Leben in Jerusalem

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Leserfrage: „Warum Jerusalem nicht in der Thora erwähnt ist?“

B“H
Es kommt selten vor, doch heute ereilte mich einmal wieder ein antisemitischer Kommentar. Wie ich dem Inhalt entnahm, handelt es sich bei dem Schreiber um einen Moslem.
Mit Juden beschimpfen und so ist bei mir nichts und deswegen habe ich den Kommentar gelöscht. Allerdings möchte ich zu zwei Punkten aus diesem Kommentar Stellung nehmen.
Der Schreiber bezog sich auf meinen kürzlich verfassten Artikel
„Was der Islam mit Jerusalem zu tun hat“
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2019/02/17/leserfrage-was-hat-der-islam-mit-jerusalem-zu-tun/
Er schrieb, dass Jerusalem kein einziges Mal in der Thora erwähnt sei, was durchaus richtig ist. Seiner Meinung brauchten wir uns dann nicht aufzuregen, wenn Jerusalem keinerlei Erwähnung im Koran findet.
Warum also ist Jerusalem in der Thora nicht erwähnt, in den Propheten und Schriften dagegen unzählige Male?
Weil Jerusalem zur Zeit der Vergabe der Thora am Berg Sinai noch gar nicht existierte. Erst König David gründete die Stadt so richtig, nachdem er den Ort erobert hatte. Und das zu einer Zeit als der Islam noch in weiter Ferne lag und gar nicht existierte.
Hinzu kommt, dass es Kommentare gibt, die besagen, dass Jerusalem in verdeckter Art und Weise in der Thora erwähnt wird. Jedoch nicht namentlich. Vielmehr heißt es dort HA’MAKOM (der Platz oder der Ort).
Zu behaupten, dass Juden nichts mit Jerusalem zu tun haben ist als würde jemand sagen, die Pyramiden wurden nicht von den Pharaonen erbaut. Aber mit historischen Fakten nehmen es viele Moslems nicht so genau. Ich musste mir hier von einem Palästinensern anhören, dass die Römer niemals hier waren, sondern immer nur Palästinenser.
Okay!
Hier noch ein paar Fakten zu Jerusalem:
https://torahmitzion.org/learn/jerusalem-not-mentioned-torah/
https://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/3870184/jewish/8-Classic-Jewish-Teachings-About-Jerusalem.htm
Weiterhin behauptete der Kommentarschreiber, dass G – tt nur noch die Moslems liebe und sie „auserwählt“ habe.
Dazu sei gesagt, dass die Thora samt G – ttes Aussage, die Juden seien das „auserwählte Volk“, für alle Zeiten gilt. Bedeutet, die Thora ist bis in alle Unendlichkeit gültig. G – tt wäre nicht G – tt wenn Er erst eine Aussage macht und sie dann wieder revidiert.
Wobei klargestellt werden muss, was Auserwähltes Volk überhaupt bedeutet:
Nämlich, dass Juden nach der Thora leben sollen, um anderen Völkern ein Beispiel zu sein. Im Hinblick auf die Moral, zum Beispiel. Dass man eben nicht mordet und stiehlt, etc.
AUSERWÄHLT heißt nicht, dass Juden allen anderen Nationen überlegen sind. Viele Menschen verstehen genau das immer falsch.

Leserfrage: „Was hat der Islam mit Jerusalem zu tun?“

B“H
Die Antwort auf diese Leserfrage lautet:
Gar nichts. Der Islam hat nichts mit Jerusalem zu tun. Punkt!
Im Koran ist Jerusalem kein einziges Mal erwähnt und Mohammed war niemals in Jerusalem.
Warum also machen Moslems solch ein Theater um Jerusalem und den Tempelberg?
Weil es sich hierbei um ein Politikum handelt und nicht etwa um den Islam selber. Es geht um Machtansprüche und mehr nicht.

Die Blutwurst und das Judentum

B“H
Soweit ich das mitbekommen habe, wurde auf einer in Deutschland stattfindenden Islam – Konferenz Blutwurst, sprich Schwein, serviert und jetzt regen sich eine Menge Deutsche auf, dass sich Moslems halt an deutsche Gepflogenheiten, sprich Schwein, anzupassen haben.
Dazu muss ich sagen das, wenn ich eine Islam – Konferenz organisiere, ich mich im Vorfeld um den Caterer kümmere und der muss dementsprechend streng Halal sein. Offenbar aber hat sich niemand gekümmert.
Wozu will man in Deutschland einen angepassten moderaten Islam? Der Islam ist der Islam, genauso wie das Judentum ein Judentum ist. Der Islam hat einen Koran und das Judentum hat eine Thora. Jetzt kann man argumentieren, dass es ja die, ach so bequemen, Reformjuden gibt. Stimmt, aber diese Juden haben die Thora ihren Wünschen entsprechend verändert und das Reformjudentum ist kein Judentum, sondern eine Selbstinszenierung.
Was ich nicht verstehe ist, dass in Deutschland der Islam an deutsche Gepflogenheiten angepasst werden soll. In Israel versucht kein Mensch, den hiesigen Moslems den Islam abzusprechen. Und wir sehen religiöse Muslime überall in der Arbeitswelt. Ob das nun die Hijab bei Fastfood Ketten ist oder bei einer Bankangestellten. Kein Mensch regt sich auf.
Warum muss in Deutschland immer nur alles deutsch sein?
Da können die paar religiösen Juden direkt froh sein, dass sie noch nicht kritisiert worden sind. Dass diverse Deutsche sich nicht aufschwingen, um das Judentum deutsch zu machen. Die Beschneidung (bei Juden und Moslems) war ja schon Thema und sollte bzw. wurde (?) verboten.
Wer Schweinefleisch essen will, soll das tun. Aber anderen Religionen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben, erinnert mich gerade dieser Tage an Chanukkah an die alten Griechen, die vor mehr als 2000 Jahren auch versuchten, das Judentum dem Erdboden gleichzumachen. Alles sollte nur noch griechisch sein.
Von mir aus kann jeder seine Religion leben, wie er will. Wenn er denn nicht missioniert oder sonst irgendwie nervt wie ein Pierre Vogel und diverse muslimische Massengebete in der Öffentlichkeit.
Wenn einer Halal ißt, okay. Wenn Juden koscher essen wollen, auch okay. Wieso muss jemand in Deutschland seine Identität aufgeben, solange er generell in die Gesellschaft integriert ist?
In der Beziehung ist Israel absolut tolerant und würde niemals vom Islam verlangen, sich zu verändern. Moslems können frei ihre Religion ausüben, Christen genauso und Juden sowieso.

Der Unterschied zwischen der jüdischen und der muslimischen Schächtung eines Tieres

B“H
Zugegeben, alle Unterschiede kenne ich nicht. Dennoch gibt es einen ganz gravierenden Unterschied bei der Vorgehensweise:
Juden und Muslime schächten Tier und essen kein Schweinefleisch. Im Judentum ist genau vorgegeben, welche Tier bzw. welches Fleisch verzehrt werden darf und was nicht. Insbesondere werden auch nach der Schächtung die Organe des Tieres (u.a. die Lunge) geprüft und es wird untersucht, ob das Tier krank war oder nicht.
Der riesige Unterschied aber besteht bei der Verwendung des Schächtmessers. Ein ausgebildeter jüdischer Schächter (Hebräisch: Schochet) MUSS einwandfreie Messer haben. Ein kleiner Ritzer oder die geringste Unebenheit in der Klinge und die Messer werden ausgetauscht. Die Schächtung muss mit einem Schnitt erfolgen. Das Tier fällt sofort in Ohnmacht und blutet aus.
Die Messerklinge muss scharf und perfekt sein, damit das Tier nicht leidet und der Schochet darf niemals unebene Messer benutzen und am Hals des Tieres herumrackeln, weil die Klinge nicht durchkommt. Damit wäre die Schächtung ungültig und das Fleisch ungeniessbar.
Bei Muslimen aber sind Unebenheiten im Messer erlaubt und ehe die Halsader des Tieres durchgeschnitten ist, kann es dauern und das Tier erleidet Höllenqualen. Allein die Vorstellung ist schon grausam genug und ich habe in der Vergangenheit viele Stories von muslimischen Schächtungen von Halal – Fleisch gehört, wo unebene unscharfe und teilweise kaputte Messer dem Tier größte Qualen zufügten.
Im Judentum, wie gesagt, gibt es bereits im Talmud sehr strenge Regeln in Bezug auf die Nutzung von Messern und die Ausbildung des Schochet.

Chag Schavuot Sameach – Happy Schavuot!

 

Photo: Miriam Woelke

 

 

B“H
Die Hitze ist erdrückend doch, ob wir es nun wollen oder nicht: Die kommenden Tage herrscht in Israel Hitzewelle mit bis zu 35 Grad Celsius allein in Jerusalem.
Moslems feiern Ramadan und Juden ab morgen (Samstagabend) Schavuot. Wochenfest, heißt das wohl auf Deutsch und es geht darum, dass G – tt an diesem Tag den Juden am Berg Sinai die Thora gab.
Bei Schavuot handelt es sich um einen hohen jüdischen Feiertag, welcher in Israel einen Tag lang und in der Diaspora zwei Tage lang gefeiert wird.
Mehr dazu hier:
https://hamantaschen.wordpress.com/category/schavuot/
https://hamantaschen.wordpress.com/category/buch-ruth-megillath-ruth/
An Schavuot werden traditionell milchige Speisen gegessen. Lasagne, Käsekuchen, Joghurt, Aufläufe. Ebenso ist es Tradition, die Nacht an Schavuot, in diesem Jahr von Samstag auf Sonntag, durchzulernen. Allein in Jerusalem werden eine Menge religiöser Vorträge angeboten. Die meisten davon sind auf Hebräisch. Doch es gibt auch relativ viele auf Englisch.
Sonntagmorgen gegen 4.00 oder 5.00 Uhr beten Tausende Juden an der Klagemauer das Morgengebet Schacharit. Ich habe keine Ahnung, ob ich so früh aufstehe. Eine Arbeitskollegin meinte heute, dass ich es auch einfacher haben kann: Da ich gegenüber der Tayelet (Promenade) wohne, bräuchte ich nur wenige Minuten dorthin zu laufen. Gegen 5.00 Uhr morgens treffen sich dort Hunderte Juden, um ebenfalls Schacharit zu beten. Allerdings besteht da die Gefahr, dass Reformjuden – Gemeinden da sind, die zum Gebet ein Mikrofon benutzen. Das wiederum stört Orthodoxe Juden, denn dort benutzt man am Schabbat sowie an Feiertagen keinen Strom. Im letzten Jahr wurden die Reformer gebeten, Abstand zu halten, was sie auch taten.
An der Klagemauer passiert das nicht, denn dort müssen sich alle an die halachischen Regeln halten, ohne in Mikrofone zu brüllen. Juden beten nicht alle zusammen, sondern jeder hat an der Klagemauer sowie an der Promenade seine eigene Gruppe.
Warum in Deutschland ein derartiger Aufstand um den Ramadan gemacht wird, verstehe ich nicht. In Israel ist es so, dass Moslems halt ihren Ramadan abziehen und Juden ihre Feiertage bzw. den Schabbat. Jeder macht sein Ding und nichts wird groß aufgebauscht. Palästinensische Kinder haben fast immer ihre eigenen Schulen und Kindergärten. Finanziert vom israelischen Bildungsministerium, falls jemand wieder nachfragen sollte. 🙂
Und somit kommen jüdische Israelis ggf. am Arbeitsplatz mit fastenden Moslems zusammen. Der eine fastet, der andere ißt. Das kümmert keinen. Als ich vorhin nach der Arbeit in der Emek Refa’im Straße in einem kleinen Supermarkt einkaufte, hatten alle Moslems freigenommen und es arbeiteten nur Juden dort. Kein Problem. Ansonsten arbeiten fastende Moslems ganz normal. Man ißt eh morgens um 4.00 Uhr und abends nach Ende des Ramadan. So gegen 19.30 Uhr.
Ich begreife dieses deutsche Gutmenschengetue um den Ramadan nicht. Sollen Moslems halt ihren Glauben leben, Juden den ihren, Christen den ihren und alle andere den ihren. Die eigene Religion muss nicht nach außen getragen werden oder interessiert es die deutsche Mehrheit, dass Juden am Sonntag „Schavuot“ feiern? Die meisten wissen das noch nicht einmal und Juden ziehen auch nicht durch die Gassen, um das lautstark zu verkünden. Das wäre absolut nicht typisch für einen Juden.
In Deutschland habe ich mir am Arbeitsplatz Urlaub freigenommen und an Pessach sass ich in der Bank und habe an Pessach mittags meine Mazzot verspeist. Das hat keinen interessiert. Die Kollegen dachten es, dass sei Knäckebrot und ich bin nicht durchs Gebäude gerannt, um zu proklamieren, dass Pessach ist. Wer Fragen hatte, der hat sie gestellt und dann war Ruhe. Das waren dann eh nur die Arbeitskollegen, mit denen ich in einem Büroraum sass. Alle anderen bekamen nichts mit.
Deutschland aber macht daraus eine falsche Toleranz und am Ende verlangen Moslems noch, dass ganz Deutschland fastet. Man sieht ja, dass sich Deutsche nicht gegen deren Forderungen zu wehren wissen.
Bei mir im Stadtteil hoffen wir auf einen ruhigen Schabbat. Morgen Abend beginnt, wie gesagt, Schavuot und der Feiertag endet am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr. Danach fahren wieder alle Busse und der Alltag kehrt ein.
Unsere einzige Sorge ist, dass die Palästinenser nebenan nicht wieder randalieren, Autoscheiben einschlagen, Fahrzeuge abfackeln oder Molotow – Cocktails schmeissen. Allah Akbar – Gebrüll sind wir eh gewohnt und das gilt schon als „friedlicher Tag“.
In dem Sinne „Happy Schavuot!“
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Die Leseranfrage, welche Stadtteile von Jerusalem gemieden werden sollen, werde ich Anfang nächster Woche beantworten!

Antisemitismus im Islam

B“H
Wer einen professionellen Einblick in die Welt des Islam sowie die gesamte arabische Welt haben will, der suche im Internet bzw. auf Youtube nach MORDECHAI KEDAR.

 

Mordechai Kedar ist Professor an der israelischen Bar Ilan University, spricht fließend Arabisch und gilt als absoluter Experte auf dem Gebiet der arabischen Welt und deren Antisemitismus.
In Deutschland wird Mordechai Kedar in den Medien niemals erwähnt werden, denn in den Augen von Frau Merkel & Co, gilt er definitiv als Verbreiter von Vorurteilen, als Propagandamensch, Populist und wer weiß, was noch alles. International aber gilt Kedar als Experte.
Seltsamerweise laden palästinensische Medien ausgerechnet Mordechai Kedar gerne zu Interviews ein, denn er spricht Arabisch und kann sich mit Moslems auseinandersetzen. Ferner verfügt Mordechai Kedar über immenses historisches Wissen sowie Clan – Zusammenhänge innerhalb der arabischen Welt.
Laut Mordechai Kedar gibt es weder einen radikalen noch einen modernen Islam. Es gibt nur eines: Den ISLAM. Und genau das ist es, was man in Deutschland nicht begreift. Es gibt DEN ISLAM und zuviele Leute machen sich etwas vor a la „der moderne Islam sei ja gar nicht so schlimm“ und „Moslems werden sich schon integrieren“.
Was der Koran über Juden aussagt:
http://www.jewishvirtuallibrary.org/references-to-jews-in-the-koran
Antisemitismus im Islam
https://en.wikipedia.org/wiki/Islam_and_antisemitism
Deutschland kann soviele Arbeitskreise, Aufklärungsprogramme, etc. betreiben, wie es will. Andersgläubige und insbesondere Juden, gelten im Islam als Hauptfeind. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Gehört der Islam zu Deutschland?

B“H
Gehört der Islam tatsächlich zu Deutschland?
Ein heikles Thema und in dieser Beziehung muss ich etwas sagen, was viele Leser schocken wird:
In Bezug auf den Islam ist Israel sehr tolerant. Toleranter vielleicht als viele Deutsche in Deutschland.
Wie das?
Zuerst einmal können Moslems massenweise Moscheen auf ihrem Territorium in Israel bauen. Allein im arabischen Teil von Abu Tur stehen wieviele? Zwei oder drei Moscheen mindestens? Wenn nicht sogar mehr.
Morgens gegen 5.00 Uhr schreit der Muezzin los, was ich schon lange nicht mehr wahrnehme. Ich habe mich daran gewöhnt und was soll ich sagen? Bei uns im Stadtteil befindet sich ebenso ein katholisches Nonnenkloster. Nur wenige Hundert Meter von meiner Wohnung entfernt und dort bimmelt morgens um 6.00 Uhr die Gebetsglocke. Oder was immer das auch ist. Vielleicht kriegen die Nonnen dann ihr Frühstück.
Die Glocken bimmeln an Silvester das neue weltliche Jahr um Mitternacht ein und an Weihnachten wird genauso gebimmelt. Nebendran brüllt der Muezzin und niemand beschwert sich so richtig. Schlimm wird es, wenn der Muezzin voll aufdreht und manche machen das absichtlich.
In Israel wohnen die Palästinenser vorwiegend in ihren Gegenden bzw. Stadtteilen. Eine Vermischung der Bevölkerung findet lediglich in Haifa oder Yaffo statt. Früher lebten Juden und Moslems Tür an Tür in der Kleinstadt Ramle (nahe dem Ben Gurion Flughafen). Das aber änderte sich, denn Leute, die sich die hohen Mieten in Tel Aviv nicht leisten können oder wollen, zogen nach Ramle und es entstanden viele viele neue Wohngegenden.
In Jerusalem leben die Palästinenser fast ausschließlich unter sich. In West – sowohl als auch in Ostjerusalem. In ihren Stadtteilen und ein Jude dürfte dort niemals hinziehen, es sei denn, er ist lebensmüde.
Es ziehen zwar Juden mitten in arabische Wohngegenden, doch hierbei handelt es sich fast immer um nationalreligiöse Juden, die ein Haus von einem Araber gekauft haben und sich dort unter extrem hohen Sicherheitsvorkehrungen niederlassen. Der Araber, der ein Haus an Juden verkaufte, muss sich schnell anonym aus dem Staub machen, sonst wird er von seinen Glaubensbrüdern gelyncht.
In Jerusalem (und nicht nur dort) laufen arabische Frauen mit Hijab herum. Manchmal auch mit Burka, doch das eher selten. Bei Mac Donald’s wurde ich schon von einer jungen Frau mit Hijab bedient. Das ist für mich absolut kein Problem.
Von mir aus kann jeder nach seiner Religion leben, solange er nicht missioniert oder einen sonst irgendwie dumm herumlabert. Soll jeder machen, was er will. Wenn er denn andere nicht damit nervt.
In einem deutschen Leserkommentar las ich heute, dass Moslems nicht für die deutsche Arbeitswelt geeignet seien, denn die würden ja ein paar Mal am Tag beten und das ginge ja gar nicht während der Arbeitszeit.
In Israel sah ich arabische Arbeiter beten. Teppich ausgerollt oder es wurde sich ein Stück Pappkarton geschnappt und schon ging es los. Ob das nun arabische Müllmänner am Machane Yehudah Markt waren, städtische Straßenreiniger oder sonst jemand. Da sagt kein Israeli etwas und man lässt den Moslem an der Straße in Ruhe beten. Ich habe noch nie erlebt, dass Passanten da dumme Sprüche abgelassen haben.
In Europa fordern Moslems unentwegt, was in Israel nicht der Fall ist. Hierzulande haben sie ihre Einrichtungen, genau wie Juden Synagogen haben. Es gibt sogar einen muslimischen Gebetsraum in der Knesset für die Abgeordneten der arabischen Parteien.
Gehört der Islam zu Israel?
Eine derartige Diskussion gab es noch nie. Jeder kann seinen Glauben leben, wenn er sich denn an Demokratie und Gesetze hält. Einzig die Mission ist verboten, aber da fallen immer nur Christen auf, welche Juden missionieren wollen.
Wäre ich in Deutschland, so könnte ich mit Frauen in Hijab auf der Straße leben.
Nach der Arbeit war ich heute im riesigen Osher Ad Discounter im Stadtteil Talpiyot einkaufen. Und wer befindet sich da unter der Kundschaft? Eine Menge Palästinenser.
Osher Ad gehört der chassidischen Gruppe GUR und wer dort als Jude arbeiten will, muss als Mann eine Kipa tragen und als Frau einen Rock anziehen. Nebenher beschäftigt Osher Ad farbige Nichtjuden. Aus Afrika und die sind Moslems. Moslems müssen keine Kipa tragen und sind halt ganz normal angestellt, ohne dass sie den Regeln der Juden folgen müssen.
An den Supermarktkassen Israels stehen Juden und Moslems an wie alle halt. Mit Einkaufswagen und ganz normal. Hier eine Frau mit Hijab und dort ein Chassid mit Schläfenlocken. Alles findet sich im Supermarkt.
Allerdings machen die Palästinenser im öffentlichen Leben normalerweise keinen Terror, sondern passen sich der Gesellschaft an. Ausgenommen Terroristen und diverse arabische Jugendliche, die in unserem Stadtteil herumgröhlen. Der überwiegende Teil der Palästinenser aber benimmt sich völlig normal. Was wiederum nicht automatisch bedeutet, dass man nun Juden und Israel mag.
Deutschland macht den Fehler, Moslems alles zu erlauben. Und das nutzen die Moslems schamlos aus. Es gibt zuviele Zugeständnisse wie Halal im Kindergarten, etc. Okay, in Israel gibt es kaum Kindergärten oder Schulen, wo Juden und Moslems zusammen sind bzw. lernen. Niemand aber würde auf die Idee kommen, vor einer Bevölkerungsgruppe zu kuschen. Juden machen das, Moslems das und Christen das. So kommen wir alle einigermaßen miteinander aus.
Gehört der Islam also zu Deutschland?
Nicht, wenn sich Moslems dort aufspielen und fordern, fordern, fordern. Die in Deutschland lebenden Juden, Buddhisten, etc. machen ja auch keinen Aufstand, sondern leben ihre Religion daheim. Gleichzeitig aber ist man in der deutschen Gesellschaft integriert.