Leben in Jerusalem

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Nagara Street: „Wo Nationalreligiös auf Haredi trifft“

B“H

Die Nagara (Ausgesprochen: Nadjschara) Street kenne ich sehr gut, denn vor Jahren habe ich in einige Jahre in der Nachbarschaft gewohnt. Die Nagara kommt einem geteilt vor, ist sie aber weniger. Im unteren Teil wohnen mehr Haredim (Ultra – Orthodoxe) und im oberen Teil (Nahe der Kanfe’i Nesharim) finden sich mehr nationalreligiöse Juden.

Die Straße ist sehr typisch für Jerusalem. Von der Architektur her.

Miete und Arnona (Grundsteuer) sind sehr hoch!

Weiter oben in der Nagara biege ich in die Hauptstraße Kanfe’i Nesharim, wo sehr viel gebaut wird. Hier finden sich sehr viele Regierungseinrichtungen, Büros und Geschäfte und die Atmosphäre ist eher jüdisch – religiös.

Auch sieht man gegenüber in meinem Video die Mehlsilos der landesweiten Großbäckerei Angel (Ausgesprochen: Andschel). Dort kann man Fabrikeinkauf tätigen, wenn man will.

Jerusalem: „Walking Ein (Ejn) Rogel Street / Abu Tur“

B“H

Wie schon mehrmals berichtet, wird mein Stadtteil Abu Tur von Juden und Palästinensern bewohnt. Der wesentlich größere Teil weiter unten ist palästinensisch.

Meistens herrscht Ruhe, doch oft rasten diverse Palästinenser aus, werfen Steine oder zerstören Autoscheiben geparkter Autos. Schlimmstenfalls werden parkende PKWs abgefackelt oder es landet ein Molotow Cocktail auf unserem Dach. Oft werden Juden beschimpft, trotzdem herrscht weitestgehend Ruhe.

Wenn jemand ausrastet, dann eher palästinensische Kinder und Jugendliche. Manchmal prügeln sich arabische Männer untereinander in einer Parallelstraße. Vielleicht Familienclans. Damit muss man in Abu Tur leben und irgendwie gewöhnt man sich an alles. Auch an die Polizeipräsenz und ein Polizist stoppte mich heute fast als ich dieses Video filmte. Wir befinden uns immer noch im Lockdown und ich lief dort einfach so herum. Obwohl ich nicht weit von meiner Wohnung war. 🙂 Letztendlich aber sagte er nichts und ich ging weiter.

Die Ein Rogel (ausgesprochen Ejn Rogell) Street ist sozusagen die Grenze zwischen der jüdischen und der palästinensischen Bewohner von Abu Tur. Keine Grenze im eigentlichen Sinne, aber es beginnt halt dort das arabische Stadtgebiet. Obwohl in Ein Rogel noch viele Juden wohnen. Allerdings oft in einem Sicherheitstrakt aufgrund der Security.

Normalerweise gehe ich dort so gut wie nie lang, aber heute filmte ich einmal drauflos. Mit einer Menge Background – Geräusche, aber Ihr könnt ja den Ton am Computer abstellen. 🙂

Der Alte Jerusalemer Bahnhof während dem Covid Lockdown

B“H

Israel befindet sich noch bis mindestens Freitag im Lockdown, doch die Regierung will dieser Tage entscheiden, wie wir aus dem Schlamassel wieder herauskommen. Dieser dritte Lockdown hat so gut wie nichts gebracht und die Zahlen der Infizierten und kritisch Kranken sinkt nicht. Die Leute haben die Schnauze gestrichen voll und sehen die Impfungen als Lösung.

Ich denke mittlerweile auch daran, mir einen Impftermin von meiner Krankenkasse geben zu lassen. Immer noch schiebe ich das vor mir her, denn ich befinde mich in der zweiten Chemotherapie und keiner weiß genau, wie sich das auswirkt. Mein Onkologe sagt, es sei okay, aber mit Gewissheit kann niemand etwas sagen.

Heute bin ich, um mich zu bewegen, durch meinen Stadtteil gestreift und hier ist ein kurzer Clip vom Kulturzentrum Alter Bahnhof. Einige Snackbars und Restaurants sind geöffnet, aber die Leute dürfen lediglich in den Cubicles essen und trinken. Und diese Cubicles sehen doch ganz gemütlich aus, wie ich finde. 🙂

Jerusalem: „Tram Ride from Central Bus Station to Shaare Zedek“

In der King George Street & Impf – Kaninchen Israel

B“H

Heute war ich zum Einkaufen in der Stadt und filmte ein wenig in der King George Street. In Richtung Jaffa Road.

Viele Menschen seht Ihr nicht auf der Straße, denn es herrscht ja immer noch Lockdown. Ich war auch nur unterwegs, weil ich eine Freundin ins Shaare Zedek Medical Center in die dortige Augenklinik begleitete. Und dann kriegte ich gleich zwei SMS von meiner Krankenkasse. An nur einem Tag! Ich solle meinen Corona – Impftermin buchen. Damit aber warte ich noch und ich will eh erst in der kommenden Woche mit meinem Onkologen sprechen.

Mittlerweile kam heraus, dass Pfizer uns alle in Israel als Probanden betrachtet. Mit Genehmigung Netanyahus werden alle unsere Impfdaten an Pfizer weitergegeben. Israel ist damit zu einem einzigen Versuchskaninchen geworden.

Vor Februar werde ich mich nicht impfen lassen, denn ich schaue mal, wie es den anderen so ergeht. Meine Vermieterin hat nach der ersten Spritze keine Probleme, aber eine Bekannte klagt über Schwindelanfälle und geht jetzt zum Hausarzt.

Und noch zum Wetter: Nach mehr als zwei Wochen Sonnenschein und 15 – 21 Grad Celsius in Jerusalem, zieht dieser Tage der Winter ein. Aber so richtig mit Regen und Hagel. Ab Donnerstag gehen die Temperaturen von 20 auf 12 Grad zurück und es kommt ein Sturm auf. Anfang nächster Woche bleibt es bei nur 8 Grad tagsüber mit massig Regen.

Die Chizkiyahu HaMelech Street in Jerusalem / Katamon

Katamon genau so wie die Greek Colony und wie nebenan German Colony sind teuer. Immobilienpreise liegen extrem hoch, doch auch Mieten und die Grundsteuer (Arnona) machen einen hohen Anteil aus. Wer dorthin zieht, sollte ein entsprechendes Einkommen haben, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Jerusalem: „Ya’ir Street & Yiftach Street“

Diese beiden Straßen liegen im Stadtteil Baka und Freunde von mir leben dort. Wer gerade in diesen Straßen wohnen will, der braucht ein sehr gutes Einkommen, denn Immobilienpreise, Mieten und Arnona (Grundsteuer) liegen extrem hoch.

Und wie ich bereits sagte: Otto Normalverbraucher lebt nicht gerade in derlei Gegenden. Aber momentan ist es halt schwer herumzufahren und andere Gegenden zu filmen, denn wir haben Lockdown. Obwohl der aktuelle Lockdown nichts bewirkt, weil sich kaum jemand daran hält – heute tagt das Kabinett und die Regeln sollen verschärft werden.