Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Allgemein'

Schlagwort-Archive: Allgemein

Advertisements

Diese neue Woche

B“H
Der Schabbat ist vorbei und die neue Woche hat begonnen.
Ein überaus sonniger und warmer Schabbat war es, den ich fast nur auf dem Balkon verbrachte. Immerhin fast 15 Grad Celsius, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Winter etwa vorbei ist. Ganz im Gegenteil, denn er kommt schon Morgen wieder zurück. Die Temperaturen sinken drastisch und für Mittwoch sind Graupelschauer angesagt. Das Thermometer sinkt zum Donnerstag auf gerade mal 4 Grad Celsius. Zumindest in Jerusalem.
Am Mittwoch muss ich wieder einmal ins Krankenhaus, denn es steht beim Urologen eine Ultraschalluntersuchung der Nieren an sowie ein allgemeiner Nierentest. Hoffentlich bleibt das in diesem Monat meine einzige Behandlung. 
Im Februar hingegen stehen zwei Krankenhaustermine an: Bei der Ärztin, die mich operierte zur Nachuntersuchung. Dann ein Bluttest bei meiner Krankenkasse, dessen Ergebnis ich Ende Februar bei meinem CT Scan vorlegen muss. Mein CT wird immer mit Jod ausgeführt und da ist ein Bluttest erforderlich, denn man will sehen, ob die Nieren das Jod aushalten.
Ende des Monats werde ich einen Teil meines Buchmanuskriptes an den deutschen Verlag zum Editieren und zur Korrektur senden. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres unter dem Titel „111 Gründe, Israel zu lieben“ erscheinen. Über Länder wie Irland, Poland, etc. gibt es bereits eine ganze Buchserie und es lohnt sich, darin zu blättern. Die Bücher sollten in jeder Buchhandlung oder halt auf Amazon zu finden sein.
Den nächsten anstehenden jüdischen Feiertag erkennt man in Israel immer am Angebot bzw. an der Dekoration im Supermarkt. Zwar steht der biblische Feiertag Tu be’Shevat (15. Tag im Monat Shevat) erst am 20. / 21. Januar an. Die Supermärkte aber haben schon jetzt ihr Angebot ausgebreitet. Mit keiner so passenden Deko wie hier im Jerusalemer SuperDeal.

 

Photo: Miriam Woelke

Getrocknete Früchte in allen Formen zum Neujahrstag der Bäume. Ich mag das Zeug absolut nicht, denn es ist viel zu süss. 🙂 Aber man kann ja auch richtiges frisches Obst essen. 
Advertisements

Leserfrage: „Zur Bituach Leumi“

B“H
Jemand fragte nach der BITUACH MENAHALIM und dazu gibt es hier ausführliche Infos:
http://www.elephant.org.il/employee-benefits/
Die Bituach Leumi Beiträge richten sich nach der Höhe des Monatsgehaltes und werden monatlich automatisch vom Gehalt abgezogen. Die Gehaltsabrechnung weist den Beitrag an die Bituach aus.
Wer nicht arbeitet und keine staatliche Arbeitslosenunterstützung bekommt, ist verpflichtet, der Bituach Leumi einen monatlichen Betrag von circa 170 Schekel zu zahlen. Normalerweise wird der Betrag vierteljährlich vom Konto abgebucht. Also insgesamt 510 Schekel. Dazu muss eine Einzugsermächtigung vorliegen oder halt die Kreditkartennummer.
Wer direkt zur Bituach Leumi in Jerusalem geht, kann keine Bareinzahlungen tätigen, sondern es kann nur mit Kreditkarte gezahlt werden!!!
Wer die Zahlungen an die Bituach Leumi versäumt, kann zu Geldstrafen verurteilt werden.
Jeder sollte sich individuell bei der Bituach erkundigen!
https://www.btl.gov.il/English%20homepage/Pages/default.aspx

Jugendliche und Glücksspiel in Israel

B“H
Generell sind Casinos in Israel verboten, aber das illegale Glücksspiel blüht dennoch. Vor allem bei jungen Leuten in Kleinstädten wie Sderot, Kiryat Gat oder anderswo. 

 

 

Der aktuelle TV Bericht zeigt, wie sich Jugendliche des Abends in einem Park zum illegalen Kartenspiel treffen und wie sich selbst 12 – Jährige Geld beim SCHUK HA’AFOR (Kredithaie) leihen. Am Ende kommen die subversiven Geldeintreiber zu den Eltern nach Hause und verlangen die Rückzahlung. Viele Eltern kriegen die Krise und wissen selber nicht, woher sie das Geld nehmen sollen. Die Polizei ist oft machtlos und die Jugendlichen verabreden sich auf Whatsapp zum illegalen Glücksspiel.
Was in Israel erlaubt ist, ist die Lottozentrale MIFAL HA’PEIS. Die orang – farbenen Buden sieht man überall in den Straßen und hier kauft die Kundschaft Lotto – oder Toto Tickets. Auch Jugendliche, denn die staatliche Mifal Ha’Peis macht es besonders Leuten ohne Geld schmackhaft. Man trifft sich dann in kleinen Lottoannahmestellen, schaut, ob man gewonnen hat und trinkt nebenher noch Bier.
Ich konsumiere weder Online Spiele noch mache ich beim Lotto mit. Was ich mindestens einmal pro Woche auf mein Handy bekomme, ist eine SMS vom Schuk Ha’Afor, die da irgendwelche „leichten Kredite“ anbieten. Woher die meine Nummer haben, weiß ich nicht und ich lösche den Mist auch gleich wieder. Kredite brauche ich keine und schon gar nicht von Kredithaien. Dennoch leihen sich immer wieder Israelis dort Geld und wundern sich, wenn sie hinterher von den Haien bedroht werden. Das Fatale ist, dass immer mehr junge Leute in die Schuldenfalle tappen, denn bunte Werbebilder zeigen den Luxus und da will jeder gerne mit dabei sein.

Leserfrage zur Grundsteuer in Israel

B“H
Zu dem Thema habe ich bereits hier ausführlich geschrieben:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/02/07/arnona-horaat-kewa-und-die-palaestinensische-gesellschaft/
Allgemein muss man sagen, dass die Grundsteuer (Arnona) von Kommune zu Kommune anders berechnet wird. Des Weiteren kommt es auf den jeweiligen Stadtteil an, denn auch jeder Stadtteil wird anders berechnet. Und dann kommt es auch noch auf die jeweilige Quadratmeterzahl der Wohnung an. Je größer die Wohnung, desto höher die Arnona.
Momentan schicken die Kommunen die Arnona – Rechnungen für 2019 raus. Die Rechnung wird jedesmal für das gesamte Jahr ausgestellt und beträgt daher mehrere Tausend Schekel.
Wer nicht alles auf einmal zahlen kann, muss monatliche Ratenzahlung vereinbaren, was per Banklastschrift geschieht. Dazu muss man zu seiner Bank und eine Erlaubnis beantragen. Einfach so von sich aus Lastschrifteinzug machen, geht in Israel nicht. Zuerst muss man immer zu seiner Bank und sich eine offizielle Bewilligung holen. Und danach mit dem Papierkram zur Stadtverwaltung. In Jerusalem reicht es, wenn man die Bankbewilligung (Hora’at Kewa) faxt!
Touristen, die in Israel leben, müssen bei der Stadtverwaltung zwecks Arnona – Zahlungen eine gültige Aufenthaltsgenehmigung vorlegen.

Weihnachten in Israel?

B“H
Obwohl leider zahlreiche säkulare Israelis eine Art Weihnachten feiern, ist dieses christliche Fest im Judentum absolut unbekannt und wird als Götzendienst betrachtet. Diverse säkulare Israelis, von denen viele so sein wollen, wie andere Völker auch, stellen sich, des Spasses halber, einen Weihnachtsbaum zuhause auf. Mit der christlichen Religion hat das nicht zu tun. Vielmehr will man das gemütliche Flair, gutes Essen und ein paar Geschenke.
Generell wird Weihnachten in Israel nicht gefeiert, es sei denn, Ihr befindet Euch dort, wo Christen leben. In einigen Teilen von Haifa vielleicht. Im christlich – arabischen Teil von Nazareth, im christlichen Jerusalemer Altstadtviertel oder in Bethlehem. Letzteres liegt in der palästinensischen Autonomie außerhalb von Jerusalem. Arabische Busse fahren in regelmäßigen Anständen vom Damaskustor raus nach Bethlehem. Wobei die Stadt Bethlehem mittlerweile weitgehend muslimisch geprägt ist, da die christlichen Araber von ihren muslimischen Brüdern verdrängt wurden.
In Israel wird an den Weihnachtstagen ganz normal gearbeitet und alle Banken, Ämter, etc. sind offen. Es handelt sich um keinen Feiertag und der Alltag läuft weiter. Das Wetter bleibt in diesem Jahr trocken. 14 Grad Celsius in Jerusalem und teilweise sonnig und bewölkt. Donnerstag und Freitag zieht ein neues Unwetter auf und Sturm, Regen und Kälte sind angesagt. 9 Grad Tagestemperatur in Jerusalem und erst am Schabbat wird es trockener.
Heute früh war ich bei meiner Krankenkasse eine neue Kostenübernahme für einen speziellen Ultraschall zu beantragen. Auf meinem letzten CT Scan wurde eine verdächtige Stelle entdeckt und der Ultraschall soll klarstellen, ob da wirklich etwas sein könnte oder nicht. Also werde ich morgen oder übermorgen wieder ins Shaare Zedek Medical Center müssen. Und ich dachte, ich hätte bis Mitte Januar, zum nächsten Urologen – Termin Ruhe. 🙂 Dann gibt es nämlich eine weitere Ultraschall – Untersuchung der Nieren. Aber nix da! Ich muss vorher schon wieder in die Onkologie zwecks Ultraschall. Und wenn es ganz schlimm kommt, kriege ich auch noch eine Bestrahlung obendrein.

Leserfrage: „Zigarettenpreise in Israel?“

B“H
Als chronischer Nichtraucher kenne ich mich mit Zigarettenpreisen absolut nicht aus. Wer die Preise wissen will: Diese Site gibt Auskunft über Stangen und einzelne Päckchen
https://www.zapmarket.co.il/household/picnic/cigarettes
30 Schekel (fast 8 Euro) und mehr is schon ein stolzer Preis für eine Schachtel Zigaretten. Da spare ich als Nichtraucher eine Menge Geld. 🙂

 

Beginn der Winterzeit in Israel

sommerzeit
B“H

Nicht vergessen: Heute Nacht beginnt in Israel die offizielle Winterzeit. Demnach werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt.