Leben in Jerusalem

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Morgen Abend in Jerusalem

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An der Altstadtmauer in Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

B“H
Morgen Abend (Samstag) beginnt der traurigste Tag im Judentum:
Der Tisha be’Av – der 9. Tag im jüdischen Monat Av. Diesmal um einen Tag verschoben aufgrund des Schabbat.
Wer sich für die Bedeutung des Tisha be’Av interessiert:
https://hamantaschen.wordpress.com/2018/07/20/der-fastentag-tisha-beav-9-av-2/
Da an diesem Tag beide Jerusalemer Tempel zerstört wurden, gilt dieser Tag im Judentum als Trauertag und es wird 25 Stunden lang gefastet.
Am 9. Tag im Av begann einst auch der Erste Weltkrieg sowie die Vertreibung der Juden aus dem mittelalterlichen Spanien. Der 9. Av war noch nie ein guter Tag für Juden, doch das alles soll sich mit der Ankunft des Meschiach ändern.
Am Tisha be’Av wird nicht nur um die verlorenen Jerusalemer Tempel getrauert, sondern zugleich um die Tatsache, dass der Meschiach noch nicht da ist und somit das messianische Zeitalter noch nicht begonnen hat. Gleichzeitig aber gibt der Tisha be’Av Hoffnung für die Zukunft.
In JERUSALEM schaut es morgen Abend nach dem Schabbat so aus, dass zwar die Busse regulär fahren, Bars, Restaurants, Cafes, etc, jedoch geschlossen bleiben. Am Sonntagmorgen verläuft wieder alles ganz normal. Morgen Abend in Jerusalem aber bleibt alles geschlossen.
Wer als Tourist dieser Tage in Jerusalem weilt, sollte sich auf den morgigen Abend einstellen. Busse fahren, alles andere ist bis Sonntag früh zu. Es sei denn, Ihr begebt Euch ins muslimische oder christliche Altstadtviertel. Dort findet Ihr alles geöffnet.
Tausende Juden werden sich morgen Abend an der Klagemauer (Kotel) versammeln und die gesamte Nacht über dort bleiben, auf dem Fussboden sitzen als Zeichen der Trauer und Kinot lesen. Die Kinot sind die traditionellen Tisha be’Av Verse und Gebete.
Ich weiß noch nicht, ob ich selber in die Altstadt gehe. Vermutlich aber ende ich mit Freunden entweder bei der chassidischen Gruppe Chabad – Lubawitsch, deren Synagoge gleich bei mir daheim um die Ecke liegt. Oder wir gehen zur Jerusalemer Promenade (Tayelet) an der Stadtgrenze zu Armon HaNatziv (Yanowski Street), wo mehrere Eicha – Lesungen zum Tisha be’Av stattfinden.
Viele Jerusalemer, einschließlich meiner Wenigkeit, haben am Sonntag arbeitsfrei, denn der Tisha be’Av endet erst am Sonntagabend. Dann darf auch wieder gegessen werden. Andere müssen arbeiten, denn der Tag ist kein offizieller Feiertag.
Wer sich in Tel Aviv befindet, wird vom Tisha be’Ab nur wenig bis gar nichts mitbekommen. In Jerusalem aber herrscht morgen Abend und am Sonntag eine unbeschreibliche Atmosphäre wie an keinem andere Ort auf der Welt.
Am Tisha be’Av kann man alles machen: Einkaufen gehen – wenn auch nicht essen, Busfahren, Filme anschauen, alles eigentlich. Traditionell bieten viele jüdische Einrichtungen an dem Tag traurige Dokumentationen. Filme mit ernsthaftem Hintergrund wie, u.a., dem Holocaust.
Mehr Infos zum Tisha be’Av: 
https://hamantaschen.wordpress.com/category/tisha-beav/
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Jerusalem im Herzen

Der Jerusalemer Stadtteil NACHALAT SHIV’A

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Photo: Miriam Woelke
B“H
In der letzten Woche kaufte ich bei der alljährlichen israelischen Buchmesse „Hebrew Book Week – Shavua HaSefer“ das Buch „Beit Salomon – Haus Salomon“. Das Buch kann ich jedem, der an der Geschichte Jerusalems interessiert ist und der hebräischen Sprache sehr gut mächtig ist. Ich persönlich lese sehr viel über die Geschichte der Stadt. Besonders über die Geschichte der Altstadt, dem sogenannten Old Yishuv.
Das besagte Buch handelt von der Ultra – Orthodoxen Familie Salomon, welche im Jahre 1811 von Litauen nach Israel immigrierte. Die Salomons liessen sich in Jerusalem nieder und der spätere Enkel Yoel Moshe Salomon gründete in der Neustadt den Stadtteil Nachalat Shiv’a.
Die gesamte Familie Salomon war sehr stark im Aufbau der Stadt involviert. Insbesondere beim Wiederaufbau des jüdischen Altstadtviertels.
Wer es noch nicht weiß: Zu Beginn des 18. Jahrhundert kauften Ultra – Orthodoxe Juden das Land, auf welchem das jüdische Altstadtviertel entstehen sollte, von der damaligen Ottomanischen Besatzungsmacht. Das heutige jüdische Viertel wurde also legal erworben.
Doch obwohl das Land den Juden gehörte und diese das Viertel aufgebaut hatten, fackelten Araber im Jahre 1720 alles wieder ab. Und das, obwohl es damals noch keine jüdischen Siedlungen gab. Vielleicht kann das ja jemand den deutschen Politikern und anderweitigen Israelhassern erklären. 🙂
Ungefähr Hundert Jahre später machte sich Rabbi Avraham Shlomo Zalman Salomon (er fügte den Namen ZOREF – Goldschmied seinem ursprünglichen Namen hinzu) daran, das zerstörte jüdische Altstadtviertel wieder aufzubauen. Dazu sammelte er von überall her Spenden und reiste sogar zum Ottomanischen Pascha nach Ägypten, um sich dessen Erlaubnis einzuholen. Rabbi Avraham war das erste Mitglied der Familie Salomon, welches im Jahre 1811 nach Israel ausgewandert war.
Rabbi Avrahams Enkel Yoel Moshe Salomon gründete seinerzeit den den neuen Stadtteil Nachalat Shiv’a. In der Innenstadt neben der Jaffa Road und der Shopping – Meile Ben Yehudah Street gelegen. Seit Jahren befinden sich dort viele Bars und Restaurants. Darunter auch das bekannte Jerusalmer Cafe „Tmol Shilshom“.
Nachalat Shiv’a mag etwas heruntergekommen wirken, doch es ist und bleibt eine Institution der Stadt. Allein schon durch die typische Architektur. Allerdings wurden zahlreiche Häuser zu Baustellen und ich denke mal, dass hier teuer vermietet oder verkauft werden soll. Luxus, denn die Gegend ist gefragt.  

 

 

 

Sonnenuntergang in Jerusalem / 3. Januar 2018

 

 

B“H
Gestern und vorgestern konnte man das Wetter in Jerusalem sowohl als auch andernorts im Land vergessen. Saukalt, stürmisch und fast ununterbrochen Regen.
Heute dagegen liess sich die Sonne wieder blicken und ich sichtete sogar Leute im T – Shirt. Nein, keine Touristen, sondern Israelis bei 13 Grad Celsius!
Morgen wird es erneut so lala und Freitag und am Schabbat sollen wir in Jerusalem unser blaues Wunder erleben. 9 Grad Celsius tagsüber, Sturm und Regen. Hoffentlich gibt es nicht wieder Stromausfall!
Dafür kommt dann am Sonntag ein bisschen Frühling auf. 🙂

Die Wahrheit über Jerusalem

Israel will die UNESCO verlassen

B“H
Als Reaktion auf die UNO – Abstimmung gegen Jerusalem plant Israel, die UNESCO zu verlassen:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/239698
Welchen Nutzen bringt die Mitgliedschaft in der UNO überhaupt für Israel, wenn die UNO selbst eine extrem pro – palästinensische bzw. pro – arabische Organisation ist:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/category/uno/
Dass Deutschland gegen Jerusalem stimmte, überrascht mich nicht sonderlich. Frau Merkel muss ihre Migranten ruhig stimmen und wenn die Bundesregierung sich für Jerusalem aussprechen täte, besteht die Gefahr, dass die in Deutschland lebenden Moslems randalieren. Damit will ich jetzt nicht Frau Merkel entschuldigen, sondern sage nur, dass Deutschland sich in Zukunft noch mehr gegen Israel und Juden stellen wird. Eben, um die im Land lebenden Moslems zu beruhigen.

 

Messerattentat in Jerusalem

B“H
Berichten die deutschen Medien davon? Vermutlich wenig bis gar nicht, denn die Juden sind ja immer selber schuld.
Heute Nachmittag stach ein 24 Jahre alter Palästinenser auf einen 25 Jahre alten Wachmann ein.
Tatort: Zentraler Busbahnhof in Jerusalem
Auf Twitter (und bislang nur auf Twitter) sieht man das Video einer Security Camera am Busbahnhof. Der Palästinenser wird vor dem Eingang kontrolliert und zieht plötzlich ein Messer aus der Jacke. 

 

 

 

Der Terrorist

 

 

„Er habe es für Allah getan“, sagte der Terrorist später.