Leben in Jerusalem

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Backrezept für Purim: HAMANTASCHEN

In jedem Supermarkt sowie in jeder Bäckerei Israels sind sie derzeit zu haben: Die traditionellen Purim – Hamantaschen. Hebräisch: Ozne’i Haman – die Ohren des Haman.

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Copyright: Miriam Woelke

B“H
Am 20. / 21. März dieses Jahres feiert die jüdische Welt PURIM. Einen Tag darauf (Abend des 21. sowie am 22.) feiert Jerusalem sein traditionelles SCHUSCHAN PURIM.
Hier vorab schon einmal ein Backrezept für die traditionellen HAMANTASCHEN:
1 kg Zucker
2 kg Margarine / Mazola
10 grosse Eier
1 Teelöffel Vanille
Alles gut durchrühren und dann 3 kg Mehl hinzufügen.
Füllungen: Dattelcreme, Mohn, Käse, Schokolade, Marmelade oder Nussfüllung, etc.
 
 
 
Gutes Gelingen !!!

Purim Vorbereitungen in Jerusalem

Frisch vom Blech: Hamantaschen (Ozne’i Haman) in der „Natural Choice Bakery“ in Nachlaot / Jerusalem
Hamantaschen im Machane Yehudah Markt
Hamantaschen mit Mohnfüllung
Süssigkeiten für Purim / Machane Yehudah Market
Mischloach Manot – Purim Geschenke. Eine wichtige Mitzwah an Purim ist es, Geschenke (vornehmlich Essen) zu verteilen.
Photos / Copyright: Miriam Woelke

Ausführliche Purim – Infos gibt es auf meinem relig. Hamantaschen – Blog !

https://hamantaschen.wordpress.com/category/purim/

 

Milchprodukte werden teurer & Purim

B“H
In Israel werden diverse Lebensmittel nur zu staatlich festgelegten Preisen verkauft. Das ist so Gesetz und das Positive daran ist, dass Leute mit schmalem Geldbeutel immerhin in der Lage sind, sich mit Grundnahrungsmittel einzudecken. Unter dieses Gesetz fällt, u.a., das billigste Brot der Jerusalemer Großbäckerei ANGELWer am Fabrikverkauf interessiert ist: Das Angel – Familienunternehmen befindet sich in der Beit HaTfus Street 1. Im Stadtteil Kiryat Moshe direkt neben der Hauptstraße Kanfe’i Nescharim.
Selten kaufe ich dort ein und wer es besser und zentraler habe will, gehe zu TELLER in der Agrippas oder direkt an deren Stand im Machane Yehudah Markt. Das TELLER Brot wird nicht staatlich subventioniert und ist dementsprechend teurer. Täglich ab 18.00 Uhr fliegen jedoch alle Brote zum halben Preis raus.
Billige Joghurts wie GIL oder ESHEL sowie Butter fallen ebenfalls unter das Gesetz. Milch und Eier, glaube ich, auch. Die Regierung muss bei Preiserhöhungen stets zustimmen und gerade geschieht dies nach Jahren wieder einmal. In Kürze werden Milchprodukte teurer, aber, laut Nachrichten, nur geringfügig. Familien mit Kindern würden monatlich 15 Schekel (circa 3,50 Euro) draufzahlen. Ansonsten beträgt die Preiserhöhung nur wenige Agoroth. Der Liter Milch im Tetra – Pack von Tnuva und Tara kostet momentan 5,75 Schekel (circa 1, 40 Euro). Demnächst soll der Preis auf 5,95 Schekel steigen. Also 5 Cent mehr pro Liter. Beim Oscher Ad Discounter in Jerusalem wird der Liter immer für 4,80 Schekel (1,20 Euro) angeboten. Weit unter dem Normalpreis.
Die Lebensmittelpreise unterliegen bis April eh wieder diversen Schwankungen, denn Mitte April beginnt Pessach (Passover) und zum Fest wird immer alles teurer. Oder kurz danach.
Wer seinen Pessach – Einkauf einigermaßen günstig erledigen will, gehe zu den Discountern Rami Levi oder Oscher Ad. Momentan wird sämtlicher Schnickschnack für Purim angeboten, denn diesen jüdischen Feiertag feiern wir in zwei Wochen. In Jerusalem wird an Purim nicht sooooooo viel los sein, denn das traditionelle Schuschan – Purim fällt erneut auf einen Freitag. Und Freitag bedeutet wenig Gefeiere, denn abends beginnt schon der Schabbat.
Ich habe an dem Tag arbeitsfrei und zwei Freunde zum Brunch eingeladen. Danach dackelt jeder heim und bereitet sich auf den Schabbat vor. Und ich mache daheim die Brunch – Sauerei weg.
In Jerusalem beginnt Schuschan – Purim am Donnerstagabend zuvor. An anderen Orten am Mittwochabend und es wird donnerstags gefeiert. Jerusalem aber ist eine der wenigen Ausnahmen mit dem einen Tag später beginnenden Schuschan – Purim.

Die selbstgemachte Butterkrise löste sich in Luft auf

B“H
Wie auf wundersame Weise sind die Supermärkte wieder voller israelischer TNUVA Butter, Die Butterkrise scheint damit ad acta gelegt worden zu sein.
Hier berichtete ich vor kurzem von der Krise: 

 

 

Im Supermarkt berichtete mir ein Angestellter, dass die Regale wieder voller Butter sind. Offenbar wollte TNUVA nur die Butterpreise hochtreiben und als sich die Regierung weigerte, höhere Butterpreise zu genehmigen, stellte das Unternehmen einfach keine Butter mehr her und importierte zum Trotz teure Butter aus dem Ausland.
In Israel reguliert die Regierung Preise für ganz normales Brot. Kein qualitativ hochwertigeres Brot, sondern das billige zusammengeklatschte Brot von der Angel – Großbäckerei.
Zudem werden die Milchpreise staatlich festgelegt, die Butterpreise sowie die Preise für die billigen fruchtlosen Joghurt – Sorten GIL und ESHEL. Damit soll sichergestellt werden, dass selbst finanziell schlechter gestellte Bürger sich mit den Grundnahrungsmitteln eindecken können.
Eier und Cottage (Hüttenkäse) werden, so glaube ich, auch staatlich reguliert und zu festgelegten Preisen verkauft. Normale Eier, aber Bio – Eier fallen nicht in die regulierte Sparte.

 

Leserfragen: „Ultra – orthodoxe Juden & Essen in Israel“

B“H
Immer wieder kommen die Fragen nach Ultra – orthodoxen sowie orthodoxen Juden auf. Und stets in einem Bezug, der darauf hinweist, dass es sich bei den Leuten, die da fragen, um jene handelt, die den Unterschied zwischen orthodox und Ultra – orthodox nicht kennen und irgendwo mal gelesen haben, dass orthodoxe Juden nicht arbeiten. Auch die deutschen Medien verfolgen die Agenda, orthodoxe Juden wie Idioten erscheinen zu lassen. Zurückgeblieben, weltfremd und eben generell dämlich.
Ich will nicht immer wieder neu die ganzen Unterschiede in der jüdischen Orthodoxie auseinandernehmen. Dies habe ich schon hundertfach auf diesem sowie auf meinem Hamantaschen – Blog getan. Soviel sei gesagt: Orthodoxe Juden arbeiten und wer daran zweifelt, sollte sich zuerst einmal damit befassen, was genau orthodoxe Juden sind.
Eine zweite Frage:
„Wie finanzieren sich orthodoxe Rabbiner in Israel?“
Gewiss nicht so üppig wie in Deutschland. Deutsche Gemeinde zahlen den Rabbinern eine Menge Geld. Auch US – Gemeinden sind nicht kleinlich. In Israel hingegen fallen die Rabbinergehälter recht spärlich aus und wie ich bereits in der Vergangenheit schrieb: Viele Rabbiner verdienen sich ein Zubrot, indem sie Vorträge halten. 
Wer beim Staat angestellt ist, wie dem Oberrabbinat, hat sicher ein gutes Einkommen. Andere Rabbis werden ausschließlich von Gemeinden gezahlt. Oder sie üben andere Tätigkeiten aus wie die Überwachung der Koscherregeln in Restaurants oder bei der Nahrungsmittelherstellung in Fabriken. Als sogenannter Maschgiach. In dem Fall werden sie von den Restaurants oder dem Nahrungsmittelhersteller bezahlt. Oder, wenn sie beim Oberrabbinat angestellt sind, von dort.
Rabbiner in Israel erhalten keine Geldsegen wie die Rabbiner in Deutschland. Obwohl sie, im Gegensatz zu den in Deutschland arbeitenden Rabbis, teilweise hervorragende Rabbiner mit einem grandiosen Wissen sind. Trotzdem bleibt das Gehalt niedrig und in Israel gibt es unzählige Rabbiner.
Rabbinermäßig bin ich froh, in Israel zu sein, denn solche Rabbis wie wir hier haben, gibt es in Deutschland nicht. Klar muss man unterscheiden, doch hier kann ich mir alles aussuchen und bei Rabbinern lege ich Wert auf ihr Wissen und ihren menschlichen Bezug.
Dritte Leserfrage:
Was kostet Essen in Israel?
Antwort:
Viel Geld! Es ist nicht billig und Aldi & Co. gibt es nicht.
Wir haben Discounter, doch die sind mit deutschen Discounter – Ketten nicht zu vergleichen.
Alles ist teuer in Israel und mit ein paar Euros gewinnt man hierzulande keinen Blumenpott.

Auch in Israel: „Mogelpackungen und Chemie im Essen“

B“H
Auf meinem Youtube Kanal erhalte ich momentan Kommentare zur Chemie im deutschen Essen. Wie deutsche Lebensmittelhersteller die schöne heile Genusswelt vorgaukeln und letztendlich nur mit Chemie in den Lebensmitteln panschen.
In Israel ist das nicht anders und die hiesigen Firmen betrügen den israelischen Verbraucher nicht weniger. Mogelpackungen und Chemie in den Lebensmitteln – Auch davon wird im israelischen TV regelmäßig berichtet.
In den Joghurts sind genauso viele Zusatzstoffe drin, wie in Deutschland. Kaum Frucht, dafür massig Zucker. Und der populäre Schoko – Pudding MILKY ist die reinste Chemiebombe. Überall nur Zucker und unser Gesundheitsminister Yaakov Litzman plant schon lange, dagegen vorzugehen. Bislang setzte er sich nicht durch, denn auch hierzulande haben die Großkonzerne zuviel politischen Einfluss.
Ich konsumiere kaum Zucker und koche eh alles frisch. Selten einmal Fertigprodukte, dafür viel Gemüse und Gewürze.
Mein großes Laster allerdings sind Schkedej Marak. Soup Nuts auf Englisch und auf Deutsch? Mal googeln!
Eine Art CROUTON angereichert mit Curcum.
https://www.myisraeliproducts.com/osem-soup-mandels-mini-mandels-3-5oz-100gr

Butter in der israelischen Butterkrise

Gestern berichtete ich auf meinem Blog von der aktuellen Butterkrise in Israel:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2019/01/20/die-aktuelle-butterkrise-in-israel/
Heute fand ich ein paar Stück Butter in einem Supermarkt. Was für ein Wunder!!!
Es waren insgesamt nur zehn Stück geliefert worden und ich sackte zwei ein. Zu gierig wollte ich nun auch nicht sein. 🙂
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Dies ist kein Werbevideo für die Firma TNUVA, sondern lediglich eine Feststellung sowie Freude, dass eines ihrer Produkte wieder im Supermarkt zu finden ist. Wenn auch vielleicht nur befristet.

Neuigkeiten nebenbei

B“H
Was mich immer wieder überrascht ist die Tatsache, dass meine deutschen Blogs mehrheitlich in den USA gelesen werden und nicht etwa im deutschsprachigen Raum. Warum das so ist – dafür habe ich keinerlei Erklärung.
Am vergangenen Mittwoch war ich beim Urologen im Krankenhaus. Dort stellte sich dann heraus, dass der angekündigte Nierentest nun doch bei meiner Krankenkasse stattfindet. So tippte der Arzt mir nur einen Bericht und meinte, ich solle mit dem Ergebnis Ende Februar bei ihm vorbeischauen. Ohne Termin und gleich nach dem geplanten CT Scan. Dann könne er sich die Nieren gleich auf dem CT anschauen und er kann mir so ungefähr sagen, ob noch etwas anderes zu sehen ist, denn Anfang März muss ich erneut zur Onkologin. Die allerdings sagt mir dann das endgültige Resultat, denn die Scan Photos werden immer von einem Spezialisten begutachtet.
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Im Krankenhaus – Photo: Miriam Woelke

Im Februar dann habe ich so einige Krankenhaus – und Krankenkassentermine. Nieren – und Bluttest, Termin bei der Ärztin, die mich operierte und halt den CT Scan. Ich muss sagen, dass ich soweit mit dem Ärzteteam hochzufrieden bin. Israel hat sehr gute Ärzte und wenn bei mir irgendwas ist, kann ich sofort ins Krankenhaus kommen und schwupps habe ich einen Termin. Auch zwischendurch wie vor drei Wochen zum Ultraschall. Im Ausland muss man monatelang warten, in Jerusalem geht alles ruckzuck.
Das Wetter wird diese Woche wärmer (zwischen 13 – 17 Grad Celsius) und sonnig. Damit meine ich Jerusalem, denn an der Küste ist es etwas wärmer. Dennoch ist der Winter noch lange nicht vorbei!
Wer seine Rav Kav für die Jerusalemer Stadtbusse in cash aufladen will, ohne dumm am Automaten zu stehen: Im Bell Center Ecke King George / Strauss / Jaffa Road kann man das tun. Dort hat Egged ein Büro. Gleich neben der Post im ansonsten leeren Bell Center (mit dem Glockenspiel außen).
Ein kleiner Tipp für Falafel – liebende Touristen:
Verzichtet auf die teure Falafel von MOSHIKO in der Ben Yehudah Street. Dort war neulich erst das Gesundheitsministerium und beschlagnahmte Fleisch für den Schwarma (Döner) und sonstiges. Die Lokalzeitung YEDIOT YERUSHALAYIM veröffentlicht Ekelbilder aus der Moshiko – Küche. Kauft Eure Falafel und Schwarma lieber woanders. Moshiko ist eh nur reine Abzocke.
Aktuell sind Pisgat Ze’ev und Nachlaot die gefragteste Stadtteile in Jerusalem. Ich kenne Pisgat Ze’ev noch von vor mehr als zwanzig Jahren und wenn man sich den Stadtteil mit seinen fast 46,000 Einwohnern heute anschaut, hat sich extrem viel verändert. Schon allein die Autofahrt vom French Hill hinaus zum Pisga ist untertunnelt. Vor mehr als zwanzig Jahren noch führte die Verbindungsstraße an einer kleinen palästinensischen Wohngegend vorbei. Irgendwann ging das nicht mehr, denn die Palästinenser schossen scharf oder warfen Steine auf Autofahrer. Also wurde ein Tunnel gebaut. Heute ist Pisgat Ze’ev fast wie eine eigene kleine Stadt mit Shopping Malls und allen möglichen Aktivitäten. Der Nachteil ist, dass in die Stadt gependelt werden muss und man lange im Stau steht.
Nachlaot hingegen liegt am Machane Yehudah Markt in der Stadtmitte. Als ich dort wohnte, hatten meine beiden Mitbewohner und ich Probleme, Nachfolger zu finden. Niemand wollte in Nachlaot leben. Dann schon lieber in der German Colony, am French Hill oder in Katamon. Nur nicht in den Dreck von Nachlaot.
Seither hat sich viel verändert und durch die amerikanischen Neueinwanderer wurde leider vieles zu sehr Schickimicki. Vor allem die Beersheva Street mit den edlen Umbauten und der Carlebach Synagoge Kol Rina. Letztere befindet sich spartanisch in einem Bunker.
Besonders Studenten zieht es nach Nachlaot. Die aber können sich dort fast immer nur WGs leisten. Manche Häuser sind immer noch verrottet, werden jedoch trotzdem teuer vermietet. Es ist halt IN, in Nachlaot zu wohnen. Und super zentral noch dazu.