Leben in Jerusalem

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Danke für die vielen Emails!

B“H
Von der Leserschaft habe ich eine Menge Emails erhalten, die ich alle noch beantworten will. Aufgrund des gerade zuende gegangenen Schavuot – Feiertages bin ich etwas in Verzug gekommen. 🙂 Innerhalb der nächsten Tage will ich aber alles nachholen.
Ab morgen kehrt wieder der Alltag ein und die Feiertage sind leider vorerst vorbei. Ich muss diese Woche noch arbeiten, wobei ich am Dienstag zur Bituach Leumi (Nationalversicherung) gehen will, um Krankengeld zu beantragen. Allem Anschein nach erhalten Krebskranke noch dazu diverse Vergünstigungen.
Ich wünschte, ich könnte auf all das verzichten und stattdessen ein ganz normales gesundes Leben führen. Das wäre mir wesentlich lieber als in einer Woche zur Chemotherapie anzutraben.
Falls es jemanden interessiert bzw. sich jemand auskennt: Ich werde mit Gemcitabine / Docetaxel behandelt. Ein stärkeres Mittel eingesetzt, u.a., bei Sarkoma – Patienten.

Wenn sich Leute als Juden ausgeben

B“H
Dagegen ist mein Hamsterrad – Leben total langweilig und trist. Meine Blogs sind auch nur relativ klein und ich verdiene damit weder Geld noch Ruhm, sondern mache all das nur aus Spass nebenbei.
https://www.welt.de/kultur/medien/article194540603/Deutsche-Historikerin-erfand-laut-Medienbericht-juedische-Familiengeschichte.html
Ich arbeite ganz normal, wohne in einer 2 – Zimmer – Wohnung mit Balkon, zahle Steuern und anderweitige Abgaben, fahre mit Bus oder Mountain Bike und schlage mich seit einem halben Jahr mit einer Sarkom – Krebsdiagnose herum.
Dennoch, mit ihrer Behauptung jüdisch zu sein, ist besagte Bloggerin Marie Sophie Hingst aus dem WELT Artikel wahrlich keine Seltenheit. Allein in Israel laufen nicht wenige Touristen herum, die da vorgeben, Juden zu sein. Klar gehen sie nicht auf ein Amt oder so, denn da würde der Schwindel wohl auffliegen. Innerhalb ihres Hostels / Hotels / Reisegruppe sowie bei Israelis jedoch behaupten sie, Juden zu sein.
Warum? Alles nur wegen ein bißchen Aufmerksamkeit?
Genau dieses Verhalten wäre doch einmal ein interessantes Thema für die Masterarbeit eines Psychologiestudenten. „Warum lieben es ausgerechnet einige Deutsche, sich als Juden auszugeben?“
Schuldgefühle oder irgendwelche durchgeknallt – christlichen Vorstellungen? Hört etwa jemand wieder die Stimme G – ttes, welche ihm da befiehlt, sich in Israel aufzuhalten?
Manchmal glaube ich selber, dass diverse Deutsche es als chic betrachten, Jude zu sein. Das mache sie interessanter und vielleicht sogar intelligenter. Oder gar wohlhabender. 🙂
Zumindest klingt dann die eigene Biographie cooler. Gerade in Deutschland.
In Israel hingegen zählen nur Fakten. Man will Papiere sehen und prüft zudem, ob diese echt sind. Die Innenministerien kennen da keinen Pardon und mit „nur herumschwafeln und falsche Behauptungen aufstellen“ ist nichts. Es gibt ein paar Fälle, wo sich Deutsche an deutsch – jüdische Gemeinden wenden und irgendwelche jüdischen Verwandten vorgeben. Verbunden mit der Forderung, die Gemeinde solle ihnen doch eine Bestätigung zukommen lassen, dass man selber auch Jude sei. Die Gemeinden wiederum lehnen dies normalerweise strikt ab, wenn die Angaben zur Person nicht der Wahrheit entsprechen.
Aber in dem Fall wenden die Leute einen anderen Trick an: Man gibt sich einen jüdisch – klingenden Namen und eine Elisabeth stellt sich bei ihrem Israelurlaub als Batscheva vor. Die Nachnamen Goldmann oder Rothschild sind bei Leuten, die vorgeben, Juden zu sein, auch recht beliebt. Vielleicht fühlt man sich als Rothschild gleich viel besser bei der vollen Brieftasche. 🙂

 

Wieder nichts mit dem Live Stream

B“H
Als mir vorgestern jemand das Live Stream Programm einrichtete, hat alles einwandfrei funktioniert. Heute als ich loslegen wollte, ging wieder einmal nichts.
Okay, dachte ich, dann rede ich halt allein zu einem bestimmten Thema und alles lädt automatisch hinterher hoch. Letztendlich funktionierte auch das nicht und ich habe heute Abend die Schnauze sowas von voll. 🙂 Das kotzt mich jetzt total an, denn ich redete eine Stunde lang zum Thema ALIYAH – EINWANDERUNG NACH ISRAEL.
Und was mich am allermeisten ankotzt: Mein CT – Ergebnis habe ich auch noch nicht.
Entweder ich besaufe mich jetzt oder mache mir so noch einen schönen Abend. 🙂
Morgen lade ich ein Video hoch zum Thema ALIYAH!
Das tut mir jetzt echt leid für die Zuschauer, die gewartet haben.
Nichtsdestotrotz, schreibt mir Eure Fragen per Mail oder hier als Kommentar!!!

Live – Stream auf Youtube

B“H

Jemand aus meinem Bekanntenkreis hat gerade meinen Computer Live – Stream – fit gemacht. Wenn alles gutgeht, mache ich in dieser Woche einen Youtube Live Stream mit hoffentlich besserer Qualität als beim letzten Mal.

Youtube Live Stream morgen Abend – Thema: Israel, Leben in Israel, Aliyah, etc.

B“H

Hoffentlich funktioniert das Setup, denn ich habe noch nie einen Live Stream gemacht. 🙂 Professionelles Equipment habe ich keines, aber schauen wir einfach mal, wie es läuft.

Am morgigen Montagabend will ich das in deutscher Sprache tun und am Mittwoch vermutlich auf Englisch. Zu sehen auf meinem Youtube Kanal

https://www.youtube.com/user/Hamantaschen/videos

Beginn 20.00 Uhr israelischer Zeit, was, glaube ich, 19.00 Uhr deutscher Zeit entspricht.

Wenn Ihr lust habt, könnt Ihr Fragen zu Israel stellen. Oder auch zu den derzeitigen jüdischen Pessach – Feiertagen oder halt allgemein zum Judentum oder was auch immer.

In Jerusalem sowie in ganz Israel war heute Winter. Acht Grad Celsius Tagestemperatur, Sturm, Regen, ab und zu Sonne und dann wieder Hagelschauer. In Deutschland habt Ihr aktuell besseres Wetter als wir in Israel, was sich allerdings schon am Dienstag ändern soll. Und ab Mittwoch winken in Jerusalem 26 Grad Celsius.
Trotz der Pessach – Feiertage muss ich heute und morgen arbeiten. Wenn auch nur halbtags. Dienstag und Mittwoch arbeite ich ein paar Stunden in meinem Social Media Job und am Dienstag früh will ich mich einmal gen Altstadt bewegen. An die Klagemauer und halt Pessach im überlaufenen jüdischen Viertel geniessen.
Donnerstagabend ist bereits wieder ein offizieller Feiertag und Freitag bleibt alles zu und die Busse fahren nicht. Von Donnerstagnachmittag (circa. 17.00 Uhr) bis Samstagabend (circa 20.30 Uhr) fahren keine Busse. Zuerst feiern wir den letzten Tag von Pessach und am Freitagabend, wenn Pessach in Israel endet, beginnt der Schabbat.
Diese Woche Donnerstag ist, wie sonst der Freitag, nur ein halber Tag, da abends der letzte Tag von Pessach beginnt. Und der siebte Pessach – Tag ist in Israel ein offizieller Feiertag.

Der gelebte Alltag in Israel

B“H
Nach all den Jahren und unzähligen Blogartikeln plane ich derzeit etwas mehr Action. Nämlich Interviews mit ganz unterschiedlichen Leuten aus Israel. Darunter Ultra – orthodoxe Juden (Haredim) verschiedener chassidischer Gruppen, Ärzte, fast Politiker (wobei ich mich noch um ein paar Politiker bemühe), Influencer oder Anglo – Neueinwanderer, die in Israel eine eigene Firma gegründet haben.
Falls jemand von Euch Fragen mit beisteuern will, kann er mich das gerne wissen lassen!
miriamwoelke@gmail.com
Alle Interviews werden auf meinen Youtube Kanal bzw. in die Blogs gestellt. Und alle Interviews werden in englischer Sprache geführt.

Keine Bilder

B“H
Der Grund, warum ich mich nicht auf Youtube zeige beruht darauf, dass ich nicht erkannt werden will. Wenn mir jemand in der Stadt begegnet und sagt
„Bist Du nicht die und die?“
ist mir das peinlich.
Genau das will ich vermeiden, wobei der Verlag, der mein Buch veröffentlicht, im Herbst schon etwas Öffentlichkeitsarbeit betreiben will. Im Vorfeld habe ich das etwas eingeschränkt, denn nach Deutschland reise ich nicht deshalb. Kann ich auch gar nicht, da ich viele Krankenhaustermine habe.
Ich bin nicht jemand, der sein Gesicht unaufhörlich in die Kamera hält und selbst im Krankenhaus habe ich direkt noch kein Video gemacht, in dem sämtliche Leute zu sehen sind. Deshalb habe ich das Chanukkah – Video etwas begrenzt und mehr die Lubawitscher Chassidim und die Sufganiot (Donuts) gefilmt als alles andere drumherum. Mir ist das eher peinlich die Kamera auf Patienten zu richten und ich selber würde auch nicht in der Krankenhausklamotte gefilmt werden wollen. Zwar habe ich Bilder von vor und nach der OP, aber die tausche ich lediglich mit guten Freunden aus. Privatspähre ist mir wichtig und ich gebe auch keine Interviews. 🙂
Heute Morgen hatte ich bei meiner Krankenkasse erneut Bürokratie zu erledigen und da manchmal alles im israelischen Chaos, würde ich dort ebenso wenig filmen bzw. photographieren. Erst Chaos und dann hatte sich auch heute früh alles positiv erledigt und ich war nach einer Viertelstunde wieder draußen.
In der heutigen Zeit der Social Media und der Selbstdarstellung bin ich wohl eine kleine Ausnahme, aber das ist mir mehr als recht. 🙂