Leben in Jerusalem

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So besteigt man in Israel einen Bus :-)

B“H

So steigt man in Israel in einen Bus:

Nee, kleiner Scherz! 🙂
Gestern und heute ist der Feiertag LAG ba’OMER (ein mystisch – kabbalistischer Tag, an dem Hunderttausende Juden ins nordisraelische Meron zum Grabe des Rabbi Schimon bar’Yochai fahren). Und da es, wie in jedem Jahr, mal wieder nicht genügend Busse gab, musste man sich eben auf andere Art helfen.
Improvisation ist halt alles in Israel. In Deutschland undenkbar, denn da geht alles streng nach Vorschrift.

Zum Steinmeier – Besuch in Israel: Nichts Neues

B“H
Bundespräsident Steinmeier ist in Israel, doch die hiesigen Medien berichten nur spärlich über den Besuch. Nach Sigmar Gabriels Auftreten wurde man erst so richtig aufmerksam, wie die Bundesregierung sowie zahlreiche deutsche Institutionen (z.B. Pax Christi, die Konrad – Adenauer – Stiftung) den palästinensischen Terror finanziell unterstützen. Ebenso wird Israels radikale Linke, die da bereits genug Geld von Israelhasser George Soros erhält, um Israel Schaden zuzufügen, bereitwillig gesponsort.
Steinmeier kam gestern Abend und machte heute mit Präsident Ruven Rivlin auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt auf Schadensbegrenzung. Ein paar Bierchen und dann ab zu Netanyahu, der Steinmeier nicht so billig davonkommen liess.
Ob der Bundespräsident jetzt noch im Lande weilt, weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht. Normalerweise verlaufen derlei Besuche stets mit ein paar Politkertreffen in Israel und dann geht es weiter nach Ramallah, wo Abu Mazen wieder jammert und weitere EU – Gelder will. Israel sei der Feind und alle Palästinenser Widerstandskämpfer. Bei deutschen Politiker stößt Holocaust – Leugner Abu Mazen damit auf Verständnis, denn, wie gesagt, die Bundesregierung fördert finanziell anti – israelische Organisationen. Selbst Terrorgruppierungen.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/229207
Aus den israelischen TV – Nachrichten. Netanyahu redet auf Englisch ein paar ernste Worte mit Steinmeier.
Die israelische Öffentlichkeit hat unterdessen andere Dinge zu tun und Netanyahu bereitet sich da lieber auf den Besuch von Donald Trump in wenigen Wochen vor.
Der Sommer ist da und ab Morgen ziehen die Temperaturen so richtig an. 29 – 34 Grad Celsius bis zum Wochenende. Ich selbst muss eine Menge Arbeiten und kam in den letzten Tagen kaum zum Bloggen. Kommt man von der Arbeit heim, muss noch eingekauft werden und gestern Abend und heute nach Feierabend habe ich meine Bude geputzt. Mit der Vermieterin will ich mich dieser Tage auch noch treffen, denn es ist mal wieder an der Zeit, den Mietvertrag auf ein weiteres Jahr zu verlängern.
In Israel werden Mietverträge üblicherweise nur auf ein Jahr ausgestellt und danach wird alljährlich verlängert oder man zieht um. Fünf Jahre wohne ich mittlerweile in dieser Wohnung und obwohl das Haus aus den 80iger Jahren stammt und mal überholt werden müsste (orange Kacheln im Bad und so 🙂 ), so billig wie hier kriege ich keine andere Zwei – Zimmer – Wohnung mehr. Jedenfalls nicht in der Stadt.

Leserfrage: 30. Mai alles zu in Israel?

B“H
Ist am 30. Mai in Israel alles zu?
Ja und Nein!
Am Abend des 30. Mai (Dienstag) beginnt in diesem Jahr der eintägige jüdische Feiertag SCHAVUOT (das Wochenfest). Der Tag, an dem die Juden am Berg Sinai von G – tt die Thora erhielten. Bei Schavuot handelt es sich neben Pessach und Sukkot um einen hohen jüdischen Feiertag. In Israel wird er einen Tag lang gefeiert und in der Diaspora zwei Tage lang.
Wie gesagt, am Abend des 30. Mai beginnt diesmal Schavuot. Demnach ist dieser Tag ein „halber“ Tag. Ähnlich wie der Freitag vor dem Schabbatbeginn. Die Busse stellen am späten Nachmittag den Verkehr ein und die meisten Geschäfte schließen.
Am darauffolgenden Tag, dem 31. Mai (Mittwoch), ist Feiertag und arbeitsfrei. Erst ab circa 20.30 Uhr abends fahren wieder die Busse und Schavuot endet.

Yom HaZikaron – Nationaler Gedenktag für gefallene israelische Soldaten und Terroropfer

B“H
So allmählich schliessen die Geschäfte, Restaurants, Cafes, Shopping Malls und Kinos. Um 20.00 Uhr heute Abend beginnt der nationale Gedenktag für gefallene israelische Soldaten und Terroropfer. Der YOM HA’ZIKARON.
Das israelische TV überträgt live die Trauerfeier mit dem Präsidenten, dem Oberbefehlshaber sowie vielen trauernden Hinterbliebenen von der Kotel (Klagemauer).
Als ich eben von der Arbeit heimkam, waren schon nicht mehr viele Leute auf der Straße. Alles macht sich auf nach Hause, denn um 20.00 Uhr ertönt ein landesweiter Sirenenton, welcher den Trauertag einleitet. Fast jeder Stadtteil veranstaltet seine eigene Trauerfeier, zu der sich Tausende Bewohner versammeln. Eigentlich wollte ich zur Kotel gehen, doch ich bin zu platt und außerdem ist es dort so voll, dass man kaum etwas sieht. Da schaue ich mir die Zeremonie im TV an. Morgen früh um 11.00 Uhr ertönt erneut ein landesweiter Sirenenton, doch Shops, Cafes, etc. sind dann schon wieder geöffnet.
Der Yom Hazikaron an sich ist ein extrem emotionaler Tag und ich wage sogar zu behaupten, dass er noch emotionaler ist als der Yom Hashoah in der vergangenen Woche. Ganz einfach, weil fast jeder Israeli einen persönlichen Bezug zum Yom Hazikaron hat. Sei es, dass man einen gefallenen Soldaten in der Familie hat oder jemanden kennt. Einen Arbeitskollegen, Freund oder Nachbar. Jeder ist davon betroffen.
Mittlerweile kehrt Ruhe ein und sogar der Straßenverkehr wird weniger. Viele junge Palästinenser lachen oder gröhlen an diesem nationalen Trauertag um sich. Kein Wunder also, dass die Sicherheitsvorkehrungen enorm sind. Vor allem für diejenigen, die sich zur Klagemauer aufmachen.
Hier noch ein paar aktuelle Statistiken zum Staat Israel im Jahre 2017:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/228847
Morgen Abend beginnt der Yom Ha’azma’ut, der israelische Unabhängigkeitstag. Am Dienstag haben die meisten einen Tag frei, denn es ist Feiertag. So auch ich und da wir deswegen einen Arbeitstag verlieren, wird bei uns in der Firma vorgearbeitet wie blöd. Deshalb kam ich in den letzten Tagen auch kaum oder gar nicht mehr zum Bloggen. Aber am Dienstag ist immerhin frei.

Der Sommer kommt

B“H
Der Sommer kommt so langsam in die Gänge und mittlerweile herrschen in Israel warme Temperaturen. Hier die Vorhersage für Jerusalem:
http://www.02ws.co.il/station.php?lang=0
Wobei es in anderen Landesteilen wesentlich wärmer ist. An der Küste kommt zudem noch eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit hinzu.
Kaum war Pessach (Passover) vor zwei Wochen vorbei, packten die Supermärkte das neue Sortiment für den nächsten Feiertag aus: Holzkohle, Grillgeräte und Barbecue – Zubehör. Von Montagabend bis Dienstagabend feiert Israel seine Unabhängigkeit. Der nationale Grill – und Ausflugstag. Vor allem aber brauchen wir am Dienstag nicht arbeiten! Bis auf die Gastronomie mal wieder.
Keine Angst, denn die Busse fahren. Wer aber tagsüber von Jerusalem nach Tel Aviv fahren will, sollte lange Wartezeiten und Staus einplanen. In Jerusalem können am Dienstag zahlreiche Museen umsonst besucht werden: Darunter auch das Israel Museum.
Israel zeigt sich dieser Tage massiv beflaggt, denn es stehen Trauer und Freude an. Trauer über die gefallenen Soldaten und Freude über das eigene Land.

Zusatz zum gestrigen Gabriel – Eklat

B“H
Lila hat in ihrem aktuellen Blogpost bereits alles gesagt, was ich zum Thema Sigmar Gabriel berichten wollte:
https://rungholt.wordpress.com/2017/04/26/nur-kurz-4/
Ein Sigmar Gabriel, der vor noch nicht allzu langer Zeit herumposaunte, Israel sei ein Apartheidsstaat.
In Israel ist Sigmar Gabriel unwichtig und das Thema ist heute schon wieder vergessen. Unser Land bereitet sich auf zwei wichtige Events in der kommenden Woche vor:
Sonntagabend beginnt der Yom HaZikaron, der Gedenktag für gefallene israelische Soldaten und Terroropfer. Die eine Woche zwischen dem Yom Hashoah (vorgestern) sowie dem Yom HaZikaron ist jedes Jahr sehr emotional und erinnert Israelis daran, dass ein Staat Israel notwendig ist und dass wir uns verteidigen müssen. Und dann platzt ein deutscher Außenminister in die Trauer der Israelis und trifft sich mit Organisationen, die Israel unterwandern und gar vernichten wollen. Eine deutsche Bundesregierung, die den palästinensischen Terror mit EU – Geldern massiv subventioniert.
Die Frage, die in mehreren israelischen Online News Kommentaren auftauchte: Ob der Iran – Fan Gabriel im Iran Gruppierungen treffen würde, die seine so geliebten Mullahs extrem unterwandern? Die Antwort lautet, dass Gabriel sich dies im Iran nicht trauen täte und außerdem auch gar nicht will, denn er gilt als strammer Unterstützer des iranischen Regimes.
Ansonsten stimmte die Mehrheit aller Israelis mit Netanyahu überein und meinte, dass der Premier absolut richtig gehandelt habe.
Das zweite Event von dem ich sprach: Sonntagabend und Montag ist also Yom HaZikaron mit jeweils zwei landesweiten Sirenen: Einmal abends um 20.00 Uhr und dann am Montagmorgen abermals um 11.00 Uhr. Der Yom HaZikaron wird in Israel sehr ernst und emotional genommen, da es fast jede Familie betrifft.
Am Montagabend sowie am Dienstag feiert Israel seinen 69. Unabhängigkeitstag. Von der nationalen Trauer in die Freude – Dies spiegelt die Geschichte des jüdischen Volkes wieder. Nach Pogromen folgt ein Lichtblick und umgekehrt.
Manche deutsche Journalisten behaupten, dass Trump hinter allem stecke. Wer Israel und die derzeitigen Emotionen hier kennt, der würde nie sowas behaupten. Mit Trump hat Netanyahus Reaktion nichts zu tun, sondern einzig und allein mit Gabriels Arroganz, sich mit Leuten zu treffen, die der israelischen Armee und somit dem Schutz des jüdischen Volkes, jegliche Existenzberechtigung absprechen.
Und wie Lila treffend schreibt:
Deutschland spielt im Nahostkonflikt keine Rolle, sondern nur die Amerikaner. In Deutschland wird jede Kleinigkeit aus Israel eifrig diskutiert, hier in Israel spielt Deutschland keine Rolle. Es interessiert einfach niemanden außer ein paar israelische Touristen, die da ein paar Tage nach Berlin reisen wollen, weil es momentan „in“ ist. Und da werde ich dann gefragt, wo denn in Berlin der PRIMARK ist, weil die lieben Landsleute nur ans billige Einkaufen denken. 🙂

Yom Hashoah: „Morgen Abend & Montag gedenkt Israel der Opfer des Holocaust“

B“H
Morgen (Sonntag) Abend beginnt in Israel der alljährliche nationale Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH. Das offizielle Gedenken beginnt morgen Abend um 20.00 Uhr mit einer Veranstaltung im Jerusalemer Holocaust Museum Yad Vashem. Wer sich dafür interessiert: Das Yad Vashem überträgt die Veranstaltung LIVE im Internet:
http://www.yadvashem.org/
Wenn ich 20.00 Uhr sage, so meine ich damit Israel. Kann sein, dass Ihr in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich oder in Luxemburg zeitlich eine Stunde zurückliegt und dementsprechend schon um 19.00 Uhr auf die Website klicken könnt.
Ab morgen Abend 18.00 Uhr haben in Israel ALLE Geschäfte, Kinos, Cafes, etc. geschlossen!!! Allein in palästinensischen Gebieten sind die Shops offen. Busse und Straßenbahn sind davon nicht betroffen und laufen wie gehabt weiter. 
Aufgrund des nationalen Gedenkens finden morgen ab 18.00 Uhr öffentlich keinerlei Vergnügungen mehr statt. Ab Montag früh sind die Shops, Restaurants und Cafes wieder ganz normal geöffnet. Um 10.00 Uhr ertönt am Montagmorgen ein landesweiter Sirenenton. 
Montag laufen weitere unterschiedliche Gedenkveranstaltungen im Yad Vashem und ich rate keinem, gerade dann dorthin zu fahren, um sich das Museum anzuschauen. Erstens wird es überlaufen sein und zweitens trudeln immer mal wieder Politiker ein und dann wird alles abgesperrt und das Publikum muss ewig warten.