Leben in Jerusalem

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Ein weiteres „BIBI – GATE“

B“H
Die Polizei ermittelt wieder einmal gegen Premier Netanyahu und unsere zumeist links – aussen Medien jauchzen. Genauso übrigens wie SPON und anderweitige deutsche Medien.
Und wieder einmal geht es um Geschenke, die Benjamin Netanyahu angenommen haben soll. Sogenannte Gefälligkeiten. Kein Cash, sondern halt mal so materielle Vorteile.
Überrascht das?
Nö, keineswegs, denn all unsere Knessetpolitiker leben von Gefälligkeiten und Geschenken. Die arabischen Abgeordneten beziehen Cash von der Hamas und wer weiß, von welchen anderen Terrorgruppierungen. Die linke Arbeiterpartei hält die Hand auf und egal, ob rechts oder links, jeder Abgeordnete hat so seine materiellen Geheimnisse.
Der Unterschied zwischen den Ermittlungen gegen Netanyahu und denen gegen andere Politiker liegt darin, dass die linksgerichteten Medien pausenlos von Netanyahu berichten. Der Premierminister selbst sagt, dass alles, was er tat, im gesetzlichen Rahmen war und die Polizei nichts finden wird.
Was verwundert ist, dass Bibi sich mit Arnon (Noni) Mozes, dem Herausgeber der YEDIOT ACHARONOT (Ynet), traf und kungelte. Seit Jahrzehnten stehen die Zeitung und Netanyahu im Klinsch. YEDIOT ist ein Medienorgan der Linken und hetzte schon immer gerne und viel gegen die Netanyahus. Nun aber trafen sich Netanyahu und Noni Mozes und Letztere versprach, über Netanyahu positiver zu berichten.
Der YEDIOT steht das Wasser bis zum Hals, denn die einst größte Zeitung des Landes, wurde vom Netanyahu – nahen Blatt ISRAEL HAYOM geschlagen. Zuerst, weil ISRAEL HAYOM allmorgentlich kostenlos verteilt wird und zweitens, weil alle bekannten Journalisten nach und nach zu dem Blatt wechselten. Der große Verlierer dabei war die Zeitung MA’ARIV, die fast nur noch in Miniausgaben erscheint. HAARETZ hangelt sich so durch, gilt jedoch als anti – israelisches Hetzblatt.
Die Zeitungen sowohl als auch ihre Online – Ausgaben, die sich halten sind ISRAEL HAYOM sowie YEDIOT ACHARONOT (Ynet). Alles andere wird irgendwann ganz verschwinden.
Dass unsere Medien genauso einseitig berichten wie CNN, BBC oder die Öffentlich – Rechtlichen in Deutschland, ist allseits bekannt. Viele Israelis schauen sich deswegen international um und lesen online israelische Blogs bzw. diverse private Nachrichtensites.
ISRAEL HAYOM brachte heute in riesiger Schlagzeile, dass Netanyahu ein weiteres Komplott gegen sich sieht. Unsere linksgerichteten Medien unternehmen einen erneuen Versuch, die Regierung zu stürzen:
http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=39617
Damit hat er nicht ganz Unrecht, wie wir alle zugeben müssen. Die Presse tut gerade so als sei sie schlauer als alle Polizeiermittler zusammen. Ob die Infos, die auf uns niederprasseln, tatsächlich der Wahrheit entsprechen, kann niemand mit Gewissheit sagen. Angeblich seien Infos geleakt und man berichte brandaktuell.
Fest steht, dass die Polizei offenbar noch gar nichts unternahm und weiter ermittelt, wohingegen die Medien schon wieder Hetze verbreiten. Man hat aus dem Wahlsieg des Donald Trump nichts gelernt und steuert vielleicht auf das nächste mediale Desaster zu.
Arutz 7 jedenfalls meint, dass die Israelis keinen Regierungsumsturz wollen
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/223356
Wie denn auch? Soll man die Linken Yitzchal Herzog oder Ya’ir Lapid zum Premier ernennen, damit diese unser Land zum palästinensischen Abschuss freigeben wie Frau Merkel das in Deutschland tut? Nur, weil ein George Soros mal wieder eine Menge Geld zum Sturze Netanyahus investiert?

Soviel zu Netanyahus tollen Reden und der israelischen Realität

Netanyahu redet viel, doch am Ende kriecht er doch wieder vor Obama!

 

Netanyahu kuscht vor Erdogan und dem Ramadan

B“H
Gestern war einmal wieder ein schwarzer Tag für Israel. Zum Entsetzen fast aller verkündete Bibi Netanyahu ein Abkommen mit der Türkei.
Wir alle erinnern uns an die Flotilla (das Schiff „Marmara“), die da vor einigen Jahren von der Türkei aus nach Gaza schipperte, um die Hamas zu unterstützen. An Bord war die extreme antisemitische Linke sowie arabische Terroristen. Jeder Einzelne von ihnen war bereit, Juden zu töten und so sahen wir dann auch die Messer fliegen als die israelische Marine die Marmara stoppte.
Aktuell verpflichtet sich Israel, circa 20 Millionen Dollar Entschädigung an die Türkei zu zahlen. Damit stellt sich Netanyahu auf die Seite Erdogans und gegen seine eigene Marine. Ich frage mich, wie es dem Diktator Erdogan mit seiner unbedeutenden popeligen Türkei gelingt, die halbe Welt in Schach zu halten.
Wie kann es sein, dass die gesamte Welt dem Islam nachgibt? Immer finden wir nur den Islam, der da idiotische Forderungen stellt und alle anderen spielen das Terrorspiel der Moslems mit. Keiner wagt aufzumucken, sondern alles kuscht. Selbst Netanyahu,der glaubt, die Türkei helfe nun wieder Israel im Kampf gegen den Terror. Dabei ist Erdogan mit ISIS gut Freund.
Zumindest sieht man auf diese Weise wieder einmal, was für ein schmutziges Geschäft die Politik doch ist. Bei der israelischen Bevölkerung kam der Deal jedenfalls nicht gut an und das Land war entsetzt über das, was Netanyahu wieder angestellt hatte. Man erwartet ein rigoroses Vorgehen gegen den arabischen Terror und dann das.
Als ob der Türkei Deal nicht genug war. Ab sofort ist Juden und Touristen der Zutritt zum Tempelberg untersagt. Der Grund: Der Ramadan, denn die Moslems fühlen sich in ihrer Ramadan – Ehre gekränkt. Dabei hat der Islam weder mit Israel noch mit Jerusalem etwas zu tun. Der Prophet Mohammed war nie in Jerusalem und die Stadt ist mit keinem einzigen Wort im Koran erwähnt.
Sobald in Jerusalem am Freitagabend der Schabbat beginnt, rasten viele junge Palästinenser aus. Mit kreischender Musik rasen sie unsere Straßen auf und ab und rufen jüdischen Passanten Beschimpfungen entgegen. Erst vorgestern Abend wieder flog ein Molotow Cocktail auf ein Haus nicht weit von mir entfernt. Aber Hauptsache Ramadan und alle anderen terrorisieren.
Wie dämlich ist die Welt eigentlich, um vor dem Islam zu kuschen? Sind alle total verrückt geworden? Moral und westliche Werte werden heutzutage als Rassismus oder Nazi – Ideologie betitelt.
Weitere Details:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/214190
http://www.timesofisrael.com/as-fresh-clashes-erupt-police-close-temple-mount-to-tourists/

Netanyahu ist der Meister des Ausspielens

B“H
Keine Frage, Bibi Netanyahu versteht sein politisches Handwerk. In den vergangenen Woche versuchte er den Vorsitzenden der Arbeiterpartei, Yitzchak Herzog, zu einer großen Koalition zu bewegen. Herzog sprang freudig und zugleich naiv auf den Verhandlungszug auf. Die Parteimitglieder hingegen wollen ihre Partei lieber in der Opposition sehen, doch Yitzchak Herzog packte der Karrieretrip, denn er gierte nach einem dicken fetten Ministerposten. Seine innerparteiliche Konkurrentin Shelly Yechimovitz macht ihm das Leben eh zur Hölle und so wollte Buji (Herzogs Spitzname) wenigstens einen kleinen Erfolg für sich in Anspruch nehmen. Am Ende jedoch wurde er zu gierig und hintenrum verhandelte Netanyahu bereits mit Avigdor Leiberman von Yisrael Beiteinu. Ja der, der da im Ausland als totaler Fanatiker dargestellt wird. Zu Unrecht, denn Lieberman wurde schon vor längerer Zeit zum Softie, auch wenn er ab und an mal wieder herumpoltert.
Jahrelang war der laute Russe Außenminister und jetzt wird er aktuell zum neuen Verteidigungsminister ernannt. Der bisherige Verteidigungsminister und ehemalige Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Moshe „Bogi“ Ya’alon, wurde geschasst. Gründe hierfür gibt es mehrere und die Mehrheit der Bevölkerung weint dem roten Ya’alon keine Träne nach. Dieser zieht sich nun aus der Knesset sowie aus dem politischen Leben zurück. Vorerst zumindest. Seinen Knessetsitz nimmt Yehudah Glick ein, der durch das Nachrückverfahren Abgeordneter (LIKUD) wird. Ausgerechnet jener Yehudah Glick, der im Oktober 2014 von einem Palästinenser aus meinem Stadtteil niedergeschossen worden war und nur knapp überlebte. Yehudah Glick, der ständig den Tempelberg besucht und die Palästinenser in die Schranken weist.
Wenn das erst SPON & CO. mitkriegen. Auweia. Dann geht die Israel – und Netanyahu – Hetze erst so richtig los. Eine rechte jüdische Nazi – Regierung und die armen palästinensischen Terroristen, die doch einzig und allein nur frustriert sind…
Yehudah Glick wird definitiv für mehr Action in der Knesset sorgen, doch mit Lieberman bleibt alles beim Alten. Wer da jetzt einen neuen Krieg heraufbeschwört, kennt die israelische Politik nicht. Avigdor Lieberman liebt es zu poltern und wir würden uns wünschen, dass bezüglich des täglichen arabischen Terrorismus endlich einmal durchgegriffen wird. Aber darauf können wir auch mit Lieberman als Verteidigungsminister lange warten.
Netanyahu hat jedenfalls einmal wieder alle Joker aus dem Ärmel gezogen und Yitzchak Herzog so richtig verkackeiert. Geschieht ihm recht, dem machtgeilen Sozi, der sich zusammen mit Ya’alon aus der Politik verabschieden sollte.

Dummheit oder will General Ya’ir Golan in die Knesset?

B“H
Es ist immer wieder erstaunlich, wie hohe israelische Militärs und ehemalige Leiter von Mossad sowie dem inneren Geheimdienst Schabak sich nach ihren offiziellen Amtsperioden als absolute Linke entpuppen. Zusammen mit der Arbeiterpartei und sämtlichen Linken verteidigen sie sogar die Palästinenser oder zeigen laienhaftes „Verständnis“. „Israel müsse einen Großteil seines Territoriums an die Palästinenser abtreten.“ Dabei zeigt die langjährige Erfahrung, dass dieser Akt allein ein gefährliches Sicherheitsrisiko mit sich bringt. Und gerade die Militärs sollten das wissen. Andererseits kann es genauso sein, dass man sich nach der Amtsperiode in der Politik etablieren, weil man machtsüchtig ist und nicht einfach nach Hause gehen und gelangweilt vor dem Fernseher enden will.
Innerhalb der letzten Jahrzehnte fanden wir mehrere hohe Militärs oder Geheimdienstler in der Politik wieder. Wobei niemand so richtig fragt, ob denn diese Leute besonders qualifiziert sind. Die Knesset ist nicht die Armee, obwohl es dennoch manchmal so erscheint.
Aus Deutschland kenne ich es nicht, dass Truppenkommandeure oder der Oberbefehlshaber der Bundeswehr politische Reden schwingen, um in den Bundestag gewählt zu werden. Machtgeil und mit dem Drang, in der Öffentlichkeit stehen zu wollen. Der einstige Oberbefehlshaber Ehud Barak war stets ein guter Verteidigungsminister, doch als Premier erwies er sich als ausgesprochene Niete. Leider kapieren die hiesigen hohen Militärs und Geheimdienstler nicht, dass ihre Qualifikation nicht für alles steht. Nach einer Führungsposition werden offenbar viele größenwahnsinnig.
Ist General Ya’ir Golan auf demselben Pfad und sucht einen Einstieg in die Politik? Eine Menge Israelis sehen das so nach des Generals Rede zum Yom Hashoah vor zwei Wochen. Da nämlich gab Ya’ir Golan zum Besten, dass er das heutige Israel bzw. die Gesellschaft so sehe, wie die Deutschen in den 30 – iger Jahren. Kurz gesagt, er zog einen Vergleich zwischen dem Deutschland vor der Nazizeit und der heutigen israelischen Gesellschaft.
Mein Zweitjob bringt es mit sich, dass ich mit sehr viel Leuten in Kontakt komme. Darunter auch Militärs. Jemand, der Ya’ir Golan kennt, sagte mit, dass der General das nicht so gemeint bzw. sich falsch ausgedrückt habe. Die Mehrheit der Leute, mit denen ich sprach (Militärs und Zivilisten) waren entsetzt. Das halbe Land schrie nach der Rede auf, denn Golan wisse offenbar nicht, was vor und während der Nazizeit in Deutschland abging. Dass Juden verfolgt wurden, bestimmte Berufe nicht ergreifen konnten und kaum mehr Rechte hatten. Dagegen haben die Palästinenser in Israel sämtliche Rechte. Die Geschichte mit der heutigen Zeit zu vergleichen, ist einfach nur dumm. Allerdings unterschätzen eine Menge israelische Politiker und Militärs ihre historischen Kenntnisse. Selbst ein Uni – Professor aus Tel Aviv beklagte sich entsetzt als wir das Thema diskutierten.
Dann begann Verteidigungsminister Ya’alon zu zicken, indem er verkündete, dass alle Militärs sich auch einmal politisch äußern sollten. „Nur zu“, so seine Ansage. Daraufhin flippte Netanyahu aus und es kam zu einem „klärenden“ Gespräch zwischen den Beiden.
Meiner Ansicht nach hätte Ya’ir Golan eine offizielle Rüge verdient und Ya’alon gehört gefeuert. Aber die Politik und all die kleinen Kungeleien spielen da ihre eigenen Machtspielchen.
Ein Offizier sollte bei seinen Leisten bleiben und in Uniform keinerlei politische Reden schwingen. Vor allem sollte er mit all seinem Unwissen keine wirren historischen Vergleiche aufstellen. Was mich wundert ist, dass die internationalen Medien nicht gleich eingestiegen sind. „Ja, sogar ein General sagt jetzt was blabla.“
Ya’ir Golan kapiert gar nicht, was er für Schaden anrichten kann, mit seinen dummen Theorien. Und dann geht das Israel Bashing wieder von vorne los, weil ein General zeigen wollte, dass er in die Knesset will.

Das Wort zum israelischen Sonntag

B“H
Der Sommer ist da und das auch gleich so richtig knallig: Morgen „leiden“ wir in Jerusalem unter schlappen 38 Grad Celsius. Dafür kühlt es sich am Mittwoch auf 23 Grad Celsius ab, doch am Schabbat kommen die Hitze zurück.
Meine Blogs lasse ich manchmal aus Zeitmangel schleifen, aber nein, aufgeben tue ich sie nicht. Ich muss zugeben, dass ich momentan nichts so sehr hasse, wie meinen Zweitjob. Er nimmt mir meine ganze Freizeit und ich war zu blöd, dass vorher genau zu durchdenken. Jetzt hänge ich in einem Job, den ich weder will noch brauche, da ich mit meinem Hauptjob mehr als genug verdiene.
Kündigen?
Ja, wollte ich schon in der ersten Arbeitswoche, aber vertraglich sind wir zu mindestens sechs Monaten verpflichtet. Und wenn wir vorher kündigen, was ein paar Leutchen schon getan haben, müssen wir 500 Schekel Strafe zahlen. Das klingt nicht viel, aber gönnen tue ich das dem Arbeitgeber nicht. Und deswegen hoffe ich darauf, vorher gefeuert zu werden. Alle paar Monate wird nämlich circa der Hälfte der Belegschaft eben mal so gekündigt, denn so erspart sich das Unternehmen die Renteneinzahlungen. Neu ist diese Methode nicht, denn vor Jahren wurde dieses Verfahren bereits bei der Hebrew University praktiziert. Bevor ein Arbeitnehmer alle Rechte erhält, wird er nach wenigen Monaten gefeuert. Dann kommen neue Leute, denen dasselbe Schicksal droht. Und so weiter, und so weiter.
Diejenigen, die eine Familie zu ernähren haben, sind besonders betroffen und es ist eine riesige Arbeitgeber – Abzocke – Schweinerei. Mir dagegen käme die Kündigung meines Zweitjobs mehr als gelegen und ich würde Freudentänze aufführen, da ich nicht auf den Job angewiesen bin. Andere wiederum sind es und was soll aus denen bei der miesen Lage auf dem Arbeitsmarkt werden? Noch dazu, wo viele von ihnen gehobeneren Alters sind. Ein Bekannter wurde vor ein paar Wochen gefeuert und ich sitze neidisch da.
Okay, all diese Konditionen bringt unsere Zeit wohl so mit sich. Ein fester Arbeitsvertrag zählt kaum mehr etwas und richtig betrogen werden die Zeitarbeiter. Mit Zeitarbeit habe ich in Israel keinerlei Erfahrung, doch kann es kaum schlimmer zugehen als meine Festanstellung im Zweitjob.
Was gibt es noch Neues im Ländle?
Netanyahu und der Vorsitzende der Arbeiterpartei, Yitzchak Herzog, planen eine große Koalition. Auch und vor allem in der Politik geht die Kungelei um. Hoffentlich enden wir mit den Linken nicht so wie die deutsche Bundesregierung. Dort entpuppten sich die Linken als bestens gerüstete Diktatoren und sie sind keinen Deut besser als rechte Diktatoren. Dabei hatten wir einst auf die Moderne, den Liberalismus und all das gehofft. Jetzt ist der Liberalismus da und zwingt die Menschen in eine unerwartete andere Diktaturform.

Video von der Pressekonferenz mit Benjamin Netanyahu heute Abend in Jerusalem