Leben in Jerusalem

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Honigkuchen für Rosh Hashana

B“H
Am Sonntagabend, dem 9. September, beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.
Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5779 hoffen !
Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !
– 6 Eiweiß
– Eine halbe Tasse Zucker
– Beides zusammen schaumig schlagen
Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben. Den Teig bei 180 Grad 20 – 30 Minuten lang backen.
In Israel findet Ihr momentan alle möglichen Honigkuchen auf den Regalen im Supermarkt. Fabrikhergestellt und voller Chemie, aber okay.
Wer es ganz ganz ganz billig will … die 5 – Schekel – Cafe – Kette COFIX verkauft Honigkuchen für 5 oder 6 Schekel (circa 1,30 Euro). Ebenfalls aus der Fabrik, doch wer es günstig sucht … was soll man sagen? Der Kuchen jedenfalls ist nicht schlecht.  
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In den nächsten Tagen erhöht TNUVA die Preise

B“H
Bei TNUVA handelt es sich um Israels größten Milchprodukte – Hersteller und ausgerechnet jetzt vor den anstehenden hohen Feiertagen kündigte der Konzern Preiserhöhungen an.
Wie im Video zu sehen, wird der Discounter Rami Levi nicht mitziehen und die TNUVA – Preise erst nach den Feiertagen, sprich im Oktober, erhöhen. Bei der Konkurrenz TARA und STRAUSS bleiben die Preise vorerst stabil.
Im Interview berichtet ein Supermarktkunde, dass er gerade aus dem Ausland zurückkomme und die Lebensmittelpreise in Israel mehr als unverschämt hoch sind. In Osteuropa oder überhaupt in Europa zahle man nur ein paar Cent und in Israel kostet bereits der Liter Milch zwischen 1 – 1,50 Euro.
Der im Land so beliebte Hüttenkäse Cottage kostet circa 1,80 Euro für wenige Gramm in der Plastikverpackung. Gelber Schnittkäse kann pro 100 g auf mehrere Euro kommen. Ein kleiner unbedeutender Fruchtjoghurt kostet bereits 1,50 Euro. Zweimal mit dem kleinen Löffel rein und weg ist der Joghurt. Wer es ganz billig will, kauft den Joghurt ohne Frucht: Gil oder Eshel für 40 Cent.
Schon ein kleiner Camembert kostet umgerechnet fast 5 Euro. Wer soll sich das noch leisten? Und jetzt auch noch eine Preiserhöhung vor den kommenden hohen Feiertagen, an denen viele israelische Familien eh zu knapsen haben, denn das wird teuer. Allein das Essen am Rosh Hashana (jüdischen Neujahrsfest) Anfang September kostet, inklusive Wein, einen Haufen Geld. Tausende Bedürftige erhalten vor dem Fest bei privaten Ausgabestellen Lebensmittelpakete zum Fest. Vor allem aus Russland eingewanderte Senioren stehen dort an. 

 

 

Eine Frau sagt im Video, dass sie dann halt nicht TNUVA kaufe, sondern andere billigere Produkte von der Konkurrenz.
Rami Levi, der im Video ebenfalls zu Wort kommt und in Israel für seine Discounter bekannt ist, senkt vor den hohen Feiertagen stets die Preise. Er selber wuchs in ärmlichen Verhältnissen aus und heute will er, dass jeder Jude sich ein Essen zu den Feiertagen leisten kann.

TOMMY’S in Jerusalem / Kulturzentrum Alter Bahnhof

B“H
Etwas außerhalb vom Alten Jerusalemer Bahnhof, am Bahngleispfad in einem alten Stellwerkgebäude, eröffnete vor wenigen Monaten eine neue Niederlassung der Kette TOMMY’S. Es gibt alles Mögliche: Von Zwiebelringen bis hin zu Hamburger und die Preise sind moderat. Teilt den angegebenen Schekel – Preis auf der Speisekarte durch vier und Ihr habt dann so ungefähr den Euro – Preis raus.
In Israel einen Hamburger unter 10 Euro zu bekommen, ist eher selten. Die Burgers Bar Kette verlangt 45 Schekel (circa 12 Euro) und bei Burgarim ist es auch nicht viel günstiger.
Pommes, die in Israel nur CHIPS heißen, kosten bei Tommy‘s 15 Schekel. Das sind circa 3,5 Euro und es handelt sich um eine kleine Portion.
Am Donnerstagabend war ich zum ersten Mal bei Tommy‘s und die Bude war rappelvoll. Im Gegensatz zum Hamburger Imbiss CAPTAIN innerhalb des Alten Bahnhofes hat Tommy‘s ein Koscherzertifikat (Hechscher). Es gibt also keine Cheeseburger.
Bei Tommy‘s am Alten Bahnhof kann man unten im Erdgeschoss oder im oberen Bereich sitzen. Des Weiteren gibt es auch draußen am Wanderpfad Sitzmöglichkeiten.
Die Bedienung war supernett und die Kundschaft bestand aus amerikanischen Yeshiva Guys sowie vielen Israelis. Gemischtes Publikum jeglichen Alters.
In der Küche arbeiten Moslems und Juden und diese Tatsache erwähne ich, weil es viele Israelis interessiert, wer da in der Küche hantiert. Illegale Afrikaner sichtete ich keine. Ganz im Gegensatz zum mittlerweile unkoscheren Basta Pasta im Machane Yehudah Markt, wo eine Menge Illegaler in der Küche herumlaufen.
Bei Tommy‘s bestellte ich den Tommy Burger für 42 Schekel und eine Portion Chips für 15 Schekel. Alles zum Mitnehmen, denn ich wohne ja nur wenige Minuten entfernt. Insgesamt zahlte ich 57 Schekel (fast 14 Euro).
Passt bei der Bestellung auf, dass Ihr die Saucen wie Ketchup oder Mayonnaise mit im Burger habt. Man fragt Euch und ich sagte nur Knoblauchsauce, weil ich davon ausging, dass diese zusätzlich hineinkam. Ketchup war für mich selbstverständlich.
Zuhause angekommen fand ich dann nur Knoblauchsauce im Hamburger. Zum Glück hatte ich mir mehrere Saucen in kleinen Plastikcontainern selbst mitgebracht. Tommy‘s bietet Plastikbehälter, in die der Kunde selbst Ketchup, Mayonnaise, Chili – sowie andere Saucen abfüllen kann. Soviel man halt will.
Die Chips waren dünn und sehr gut. Der Hamburger hatte einen Fleischanteil von 220g und schmeckte gut. Viel Gurke oder Tomate war nicht drauf, aber es machte satt. Vielleicht gehe ich diese Woche nochmals mit Freunden dort essen.
Alles in allem war es nicht schlecht und der Service war weitaus besser als bei Burgers Bar, wo man ewig auf seine Bestellung warten muss. Zumindest in der Zweigstelle in der Emek Refa‘im Street, wo der Burger Bar Service grausam ist.

 

Leserfrage: „Wieviel kostet 1kg Hackfleisch in Israel?“

B“H
Beim Discounter so zwischen 35 – 40 Schekel (circa 10 Euro). Bei Sonderangeboten kostet das Kilo vielleicht etwas weniger. Fleisch und Fisch sind jedoch allgemein teuer.
Billiger kann man es auf alle Fälle haben, wenn man tiefgefrorenes Hackfleisch kauft, aber das ist dann nach dem Auftauen wässrig.
Wenn ich bei meinem Metzger im Jerusalemer Machane Yehudah Markt einkaufe, zahle ich für das Kilo 54 Schekel (13 – 14 Euro). Das ist dann aber sehr gute Qualität und alles andere als Discounter – Ware.

Pomelit

Photo: Miriam Woelke

 

POMELIT, eine Frucht, die eine Mischung aus Pomelo und Grapefruit (Eschkolit) ist. Nicht zu sauer und nicht zu bitter. Ich kann sie nur weiterempfehlen und esse sie selbst mehrmals in der Woche.
Manchmal ist es nicht leicht, sie zu finden. Ein Obst – und Gemüseladen in der Derech Beit Lechem Street (Stadtteil Baka) verkauft sie für 7,50 Schekel (1,80 Euro) das Kilo und der Moshava Store in der Emek Refa’im (Stadtteil German Colony) verlangt 7,90 Schekel pro Kilo.

 

Photo: Miriam Woelke

Hamantaschen (Ozne’i Haman) zum anstehenden jüdischen PURIM – Feiertag

B“H
Morgen (Mittwoch) Abend beginnt in Orten außerhalb von Jerusalem der jüdische PURIM Feiertag. In Jerusalem feiern wir erst ab Donnerstagabend, wenn in allen anderen Orten Purim bereits wieder vorbei ist.
Zwar plane ich noch mehr zu Purim zu schreiben, doch vorab schon eine Menge Infos in meinen älteren Artikeln:
https://hamantaschen.wordpress.com/category/purim/
Und hier noch mehr auf meinem alten Hamantaschen – Blog bei Blogspot:
http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Purim
Die traditionelle Speise an PURIM sind die HAMANTASCHEN. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um keine Speise im herkömmlichen Sinne, sondern um Gebäck.
Und, auweia, die Hamantaschen sind in Deutschland nicht mehr political correct, sondern „rassistisch“. Die Grünen würden auf die Abschaffung der Hamantaschen pochen und Frau Merkel würde alles abnicken.
Okay, worum handelt es sich genau bei diesem „rassistischen“ Gebäck? Der Name HAMANTASCHEN klingt ja, dem ersten Anschein nach, gar nicht rassistisch. Gebürtige Israelis nennen die Hamantaschen vorwiegend OZNE’I HAMAN, was übersetzt DIE OHREN DES HAMAN heißt.
Oh weh, da wird ein Gebäck nach abgeschnittenen Ohren oder so benannt! Und dann auch noch die Ohren des Perser Haman.
Haman war es, der vor Beginn der Zeitrechnung die Juden in der babylonischen Diaspora ausrotten wollte. Um den genauen Zeitpunkt der Ausrottung zu bestimmen, zog Haman das Los (Purim).
Haman und dessen Vorfahre Amalek stehen für die Erzfeinde des Judentums. Sie sind es, die Juden ausrotten wollen, nur weil es sich um Juden handelt. Einen richtigen Grund brauchen Antisemiten bis heute nicht. Juden müssen halt gehasst, verfolgt und ermordet werden, weil sie Juden sind. Und deswegen handelt es sich nicht nur um Amalek und Haman direkt, sondern die Beiden stehen für ein ganzes Konzept: Nämlich den Antisemiten überhaupt. Ob nun aus Persien, Babylon, Europa, den USA oder sonstwo her.
Weder Amalek noch Haman noch sonstige Antisemiten hatten jemals Erfolg und sie werden auch in Zukunft keinen Erfolg haben. Ob nun stramme Antisemiten oder christliche Missionare, welche da das Judentum genauso vernichten wollen.
Über den Erfolg des jüdischen Überlebens geht es an Purim. Und dann werden symbolisch auch noch die Ohren des bösen Haman verspachtelt. 🙂
Ganz unterschiedliche Hamantaschen zeigt Euch Lihi auf ihrem Youtube Kanal. Frisch aus dem Backofen und sogar mit Fleischfüllung. Normalerweise finden wir die Hamantaschen gefüllt mit Eierlikör, Mohn, Dattelcreme, Schokolade, Vanille,etc.
Die drei Rezept – Videos sind zwar in hebräischer Sprache, doch was genau Lihi meint und welche Zutaten, das zeigt sie Euch. Hier aber doch noch zwei Vokabeln:
PEREG = MOHN
BASSAR = FLEISCH

 


 

 

Selber bin ich kein großer Freund von den Hamantaschen und in diesem Jahr habe ich noch keinen einzigen gegessen. In Israel werden sie seit Wochen in Bäckereien und abgepackt in Supermärkten verkauft.

Leserfrage: „Jerusalem – Frühstück Tomate?“

B“H
Jemand scheint sich extrem für unser Frühstück zu interessieren, denn gestern hatten wir schon die Frage nach den Borekas:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2018/02/25/leserfrage-israelisches-fruehstueck-blaetterteig-aehnlich/
Es gibt in Jerusalem kein spezielles Frühstück, was sich von dem in Tel Aviv, Beersheva oder Haifa unterscheidet. Kinder und Jugendliche ziehen sich morgens zum Frühstück Cornflakes und solch einen Mist rein. Wobei es in israelischen Supermärkten ganze Regale mit unterschiedlichen Cornflakes – Geschmackssorten gibt.
Dann gibt es den Toast mit Käse. Zwei Scheiben Toast, in der Mitte Käse und das alles wird im Waffeleisen getoastet.
Touristen wird häufig für viel Geld ein israelischer Salat angeboten. Der typische Salat besteht aber nur aus Gurken und Tomaten. Wer Glück hat, findet noch ein paar Zwiebelstücke und sogar eine Olive. Als typisches Frühstück betrachte ich das nicht.
Fast jeder Israeli trinkt morgens erst einmal seinen Kaffee. Essen tut er vielleicht einen Joghurt oder ein Sandwich mit Käse und einem Salatblatt. Wer zu all dem zu faul ist und schnell zur Arbeit muss, der kauft unterwegs ein Croissant, Bagel oder vielleicht sogar ein paar Borekas. Das stinknormale Rührei ist ebenfalls beliebt. Oder Haferflocken mit getrockneten Früchten drin.
Ein richtig typisches israelisches Frühstück ist mir noch nicht untergekommen. Und die Tomate in Jerusalem? Naja, wer will …
Oder meinte jemand Shakshuka?

 

Nicht unbedingt ein Frühstück!

 

Oder vielleicht die Fukatscha, die da schon eher etwas in der Art ist:

 

 

Vokabeln:
Kemach Lavan – Weißes Mehl
Auch anderes Mehl kann verwendet werden!
Melach – Salz
Sukar – Zucker
Schmarim – Hefe
Schemen – Öl
Schemen Sait – Olivenöl
Maijm – Wasser
Lefi haZorech – Ganz nach Belieben. Wie es halt jeder so braucht.
Bazeck – Teig
Chatzilim – Auberginen
Pilpelim – Paprikaschoten
Kischu’im – Zucchini
Agvaniot – Tomaten
Batzal – Zwiebel
Gvina – Käse