Leben in Jerusalem

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Rosh Hashana, Ready Player One & Im Yesh Gan Eden (Wenn es ein Paradies gibt)

B“H
Nächste Woche beginnen die hohen jüdischen Feiertage
Eine Woche vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana kommt langsam der Feiertagsstress auf. Bei mir auf der Arbeit wird länger geschuftet, denn in der kommenden Woche ist am Dienstag der letzte Arbeitstag. Mittwochabend, 20. September, beginnt Rosh Hashana und dann haben wir, inklusive dem Schabbat, vier Tage frei. Eine Woche später folgt der Yom Kippur und fünf Tage danach das Laubhüttenfest Sukkot.
Ich bin gerade am Planen, wann ich für Rosh Hashana einkaufen gehe. Nach einem langen Arbeitstag hat man dann meistens keine Lust mehr, sich in die langen Schlangen an den Supermarktkassen einzureihen. Bei den Discountern wie Rami Levi und Oscher Ad ist die Hölle los und ich glaube, dass beide Ketten direkt vor dem Festbeginn auch Nachtschichten einlegen. Normalerweise ist dort bis 22.00 Uhr geöffnet.
Darüber hinaus erwartet uns morgen eine weitere Hitzewelle mit 35 Grad Celsius allein in Jerusalem. Zur Stunde findet in der German Colony (Emek Refaim Street) ein Stadtteil – Festival statt. Als ich von der Arbeit kam, war die Straße bereits gesperrt und Händler bauten ihre Verkaufsstände auf. Morgen sollen erneut die Straßen um die Derech Hebron Street gesperrt werden, denn abends findet ein sogenanntes RUN statt. Ob wieder Marathon gelaufen wird? Ich habe keine Ahnung.
Außer die letzten Arbeitstage vor dem Fest herumzukriegen, die Wohnung zu putzen und noch einkaufen zu gehen, mache ich mir keinen Stress. Am letzten Schabbat las ich das Buch „Ready Player One“ von Ernest Cline aus. Momentan wird das Buch von Stephen Spielberg verfilmt und der Film soll 2018 in die Kinos kommen.
Vor circa einem Monat kaufte ich das Buch. Allerdings bot die Steimatzky Kette lediglich die hebräische Übersetzung an. Namen und Ausdrücke wie TV Serien aus den 80iger Jahren waren eingehebräischt. Genauso wie die Fachausdrücke betreffend die Gruppe um den Hauptprotagonisten Wade. Das alles nervte etwas und so las ich nach dem Lesen jedes Kapitels hier nach:
https://www.shmoop.com/ready-player-one/prologue-summary.html
In Ready Player One geht es um die Welt in 30 Jahren. Ein Science Fiction sozusagen, der aber heute schon teilweise Realität ist. Die Welt ist so chaotisch und es herrschen Hunger und Armut. Um sich abzulenken, gehen die Menschen in die virtuelle Welt von OASIS. Dort kann jeder machen, was er will und auch seine eigenen Welten bauen. Oasis wird zur Fluch vor der Wirklichkeit.
Der Gründer von Oasis stirbt und ruft vor seinem Tod einen Wettbewerb aus. Derjenige, der drei verborgene Schlüssel in den Oasis – Welten findet und als Sieger hervorgeht, erbt das Milliardenvermögen des Erfinders. Und dann geht der Kampf nach dem Geld auch schon los.
Wer in den 80iger Jahren aufwuchs und TV Serien sowie Videospiele mochte, für den ist das Buch ideal. Ernest Cline ist besessen von den Achtzigern.
Das Buch war bis zur Mitte sehr gut, liess aber dann an Spannung nach. Zuviel wurde vom Gaming der 80iger geredet (Pacman, Atari, etc.) und da ich absolut kein Gamer bin, war mir das zu langweilig. Für mich sind Computerspiele nichts anderes als Zeitverschwendung und ich lese lieber ein Buch. Leider war der Buchinhalt dann auch noch voller Computerspiele. 🙂
Aktuell lese ich auf Hebräisch das Buch „Im Yesh Gan Eden“. Die deutsche Buchübersetzung findet Ihr hier:
https://www.amazon.de/product-reviews/3871345881/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?ie=UTF8&reviewerType=all_reviews&showViewpoints=1&sortBy=recent
Obwohl das Buch in mehrere Sprachen übersetzt worden ist, glaube ich kaum, dass der Leser, der das Buch nicht im Original liest bzw. die israelische Gesellschaft nicht kennt, allen Inhalten wirklich folgen kann. Die Ausdrücke sind oft spezifisch und es ist ein israelisches Buch über das eigene Denken im Land.
Es geht um einen jungen Soldaten, der im Libanon, in Beaufort, stationiert ist. Soldat Erez (sein richtiger Name ist Liraz) macht eine sehr treffende israelische Aussage, die man außerhalb Israels nicht unbedingt verstehen wird. Und das ist nur eines von vielen Beispielen:
„Wenn ich hier draufgehe bzw. abgeknallt werde, was geht das einen Typen in Shenkin an? Typ sitzt in Shenkin und schlürft seinen Kaffee. Dann geht er heim, hat Sex mit seiner Freundin und schaltet noch nicht einmal die Nachrichten ein, um zu hören, dass ich tot bin. Shenkin – Typ interessiert das nicht und er lebt sein Leben weiter wie gehabt. Morgens kutschiert er mit einem teuren Auto, von Papa gekauft, herum. Und ich, Erez aus Afulah, sitze im Dreckloch Beaufort und beisse ins Gras.“
Dazu muss man wissen, dass Shekin eine IN – Straße in Tel Aviv ist und jemand, der gesehen werden will, dort im Cafe hockt. Erez aus der nordisraelischen Stadt Afulah ist sephardischer Jude und stammt aus eben jener Kleinstadt. Einem Kaff nicht weit entfernt von Tiberias am See Genezareth.
Soldat Erez sieht im Shenkin Yuppie eine aschkenazischen Juden, der von Papi finanziert wird und dem alles egal ist, solange er ein Tel Aviv Hipster Leben führen kann. Und Papi deichselte ihm vermutlich noch einen sicheren Armeeposten, ohne dass Sohnemann in einem Dreckloch im Libanon Wache schieben musste. Nee, Sohnemann von der Shekin diente wahrscheinlich als Jobnik. Ein Jobnik hockt im Büro, schiebt eine ruhige Kugel und ist kein Kämpfer.
Ein gutes Buch bislang und ich werde nach dem Auslesen noch mehr über das Buch berichten.

 

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Video: „Die Internationale Buchmesse 2017 in Jerusalem“

B“H
Ewigkeiten hat es gedauert, doch nun habe ich es endlich geschafft, dass Video zur Internationalen Buchmesse von vor zwei Wochen hochzuladen.
Außerhalb der Ausstellungshalle fand die alljährliche und stets gut besuchte Hebrew Book Week statt. In der Halle befand sich das internationale Event, welches da alle zwei Jahre stattfindet.
Den Unterschied werdet Ihr sehen: Die Hebrew Book Week zu Beginn des Videos ist voller Besucher, die Internationale Buchmesse hingegen verlor schon lange ihre Reiz. Neben der Buchmesse bieten die Buchhandlungsketten Steimatzky oder Zomet Sefarim günstig Bücher an und so wird einiges an Kundschaft abgegriffen.
Am deutschen Stand war tote Hose oder man übte sich im Yoga. Oder was immer die auf dem Boden liegenden Leute machten. Die einst aus Deutschland eingewanderten Juden sterben allmählich weg und die deutsche Sprache ist weitaus weniger Attraktiv als Englisch, Spanisch oder Französisch.
Die nächste Internationale Buchmesse wird in zwei Jahren ausgetragen. 

 

 

Eine weitere arabische Terrorattacke in Jerusalem und Fazit zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem

B“H

 

Eine neue Woche und morgen ist, nach dem heutigen Schabbat, wieder stinknormaler Alltag mit Arbeit etc. Momentan lade ich ein 18 – minütiges Video von der Internationalen Buchmesse in Jerusalem hoch. Die ging nämlich nach fünf Tagen am Donnerstag zuende und ich war abends nochmal dort, um zu filmen.
Die Uploads bei Youtube dauern immer Ewigkeiten trotz meines relativ schnellen Internet.
Das Fazit der Internationalen Buchmesse: Viele Besucher waren nicht da. Donnerstagabend war die Hebrew Book Week mit ihren hebräischen Büchern gerammelt voll. Hunderte drängten sich um die Buchstände und ganze Familien mit Kindern waren da. In der Halle nebendran fand das internationale Event mit Ausstellern aus Portugal, China, Frankreich, Israel, Polen, Ungarn, Rumänien, Österreich und Deutschland statt, doch das Publikum blieb lieber draußen bei den heimischen Büchern.
Bei der Hebrew Book Week kaufte ich mir vier Bücher, beim internationalen Event nur eines. Und das auch noch von der israelischen Buchhandlungskette ZOMET HA’SEFARIM. Nämlich Lee Child’s ECHO BURNING, da ich ein großer Fan der Hauptfigur Jack Reacher bin.
Nicht bei allen internationalen Anbietern kann man kaufen und als ich im Februar 2013 beim deutschen Stand Bücher kaufte, rechnete man mir die Preise in Euro um. Eine wahnsinnige Abzockerei. Seither verzichte ich dankend und kaufe lieber englisch – bzw. hebräischsprachige Lektüre.
Am letzten Ausstellungstag, also am Donnerstag, waren China, Portugal und die Ungarn bereits abgereist. Zweimal war ich bei dem Event und nie sah ich auch nur einen Besucher bei den Österreichern. Ältere ehemalige Deutsche in Israel sterben langsam aus und deren Nachkommen sind der deutschen Sprache weitgehend nicht mehr mächtig. Daher verliert auch der Stand aus Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Gut besucht waren dagegen jüdisch – religiöse Anbieter wie der Koren – Verlag, die lokale Buchhandlung Pommeranz und weitere Aussteller religiöser Bücher in englischer Sprache. Im Video werdet Ihr dazu einiges zu sehen bekommen.
Gestern gab es eine weitere Terrorattacke ausgeführt von Palästinensern. ISIS übernahm die Verantwortung. Eine junge israelische Grenzpolizistin wurde von einem Palästinenser erstochen. Tatort: Das Damaskustor in Jerusalem.
http://www.timesofisrael.com/friends-mourn-hadas-malka-stabbed-to-death-near-old-city-as-a-true-wonder-woman/
In DIE WELT heißt es online: Die Beamtin erlag ihren Verletzungen.
Das ist leider richtig, doch Beamte gibt es in Israel nicht. In diesem Falle handelte es sich um eine Soldatin der Grenzpolizei. Reguläre Polizisten sind in Israel keine Beamten, sondern Angestellte. Ein Beamtenstatus für Regierungsangestellte existiert nicht. Man ist halt angestellt, mehr nicht.
Und zum Thema TIERE: Meine Nachbarn haben seit gestern einen Hund. Besser gesagt, eine Hündin. Die Katzenfamilie unten im Garten ist wenig begeistert und zog erstmal in eine andere Ecke des Gartens. Die neuesten Jungen sind gerade mal drei Monate alt und die beiden Mütter wachen argwöhnisch über den Nachwuchs. Vor ein paar Tagen wurde ein Hund, der mal so herumschnüffelte, angegriffen und die Besitzerin konnte ihn gerade noch mit der Leine wegzerren.
Der Hund der Nachbarn jedenfalls ist süss, aber er muss sich halt erst eingewöhnen. Meiner Katze ist das alles egal und sie hängt entweder draußen oder drinnen ab. Je nachdem und was so auf dem Speiseplan steht. Die Katzen sorgen dafür, dass weder Mäuse herumlaufen und Eidechsen und kleine Schlangen kriechen auch nicht herum.
Der Sommer in Jerusalem zeigt sich bislang nicht zu heiß. 30 Grad Celsius heute aber erneute Abkühlung auf 25 Grad in dieser Woche. Normale Temperaturen halt und in meinem Stadtteil weht eh immer der Wind, da es sich um den Stadtrand handelt.

Von der Hebrew Book Week 2017 in Jerusalem – שבוע הספר העברי 2017 בירושלים

B“H
Ein paar kurze Eindrücke von der Hebrew Book Week heute Abend. Eine Buchmesse, auf der sämtliche israelischen Verlage ausstellen.
Die Hebrew Book Week findet landesweit noch bis zum 17. Juni statt. Das Video machte ich heute Abend in Jerusalem, doch auch in Tel Aviv sowie in anderen größeren Orten gibt es die Buchmesse.
Selbst kaufte ich mir drei Bücher zur Geschichte der Juden von Babylon und des Talmud, zur Geschichte der Agudat Israel in Polen sowie eine Biographie über den berühmten mittelalterlichen Rabbi Don Yitzchak Abarbanel.
Alle Genres sind auf der Buchmesse vertreten. Von Romanen bis hin zu Comics, Historie oder Sport ist alles vertreten.

 

Die Internationale Jerusalemer Buchmesse 2017

B“H
Vorgestern berichtete ich über die morgen beginnende landesweite HEBREW BOOK WEEK in Israel. In fast jeder Stadt unseres Landes finden bis zum 17. Juni Buchmessen statt, auf denen alle israelischen Verlage ausstellen.
Fast gleichzeitig und, noch dazu am selben Ort, findet die Internationale Jerusalemer Buchmesse statt. Und zwar vom 11. – 15. Juni.
Im Gegensatz zur HEBREW BOOK WEEK, die jedes Jahr stattfindet, wird die Internationale Buchmesse nur alle zwei Jahre ausgetragen. Diesmal sogar kürzer als in all den Jahren zuvor. Ich nehme an, dass der Grund darin zu suchen ist, dass zur letzten Internationalen Buchmesse nur sehr wenige Besucher kamen. Vielleicht legte man deswegen in diesem Jahre beide Events zusammen, denn die HEBREW BOOK WEEK zieht massenhaft Besucher an.
Hier gibt es mehr Infos zur Internationalen Buchmesse 2017 in Jerusalem
http://www.janglo.net/component/option,com_adsmanager/page,display/tid,420534/catid,99/Itemid,361/
Beide Buchmessen haben dieselbe Location: Am Alten Bahnhof von Jerusalem. Zu erreichen mit den Buslinien 71, 72, 74, 75, 78 oder 38. Haltestelle: David Remez / Alter Bahnhof. Wer aus der Altstadt kommt, kann auch bequem laufen.
Der Eintritt ist frei!!!

Die HEBREW BOOK WEEK – HEBRÄISCHE BUCHWOCHE – SHAVUA HA’SEFER beginnt an diesem Mittwochabend

B“H
Die alljährlich stattfindende HEBREW BOOK WEEK ist in Israel, trotz Youtube – Zeitalter, immer noch ein wichtiges Event. Insbesondere für Kinder, denn ganze Familien stürmen zu den nationalen Buchmessen. Immerhin gilt es, ein Schnäppchen zu machen, denn Bücher sind in Israel recht teuer, wenn sie nicht gerade als Sonderangebot verkauft werden. Amazon ist hierzulande längst nicht so ein Thema wie in Deutschland. Der Ebook – Markt ist ebenfalls klein und Amazon lässt Self – Publisher nicht in hebräischer Schrift schreiben. Ferner sind nicht alle Angebote auf Amazon.com nach Israel lieferbar.
Neben vielen kleinen Buchläden haben in Israel die Buchketten ZOMET HA’SEFARIM sowie STEIMATZKY alles im Griff. STEIMATZKY kaufte aktuell die Jerusalemer Buchkette TAMIR BOOKS und schloss sofort die TAMIR BOOK Niederlassung in der Emek Refa’im Street, da ein paar Meter weiter ein STEIMATZKY – Laden ist. Besitzerin von Steimatzky ist übrigens eine Dame mit dem Künstlernamen GIMMEL YAFIT, die da vor wenigen Jahren in Radio und Fernsehen Werbung für alle möglichen Produkte machte. Mich erinnerte sie stets an die Clementine aus der Ariel – Werbung in den Siebzigern. Obwohl Gimmel Yafit äußerlich nicht gerade der Clementine gleicht. 🙂

 

 

 

Offenbar erwirtschaftete Gimmel ein kleines Vermögen und erstand vor ein paar Jahren die an der Insolvenz kratzenden Buchkette STEIMATZKY.
Aber zurück zur Hebrew Book Week, die da landesweit am Mittwochabend um 18.00 Uhr beginnt. Jede größere Stadt bietet bis zum 17. Juni eine Buchmesse. In Tel Aviv am Kikar Rabin (Rabin Square), in Jerusalem am Alten Bahnhof, in Rishon LeZion in der Rothschild Fußgängerzone, etc. Allabendlich von 18.00 – 23.00 Uhr ist die Buchmesse geöffnet. Freitags ist, wegen dem Schabbat, geschlossen.
Der Eintritt ist frei! Geboten werden Bücher in hebräischer Sprache von allen möglichen israelischen Verlegern. Egal, ob von Universitäten oder einfach nur Lektüre übers Wandern und Klettern.
Wer Schnäppchen bei Romanen sucht, wird meistens enttäuscht, denn viel reduziert ist da nicht. Wer dagegen, wie ich, Sachbücher sucht, kann einiges an Geld einsparen, denn in der Sparte wird reduziert. Genauso wie bei den Kinderbüchern.
Details zur Hebrew Book Week gibt es hier, jedoch nur in hebräischer Sprache:
http://sfarim.org.il/
Wer geduldig herumstöbert, der findet auch ein paar Bücher in englischer Sprache, doch die Auswahl ist begrenzt. 🙂

Die Internationale Jerusalemer Buchmesse 2017

B“H
Manche werden sich vielleicht fragen, was es denn in diesem Jahr mit der Internationalen Jerusalemer Buchmesse auf sich hat. Es ist Februar und die letzte Buchmesse fand genau vor zwei Jahren statt. Wo also bleibt das alle zwei Jahre stattfindende Event?
Ganz einfach: Die diesjährige Internationale Buchmesse kommt erst im Juni. Und das auch nur wenige Tage, denn das letzte Event war ein Reinfall. Nicht viele Besucher verirrten sich in den Alten Bahnhof. Ich besuchte die Buchmesse ein paar Mal, aber jedesmal war die Halle so ziemlich leer. Dagegen ist die alljährlich stattfindende Hebrew Book Week ein absoluter Publikumsrenner. 
http://www.jbookfair.com/en/