Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Aliyah'

Schlagwort-Archive: Aliyah

Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv

DSC06101

 

Photo: Miriam Woelke

 

B“H
Am vergangenen Donnerstagmorgen hatte ich einen Termin bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv und da es im Internet nicht allzu viele Informationen zur Botschaft selbst gibt, will ich ein paar Details hinzufügen.
Die Website der Deutschen Botschaft erweist sich oft als zu allgemein gehalten und in meinem Fall wusste ich im Voraus nicht, wie es mit den Gebühren ausschaut. Auf der gesamten Website findet sich nur, dass alles irgendwie zwischen 20 – 250 Euro Gebühren kostet und es komme halt auf den Einzelfall drauf an.
Aber der Reihe nach …
Die Botschaft liegt zentral in Downtown Tel Aviv in der Daniel Frish Street 3. In einem dunklen Hochhaus in der 19. Etage.
Die Terminvergabe findet NUR online statt und man erhält umgehend eine Buchungsbestätigung per Email. Diese sollte ausgedruckt und zum Termin mitgebracht werden, was sich bei mir als überflüssig erwies. Es ging typisch deutsch zu und von daher wussten die Angestellten, wer genau da kam. 🙂
Aus dem Fahrstuhl kommend finden sich ein paar Security Leutchen und es ging recht locker zu. Smartphones müssen bei der Security in Lockern verstaut werden. Kostenlos und man zieht einfach nur seinen Locker – Schlüssel ab. Danach geht es in einen Warteraum. Alles supersauber und im Warteraum finden sich ringsum mehrere Schalter mit Angestellten.
Die meisten Leute kommen zur Visavergabe. Israelis brauchen bei der Einreise nach Deutschland keinerlei Visum, doch man sagte mir, dass viele Russen und Leute aus anderen Ländern ein Visum beantragen kommen.
Ich wollte keinerlei Visum beantragen, sondern benötigte eine Unterschriftsbeglaubigung auf einer Genehmigungserklärung zwecks Verkauf eines Grundstückes in Deutschland.
Fast achtzehn Jahre war ich nicht mehr in Deutschland und seither bin ich israelischer Staatsbürger. Also erwartete ich erst einmal einen Anschiss, denn auf der Website der Botschaft ist angegeben, dass, wer die israelische Staatsbürgerschaft bekommt, dies der Deutschen Botschaft melden müsse. Das erfuhr ich mal so eben nebenbei nach fast achtzehn Jahren.
Wider Erwarten war alles ganz easy und die Angestellte war supernett und hilfsbereit. Ich bekam meine Beglaubigung und musste nur den Kaufvertrag des Grundstückes (der da von einem Notar in Deutschland ausgestellt sein muss) sowie meinen israelischen Personalausweis vorlegen. Eigentlich will man dort einen israelischen Pass sehen, wusste ich aber nicht. Überall im Land weist man sich mit dem Personalausweis aus und an Pass und so hatte ich nie gedacht. Der Personalausweis reichte dann aber aus und letztendlich zahlte ich für eine Unterschriftsbeglaubigung 20 Euro (82 Schekel). Die Höhe der Gebühr ist abhängig von der im Vertrag angebenen Summe. Und da die Summe, die ich letztendlich aus Deutschland erhalte, gering ist, zahlte ich 20 Euro. Bar in Schekel, aber mit Kreditkarte geht auch.
Zwischendurch erfuhr ich, dass sich die deutschen Gesetze wieder einmal geändert haben und Juden, die Aliyah nach Israel machen, die deutsche Staatsbürgerschaft beibehalten können. In den 90iger Jahren war das der Fall und dann ging es auf einmal nicht mehr. Das Beibehaltungsverfahren hatte sich geändert und da ich nicht an der deutschen Staatsbürgerschaft klebe, liess ich alles so laufen und lebe seither glücklich als Israeli. Erst am Donnerstag bekam ich von der Botschaft ein Formular, mit dem ich zum Jerusalemer Innenministerium gehen kann. Dort wird der Erhalt der israelischen Staatsbürgerschaft bestätigt und dann geht das Formular zurück an die Deutsche Botschaft, wo ich einen neuen deutschen Pass beantragen kann. Ich bin dann also Israeli und Deutscher.
Wie das genau abläuft, was die Vor – und Nachteile sind und wie alles in der Praxis ausschaut … dazu tippe ich noch einen separaten Artikel!
Jedenfalls gebe ich der Deutschen Botschaft eine Menge Kudos. Freundlich, hilfsbereit und effizient. Es dauerte nicht lange und ich war wieder draußen.
All das bedeutet nicht, dass ich jetzt sofort zum Innenministerium renne und mir den Zettel ausfüllen lasse. Vielmehr warte ich noch etwas, denn ich will sehen, wie sich die Lage in Deutschland entwickelt. Nach Deutschland zu reisen kommt für mich allein aufgrund der Migranten nicht in Frage. Ein deutscher Pass wäre allerdings hilfreich bei der Einreise in die USA. Israelis benötigen da nämlich vorab ein Visum, welches sie bei der Amerikanischen Botschaft in Tel Aviv beantragen müssen. Als Deutscher braucht man das nicht.
Hier noch ein paar hilfreiche Links zur Deutschen Botschaft:
http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/Startseite.html
http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/03-Notfall-Krise/Notf_C3_A4lle_2C_20Hilfe_20f_C3_BCr_20Deutsche_2C_20Reise-_20und_20Sicherheitshinweise.html
http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/03-Notfall-Krise/Wie__helfen_3F.html

 

Advertisements

Trip nach Tel Aviv

B“H
Ich schulde noch einige Leutchen Antworten auf ihre Emails an mich und die kommen auch noch. 🙂 Heute aber musste ich erst einmal auf die deutsche Botschaft nach Tel Aviv, um meine Unterschrift auf einem Dokument beglaubigen zu lassen.
In den nächsten Tagen werde ich einen Bericht zur deutschen Botschaft verfassen. Wie ist das, wenn man da hin muss? Wie sind die Angestellten so?
Und es gibt Neuigkeiten von der Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschft. Dies betrifft Leute, die Aliyah machen (offiziell nach Israel einwandern) und von daher automatisch die israelische Staatsbürgerschaft erwerben.
Bislang war es eine Zeit lang so, dass derjenige Deutsche ein bestimmtes Verfahren bei der Botschaft und dem Auswärtigen Amt durchlaufen musste, um, neben der israelischen Staatsbürgerschaft, den deutschen Pass zu behalten.
Jetzt haben sich die Gesetze wieder einmal geändert und es wird momentan leichter gemacht. Ohne spezielle Prozedur, aber dafür mit Bescheinigung vom israelischen Innenministerium (Misrad HaPnim) in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft.
Dazu dann auch mehr im selben Artikel!
Und jetzt muss ich erst einmal Chanukkah – Kerzen anzünden. 🙂

 

Zur deutschen Staatsbürgerschaft, den Steuern und dem Unterschied zu US – Bürgern in Israel

B“H
Mitte Dezember muss ich zur deutschen Botschaft, da ich einen Kaufvertrag unterschreibe und von der Botschaft eine Unterschriftsbestätigung benötige. Zur Botschaft gehe ich als Ausländer, denn ich bin kein deutscher Staatsbürger mehr, sondern „nur“ Israeli.
Viele Deutsche, die im Ausland wohnen und eine zweite Staatsbürgerschaft annehmen, können so leicht ihren deutschen Pass verlieren, wenn sie denn nicht eine bestimmte Prozedur beim Auswärtigen Amt durchlaufen. Informiert Euch diesbezüglich direkt bei den Behörden, damit es kein böses Erwachen gibt. Auch wer seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt und sich in Deutschland komplett abmeldet, sollte sich vorher eingehend informieren, damit er seine Rentenansprüche nicht verliert.
Der deutsche Pass war mir nicht wichtig und die israelische Staatsbürgerschaft reicht mir vollkommen aus.
Wer als Deutscher lediglich in die Schweiz zieht, um Steuern zu sparen, wird vom deutschen Staat in Ruhe gelassen. Ebenso derjenige, der sich in Deutschland komplett abmeldet. Bei US – Amerikanern ist das anders, denn solange man einen US – Pass besitzt, ist der Amerikanr in den USA steuerpflichtig. Jährlich müssen amerikanische Juden, die nach Israel einwanderten, jedoch neben dem israelischen Pass ihren amerikanischen Pass behalten haben, bei der IRS (Internal Revenue Service) ihre Steuererklärung abgeben. Als US – Bürger ist man in sowohl in Israel als auch in den USA steuerpflichtig. Dies betrifft eingewanderte amerikanische Juden mit oder ohne israelischer Staatsbürgerschaft. Amerikanische Steuerbehörden kennen da keine Ausnahme und auch derjenige, der kein Geld hat, muss bei der IRS seine Steuererklärung einreichen. Aus diesem Grund gibt es in Israel eine Menge amerikanischer Steuerberater, die den hiesigen US – Bürgern die Arbeit anehmen. Eine Freundin von mir ist Spezialistin für amerikanisches und kanadisches Steuerrecht.
Deutsche Staatsbürger haben es da einfacher, denn der deutsche Staat verfolgt sie nicht über den gesamten Erdball. Die USA hingegen ihre Bürger schon. Bei mir ist es lediglich das israelische Finanzamt und alles, was ich auf Amazon verdiene, geht teilweise auch durch die IRS. Als ich mich bei Amazon.com anmeldete, war das ein riesiger Papierkrieg. Allein zu beweisen, dass ich kein im Ausland lebender US – Bürger bin.
Die deutsche Botschaft von Tel Aviv hat auf ihrer Website eine Menge Vorschriften. All diese Kleinlichkeiten ist man in Israel gar nicht gewohnt und es fehlt eigentlich nur noch, dass einem die Botschaft die Kleidung vorschreibt. Man scheint dort vorwiegend mit Visaausstellungen und Pässen beschäftigt zu sein. Viele junge Israelis mit deutschen Vorfahren haben das Recht auf einen deutschen Pass. Dabei wollen sie nicht immer nur nach Berlin ziehen, sondern nach London oder Paris. Und für die USA braucht man, soweit mir bekannt ist, mit einem deutschen Pass kein Visum. Mit einem israelischen Pass schon.
In Israel gestrandeten Deutschen hilft die eigene Botschaft wenig, denn es werden, laut Website, nur die Angehörigen in Deutschland verständigt und bei Bedarf, gibt die Botschaft eine Anwalts – und Dolmetscherliste aus. Das wars.
Mein Smartphone darf ich auch nicht mit in die Botschaft bringen. Es sollen Locker zur Verfügung stehen, die man auf eigene Gefahr hin nutzen kann. Na, dann … 🙂
Im Gegensatz zu Deutschland geht es auf israelischen Behörden etwas legerer zu. Wer Staatsbürger ist und auf einen netten Angestellten stößt, kann diskutieren und am Ende eine kulante Einigung erreichen. Es geht nicht alles so strikt nach Gesetz und allein die deutsche Botschaft schreibt schon vor, wie der Kaufvertrag bei einer Unterschriftsbestätigung auszusehen hat. Und die Kopie und das Dokument, blabla … Und wehe nicht … Und alles muss auf Deutsch sein.
In Israel werden Dokumente in englischer Sprache anerkannt und eine Apostille kann mir das hiesige Außenministerium in englischer Sprache ausstellen. Aber nein, deutsche Behörden verlangen dann eine von einem Juristen anerkannte deutsche Übersetzung mit Botschaftsstempel. In den USA würde allein die Apostille durchgehen, in Deutschland hingegen nicht.
Auf der anderen Seite kommen Hunderttausende Moslems ohne Pass nach Deutschland und erhalten Sozialleistungen. Leute, von denen niemand weiß, wer sie wirklich sind und woher sie kommen. Aber wehe, ich bringe eine Apostille in englischer Sprache … Das geht nach deutschem Gesetz gar nicht.

Aliyah nach Jerusalem?

B“H
ALIYAH = Die Einwanderung eines Juden nach Israel oder, in diesem Falle, nach Jerusalem
Es besteht keinerlei Zweifel daran, dass das nachfolgende Video der Stadtverwaltung Jerusalem ausschließlich die Schokoladenseiten von Jerusalem zeigt. Die schönsten Stadtteile und nur zufriedene Neueinwanderer (Olim).
Ich will hier keinem Juden die Aliyah – Pläne oder sein Vorhaben, sich in Jerusalem niederzulassen, zerstören. Dennoch sei gesagt, dass die wenigsten Neueinwanderer das Geld haben, sich in tollen Stadtteilen niederzulassen. Das Leben in Israel ist alles andere als einfach. Vor allem ist es nach der Einwanderung nach Israel nicht leicht, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wer das kann, ist schon ein riesiges Stück weiter und sollte hochzufrieden sein.
Vor der offiziellen Einwanderung nach Israel rate ich jedem Juden, zuerst einmal durch das Land zu reisen. Als Tourist zu kommen, sich umsehen, mit Leuten zu reden und sich eingehend über die Jobsituation und den Wohnungsmarkt informieren.
Ich lebe seit mehr als 15 Jahren allein in Jerusalem und kann sagen, dass die hiesige Jobsituation nicht die beste ist. Zugegeben, es kommt auf den Beruf und die Qualifikation eines jeden Neueinwanders an. Trotzdem darf niemand seine Erwartungen zu hoch schrauben.
Gehälter sind oft niedrig, Lebenshaltungskosten sind hoch und dann sind da noch eine neue Sprache, die erlernt werden will sowie die Gewöhnung an die Mentalität des Nahen Osten. Das klingt machbar und das ist es auch. Dennoch liegt die israelische Mentalität nicht jedem und nicht selten geben Neueinwanderer auf, weil sie die Leute hier einfach nur bescheuert finden.
Was niemand tun sollte ist, Israel so zu pushen, wie man es gerne haben will. Mit dem „German Mindset“ und Vorschriften kommt niemand weiter und, ehrlich gesagt, werdet Ihr Euch damit keine Freunde machen. Sage keinem Israeli, wie er sich Deiner Meinung nach benehmen soll, sondern lerne, mit der chaotischen Mentalität umzugehen.
Wie in jedem anderen Ort der Welt, gibt es eine Menge positive und negative Seiten zum Leben in Jerusalem. Ein extrem positiver Faktor ist die Atmosphäre in der Stadt. Wer lange genug hier lebt, merkt den Unterschied zu den Leuten in Tel Aviv, Netanya, Kfar Saba oder Haifa. In Jerusalem geht es wenig formell zu. Niemand erwartet, dass das Gegenüber einen tollen Beruf hat und sich ausschließlich in Markenklamotten schmeißt.
Es kann sein, dass Du Jerusalem und die Bewohner als verrückt empfindest. Das ist sogar wahr, aber gerade der Irrsinn der Stadt und ihrer Bewohner ist eine Herausforderung, an die Du Dich gewöhnen solltest. Allein um in der Lage zu sein, die Stadt zu lieben. Gelingt das nicht, so wirst Du hier kaum glücklich werden. 🙂

 

 

 

Was Deutschland tun müsste, um die Migrantenflut zu stoppen

B“H
Es ist total egal, wo die Migranten landen. Ob in Griechenland, Jordanien, Italien oder selbst Österreich: Ihr Traumziel lautet Deutschland. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass es in Deutschland tolle Sozialleistungen gibt. Alles umsonst und man braucht nicht zu arbeiten.
Als ich vor mehr als 17 Jahren offiziell nach Israel auswanderte, traf ich am Ben Gurion Flughafen auf eine eingewanderte Russin. Sie arbeitete für das Einwanderungsministerium (Misrad HaKlitah), welches damals im ersten Stock des Flughafens eine riesige Ausnahmestelle unterhielt. Nach meiner Ankunft musste ich dorthin und mir meine ersten Einwanderungspapiere abholen wie den Te’udat Oleh (Einwanderungsausweis).
„Was willst Du denn hier?“, lautete ihre erste Frage. „Wieso kommst Du nach Israel, wenn Du in Deutschland das Paradies auf Erden hast?“
Und dann erzählte sie mir ausführlich, dass sie und ihr Mann alle paar Jahre in den Schwarzwald zur Kur fahren. Wassertreten und so.
„In Deutschland gibt es Geld und alles. Wieso geht da jemand freiwillig nach Israel, wo es nichts gibt?“
Diese Russin war nicht die einzige ihrer Art, die mir das sagte. Viele von ihnen hatten damals schon Verwandte in Deutschland und meinten, dass die da viel besser leben als die eingewanderten Russen in Israel. Finanziell gibt es in Deutschland alle nur erdenklichen Hilfen. Krankenkasse, Wohngeld, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld (jetzt Hartz IV).
Deutschlands Sozialsystem sprach sich schnell herum. Genauso übrigens das schwedische System, wo es wohl auch sämtliche Zuwendungen gratis gibt. Wer will da noch woanders hin, wenn er das finanzielle Paradies auf Erden haben kann?
Jüdische Neueinwanderer erhalten in Israel zeitbefristet diverse Zuwendungen. In sehr begrenztem Maße und sagen wir mal so: Seinen Lebensunterhalt kann man allein davon nicht bestreiten.
Einwanderer aus den USA und Kanada erhalten mehr, denn die haben die Aliyah Organisation Nefesh be’Nefesh hinter sich. Aber auch hier sind die Zahlungen befristet und schnell steht der Neueinwanderer dann auf eigenen Beinen.
Israel hat ein paar Asylanten, doch die haben keinerlei Ansprüche. Für alle Menschen in diesem Land gilt: Erarbeite Deinen Lebensunterhalt!
Jeder israelische Staatsbürger (egal, ob Jude, Moslem, Druse oder Christ) hat ein Anrecht auf Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld. Kindergeld gibt es ebenso und zwar für ALLE Familien, welche die israelische Staatsbürgerschaft haben. Doch soziale Hilfen sind begrenzt. Heißt, es ist undenkbar, dass jemand vom Staat 23,000 Euro im Monat erhält. So wie ein Syrer mit 4 Frauen und 23 Kindern in Deutschland. Das sind ja über 90,000 Schekel und wenn ich das hier jemandem erzähle, glaubt mir das kein Mensch. 90,000 Schekel im Monat an Sozialhilfe? Dazu Krankenkasse. Nee, das würde mir keiner glauben, denn in Israel gibt es nicht viel Sozialhilfe und man kann damit kaum über die Runden kommen. Selbst Neueinwanderer haben nach ihrer Einwanderung kein sofortiges Recht auf Sozialhilfe, sondern müssen mindestens ein Jahr im Land sein.
Was Deutschland also tun müsste, um die Migrantenflut loszuwerden?
Sofort ALLE Sozialleistungen streichen. Und zwar alle, einschließlich Krankenkasse.
Klar, wird das niemals geschehen. Jedenfalls nicht solange, wie noch Geld in den Staatskassen ist. Da würden ja die Gutmenschen durchdrehen, wenn man den armen Traumatisierten so einfach alles wegnimmt. Die Migranten hingegen würden randalieren und wenn das nichts hilft, ziehen sie weiter. Nämlich dorthin, wo sie noch mehr Zuwendungen abgreifen können. Und wenn Europa nichts mehr zahlt, fährt selbst der letzte Syrer wieder heim und berichtet seiner Sippe, wie er halb Europa abgezockt hat. Und die Idioten haben ihm alles geglaubt.

 

Schulen in Deutschland versus Schulen in Israel: „Wo lernen Neueinwanderer?“

B“H
Sorry, dass ich im Titel NEUEINWANDERER sage. Dies trifft auf die israelische Situation zu, aber nicht auf die deutsche. In Deutschland handelt es sich schlichtweg um Migranten und deren Kinder.
Wer als Jude nach Israel einwandert, schickt seine Kinder auf eine ganz normale Schule. Hierbei kommt es drauf an, ob diejenige Familie religiös, superreligiös oder säkular ist. Ferner gibt es Schulen mit speziellen Fachbereichen wie Kunst oder Musik. Kreative Fächer werden dort vermehrt und intensiver angeboten. Das allerdings kostet auch mehr Schulgeld, denn in Israel sind die Schulen nicht umsonst.
Das israelische Schulsystem trennt Juden und Palästinenser. Die Einen gehen auf ihre Schulen und die Anderen auf die ihren. Diskussionen gibt es keine und ich denke, dass die palästinensische Bevölkerung ziemlich happy mit der Situation ist. Offiziell müssen sich arabische Schulen nach dem Lehrplan des israelischen Bildungsministeriums halten. Unter anderem auch, weil arabische Kinder später an israelischen Unis studieren. Was allerdings in arabischen Schulen für sonstige Propaganda betrieben wird, kann niemand kontrollieren. Arabische Schulen erhalten jedoch ihr Budget vom israelischen Bildungsministerium.
Klar, gibt es ein paar Schulen, an denen Juden und Araber zusammenlernen, doch die sind selten und jede Bevölkerungsgruppe ist zufrieden mit dem, was wir haben. Aufschreie gibt es keine. In Deutschland wäre das jetzt wieder Rassismus, in Israel ist das völlig normal und niemand schreit Rassismus. Auch nicht die Araber.
Wessen Eltern aus den Staaten nach Israel einwandern (oder auch aus Deutschland), muss in eine ganz normale israelische Schulklasse. Es liegt dann an den Kindern, die Sprache zu lernen und die hiesigen Lehrer kennen das Problem. Normalerweise lernen Kinder eine Sprache wesentlich schneller als die Eltern. Ich habe nicht selten Kinder erlebt, die mit ihren Eltern aufs Amt gehen, um dort für die Eltern Formulare zu übersetzen.
Okay, man ist neu im Land und muss eine neue Sprache lernen. Und die Kinder sind da fix bei der Sache und nach ein paar Monaten sind die besser drauf als wir Erwachsenen nach Jahren. Kommen Kinder von der Schule heim, sprechen sie nach einiger Zeit bereits einen Mischmasch aus zwei Sprachen. Ein paar Wörter in der einen und den Rest des Satzes in der anderen Sprache. Aber das machen auch wir Erwachsenen. Sogar die Palästinenser, wenn sie mitten im Satz Wörter wie TACHANA MERKAZIT (Zentraler Busbahnhof) sagen. Wenn sie sich dort mit jemandem treffen wollen oder so. Dann fallen auf einmal hebräische Wörter. Bei den Russen ist das genauso der Fall wie bei Anglos. Wir alle machen das.
Wer als Neuer aus dem Ausland in eine israelische Schulklasse kommt, kriegt erst einmal einen Kulturschock. Israelische Kinder sind laut, teilweise rotzfrech und ein Lehrer muss damit umgehen können. Gebürtige Israelis sind dazu in der Lage, Lehrer aus dem Ausland kriegen die Krise.
Als Neuer aus dem Ausland wird man von den Klassenkameraden nicht bestaunt, denn es gibt Tausende dieser Neuen. Für den Neuen heißt es, sich durchzubeissen. Und das schnell, denn Extrawürste gibt es keine. Auch nicht im Kindergarten.
Sprache, Sprache, Sprache!!!! Da gibt es keinerlei Diskussionen und niemand wird sich dem Neuen anpassen wie in Deutschland. Sowas ist in Israel undenkbar. Entweder die Neuen passen sich an oder sie tragen die Konsequenzen.
Auf arabischen Schulen wird das nicht viel anders gehandhabt werden. Übrigens werden christliche Kinder nicht in jüdischen Schulen akzeptiert und gehen entweder in arabische oder ihre eigenen christlichen Schulen. Christliche Diplomatenkinder gehen in Jerusalem fast ausschließlich in die christliche Schule in der Ha’Nevi’im Street oder zur christlichen Botschaft im Stadtteil Katamon. Inwieweit arabische Schulen christliche Kinder akzeptieren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jede Gemeinschaft hat so ihre eigenen Schulen und Aktivitäten, was, wie schon gesagt, ganz normal ist. Eine Ausnahme bilden säkulare Kibbutzschulen, die auch Kinder aufnehmen, die keine Juden sind. Zum Beispiel Kinder, aus Ehen, wo die Frau keine Jüdin ist und nur der Mann. In Kibbutzschulen ist einiges möglich, in anderen Schulen mehrheitlich nicht. Auch nicht in den städtischen säkularen Schulen.
Allein in Tel Aviv – Süd leben 50,000 illegale Afrikaner. Teilweise mit ihren Kindern. Auch philippinische Gastarbeiter haben oft Kinder, die dann auch eine Schule brauchen. In der Ha’Aliyah Street von Tel Aviv gibt es eine Schule namens „Bialik – Rogozin“, welche ausschließlich Gastarbeiterkinder unterrichtet. Ich denke, dass die Schule von Israelhasser George Soros und seinem New Israel Fund finanziell unterstützt wird. Mein englischer Artikel zu Bialik – Rogozin sowie meine Photos wurden massenhaft von diversen Kommentatoren boykottiert und ich wurde beschimpft. Tja, die israelische extreme Linke war da schnell zur Stelle als ich über den Zustand der Schule berichtete. 🙂 Zuerst wollte ich in die Schule gehen und das Personal interviewen. Gut, dass ich letztendlich darauf verzichtete, sonst wäre man dort aggressiv geworden.
In Bialik Rogozin lernen nur afrikanische und philippinische Kinder. Wobei die Afrikaner die Leute von den Philippinen drangsalieren.
Als die philippinischen und afrikanischen Kindern in die einst jüdische Schule Bialik – Rogozin zogen, meldeten israelische Eltern ihre Kinder schnell in anderen Schulen an. Kein Israeli lernt dort. Auch nicht die Kinder der israelischen Linken! Soweit reicht dann die linke Solidarität mit den Illegalen doch nicht. In Deutschland schickt ja auch kein linker Abgeordneter seine Kinder in eine Brennpunktschule.
Der große Unterschied zwischen deutschen und israelischen Schulen besteht darin, dass Neueinwandererkinder sich in israelischen Schulen anpassen MÜSSEN und nicht umgekehrt. Die heimischen Schüler werden weder bedroht noch beschimpft. Im Gegenteil, denn der Neue muss Freunde finden. Es liegt an ihm, ob er sich einlebt und ein Teil der Gemeinschaft wird oder nicht. Lebt er sich ein, hat das nicht selten positive Einflüsse auf die Eltern, die er dann mitmotiviert.
Links:
Meine amerikanischen Kinder in israelischen Schulen
Das Leben nach der Aliyah – Wie schafft man es in Israel?

Leserfrage: „Israels Einwanderungsgesetze“

B“H
Irgendwo las ich in den letzten Tagen, dass sich offenbar jemand aus Deutschland über die Einwanderungsgesetze Israels mokierte. Ausgerechnet jemand aus Deutschland!
Juden sind seit dem Holocaust froh, ein Land zu haben, in dem sie ungehindert leben können und dann kommt jemand aus Deutschland daher und zweifelt auch noch die Gesetze Israels an. Angeblich wurde da behauptet, dass die Juden selber Schuld am Antisemitismus seien, wenn Israel denn so strenge Einwanderungsgesetze habe.
Wer so etwas schon von sich gibt, wurde vermutlich auf dem hiesigen Innenministerium bei der Visaverlängerung heruntergeputzt. 🙂 Aber vielleicht sind die Leute in Dubai, die Japaner, Amerikaner oder Saudis auch selber Schuld, wenn sie gehasst werden. In diesen Länder nämlich kann sich auch nicht jeder so einfach niederlassen.
Israel definiert sich als jüdischer Staat und es gelten die hiesigen Gesetze. Wir sind nicht Thailand, wo eben mal so jeder kommen kann. Palästinenser innerhalb Israels (nicht diejenigen, die in der Autonomie leben) haben die israelische Staatsbürgerschaft mit allen Rechten und Pflichten.
Israel dient als Zufluchtsort für Juden und jeder Jude, der beweisen kann, dass er Jude ist, darf einwandern. Er erhält umgehend die Staatsbürgerschaft. Wer als Nichtjude einen jüdischen Israeli heiratet, bekommt heutzutage nicht sofort die Staatsbürgerschaft und muss selbst um eine Arbeitserlaubnis bangen. In Israel gibt es sehr viel Bürokratie und ehe ein Amt mal entscheidet, können Monate, wenn nicht Jahre, vergehen.
Ich verstehe nicht, warum ein Nichtjude hier einwandern wollen würde. Da gibt es bessere Länder, wo die Lebenshaltungskosten nicht so hoch sind. In Israel herrscht auch Arbeitslosigkeit und ein Nichtjude wird nicht in jedem Unternehmen angestellt. Allein schon aus dem Grund, weil es genügend jüdische Einwanderer gibt. Nicht selten hochqualifiziert und diese Einwanderer brauchen eben keine Arbeitserlaubnis und den ganzen Behördenkram. Kaum ein Unternehmen will sich mit Ausländern das Leben schwer machen. Und falls doch, wird jemand eingearbeitet und bekommt dann kein neues Visum mehr und muss das Land verlassen.
Immer wieder kommen Gastarbeiter von den Philippinen oder aus Bulgarien oder China. Die Philippinas arbeiten befristet in der privaten Altenpflege und Bulgaren und Chinesen unterschreiben befristet Verträge, um hierzulande auf dem Bau zu arbeiten.
Man kann das schlecht einem Außenstehenden erklären, aber das Leben in Israel ist nicht leicht. Und damit spiele ich auf die Mentalität und das Alltagsleben an. Wer als Tourist im Land herumreist, der erhält manchmal einen eher romantischen Eindruck vom Leben in Israel. Wer jedoch erst einmal so richtig im Land lebt und arbeitet, muss lernen zu kämpfen. Vor allem aber muss er lernen, mit der Mentalität zurechtzukommen. Vielen selbst jüdischen Neueinwanderern gelingt das nicht und sie kehren nach einiger Zeit in ihre Heimatländer zurück, wo sich sie ernster genommen fühlen und leichter in der Lage sind, ihr Leben zu meistern. 

 

Hier ein paar Infos zu den Einwanderungs – bzw. Visagesetzen:
http://mfa.gov.il/MFA/ConsularServices/Pages/Visas.aspx
http://www.jewishagency.org/first-steps/program/5131
https://www.quora.com/Is-Israel-a-Jews-only-state-Can-a-non-Jew-live-and-work-there
Deutsche Juden, die in Israel offiziel einwandern, wissen bestimmt, dass die Bundesrepublik neben der deutschen Staatsbürgerschaft keine zweite erlaubt. Basierend auf einem Gesetz aus dem Jahre 1919.
Wer also die israelische Staatsbürgerschaft animmt, ohne beim Auswärtigen Amt (dazu sich bitte detailliert bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv erkundigen) eine ziemlich aufwendige Prozedur zu durchlaufen, verliert seine deutsche Staatsbürgerschaft.
Ich wollte von Vornherein die Prozedur nicht durchlaufen. Heißt, erst die israelische Staatsbürgerschaft ablehnen und dann nach einem Okay aus Deutschland doch wieder annehmen. Das war mir, ehrlich gesagt, zu blöd und ich sehe mich in Deutschland eh nicht mehr leben. Und jetzt mit all den Migranten und dem ganzen Kram schon gar nicht. Dementsprechend besitze ich keine deutsche Staatsbürgerschaft mehr und „nur“ noch einen israelischen Pass. Was mir vollkommen reicht.
Allerdings nervt es zu sehen, wie diverse Ausländer in Deutschland den deutschen Pass nur so nachgeworfen bekommen, während ausgewanderte Deutsche ihren Pass (bei Annahme einer zweiten Staatsbürgerschaft) sofort verlieren. Jeder illegale Depp darf heute die Grenze nach Deutschland passieren, aber wehe ein im Ausland lebender Deutscher hat einen zweiten Pass. Wir werden in dieser Beziehung gejagt, während die Migranten ganz ohne Pass durchgewunken werden.