtiger Krieg, die israelische Zivilbevölkerung bliebe sich selbst überlassen.

Der Winter kommt

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Photo: Miriam Woelke – King George Street in Jerusalem
B“H
Ende Dezember feiern die Juden in aller Welt Chanukkah und bereits jetzt sehen wir in den Jerusalemer Bäckereien leckere Sufganiot (Krapfen) aller Art. Mit Schokoladen – Marmelade – Dattel oder sonstigen Füllungen. Nicht immer ganz billig, aber Sufganiot zu Chanukkah sind nun mal Tradition. Da kann man noch so klebrig verschmierte Finger haben. 🙂
Das Jerusalemer Wetter gleicht heute einer Weltuntergangsstimmung. Dunkle Wolken und einfach nur depressiv, wenn man denn so will. Morgen soll nochmals Sonnenschein aufziehen und danach kehren Sturm, Regen und Kälte zurück. Wer also dieser Tage nach Israel reisen will, sollte seine Winterklamotten nicht vergessen. In Jerusalem sind Gummistiefel keine schlechte Idee, denn wenn es so richtig schüttet, sammelt sich das Regenwasser in den Straßen, weil zu wenig Gullis vorhanden sind. Und wer dann so auf dem Gehsteig entlangläuft, kriegt schnell eine Ladung Wasser von den vorbeifahrenden Autos ab. Vor allem von den heranbrausenden Bussen.
Die meisten Jerusalemer Hostels sind nicht beheizt, was bedeutet, dass Ihr im Kalten sitzt. Und das bei 7 Grad Celsius Nachttemperatur. Im Avraham Hostel allerdings findet Ihr garantiert eine Heizung, in den billigen arabischen Altstadthostels könnt Ihr lediglich gut frieren, Euch in dreckige Decken hüllen und beten, dass wenigstens warmes Wasser zum Duschen aus der Leitung fließt. Wundert Euch nicht, wenn dem nicht so ist und Ihr eiskalt duschen müsst!
Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist Dauerregen angesagt und eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Der See Genezareth (Kinneret) schwindet bedrohlich dahin, weil es seit Jahren im Winter nicht ausgiebig regnete. Der Wasserpegel müsste um mindestens zwei Meter ansteigen, um den See wieder richtig aufzufüllen. Ich hörte, dass israelische Wissenschaftler mittlerweile darüber nachdenken, eine Pipeline vom Mittelmeer bis in den Kinneret zu verlegen, um Meerwasser in den See zu pumpen. Das Problem ist, dass der Kinneret nur aus Süßwasser besteht und mit dem Salzwasser die gesamte Vegetation vernichtet bzw. verändert werden würde. Darüber wird offenbar ernsthaft nachgedacht. In der Negev wird seit Jahrzehnten mit Pflanzen experimentiert, die von kleinauf mit Salzwasser bewässert werden.
Meerwasser im Kinneret und die richtige Handhabung würden Israel zumindest unabhängig vom türkischen Wasser oder sonstigen ausländischen Lieferungen unabhängig machen.

Owech

B“H
Das hebräische Wort OWECH beschreibt Luft, die mit Staub und Sand gefüllt ist. Genau deswegen kann ich seit Tagen kein Fenster mehr richtig aufmachen. In Israel geht der Owech um und sobald nur ein Fenster aufgeht, werden Möbel, Gegenstände und man selbst mit einer dicken fetten Staubschicht überzogen. Das Schlimme am derzeitigen Owech ist der Wind, denn der verteilt den Dreck in jede noch so kleine Ecke. Putzen ist zwecklos, denn nach ein paar Minuten ist wieder alles staubig.
In Jerusalem ist es nicht so, dass man die verdreckte Luft direkt sieht. Irgendwo im Netz sah ich ein Photo, welches Tel Aviv im totalen Staubnebel zeigt. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht der Himmel ganz normal aus. Es ist sonnig bei knapp 20 Grad Celsius. Wer draußen herumläuft, spürt den Staub dann aber doch.
Ab Morgen wird es kühler (17 Grad Celsius) und so langsam muss ich mich bequemen und die elektrische Heizung startklar machen. Besonders abends ist es kalt.