Leben in Jerusalem

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Reiseblogger – Konferenz in Jerusalem

B“H
Wer sich noch anmelden will, muss dies schnell tun und umsonst ist es auch nicht. 🙂 In Jerusalem findet vom 20. – 22. März eine internationale Reiseblogger – Konferenz statt. Austragungsort ist das Binyane’i HaUma (International Convention Center gegenüber vom Zentralen Busbahnhof).
Die bekannte deutsche Reisebloggerszene wird offenbar nicht dabei sein, denn Conny Biesalski & Co. findet man eher auf Bali, in Thailand oder in Kalifornien beim Yoga oder es wird anderen Leute ein teures unnützes Blogcamp aufgeschwatzt. Dort geht es um Lifestyle, aber nicht um ernsthafte Themen oder gar richtiges Reisebloggen. Dann schon eher um vegane Küche oder, wie gesagt, Yoga.
Hauptsponsor der Konferenz ist das israelische Touristenministerium. Israel lebt vom Tourismus und seit dem letzten Gazakrieg vor zwei Jahren geht es mit dem Business abwärts. Gerne schieben die Verantwortlichen alles auf den arabischen Terror und die hohen Preise im Land werden lieber verschwiegen. Israel ist ein teures Land und Hotels sind nicht billig. Dazu der fehlende Service. Kein Wunder also, dass selbst Israelis lieber Urlaub in Bulgarien machen als im superteuren Eilat.
http://tbexcon.com/blog/announcing-tbex-international-2017-in-jerusalem-israel/#comment-3825
http://tbexcon.com/blog/category/blog/
Internationale Reiseblogger sollen nun positiv über Israel berichten und die Werbetrommel rühren.

Leserfrage: „Wie teuer / billig ist Israel?“

B“H

Leserfrage: Wie teuer / billig ist Israel?

Die Antwort darauf fällt leider kurz und knapp aus: Israel ist ein teures Land. Und das in jeder Hinsicht. Lebensmittel, Arzneimittel, Zahnarzt, Friseur, Mieten, Unis, Schulen, Kindergarten, Altenpflege, Technik, Fahrzeuge, etc. Alles kostet sehr viel Geld und von den Steuern will ich erst gar nicht reden.
Wer genug verdient, um all seine monatlichen Rechnungen zu zahlen und dazu noch Lebensmittel einkauft, der kann sich teilweise schon als glücklich einstufen. Wer allein von der Sozialhilfe lebt, ist aufgeschmissen und muss von Behörde zu Behörde rennen, um Zahlungsnachlässe zu beantragen. Ich selber erlebte vor knapp einem Monat, wie viele Jerusalemer bei der Stadtverwaltung um Zahlungsnachlässe bei der Grundsteuer (Arnona) baten. Von mindestens 25 Personen, die morgens um 8.00 Uhr zur Stadtverwaltung zwecks Zahlung der jährlichen Grundsteuer anstanden, blieben am Ende nur eine Frau und ich am Schalter für Zahlungswillige. Alle anderen Leutchen (die Mehrheit Palästinenser) verschwanden in den Tiefen der Zahlungsnachlass – Abteilung. Wer, z.B., ein sehr geringes oder gar kein Einkommen hat, zahlt weniger Grundsteuer für die Wohnung. Auch Studenten, Rentner oder alleinerziehende Mütter erhalten einen solchen Preisnachlass.
Anmerkung: In Israel zahlt der Mieter die Grundsteuer an die Kommune und nicht der Vermieter wie in Deutschland!
Gegenüber Deutschland ist Israel kein so toller Sozialstaat, der an seine bedürftigen Bürger zahlt. Deswegen werden die Bürger erfinderisch, weil sonst kein Essen auf dem Tisch steht. So einfach ist das hier.
Die Lebensmittel sind unverschämt teuer und Aldi, Rewe, Lidl, etc. sind hierzulande unbekannt. Es wäre super, wenn die Walmart – Kette käme, doch meiner Meinung nach existiert ein Hersteller – Polit – Kartell. Hersteller und Supermarktketten verhindern zusammen mit der Politik, dass auswärtige Supermarktketten sich niederlassen. So können Hersteller und Supermarkt soviel Geld verlangen, wie sie wollen und die Politik bewahrt Arbeitsplätze. Draufzahlen tun wir Verbraucher.
Jemand erkundigte sich nach PFAND und ALKOHOLPREISEN:  Pfand gibt es und Alkohol ist ebenfalls teuer. Von der Flasche Bier angefangen. Falls ich mal ein Bier trinke, so ziehe ich das israelische GOLDSTAR allen Carlsbergs, Maccabis oder irgendwelchem europäischem Billiggesöff vor.
Ständig essen gehen kann sich Otto Normalverbraucher nicht leisten. Da aber viele Israelis auch mal konsumieren wollen, findet sich mehr als die Hälfte bei der Bank im Overdraft wieder.
Als Tel Aviv – Touristen werden Ihr ganz schnell merken, wie Euer Portemonnaie – Inhalt immer kleiner wird. Lebensmittel – Discounter finden sich dort nur in Gegenden, die weit weg von der Innenstadt liegen. Was Ihr sonst so seht, nennt sich Mega, AM:PM, Super Yuda / Baba, Shufersal oder bestenfalls den Carmel Markt. Bis auf den Markt also alles Läden, die alles andere als billig sind. Dagegen könnt Ihr auf dem Carmel Markt günstiger einkaufen. Teilweise jedoch nicht in dessen Hauptstraße, sondern eher in den umliegenden kleineren Marktgassen.

Für eine Woche: Apartment in Old Katamon / Jerusalem zu vermieten

 

B“H

2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, Küche, WIFI, Kabelfernsehen, Waschmaschine

Das Apartment ist recht groß und für eine Woche zu haben. Sofort bis zum 1. März 2017. Wer Interesse hat, kann sich an mich wenden.

Location: Gdud Ha’Ivri Street (nur wenige Meter von der HaPalmach Street entfernt).

Kosten: $ 70 pro Tag & $ 60 für die Reinigung nach dem Checkout. 

 

Neue Buslinie Jerusalem – Ben Gurion Airport / Ben Gurion Airport – Jerusalem

B“H
Bis Januar 2017 (eine wahre Ewigkeit) nahm man entweder die Egged Linie 947 zum Ben Gurion Airport oder vom Airport nach Jerusalem. Der Bus kommt aus Haifa oder irgendwo aus der Gegend und pendelt nach Jerusalem hin und zurück. Unterwegs hält die Linie direkt im Ben Gurion Flughafen.
Wer es als Reisender bequemer und von seinem Hostel oder Aufenthaltsort in Jerusalem abgeholt werden will, der buche vorher ein NESHER TAXI nahe der Ben Yehuda Street in Jerusalem. Die gelben NESHER Kleinbusse bringen Reisende aus Jerusalem direkt zum Airport oder halt vom Airport nach Jerusalem. Kostenpunkt: 61 Schekel (ca. 17 Euro pro Fahrt). Das ist immer noch billiger als sich von einem regulären Taxi zum Airport fahren zu lassen. Hier kostet eine Fahrt von Jerusalem zum Flughafen zwischen 400 – 500 Schekel (mehr als 100 Euro). Besonders arabische Taxifahrer bestellt von arabischen Altstadthostels zocken die Kundschaft gnadenlos ab. Deswegen ist NESHER der Renner.
Jetzt aber fährt eine neue Buslinie von Jerusalem zum Ben Gurion Airport und zurück. Stündlich und 24 Stunden am Tag. Abfahrt: Jede volle Stunde. Freitags nur bis 14.00!!!
Und das für nur 16 Schekel (ca. 5 Euro). Die Linie fährt allein in Jerusalem mehrere Stationen an. Darunter auch Jaffa Road und den Zentralen Busbahnhof. Buslinie: 485
http://www.globes.co.il/en/article-jerusalem-ben-gurion-airport-bus-service-to-start-1001176095

Dürfen Touristen Drohnen nach Israel bringen bzw. mit der Drohne filmen?

B“H
Jeder kann sich sicherlich vorstellen, dass das Drohnenfliegen und Filmen in Israel nicht immer legal zugeht. Nicht einmal auf Google Earth ist ganz Israel zu sehen, denn es geht um die Sicherheit des Landes. 
In diesem Forum wird die Frage diskutiert, ob und wie man in Israel eine Drohne zum Filmen einsetzen kann:

http://www.phantompilots.com/threads/flying-your-drone-in-israel.50305/

General restrictions (there may well be more that I don’t know about):
1.
No flying at heights exceeding 50m above ground, unless specifically authorised by the Aerial Trafficking Unit governing that airspace, unless the published regulations prohibit the designated area completely.
Where current daylight visibility is less than 3Km
At distances less than 250m from a residential area, a school, a cinema, or any crowd.
Less than 2km from an airport, air-traffic tower or any runways
Less than 500m from active drone training grounds unless granted permission by airport administrator, or otherwise published in the regulations.
(Taken from a post that can be found at http://www.quora.com/Where-can-I-legally-fly-a-drone-in-Tel-Aviv-Israel)
Ferner wird berichtet, dass zahlreichen Touristen die Drohne bei der Einreise abgenommen wurde.

Israelischer TV – Bericht: Weihnachten in Bethlehem

B“H
Die Geschäftsleute von Bethlehem sind nicht gerade erfreut, denn auch in diesem Jahr bleiben die Touristenmassen aus. Somit kommt weniger Geld in die Kassen der Stadt. Russische Touristen sowie Besucher aus dem Fernen Osten und Afrika kommen, aber Europäer und US – Amerikaner bleiben weg. Die arabischen Christen von Bethlehem schieben alles auf die Angst vor ISIS und den arabischen Terror allgemein. Man betont, dass Bethelem sicher sei und keiner herumballert.
Dieser israelische TV – Report ist teilweise in englischer Sprache und zeigt das Bethelem dieser Tage:

 

 

Israelis ist es nicht erlaubt, nach Bethlehem einzureisen. Die Stadt befindet sich im Süden von Jerusalem und ich könnte sogar zu Fuß hinlaufen. Mit einem israelischen Personalausweis jedoch kommt man nicht in die Stadt. Erstens lassen einen die israelischen Grenzpolizisten nicht ausreisen und die Palästinenser verbieten die Einreise in die Stadt. Alles aus Sicherheitsgründen, denn die traurige Tatsache ist, dass immer mehr christliche Bewohner von Bethelem von muslimischen Palästinensern bedroht und verdrängt werden.

Der Winter kommt

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Photo: Miriam Woelke – King George Street in Jerusalem
B“H
Ende Dezember feiern die Juden in aller Welt Chanukkah und bereits jetzt sehen wir in den Jerusalemer Bäckereien leckere Sufganiot (Krapfen) aller Art. Mit Schokoladen – Marmelade – Dattel oder sonstigen Füllungen. Nicht immer ganz billig, aber Sufganiot zu Chanukkah sind nun mal Tradition. Da kann man noch so klebrig verschmierte Finger haben. 🙂
Das Jerusalemer Wetter gleicht heute einer Weltuntergangsstimmung. Dunkle Wolken und einfach nur depressiv, wenn man denn so will. Morgen soll nochmals Sonnenschein aufziehen und danach kehren Sturm, Regen und Kälte zurück. Wer also dieser Tage nach Israel reisen will, sollte seine Winterklamotten nicht vergessen. In Jerusalem sind Gummistiefel keine schlechte Idee, denn wenn es so richtig schüttet, sammelt sich das Regenwasser in den Straßen, weil zu wenig Gullis vorhanden sind. Und wer dann so auf dem Gehsteig entlangläuft, kriegt schnell eine Ladung Wasser von den vorbeifahrenden Autos ab. Vor allem von den heranbrausenden Bussen.
Die meisten Jerusalemer Hostels sind nicht beheizt, was bedeutet, dass Ihr im Kalten sitzt. Und das bei 7 Grad Celsius Nachttemperatur. Im Avraham Hostel allerdings findet Ihr garantiert eine Heizung, in den billigen arabischen Altstadthostels könnt Ihr lediglich gut frieren, Euch in dreckige Decken hüllen und beten, dass wenigstens warmes Wasser zum Duschen aus der Leitung fließt. Wundert Euch nicht, wenn dem nicht so ist und Ihr eiskalt duschen müsst!
Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist Dauerregen angesagt und eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Der See Genezareth (Kinneret) schwindet bedrohlich dahin, weil es seit Jahren im Winter nicht ausgiebig regnete. Der Wasserpegel müsste um mindestens zwei Meter ansteigen, um den See wieder richtig aufzufüllen. Ich hörte, dass israelische Wissenschaftler mittlerweile darüber nachdenken, eine Pipeline vom Mittelmeer bis in den Kinneret zu verlegen, um Meerwasser in den See zu pumpen. Das Problem ist, dass der Kinneret nur aus Süßwasser besteht und mit dem Salzwasser die gesamte Vegetation vernichtet bzw. verändert werden würde. Darüber wird offenbar ernsthaft nachgedacht. In der Negev wird seit Jahrzehnten mit Pflanzen experimentiert, die von kleinauf mit Salzwasser bewässert werden.
Meerwasser im Kinneret und die richtige Handhabung würden Israel zumindest unabhängig vom türkischen Wasser oder sonstigen ausländischen Lieferungen unabhängig machen.