Leben in Jerusalem

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Werden Deutsche in Israel immer freundlich aufgenommen? Egal, ob Jude oder Nichtjude!

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Zahnarzt in Israel, Visum in Israel, Kopftuch in Jerusalem

B“H
Heute früh hatte ich einen Zahnarzttermin. Zwar nur eine Zahnreinigung, aber das reicht mir dann auch schon wieder für den Rest des Tages. Zumal die Reinigung normalerweise ohne Betäubung stattfindet. Und ich leide durch, denn die 300 Schekel (circa 70 Euro) Unkosten allein sind schon genug Cash. Und das alle 3 – 4 Monate.
Von meiner Krankenkasse würde ich einmal pro Jahr eine kostenlose Reinigung bekommen, doch dazu müsste ich zu einem der Zahnärzte, die direkt bei der Krankenkasse angestellt sind und das will ich nicht. Stattdessen gehe ich zu einem privaten Zahnarzt, was viel kostet, aber dafür ist die Arbeit top, die Atmosphäre angenehm und der Patient erhält Garantie auf die geleistete Arbeit. Wenn also beim Reinigen etwas abbrechen sollte, ist die Reparatur kostenlos.
Von den Krankenkassenbehandlungen habe ich kaum Gutes gehört. Die Materialien sind billig und die Arbeit oft Pfusch. Mein Zahnarzt berichtete mir von einer jungen Frau, die bei der Krankenkasse eine Brücke bekam, wo man das Metall herausragen sah. Sie war geschockt und kam zu meinem Zahnarzt, der alles neu machte. Das kostet, aber dafür hängt auch kein Metall aus den Zähnen. 🙂
Wer in Israel zu einem ganz normalen Zahnarzt geht, zahlt Cash oder mit Kreditkarte. Und das sofort nach der Behandlung. Bei größeren Sachen muss man halt sehen, wie das Geld zusammenkommt. Mancher Zahnarzt bietet Kredit ohne Zinsen. Nicht direkt bei ihm, sondern bei einer Privatbank. Der Arzt selber will sein Geld sofort.
In Deutschland habt Ihr es da super, wenn die Krankenkasse die Hälfte der Behandlungskosten übernimmt. In Israel wird nichts übernommen. Lediglich Kinder, ich glaube, bis zum 12. Lebensjahr, werden bei der Krankenkasse kostenlos behandelt.
Übrigens gilt dasselbe für Brillen, die der Patient auch allein bezahlen muss.

 

Heute Morgen im Wartezimmer – Photo: Miriam Woelke

 

Jemand fragte, ob Israelis, die in Deutschland leben, die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Ja, haben sie meistens.
Israelis, deren Eltern oder Großeltern aus Deutschland stammten, erhalten, wenn die nötigen Papiere vorhanden sind, von der deutschen Botschaft einen deutschen Pass. Dies aber nur, wenn mindestens ein Eltern – oder Großelternteil aus Deutschland stammte. Egal, ob Holocaust – Überlebender oder jemand, der vor oder während der Hitler – Zeit Deutschland verliess.
Von der deutschen Botschaft bekommt man dann die deutsche Staatsbürgerschaft, behält aber automatisch die israelische. Jungen Israelis mit deutscher Abstammung kommt der deutsche Pass nicht ungelegen, denn man kann ungehinderter Reisen und in Europa wohnen und arbeiten. Diese Deutsch – Israelis sind der deutschen Sprache nicht unbedingt mächtig, nutzen jedoch die Reisevorteile, die ein deutscher Pass mit sich bringt.
Und dann mal wieder das leidige Thema KOPFTUCH
Ich habe keine Ahnung, warum man in Deutschland neben orthodoxen Juden und dem Geld ausgerechnet an einem KOPFTUCH interessiert ist. Bislang hat mir das noch niemand erläutert. 🙂
Wer in Israel leben will, muss arbeiten bzw. sein Geld verdienen. Auf die eine oder andere Weise und ein typischer israelischer Ausdruck lautet: „MISTADRIM“.
MISTARIM bedeutet soviel wie „man kommt zurecht“. Wie genau, sagen viele Leute nicht und es geht mich auch nichts an. Die genaue Bedeutung von MISTADRIM wird erlernt, sobald jemand im Land lebt. Einem Außenstehenden im durchorganisierten Deutschland ist das schwer zu erklären.
Und zum KOPFTUCH:
Frauen in Jerusalem laufen nicht mit Kopftuch herum. Und wenn, handelt es sich um meist russische Christinnen, die Israel besuchen.
Fromme verheiratete jüdische Frauen bedecken ihre Haare mit allen möglichen Kopfbedeckungen, aber nicht mit einem Kopftuch a la Ostblock.
Was mir seit Jahrzehnten immer wieder begegnet:
Diverse junge christliche Touristinnen (meist aus Deutschland) geben sich in Israel gerne als Jüdinnen aus. Wenn ich das sehe, bedaure ich jedesmal, nicht Psychologie studiert zu haben. Aber wer weiß, ob solch ein Studium viel geholfen hätte.
Es passiert nicht selten, dass junge deutsche nichtjüdische Touristen sich in Israel als Juden ausgeben. Vorwiegend als Reformjuden oder halt so Juden im weitesten Sinne. Was auch immer das bedeuten mag.
Jedenfalls heißt es, man sei ja irgendwie schon Jude. Was dann bedeutet, dass man nicht viel vom Judentum weiß, denn so sollen unangenehme Fragen von orthodoxen Juden von vornherein umgangen werden.
„Ja, irgendwie halt schon. Ja, aber Papiere habe man keine, denn ja, irgendwie halt so …“.
Es ist mit solchen Leuten immer dasselbe. Sie mieten sich in den billigsten Hostels Jerusalem ein. Sprich, in Ostjerusalem. Dort geben sie bei anderen Touristen an, Jude zu sein. Was das Schlimmste ist, dass sie sich selber etwas vormachen. Spätestens wenn das Visum nach drei Monaten abgelaufen ist, muss man entweder auf dem Innenministerium eine Verlängerung beantragen, ausreisen oder man bleibt illegal im Land.
Und genau solche Mädels binden sich dann zumeist auch noch ein Kopftuch um, um so den frommen jüdischen Eindruck zu erwecken.
„Leute, jetzt mal ganz unter uns: Tut das nicht, denn das glaubt Euch eh keiner. Schon gar nicht das Ministerium. Macht Euch nichts vor und fahrt zurück nach Deutschland. Illegal hier ist doch Mist und was passiert, wenn Ihr krank werdet und überhaupt? Klar, könnt Ihr irgendwo in Ostjerusalem zu einem billigen Kurpfuscher gehen, aber was habt Ihr davon?“
Und damit meine ich ganz besonders Dich, die da mit Kopftuch und Rami Levi – Tasche über den Machane Yehudah Markt geht! Wie an einem Donnerstag vor drei Wochen.
„Leute, macht Euch nicht solch einen Schwachsinn vor! Am Ende steht Ihr alleine da, denn die deutsche Botschaft in Tel Aviv wird Euch nicht aus der Zwickmühle helfen.“
Apropos Visum:
Das Touristenvisum läuft nach drei Monaten ab und wer verlängern will, muss einen Grund angeben. Der Tourist muss sich aber vorher beim Innenministerium, in der Stadt, in der sich gerade aufhält, einen Termin vereinbaren.
Kosten fallen an. Wieviel kann ich nicht sagen. 150 – 200 Schekel vielleicht? Keine Ahnung.
Und Passbilder solltet Ihr eventuell auch dabei haben.

 

Für Israelis sind Hotelaufenthalte im Ausland billiger als daheim

B“H
Israelische Hotels wundern sich zu Recht, dass immer mehr einheimische Gäste ausbleiben und die Hotelzimmer zumeist von ausländischen Touristen belegt werden.
Seit Jahren schaut die Realität so aus, dass die hiesigen Hotels für Israelis viel zu teuer geworden sind. Eilat am Roten Meer ist ein Touristenmagnet, aber die Hotels sind teilweise reine Abzocke. Das nachfolge Video (ein TV Bericht von gestern Abend) zeigt anfangs Teilnehmer eines Buchhalterkongresses, die da einen besonderen Preisnachlass erhielten. Andere Hotelgäste zahlen eine Menge Geld pro Nacht und dazu noch den Preis für Frühstück, Swimming Pool und andere Annehmlichkeiten. Alles in allem muss jeder Gast Tausende Schekel zahlen. Und das selbst für einen Kurzaufenthalt von nur 2 – 3 Tagen.
Bei den Preisen von Eilat oder anderswo im Land kommt es Israelis billger, nach Griechenland, Bulgarien oder selbst nach Prag zu fahren. Da ist man dann im Ausland und hat noch dazu alles billiger als bei sich daheim.

 

 

Allein in Eilat gehören 50% aller Hotelzimmer zu den großen Ketten wie Dan Boutique und anderen. Die Hotelketten bestimmen die Preise, doch jetzt soll ein Billighotel gebaut werden. Ob sich das lohnt, muss man abwarten.
Ich war seit 30 Jahren nicht mehr in Eilat. Mein erstes und letztes Mal dort war im Mai 1988. Zu einer Zeit als der Nachbarort Tabah noch zu Israel gehörte und von Eilat aus war der Ort mit dem Nahverkehr leicht zu erreichen. Kurz darauf wurde Tabah an Ägyten zurückgegeben.
Klar, hat sich in den 30 Jahren viel verändert. Dennoch konnte ich mich für Eilat nicht begeistern, denn es fühlte sich zu weit weg und nicht wie Israel an.

Leserfrage: „Israel und Arbeitserlaubnis“

B“H
Hier ein paar Links zu dem Thema und ich an Eurer Stelle würde mich eingehend bei der israelischen sowie der deutschen Botschaft erkundigen: 

 

 

https://tel-aviv.diplo.de/il-de/service/-/1444828
http://embassies.gov.il/berlin/ConsularServices/visainformation/Pages/Visainformation.aspx
http://embassies.gov.il/berlin/departments/offentlichkeitsarbeit/AufenthalteinIsrael/Pages/Arbeiten-und-Praktika.aspx
https://tel-aviv.diplo.de/il-de
Normalerweise erhält nur derjenige eine Arbeitserlaubnis, der schon eine Arbeit vorweisen kann und die kein Israeli besetzt. Die Erlaubnis gilt nur für den einen Arbeitgeber und bei einem Wechsel muss ein neue Arbeitserlaubnis beantragt werden.
Generell ist das alles nicht so einfach, denn Israel ist auf jüdische Neueinwanderer fokussiert und will keine Gastarbeiter ins Land holen. Und wenn ja, dann nur befristet und ohne viele Rechte. 

Wie sich diverse Christen in Jerusalem benehmen. – Nicht alle, aber viele!

B“H
Der Schabbat ist vorbei und jetzt befinden wir uns offiziell in der Pessach – Woche. Am Freitagabend beginnt der siebentägige jüdische Feiertag. Christen feiern am kommenden Wochenende Ostern, wobei ich immer wieder betonen muss, dass Ostern nichts mit dem jüdischen Pessach (Passover) zu tun hat und ein christliches Ostern in Israel nicht stattfindet.
Am gestrigen Freitag herrschte in Jerusalem eine Wahnsinnshitze bei 30 Grad Celsius. Ziemlich ungewöhnlich für den Monat März. Letzte Nacht kühlte es sich ab und dazu gab es einen Sandsturm. Sand aus der Negev flog umher und ich bin froh, dass ich den richtigen Pessach – Putz erst dieser Tage beginne. Heute Morgen war alles zugestaubt und mein Fussboden knirscht nach Sand. Wer schon putzte, der kann jetzt nochmals von vorn beginnen, denn Sand und Stauben dringen überall durch. Auch regnete es heute Morgen seit langer Zeit einmal wieder.
Am Montag kommt die nächste Hitzewelle mit 28 Grad, doch ab Donnerstag sinkt das Thermometer erneut auf 19 Grad ab. Dazu Regen. Die Temperaturunterschiede bringt der israelische Frühling so mit sich.
Dieser Tage bin ich eigentlich nur auf der Arbeit, hinterher beim Feiertags – Einkauf und dann daheim. Die Bücherregale habe ich fast alle ausgewaschen und diese Woche wird, nach der Arbeit, noch daheim für Pessach geschrubbt. Donnerstagabend sollte alles fertig sein, doch vielleicht lege ich noch eine Nachtschicht beim Putzen ein. Montag jedenfalls wird der Kühlschrank abgetaut und „Koscher für Pessach“ geschrubbt.
Meine Mazzot habe ich alle. Handgemachte sowie maschinell – hergestellte Shemura Mazza. Mazzot werden an Pessach gegessen und bestehen aus Weizenmehl und Wasser.
Jetzt werden viele Fragen:
„Wieso Weizenmehl? Getreide ist doch an Pessach verboten!“
Stimmt, aber der Mazzeteig wird innerhalb von 18 Minuten hergestellt und dann sofort in einem glühenden Ofen gebacken. So setzt kein Gärungsprozess ein.

 

Ein älteres, aber gutes Video zur Mazza – Herstellung:

 

Mazzot findet man derweil in israelischen Supermärkten in allen Varationen. Sogar welche mit Schokolade, wobei die für Pessach selber nicht unbedingt geeignet sind. Und für die Seder schon gar nicht.
Jerusalem ist voller Touristen. Diaspora – Juden kommen, um hier Pessach zu feiern und Christen feiern im christlichen Altstadtteil samt Grabeskirche Ostern.
Am Freitag scheint Karfreitag zu sein und dann schleppen sämtliche internationale Touristengruppe Kreuze durch die Via Dolorosa. Das mit der Via Dolorosa kapiere ich nie, denn es gibt offenbar zwei davon. Eine, wo die ganzen Kirchen stehen und ein Bogen über der Gasse ist und eine andere Via Dolorosa weiter weg. Mehr im muslimischen Viertel gelegen und ohne Massen von Souvenir – Shops.
Nahe dem Damaskustor gibt es einen Kreuzverleih, wo sich Touristen große oder kleine Kreuze ausleihen. Manche haben sogar kleine Räder, damit der Tourist weniger schleppen muss und das Ding herumrollt. Vor ein paar Jahren sah ich ein paar Touristen, die ein Kreuz gekauft hatten. Das Kreuz war ein halber Baum und riesig. Mehrere Leute schleppten es und ich will lieber nicht wissen, was das Hostel sagte als die Typen mit dem Kreuz ankamen. Tage später las ich eine kurze Notiz in der Tageszeitung, dass am Ben Gurion Flughafen ein paar Touristen ein gigantisches Kreuz mit ins Flugzeug nehmen wollten. Schließlich brachte man das Ding unter und das Bodenpersonal hat sich kaputtgelacht.
Also, wer sich am Freitag ein Kreuz beim Kreuzverleih ausleiht – Leute, bitte ohne Räder! Das ist ja nicht authentisch und Fake, wenn da alle das Ding nur durch die Gassen schieben. 🙂
Juden wird man am Freitag weniger in der Altstadt finden, denn alle bereiten sich auf die Seder am Abend vor.
Seder? Was genau ist das?
Man sitzt am festlich gedeckten Tisch und liest die Pessach – Haggadah. Ein ganzes Buch, welches die Geschichte vom Auszug der Juden aus Ägypten erzählt. Dazu werden diverse Lieder gesungen und es wird gegessen. Zuerst nur Mazza und grüner Salat. Auch um die Leiden der Juden unter den Ägyptern zu symbolisieren. Mittendrin gibt es ein festliches Mahl und hinterher geht es weiter mit der Haggadah. Manche gehen schnell durch die Haggadah, andere lassen sich Zeit bis 2.00 Uhr früh.
Früher war es ein Ding der Unmöglichkeit, doch in den letzten Jahren nahm die Penetranz drastisch zu: Ich will nicht alle Oster – Touristen über einen Kamm scheren und aus Deutschland kenne ich stinknormale Christen, die stinknormal leben. Andere wiederum, insbesondere Freikirchler, nerven total. Sie lassen einem keine Ruhe und sind in ihrer Penetranz kaum zu überbieten. Aber nicht nur Freikirchler, sondern auch andere christliche Ausrichtungen. Es kommt immer auf den Menschen selbst an, doch ich muss sagen, dass vor diesem Pessach wie wild in der Stadt gesucht wird. Auf Teufel komm raus wollen viele Christen zu einer jüdischen Pessach – Feier. Bekannte von mir wurden einfach so angesprochen und gefragt. Man lehnte ab, denn mal will doch keine Fremden bei der Seder.
Für viele Juden ist es schon schwer, eine Seder zu organisieren. Zahlreiche Familien haben nicht das Geld, um ein festliches Mahl vorzubereiten und erhalten dieser Tage Fresspakete von staatlichen sowie jüdisch – religiösen Einrichtungen. Und dann gibt es Juden, die an Pessach alleine sind und sich an Chabad – Lubawitsch oder sonstige Rabbis wenden, um an einer Seder teilnehmen zu können. Und jetzt fragen oder besser gesagt, fordern christliche Besucher einfach so jüdische Sedern. Ohne Bezahlung versteht sich und die Juden sollen hier mal einladen. So der Ton und Ihr in Deutschland könnt Euch gar nicht vorstellen, was sich manche Touristen in Jerusalem erlauben. Vor drei Jahren oder so pumpte mich eine ältere deutsche Touristin auf der Straße an. Ob ich ihr Geld geben könne, denn sie habe keines. Bin ich hier die Deutsche Botschaft oder was?
Ich gab ihr etwas und sie quatschte nur auf Deutsch herum. Ich tat so als verstehe ich die Sprache nicht, sonst hätte sie mich stundenlang vollgelabert.
Es ist diese penetrante fordernde Art und Weise, mit der sich viele christliche Touristen in Jerusalem bewegen. Nicht alle, aber es gibt nicht wenige Gestalten.
Die Bekannte, die auf der Straße nach einer Seder angequatscht wurde, lud bis vor drei Jahren Nichtjuden zur Seder ein. Das gab sie auf, weil, sobald sie jemanden einlud, dieser mit zwei oder drei anderen Leuten auftauchte. Man brachte einfach noch Leute mit. Bei einer Seder vor drei Jahren fingen dann die Christen an, am Seder – Tisch gegen Israel und das Judentum zu hetzen und dann war der Ofen aus. Seitdem lädt besagte Bekannte keine Nichtjuden mehr ein.
Diese Erfahrungen machten sehr viele religiöse Jerusalemer Familien am Schabbat, wenn Nichtjuden kamen. Es wurde vom Christentum erzählt, gegen Juden gehetzt und herumgestritten. Genauso verhielt es sich mit Reformjuden, die da bei Orthodoxen Schabbatfeier Streit anfingen. Das ist, neben den immensen Kosten, der Grund, warum Nichtjuden und Leute ohne Orthodoxen Hintergrund von Orthodoxen nicht mehr eingeladen werden. Man hat die Schnauze voll, sich am Schabbat oder Feiertag mit Fremden herumstreiten zu müssen. Da kommen Leute in Dein Haus, die Du bewirten sollst und dann kriegst Du zu hören, dass sie Dich und Deine Art zu leben Scheisse finden. Wer will sich das antun?
Rabbi Mordechai Machlis ist der Einzige, der zum Schabbat noch Nichtjuden empfängt und dort strömen viele Deutsche hin. Ohne Kipa, ohne richtig angezogen zu sein, noch halb in Strandkluft und mit dem Smartphone in der Hand. Mal kurz ein Video machen von den Juden und so. Allerdings macht Rabbi Machlis an jedem Pessach sein Haus dicht und verreist. An Pessach bleibt Machlis geschlossen.
Wenn niemand mehr eingeladen wird, dann hat das einen Grund und bedanken könnt Ihr Euch bei denjenigen, die sich wie die „Sau im Stall“ aufführten. Okay, es sind auch normale Leute dabei, aber wer kann das im Voraus wissen. Mittlerweile versuchen sich diverse Christen kostenlos bei Chabad – Lubawitsch durchzufressen. Jedes Jahr vor Pessach wird es schlimmer und ich kapiere nicht, warum Christen unbedingt zur jüdischen Seder wollen. Ich gehe doch auch nicht mit dem Kreuz durch die Via Dolorosa. Wer Ostern feiern will, der soll das tun. Aber doch nicht erst bei den Juden anklopfen, sich vollfressen und hinterher über Juden herziehen.
Das sind so Stories, die kriegen diejenigen, die noch nie in Jerusalem waren, gar nicht mit. In Deutschland führen sich diverse Christen nicht so auf, aber sobald sie in Jerusalem sind, meinen sie, dass hier alle nach ihrer Pfeife zu tanzen haben.

Zwei palästinensische Terroristen töteten drei Israelis und jetzt kommen die Ostertouristen

B“H
Innerhalb der letzten Tage wurden drei Israelis von zwei palästinensischen Terroristen umgebracht. Davon zwei israelische Soldaten, die von einem arabischen Terroristen gerammt wurden sowie ein israelischer Security Angestellter, welcher in der Hagai Street in der Jerusalemer Altstadt von einem Palästinenser mit einem Messer erstochen wurde.
Auf Twitter findet sich aktuell diese Nachricht:
BREAKING – JERUSALEM: 8 shopkeepers on Hagai Street in the Old City of Jerusalem were arrested for failing to act during the stabbing attack on Sunday, in which a Muslim terrorist murdered Adiel Coleman.
Mehr zum Jerusalemer Messerattentat:
https://www.timesofisrael.com/jerusalem-terror-victim-wrestled-with-stabber-say-eyewitnesses/
Und mehr zur Ermordung der beiden israelischen Soldaten Ziv Daos und Netanel Kahalani am letzten Freitag:
https://www.timesofisrael.com/idf-names-ziv-daos-netanel-kahalani-as-soldiers-killed-in-fridays-car-ramming/
Da dieser Tage Tausende christlicher Touristen nach Israel reisen, um in Jerusalem Ostern zu feiern: Viele von Euch werden wohl eine Unterkunft in der Altstadt gebucht haben. Es ist relativ sicher, doch solltet Ihr nach Einbruch der Dunkelheit die muslimische Altstadt meiden und dort lieber nicht mehr durch die engen Gassen gehen. Vor allem keine Frauen, die alleine sind. Frauen sollten überhaupt im muslimischen Altstadtteil bei Dunkelheit nie allein auf der Straße sein. Da sind die hiesigen Moslems nicht besser als bei Euch in Deutschland die Migranten.
Besser wäre es, wenn Ihr im Westteil der Stadt eine Unterkunft gebucht habt. Beispiel: Ein Hotel, ein Hotel der Kette „Little House“, das deutsche Beit Ben Yehudah in der Ein Gedi Street nahe der Derech Hebron Street oder das Avraham Hostel.
Im Westteil der Stadt könnt Ihr abends oder nachts ganz normal unterwegs sein (auch Frauen!), im muslimischen oder sogar im christlichen Altstadtviertel nicht, denn dort ist alles arabisch. Selbst im christlichen Viertel wohnen größtenteils christliche Araber.
Wenn die Palästinenser nun in der Altstadt wieder mit Messern herumfuchteln, werden die Ostertouristen ausbleiben. Dann geht erneut das Gejammere los, dass kein Business ist, weil die Touristen die Altstadt meiden. Übrigens ist es im jüdischen sowohl als auch im armenischen Viertel absolut sicher, nur bei den Arabern halt nicht.
Jüdische Pessach – Touristen nächtigen im jüdischen Altstadtviertel oder in Hotels im Westteil der Stadt. Wenn ich an den Zwischenfeiertagen in zwei Wochen in die Altstadt gehe, so meide ich die Altstadttore. Selbst das Jaffator, wo alles voller Araber ist, aber auch massig Polizei und Armee.
Ich selbst laufe lieber der Berg hinter der Cinematheque in die Altstadt hinauf. Auf den Zionsberg mit viel Gekraksel und Treppen. Man kommt, wie gesagt, auf dem Zionsberg an, geht durch das armenische Viertel und ist innerhalb von Minuten im jüdischen Viertel. Erst durch all die Araber zu laufen und so, erspare ich mir dann.

Leserfragen: „Wer finanziert die Antifa“, „Israel Kleidung / Verpflegungskosten“, „Wann ist der Sederabend 2018?“

Der Himmel in Jerusalem heute Morgen – Photo: Miriam Woelke

 

B“H
Das Wetter in Jerusalem zeigt sich heute teils sonnig und teils bewölkt. Nach den heftigen Regengüssen in der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag ist es wieder trocken und wärmer. Bis zum Schabbat sollen es tagsüber 18 Grad Celsius werden und der Frühling liegt in der Luft. Dank dem Vögelgezwitscher und blühenden Bäumen. 🙂
Die deutsche WELT ONLINE brachte gestern einen Bericht zur Abschiebung der illegalen Afrikaner aus Israel. Dabei wurde wieder einmal nur eine Pro – Afrikaner – Organisation interviewt und Fakten dermaßen verdreht, dass man meinen könnte, die Illegalen seien so arm dran. Da kommen uns allen glatt die Tränen.
Fakt ist, dass es sich den illegalen Afrikaner um Kriminelle und Antisemiten handelt. Leute, die da Juden sagen, sie seien Dreck und sollen sich aus Israel (was jetzt Afrika sei) vom Acker machen. Sie (die Illegalen) bestimmen nun, was in Tel Aviv geschieht und Juden sollen abhauen oder sie werden umgebracht. Hitler habe da schon Recht gehabt, so die lieben armen illegalen Afrikaner.
Wenn die deutschen Medien immer wieder NGOs bzw. Pro – Afrikaner – Organisationen interviewen, so sei jedem gesagt, dass diese Organisationen von Israelhasser George Soros finanziert werden. Der New Israel Fund ist das beste Soros – Beispiel. Zudem finanzieren europäische NGOs (auch aus Deutschland) die illegalen Afrikaner mit dem Ziel, in Israel Unruhe zu stiften und unsere Regierung zu stürzen. Angie Merkel spielt da munter mit und in Israel ist das sehr wohl bekannt.
Unsere linke Presse berichtete von Afrikanern, die aus Israel abgeschoben wurden und dann irgendwie ihren Weg nach Berlin fanden. Da seien sie jetzt glücklich und zufrieden. Das kann ich mir gut vorstellen, denn da gibt es Cash und Unterkunft. Israel bietet lediglich Parks, kein Cash und die Illegalen müssen ihren Hintern bewegen und arbeiten, damit sie etwas auf dem Teller haben. In Deutschland dagegen finden sie kostenlose Logis vor.
Dieser Tage wollen die von Soros finanzierten Organisationen in Tel Aviv demonstrieren. Unter dem Slogan: „Tel Aviv gegen die Abschiebung der Afrikaner!“
In Tel Aviv ist man sauer, denn die Soros – Leute erwecken den Eindruck, ganz Tel Aviv sei gegen die Abschiebung, was keineswegs stimmt. Das Gegenteil ist der Fall. In Deutschland erfahrt Ihr davon nichts. Auch nicht von den Großdemonstrationen gegen die Afrikaner. Mit Demonstranten, die in Tel Aviv – Süd leben und tagtäglich von illegalen Afrikanern beschimpft, beklaut und sonst irgendwie drangsaliert werden. Auch das erfahrt Ihr in Deutschland nicht.
Zu einer Frage, die ich via Twitter erhielt:
Wer finanziert die internationale Antifa?
Ein wenig Googeln hilft und man stellt schnell fest: Israelhasser George Soros ist der Hauptsponsor der Antifa. Ich stufe die Antifa als extrem antisemitisch und undemokratisch ein.
Verpflegungskosten / Kleidung in Israel:
Bis Mitte April kann es (schlimmstenfalls) noch kühl bleiben. Bei Tagestemperaturen um die 16 Grad Celsius. Andererseits kann es genauso warm oder sogar heiss werden. Das weiß man Ende Februar – März nie so genau. Feste Schuhe und eine Jacke sollten auf alle Fälle noch mit ins Reisegepäck.
Zu den Verpflegungskosten kann ich nichts Eindeutiges sagen, denn ich kenne des Einzelnen Ansprüche nicht. Hotel oder Hostel? Fastfood oder bessere Restaurants? Was wollt Ihr so unternehmen?
Plant auf alle Fälle ein, dass Lebensmittel in Israel wesentlich mehr kosten als in Deutschland. Ein Liter Milch im Karton 1,50 Euro, eine Flasche israelisches Goldstar Bier fast 2 Euro. Generell kostet alles mehr als in Deutschland. Selbst in den billigeren Supermärkten. So richtig ALDI oder so gibt es hier nicht, obwohl Netanyahu WALMART holen will.
Wann ist der Sederabend 2018 (Pessach)? An einem Freitagabend und die Seder fällt auf einen Schabbat – Abend. Am 30. März 2018.
Zuvor aber ist in der kommenden Woche PURIM und dazu will ich ein paar Artikel auf meinen religiösen Hamantaschen – Blog stellen!