Leben in Jerusalem

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Zum Leben in Israel

B“H
Hunderte, wenn nicht gar Tausende Male, wurde auf diesem Blog nach der Antwort auf die Frage gesucht, von was denn Ultra – orthodoxe Juden eigentlich leben. Immer noch scheint im deutschsprachigen Raum die weitverbreitete Meinung umzugehen, dass Ultra – orthodoxe Juden nichts tun und nur Geld vom Staat kassieren. Aber dem ich beileibe nicht so.
Stattdessen sollte die Frage besser lauten:
Von was leben die Israelis?
Immer und immer wieder googeln die Leute nach dem Preisniveau in Israel und stoßen dabei auf diesen Blog. Und immer wieder neu antworte ich selbst in Emails, dass das Preisniveau hierzulande sehr hoch liegt.
Wenn Ihr auf Wikipedia oder sonstwo schaut, werden Euch geradezu utopische Monatseinkommen vorgegeben. Einkommen, die mit der Realität des Arbeitslebens nichts zu tun haben. Jemand an der Kasse im Supermarkt oder eine Verkäuferin in einer Boutique, zum Beispiel, verdienen 25 Schekel die Stunde. Der gesetzliche Mindeststundenlohn. In Euro wären das keine 7 Euro die Stunde. Somit kann man sich ausrechnen, wie eine Verkäuferin, die vielleicht noch alleinerziehend ist, herumkrebst. Wobei eine Menge Supermärkte auch männliche Kassierer haben und nicht nur Frauen.
Wer in Israel gut verdienen will, der arbeite für eine der großen Hightech – Firmen. Aber nicht in deren Call Center. 🙂 Wobei die Hightech – Branche heuert und feuert. Feuern besonders dann, wenn man das 35. Lebensjahr überschritten hat.
Ein anderer Berufszweig, der recht gut verdient, ist das Handwerk. Egal, welcher Art. In Israel werden gute Handwerker auch gut bezahlt.
Die eigentliche Frage bezüglich Israel sollte dennoch lauten: Wie meistern Israelis ihr Leben? Und damit meine ich nicht den arabischen Terror, sondern den stinknormalen Alltag.
Die Lebenshaltungskosten sind extrem hoch. Zwar gibt es Lebensmitteldiscounter, doch die sind, im Vergleich zu Deutschland, immer noch überteuert. Hinzu kommen die hohen Mieten und wer ein Fahrzeug besitzt, der zahlt erst richtig drauf. Versicherungen und Sprit – das geht ins Geld.
Ich würde allen, die immer wieder mal anfragen, weil sie mit dem Gedanken spielen, nach Israel zu ziehen, raten, sich hierzulande erst einmal umzuschauen. Ob Arbeit da ist und, wenn es sich um Nichtjuden handelt, ob es überhaupt eine Arbeitserlaubnis oder Visaverlängerungen gibt. Zuerst sollte sich derjenige beim israelischen Innenministerium nach der Gesetzeslage erkundigen, ehe er seine Koffer packt. In der Regel sind die Aufenthalte von Nichtjuden im Land zeitlich befristet, es sei denn, jemand hat einen Arbeitgeber, der nachweisen kann, keinen Israeli für die Stelle zu finden. Das aber geschieht eher selten und Touristen werden nicht gerne eingestellt.
Auch zahlt der Staat Israel an Leute, die keine Staatsbürger sind, keinerlei Sozialhilfe oder unterstützt sie sonst in irgendeiner Form. Wer noch dazu ohne gültiges Visum erwischt wird, wird abgeschoben. Diesbezüglich sollte man sich vielleicht im Voraus bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv erkundigen, bevor sich jemand in Israel eine Wohnung sucht und dann nach ein paar Monaten kein neues Visum mehr ausgestellt bekommt.
Wie Israelis finanziell überleben? Man ist flexibel und innovativ. Vor allem aber zählt Bildung. In Deutschland wollen immer mehr junge Leute alles aufgeben, um sich einem Pseudo – Online – Business zu widmen. Siehe die DNX (Digitale Nomaden – Konferenz) in Berlin vor einer Woche. Tausende Deutsche zieht es offenbar ins digitale Nomadentum und dafür werden Studium, Job oder Ausbildung einfach geschmissen. Aus Israel kenne ich das anders, denn man legt hohen Wert auf Bildung und auch Aus – und Weiterbildung.
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor im Alltagsleben ist die Mentalität der Leute. Vor allem unter Arbeitskollegen. Deshalb ist mein Rat an all jene Leute, die nach dem Leben in Israel fragen, da sie mit dem Gedanken spielen, hierherzuziehen stets, sich im Vorfeld zu erkundigen. Und das auch vor Ort und bei Behörden. Mir schrieben schon Leute, die ein oder zwei Jahre in Israel lebten, aber nie eine Arbeitserlaubnis erhielten und finanziell am Abgrund sind, denn sie haben als Touristen keinerlei Rechte.
Israelis haben es da einfacher, denn man pumpt sich eventuell Geld von der Bank oder den Eltern. Man kennt die Tricks durchs Leben zu kommen wohingegen es jüdische Neueinwanderer wesentlich schwerer haben.

Leserfrage: Schließfächer in Tel Aviv, Jerusalem, etc.

B“H
In fast jedem deutschen Bahnhof dürfte es Schließfächer geben, doch in Israel ist das nicht der Fall. Der Grund ist kurz erklärt: Schließfächer wären ein zu hohes Sicherheitsrisiko, denn wer kann schon wissen, wer da was deponiert.
Wenn Ihr Euer Gepäck irgendwo abstellen bzw. zwischenparken wollt, dann fragt im Hostel / Hotel nach. Die machen das normalerweise, doch nicht alle bieten den Service kostenlos an.

Reiseblogger – Konferenz in Jerusalem

B“H
Wer sich noch anmelden will, muss dies schnell tun und umsonst ist es auch nicht. 🙂 In Jerusalem findet vom 20. – 22. März eine internationale Reiseblogger – Konferenz statt. Austragungsort ist das Binyane’i HaUma (International Convention Center gegenüber vom Zentralen Busbahnhof).
Die bekannte deutsche Reisebloggerszene wird offenbar nicht dabei sein, denn Conny Biesalski & Co. findet man eher auf Bali, in Thailand oder in Kalifornien beim Yoga oder es wird anderen Leute ein teures unnützes Blogcamp aufgeschwatzt. Dort geht es um Lifestyle, aber nicht um ernsthafte Themen oder gar richtiges Reisebloggen. Dann schon eher um vegane Küche oder, wie gesagt, Yoga.
Hauptsponsor der Konferenz ist das israelische Touristenministerium. Israel lebt vom Tourismus und seit dem letzten Gazakrieg vor zwei Jahren geht es mit dem Business abwärts. Gerne schieben die Verantwortlichen alles auf den arabischen Terror und die hohen Preise im Land werden lieber verschwiegen. Israel ist ein teures Land und Hotels sind nicht billig. Dazu der fehlende Service. Kein Wunder also, dass selbst Israelis lieber Urlaub in Bulgarien machen als im superteuren Eilat.
http://tbexcon.com/blog/announcing-tbex-international-2017-in-jerusalem-israel/#comment-3825
http://tbexcon.com/blog/category/blog/
Internationale Reiseblogger sollen nun positiv über Israel berichten und die Werbetrommel rühren.

Leserfrage: „Wie teuer / billig ist Israel?“

B“H

Leserfrage: Wie teuer / billig ist Israel?

Die Antwort darauf fällt leider kurz und knapp aus: Israel ist ein teures Land. Und das in jeder Hinsicht. Lebensmittel, Arzneimittel, Zahnarzt, Friseur, Mieten, Unis, Schulen, Kindergarten, Altenpflege, Technik, Fahrzeuge, etc. Alles kostet sehr viel Geld und von den Steuern will ich erst gar nicht reden.
Wer genug verdient, um all seine monatlichen Rechnungen zu zahlen und dazu noch Lebensmittel einkauft, der kann sich teilweise schon als glücklich einstufen. Wer allein von der Sozialhilfe lebt, ist aufgeschmissen und muss von Behörde zu Behörde rennen, um Zahlungsnachlässe zu beantragen. Ich selber erlebte vor knapp einem Monat, wie viele Jerusalemer bei der Stadtverwaltung um Zahlungsnachlässe bei der Grundsteuer (Arnona) baten. Von mindestens 25 Personen, die morgens um 8.00 Uhr zur Stadtverwaltung zwecks Zahlung der jährlichen Grundsteuer anstanden, blieben am Ende nur eine Frau und ich am Schalter für Zahlungswillige. Alle anderen Leutchen (die Mehrheit Palästinenser) verschwanden in den Tiefen der Zahlungsnachlass – Abteilung. Wer, z.B., ein sehr geringes oder gar kein Einkommen hat, zahlt weniger Grundsteuer für die Wohnung. Auch Studenten, Rentner oder alleinerziehende Mütter erhalten einen solchen Preisnachlass.
Anmerkung: In Israel zahlt der Mieter die Grundsteuer an die Kommune und nicht der Vermieter wie in Deutschland!
Gegenüber Deutschland ist Israel kein so toller Sozialstaat, der an seine bedürftigen Bürger zahlt. Deswegen werden die Bürger erfinderisch, weil sonst kein Essen auf dem Tisch steht. So einfach ist das hier.
Die Lebensmittel sind unverschämt teuer und Aldi, Rewe, Lidl, etc. sind hierzulande unbekannt. Es wäre super, wenn die Walmart – Kette käme, doch meiner Meinung nach existiert ein Hersteller – Polit – Kartell. Hersteller und Supermarktketten verhindern zusammen mit der Politik, dass auswärtige Supermarktketten sich niederlassen. So können Hersteller und Supermarkt soviel Geld verlangen, wie sie wollen und die Politik bewahrt Arbeitsplätze. Draufzahlen tun wir Verbraucher.
Jemand erkundigte sich nach PFAND und ALKOHOLPREISEN:  Pfand gibt es und Alkohol ist ebenfalls teuer. Von der Flasche Bier angefangen. Falls ich mal ein Bier trinke, so ziehe ich das israelische GOLDSTAR allen Carlsbergs, Maccabis oder irgendwelchem europäischem Billiggesöff vor.
Ständig essen gehen kann sich Otto Normalverbraucher nicht leisten. Da aber viele Israelis auch mal konsumieren wollen, findet sich mehr als die Hälfte bei der Bank im Overdraft wieder.
Als Tel Aviv – Touristen werden Ihr ganz schnell merken, wie Euer Portemonnaie – Inhalt immer kleiner wird. Lebensmittel – Discounter finden sich dort nur in Gegenden, die weit weg von der Innenstadt liegen. Was Ihr sonst so seht, nennt sich Mega, AM:PM, Super Yuda / Baba, Shufersal oder bestenfalls den Carmel Markt. Bis auf den Markt also alles Läden, die alles andere als billig sind. Dagegen könnt Ihr auf dem Carmel Markt günstiger einkaufen. Teilweise jedoch nicht in dessen Hauptstraße, sondern eher in den umliegenden kleineren Marktgassen.

Für eine Woche: Apartment in Old Katamon / Jerusalem zu vermieten

 

B“H

2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, Küche, WIFI, Kabelfernsehen, Waschmaschine

Das Apartment ist recht groß und für eine Woche zu haben. Sofort bis zum 1. März 2017. Wer Interesse hat, kann sich an mich wenden.

Location: Gdud Ha’Ivri Street (nur wenige Meter von der HaPalmach Street entfernt).

Kosten: $ 70 pro Tag & $ 60 für die Reinigung nach dem Checkout. 

 

Neue Buslinie Jerusalem – Ben Gurion Airport / Ben Gurion Airport – Jerusalem

B“H
Bis Januar 2017 (eine wahre Ewigkeit) nahm man entweder die Egged Linie 947 zum Ben Gurion Airport oder vom Airport nach Jerusalem. Der Bus kommt aus Haifa oder irgendwo aus der Gegend und pendelt nach Jerusalem hin und zurück. Unterwegs hält die Linie direkt im Ben Gurion Flughafen.
Wer es als Reisender bequemer und von seinem Hostel oder Aufenthaltsort in Jerusalem abgeholt werden will, der buche vorher ein NESHER TAXI nahe der Ben Yehuda Street in Jerusalem. Die gelben NESHER Kleinbusse bringen Reisende aus Jerusalem direkt zum Airport oder halt vom Airport nach Jerusalem. Kostenpunkt: 61 Schekel (ca. 17 Euro pro Fahrt). Das ist immer noch billiger als sich von einem regulären Taxi zum Airport fahren zu lassen. Hier kostet eine Fahrt von Jerusalem zum Flughafen zwischen 400 – 500 Schekel (mehr als 100 Euro). Besonders arabische Taxifahrer bestellt von arabischen Altstadthostels zocken die Kundschaft gnadenlos ab. Deswegen ist NESHER der Renner.
Jetzt aber fährt eine neue Buslinie von Jerusalem zum Ben Gurion Airport und zurück. Stündlich und 24 Stunden am Tag. Abfahrt: Jede volle Stunde. Freitags nur bis 14.00!!!
Und das für nur 16 Schekel (ca. 5 Euro). Die Linie fährt allein in Jerusalem mehrere Stationen an. Darunter auch Jaffa Road und den Zentralen Busbahnhof. Buslinie: 485
http://www.globes.co.il/en/article-jerusalem-ben-gurion-airport-bus-service-to-start-1001176095

Dürfen Touristen Drohnen nach Israel bringen bzw. mit der Drohne filmen?

B“H
Jeder kann sich sicherlich vorstellen, dass das Drohnenfliegen und Filmen in Israel nicht immer legal zugeht. Nicht einmal auf Google Earth ist ganz Israel zu sehen, denn es geht um die Sicherheit des Landes. 
In diesem Forum wird die Frage diskutiert, ob und wie man in Israel eine Drohne zum Filmen einsetzen kann:

http://www.phantompilots.com/threads/flying-your-drone-in-israel.50305/

General restrictions (there may well be more that I don’t know about):
1.
No flying at heights exceeding 50m above ground, unless specifically authorised by the Aerial Trafficking Unit governing that airspace, unless the published regulations prohibit the designated area completely.
Where current daylight visibility is less than 3Km
At distances less than 250m from a residential area, a school, a cinema, or any crowd.
Less than 2km from an airport, air-traffic tower or any runways
Less than 500m from active drone training grounds unless granted permission by airport administrator, or otherwise published in the regulations.
(Taken from a post that can be found at http://www.quora.com/Where-can-I-legally-fly-a-drone-in-Tel-Aviv-Israel)
Ferner wird berichtet, dass zahlreichen Touristen die Drohne bei der Einreise abgenommen wurde.