Leben in Jerusalem

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Shavua HaSefer – Hebrew Book Week 2018

B“H
Die diesjährige SHAVUA Ha’SEFER beginnt genau heute in zwei Wochen. Vom 6. – 16. Juni 2018.
Öffnungszeiten:
Sonntag – Mittwoch 18.00 – 23.00 Uhr
Donnerstag 18.00 – 24.00
Freitag Geschlossen
Samstag nach Ende des Schabbat (circa 20.30) bis 24.00 Uhr
Diese Öffnungszeiten gelten landesweit für alle „Hebrew Book Week“ Events. Egal, ob im Jerusalemer Alten Bahnhof (HaTachana), am Tel Aviver Rabin Square oder am Rothschild Boulevard von Rishon LeZion.
Der Eintritt ist KOSTENLOS und für jedermann!!!
Alle möglichen israelischen Verlage stellen ihre Bücher aus und der Messebesucher kann alles kaufen. Manchmal günstiger als im Laden und oft dann doch zum selben Preis. Dazu finden sich die Bar Ilan University mit ihren eigens herausgebrachten Büchern und viele viele andere Organisationen, die ihre eigenen Bücher veröffentlichen. Von Wissenschaft bis Judentum bis hin zum Kitschroman ist alles dabei.
95% der Bücher sind in hebräischer Sprache, doch wer länger sucht, kann auch etwas in englischer Sprache finden. Vor allem Kinder lieben dieses Event, denn in Israel wird immer noch verhältnismäßig viel gelesen. Trotz Internet und Smartphone – Bücher sind, nach wie vor, IN.
Die Book Week findet stets im Freien statt und nicht in einer stickigen Messehalle.
Was soll ich sagen? Mit der Frankfurter Buchmesse kann man unsere Buchmesse nicht vergleichen. Eher ist es so, dass draußen Tische aufgestellt werden, auf denen die Bücher ausliegen. So ganz unverbindlich und jeder kann stöbern wie er will.
Hier ein paar Eindrücke vom vergangenen Jahr in Jerusalem

 

Obwohl ich mir alle Stände anschaue, kaufen tue ich fast immer nur bei einem: Dem Zalman Shazar Institute, deren Bücher man sicher auch online erstehen kann. Das Institut befindet sich nur wenige Minuten entfernt von meiner Wohnung, doch ich warte immer auf die Book Week, denn dann gehen die Preise nochmal runter. 🙂
https://www.shazar.org.il/Search.aspx?allBooks=true
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Rezension zur Netanyahu – Biographie von Ben Caspit

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B“H
Schon vor zwei Wochen habe ich die aktuelle Netanyahu – Biographie des israelischen Journalisten Ben Caspit ausgelesen und muss sagen, dass sie mir sehr gut gefiel. Der hohe Preis von 128 Schekel (die englische Ausgabe kostet 129 Schekel) hat sich gelohnt. Und das sage ich gleich vorweg für diejenigen, die sich das Buch zulegen und nicht gespoilert werden wollen. Der nachfolgende Text nämlich wird voller Spoiler sein!
Ich hatte mir Ende April die hebräische Ausgabe gekauft, doch wer interessiert ist, es gibt auch eine englische Übersetzung:
https://www.amazon.de/Netanyahu-Years-Ben-Caspit/dp/1250087058/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1525598086&sr=8-1&keywords=ben+caspit&dpID=51uW3a%252BbH5L&preST=_SY264_BO1,204,203,200_QL40_&dpSrc=srch
Nein, dieser Link ist kein Affiliate und ich erhalte kein Geld dafür!!!
Ben Caspit schreibt sehr sachlich und beginnt mit Netanyahus Großvater Nathan Milikowski, der da noch fromm war. Bibis Vater bzw. Nathan ältester Sohn Benzion kam im Jahre 1929 ins damalige Palästina, um an der Hebrew University in Jerusalem zu studieren. Später hatte Benzion drei Söhne mit seiner Frau Zila: Jonathan, Benjamin und Ido.
Von Ido ist im Buch leider kaum die Rede und ich hätte gerne mehr erfahren, da er in meiner Straße wohnt und ich ab und an mit seiner Frau rede. Ohne Politik und eigentlich nur über Haustiere. Sie hat einen Hund, den sie Gassi führt und nebenher füttert sie seit Jahren die Straßenkatzen vor ihrem Haus. Ido sieht man selten in den Medien und er ist, wie sein Vater, Akademiker. Wenn auch auf anderem Gebiet.
Bibi selbst haben wir in der Straße noch nicht erblickt, was die Nachbarschaft auch nicht willkommen heißen würde. Dann wäre alles gesperrt und kein Durchkommen vor lauter Schabak (dem inneren Geheimdienst). Außerdem haben die Palis weiter unten im Stadtteil noch nicht mitbekommen, wer da neben ihnen wohnt. 🙂
Bibis Bruder Jonathan diente, wie er, in der Eliteeinheit Sayeret Matkal und Jonathan war es, der den Entebbe – Einsatz (1976) als leitender Offizier ausführte. Dabei kam er ums Leben und der Tod von Yoni hatte einen gewaltigen Einfluss auf Bibi. Eigentlich hatte Bibi sein Leben anders geplant und wollte Geschäftsmann werden. Yoni war, so die Vorstellung seiner Eltern, zu Höherem berufen. Oberbefehlshaber der Armee und ggf. sogar Politiker. Bibi wollte nicht in Yonis Quere kommen und plante sein Lebens anders. Nach dem Tode Yonis aber war er geschockt, denn beide hatten sich super verstanden und eine enge Bindung. Mit all der Trauer und der Gründung einer Stiftung kam Bibi auf Umwegen in die Politik. Zuerst nur als Spendensammler für die Stiftung, doch selbst in den USA war Bibi lediglich „Yonis kleiner Bruder“.
Sarah Netanyahu ist Bibis dritte Frau und geheiratet wurde 1991. Dabei hatte er nie die Absicht, Sarah überhaupt zu ehelichen. Bibis erste Frau war eine Jugendfreundin aus Jerusalem. Mit ihr hat er eine Tochter: Noah, die da religiös, mit Mann und drei Kindern in Jerusalem lebt. Zwischen Noah und ihrem Vater besteht keinerlei Kontakt, da Sarah Netanyahu das nicht will.
Bibis zweite Frau war Nichtjüdin, konvertierte in den USA konservativ, was sie aber dennoch nicht zur Jüdin machte. Mit er hatte er seine erste Frau Miki betrogen, aber auch die zweite Ehe war nicht von Dauer und blieb auch kinderlos. Dann traf er im Flugzeug die Stewardess Sarah, trennte sich aber kurz darauf von ihr und hatte schon eine neue Freundin als Sarah verkündete, sie sei schwanger. Noch einmal wollte Bibi keine Trennung, heiratete Sarah, betrog sie aber weiter. Ein anonymer Anrufer verpetzte ihn bei Sarah, die rastete aus und verliess ihn. Bibi wurde schwach und bettelte, sie solle zurückkommen. Und dann machte er den Fehler seines Lebens: Sarah legte ihm von ihrem Anwalt einen Vertrag vor. Bibi solle Sarah in die Gesellschaft als First Lady einführen, wenn er denn einmal Premier ist. Im Falle einer Scheidung würde er alles verlieren und und und. Damit ist er an Sarah gebunden, obwohl er meint, sie sei die Einzige, der er 100%ig vertrauen könne. Verliesse er sie, würde sie auspacken, denn sie weiß alles.
Soweit zu meiner ständigen Frage, warum er die Tussi nicht einfach los wird. Er kann nicht, oder alles geht den Bach hinunter.
Ben Caspit beschreibt Bibis Aufstieg, sein überzeugendes Charisma und das Netanyahu der intelligenteste Premier ist. Keiner zuvor hatte eine so schnelle Auffassungsgabe wie er.
Das klingt jetzt für Euch nach Netanyahu – Fan. Nee, nee, Caspit ist weit entfernt davon und er steht nicht auf Netanyahus Beliebtheitsskala.
Das halbe Buch ist über Sarah Netanyahu und wie sie mitmischt. Zwar erscheint sie nicht im Büro des Premierministers (Lischka), doch es herrscht doch eine extrem angespannte Atmosphäre. Das weiß ich nicht aus dem Buch, sondern von jemandem, der dort arbeitete. Sarah habe zwei oder drei Spione dort sitzen, die ihr alles berichten. Alles. Wer wann aufs Klo geht und mit wem ihr Mann redet und mit wem er sich trifft. Wehe, einer ist gegen ihren Mann. Der fliegt oder steht auf der Abschussliste wie Naftali Bennett. Sarah kann Bennett nicht ausstehen, was eine längere Geschichte hat und damit begann, dass Bennett für Bibi beim Likud arbeitet. Fliegt Bibi heute auf Auslandstrips und Bennett ist dabei, so muss Bennett einen Linienflug nehmen und darf nicht im Staatsflugzeug sitzen, denn da ist Sarah und die will ihn nicht sehen.
Bibi Netanyahu wuchs alles andere als wohlhabend auf, obwohl sein Vater Historiker war und an diversen Unis (auch in den USA) lehrte. Als Bibi Geld für die Yoni Stiftung sammelte und begann, in den USA Reden über Israel zu halten, kam er schnell in Kontakt mit jüdischen Wohlhabenden. Und die spendeten dem aufstrebenden Politiker viel Kohle. Leider gewöhnte er sich schnell an den Lebensstil und Sarah war gleich mit dabei. Bis heute. Nur das beste Essen und die besten Zigarren. Wobei wir dann bei dem israelisch – amerikanischen Milliardär Arnon Milchan wären. Wegen ihm laufen, u.a., diverse Anklagen gegen Bibi. Aber was Caspit in seinem Buch berichtet: Netanyahu allein war es nicht, der da enge Kontakte zu Milchan pflegte. Caspit nennt einen Teil anderer Politiker wie Shimon Peres, Ariel Sharon, Yitzchak Herzog, Zipi Livni, Avigdor Lieberman, Silvan Shalom, Ehud Olmert oder Ya’ir Lapid. Der einst junge Ya’ir Lapid arbeitete sogar für Milchan.
Nachzulesen ist das alles auf Seite 182 der Netanyahu Biographie (hebräische Ausgabe).
Bei den letzten Wahlen habe ich Bibi gewählt. Aber nicht, weil es der Likud und Bibi waren, sondern weil ich nicht wollte, dass der linke Yitzchak Herzog ans Ruder kommt. Ob ich Bibi nochmals wählen würde – nach dem Lesen der Biographie ist das eher unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass kaum ein Knesset – Politker ehrlich ist und alle irgendwoher ihre Gelder beziehen. Netanyahu ist, weiß G – tt, nicht allein. Jeder hat so seine Geldquellen und neulich erst sah ich eine Doku, in der die Quellen des Helmut Kohl beschrieben wurden. „Bimbes“, so hieß die Doku und Ihr könnt sie auch Youtube finden.
All die Anklagen und Ermittlungen gegen Netanyahu tun seiner Beliebtheit wenig Abbruch. Ganz im Gegenteil, denn der Likud gewann sogar an Stimmen. Viele Israelis meinen, unsere linksgerichtete Presse hetzte gegen Netanyahu und andere Politiker seien auch nicht besser. Ob Bennett, Lapid und wie sie alle heißen. Jeder hat Dreck am Stecken.
Das Buch endet mit Bibis ältestem Sohn Ya’ir, der da ausschaut wie Sarah und sich schlimmer benimmt wie sie. Ya’ir schreie manchmal seinen Vater an, wisse alles besser und das Volk betrachtet Ya’ir als Nichtsnutz. Mit seinen 27 Jahren hockt er ohne Job daheim und lässt es sich gutgehen. Aktuell will Bibi ihn offenbar ins Auschland schicken, um Vorträge über Israel zu halten.
Viele Israelis können weder Sarah noch ihr Muttersöhnchen Ya’ir ausstehen. Der zwei Sohn Avner arbeitet in einem Restaurant, ist kaum in den Medien und so ganz anders als Ya’ir. Das kommt an. Sarah wird in vielen Leserkommentaren „Miss Piggy“ genannt und Ya’ir ist ein rotes Tuch, welches da nur faul zu Hause hockt und Geld ausgibt.
Ich weiß natürlich nicht, ob Bibi ein zufriedenes Leben führt. Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, mit jemandem zusammenzuleben, an den man per Vertrag gebunden ist. Entweder ist das die schlimmste Strafe im Leben oder man redet sich alles schön.
Im August 2008 traf ich Netanyahu auf der Jerusalemer Bloggerkonferenz, wo er nur wenige Meter entfernt stand und eine Rede hielt. Sarah war nicht dabei.

Rosh Hashana, Ready Player One & Im Yesh Gan Eden (Wenn es ein Paradies gibt)

B“H
Nächste Woche beginnen die hohen jüdischen Feiertage
Eine Woche vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana kommt langsam der Feiertagsstress auf. Bei mir auf der Arbeit wird länger geschuftet, denn in der kommenden Woche ist am Dienstag der letzte Arbeitstag. Mittwochabend, 20. September, beginnt Rosh Hashana und dann haben wir, inklusive dem Schabbat, vier Tage frei. Eine Woche später folgt der Yom Kippur und fünf Tage danach das Laubhüttenfest Sukkot.
Ich bin gerade am Planen, wann ich für Rosh Hashana einkaufen gehe. Nach einem langen Arbeitstag hat man dann meistens keine Lust mehr, sich in die langen Schlangen an den Supermarktkassen einzureihen. Bei den Discountern wie Rami Levi und Oscher Ad ist die Hölle los und ich glaube, dass beide Ketten direkt vor dem Festbeginn auch Nachtschichten einlegen. Normalerweise ist dort bis 22.00 Uhr geöffnet.
Darüber hinaus erwartet uns morgen eine weitere Hitzewelle mit 35 Grad Celsius allein in Jerusalem. Zur Stunde findet in der German Colony (Emek Refaim Street) ein Stadtteil – Festival statt. Als ich von der Arbeit kam, war die Straße bereits gesperrt und Händler bauten ihre Verkaufsstände auf. Morgen sollen erneut die Straßen um die Derech Hebron Street gesperrt werden, denn abends findet ein sogenanntes RUN statt. Ob wieder Marathon gelaufen wird? Ich habe keine Ahnung.
Außer die letzten Arbeitstage vor dem Fest herumzukriegen, die Wohnung zu putzen und noch einkaufen zu gehen, mache ich mir keinen Stress. Am letzten Schabbat las ich das Buch „Ready Player One“ von Ernest Cline aus. Momentan wird das Buch von Stephen Spielberg verfilmt und der Film soll 2018 in die Kinos kommen.
Vor circa einem Monat kaufte ich das Buch. Allerdings bot die Steimatzky Kette lediglich die hebräische Übersetzung an. Namen und Ausdrücke wie TV Serien aus den 80iger Jahren waren eingehebräischt. Genauso wie die Fachausdrücke betreffend die Gruppe um den Hauptprotagonisten Wade. Das alles nervte etwas und so las ich nach dem Lesen jedes Kapitels hier nach:
https://www.shmoop.com/ready-player-one/prologue-summary.html
In Ready Player One geht es um die Welt in 30 Jahren. Ein Science Fiction sozusagen, der aber heute schon teilweise Realität ist. Die Welt ist so chaotisch und es herrschen Hunger und Armut. Um sich abzulenken, gehen die Menschen in die virtuelle Welt von OASIS. Dort kann jeder machen, was er will und auch seine eigenen Welten bauen. Oasis wird zur Fluch vor der Wirklichkeit.
Der Gründer von Oasis stirbt und ruft vor seinem Tod einen Wettbewerb aus. Derjenige, der drei verborgene Schlüssel in den Oasis – Welten findet und als Sieger hervorgeht, erbt das Milliardenvermögen des Erfinders. Und dann geht der Kampf nach dem Geld auch schon los.
Wer in den 80iger Jahren aufwuchs und TV Serien sowie Videospiele mochte, für den ist das Buch ideal. Ernest Cline ist besessen von den Achtzigern.
Das Buch war bis zur Mitte sehr gut, liess aber dann an Spannung nach. Zuviel wurde vom Gaming der 80iger geredet (Pacman, Atari, etc.) und da ich absolut kein Gamer bin, war mir das zu langweilig. Für mich sind Computerspiele nichts anderes als Zeitverschwendung und ich lese lieber ein Buch. Leider war der Buchinhalt dann auch noch voller Computerspiele. 🙂
Aktuell lese ich auf Hebräisch das Buch „Im Yesh Gan Eden“. Die deutsche Buchübersetzung findet Ihr hier:
https://www.amazon.de/product-reviews/3871345881/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?ie=UTF8&reviewerType=all_reviews&showViewpoints=1&sortBy=recent
Obwohl das Buch in mehrere Sprachen übersetzt worden ist, glaube ich kaum, dass der Leser, der das Buch nicht im Original liest bzw. die israelische Gesellschaft nicht kennt, allen Inhalten wirklich folgen kann. Die Ausdrücke sind oft spezifisch und es ist ein israelisches Buch über das eigene Denken im Land.
Es geht um einen jungen Soldaten, der im Libanon, in Beaufort, stationiert ist. Soldat Erez (sein richtiger Name ist Liraz) macht eine sehr treffende israelische Aussage, die man außerhalb Israels nicht unbedingt verstehen wird. Und das ist nur eines von vielen Beispielen:
„Wenn ich hier draufgehe bzw. abgeknallt werde, was geht das einen Typen in Shenkin an? Typ sitzt in Shenkin und schlürft seinen Kaffee. Dann geht er heim, hat Sex mit seiner Freundin und schaltet noch nicht einmal die Nachrichten ein, um zu hören, dass ich tot bin. Shenkin – Typ interessiert das nicht und er lebt sein Leben weiter wie gehabt. Morgens kutschiert er mit einem teuren Auto, von Papa gekauft, herum. Und ich, Erez aus Afulah, sitze im Dreckloch Beaufort und beisse ins Gras.“
Dazu muss man wissen, dass Shekin eine IN – Straße in Tel Aviv ist und jemand, der gesehen werden will, dort im Cafe hockt. Erez aus der nordisraelischen Stadt Afulah ist sephardischer Jude und stammt aus eben jener Kleinstadt. Einem Kaff nicht weit entfernt von Tiberias am See Genezareth.
Soldat Erez sieht im Shenkin Yuppie eine aschkenazischen Juden, der von Papi finanziert wird und dem alles egal ist, solange er ein Tel Aviv Hipster Leben führen kann. Und Papi deichselte ihm vermutlich noch einen sicheren Armeeposten, ohne dass Sohnemann in einem Dreckloch im Libanon Wache schieben musste. Nee, Sohnemann von der Shekin diente wahrscheinlich als Jobnik. Ein Jobnik hockt im Büro, schiebt eine ruhige Kugel und ist kein Kämpfer.
Ein gutes Buch bislang und ich werde nach dem Auslesen noch mehr über das Buch berichten.

 

Video: „Die Internationale Buchmesse 2017 in Jerusalem“

B“H
Ewigkeiten hat es gedauert, doch nun habe ich es endlich geschafft, dass Video zur Internationalen Buchmesse von vor zwei Wochen hochzuladen.
Außerhalb der Ausstellungshalle fand die alljährliche und stets gut besuchte Hebrew Book Week statt. In der Halle befand sich das internationale Event, welches da alle zwei Jahre stattfindet.
Den Unterschied werdet Ihr sehen: Die Hebrew Book Week zu Beginn des Videos ist voller Besucher, die Internationale Buchmesse hingegen verlor schon lange ihre Reiz. Neben der Buchmesse bieten die Buchhandlungsketten Steimatzky oder Zomet Sefarim günstig Bücher an und so wird einiges an Kundschaft abgegriffen.
Am deutschen Stand war tote Hose oder man übte sich im Yoga. Oder was immer die auf dem Boden liegenden Leute machten. Die einst aus Deutschland eingewanderten Juden sterben allmählich weg und die deutsche Sprache ist weitaus weniger Attraktiv als Englisch, Spanisch oder Französisch.
Die nächste Internationale Buchmesse wird in zwei Jahren ausgetragen. 

 

 

Eine weitere arabische Terrorattacke in Jerusalem und Fazit zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem

B“H

 

Eine neue Woche und morgen ist, nach dem heutigen Schabbat, wieder stinknormaler Alltag mit Arbeit etc. Momentan lade ich ein 18 – minütiges Video von der Internationalen Buchmesse in Jerusalem hoch. Die ging nämlich nach fünf Tagen am Donnerstag zuende und ich war abends nochmal dort, um zu filmen.
Die Uploads bei Youtube dauern immer Ewigkeiten trotz meines relativ schnellen Internet.
Das Fazit der Internationalen Buchmesse: Viele Besucher waren nicht da. Donnerstagabend war die Hebrew Book Week mit ihren hebräischen Büchern gerammelt voll. Hunderte drängten sich um die Buchstände und ganze Familien mit Kindern waren da. In der Halle nebendran fand das internationale Event mit Ausstellern aus Portugal, China, Frankreich, Israel, Polen, Ungarn, Rumänien, Österreich und Deutschland statt, doch das Publikum blieb lieber draußen bei den heimischen Büchern.
Bei der Hebrew Book Week kaufte ich mir vier Bücher, beim internationalen Event nur eines. Und das auch noch von der israelischen Buchhandlungskette ZOMET HA’SEFARIM. Nämlich Lee Child’s ECHO BURNING, da ich ein großer Fan der Hauptfigur Jack Reacher bin.
Nicht bei allen internationalen Anbietern kann man kaufen und als ich im Februar 2013 beim deutschen Stand Bücher kaufte, rechnete man mir die Preise in Euro um. Eine wahnsinnige Abzockerei. Seither verzichte ich dankend und kaufe lieber englisch – bzw. hebräischsprachige Lektüre.
Am letzten Ausstellungstag, also am Donnerstag, waren China, Portugal und die Ungarn bereits abgereist. Zweimal war ich bei dem Event und nie sah ich auch nur einen Besucher bei den Österreichern. Ältere ehemalige Deutsche in Israel sterben langsam aus und deren Nachkommen sind der deutschen Sprache weitgehend nicht mehr mächtig. Daher verliert auch der Stand aus Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Gut besucht waren dagegen jüdisch – religiöse Anbieter wie der Koren – Verlag, die lokale Buchhandlung Pommeranz und weitere Aussteller religiöser Bücher in englischer Sprache. Im Video werdet Ihr dazu einiges zu sehen bekommen.
Gestern gab es eine weitere Terrorattacke ausgeführt von Palästinensern. ISIS übernahm die Verantwortung. Eine junge israelische Grenzpolizistin wurde von einem Palästinenser erstochen. Tatort: Das Damaskustor in Jerusalem.
http://www.timesofisrael.com/friends-mourn-hadas-malka-stabbed-to-death-near-old-city-as-a-true-wonder-woman/
In DIE WELT heißt es online: Die Beamtin erlag ihren Verletzungen.
Das ist leider richtig, doch Beamte gibt es in Israel nicht. In diesem Falle handelte es sich um eine Soldatin der Grenzpolizei. Reguläre Polizisten sind in Israel keine Beamten, sondern Angestellte. Ein Beamtenstatus für Regierungsangestellte existiert nicht. Man ist halt angestellt, mehr nicht.
Und zum Thema TIERE: Meine Nachbarn haben seit gestern einen Hund. Besser gesagt, eine Hündin. Die Katzenfamilie unten im Garten ist wenig begeistert und zog erstmal in eine andere Ecke des Gartens. Die neuesten Jungen sind gerade mal drei Monate alt und die beiden Mütter wachen argwöhnisch über den Nachwuchs. Vor ein paar Tagen wurde ein Hund, der mal so herumschnüffelte, angegriffen und die Besitzerin konnte ihn gerade noch mit der Leine wegzerren.
Der Hund der Nachbarn jedenfalls ist süss, aber er muss sich halt erst eingewöhnen. Meiner Katze ist das alles egal und sie hängt entweder draußen oder drinnen ab. Je nachdem und was so auf dem Speiseplan steht. Die Katzen sorgen dafür, dass weder Mäuse herumlaufen und Eidechsen und kleine Schlangen kriechen auch nicht herum.
Der Sommer in Jerusalem zeigt sich bislang nicht zu heiß. 30 Grad Celsius heute aber erneute Abkühlung auf 25 Grad in dieser Woche. Normale Temperaturen halt und in meinem Stadtteil weht eh immer der Wind, da es sich um den Stadtrand handelt.

Von der Hebrew Book Week 2017 in Jerusalem – שבוע הספר העברי 2017 בירושלים

B“H
Ein paar kurze Eindrücke von der Hebrew Book Week heute Abend. Eine Buchmesse, auf der sämtliche israelischen Verlage ausstellen.
Die Hebrew Book Week findet landesweit noch bis zum 17. Juni statt. Das Video machte ich heute Abend in Jerusalem, doch auch in Tel Aviv sowie in anderen größeren Orten gibt es die Buchmesse.
Selbst kaufte ich mir drei Bücher zur Geschichte der Juden von Babylon und des Talmud, zur Geschichte der Agudat Israel in Polen sowie eine Biographie über den berühmten mittelalterlichen Rabbi Don Yitzchak Abarbanel.
Alle Genres sind auf der Buchmesse vertreten. Von Romanen bis hin zu Comics, Historie oder Sport ist alles vertreten.

 

Die Internationale Jerusalemer Buchmesse 2017

B“H
Vorgestern berichtete ich über die morgen beginnende landesweite HEBREW BOOK WEEK in Israel. In fast jeder Stadt unseres Landes finden bis zum 17. Juni Buchmessen statt, auf denen alle israelischen Verlage ausstellen.
Fast gleichzeitig und, noch dazu am selben Ort, findet die Internationale Jerusalemer Buchmesse statt. Und zwar vom 11. – 15. Juni.
Im Gegensatz zur HEBREW BOOK WEEK, die jedes Jahr stattfindet, wird die Internationale Buchmesse nur alle zwei Jahre ausgetragen. Diesmal sogar kürzer als in all den Jahren zuvor. Ich nehme an, dass der Grund darin zu suchen ist, dass zur letzten Internationalen Buchmesse nur sehr wenige Besucher kamen. Vielleicht legte man deswegen in diesem Jahre beide Events zusammen, denn die HEBREW BOOK WEEK zieht massenhaft Besucher an.
Hier gibt es mehr Infos zur Internationalen Buchmesse 2017 in Jerusalem
http://www.janglo.net/component/option,com_adsmanager/page,display/tid,420534/catid,99/Itemid,361/
Beide Buchmessen haben dieselbe Location: Am Alten Bahnhof von Jerusalem. Zu erreichen mit den Buslinien 71, 72, 74, 75, 78 oder 38. Haltestelle: David Remez / Alter Bahnhof. Wer aus der Altstadt kommt, kann auch bequem laufen.
Der Eintritt ist frei!!!