Leben in Jerusalem

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Egged Jerusalem: „Vor der Busfahrt nicht vergessen, die Rav Kav aufzuladen!“

B“H
Ab Morgen (Donnerstag, 8. März 2018) verkaufen Jerusalemer Egged – Busfahrer keine Fahrscheine mehr. Ich sehe das Chaos kommen, denn Egged machte die ganze Umstellung erst kurzfristig publik.
Mittlerweile stehen grüne Automaten an zahlreichen Bushaltestellen, doch um diese zu benutzen, muss man erst einmal die grüne Chipkarte RAV KAV haben. Es heißt, dass diese beim Busfahrer ausgegeben werden. Obwohl, so sicher ist das auch wieder nicht.
Mehrere Orte bieten die RAV KAV an und man muss sich halt umschauen. Momentan sind die Ausgabestellen am Jerusalemer Busbahnhof sowie in der Malcha Shopping Mall total überlaufen.
Bei den Automaten läuft selbst der Verkauf von Einzelfahrscheinen nur über Rav Kav. Warum kann man eigentlich nicht auf normale Fahrscheinautomaten zurückgreifen: Geld rein, Fahrkarte raus. Nein, alles geht nur mit der RAV KAV. Auch bei den Egged Bussen in Haifa und Tel Aviv.
Wie es genau in Tel Aviv ausschaut, kann ich noch nicht sagen. Die meisten Stadtbusse gehören zum Busunternehmen DAN und ob dort auch die Egged RAV KAV gilt, ist die Frage. Ich weiß nur, dass wer in Jerusalemer in das Superbus – Unternehmen umsteigen will, eine spezielle Aufladesumme auf der RAV KAV haben sollte.
Chaos pur, denn kaum jemand kennt sich aus. Zwar gibt es aktuell eine Info Site in englischer Sprache, doch die Action muss erst einmal laufen und sich einpendeln. Sicher ist, dass wer eine Einzelfahrt auf die RAV KAV lädt, vom Bus in die Jerusalemer Straßenbahn umsteigen kann, ohne nochmal extra zu zahlen. So war das auch bisher der Fall.
http://trans-reform.org.il/docs/english.pdf
Was aber machen nun Touristen, wenn die ankommen und überhaupt keine RAV KAV zur Hand haben?
Heute fragte mich schon jemand auf Google +, ob Egged Ausgabestellen am Flughafen hat.
Kann sein. Bislang hat noch niemand Infos für Touristen ausgegeben.
Am Ben Gurion Flughafen solltet Ihr Euch jedenfalls schauen, ob Ihr irgendwo eine RAV KAV auftreibt. Ob in einem der Läden oder ob Egged selbst ein Büro hat.
In Jerusalem könnt Ihr in diversen kleinen Läden mit RAV KAV Schild nachfragen. Oder in den Filialen der 5 – Schekel – Kaffeehauskette COFIX.
Bei COFIX ist es ebenso möglich, die RAV KAV aufzuladen. Genauso wie in Makolets (kleine Tante – Emma – Läden).
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Jerusalemer Egged Busfahrer stellen in wenigen Tagen den Fahrkartenverkauf ein

B“H
Soweit habe ich noch keine Pressemitteilung in englischer Sprache gefunden, doch es gibt sie in hebräischer Sprache:
http://mynetjerusalem.co.il/article/262074/27
Ab dem 8. März 2018 verkaufen die Jerusalemer Egged Busfahrer keine Fahrkarten mehr im Bus. Ferner nehmen sie keinerlei Geld mehr entgegen, um die Rav Kav (aufladbare Chipkarten) aufzuladen. All das muss der Fahrgast vor Fahrtantritt machen.
Egged verkündete, dass an Bushaltestellen überall in der Stadt neue Fahrkartenautomaten installiert werden. Dort kann sich jeder Einzelfahrscheine oder was auch immer ziehen. Des Weiteren kann die Rav Kav aufgeladen werden.
Ich schätze mal, dass dies vor allem viel frequentierte Bushaltestellen betrifft, doch was ist mit den kleineren, wie die eine in meinem Stadtteil? Gut, dass ich eher selten mit dem Bus fahre und zur Arbeite laufe oder mit dem Fahrrad fahre.
Eine Menge Kritik prasselte auf Egged ein, denn vor allem ältere Leute sehen sich mit der neuen Automatentechnik überfordert. Insbesondere ältere Russen, die meistens nur sehr schlechtes oder gar kein Hebräisch verstehen.
Hier argumentiert Egged, dass der technologische Fortschritt auf der ganzen Welt seinen Lauf nimmt und letztendlich alle davon profitieren und sich daran gewöhnen.
Die Frage ist, ob die neuen Fahrkartenautomaten Geldscheine annehmen oder nur Münzen. Und ob sie Wechselgeld rausgeben.

 

Neue Bahnlinie: „In weniger als einer halben Stunde von Jerusalem nach Tel Aviv“

B“H
Ende März, genau zu Beginn der diesjährigen jüdischen Pessach (Passover) – Feiertage, wird eine neue Bahnlinie zwischen Jerusalem und Tel Aviv eröffnet. In weniger als einer halben Stunde soll der Reisende entweder in Tel Aviv oder in umgekehrter Fahrtrichtung Jerusalem sein. Mit dem Bus dauert die Fahrt die 50 km Strecke mindestens 45 Minuten und bei Stau auf der Autobahn noch länger.
Hier die Vorteile der neuen Bahnlinie:
  • Keine Staus und schnelles Vorankommen.
  • In den ersten drei Monaten ist die Fahrt UMSONST! Niemand zahlt und steigt einfach nur in den Zug ein.
  • Nach diesen drei Monaten kostet eine Fahrt 10 Schekel (etwas weniger als 3 Euro).
  • Nach einem Jahr wird der Fahrkartenpreis auf 20 – 25 Schekel (circa 5 – 6 Euro) angehoben.
Und jetzt zum großen Nachteil:
  • Obwohl eine Busfahrt von Tel Aviv und Jerusalem und umgekehrt 16 Schekel (circa 3,50 – 4 Euro) kostet, lohnt es sich für die meisten Jerusalemer nicht, erst zu dem weit draußen gelegenen Bahnhof zu fahren. Warum sollte ich erst Umwege zum Bahnhof machen, wenn es viel schneller ist, zum Busbahnhof zu gelangen und gleich von dort aus den Bus nach Tel Aviv zu nehmen? Ehe ich mal am Bahnhof ankomme, bin ich mit dem Bus schon halb in Tel Aviv. Es sei denn, ich fahre mit dem Fahrrad hinunter nach Malcha, wo der Bahnhof liegt. Das ging recht schnell, wenn ich denn durch die Wiesen fahre. Aber wer will sein Fahrrad schon am Bahnhof abstellen und einen Diebstahl in Kauf nehmen?
Der Bahnhof im Stadtteil Malcha liegt einfach viel zu ungünstig und wer nimmt erst eine ewig lange Busfahrt in Kauf, wenn der Busbahnhof schön zentral mitten in der Stadt liegt?
Mit dem Bus kostet ein Hin – und Rückticket (Jerusalem – Tel Aviv und umgekehrt) 30 Schekel (7,5 Euro). Da zahle ich lieber das anstatt ewig lange unterwegs zu sein. Außerdem fahren zwei Buslinien die Strecke ab: Die Linie 480 vom Jerusalemer Zentralen Busbahnhof bis zum Arlozorov Bahnhof in Tel Aviv. Letztens sah ich im Bus, dass man jetzt wohl bis Reeding fahre, doch ob das stimmt, kann ich nicht sagen.
Die Linie 405 fährt vom selben Ort in Jerusalem bis zum Tel Aviver Zentralen Busbahnhof. Allerdings gibt es eine zweite Haltestelle in Tel Aviv. Vor der Endstation am Busbahnhof hält der Bus einmal an.
Info: Wie kommt man von Tel Aviv nach Jerusalem und in die umgekehrte Richtung?
Mehr Details zur anstehenden neuen Bahnverbindung:
http://www.globes.co.il/en/article-jerusalem-tel-aviv-fast-rail-link-to-begin-operating-march-30-1001218962

 

 

Ich hörte, dass die Zukunft der neuen schnellen Bahnlinie ziemlich rosig aussehen soll: Nämlich mit viel mehr unterirdischen Bahnhöfen in Jerusalem. Darunter auch die Derech Hebron und dem nahegelegenen Alten Bahnhof. Aber diese Umsetzung dauert noch viele viele Jahre.

Leserfrage: „Busse an Sukkot (in Israel)“

B“H

In Israel ist der erste Sukkot – Feiertage gerade zuende gegangen und in circa einer Stunde dürften die Busse wieder fahren.

Am morgigen Freitag fahren die Busse ganz normal bis zum späten Nachmittag. Der Schabbat beginnt gegen 17.30 Uhr. Geht davon aus, dass die Busse eine Stunde zuvor den Verkehr einstellen. Samstagabend ab circa 19.30 Uhr werden die Busse dann wieder fahren.

Sonntag, 8. Oktober, Montag, 9. Oktober & Dienstag, 10. Oktober 2017: Die Busse fahren ganz normal.

Mittwoch, 11. Oktober: Die Busse fahren nur wieder bis circa 16.00 Uhr.

Donnerstag, 12. Oktober: FEIERTAG IN ISRAEL und gleichzeitig der letzte Sukkot – Feiertag
Die Busse fahren erst wieder nach 19.30 Uhr

 

Egged – Streik

B“H

Falls sich jemand wundert, warum in Jerusalem heute keine Busse fahren: Die Egged – Busfahrer sind mal wieder am streiken.

Der Friedhof der Bushaltestellen

B“H
Gesehen in Jerusalem, Jaffa Road. Dort, wo einst der provisorische Busbahnhof war als der neue sich im Bau befand.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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Photo: Miriam Woelke

Im Hintergrund sehen wir Luxus – Neubauten
Einst befand sich an der Stelle das israelische Außenministerium. Damals waren die Büros in Trailern untergebracht. Das waren noch Zeiten. 🙂 Bis in die 90iger Jahre hinein und seither befindet sich das neue Hochglanz – Außenministerium auf dem Regierungshügel. Gegenüber vom Obersten Gerichtshof.
Die Trailer wurden abgerissen und derweil entsteht auf dem Gelände ein neuer Luxusbauten – Stadtteil.

Tödlicher Busunfall auf der Autobahn Jerusalem – Tel Aviv

B“H
Sechs Menschen starben am gestrigen frühen Abend bei einem Busunfall auf der Autobahn von Jerusalem nach Tel Aviv. Der Busfahrer der Linie 402 (Jerusalem – Bnei Brak) übersah offenbar einen am Rand geparkten LKW, den er mit voller Wucht rammte. Dabei wurde die rechte Seite des Buses komplett aufgeschlitzt. Die Linie 402 wird fast ausschließlich von Haredim (Ultra – orthodoxen Juden) genutzt.
http://www.timesofisrael.com/bus-driver-in-crash-that-kills-6-had-collided-with-truck-on-same-road-in-2013/
Ein Augenzeuge aus dem Bus sagte nach dem Unfall, dass der Busfahrer viel zu schnell dahinraste und es nur eine Frage der Zeit war, bis etwas passiert.
Nicht nur dieser eine Fahrer raste die Autobahn entlang. Immer wieder sitze ich auf derselben Strecke in einem Egged Bus, wenn ein Busfahrer genauso losrast. Mit voller Geschwindigkeit die Berge Judaeas hinunter, dass einem Angst und Bange werden kann. Gerade mal eben so an steilen Abhängen vorbei.
Aus eigener Busunfallerfahrung weiß ich, wie Egged reagieren wird: Nämlich gar nicht. Alle Verletzten sowie die Angehörigen der Toten müssen sich einen Anwalt nehmen, der dann mit der Egged Versicherungsgesellschaft um Schadenersatz kämpfen muss. Je nach Schadenersatzhöhe kann dies Jahre dauern. Egged selbst spricht weder mit einem Verletzten noch mit einem Hinterbliebenen. Die Busgesellschaft meldet sich bei keinem Opfer persönlich, sondern jeglicher Kontakt verläuft allein zwischen dem Anwalt und der Egged Versicherungsgesellschaft ab.