Leben in Jerusalem

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Aliyah, Knesset – Wahlen 2021 & Jerusalem

Coronavirus in Jerusalem: „Impressions from Emek Refa’im Street“ / 17 March 2020

 

Jerusalem im Belagerungszustand und Holocaust – Gedenken bei Cocktail – Party

Photo: Miriam Woelke

B“H
In Jerusalem wird heute so ziemlich alles gesperrt. Früh am Morgen schon die Autobahn vom Ben Gurion Flughafen bis in die Einfahrt nach Jerusalem. Heute Nachmittag ist dann alles dicht und weite Teile der Stadt sind für uns Bewohner unzugänglich. Krankenhäuser sind abgeschnitten und nichts geht mehr.
Die Straßen sind jetzt schon leer. Busse ebenso, denn man überlegt sich vorher, ob der Weg zur Arbeit und wieder nach Hause überhaupt möglich ist. Bis teilweise 21.00 / 22.00 Uhr herrschen Straßensperren und allein mein Stadtteil ist bis zu der Zeit abgeschnitten. Eine Bekannte von mir arbeitet seit gestern von daheim aus, da ihre Firma nicht funktionsfähig ist. Alles ist blockiert und die Mitarbeiter können nicht zu ihrem Arbeitsplatz nahe dem King David Hotel.
Das Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ist in Jerusalem ein Desaster. Der Franzose Macron brüllte gestern israelische Security an, die da nur ihren Job machen wollten und die Reaktionen waren deftig. Macron, der Antisemit, solle aus unserer Stadt verschwinden. Genau wie all die anderen Präsidenten, die keiner haben will.
Beim heutigen Gedenken im Holocaust Museum Yad Vashem sind gerade einmal 30 Holocaust – Überlebende eingeladen. Zahlreiche Auschwitz – Überlebende demonstrieren, denn sie sehen die ganze Veranstaltung als eine einzige Geldverschwendung. Cocktail – Parties a la Auschwitz für Celebrities. Alles unter dem Deckmantel des Holocaust – Gedenkens. Dazu fette Essen in Luxushotels. Alles für Politiker und Prominenz.
Holocaust – Überlebende? Fehlanzeige.
Es wird zur Schlacht am kalten Buffet geladen, aber Auschwitz interessiert keinen. Es ist eine Schande, wie sich unsere Regierung anbiedert und den internationalen Antisemiten, die gegen Israel arbeiten, in den Hintern kriecht. In Jerusalem sind wir froh, wenn das alles morgen ein Ende hat.
Tolles Gedenken! Auschwitzer Cocktail – Parties und Buffet. Mit Holocaust und so hat das alles nichts zu tun.
Die Jerusalemer Wirtschaft erleidet massiven Schaden. Erst aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und heute bleiben die Leute lieber daheim und gehen nicht einkaufen. Wie denn auch? Cafes, Geschäfte, Busse sind heute weitestgehend leer. Morgen Nachmittag soll der Spuk zuende sein und Jerusalem kann wieder aufatmen.

Was ißt man in Jerusalem?

B“H
Das Essen in Jerusalem wird von der sephardischen Küche geprägt: Fleisch (Huhn, Rindfleisch oder Truthahn), viel Reis, Gemüse, Fleischbällchen, Humus, Techina, Charif (Scharfes wie S’chug), Matbucha (Sauce aus gekochten Tomaten mit Knoblauch und teilweise scharfen Gewürzen), Kube (Teigtaschen mit Fleisch oder Pilzen), aber auch Hamburger, Nudeln, Chips (Pommes), Falafel, Schwarma (Döner) oder Kebab. Das Positive ist, dass das Essen in der Stadt meistens koscher ist. 
Bilder vom Essen in Jerusalem
https://www.google.com/search?q=%D7%90%D7%95%D7%9B%D7%9C+%D7%99%D7%A8%D7%95%D7%A9%D7%9C%D7%9E%D7%99&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiDqqXQyIfmAhUtQRUIHSv_AvQQ_AUoAXoECAwQAw&biw=1366&bih=625
Kurz gesagt, in Jerusalem wird Wert auf Fleisch gelegt und der Stand der vegetarischen Falafel wurde geschlossen. Die Kundschaft blieb aus, selbst wenn die Falafel eigentlich eh vegetarisch ist. Einmal war ich beim Stand der vegetarischen Falafel, ohne zu merken, wo ich gelandet bin. Nach einem Biss aber wurde mir schnell klar, dass etwas nicht stimmte, denn die Falafel schmeckte widerlich. „Einmal und nie wieder“, dachte ich.
An Straßengebäck wird Fettiges serviert: Borekas (Teigtaschen) gefüllt mit Kartoffelbrei, Pilzen oder Käse. Vorsicht bei den Borekas, denn deren Teig wird aus billiger Margarine hergestellt.
Croissants gibt es mit Schokoladenfüllung, mit Butter oder ohne Füllung. Dafür gibt es guten Kuchen, doch man sollte wissen wo. Bei der Teller Bäckerei in der Agrippas Street bzw. im Machane Yehudah Markt gibt es leckeren Karotten – Techina Kuchen für umgerechnet neun Euro / pro Kuchen. Das ist teuer, aber Israel ist nun einmal nicht billig.
Wer es billiger will, der kann Pitot (Pita) oder Laffa kaufen. Frisch im Machane Yehudah Markt.

„Der Herbst ist da“ & „Sukkot in Jerusalem“

B“H
Momentan uploade ich ein Video in englischer Sprache, welches von der morgigen „Jerusalem Parade“ handelt. Aktuell cruisen tausende Christen aus aller Welt durch Jerusalem, um an dieser Parade teilzunehmen. Ein anti – jüdisches antisemitisches Event, von dem die israelischen Teilnehmer gar nicht wissen, wer dahintersteckt. Der Organisator ist die International Christian Embassy Jerusalem. Eine evangelikale Missionseinrichtung, deren Ziel es ist, das Judentum zu vernichten. Jahrelang warnt das Oberrabbinat vor dieser Missionseinrichtung, die Antisemitismus pur versprüht. Man gibt sich pro – Israel, hasst aber das Judentum.
An der morgigen Parade werden evangelikale Christen aus aller Welt teilnehmen, deren einziges Ziel die Judenmission ist. Genauso wie die Mitglieder der „Christian Friends for Israel“. Die übelsten Sorten der Judenmission.
Soweit zum negativen Aspekt von Sukkot.
Gestern war ich wieder einmal in der Krankenhaus – Onkologie, wo ich meine 12. Chemotherapie hatte. Was super war: Ein paar amerikanische Chabad – Lubawitsch Mädels kamen vorbei und gaben jedem Juden die Möglichkeit, den Lulav zu schütteln.
Zuvor waren zwei chassidische Frauen der haredischen Organisation “Drache’i Miriam” wie jedesmal in der Onkologie, um Kekse und Kuchen zu verteilen. Eine der Frauen lud mich zu ihrem chassidischen Tisch ein, aber ich habe noch keine Ahnung, ob ich gehe. Wegen dieser blöden Nebenwirkungen bin ich nicht besonders mobil und muss immer schauen, ob ich das Haus verlassen kann oder nicht. Und dann die Massen an Sukkot! Jerusalem ist voller israelischer Touristen und der Machane Yehudah Markt war nicht nur gestern Nachmittag total überlaufen. Und dann kamen dunkle Wolken und ein Gewitter auf und es goss in Strömen. Gestern Nacht gegen 3.00 Uhr fegte ein Sturm über Jerusalem hinweg und einige Sukkot (Laubhütten) in unserem Wohnblock flogen fast davon. Momentan schaut es erneut nach Regen aus.
Keine Frage, der Herbst ist da und die Temperaturen sinken. In einer Woche werden wir nur noch 23 Grad Celsius in Jerusalem haben. Endlich kühler! 🙂

Jerusalem Zion Square (Kikar Zion)

Dr. Mordechai Kedar: „Jerusalem als heilige Stadt des Islam ist Fake News“