Leben in Jerusalem

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Typisch israelisch: „Nicht so tun als ob …“

Israel: „Seine Meinung äußern“

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Ankündigungen: „Streams auf Facebook“ & „Neuer Podcast ISRAELISCHE ARNONA (Grundsteuer)“

B“H
Auch auf meinem Youtube Kanal kündige ich es in einem kurzen Podcast an: Da Facebook einen sehr leicht zugänglichen Live Stream (Live Video) anbietet, werde ich diese Funktion jetzt einmal öfter nutzen. Die Videos werden für alle zugänglich sein. Auch für Leute, die kein offizielles Facebook Account besitzen. Links zu den entsprechenden Videos gebe ich hier auf dem Blog sowohl als auch auf Youtube.
Ferner erscheint heute auf Youtube / diesem Blog ein weiterer Podcast. Das Thema ist die ISRAELISCHE ARNONA (kommunale Grundsteuer) und alles drumherum. Kein so positives Thema, denn wer zahlt schon gerne Steuern an die Stadtverwaltung?
In Israel muss jeder Mieter diese Arnona zu 100% entrichten, denn der Vermieter hat mit all dem nichts zu tun. Die Arnona ist die alleinige Angelegenheit des Mieters. Wer eine Immobilie besitzt und darin wohnt, muss natürlich selbst die Grundsteuer entrichten.
Unternehmer / Geschäftsinhaber zahlen wesentlich mehr Arnona und wer sich gerade in Tel Aviv – Yaffo mit einem Geschäft, Falafelstand, Restaurant, Cafe, etc. niederlässt, der zahlt selbst für eine kleine Butze Unmengen an Arnona. Mehrere Tausend Schekel pro Monat. Und das Geld will erst einmal verdient sein. Deswegen scheitern viele Geschäftsinhaber schon allein an der Arnona.

Das DUZEN in Israel

Falsche Vorstellungen von Israel

B“H
Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Deutsche von Israel wissen. Vom Judentum will ich erst gar nicht anfangen.
Wenn ich diverse Kommentare auf Welt Online oder Focus lese, frage ich mich, ob ich im falschen Land lebe. Es funktioniert nicht, seine deutsche Denkweise auf Israel anzuwenden. Das geht grundsätzlich schief. Selbst dann, wenn ich mal in Israel urlaube, am Strand von Tel Aviv liege und meine, das Land jetzt zu kennen.
Vor wenigen Tagen erhielt ich einen Kommentar auf Youtube, der da sagte, ich solle doch nach Deutschland zurückkommen, denn da sei es sicher. Israel sei ja viel zu gefährlich.
Derjenige, der diese Meinung vertritt, war noch nie in Israel. Und gerade in der heutigen Zeit ist Israel wesentlich sicherer als Deutschland. Wir haben eine Polizei und Armee, die sofort zur Stelle sind und durchgreifen. In Deutschland ist das nicht der Fall und gerade für Juden ist Deutschland ein gefährliches Pflaster. Mich zieht nichts mehr nach Deutschland und im Juni werden es 20 Jahre, dass ich zum letzten Mal dort war.
Was verbindet mich noch mit Deutschland? Vielleicht die Sprache, die ich aber nur online anwende. Ich kenne keine Deutschen in Israel und verwende die deutsche Sprache nicht aktiv.
Die deutsche Staatsbürgerschaft besitze ich seit meiner Aliyah (Einwanderung nach Israel) vor 20 Jahren nicht mehr. Alle Infos zu dem Thema hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/12/20/beibehaltung-der-deutschen-staatsbuergerschaft-nach-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/
Was ich besitze ist die israelische Staatsbürgerschaft und nichts darüber hinaus. Ich habe auch nicht vor, nach Deutschland zu reisen oder mich dort gar niederzulassen. Überhaupt nicht. Kurz gesagt, ich hege keinerlei Verbindungen mehr außer zu einer Cousine.
Mein Leben findet in Israel statt und alle meine Freunde sowie mein Umfeld sind hier in Jerusalem. In Jerusalem kann ich des Nachts herumlaufen, ohne dass mir etwas passiert. Wenn man nicht gerade durch arabische Gebiete geht. In Deutschland trauen sich die Leute bei Dunkelheit kaum mehr auf die Straße.
Aber es geht mir nicht unbedingt um die Sicherheit. In Israel kann man ein jüdisches Leben leben und das ist mir am Wichtigsten. Koscheres Essen in jedem Supermarkt und und und.
Einen Fehler, den viele Deutsche begehen: Israel ist ein weitgehend sephardisches Land. In vielen Gegenden und auch in der Armee, sind sephardische Juden in der Mehrheit. So auch in Jerusalem. Wenn ich hier in der Stadt auf ein Amt gehe, habe ich sephardisch – jüdische Angestellte vor mir und da ticken die Uhren völlig anders. Hinzu kommen recht viele palästinensische Angestellte. Insbesondere im Gesundheitswesen. In der nächsten Woche muss ich im Shaare Zedek Medical Center zu einem weiteren CT Scan und fast alle Angestellten beim CT sind Palästinenser.
Israel funktioniert nicht wie Deutschland. Wir befinden uns im Nahen Osten und da gelten andere Mentalitäten, eine andere Sprache und die berühmt – berüchtigte PROTEKZIA (Beziehungen) und KOMBINOT (Kungeleien). Jeder hat so seine Sachen am Laufen. Ob Politiker oder Otto Normalverbraucher. Die Gesellschaft funktioniert halt anders.
Wer der hebräischen Sprache nicht sehr gut mächtig ist und hinter Ämter – Versicherungs – Verwaltungs – oder Geschäftskulissen schaut, bekommt das selten mit. Wer es mitbekommt, sind die Palästinenser. Jedenfalls jene, die in israelischen Städten leben und in die Arbeitswelt integriert sind.