Leben in Jerusalem

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Neues zum Mindestlohn, den Netanyahus und dem Wetter

B“H
Gestern war der erste verregnete Tag in diesem Herbst. In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es Gewitter und dann goss es so richtig los. Zumindest bis zum Mittag und dann war wieder eitel Sonnenschein. Trotzdem ist der Herbst auch in Israel angekommen und es ist deutlich kühler geworden. Die Uhren wurden in der vergangenen Nacht auf Winterzeit umgestellt und da Europa gleichzog, ist Israel Deutschland zeitlich wieder eine Stunde voraus.
Dem politischen Geschehen im Land folge ich momentan nicht besonders. Okay, die Netanyahus stehen immer noch unter Beschuss, aber das ist nichts Neues. Entweder geht es um Bestechungsgelder oder um die Absprachen zwischen Bibi Netanyahu und dem Herausgeber der linksgerichteten Zeitung Yediot Acharonot. Die Yediot (im Internet bekannt als Ynet) hetzt bekanntlich gegen Netanyahu. Und das seit mehr als einem Jahrzehnt. Da kam vor wenigen Jahren die Story mit dem ältesten der zwei Netanyahu – Söhne, Ya’ir, gerade recht. Ya’ir hat zur damaligen Zeit eine christliche Freundin. Und das, wo Bibi selbst immer so auf seine jüdische Identität pocht.
Nicht nur, dass die aus Skandinavien stammende Freundin Christin war. Nein, sie war auch noch aus der Sekte der Evangelikalen, welche da aktive Judenmission betreibt. Die Evangelikalen hassen das Judentum sowie alle frommen Juden.
Yediot Acharonot hetzte gegen Ya’ir und Freundin und Bibi wollte dem Einhalt gebieten. Schnell verschwanden die Negativschlagzeilen und Ya’ir hatte dann auch eine jüdische Freundin und die Sektentussi war weg vom Fenster.
Die israelische Politik war schon immer korrupt und daran wird sich auch nichts ändern. Egal, welche Partei und welcher Politiker. Ob rechts oder links – die Knesset ist korrupt! 
In einem kleinen Land, wie dem unseren, sind Kungeleien an der Tagesordnung. Genauso wie in Deutschland in der Ära Kohl oder beim Franz Josef in Bayern. Ich möchte erst gar nicht wissen, was die Angela so treibt und wie sie ihre Schäfchen ins Trockene bringt. Kurz gesagt, auch in Israel ist der kleine Mann stets der Dumme.
Und dann schlägt die Nachricht ein, dass der gesetzliche Mindestlohn ab dem kommenden Monat erhöht:
http://www.globes.co.il/en/article-israels-minimum-monthly-wage-to-rise-to-nis-5300-1001208922
5300 Schekel monatlicher Mindestlohn sind circa 1300 Euro. Wer da Miete zahlt, Schulgeld für die Kinder, Rechnungen und Lebensmittel kommt mit 5300 Schekel nicht über die Runden. Deswegen arbeiten in Israel normalerweise beide Eheleute, wenn man denn verheiratet ist und Kinder hat. Singles haben es nicht unbedingt einfacher, denn allein die Mieten sind hoch und kleinere Wohnungen sind Mangelware.
Das Problem, was sich seit einiger Zeit auftut ist, dass die Arbeitgeber zwar den gesetzlichen Stundenlohn zahlen, dafür aber den Arbeitgeber nur sieben anstatt acht Stunden am Tag arbeiten lassen. Und wer keine acht Stunden arbeitet, der hat keinen Anspruch auf den monatlichen Mindestlohn!
Und genau das ziehen viele Unternehmen durch, um so den monatlichen Mindestlohn zu umgehen und Personalkosten zu sparen. Bestes Beispiel: Die Jerusalem Post.
Beim Arbeitsvertrag sollte man also aufpassen, dass acht Stunden pro Tag gearbeitet werden und keine sieben, sonst steht man am Ende mit zu wenig Geld da.
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Zu den Metalldetektoren an der Klagemauer (Kotel)

B“H
Soweit ich mich erinnere, gab es vor dem Betreten des Klagemauerplatzes (Kotel) schon immer Sicherheitschecks. Sei es, dass in der Achtziger Jahren sich die Besucher in Reih und Glied zur Taschenkontrolle aufstellen mussten und, wie seit mindestens zwei Jahrzehnten, durch Metalldetektoren laufen müssen.
Selbst Muslime, die über den Kotel Plaza laufen, tun dies ohne zu murren. Nur bei sich auf dem Tempelberg randalierten sie als die israelische Regierung nach der Ermordung zweier Polizisten Metalldetektoren aufstellen liess, um den Waffenschmuggel auf dem Tempelberg zu stoppen.
Die Palästinenser randalierten mit Erfolg und Netanyahu knickte, wie immer, ein. Die Detektoren verschwanden, doch wer zur Klagemauer will, der muss weiterhin die Detektoren passieren. Warum eigentlich?
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/234900

77 % der Israelis gegen den Abbau der Metalldetektoren

B“H
Laut der Umfrage eines israelischen TV Senders sind 77 % der Bevölkerung gegen die Kabinettsentscheidung, die Metalldetektoren sowie die Security Cameras vom Tempelberg zu nehmen:
http://www.timesofisrael.com/poll-most-israelis-say-government-capitulated-over-temple-mount-security/
Ein paar Tage lang machten die Palästinenser Randale, weil sie offenbar etwas zu verbergen haben, und schon knickt Netanyahu ein. Nicht, dass das so neu wäre, denn es ist bekannt, dass er, auf Deutsch gesagt, keinen Ar… in der Hose hat. Ein Weichei, das viel labert, doch sich nie durchsetzen kann.
Und so feierten die Palis gestern ihren Sieg. Ein wenig Randale und schon kriegen sie ihren Willen. In Israel ist man sauer, weil Netanyahu sich wieder einmal als Volltrottel entpuppte. Die Palästinenser sehen sich als die Stärkeren, denn nur ein bisschen Randale und ein paar grausam ermordete Siedler wirkt Wunder.
Jetzt sind wieder die israelischen Polizisten die Dummen, denn sie können jederzeit auf dem Tempelberg attackiert werden. Seit Jahren schmuggeln die Palästinenser Waffen auf den Tempelberg. Das Areal selbst ist im Islam nicht von religiöser Bedeutung, denn Mohammad war weder jemals in Jerusalem noch ist die Stadt im Koran erwähnt.
Wie ich bereits schrieb, geht es den Palästinensern um Machtdemonstration. Wer den Tempelberg hat, der hat auch noch eine Chance, das ganze Land einzunehmen. Unterdessen hetzte Holocaust – Leugner Abu Mazen seine Leutchen erst richtig auf. Man solle morden und Israelis attackieren. Auf diese Weise will Abu Mazen seine Stärke beweisen, denn er will der Konkurrenz genannt Hamas in nichts nachstehen. Der Holocaust – Leugner will seine Position behalten und nicht von der Hamas ausradiert werden.
Gestern Abend hörten wir in unserem Stadtteil erneut Explosionen vom Tempelberg. Letzterer liegt sozusagen gleich um die Ecke. Es war Randale. Entweder dort oder im nahegelegenen palästinensischen Stadtteil Silwan (der ursprünglich einmal jüdisch war).
Es geht nicht um Metalldetektoren, sondern die Palästinenser brauchen, um ihre Machtposition zu erhalten, den Tempelberg. Egal wie. Obwohl der Islam weder mit Jerusalem noch etwas mit dem Tempelberg zu tun hat. Die Juden hatten schon ihre Tempel dort stehen als es den Islam noch gar nicht gab.
Dank Netanyahu sehen sich die Palästinenser wieder einmal in ihrem Terror bestätigt. Erneut sind er sowie die israelische Linke der Buhmann der Nation. Wenn es so weitergeht, wird es bei den kommenden Wahlen einen gewaltigen Rechtsruck geben, denn allein die Hizbollah im Libanon droht mit einem Großangriff. Der Iran versorgt den Terrortrupp unter Scheich Nasrallah mit Langstreckenraketen und damit wird die Hizbollah zum israelischen Feind Nummer Eins.
Weitere Infos:
Wer im Kabinett war gegen den Abbau der Metalldetektoren?
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/232951

Zum Trump – Besuch in Jerusalem

B“H
US – Präsident Donald Trump ist heute Nachmittag kurz nach 16.00 Uhr nach Rom weitergeflogen, wo er den Papst trifft. In Jerusalem zieht man ein positives Fazit von dem Kurzbesuch, wobei nur Benjamin Netanyahu sowie enge Regierungsmitglieder die wahren Geheimnisse kennen. Was genau vereinbarte Trump mit den Saudis und wie wird es weitergehen?
Von einer Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem war jedenfalls vorerst nicht mehr die Rede. Ebenso wenig von den israelischen Siedlungen. Religiöse und säkulare Siedlungen zugleich, denn beide Varianten gibt es. Warten wir erst einmal ab, was die Zukunft so bringt.
Zuviel erwarten tut sich in Israel niemand, auch wenn Donald Trump immer wieder betonte, wie sehr sich der saudische König den Frieden wünscht. Und eben jener König war es dann auch, der Trump bat, die US – Botschaft nicht nach Jerusalem zu verlegen. Nicht, dass die Saudis die Palästinenser so sehr lieben. Das tun sie garantiert nicht, aber man will die Amerikaner nicht zu sehr auf der Seite Israels wissen.
Nach seinem gestrigen Besuch an der Klagemauer gab sich Donald Trump höchst emotional und man merkte ihm an, dass er tief bewegt war. Heute geigte er Abu Mazen in Bethlehem gleich die Meinung und sagte ihm, dass Terror keinen Frieden bringe. Abu Mazen selbst ruft die Palästinenser immer wieder zu neuen Terrorattentaten bzw. zum Mord an Israelis auf. Selbstmordattentäter und jegliche palästinensische Mörder werden von Abu Mazen hochgelobt und honoriert. Auch weigert sich Abu Mazen vehement, einen jüdischen Staat anzuerkennen und das allein ist der Knackpunkt, den Israel nicht akzeptieren kann und will.
Aber davon redete Trump in den zwei Tagen seines Besuches nicht. Stattdessen lernte er viel jüdische Geschichte und schlenderte zur Klagemauer.
Deutschland betont stets, der beste Freund und Verbündete Israels zu sein, doch das stimmt nicht. Der beste und wichtigste Freund und Verbündete sind und bleiben die USA. Zudem haben sich mit Trump und Netanyahu zwei Männerfreunde gefunden. Da kann die spröde Angela nicht mithalten. Inwieweit die USA das muslimische Europa bereits abgeschrieben haben, kann hier niemand so genau sagen. Tatsache aber ist, dass Europa sich dramatisch verändert und wer weiß, wie lange die dortigen Demokratien noch standhalten.
Aber, wie gesagt, zuviele Hoffnungen hegt Israel nach dem Trump – Besuch nicht, denn weder Trump noch seine Berater kennen die Mentalitäten des Nahen Osten. Und gerade die zu kennen, um Zusammenhänge zu begreifen, ist das A und O.

Donald Trumps fantastische Rede im Jerusalemer Israel Museum

B“H
Heute Nachmittag, kurz bevor Donald Trump Israel wieder verliess, hielten Bibi Netanyahu sowohl als auch Trump zwei fantastische Reden im Jerusalemer Israel Museum. Für den Fall, dass deutsche Medien falsch oder wieder einmal gar nicht berichten, hier die zwei Reden!

 

Zuerst Bibi Netanyahu

 

Und nach ihm Donald Trump.
Kaum zu glauben, aber der amerikanische Präsident sprach das aus, was sich kein anderer internationaler Politiker zu sagen traut. Israel ist die ewige Heimat der Juden. Trump sprach von den zwei Jerusalemer Tempeln, seine ewige Verbundenheit und Freundschaft sowie von König David. Ferner sei er stolz zu sehen, dass israelische Kampfpiloten die neuesten Flugzeuge aus den USA fliegen.
Trumps Rede war emotional und alle waren positiv überrascht. Er hatte genug Hintern in der Hose, so richtig loszulegen und heute hörten wir keine widerliche Politicial Correctness und „Och, darf ich denn das jetzt sagen oder bin ich da etwa Nazi?“
Was wir vernahmen, war seine Meinung, die er auch zum Ausdruck brachte. Eine glänzende Rede!!!

 

Abu Tur (Jerusalem) bereitet sich auf Trump – Besuch vor

B“H
Unsere Stadtverwaltung und Bibi Netanyahus Office haben entschieden, dass ausgerechnet der Stadtteil, in dem ich wohne, Donald Trumps Helikopter beherbergen soll.
Morgen Mittag gegen 12.00 Uhr landet der amerikanische Präsident auf dem Ben Gurion Flughafen. Dann gibt es die üblichen Zeremonien und er wird mit dem Helikopter nach Jerusalem geflogen. Gelandet wird auf einem Parkplatz in meinem Stadtteil und dieser Parkplatz wurde heute gewienert und geschrubbt. Noch nie war der so sauber wie heute. 🙂
Parkende Autos sah man heute bereits nicht mehr, sondern nur Armee Jeeps und Fahrzeuge der Stadtverwaltung. Irgendwann am Morgen hatte das Security Personal eine zweistündige Übung, sagte mir ein Wachmann.
Ab Morgen ist kein Durchkommen mehr und es wird von Secret Service, Armee, Polizei und privaten Sicherheitsdiensten nur so wimmeln. Deswegen bleibe ich die kommenden zwei Tage daheim. Ich bin nicht die Einzige, die nicht zur Arbeit kann, denn vielen Jerusalemern geht es nicht viel besser. Busse werden umgeleitet und keiner hat einen Plan wann, wo und wohin. Abu Tur ist eingekesselt und den Stadtteil zu verlassen oder hineinzukommen wird eine Security – Tortur. Das tue ich mir dann doch nicht an.
Eine Bekannte, die in der HaPalmach Street in Katamon wohnt, kann ihre kleinen Kinder in den kommenden zwei Tagen nicht zum Kindergarten schicken. Straßensperren und der Kindergarten macht gleich dicht bis Mittwoch. Eine Kassiererin in einem nahegelegenen Supermarkt erzählte mir, dass sie gegenüber vom King David Hotel wohnt. Dort, wo Trump absteigt. Sie weiß nicht, ob sie nach Feierabend überhaupt in ihre Straße kann und plant, bei Freunden zu übernachten.
Wer von uns hätte denn auch geahnt, dass Trump ausgerechnet bei uns in Abu Tur landet. Wieso nicht bei der Knesset oder sonstwo, aber doch nicht mitten in einem Wohngebiet, wo wir Bewohner uns nicht mehr frei bewegen können.
Gegen 13.00 Uhr soll Trump morgen in Jerusalem landen. Dann trifft er Präsident Rivlin und stattet der Altstadt einen Besuch ab. Grabeskirche und Klagemauer. Deswegen wird die gesamte Altstadt morgen gesperrt. Gegen 16.00 Uhr bezieht Donald Trump das King David Hotel, 18.00 Uhr Essen bei den Netanyahus und danach Essen bei Ruven Rivlin.
Am Dienstag fliegt Trump (vom Parkplatz aus) nach Bethelem, wo er Holocaust – Leugner Abu Mazen trifft. Danach geht es ins Holocaust Museum Yad Vashem. Irgendwann am späten Dienstagnachmittag fliegt Trump weiter zum Vatikan und Jerusalem kann wieder autatmen.
Hier wird Donald Trumps Helikopter morgen Mittag landen:

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Flaggen

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Die Derech Hebron Street bereitet sich vor

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Premierminister Netanyahu hielt eine Pressekonferenz für internationale Medienvertreter

B“H

Die Zeit, das gesamte Video anzuschauen lohnt sich, denn hier wird der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bestens erklärt!

Immer wieder werden internationale Medienvertreter zu Pressekonferenzen der Regierung eingeladen und es werden ihnen sämtliche Details und Hintergründe vorgetragen. Journalisten können alles erfragen und man zeigt ihnen Beweise wie Photos oder Videoaufzeichnungen.
All das aber ändert nichts daran, dass Journalisten, Politiker und fast die ganze Welt gegen Israel ist und die Palästinenser und selbst den arabischen Terror vorzieht. Terroristen werden als „Widerstandskämpfer“ betrachtet und Israel sei der alleinige „Aggressor“.
In der Mitte des Videos beantwortet Netanyahu Journalistenfragen und macht klar, dass er seit Monaten oder sogar Jahren Abu Mazen in regelmäßigen Abständen zu einem Treffen einlädt. In Israel bekommen wir die ebenso regelmäßigen Absagen von Abu Mazen mit, international jedoch heißt es, Netanyahu weigere sich. Seit längerer Zeit weigert sich Abu Mazen, Netanyahu zu treffen und fordert stattdessen die palästinensische Jugend zu mehr Terrorattentaten gegen Juden auf.