Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Israel'

Schlagwort-Archive: Israel

Der linksliberale Knessetabgeordnete Ya’ir Lapid zum Umzug der US – Botschaft nach Jerusalem

B“H
Tatsachen, die Euch in Deutschland vorenthalten bleiben: Der israelische linksliberale Knessetabgeordnete und Parteivorsitzende von YESH ATID, Ya’ir Lapid, zum Umzug der US – Botschaft nach Jerusalem:

 

 

Ich bin definitiv kein Freund von Ya’ir Lapid, dennoch aber machte er sich in den letzten paar Jahren einen Namen damit, sämtliche Israel – Boykotte zu bekämpfen und aktive Hasbarah (Aufklärung) zu betreiben. Lapid wurde richtig international, wohingegen die Arbeiterpartei auf ihrem immer andauernden altmodischen Level herumkriecht.

 

Advertisements

Leserfrage: „UNO Abstimmungsergebnis gegen Jerusalem“

B“H
Vor ein paar Tagen bestimmte die UNO, dass Jerusalem NICHT jüdisch sei. Juden bzw. Israel haben angeblich keinerlei Beziehungen zu Jerusalem.
Irgendwie müssen da die Menschen die Bibel falsch verstanden haben. Juden haben also nichts mit Jerusalem zu tun, sondern lediglich Moslems. Vielleicht auch noch ein paar Christen, aber lieber doch wohl eher die Moslems. Alles ist Islam und war schon immer Islam. Selbst die Dinosaurier waren einst schon Moslems!
Es ist unglaublich, wie die Welt ihre eigene Geschichte verfälscht. Selbst George Orwell hätte diese Ausmaße niemals vorhergesehen.
In ein paar Jahren wird es heißen, dass Europa schon immer muslimisch war. Schon immer und wer etwas anderes behauptet, wird weggesperrt.
Unter jenen Ländern, die bei der UNO gegen Israel und Jerusalem als jüdisch stimmten, war, wie könnte es anders sein, auch Deutschland. Europa stimmte gegen Israel und wer letztendlich für Israel stimmte bzw. sich enthielt, erfahrt Ihr hier:
http://www.jpost.com/Israel-News/UN-disavows-Israeli-ties-to-Jerusalem-515730
Auf der einen Seite betrachtet sich Deutschland als toller Freund Israels. Gleichzeitig aber stimmt man bei der UNO gegen Israel und ein jüdisches Jerusalem. Nebenher finanziert die Bundesregierung sowie einige ihrer Stiftungen den palästinensischen Terror. Man finanziert palästinensische Organisationen, die Israelis umbringen und den Terror fortsetzen.

 

Amerikanische Botschaft in Jerusalem hin oder her …

B“H
In Jerusalem ist der palästinensische Terror ständig gegenwärtig und eine etwaige Botschaftverlegung wird in der Praxis 3 – 4 Jahre dauern. Und wer weiß, was is dahin noch alles passiert.
In den deutschen Medien wird ununterbrochen gegen die Verlegung der US – Botschaft gewettert und in Jerusalem ist das kein Thema. In der Politik vielleicht, aber im Alltag nicht. Es befinden sich schon zwei amerikanische Konsulate in der Stadt. Eines davon in Ostjerusalem, wo Palästinenser ununterbrochen Visa in die USA beantragen. Am liebsten würden viele von ihnen gleich ganz dort bleiben. Demnächst muss ich auf die deutsche Botschaft nach Tel Aviv und ich bin gespannt, wieviele Palästinenser dort herumkurven. Man will weg. Nicht unbedingt wegen der Politik, sondern die Leute erhoffen sich im Ausland wirtschaftliche Vorteile.
In Jerusalem regnet es und es ist verhältnismäßig kalt. Aber nur bis zum Freitag, denn dann steigen die Temperaturen wieder an. In Deutschland warnt der Antisemit und bester Freund des Iran, Sigmar Gabriel. Hierzulande interessiert das keine olle Sau – um es mal deutsch auszusprechen.
Ob Hamas und sonst wer drohen … Arabische Terrororganisationen drohen tagtäglich. Bis heute weigert sich die palästinensische Führung, Israel als jüdischen Staat überhaupt anzuerkennen. Aus diesem Grund gibt es auch keine direkten Friedensverhandlungen.
Vor ein paar Jahren war ich auf einer Wahlveranstaltung, auf der, unter anderem auch der arabische Knessetabgeordnete Achmad Tibi sprach. Seinen Aussagen nach verlangen die Palästinenser von Israel:
Abschaffung der israelischen Nationalhymne
Abschaffung alles Jüdischen
Abschaffung der israelischen Nationalflagge und des Namen Israel. Das Land solle international werden, womit der Islam gemeint ist.
Diese Forderungen kann er in Deutschland leicht durchbringen, denn dort liegt die Bereitschaft zur Unterordnung extrem hoch. In Israel hingegen ist damit kein Blumenpott zu gewinnen.
Ob die US – Botschaft letztendlich verlegt wird? Warten wir erst einmal ab.

Zur deutschen Staatsbürgerschaft, den Steuern und dem Unterschied zu US – Bürgern in Israel

B“H
Mitte Dezember muss ich zur deutschen Botschaft, da ich einen Kaufvertrag unterschreibe und von der Botschaft eine Unterschriftsbestätigung benötige. Zur Botschaft gehe ich als Ausländer, denn ich bin kein deutscher Staatsbürger mehr, sondern „nur“ Israeli.
Viele Deutsche, die im Ausland wohnen und eine zweite Staatsbürgerschaft annehmen, können so leicht ihren deutschen Pass verlieren, wenn sie denn nicht eine bestimmte Prozedur beim Auswärtigen Amt durchlaufen. Informiert Euch diesbezüglich direkt bei den Behörden, damit es kein böses Erwachen gibt. Auch wer seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt und sich in Deutschland komplett abmeldet, sollte sich vorher eingehend informieren, damit er seine Rentenansprüche nicht verliert.
Der deutsche Pass war mir nicht wichtig und die israelische Staatsbürgerschaft reicht mir vollkommen aus.
Wer als Deutscher lediglich in die Schweiz zieht, um Steuern zu sparen, wird vom deutschen Staat in Ruhe gelassen. Ebenso derjenige, der sich in Deutschland komplett abmeldet. Bei US – Amerikanern ist das anders, denn solange man einen US – Pass besitzt, ist der Amerikanr in den USA steuerpflichtig. Jährlich müssen amerikanische Juden, die nach Israel einwanderten, jedoch neben dem israelischen Pass ihren amerikanischen Pass behalten haben, bei der IRS (Internal Revenue Service) ihre Steuererklärung abgeben. Als US – Bürger ist man in sowohl in Israel als auch in den USA steuerpflichtig. Dies betrifft eingewanderte amerikanische Juden mit oder ohne israelischer Staatsbürgerschaft. Amerikanische Steuerbehörden kennen da keine Ausnahme und auch derjenige, der kein Geld hat, muss bei der IRS seine Steuererklärung einreichen. Aus diesem Grund gibt es in Israel eine Menge amerikanischer Steuerberater, die den hiesigen US – Bürgern die Arbeit anehmen. Eine Freundin von mir ist Spezialistin für amerikanisches und kanadisches Steuerrecht.
Deutsche Staatsbürger haben es da einfacher, denn der deutsche Staat verfolgt sie nicht über den gesamten Erdball. Die USA hingegen ihre Bürger schon. Bei mir ist es lediglich das israelische Finanzamt und alles, was ich auf Amazon verdiene, geht teilweise auch durch die IRS. Als ich mich bei Amazon.com anmeldete, war das ein riesiger Papierkrieg. Allein zu beweisen, dass ich kein im Ausland lebender US – Bürger bin.
Die deutsche Botschaft von Tel Aviv hat auf ihrer Website eine Menge Vorschriften. All diese Kleinlichkeiten ist man in Israel gar nicht gewohnt und es fehlt eigentlich nur noch, dass einem die Botschaft die Kleidung vorschreibt. Man scheint dort vorwiegend mit Visaausstellungen und Pässen beschäftigt zu sein. Viele junge Israelis mit deutschen Vorfahren haben das Recht auf einen deutschen Pass. Dabei wollen sie nicht immer nur nach Berlin ziehen, sondern nach London oder Paris. Und für die USA braucht man, soweit mir bekannt ist, mit einem deutschen Pass kein Visum. Mit einem israelischen Pass schon.
In Israel gestrandeten Deutschen hilft die eigene Botschaft wenig, denn es werden, laut Website, nur die Angehörigen in Deutschland verständigt und bei Bedarf, gibt die Botschaft eine Anwalts – und Dolmetscherliste aus. Das wars.
Mein Smartphone darf ich auch nicht mit in die Botschaft bringen. Es sollen Locker zur Verfügung stehen, die man auf eigene Gefahr hin nutzen kann. Na, dann … 🙂
Im Gegensatz zu Deutschland geht es auf israelischen Behörden etwas legerer zu. Wer Staatsbürger ist und auf einen netten Angestellten stößt, kann diskutieren und am Ende eine kulante Einigung erreichen. Es geht nicht alles so strikt nach Gesetz und allein die deutsche Botschaft schreibt schon vor, wie der Kaufvertrag bei einer Unterschriftsbestätigung auszusehen hat. Und die Kopie und das Dokument, blabla … Und wehe nicht … Und alles muss auf Deutsch sein.
In Israel werden Dokumente in englischer Sprache anerkannt und eine Apostille kann mir das hiesige Außenministerium in englischer Sprache ausstellen. Aber nein, deutsche Behörden verlangen dann eine von einem Juristen anerkannte deutsche Übersetzung mit Botschaftsstempel. In den USA würde allein die Apostille durchgehen, in Deutschland hingegen nicht.
Auf der anderen Seite kommen Hunderttausende Moslems ohne Pass nach Deutschland und erhalten Sozialleistungen. Leute, von denen niemand weiß, wer sie wirklich sind und woher sie kommen. Aber wehe, ich bringe eine Apostille in englischer Sprache … Das geht nach deutschem Gesetz gar nicht.

Schulen in Deutschland versus Schulen in Israel: „Wo lernen Neueinwanderer?“

B“H
Sorry, dass ich im Titel NEUEINWANDERER sage. Dies trifft auf die israelische Situation zu, aber nicht auf die deutsche. In Deutschland handelt es sich schlichtweg um Migranten und deren Kinder.
Wer als Jude nach Israel einwandert, schickt seine Kinder auf eine ganz normale Schule. Hierbei kommt es drauf an, ob diejenige Familie religiös, superreligiös oder säkular ist. Ferner gibt es Schulen mit speziellen Fachbereichen wie Kunst oder Musik. Kreative Fächer werden dort vermehrt und intensiver angeboten. Das allerdings kostet auch mehr Schulgeld, denn in Israel sind die Schulen nicht umsonst.
Das israelische Schulsystem trennt Juden und Palästinenser. Die Einen gehen auf ihre Schulen und die Anderen auf die ihren. Diskussionen gibt es keine und ich denke, dass die palästinensische Bevölkerung ziemlich happy mit der Situation ist. Offiziell müssen sich arabische Schulen nach dem Lehrplan des israelischen Bildungsministeriums halten. Unter anderem auch, weil arabische Kinder später an israelischen Unis studieren. Was allerdings in arabischen Schulen für sonstige Propaganda betrieben wird, kann niemand kontrollieren. Arabische Schulen erhalten jedoch ihr Budget vom israelischen Bildungsministerium.
Klar, gibt es ein paar Schulen, an denen Juden und Araber zusammenlernen, doch die sind selten und jede Bevölkerungsgruppe ist zufrieden mit dem, was wir haben. Aufschreie gibt es keine. In Deutschland wäre das jetzt wieder Rassismus, in Israel ist das völlig normal und niemand schreit Rassismus. Auch nicht die Araber.
Wessen Eltern aus den Staaten nach Israel einwandern (oder auch aus Deutschland), muss in eine ganz normale israelische Schulklasse. Es liegt dann an den Kindern, die Sprache zu lernen und die hiesigen Lehrer kennen das Problem. Normalerweise lernen Kinder eine Sprache wesentlich schneller als die Eltern. Ich habe nicht selten Kinder erlebt, die mit ihren Eltern aufs Amt gehen, um dort für die Eltern Formulare zu übersetzen.
Okay, man ist neu im Land und muss eine neue Sprache lernen. Und die Kinder sind da fix bei der Sache und nach ein paar Monaten sind die besser drauf als wir Erwachsenen nach Jahren. Kommen Kinder von der Schule heim, sprechen sie nach einiger Zeit bereits einen Mischmasch aus zwei Sprachen. Ein paar Wörter in der einen und den Rest des Satzes in der anderen Sprache. Aber das machen auch wir Erwachsenen. Sogar die Palästinenser, wenn sie mitten im Satz Wörter wie TACHANA MERKAZIT (Zentraler Busbahnhof) sagen. Wenn sie sich dort mit jemandem treffen wollen oder so. Dann fallen auf einmal hebräische Wörter. Bei den Russen ist das genauso der Fall wie bei Anglos. Wir alle machen das.
Wer als Neuer aus dem Ausland in eine israelische Schulklasse kommt, kriegt erst einmal einen Kulturschock. Israelische Kinder sind laut, teilweise rotzfrech und ein Lehrer muss damit umgehen können. Gebürtige Israelis sind dazu in der Lage, Lehrer aus dem Ausland kriegen die Krise.
Als Neuer aus dem Ausland wird man von den Klassenkameraden nicht bestaunt, denn es gibt Tausende dieser Neuen. Für den Neuen heißt es, sich durchzubeissen. Und das schnell, denn Extrawürste gibt es keine. Auch nicht im Kindergarten.
Sprache, Sprache, Sprache!!!! Da gibt es keinerlei Diskussionen und niemand wird sich dem Neuen anpassen wie in Deutschland. Sowas ist in Israel undenkbar. Entweder die Neuen passen sich an oder sie tragen die Konsequenzen.
Auf arabischen Schulen wird das nicht viel anders gehandhabt werden. Übrigens werden christliche Kinder nicht in jüdischen Schulen akzeptiert und gehen entweder in arabische oder ihre eigenen christlichen Schulen. Christliche Diplomatenkinder gehen in Jerusalem fast ausschließlich in die christliche Schule in der Ha’Nevi’im Street oder zur christlichen Botschaft im Stadtteil Katamon. Inwieweit arabische Schulen christliche Kinder akzeptieren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jede Gemeinschaft hat so ihre eigenen Schulen und Aktivitäten, was, wie schon gesagt, ganz normal ist. Eine Ausnahme bilden säkulare Kibbutzschulen, die auch Kinder aufnehmen, die keine Juden sind. Zum Beispiel Kinder, aus Ehen, wo die Frau keine Jüdin ist und nur der Mann. In Kibbutzschulen ist einiges möglich, in anderen Schulen mehrheitlich nicht. Auch nicht in den städtischen säkularen Schulen.
Allein in Tel Aviv – Süd leben 50,000 illegale Afrikaner. Teilweise mit ihren Kindern. Auch philippinische Gastarbeiter haben oft Kinder, die dann auch eine Schule brauchen. In der Ha’Aliyah Street von Tel Aviv gibt es eine Schule namens „Bialik – Rogozin“, welche ausschließlich Gastarbeiterkinder unterrichtet. Ich denke, dass die Schule von Israelhasser George Soros und seinem New Israel Fund finanziell unterstützt wird. Mein englischer Artikel zu Bialik – Rogozin sowie meine Photos wurden massenhaft von diversen Kommentatoren boykottiert und ich wurde beschimpft. Tja, die israelische extreme Linke war da schnell zur Stelle als ich über den Zustand der Schule berichtete. 🙂 Zuerst wollte ich in die Schule gehen und das Personal interviewen. Gut, dass ich letztendlich darauf verzichtete, sonst wäre man dort aggressiv geworden.
In Bialik Rogozin lernen nur afrikanische und philippinische Kinder. Wobei die Afrikaner die Leute von den Philippinen drangsalieren.
Als die philippinischen und afrikanischen Kindern in die einst jüdische Schule Bialik – Rogozin zogen, meldeten israelische Eltern ihre Kinder schnell in anderen Schulen an. Kein Israeli lernt dort. Auch nicht die Kinder der israelischen Linken! Soweit reicht dann die linke Solidarität mit den Illegalen doch nicht. In Deutschland schickt ja auch kein linker Abgeordneter seine Kinder in eine Brennpunktschule.
Der große Unterschied zwischen deutschen und israelischen Schulen besteht darin, dass Neueinwandererkinder sich in israelischen Schulen anpassen MÜSSEN und nicht umgekehrt. Die heimischen Schüler werden weder bedroht noch beschimpft. Im Gegenteil, denn der Neue muss Freunde finden. Es liegt an ihm, ob er sich einlebt und ein Teil der Gemeinschaft wird oder nicht. Lebt er sich ein, hat das nicht selten positive Einflüsse auf die Eltern, die er dann mitmotiviert.
Links:
Meine amerikanischen Kinder in israelischen Schulen
Das Leben nach der Aliyah – Wie schafft man es in Israel?

Leserfrage: „Israels Einwanderungsgesetze“

B“H
Irgendwo las ich in den letzten Tagen, dass sich offenbar jemand aus Deutschland über die Einwanderungsgesetze Israels mokierte. Ausgerechnet jemand aus Deutschland!
Juden sind seit dem Holocaust froh, ein Land zu haben, in dem sie ungehindert leben können und dann kommt jemand aus Deutschland daher und zweifelt auch noch die Gesetze Israels an. Angeblich wurde da behauptet, dass die Juden selber Schuld am Antisemitismus seien, wenn Israel denn so strenge Einwanderungsgesetze habe.
Wer so etwas schon von sich gibt, wurde vermutlich auf dem hiesigen Innenministerium bei der Visaverlängerung heruntergeputzt. 🙂 Aber vielleicht sind die Leute in Dubai, die Japaner, Amerikaner oder Saudis auch selber Schuld, wenn sie gehasst werden. In diesen Länder nämlich kann sich auch nicht jeder so einfach niederlassen.
Israel definiert sich als jüdischer Staat und es gelten die hiesigen Gesetze. Wir sind nicht Thailand, wo eben mal so jeder kommen kann. Palästinenser innerhalb Israels (nicht diejenigen, die in der Autonomie leben) haben die israelische Staatsbürgerschaft mit allen Rechten und Pflichten.
Israel dient als Zufluchtsort für Juden und jeder Jude, der beweisen kann, dass er Jude ist, darf einwandern. Er erhält umgehend die Staatsbürgerschaft. Wer als Nichtjude einen jüdischen Israeli heiratet, bekommt heutzutage nicht sofort die Staatsbürgerschaft und muss selbst um eine Arbeitserlaubnis bangen. In Israel gibt es sehr viel Bürokratie und ehe ein Amt mal entscheidet, können Monate, wenn nicht Jahre, vergehen.
Ich verstehe nicht, warum ein Nichtjude hier einwandern wollen würde. Da gibt es bessere Länder, wo die Lebenshaltungskosten nicht so hoch sind. In Israel herrscht auch Arbeitslosigkeit und ein Nichtjude wird nicht in jedem Unternehmen angestellt. Allein schon aus dem Grund, weil es genügend jüdische Einwanderer gibt. Nicht selten hochqualifiziert und diese Einwanderer brauchen eben keine Arbeitserlaubnis und den ganzen Behördenkram. Kaum ein Unternehmen will sich mit Ausländern das Leben schwer machen. Und falls doch, wird jemand eingearbeitet und bekommt dann kein neues Visum mehr und muss das Land verlassen.
Immer wieder kommen Gastarbeiter von den Philippinen oder aus Bulgarien oder China. Die Philippinas arbeiten befristet in der privaten Altenpflege und Bulgaren und Chinesen unterschreiben befristet Verträge, um hierzulande auf dem Bau zu arbeiten.
Man kann das schlecht einem Außenstehenden erklären, aber das Leben in Israel ist nicht leicht. Und damit spiele ich auf die Mentalität und das Alltagsleben an. Wer als Tourist im Land herumreist, der erhält manchmal einen eher romantischen Eindruck vom Leben in Israel. Wer jedoch erst einmal so richtig im Land lebt und arbeitet, muss lernen zu kämpfen. Vor allem aber muss er lernen, mit der Mentalität zurechtzukommen. Vielen selbst jüdischen Neueinwanderern gelingt das nicht und sie kehren nach einiger Zeit in ihre Heimatländer zurück, wo sich sie ernster genommen fühlen und leichter in der Lage sind, ihr Leben zu meistern. 

 

Hier ein paar Infos zu den Einwanderungs – bzw. Visagesetzen:
http://mfa.gov.il/MFA/ConsularServices/Pages/Visas.aspx
http://www.jewishagency.org/first-steps/program/5131
https://www.quora.com/Is-Israel-a-Jews-only-state-Can-a-non-Jew-live-and-work-there
Deutsche Juden, die in Israel offiziel einwandern, wissen bestimmt, dass die Bundesrepublik neben der deutschen Staatsbürgerschaft keine zweite erlaubt. Basierend auf einem Gesetz aus dem Jahre 1919.
Wer also die israelische Staatsbürgerschaft animmt, ohne beim Auswärtigen Amt (dazu sich bitte detailliert bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv erkundigen) eine ziemlich aufwendige Prozedur zu durchlaufen, verliert seine deutsche Staatsbürgerschaft.
Ich wollte von Vornherein die Prozedur nicht durchlaufen. Heißt, erst die israelische Staatsbürgerschaft ablehnen und dann nach einem Okay aus Deutschland doch wieder annehmen. Das war mir, ehrlich gesagt, zu blöd und ich sehe mich in Deutschland eh nicht mehr leben. Und jetzt mit all den Migranten und dem ganzen Kram schon gar nicht. Dementsprechend besitze ich keine deutsche Staatsbürgerschaft mehr und „nur“ noch einen israelischen Pass. Was mir vollkommen reicht.
Allerdings nervt es zu sehen, wie diverse Ausländer in Deutschland den deutschen Pass nur so nachgeworfen bekommen, während ausgewanderte Deutsche ihren Pass (bei Annahme einer zweiten Staatsbürgerschaft) sofort verlieren. Jeder illegale Depp darf heute die Grenze nach Deutschland passieren, aber wehe ein im Ausland lebender Deutscher hat einen zweiten Pass. Wir werden in dieser Beziehung gejagt, während die Migranten ganz ohne Pass durchgewunken werden.

Wer sucht Asyl in Israel?

B“H
In den Jahren 2000 – 2007 stellten 8377 Ausländer in Israel einen Asylantrag. Im Zeitraum von Juli 2009 – August 2017 gab es eine drastische Zunahme von Asylanträgen. In der Zeit stellten 51,673 Ausländer in Israel einen Antrag auf Asyl.
Und wer verlangte Asyl?
Man höre und staune:
14,704 Leute aus der Ukraine
6571 aus Georgien
2302 aus Nigeria
1899 aus Äthiopien
1701 Leute von den Philippinen
817 Leute aus Indien
10 aus den USA
5 aus Portugal
und
4 Leute aus Finnland.
Die Zahlen stammen aus der Tageszeitung ISRAEL HAYOM vom 1. November 2017.
In all diesen Ländern herrscht keinerlei Krieg oder Gefahr für Leib und Leben. Afrikaner zieht es eh nach Deutschland, denn dort gibt es eine kostenlose Rundumversorgung. In Israel kriegt das kein Asylant, sondern hier muss gearbeitet werden. Entweder seinen Lebensunterhalt verdienen oder kein Geld haben.
Aktuell bringen Schlepperbanden viele Georgier nach Israel und versprechen den Leuten Arbeit. In Israel werden angeblich dringend Arbeiter gesucht und es kann gutes Geld verdient werden.
Nur fragen wir uns hierzulande, wo genau es denn die viele Arbeit und das gute Geld gibt? Wir selber wissen es nicht und es gibt viele Arbeitslose und Leute mit wenig Einkommen. Es ist nicht immer leicht, über die Runden zu kommen und ich kenne viele jüdische Neueinwanderer aus den USA, die letztendlich wieder in die Staaten zogen, da sie hier ihren Lebensunterhalt nicht verdienen konnten.
Am Ende landen die männlichen Georgier als Lohnsklaven ohne Rechte auf dem Bau und die Frauen in der Prostitution. Und irgendwann werden sie abgeschoben und aus der Traum vom guten Geld.
Übrigens erklärte sich Israel vor zwei Jahren bereit, syrischen Flüchtlingen zu helfen. Bis auf ein paar Kriegsverletzte, die in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden, blieb keiner der Syrer. Die winkten ab und sagten, dass sie lieber nach Deutschland gehen, denn da gibt Mama Merkel ihnen ein Haus und Geld.