Leben in Jerusalem

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Israel: „Zu medizinischen Berufen, Rentenversicherungen & Arbeitsbedingungen“

Arbeitslosengeld & Mieterschutz in Israel

NANO App für Arbeitssuchende in Israel

B“H

Zwar gibt es, trotz Corona, in Israel sehr viel Arbeit, doch nicht alle finden einen Job. Manche wollen auch einfach nur Stütze abkassieren und sich erst einmal freinehmen, denn die Bituach Leumi (Nationalversicherung) der Regierung zahlt ja.

Wer hingegen einen Job sucht, egal was, der schaue auf der NANO App vorbei: Sehr gute Kenntnisse der hebräischen Sprache sind ein Muss, sonst kann man die Jobangebote nicht lesen.

Die App ist für Leute jeden Alters und für alle, die sich nicht zu schade sind, zu arbeiten.

Der israelische Arbeitsmarkt hat sich nach Corona noch nicht erholt

B“H
Viele Firmen nahmen den Lockdown als günstige Gelegenheit ihre Angestellten loszuwerden und den Betrieb abzuspecken. Ich selber habe jemanden im Freundeskreis, dem es genau so ergeht. Abgeschoben und das Arbeitsverhältnis endet Ende Juli. Und das ein Jahr vor der Rente. Derjenige darf sich jetzt noch einen neuen Job suchen, um die Rente mit 70 auf einem höheren Zahlungslevel zu bekommen. Minimum – Gehalt reiche ihm im neuen Job aber aus, denn derjenige hat Geldreserven und ist nicht unbedingt auf jeden einzelnen Schekel angewiesen. Hauptsache noch irgendeine Arbeit, denn das macht sich besser bei der Bituach Leumi (Nationalversicherung).
Israel ist immer noch voller Arbeitsloser und momentan ist keine Besserung in Sicht. Betriebe gehen auch hier Pleite und das wahre Ausmaß steht noch bevor. Die Regierung dagegen will immer mehr jüdische Neueinwanderer (Olim) bringen. Vor allem aus den USA und ich frage mich wo diese Leute wohnen und arbeiten sollen.
In meinen kommenden Podcasts will ich auf die Wirtschaft eingehen und auch auf Polizei und Kriminalfälle. Irgendwie kommt es mir so vor als seien Neueinwanderer von all diesen Infos ausgeschlossen, weil sie die Sprache nicht richtig beherrschen und am Ende dann doch lieber deutsches anstatt israelisches TV schauen. Dabei hat gerade das israelische Fernsehen extrem gute Dokus zur Wirtschaft, zur Gesellschaft, zum Zusammenspiel von Wirtschaft, Staat, Justiz oder sogar dem Fussball. Um das zu verstehen, ist Hebräisch auf einem sehr hohen Level notwendig, doch es lohnt sich. Welcher Konzern wie arbeitet, warum und wo die eigenen Interessen liegen. Wie gebuhlt wird und wie Monopole ihre Macht ausspielen. In Israel ist das relativ einfach, denn wir haben nur ein kleines Land. Wir Bürger sind gezwungen zu zahlen und seit der Demo am Rothschild Boulevard im Sommer 2011 hat sich nichts verändert:
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2011/07/zuruck-zum-slogan-wir-sind-das-volk.html
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2011/07/israels-sozialaufstand.html

 

Zur israelischen Arbeitswelt

Israel: „Sind Jobs in der Hightech – Branche sicher?“ & „Zeitarbeit in Israel“

Leserfrage: „Krankenschwesterausbildung in Israel“

B“H
Die Frage hatte ich bereits schon einmal beantwortet. Nachdem ich mit einer Azubine nach meiner OP im Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center sprach.
Die Ausbildung zur Krankenschwester dauert in Israel 4 Jahre und es muss ein Abitur (Bagrut) vorliegen. Krankenschwestern sind hierzulande extrem gut ausgebildet und fast akademisch.
Die Ausbildung im Krankenhaus muss der Azubi selber bezahlen. Bedeutet, er bekommt während der 4 Jahre KEIN Geld, sondern muss das Krankenhaus für die Ausbildung bezahlen. Alles aus eigener Tasche, wie in Israel oft üblich.
Perfektes Hebräisch in Wort / Schrift und PC
Israelische Staatsbürgerschaft
Israel ist bekannt für eine weit verbreitete humane Umgangsweise im Krankenhaus. Der Patient ist alles und es geht nicht im Befehlston wie in Deutschland oder mit Hauruck. Das ist das, was ich am Krankenhaus hier so liebe. Der humane Umgang und keine Oberschwester, die einem den Hals umdreht. Sowas würden sich Israelis nie gefallen lassen.
Die Krankenschwestern werden beim Vornamen angeredet und nicht mit Schwester Sowieso. Alles läuft nur per Vorname. Patient und Krankenschwester duzen sich komplett und der Arzt oft mit dazu. Viele israelische Ärzte lassen sich einfach nur beim Vornamen anreden. Es geht weniger förmlich zu.