Leben in Jerusalem

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Drei Dinge, die ein Israel – Tourist beachten sollte

Coronavirus – Alltag in Jerusalem

Coronavirus: „Deutsche Touristengruppe mit Virus infiziert“

B“H
Israelische Facebook – Kommentare auf diese Ankündigung des Gesundheitsministeriums sind eindeutig: Keine weiteren deutschen Touristen ins Land lassen!
Öffentliche Bekanntmachung – Exposition gegenüber Corona-Patienten – Deutsche Touristengruppe >>>>>>
Das Gesundheitsministerium berichtet, dass eine Gruppe von Touristen aus Deutschland, die am 2.3.20 in Israel ankamen, in engem Kontakt mit einem validierten Corona-Patienten aus Beit Jala stand. Nachdem sie die Nachricht erhalten hatten, befanden sie sich in Isolation, bis sie nach Deutschland zurückkehrten. In Deutschland wurde festgestellt, dass einige positiv für das Virus sind.
Das Folgende ist eine Zusammenfassung der Tatsachen, die aus der epidemiologischen Untersuchung zu diesem Zeitpunkt bekannt sind:
Die Gruppe verließ Israel am 09.03.20 auf zwei Flügen von El Al mit der Nummer:
LY 357 nach Frankfurt
LY 353 nach München
Hier sind die Orte, an denen die Gruppe während ihres Besuchs in Israel geblieben ist:
1. Datum 03.03.2020
11 – 15.30 Uhr Herodium
15: 00-16: 30 Geburtskirche, Bethlehem
2. Datum 04.03.2020
9: 45-11: 45 Western Wall Tunnels, Stadt Davids
12: 30-13: 15 Restaurant Garden Moristan, Altstadt, Jerusalem
17:00 bis 17:30 Dormitionskirche und das letzte Abendmahl
3. Datum 05.03.2020
11: 30-13: 30 Gebetsstätte in Kasser al-Yehud
4. Datum 06.03.2020
9 bis 13 Uhr, einschließlich Seilbahn
17: 30-18: 00 Herodes Supermarkt, Totes Meer
Jeder, der zu den angegebenen Zeiten auf Flügen oder Orten war, wird gebeten, gemäß den Anweisungen des Gesundheitsministeriums die Isolation zu Hause zu betreten.
Jeder, der sich in den angegebenen Zeiten auf den aufgeführten Websites befunden hat, wird gebeten, gemäß den Anweisungen des Gesundheitsministeriums die Isolation zu Hause zu betreten.
Die Isolation muss auf der Website des Gesundheitsministeriums oder bei der Hotline des Gesundheitsministeriums unter 5400 * gemeldet werden.
Wenn während der Isolation Symptome von Fieber oder Husten oder Atembeschwerden auftreten, rufen Sie sofort 101 an, um die Notwendigkeit des Virus herauszufinden.
Anweisungen zum Isolieren eines Hauses erhalten Sie beim Gesundheitsministerium oder in der coronApp-App (Anwendung).
Die epidemiologische Untersuchung wird fortgesetzt, und wenn weitere Einzelheiten bekannt werden, werden sie veröffentlicht.
Die Informationen werden nur auf der Website des Gesundheitsministeriums unter http://go.gov.il/corona öffentlich zugänglich sein
Oder offizielle Sprecher des Gesundheitsministeriums: http://t.me/MOHreport
Oder in der coronApp App (App)

Coronavirus: „Israel lässt Flüge aus verschiedenen Ländern nicht mehr landen“

B“H
Als hätte Israel keine anderen Probleme als sich um eine teilweise mit dem Coronavirus infizierte südkoreanische Reisegruppe zu kümmern, die durchs Land geisterte. Gestern kam es im Jerusalemer Stadtteil Gilo zum Eklat, denn die Koreaner sollten dort geparkt werden. Schnell bekamen das die Bewohner von Gilo und dem benachbarten Gush Etzion mit und demonstrierten. Reifen wurden verbrannt und es wurde massiv protestiert. Man wolle keine infizierten Touristen bei sich haben und die Touristen sollen sofort aus dem Land geschmissen werden.
Das Gesundheitsministerium gab nach und verfrachtete die Koreaner zum Flughafen in Quarantäne. Ein weiterer Reisebus mit 22 Touristen irrte herum und versuchte in Städte zu kommen, doch man liess sie nicht hinein. Auch diese Koreaner sind am Flughafen geparkt.
Schlimm genug, dass unsere Regierung es zuliess, die Koreaner ins Land zu lassen. Christliche Missionare, die Juden missionieren wollen, sind sie obendrein, was Yad le’Achim bekanntgab.
Auf ihrer Reise wollten die Koreaner massiv Juden missionieren und traten in Aktion. Sie reisten mit mehreren Infizierten ihrer Gruppe im Land herum und stiegen in Hotels ab. Hebron, Tiberias, Jerusalem … Zuerst wollte man sie in den Hotels in Quarantäne halten, aber die Hotels schmissen die Koreaner kurzerhand hinaus. Personal, Busfahrer und alle Leute, die mit ihnen in Berührung kamen, sitzen nun selbst zuhause in Quarantäne. Die Koreaner sollen ausgeflogen werden und mittlerweile kommen keine Flüge aus verschiedenen asiatischen Ländern mehr nach Israel. Auch Flüge aus Italien sowie Australien werden in Israel nicht mehr ins Land gelassen.
In Jerusalem sind wir stinkesauer, weil koreanische Coronavirus – infizierte Touristen herumliefen. Busse benutzten, im Grand Court Hotel abstiegen, auf dem Machane Yehudah Markt waren und und und. Jetzt sagt man den Jerusalemern, sie sollen aufpassen, wenn Coronavirus – Symptome auftreten.
Im Süden feuert die Hamas wieder unermüdlich Raketen auf Israel und wir müssen uns um infizierte Koreaner kümmern, die keiner will. Was für ein Paradox!

Obdachlose im Jerusalemer / Tel Aviver Winter

B“H
Seit der vergangenen Woche zieht eine wahre Kältewelle über Israel hinweg, die am morgigen Mittwoch vorerst ihr Ende finden soll. Schon heute ist es mit 8 Grad Celsius in Jerusalem wärmer als in den letzten Tagen. Trotz Regen.
Wer es glaubt oder nicht, ab morgen soll eine kleine Hitzwelle mit 12 – 18 Grad Celsius (bis zum Schabbat) kommen. Dennoch frieren insbesondere ältere Leute in ihren Wohnungen, denn in Israel gibt es keine richtigen Zentralheizungen und so wird elektrisch geheizt, was sich in der Stromrechnung drastisch niederschlägt, Und eine Menge Leute sind gezwungen, auf Sparflamme zu heizen, denn sie können sich einfach keine heftigen Stromrechnungen leisten.
Besonders schlimm trifft es immer wieder Obdachlose und in dem TV Bericht von gestern Abend (siehe unten) verteilen junge Leute dicke Daunendecken an Obdachlose in Jerusalem und Tel Aviv. Als Staatsbürger kann man einen Platz in einem städtischen Hostel für Obdachlose ergattern. Es gibt solche Einrichtungen, doch dort sind sehr viele Alkoholiker und Junkies. Keine so tolle Atmosphäre also und so mancher ist auch noch mental ziemlich daneben. Für viele Obdachlose ist das gerade bei diesem Temperaturen um den Gefrierpunkt immerhin eine zeitweilige Lösung.
In Jerusalem leben zahlreiche eingewanderte russische Alkoholiker und Junkies auf der Straße. Einige schlafen in Treppenhäusern sowie in Hauseingängen. Die Bewohner rufen die Polizei und die Obdachlosen werden hinausgeschmissen, weil sie das Treppenhaus einsauen und besoffen herumliegen.
Hinzu kommt eine ganze Menge obdachloser Touristen aus aller Herren Länder, die in Israel gestrandet sind und sich mittlerweile illegal im Land aufhalten. Auch an sie werden Decken verteilt, doch zurechtkommen müssen sie alleine. Bis sie irgendwann von der Polizei aufgegriffen und abgeschoben werden. Es gibt eine hohe Anzahl amerikanischer Touristen. Auch deutsche Touristen stranden immer mal wieder und vor Jahren sass eine Österreicherin in der Jerusalemer Fußgängerzone beim Betteln. Alles Nichtjuden, die einfach nach Israel kamen und dachten, sie könnten eben mal so im Land bleiben. Zuerst in diversen Hostels und dann ging den Leuten das Geld aus und sie fanden sich auf der Straße wieder. Ohne Rechte und gültiges Touristenvisum. Ohne Krankenversicherung und im Ernstfall kann nur die Botschaft des Landes informiert werden. Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv bietet lediglich die Hilfe, dass Verwandte in Deutschland kontaktiert werden können, damit diese Geld schicken und der Tourist heimfliegen kann. Passiert das nicht, legt die Botschaft offenbar das Flugticket aus, was in Deutschland aber wieder an den Bund zurückgezahlt werden muss.
Auch im Video erscheint ein US – Tourist, der obdachlos ist und unter einer Jerusalemer Brücke am Sacher Park pennt. 

 

Israelische Touristen nerven in Jerusalem

B“H
Es ist mehr als bekannt, dass israelische Touristen im Ausland nicht unbedingt beliebt sind. Sie sind laut, müllen vieles zu und behandeln gerade Asiaten in deren Ländern nicht immer allzu freundlich. Man meint, mit den Leuten sprechen zu können wie daheim in Israel und jegliche Forderungen zu stellen.
Wie wir seit Jahren in Jerusalem merken, stimmt dieses Vorurteil und unsere Stadt wird von älteren israelischen Touristen geradezu genervt. Insbesondere diverse Stadtteile, in denen die Besucherherrschaften meinen, alles gehöre grundsätzlich ihnen und es gäbe keine Limits.
Wenn ich ältere Besucher sage, so meine ich Leute über 45 Jahre bis hin zu Rentnern. Jene Sorte von Israelis, die von sich selber meint, kulturell gebildet zu sein. Säkular und meistens aus dem Norden oder Süden des Landes.
Seit einigen Jahren schon hängen Unmengen von Schildern im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot. Direkt gegenüber vom Machane Yehudah Markt. Dabei handelt es sich um Schilder, die Besucher bitten, ruhig zu sein, nicht alles vollzumüllen und nicht in Häusereingängen zu stehen und sich lautstark unterhalten. Eine Freundin von mir, die in Nachlaot wohnt, wird von Besuchern auf der Straße angemacht, ob die denn nicht in ihr Haus können, um da die Toilette zu benutzen. Nicht ein oder zwei israelische Touristen fragen, sondern gleich eine ganze Gruppe samt Tour Guide mit 20 Leutchen. „Ja, man müsse jetzt mal!“
Die Bewohner von Nachlaot haben bis oben hin die Schnauze voll von israelischen Touristengruppen, denn nicht nur tagsüber zockeln die durch den kleinen gemütlichen Stadtteil, sondern auch spätabends. Hauseingänge finden sich voller Fäkalien wieder und Tour Guides brüllen in Mikrofone.
Aber nicht nur Nachlaot leidet unter israelischen Touristen. Bei uns in Abu Tur bieten auch immer mehr Tour Guides ihre Dienste an und so kommen die Touristen am Schabbat zu uns. Wenn ich höre, was die Guides so von sich geben, stehen mir meine letzten auf dem Kopf verbliebenen Haare zu Berge. Grausam und die Guides haben meistens keine Ahnung.
Samt ihrer Gruppe kommen die Tour Guides auf Privatgelände, wie am letzten Schabbat als 20 Personen auf dem Hof gegenüber herumphotographierten, sich im Treppenhaus zu schaffen machten und bei jemandem vor der Tür standen. Vom Treppenhaus aus könne man die Gegend besser photographieren. Im Hof selbst hatten die Bewohner in der Woche zuvor einen neuen Garten frisch angelegt, der von den Touristen gnadenlos niedergetrampelt wurde. Man hockte sich auf die großen Blumentöpfe und wollte ausruhen. Niemand fragte den Tour Guide, warum man jetzt durch ein privates Treppenhaus geführt werde und ob das die Bewohner da nicht störe. Die Bewohner des Hauses befanden sich offenbar beim Mittagessen oder außer Haus und schimpften erst später über den zertrampelten Garten, dessen Aufbereitung wieder Geld kostet.
Hätte sich der Tour Guide ausgekannt, so hätte er gewusst, dass nur wenige Meter weiter eine Aussichtsplattform ist, von der jeder photographieren kann. Bänke zum Ausruhen sich ebenfalls vorhanden. Abends sollte man den Ort meiden, denn dann hängen palästinensische Jugendliche dort ab, doch tagsüber ist es sicher.
Und dann wundern sich Israelis, wenn sie aus dem ultra – orthodoxen Mea Shearim geschmissen werden. Selbst in Gegenden wie Nachlaot sind sie mittlerweile unerwünscht.
Tel Aviv hat dasselbe Problem um die bekannte Shenkin Street. Und das schon jahrelang. Auch dort gehen israelische Touristen in privates Eigentum. Vor allem, wenn gerade kein Klo aufzutreiben ist. 
Nicht alle Israelis benehmen sich so, doch eine gewisse Kategorie von Menschen, die da so unheimlich auf kulturell und gebildet machen. Meistens die typischen Benny Gantz – Wähler oder halt Linke. 

Leserfrage: „Abzocke in Israel?“

B“H
Wird man in Israel abgezockt?
Ja klar wird man das. Touristen genau so wie Einheimische. Das ist hierzulande nicht anders als überall auf der Welt. Abzocke ist stets aktuell.
Touristen stehen natürlich bei jeglicher Art von Abzocke an vorderster Front. Ihr könnt die Sprache nicht und falls ja, dann in vielen Fällen unzureichend. Dazu kennt Ihr die Mentalität kaum und mit Verträgen lesen ist es dann meistens ganz aus. Grundsätzlich zahlen Touristen fast immer drauf. Selbst bei einem etwaigen Touristen – Bankkonto.
In Israel, wie andernorts sicher auch, ist es wichtig, Preise bzw. Preisvergleiche im Kopf zu haben. Gesetze, seine Rechte und wie man wo Kompromisse schliesst. Bloß nicht wahllos emotional argumentieren, denn das führt zu nichts.
Solltet Ihr Euch in diversen arabischen Hostels niederlassen, dann immer erst schauen, ob offizielle Preislisten aushängen. Ist dies nicht der Fall und der Hostelbesitzer schaut Euch an und richtet, wie viel Ihr vielleicht zahlen könntet, macht Euch sofort vom Acker. Dass Ihr im arabischen Bazar abgezockt werdet, dürfte Euch eh klar sein.
Eine feste Regel: Kauft dort ein, wo Preisschilder an den Produkten kleben. Ich selber kaufe auch nicht in Läden, wo ich bei jedem Artikel erst nach dem Preis fragen muss. Am besten, Ihr kauft in großen Supermärkten und meidet die kleinen Tante – Emma – Klitschen genannt Makolet.
Bezüglich Jerusalem: Nicht unbedingt in der Innenstadt kaufen (außer auf dem Machane Yehudah Markt), sondern in entfernteren Stadtteilen wie Talpiyot oder im Industriegebiet von Givat Sha’ul. In Talpiyot lassen sich gut Möbel, Klamotten oder Lebensmittel bei den Discounter einkaufen. Als Normalo – Tourist klingt das weit draußen, aber mit dem Bus kommt man dort recht schnell hin. Und gute erschwingliche Restaurants findet Ihr in Talpiyot genau so wie im Industriegebiet von Givat Sha’ul.
In Tel Aviv wird jeder abgezockt, denn die Stadt ist total gehypt und überteuert. Generell ist Israel eh ein teures Land und wir alle werden tagtäglich abgezockt. In Deutschland zahlt Ihr ein paar Cent oder einen Euro für ein bestimmtes Lebensmittel. In Israel kostet derselbe Artikel vielleicht schon fünf oder mehr Euro.
Was soll ich sagen?
Entweder man verzichtet und schafft sich etwas nicht an oder man sucht halt nach der günstigsten Variante. Selbst Ikea ist in Israel teurer als in Deutschland. Oder auch Mc Donald’s oder Burger King.