Leben in Jerusalem

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Unbekanntere Netanyahu – Seiten

B“H
Vor zwei Wochen wurde morgens schon unsere Straße so ziemlich gesperrt. Ich wohne seit sechs Jahren hier und eine Straßensperre um das Haus drei Häuser von mir entfernt, war bislang noch nicht vorgekommen. Obwohl man meinen könnte, dass das fast an der Tagesordnung sei.
Vor zwei Wochen dann sah ich es zum allerersten Male und viele Bewohner (nicht alle) wissen, was das bedeuten könnte: Bibi Netanyahu kommt seinen Bruder Ido besuchen.
Ido Netanyahu ist fast mein direkter Nachbar und an dem besagten Tag kamen Arbeiter der Stadtverwaltung und stellten Metallblockaden auf. Zwei Schabak – Mitarbeiter (innerer Geheimdienst) dichteten den Hauseingang der Netanyahus mit undurchsichtiger Plane ab.
Tatsächlich kam Bibi dann auch und man begab sich gemeinsam mit den Ehefrauen zum Friedhof auf dem Herzlberg. Dort liegen viele gefallene Soldaten sowie bekannte Persönlichkeiten des Staates Israel: Die Rabins oder Golda Me’ir, zum Beispiel.
Juden aus der Diaspora werden auf dem Friedhof nicht bestattet, denn es ist ein rein israelischer Friedhof. Der einzige Diaspora – Jude dort dürfte Theodor (Ze’ev) Herzl sein.
Es war die Yahrzeit von Jonathan (Yoni) Netanyahu. Dem älteren Bruder von Benjamin und Ido. Letzterer ist der Jüngste der drei Geschwister.

Eine Yahrzeit (Sterbegedenktag) richtet sich im Judentum immer nach dem Sterbetag des jüdischen Kalenders!

Bibi Netanyahu stand in engem Verhältnis zu Yoni und hat ihm viel zu verdanken. Unter anderem lernte er durch ihn seine erste Frau kennen. Seine heutige Frau Sarah ist seine dritte Frau.
Ido samt Gattin leben in einem ganz normalen Mehrfamilienhaus und machen keinerlei Tamtam darum, wer ihr naher Verwandter ist. Sie leben bescheiden und Idos Frau geht tagsüber mit dem Hund Gassi. Jeden Morgen legt sie Katzenfutter aus und die Straßenkatzen vom mittleren Teil der Straße bedienen sich dort. Unsere Katzenfamilie aus dem Garten nicht, denn das Netanyahu – Haus liegt nicht in ihrem Territorium. Und so füttere ich sie, samt zwei Leutchen aus dem Nachbarhaus, durch.
Frau Netanyahu aus unserer Straße macht keinerlei Aufhebens um ihre Person und wer keine Ahnung hat, der würde niemals auf den Gedanken kommen, dass sie Bibis Schwägerin ist. Es gibt keinerlei Security vor dem Haus und jeder hier lebt halt ganz normal.
Viele Male habe ich mit ihr geredet, wobei es meistens um die Straßenkatzen ging. Manchmal ruft sie bei der Stadtverwaltung an, dass man doch die Straßenkatzen einfangen und zumindest kastriere. Mehrere Male passierte das auch, und wenn die Stadtverwaltung kommt, ist die Kastration umsonst. Wenn ich dagegen anrufe, kümmert das keinen und nichts passiert. 🙂
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Netanyahu führt

B“H
Ob man Bibi Netanyahu nun mag oder nicht, es gibt momentan keinen Ersatz für ihn. Der selbsternannte Liberale Ya’ir Lapid mit seiner Partei Yesh Atid blieb gestern Abend fern und erschien nicht zum geplanten Fernsehinterview. Ich glaube, es war beim Kanal 10.
Lapid hatte, wie immer, wenn er seine eigene Person angegriffen sieht, die Hose gestrichen voll. Der schöne Ya’ir wusste, dass die Umfragen ihn nicht lieben und um dem Ergebnis zu entgehen, blieb er weg. Die Journalistin liess dann im TV den Spruch los
„Wenn Lapid schon Angst vor Umfragen habe, wie will er dann erst den Iran, die Hamas oder die Hizbollah bekämpfen?“
Der als extrem arrogant bekannte Lapid, der seine Partei wie ein Diktator regiert, landete dann auch weit abgeschlagen hinter Netanyahu. Seit Monaten führen Netanyahu und der Likud mit mehr als 30 Sitzen. Lapid landete weit abgeschlagen und die Arbeiterpartei unter dem neuen Vorsitzenden Avi Gabbay ist keinen Pfifferling mehr wert. Die israelische SPD ist überflüssig geworden, denn andere Parteien haben den Sozen die Wähler weggenommen. Zudem macht Avi Gabbay auch keine gute Figur.
https://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/247184
Ich muss gestehen, dass selbst ich Netanyahu derzeit wiederwählen würde, denn es ist ja niemand anderes da. Ich bin kein Freund von Naftali Bennett und da ist mir Netanyahu schon lieber. Liebermann ist mal so und mal so und hat nicht immer eine feste Linie. Netanyahu kann sich gegenüber dem arabischen Terror durchsetzen, wenn er denn will und nicht wieder umkippt. Mit Donald Trump im Nacken geht es Bibi aber deutlich besser.
Manchmal überlege ich mir, in den Likud einzutreten, bezweifele aber, ein richtiger Parteimensch zu sein.
Israelis wollen Sicherheit und wie ein Kommentarschreiber neulich richtig deutete: Ya’ir Lapid kann man noch nicht einmal einen Kiosk anvertrauen. 🙂
Sicherheit (Bitachon) steht im Vordergrund und egal, was jemand für eine Meinung hat: Netanyahu gewährleistet diese Sicherheit bislang. Und so enden wie Europa oder gar Deutschland will in Israel niemand. Außer natürlich der extremen Linken. Nach Gaza ziehen wollen diese Linken dann aber auch nicht.

 

Rezension zur Netanyahu – Biographie von Ben Caspit

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B“H
Schon vor zwei Wochen habe ich die aktuelle Netanyahu – Biographie des israelischen Journalisten Ben Caspit ausgelesen und muss sagen, dass sie mir sehr gut gefiel. Der hohe Preis von 128 Schekel (die englische Ausgabe kostet 129 Schekel) hat sich gelohnt. Und das sage ich gleich vorweg für diejenigen, die sich das Buch zulegen und nicht gespoilert werden wollen. Der nachfolgende Text nämlich wird voller Spoiler sein!
Ich hatte mir Ende April die hebräische Ausgabe gekauft, doch wer interessiert ist, es gibt auch eine englische Übersetzung:
https://www.amazon.de/Netanyahu-Years-Ben-Caspit/dp/1250087058/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1525598086&sr=8-1&keywords=ben+caspit&dpID=51uW3a%252BbH5L&preST=_SY264_BO1,204,203,200_QL40_&dpSrc=srch
Nein, dieser Link ist kein Affiliate und ich erhalte kein Geld dafür!!!
Ben Caspit schreibt sehr sachlich und beginnt mit Netanyahus Großvater Nathan Milikowski, der da noch fromm war. Bibis Vater bzw. Nathan ältester Sohn Benzion kam im Jahre 1929 ins damalige Palästina, um an der Hebrew University in Jerusalem zu studieren. Später hatte Benzion drei Söhne mit seiner Frau Zila: Jonathan, Benjamin und Ido.
Von Ido ist im Buch leider kaum die Rede und ich hätte gerne mehr erfahren, da er in meiner Straße wohnt und ich ab und an mit seiner Frau rede. Ohne Politik und eigentlich nur über Haustiere. Sie hat einen Hund, den sie Gassi führt und nebenher füttert sie seit Jahren die Straßenkatzen vor ihrem Haus. Ido sieht man selten in den Medien und er ist, wie sein Vater, Akademiker. Wenn auch auf anderem Gebiet.
Bibi selbst haben wir in der Straße noch nicht erblickt, was die Nachbarschaft auch nicht willkommen heißen würde. Dann wäre alles gesperrt und kein Durchkommen vor lauter Schabak (dem inneren Geheimdienst). Außerdem haben die Palis weiter unten im Stadtteil noch nicht mitbekommen, wer da neben ihnen wohnt. 🙂
Bibis Bruder Jonathan diente, wie er, in der Eliteeinheit Sayeret Matkal und Jonathan war es, der den Entebbe – Einsatz (1976) als leitender Offizier ausführte. Dabei kam er ums Leben und der Tod von Yoni hatte einen gewaltigen Einfluss auf Bibi. Eigentlich hatte Bibi sein Leben anders geplant und wollte Geschäftsmann werden. Yoni war, so die Vorstellung seiner Eltern, zu Höherem berufen. Oberbefehlshaber der Armee und ggf. sogar Politiker. Bibi wollte nicht in Yonis Quere kommen und plante sein Lebens anders. Nach dem Tode Yonis aber war er geschockt, denn beide hatten sich super verstanden und eine enge Bindung. Mit all der Trauer und der Gründung einer Stiftung kam Bibi auf Umwegen in die Politik. Zuerst nur als Spendensammler für die Stiftung, doch selbst in den USA war Bibi lediglich „Yonis kleiner Bruder“.
Sarah Netanyahu ist Bibis dritte Frau und geheiratet wurde 1991. Dabei hatte er nie die Absicht, Sarah überhaupt zu ehelichen. Bibis erste Frau war eine Jugendfreundin aus Jerusalem. Mit ihr hat er eine Tochter: Noah, die da religiös, mit Mann und drei Kindern in Jerusalem lebt. Zwischen Noah und ihrem Vater besteht keinerlei Kontakt, da Sarah Netanyahu das nicht will.
Bibis zweite Frau war Nichtjüdin, konvertierte in den USA konservativ, was sie aber dennoch nicht zur Jüdin machte. Mit er hatte er seine erste Frau Miki betrogen, aber auch die zweite Ehe war nicht von Dauer und blieb auch kinderlos. Dann traf er im Flugzeug die Stewardess Sarah, trennte sich aber kurz darauf von ihr und hatte schon eine neue Freundin als Sarah verkündete, sie sei schwanger. Noch einmal wollte Bibi keine Trennung, heiratete Sarah, betrog sie aber weiter. Ein anonymer Anrufer verpetzte ihn bei Sarah, die rastete aus und verliess ihn. Bibi wurde schwach und bettelte, sie solle zurückkommen. Und dann machte er den Fehler seines Lebens: Sarah legte ihm von ihrem Anwalt einen Vertrag vor. Bibi solle Sarah in die Gesellschaft als First Lady einführen, wenn er denn einmal Premier ist. Im Falle einer Scheidung würde er alles verlieren und und und. Damit ist er an Sarah gebunden, obwohl er meint, sie sei die Einzige, der er 100%ig vertrauen könne. Verliesse er sie, würde sie auspacken, denn sie weiß alles.
Soweit zu meiner ständigen Frage, warum er die Tussi nicht einfach los wird. Er kann nicht, oder alles geht den Bach hinunter.
Ben Caspit beschreibt Bibis Aufstieg, sein überzeugendes Charisma und das Netanyahu der intelligenteste Premier ist. Keiner zuvor hatte eine so schnelle Auffassungsgabe wie er.
Das klingt jetzt für Euch nach Netanyahu – Fan. Nee, nee, Caspit ist weit entfernt davon und er steht nicht auf Netanyahus Beliebtheitsskala.
Das halbe Buch ist über Sarah Netanyahu und wie sie mitmischt. Zwar erscheint sie nicht im Büro des Premierministers (Lischka), doch es herrscht doch eine extrem angespannte Atmosphäre. Das weiß ich nicht aus dem Buch, sondern von jemandem, der dort arbeitete. Sarah habe zwei oder drei Spione dort sitzen, die ihr alles berichten. Alles. Wer wann aufs Klo geht und mit wem ihr Mann redet und mit wem er sich trifft. Wehe, einer ist gegen ihren Mann. Der fliegt oder steht auf der Abschussliste wie Naftali Bennett. Sarah kann Bennett nicht ausstehen, was eine längere Geschichte hat und damit begann, dass Bennett für Bibi beim Likud arbeitet. Fliegt Bibi heute auf Auslandstrips und Bennett ist dabei, so muss Bennett einen Linienflug nehmen und darf nicht im Staatsflugzeug sitzen, denn da ist Sarah und die will ihn nicht sehen.
Bibi Netanyahu wuchs alles andere als wohlhabend auf, obwohl sein Vater Historiker war und an diversen Unis (auch in den USA) lehrte. Als Bibi Geld für die Yoni Stiftung sammelte und begann, in den USA Reden über Israel zu halten, kam er schnell in Kontakt mit jüdischen Wohlhabenden. Und die spendeten dem aufstrebenden Politiker viel Kohle. Leider gewöhnte er sich schnell an den Lebensstil und Sarah war gleich mit dabei. Bis heute. Nur das beste Essen und die besten Zigarren. Wobei wir dann bei dem israelisch – amerikanischen Milliardär Arnon Milchan wären. Wegen ihm laufen, u.a., diverse Anklagen gegen Bibi. Aber was Caspit in seinem Buch berichtet: Netanyahu allein war es nicht, der da enge Kontakte zu Milchan pflegte. Caspit nennt einen Teil anderer Politiker wie Shimon Peres, Ariel Sharon, Yitzchak Herzog, Zipi Livni, Avigdor Lieberman, Silvan Shalom, Ehud Olmert oder Ya’ir Lapid. Der einst junge Ya’ir Lapid arbeitete sogar für Milchan.
Nachzulesen ist das alles auf Seite 182 der Netanyahu Biographie (hebräische Ausgabe).
Bei den letzten Wahlen habe ich Bibi gewählt. Aber nicht, weil es der Likud und Bibi waren, sondern weil ich nicht wollte, dass der linke Yitzchak Herzog ans Ruder kommt. Ob ich Bibi nochmals wählen würde – nach dem Lesen der Biographie ist das eher unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass kaum ein Knesset – Politker ehrlich ist und alle irgendwoher ihre Gelder beziehen. Netanyahu ist, weiß G – tt, nicht allein. Jeder hat so seine Geldquellen und neulich erst sah ich eine Doku, in der die Quellen des Helmut Kohl beschrieben wurden. „Bimbes“, so hieß die Doku und Ihr könnt sie auch Youtube finden.
All die Anklagen und Ermittlungen gegen Netanyahu tun seiner Beliebtheit wenig Abbruch. Ganz im Gegenteil, denn der Likud gewann sogar an Stimmen. Viele Israelis meinen, unsere linksgerichtete Presse hetzte gegen Netanyahu und andere Politiker seien auch nicht besser. Ob Bennett, Lapid und wie sie alle heißen. Jeder hat Dreck am Stecken.
Das Buch endet mit Bibis ältestem Sohn Ya’ir, der da ausschaut wie Sarah und sich schlimmer benimmt wie sie. Ya’ir schreie manchmal seinen Vater an, wisse alles besser und das Volk betrachtet Ya’ir als Nichtsnutz. Mit seinen 27 Jahren hockt er ohne Job daheim und lässt es sich gutgehen. Aktuell will Bibi ihn offenbar ins Auschland schicken, um Vorträge über Israel zu halten.
Viele Israelis können weder Sarah noch ihr Muttersöhnchen Ya’ir ausstehen. Der zwei Sohn Avner arbeitet in einem Restaurant, ist kaum in den Medien und so ganz anders als Ya’ir. Das kommt an. Sarah wird in vielen Leserkommentaren „Miss Piggy“ genannt und Ya’ir ist ein rotes Tuch, welches da nur faul zu Hause hockt und Geld ausgibt.
Ich weiß natürlich nicht, ob Bibi ein zufriedenes Leben führt. Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, mit jemandem zusammenzuleben, an den man per Vertrag gebunden ist. Entweder ist das die schlimmste Strafe im Leben oder man redet sich alles schön.
Im August 2008 traf ich Netanyahu auf der Jerusalemer Bloggerkonferenz, wo er nur wenige Meter entfernt stand und eine Rede hielt. Sarah war nicht dabei.

Live: „Bibi Netanyahu zum atomaren Waffenarsenal des Iran“

Live in englischer Sprache:

 

Bibi Netanyahus Rede auf der aktuellen Müchner Sicherheitskonferenz

In Israel wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird

B“H
Oje, die deutschen Medien sind gleich wieder dabei, wenn es gegen Israel und insbesondere gegen Netanyahu geht. Dasselbe bei Trump und Putin, denn die passen auch nicht in das das deutsch – linke political correctness – Gefüge. Wer heute noch seine Meinung kundtut und damit nicht auf deutscher Merkel – Spur liegt, der ist Nazi, Rassist, undemokratisch und abgeschrieben. Aber liebe deutsche Medien: Israel ist ein sehr demokratisches Land und wir dürfen unbehelligt Mohren – Apotheke, Ziegeunerschnitzel und Negerkuss sagen. Obwohl, es diese Worte hier in wesentlich anderer Form gibt. Unter anderem heißt der Negerkuss – Creme Bo (Krembo).
Die ganze Akte Netanyahu war schon lange vor dem gestrigen Abend bekannt. Genauso wie bekannt ist, dass fast alle Knessetmitglieder Dreck am Stecken haben. Die Linke wie die Rechte und die arabischen Abgeordneten gleich mit, da sie arabische Terroristen treffen und sich finanzieren lassen.
Ja, und jetzt?
Netanyahu tritt nicht ab und die Regierung bleibt bestehen. Die Vorwürfe … ja und? Die Polizei ist auch teilweise korrupt und wer kann schon genau sagen, aus welcher Ecke was kommt. Zuviele Interssengruppen mischen mit und ob Bibi nun Zigarren geschenkt bekam und sich mit dem Erzfeind der Netanyahu – befeindeten Zeitung Yediot Acharonot absprach, tja. Allerdings wundert es mich, dass Yediot und Netanyahu das taten, bei der langjährigen Feindschaft.
Das Volk ist nicht doof und Skandale gibt es immer. Sie sind da und sie verschwinden. Wobei viele bei Netanyahu fragen, was diese Vorwürfe mal wieder sollen. Bei Olmert ist wenigstens Geld im Kuvert geflossen und da ging es richtig zur Bestechungssache. Bei den Netanyahus liegt alles mehr im Hintergrund und Briefumschläge sind auch nicht so an der Tagesordnung.
Noch vor ein paar Tagen machten die deutschen Medien ein riesen Fass auf als Israel iranische Militäreinrichtungen in Syrien bombardierte. „Krieg im Nahen Osten“ und so. Nichts wars. Jetzt ist halt Netanyahu dran, aber wer sich in Israel auskennt, der kennt die langsam mahlenden Mühlen und dass eben alles nicht heiß gegessen wird. Was solls? Sind ja eh alle bestechlich.
Der wahre Skandal ist, dass ausgerechnet Netanyahus Erzrivale Ya’ir Lapid gegen den Premier aussagte. Zwar hat Lapid eine breite Gefolgschaft, aber dass er gegen Netanyahu vom Pferd zog, wo er selber Dreck am Stecken hat, macht ihn heute nicht gerade beliebt. Es ist bekannt, dass Lapid Premierminister werden will und Netanyahu bekanntlich nicht bei den Wahlen schlug. Da versucht man es eben auf andere Art und Weise und deswegen wird heute in den Medien Lapid ausgiebig diskutiert und als Intrigant bezeichnet.
Erst einmal läuft alles, wie gewohnt, weiter. Ob man Netanyahu nun mag oder nicht: Unser Land hat Probleme, die nur ein charismatischer erfahrener Premier bewältigen kann. Und da ist, außer Netanyahu, momentan niemand anders in Sicht. Lapid ist zu arrogant, fern von Otto Normalverbraucher und zu ICH – bezogen. Der Vorsitzende der Arbeiterpartei, Avi Gabbay, ist zu blass und unerfahren. Wer will überhaupt noch die abgefackelte Arbeiterpartei?
Die extreme Linke hat keine Chance, denn Israels Nordgrenze ist stets in Gefahr. Kurz gesagt, man braucht jemanden, der durchgreift und sich durchsetzt. Weiter muss jeder zugeben, dass Netanyahu die Wirtschaft des Landes stabil hält. Keine Einbrüche und ernsthaften Krisen.
In Israel laufen die Mentalitätsuhren anders und man sollte sich in Deutschland davor hüten, die deutsche Mentalität über den israelischen Kamm zu scheren.
Meinungen:
http://www.breitbart.com/jerusalem/2018/02/13/caroline-glick-israel-deep-state-targets-netanyahu-bogus-charges/
http://www.jpost.com/Israel-News/The-corruption-scandals-plaguing-Netanyahu-and-his-family-explained-542559
http://www.jpost.com/Israel-News/WATCH-LIVE-Netanyahu-addresses-Israel-ahead-of-police-reccomendation-542525
Die Knesset

Morgen kommt US – Vize Mike Pence nach Jerusalem

B“H
Am morgigen Sonntagabend wird US – Vize Mike Pence in Jerusalem erwartet. Heute bereits begann er seine Nahost – Tour in Ägypten.
Wer sich dieser Tage als Tourist in Jerusalem aufhält bzw. morgen Abend auch auf dem Ben Gurion Flughafen ankommt, muss sich auf erhebliche Verspätungen und Straßensperren einstellen.
Vom Flughafen wird Pence sofort nach Jerusalem gefahren. Traditionell steigen die Amerikaner stets im King David Hotel ab. Die gesamte Umgebung des Hotels wird abgesperrt sein.
Montag dann trifft Mike Pence auf Präsident Rivlin und Premier Netanyahu. Es wird immer wieder zu Straßenabsperrungen und langen Staus kommen. Tausende Polizisten sind nach Jerusalem beordert worden. Dazu kommt der US – Geheimdienst und wer weiß noch alles.
In Ramallah wird Mike Pence nicht erwartet, denn Holocaust – Leugner Abu Mazen verkündete im Vorfeld, dass Pence in der Palästinensischen Autonomie nicht willkommen ist:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/240918