Leben in Jerusalem

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Aktuelle Corona – Lockerungen in Israel

B“H
Seit heute haben in Israel Cafes, Restaurants und Bars wieder geöffnet, aber es gelten die Regelungen des Gesundheitsministeriums. Bedeutet, man sitzt an einem Tisch auf Anstand.
Das Aroma Cafe in der Emek Refa’im Street / Jerusalem war heute mit rot – schwarzen Luftballons umgeben. Rot – schwarz ist das Logo der Kaffeehauskette und alle sind froh, dass Aroma wieder voll geöffnet ist. Auch ich als Aroma Fan. 🙂
Ich war heute früh kurz einkaufen, denn morgen Abend beginnt der hohe jüdische Schavuot – Feiertag. Ab dem morgigen Spätnachmittag fahren bis Samstagabend nach Schabbat – Ausklang keine Busse mehr! Und gerade jetzt vor dem Feiertag ziehen die Preise nochmal an. Wie vor jedem anderen Feiertag auch. Vor allem auf dem Machane Yehudah Markt, der heute und morgen überlaufen sein wird.
Aktuell macht unsere Regierung auf komplette Lockerung der Corona – Beschränkungen. Ich glaube, im Juni sollen auch wieder Flüge erlaubt sein. Gleichzeitig aber warnt Netanyahu vor einem neuen Virus – Ausbruch im Herbst.
Ob jetzt im Juni die geplanten Festivals wie Büchermesse am Alten Busbahnhof oder das Light Festival in der Altstadt stattfinden, weiß ich nicht. Ich habe noch nichts diesbezüglich vernommen.
Mehrheitlich tragen die Jerusalemer immer noch Maske. Ich hatte heute meine daheim vergessen und fiel nicht weiter auf. Dennoch sind die meisten Leute mit Maske unterwegs und ich tue das auch weiterhin. Solange ich die Maske nicht zuhause vergesse.

Feiertag, Wetter & Alltag

B“H
In dieser Woche feiert die jüdische Welt SCHAVUOT (das Wochenfest). An Schavuot gab G – tt die Thora am Berg Sinai die Thora an die Juden.
Traditionen an Schavuot: Milchige Speisen essen und des Nacht bzw. morgens zum Morgengebet Schacharit an die Klagemauer (Kotel) zu gehen. Außerdem wird in der Nacht von Schavuot durchgelernt und zahlreiche Juden gehen zu Vorträgen in Synagogen bzw. religiösen Einrichtungen.
In dieser Woche findet gerade in Jerusalem Käsekuchen aller Art reißenden Absatz und die Preise ziehen, wie immer vor Feiertagen, kräftig an. Morgen oder übermorgen will ich auf dem Machane Yehudah Markt einkaufen und mal sehen, was mich das wieder kostet. 🙂 Was genau ich zum Essen mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht Lasagne wie so viele Israelis. Lasagne mache ich selber, denn das schmeckt besser und kostet kein Vermögen wie fertige Lasagne aus der Fabrik.
Wie genau Schavuot in diesem Jahr aussehen wird, kann ich noch nicht sagen. Ob tatsächlich Tausende Juden an der Klagemauer beten werden oder ob nur eine bestimmte Anzahl Zugang hat. Immer noch ist alles eingeschränkt aufgrund des Coronaviruses. Zwar öffnen am Mittwoch Restaurants, Bars und Cafes wieder, aber es gelten die Regeln des Gesundheitsministeriums.
Offiziell wird in dieser Woche nur bis zum Mittwoch gearbeitet. Donnerstagabend beginnt Schavuot. Am Freitag ist Schavuot und der Feiertag geht direkt in den Schabbat über. Bedeutet, dass von Donnerstagnachmittag bis zum Samstagabend keine Busse fahren und fast alles dicht ist.
Nicht alle haben am Donnerstag frei, denn Supermärkte und andere Geschäfte sind bis nachmittags geöffnet. Die Banken sind aber zu, aber es kann sein, dass die Postämter geöffnet haben.
Direkte Pläne für den Feiertag habe ich noch nicht und ich muss schauen, was ich koche. Oder besser gesagt, worauf ich Lust habe. 🙂 Lernen werde ich des Nachts daheim, denn wegen all der Einschränkungen quetsche ich mich nirgendwo dazwischen, um einen Vortrag zu hören. Aber es muss definitiv ein Käsekuchen her!
Das Wetter wird in Jerusalem um die 25 Grad Celsius warm. Überhaupt zeigt sich das Wetter seit Monaten ziemlich seltsam und nach einer Woche Hitzewelle mit 37 Grad goß es heute Morgen in Jerusalem in Strömen. Es ist stürmisch und mit nur 20 Grad recht kühl. Und das Ende Mai. Dennoch sind wir alle heilfroh, dass die Hitzewelle vorbei ist.
Israel hat nur noch wenige neuinfizierte Corona – Fälle und es wird angenommen, dass der Virus jetzt bei der Hitze verschwindet. Allerdings wird im Herbst eine zweite und viel schlimmere Welle Infizierter erwartet. Wir werden sehen, ob sich das bewahrheitet.
Eine neue Regierung Netanyahu / Gantz haben wir auch und es geht stürmich zu. Yamina ist in der Opposition und die aktuelle große Koalition beinhaltet SHASS und Yahadut HaTorah (die haredischen Parteien). Gantz soll Netanyahu zu gegebener Zeit als Premier ablösen und man einigte sich auf eine Rotation. Dass es tatsächlich dazu kommt, bezweifle ich und irgendwann stehen wir sicher wieder vor Neuwahlen.
Ich habe diese Woche krankenhaus – frei und muss erst heute in einer Woche wieder einrücken: Zum CT Scan im Shaare Zedek Medical Center. Wenige Tage später habe ich in der Krankenhaus – Onkologie eine weitere Chemotherapie und ich muss auf das Ergebnis des CT warten. In der Regel ein paar Tage bis zu einer Woche. Dann wird sich herausstellen, wie es weitergeht. Definitiv mit Chemotherapie und ich hoffe nur, dass keine weitere OP ansteht.

Krankenkasse, Masken & Machane Yehudah Markt

B“H
Was ich auf Youtube in Bezug auf Deutschland so sehe ist, dass nicht gerade viele Leute eine Maske tragen. Anders hingegen in Jerusalem, wo fast jeder eine Maske trägt. Vor allem in den öffentlichen Verkehrsmittel und die Straßenbahn gibt immer wieder in ihren Lautsprecheransagen bekannt, dass kein Fahrgast ohne Maske einsteigen sollte.
Heute Morgen war ich bei meiner Krankenkasse, wo die Regulierungen des Gesundheitsministeriums streng eingehalten werden. Niemand wird ohne Maske ins Gebäude gelassen. Auch nicht im Shaare Zedek Medical Center, wo ich gestern zur Chemotherapie war. Ferner fragen Krankenkasse und Krankenhaus, wo genau man hinwill. Zu welchem Arzt bzw. in welche Abteilung. Häufig werden auch Dokumente verlangt.
Vor dem Krankenkassengebäude muss erst ein Formular ausgefüllt werden. Ob man irgendwie mit Covid 19 in Berührung kommt. Mit Infizierten oder ob man kürzlich im Ausland war. Danach wird erkundet, was das Anliegen ist und wo genau man hin will. Ich hatte mehrere Sachen zu tun, was aber recht leicht war.
Zuerst zum Hausarzt zwecks weitere chemo – begleitender Medikamentenrezepte. In der Verwaltung bekam ich zwei Kostenübernahmeformulare. Ein weiteres Jahr Onkologie sowie den CT Scan Ende des Monats. Unten in der hauseigenen Apotheke musste ich warten, denn es wird nur eine kleine Anzahl von Leuten eingelassen.
Da ich schon mal in der Stadt war, ging ich kurz zum Machane Yehudah Markt, wo an den Eingängen Fiebergemessen wird. Oder so ähnlich jedenfalls. 🙂
Der Sommer ist endlich da und bis auf Weiteres haben wir über 30 Grad Celsius. Nächste Woche in Jerusalem fast täglich 36 Grad.
Gestern nach der Chemotherapie war ich im Markt Kaffee kaufen. So richtig frisch gemahlene Bohnen in einem recht neuen Shop. Zwar sind dort die Preise mit 15 Schekel (fast 4 Euro) pro 100g angegeben, aber 100g werden gar nicht verkauft. Nur halbe Kilos und Kaffee per Kilo. Das aber war mir zu teuer und ich handelte den Typen auf 250g herunter.
Und so kaufte ich zwei Sorten: Afrikanischen Kaffee und äthiopischen. Der afrikanische Kaffee ist nicht schlecht, doch der äthiopische ist echt gut. Allerdings werde ich bei Lavazza – Filterkaffee bleiben oder halt israelischen Turkish Coffee filtern, was auch sehr gut schmeckt. Ohne Filterkaffee aber geht es bei mir nicht. Im Machane Yehudah werde ich vielleicht ab und zu den äthiopischen Kaffee kaufen, aber wenn, dann jeweils nur 250g.
Der Shop befindet sich im unteren Teil in der überdachten Hauptstraße des Marktes. Von der Agrippas kommend auf der linken Seite.
Ansonsten ist im Machane Yehudah Markt wieder fast alles offen. Nur nicht die Snack Bars. 

Leserfrage: „Am Schabbat im israelischen Krankenhaus“

B“H
Tja, wie ist das am Schabbat im Krankenhaus?
Langweilig und nicht empfehlenswert würde ich sagen.
Zuerst aber muss man erst einmal eingewiesen sein, denn vor Schabbat (bis 12.00 Uhr mittags am Freitag) finden sehr viele Entlassungen statt. In Israel bleibt man circa drei Tage im Krankenhaus, wenn man denn wirklich krank ist. Man legt sich nicht erst einmal gemütlich wochenlang ins Krankenhaus, wenn man denn nicht gerade so richtig krank ist.
Vor eineinhalb Jahren war ich 10,5 Tage im Shaare Zedek Medical Center / Jerusalem, da ich eine Heavy Duty Bauch OP durchlief. Deswegen war ich so lange hospitalisiert. Würde ich diesen Sommer eine weitere Bauch OP mit einer 3 cm großen Krebsmetastase haben, so wäre ich vermutlich am vierten Tag nach der OP wieder draußen. Ich machte die Erfahrung, dass jemand wirklich krank sein muss, ansonsten schickt ihn die Notaufnahme eh wieder nach Hause und gar nicht erst auf Station. Zumal ein ganzer Bürokratie – Aufwand mit der Krankenkasse verbunden ist. Das Krankenhaus will nämlich zuerst die Kostenfrage geklärt wissen.
Mein Schabbat im Krankenhaus sah so aus, dass, aufgrunddessen dass viele Patienten vor Schabbat entlassen wurden, alles nur auf halber Flamme lief. Mit halbem Personal und OPs oder sowas fanden nur im Notfall statt.
Das Essen war miserabel. Aber so richtig und ich hatte jemand aus dem Bekanntenkreis neben mir in einem Sessel nächtigen, die da Essen von daheim mitgebracht hatte.
Freitagabends und Samstagsmittags kam jemand und machte Kiddusch draußen auf dem Gang. Ich hörte es, konnte jedoch nicht direkt dabei sein, weil ich nicht so richtig aufstehen konnte. Das wars.
Wer wollte, konnte in die hauseigene Synagoge gehen. Ging bei mir auch nicht. Selbst mit Rollstuhl.
Extra Schabbat – Essen gab es nicht unbedingt und für das Hühnchen brauchte man eine Kettensäge. Ich war froh als der Schabbat vorbei war und am Sonntag wieder Krankenhaus – Alltag einzog. Mit vollem Personal, denn allein das bringt Abwechselung.
Ich wäre froh gewesen, den Schabbat zuhause zu verbringen. Ging aber nicht und ich wurde erst am Donnerstagmittag danach entlassen. 🙂

 

„Leserfrage: „Pflegerente Nationalversicherung Bituach Leumi“

B“H
Könnte derjenige, der nach der Pflegeversicherung googelte und auf diesen Blog stiess bitte nochmals genau definieren, wonach er fragt!
Eine Pflegeversicherung gibt es in Israel, welche da BITUACH SIUDI heißt. Jedoch wird diese im Bedarfsfall NICHT mit der Bituach Leumi (Nationalversicherung) abgeschlossen bzw. von der Bituach Leumi gezahlt. Das läuft in Israel anders als vielleicht in Deutschland.
Eine Pflegeversicherung kann mit derjeweiligen Krankenkasse abgeschlossen werden. Im Klartext heißt das, dass die Krankenversicherung hierbei lediglich als Vermittler dient, denn der eigentliche Vertrag wird zwischen dem Pflegebedürftigen sowie einer stinknormalen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen. Nicht aber mit der Krankenkasse selber.
Hier ein Beispiel der Krankenversicherung CLALIT, die da eine Pflegeversicherung der Versicherungsgesellschaft HAREL anbietet:
http://www.clalit-global.co.il/en/siudi_mushlam_plus.html
Im deutschen Verständnis würde man das so definieren: Die AOK bietet eine Pflegeversicherung an, lässt jedoch alle Versicherungspolicen durch die Allianz abwickeln. Die Allianz muss dann auch im Pflegefall das Geld an den Versicherten zahlen.
Das ist ein Beispiel und es zeigt, wie die Pflegeversicherung in Israel gehandhabt wird. Anhand von großen Versicherungsgesellschaften, die auch diverse andere Versicherungen anbieten wie Hausrat, Kfz, und halt alles Mögliche. Darunter auch private Krankenversicherungen.
Vor wenigen Monaten wurde über die Bituach Siudi im israelischen TV berichtet und wie sich die Versicherungsgesellschaften winden und sträuben, um nur nicht zahlen zu müssen. Einige Gesellschaften wollen die Pflegeversicherung ganz aus dem Programm nehmen, weil sie dem Unternehmen zu teuer geworden ist. Andere wiederum wollten die Beiträge ins Unermessliche anheben,
Es gibt viele Anbieter, aber passt auf! Versicherungen ziehen Euch hierzulande genau so ab wie überall auf der Welt. Lest das Kleingedruckte und fragt bei Leuten nach, die sich auskennen. Die Bituach Leumi aber hat damit nichts zu tun.
Was manche Israelis außerdem machen: Leute in der Wohnung des Pflegebedürftigen einzuquartieren. Sagen wir, jemand findet keine Wohnung … Der kann sich entscheiden, ob er nicht nebenbei auf einen Pflegebedürftigen aufpassen will. Meistens einfach nur da sein. Dass jemand des Nachts in der Wohnung ist, falls etwas passiert.
Auf diese Weise kann jemand umsonst wohnen und muss halt nur zeitbefristet auf einen Pflegebedürftigen aufpassen. Ggf. kochen oder mal mit demjenigen spazierengehen oder so.

Etwas zum komplizierten Sozialwesen in Israel

B“H
Auf meinem Facebook Sarkoma – Blog hatte ich es gestern schon geschrieben: Die gestrige Chemotherapie fiel aus, weil ich einen zu hohen Mangel an weißen Blutkörperchen hatte.
Verpassen tue ich dadurch nichts, denn bereits vor Pessach waren meine Chemo – Termine ziemlich durcheinander geraten und somit hätte ich diese Woche eh chemo – frei gehabt. In der nächsten Woche also geht es mit der Chemotherapie weiter und bis dahin habe ich ein paar Tage Ruhe.
Nach dem Krankenhaus war ich mit meiner Begleitung auf dem Machane Yehudah Markt, wo die Vorbereitungen für heute in vollem Gange waren. Der Markt ist seit heute wieder geöffnet, doch es sollte nicht zu sehr auf frische Ware vertraut werden. Kopfsalat etc. war gestern ziemlich verrottet und welk. Offenbar holte man die alten eingefrorenen Waren hervor, um sie noch zu verramschen. Viel zum Kaufen gab es gestern jedenfalls noch nicht und wir gingen hinterher in einem Supermarkt einkaufen.
Shopping Malls sollen auch wieder öffnen, doch ich sah den Yes Planet Komplex bei uns im Stadtteil heute noch geschlossen. Ich hoffe auf weitere Erleichterungen in der kommenden Woche, denn ich muss ins Krankenhaus zur Chemotherapie sowie zur Krankenkasse. Dafür brauche ich kaum kochen, denn seit dieser Woche bekomme ich Mahlzeiten geliefert. Als Krebspatient auf Chemo hat man offenbar ein Recht darauf. Und so gibt es eine Packung Essen auf Rädern mit Hühnchen, Gemüse, Reis und Früchten. Mir reicht das völlig aus, denn ich esse eh nicht viel. Zwar brauche ich den Service gar nicht, doch so spare ich mir die Kocherei.
Zwar ist Israel alles andere als ein Sozialstaat, doch es gibt diverse staatliche Hilfen für Pflegebedürftige und sogar für Krebspatienten wie mich, die zwar alles andere gebrechlich sind, aber auf Chemotherapie. Trotzdem ist in diesem Land alles stets eine Endlos – Bürokratie und immer werden Formulare / Bestätigungen und Krankenhausdokumente verlangt. In Deutschland stelle ich mir das einfacher vor, aber in Israel muss sich jeder auf einen wahnsinnigen Papierkrieg vorbereiten, an dessen Ende regelmäßige Nachweise stehen. Umsonst gibt es nichts und neulich erst erhielt ich einen 15 – seitigen Brief von der Nationalversicherung Bituach Leumi mit einer Auflistung aller meiner eingezahlten Sozialbeiträge aus mehr als zwanzig Jahren und welche Rechte daraus entstehen.
Wer nichts einzahlt, bekommt eine Hungerrente von knapp 400 Euro. Davon kann keiner leben, aber man muss es halt irgendwie. Israelis sichern sich normalerweise jahrzehnte vorher ab, doch so richtig abgesichert ist man auch mit einer privaten Rentenversicherung nicht, denn der Agent bekommt bis zu 38 % (Beispiel: Migdal). Um eine gute Rente zu haben sollte jeder in seinen privaten Sparstrumpf sparen. Da bleiben einem zumindest 100 %. Bei Versicherungen sowie der Bituach Leumi lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen. Mühsam, aber extrem informativ!

Corona – Lockerungen auch in Israel

B“H
Gestern Abend verkündete Netanyahu im israelischen TV gravierende Lockerungen, denn die Zahl der Corona – Infizierten und Toten geht zurück. Unter anderem sollen an diesem Donnerstag der Machane Yehudah Markt sowie diverse Shopping Malls öffnen. Wie haben wir Jerusalemer der Markt vermisst? 🙂
Immer wieder betonte Netanyahu, dass die Lockerungen jedoch nur solange gelten, wie sich der Virus nicht weiter ausbreitet. Aber immerhin … Und wir können auch wieder ungehindert das Haus verlassen.
Morgen muss ich zur Chemotherapie ins Krankenhaus und schauen wir mal, wie voll bzw. leer die Busse sind. Vor einer Woche waren die Straßenbahnen recht voll und die Innenstadt war voller Leute, da alle die Schnauze voll haben von Ausgangssperre und so. Dennoch sollen weiterhin Masken getragen werden. Mir egal, denn am meisten freue ich mich auf die Cafe Aroma Niederlassungen, die wieder aufmachen. Bislang war nur die Filiale im Krankenhaus geöffnet. Ich liebe Aroma Kaffee und jedesmal während der Chemotherapie schicke ich meine jeweilige Begleitung hinunter in den 4. Stock zur Aroma Filiale, um Croissants und Kaffee zu besorgen. Das trockene Käsesandwich und den Joghurt (Frühstück vom Krankenhaus) nehme ich für Freunde mit nach Hause. Aber frischer Aroma – Kaffee muss schon sein. 🙂 Nicht nur bei mir, sondern die meisten Chemo – Patienten holen sich Aroma – Kaffee und was zum Essen. Bei der Konkurrenz im Hadassah Ein Kerem Hospital ist das nicht anders. Krankenhaus – Essen ist teilweise ungeniessbar und da wird investiert und bei Aroma eingekauft.
Im Reiseverkehr für Ausländer wird es auf längere Sicht keine Lockerungen geben, denn Israel kommt zuerst und wir können uns nicht von Touristen gefährden lassen.
Israel als kleines Land kann es sich nicht leisten, Millionen Arbeitslose zu unterhalten und die Wirtschaft befindet sich immer noch am Abgrund. Viele Unternehmen entlassen und wer zurück in den alten Job kann, der tut das. Jedoch wird die Krise auch für viele Entlassungen genutzt und die Zahl der Arbeitslosen bleibt erst einmal hoch.
Und die Bürokratie ist auch wieder zurück. In diesem Monat muss ich ein paar Sachen auf der Krankenkasse erledigen und das geht leider nicht alles digital und so habe ich Termine gebucht. 🙂