Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Alltag in Jerusalem'

Schlagwort-Archive: Alltag in Jerusalem

Araber attackierten unser Haus & Das israelische Waffengesetz

Zur Lage in Jerusalem / Alltag in Jerusalem

Wie Jerusalem mit Gefahren umgeht / 14. Mai 2021

Ist Jerusalem fanatisch? & Leben in Israel, Einwanderung

Israel und die Palästinenser – Wie geht das?

Jerusalem: „Corona – Alltag“ & „Der Winter ist wieder da“

B“H
Der Winter lässt heute und morgen nochmal grüßen. In Jerusalem weht ein kühler Wind und es ist regnerisch.
Aktuell gibt es in Israel 93 Corona – Tote und 10,095 Infizierte. Jerusalem ist der Hotspot der Infizierten, doch vorwiegend in ultra – orthodoxen Gegenden, da man besonders dort vor einem Monat noch ausgiebig Purim feierte und den Virus unbeachtet liess. So konnte sich dieser gemütlich ausbreiten.
Netanyahu wollte ein zweites Purim verhindern und rief für die ersten Pessach – Tage eine komplette Ausgangssperre auf. Man sollte sich nicht gegenseitig besuchen, treffen und zusammen Pessach feiern. Vor allem in der säkularen Bevölkerung in meinem Stadtteil wurde diese Regelung umgangen. Großeltern wurden vor der Ausgangssperre angekarrt und allein gestern sah man viele Jogger, Spaziergänger und Leute, die ihre munter Hunde Gassi führten. So als sei das alles ganz normal. Da waren selbst die Araber unten im Stadtteil einsichtiger.
Generell ist es so, dass, wenn keine drakonischen Geldstrafen angeordnet werden, den Leute alles am Allerwertesten vorbeigeht. Joggen ist wichtiger als der Virus. In zwei Wochen ist Ramadan und ich will nicht wissen, was dann los ist.
Momentan uploade ich einen Podcast auf Youtube, in welchem ich zu einem realen chassidischen Brauch an Pessach Stellung nehme. Keine Netflix Serie mit Gier nach Rating und abstrusen Behauptungen, sondern etwas völlig Reales. Nicht jede chassidische Gruppe ist gleich und es gibt hunderte. Im Podcast jedenfalls spreche ich über einen wichtigen Brauch in Chabad – Lubawitsch und wer interessiert ist, kann es sich hier anhören:
https://hamantaschen.wordpress.com/2020/04/10/chabad-lubawitsch-brauch-an-pessach-die-plastiktuete/
Am Sonntag will ich eventuell versuchen, einkaufen zu gehen. Sonntag und Montag ist zwar Pessach, aber diese beiden Tagen sind Tage, an denen der Alltag normal abläuft. Sprich, Busse, Supermärkte und Arbeit.
Zwar wird davon gesprochen, die komplette Ausgangssperre bis nach Pessach (Mittwochabend) beizubehalten, aber wer weiß. Einkaufen müsste ich schon mal wieder. Wobei das allein schon nervig ist wegen dem Anstehen und Warten, dass man denn mal in den Supermarkt eingelassen wird.
Am Dienstag kommender Woche ist nur ein sogenannter halber Tag in Israel, denn abends beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach. Am Mittwoch ist Feiertag und ab Mittwochabend / Donnerstag ist wieder Alltag und Pessach vorüber. Bedeutet, dass am Mittwochabend die Bäckereien wieder arbeiten und zuhauf frisches Brot backen.
In der Diaspora dauert Pessach acht Tage und dort herrscht es heute (Freitag) in einer Woche wieder Normalität.
Was wir alle so machen? Internet, Lesen, Schlafen, Putzen. Was kann man auch sonst groß machen? Alle ist geschlossen und nur Juden, die in im jüdischen Altstadtviertel leben, sind in der Lage, an die Klagemauer zu gehen. Die Jerusalemer Altstadt ist geschlossen und nur offizielle Bewohner kommen rein oder raus. Schulen bleiben nach Pessach weiterhin geschlossen, denn der Virus breitet sich immer weiter aus und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Vielleicht Ende Mai.
In zwei Wochen werde ich wieder auf Chemotherapie sein und das bis mindestens Anfang Juni. Vermutlich viel länger. Ich gehe mal vom ganzen Jahr 2020 aus.
Vorerst jedenfalls sehen wir einem total verregneten Schabbat entgegen. 

Coronavirus Update Jerusalem: „Pessach, Einkaufen, Alltag – 6. April 2020“