Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Soziales'

Schlagwort-Archive: Soziales

Ultra – orthodoxe Organisation DARCHE’I MIRIAM hilft Krebspatienten in Israel

B“H
Seit längerer Zeit schon will ich von der israelischen Hilfsorganisation DARCHE’I MIRIAM (die Wege der Miriam) berichten. Bei meiner letzten Chemotherapie habe ich drei Photos gemacht, denn ich will einmal zeigen, wie, u.a., die Hilfe aussieht. 

 

20200216_103800

Photo: Miriam Woelke

 

In der Onkologie des Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center sieht man jeden Tag gegen 11.00 Uhr zwei Chassidim oder zwei chassidische Frauen mit einem kleinen Wägelchen herumgehen. Jeder Chemotherapie – Patient kann sich etwas aussuchen: Hausgemachten Kuchen, Kuchen, Kekse, mit oder ohne Zucker, Soda, Softdrinks oder kleine Pasteten mit Käsekuchenfüng.
Immer wenn diese zwei Chassidim kommen, herrscht Stimmung, denn sie bringen Leben in die Bude und sind sehr beliebt. Auch bei den Krankenschwestern. Und, wie gesagt, jeder Patient wird gefragt, ob er etwas haben will. Egal, ob Jude, Moslem oder Christ. 

 

20200216_103810

Photo: Miriam Woelke

Alles geschieht auf freiwilliger Basis von DARCHE’I MIRIAM, die da für Krebspatienten Hilfe anbietet. Und diese Organisation ist eine haredische Einrichtung. Sprich, eine jüdisch – ultra – orthodoxe.

 

Gezeigt wird im Video das Hadassah Ein Kerem Hospital in Jerusalem

 

DRACHE’I MIRIAM hilft in allen Belangen. Auch bei der Bürokratie, psychologische Hilfe bei Krebs, etc.
http://darcheimiriam.org.il/
https://icsn.org/
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2020/02/24/leserfrage-glaeubige-juden-erhalten-keine-chemotherapie/

 

20200216_103830

Photo: Miriam Woelke

Neueinwanderer in Israel: „Was tun in einer finanziellen Notsituation?“

Meine Meinung zu den israelischen Knesset – Wahlen am 2. März 2020

 

Dieser Podcast wird gegen circa 18.45 Uhr deutscher Zeit online sein!

Israel: „Update Bituach Leumi, Arbeitslos, Arbeitsunfähigkeit, Beiträge“

Mal wieder ein wenig israelische Alltagsrealität ausgekotzt. 🙂 
Podcasts zu Versicherungen bzw. Bituach Siudi fürs Alter folgen auch noch. Vorsicht bei den Versicherungsgesellschaften und deren Verträgen. Im Notfall steht man sehr leicht ohne Hilfe da. 

 

Schulden in Israel: „Außergerichtliche Einigung & Privatinsolvenz“

Obdachlose im Jerusalemer / Tel Aviver Winter

B“H
Seit der vergangenen Woche zieht eine wahre Kältewelle über Israel hinweg, die am morgigen Mittwoch vorerst ihr Ende finden soll. Schon heute ist es mit 8 Grad Celsius in Jerusalem wärmer als in den letzten Tagen. Trotz Regen.
Wer es glaubt oder nicht, ab morgen soll eine kleine Hitzwelle mit 12 – 18 Grad Celsius (bis zum Schabbat) kommen. Dennoch frieren insbesondere ältere Leute in ihren Wohnungen, denn in Israel gibt es keine richtigen Zentralheizungen und so wird elektrisch geheizt, was sich in der Stromrechnung drastisch niederschlägt, Und eine Menge Leute sind gezwungen, auf Sparflamme zu heizen, denn sie können sich einfach keine heftigen Stromrechnungen leisten.
Besonders schlimm trifft es immer wieder Obdachlose und in dem TV Bericht von gestern Abend (siehe unten) verteilen junge Leute dicke Daunendecken an Obdachlose in Jerusalem und Tel Aviv. Als Staatsbürger kann man einen Platz in einem städtischen Hostel für Obdachlose ergattern. Es gibt solche Einrichtungen, doch dort sind sehr viele Alkoholiker und Junkies. Keine so tolle Atmosphäre also und so mancher ist auch noch mental ziemlich daneben. Für viele Obdachlose ist das gerade bei diesem Temperaturen um den Gefrierpunkt immerhin eine zeitweilige Lösung.
In Jerusalem leben zahlreiche eingewanderte russische Alkoholiker und Junkies auf der Straße. Einige schlafen in Treppenhäusern sowie in Hauseingängen. Die Bewohner rufen die Polizei und die Obdachlosen werden hinausgeschmissen, weil sie das Treppenhaus einsauen und besoffen herumliegen.
Hinzu kommt eine ganze Menge obdachloser Touristen aus aller Herren Länder, die in Israel gestrandet sind und sich mittlerweile illegal im Land aufhalten. Auch an sie werden Decken verteilt, doch zurechtkommen müssen sie alleine. Bis sie irgendwann von der Polizei aufgegriffen und abgeschoben werden. Es gibt eine hohe Anzahl amerikanischer Touristen. Auch deutsche Touristen stranden immer mal wieder und vor Jahren sass eine Österreicherin in der Jerusalemer Fußgängerzone beim Betteln. Alles Nichtjuden, die einfach nach Israel kamen und dachten, sie könnten eben mal so im Land bleiben. Zuerst in diversen Hostels und dann ging den Leuten das Geld aus und sie fanden sich auf der Straße wieder. Ohne Rechte und gültiges Touristenvisum. Ohne Krankenversicherung und im Ernstfall kann nur die Botschaft des Landes informiert werden. Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv bietet lediglich die Hilfe, dass Verwandte in Deutschland kontaktiert werden können, damit diese Geld schicken und der Tourist heimfliegen kann. Passiert das nicht, legt die Botschaft offenbar das Flugticket aus, was in Deutschland aber wieder an den Bund zurückgezahlt werden muss.
Auch im Video erscheint ein US – Tourist, der obdachlos ist und unter einer Jerusalemer Brücke am Sacher Park pennt. 

 

Selbstständig / Freelancing in Israel? Zwei wichtige Nachteile