Leben in Jerusalem

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Für eine Woche: Apartment in Old Katamon / Jerusalem zu vermieten

 

B“H

2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, Küche, WIFI, Kabelfernsehen, Waschmaschine

Das Apartment ist recht groß und für eine Woche zu haben. Sofort bis zum 1. März 2017. Wer Interesse hat, kann sich an mich wenden.

Location: Gdud Ha’Ivri Street (nur wenige Meter von der HaPalmach Street entfernt).

Kosten: $ 70 pro Tag & $ 60 für die Reinigung nach dem Checkout. 

 

Neue Buslinie Jerusalem – Ben Gurion Airport / Ben Gurion Airport – Jerusalem

B“H
Bis Januar 2017 (eine wahre Ewigkeit) nahm man entweder die Egged Linie 947 zum Ben Gurion Airport oder vom Airport nach Jerusalem. Der Bus kommt aus Haifa oder irgendwo aus der Gegend und pendelt nach Jerusalem hin und zurück. Unterwegs hält die Linie direkt im Ben Gurion Flughafen.
Wer es als Reisender bequemer und von seinem Hostel oder Aufenthaltsort in Jerusalem abgeholt werden will, der buche vorher ein NESHER TAXI nahe der Ben Yehuda Street in Jerusalem. Die gelben NESHER Kleinbusse bringen Reisende aus Jerusalem direkt zum Airport oder halt vom Airport nach Jerusalem. Kostenpunkt: 61 Schekel (ca. 17 Euro pro Fahrt). Das ist immer noch billiger als sich von einem regulären Taxi zum Airport fahren zu lassen. Hier kostet eine Fahrt von Jerusalem zum Flughafen zwischen 400 – 500 Schekel (mehr als 100 Euro). Besonders arabische Taxifahrer bestellt von arabischen Altstadthostels zocken die Kundschaft gnadenlos ab. Deswegen ist NESHER der Renner.
Jetzt aber fährt eine neue Buslinie von Jerusalem zum Ben Gurion Airport und zurück. Stündlich und 24 Stunden am Tag. Abfahrt: Jede volle Stunde. Freitags nur bis 14.00!!!
Und das für nur 16 Schekel (ca. 5 Euro). Die Linie fährt allein in Jerusalem mehrere Stationen an. Darunter auch Jaffa Road und den Zentralen Busbahnhof. Buslinie: 485
http://www.globes.co.il/en/article-jerusalem-ben-gurion-airport-bus-service-to-start-1001176095

Dürfen Touristen Drohnen nach Israel bringen bzw. mit der Drohne filmen?

B“H
Jeder kann sich sicherlich vorstellen, dass das Drohnenfliegen und Filmen in Israel nicht immer legal zugeht. Nicht einmal auf Google Earth ist ganz Israel zu sehen, denn es geht um die Sicherheit des Landes. 
In diesem Forum wird die Frage diskutiert, ob und wie man in Israel eine Drohne zum Filmen einsetzen kann:

http://www.phantompilots.com/threads/flying-your-drone-in-israel.50305/

General restrictions (there may well be more that I don’t know about):
1.
No flying at heights exceeding 50m above ground, unless specifically authorised by the Aerial Trafficking Unit governing that airspace, unless the published regulations prohibit the designated area completely.
Where current daylight visibility is less than 3Km
At distances less than 250m from a residential area, a school, a cinema, or any crowd.
Less than 2km from an airport, air-traffic tower or any runways
Less than 500m from active drone training grounds unless granted permission by airport administrator, or otherwise published in the regulations.
(Taken from a post that can be found at http://www.quora.com/Where-can-I-legally-fly-a-drone-in-Tel-Aviv-Israel)
Ferner wird berichtet, dass zahlreichen Touristen die Drohne bei der Einreise abgenommen wurde.

Israelischer TV – Bericht: Weihnachten in Bethlehem

B“H
Die Geschäftsleute von Bethlehem sind nicht gerade erfreut, denn auch in diesem Jahr bleiben die Touristenmassen aus. Somit kommt weniger Geld in die Kassen der Stadt. Russische Touristen sowie Besucher aus dem Fernen Osten und Afrika kommen, aber Europäer und US – Amerikaner bleiben weg. Die arabischen Christen von Bethlehem schieben alles auf die Angst vor ISIS und den arabischen Terror allgemein. Man betont, dass Bethelem sicher sei und keiner herumballert.
Dieser israelische TV – Report ist teilweise in englischer Sprache und zeigt das Bethelem dieser Tage:

 

 

Israelis ist es nicht erlaubt, nach Bethlehem einzureisen. Die Stadt befindet sich im Süden von Jerusalem und ich könnte sogar zu Fuß hinlaufen. Mit einem israelischen Personalausweis jedoch kommt man nicht in die Stadt. Erstens lassen einen die israelischen Grenzpolizisten nicht ausreisen und die Palästinenser verbieten die Einreise in die Stadt. Alles aus Sicherheitsgründen, denn die traurige Tatsache ist, dass immer mehr christliche Bewohner von Bethelem von muslimischen Palästinensern bedroht und verdrängt werden.

Der Winter kommt

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Photo: Miriam Woelke – King George Street in Jerusalem
B“H
Ende Dezember feiern die Juden in aller Welt Chanukkah und bereits jetzt sehen wir in den Jerusalemer Bäckereien leckere Sufganiot (Krapfen) aller Art. Mit Schokoladen – Marmelade – Dattel oder sonstigen Füllungen. Nicht immer ganz billig, aber Sufganiot zu Chanukkah sind nun mal Tradition. Da kann man noch so klebrig verschmierte Finger haben. 🙂
Das Jerusalemer Wetter gleicht heute einer Weltuntergangsstimmung. Dunkle Wolken und einfach nur depressiv, wenn man denn so will. Morgen soll nochmals Sonnenschein aufziehen und danach kehren Sturm, Regen und Kälte zurück. Wer also dieser Tage nach Israel reisen will, sollte seine Winterklamotten nicht vergessen. In Jerusalem sind Gummistiefel keine schlechte Idee, denn wenn es so richtig schüttet, sammelt sich das Regenwasser in den Straßen, weil zu wenig Gullis vorhanden sind. Und wer dann so auf dem Gehsteig entlangläuft, kriegt schnell eine Ladung Wasser von den vorbeifahrenden Autos ab. Vor allem von den heranbrausenden Bussen.
Die meisten Jerusalemer Hostels sind nicht beheizt, was bedeutet, dass Ihr im Kalten sitzt. Und das bei 7 Grad Celsius Nachttemperatur. Im Avraham Hostel allerdings findet Ihr garantiert eine Heizung, in den billigen arabischen Altstadthostels könnt Ihr lediglich gut frieren, Euch in dreckige Decken hüllen und beten, dass wenigstens warmes Wasser zum Duschen aus der Leitung fließt. Wundert Euch nicht, wenn dem nicht so ist und Ihr eiskalt duschen müsst!
Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist Dauerregen angesagt und eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Der See Genezareth (Kinneret) schwindet bedrohlich dahin, weil es seit Jahren im Winter nicht ausgiebig regnete. Der Wasserpegel müsste um mindestens zwei Meter ansteigen, um den See wieder richtig aufzufüllen. Ich hörte, dass israelische Wissenschaftler mittlerweile darüber nachdenken, eine Pipeline vom Mittelmeer bis in den Kinneret zu verlegen, um Meerwasser in den See zu pumpen. Das Problem ist, dass der Kinneret nur aus Süßwasser besteht und mit dem Salzwasser die gesamte Vegetation vernichtet bzw. verändert werden würde. Darüber wird offenbar ernsthaft nachgedacht. In der Negev wird seit Jahrzehnten mit Pflanzen experimentiert, die von kleinauf mit Salzwasser bewässert werden.
Meerwasser im Kinneret und die richtige Handhabung würden Israel zumindest unabhängig vom türkischen Wasser oder sonstigen ausländischen Lieferungen unabhängig machen.

Leserfrage: „Tourismus am Yom Kippur“

B“H
Am kommenden Dienstagabend beginnt der höchste jüdische Feiertag YOM KIPPUR (Yom HaKippurim, Versöhnungstag). An diesem Tag richtet und besiegelt G – tt das Schicksal jedes einzelnen Juden sowie das Schicksal des gesamten jüdischen Volkes für ein weiteres Jahr. Sprich, bis zum nächsten Yom Kippur.
Wie wir hier an der Bedeutung des Yom Kippur sehen, handelt es sich bei diesem Feiertag um einen ausschließlich jüdischen Feiertag, mit dem keine andere Religion etwas zu tun hat. Am gestern Abend ausgeklungenen Rosh Hashana (Neujahrsfest) richtete G – tt das Schicksal ALLER Menschen auf ein weiteres Jahr, am Yom Kippur hingegen entscheidet sich das Schicksal eines Juden.
Was mir seit mindestens Zwanzig Jahren auffällt: Ausgerechnet zum Yom Kippur sieht man ungewöhnlich viele deutschsprachige Touristen an der Klagemauer. Vielleicht gerade dort, da nichtjüdische Touristen nicht unbedingt eine Synagoge finden, denn an dem höchsten jüdischen Feiertag werden im Voraus Tickets an Juden verkauft und alles ist gerammelt voll. Deswegen bleibt meistens nur noch die Klagemauer und der Tourist hofft, etwas zu sehen. Meistens jedoch wird man enttäuscht, denn mehrheitlich beten Juden an diesem Tag lieber in der Synagoge. Zwar finden sich zum letzten Gebet an Yom Kippur, dem Ne’ilah – Service am Mittwochabend, Tausende Juden an der Klagemauer ein, trotzdem bleibt die Mehrheit lieber in der heimischen Synagoge.
Am Yom Kippur genauso wie an jedem Schabbat darf im Bereich der Klagemauer (Kotel) nicht photographiert werden. Extra Aufsichtspersonal soll darauf achten, dass die Touristen nicht alles ignorieren und mit Smartphones auftauchen. Bei den Juden kann man sich ja über Verbote hinwegsetzen. Bei den Moslems auf dem Tempelberg würde sich das kein einziger Tourist trauen. 🙂
Die touristische Mehrheit verhält sich ruhig, versteht allerdings nur Bahnhof davon, warum die Juden 25 Stunden lang fasten. Dann steht der Tourist an der Klagemauer und schlabbert an seinem frisch gekauften Eis aus dem Muslimischen Altstadtviertel. Gleichzeitig werden die fastenden Juden beglotzt wie Tiere im Zoo.
Einige deutsche Touristen (einige und nicht alle!!!) fallen dadurch auf, dass sie kurz nach Ende des Yom Kippur nach KOSTENLOSEN Essensmöglichkeiten suchen. Wenige Minuten nach dem Fastenende werden an der Kotel Gebäck und Getränke an fastende Juden ausgegeben. Komischerweise stehen da deutsche Touristen immer ganz vorne in der Reihe, wenn es um kostenloses Essen geht.
Dasselbe Schauspiel sah ich in der Großen Synagoge, wo eine kleine deutsche Gruppe gleich wieder rausflog. Juden hatten Tickets gekauft und mehr als 100 Euro für den Sitzplatz und das Essen nach dem Fastenausklang gezahlt. Und dann kommen Touristen angerauscht und wollen alles umsonst haben. „Bei den Juden gibt es was zu Essen!“
Nach dem Fastenausklang am Mittwochabend esse ich kurz etwas im jüdischen Viertel, bevor ich mich auf den Heimweg begebe. Im letzten Jahr sahen uns Touristen dastehen und essen. Sogleich kam jemand und schaute, ob sich denn da jeder bedienen könne.
Solch eine Gier kenne ich aus Deutschland gar nicht, scheint aber hier in Israel in Mode gekommen zu sein. Man erkundigt sich, wo Juden essen und steht dann als Erster in der Reihe parat.
Am kommenden Dienstag stellen die Busse bereits am frühen Nachmittag ihren Betrieb ein. Alle Geschäfte werden schließen. Dies betrifft auch den AM:PM in Tel Aviv und sämtliche 24 – Hour – Shops in Jerusalem. Einzig und allein bei den Arabern kann man einkaufen. In Yaffo bei Tel Aviv oder im muslimischen bzw. christlichen Altstadtteil von Jerusalem.
Enden tut der Yom Kippur am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr. Circa zwei Stunden später fahren wieder Busse und viele Cafes und Restaurants öffnen.
Generell gibt es für einen Israeltouristen am Yom Kippur nicht viel zu sehen, denn die Juden beten fast den gesamten Tag über in den Synagogen. Wer will, kann gegen 18.00 Uhr an die Klagemauer kommen.

Acht Dinge, die Touristen in Israel am meisten schocken

B“H
1. Die extrem hohen Preise
Israel ist nicht Thailand, wo alles billig zu haben ist. Viele Touristen sind erstaunt, wenn sie Preise in den Supermärkten, Hotels, Hostels oder den Restaurants sehen. Dann kommt schon mal der erste Schock auf. Israel ist ein teures Land und man muss sich sein Geld sehr gut einteilen und auch mal Abstriche machen.
2. Der Schabbat
Für nichtjüdische Touristen ist der Schabbat ein Rätsel und es fällt schwer zu akzeptieren, dass die Egged Busse am späten Freitagnachmittag bis zum Samstagabend nach Schabbatausklang den Verkehr einstellen. Andererseits, wenn ich in ein Land mit einer anderen Religion fahre, mache ich mich doch im Vorfeld kundig und rege mich nicht hinterher auf.
3. Israelis sind laut
In Israel geht es nicht so leise und gesittet zu wie in deutschsprachigen Ländern. Stattdessen herrscht die Middle East Mentality und die ist nun einmal laut. Das wiederum bedeutet nicht, dass Leute, die laut reden oder schreien, miteinander streiten. Meistens unterhalten sie sich nur ganz „normal“.
4. Haredim (Ultra – orthodoxe Juden)
Die sogenannten Ultra – orthodoxen Juden sehen anders aus und für Touristen bleibt es ein Rätsel, wie jemand bei heißem Sommerwetter mit einem langen Kaftan herumlaufen kann. Die Haredim wiederum fragen sich, wie man nur so aufreizend angezogen herumlaufen kann, ohne ein kleines bisschen Würde zu bewahren.
Mit den Haredim ins Gespräch kommt kein nichtjüdischer Tourist. An der Klagemauer (Kotel) gibt es zwar den einen oder anderen religiösen Juden, der Leute anlabert, doch ernstzunehmen sind die nicht. Verrückte, Durchgeknallte oder Fakes. Davon laufen jede Menge herum.
5. Die Jerusalemer Altstadt schaut gar nicht so aus wie im Neuen Testament beschrieben
Christen sind jedes Mal geschockt, völlig andere Örtlichkeiten vorzufinden als erwartet. Nichts schaut so aus wie im NT beschrieben und die Christen, die in der Altstadt und andernorts leben, sind auch nicht gerade heilig. Die nämlich wollen an das Geld der Touristen und verramschen jeden Mist als heiligen Krimskrams. Eine deutsche und schweizer Touristen verkauften sogar auf dem Ölberg heiliges Wasser an Touristen. Das Wasser hatten sie zuvor aus dem Wasserhahn ihres Hostels in kleine Fläschchen laufen lassen. Heiliges Wasser frisch aus dem Waschbecken der Toilette. 🙂
Jerusalem wurde im Verlauf seiner Geschichte mehrere Male zerstört und auf den Trümmern wiederaufgebaut. Aus diesem Grund liegt die heutige Altstadt über jener vor Zweitausend und mehr Jahren. Siehe mehr dazu hier:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2013/08/05/altes-und-neues-in-der-jerusalemer-altstadt/
Wer nicht aufpasst, der wird im arabischen Bazar gnadenlos abgezockt. Lasst Euch nichts von den palästinensischen Händlern, seien sie nun Christen oder Muslime, aufschwatzen, sonst ist Euer Portemonnaie leer und Ihr sitzt da mit billigem Ramsch. Vorsicht auch in der Grabeskirche, denn dort wird ebenfalls abgezockt!
6. In Israel spricht man kein Deutsch
Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich traf einmal einen Juden aus Deutschland, der doch tatsächlich der Meinung war, dass in Israel Deutsch gesprochen wird. Oder zumindest Jiddisch und demnach muss er kein Hebräisch oder Englisch lernen. Diese Vorstellung erwies sich sehr schnell als falsch. In Israel trifft man nur sehr wenige Leute, die Deutsch sprechen. Und wenn, dann häufig mit gebrochenem Deutsch.
Die Vorstellung, dass alle hier lebenden Juden aus West – und Osteuropa stammen, erweist sich als Illusion. Hierzulande existieren in vielen Orten sephardische Mehrheiten. Juden, deren Vorfahren aus Marokko, dem Jemen, dem Iran, dem Irak, Kurdistan, Tunesien, dem Libanon, Syrien, Tunesien, Algerien oder aus Ägypten stammen. Und diese Juden haben dann oft eine dunklere Hautfarbe. Allein das schockt schon so manchen westlichen Touristen.
7. Soldaten laufen mit Maschinengewehren herum
Soldaten und Soldatinnen laufen mit Maschinengewehren herum. Völlig normal in Israel, in Europa sicherlich nicht. Gleichzeitig aber besitzt nicht jeder Israeli automatisch eine Waffe. Die Auflagen für einen Waffenschein sind sehr streng und nicht viele Leute bekommen einen.
8. Israelis drängeln sich vor
Wer an einem Stand Snacks oder etwas anderes kauft, gerät als Tourist schnell in die hintere Reihe. Wenn Tourist nun endlich mal bestellen und zahlen will, zwängt sich stets ein Israeli vor ihn. Viele Neueinwanderer aus westlichen Ländern haben dasselbe Problem, denn man will ja höflich bleiben und der Reihe nach bedient werden. In Israel dagegen muss sich durchgesetzt werden oder jemand steht halt stundenlang in der letzten Reihe und wartet darauf, eine Bestellung abzugeben.