Leben in Jerusalem

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Nochmal zur Katze Dolly

B“H
Auf meinen Artikel KATZENNEUIGKEITEN haben sich nicht wenige Blogleser gemeldet und nachgefragt. ­čÖé
Aus dem Grund will ich mal ein kurzes Update geben: Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass das mit Dolly als Hauskatze funktionieren kann. Ich dachte zuerst, sie sei froh, ein richtiges flauschiges Katzenbett zu haben, aber anscheinend will sie das nicht. Stattdessen will sie essen, gestreichelt werden und wieder raus ins Freie. Dort geht sie ihrer Wege und wenn ihr nach Liebe ist, steht sie wieder vor der T├╝r.
Ihre Mutter hatte im Juli einen neuen Wurf mit, ich glaube, vier oder f├╝nf K├Ątzchen. Bislang waren die Kleinen im Garten gegen├╝ber beheimatet, doch heute Morgen sah ich sie auf der Stra├če herumlaufen. Normalerweise geht das hier nie lange gut, denn es fahren zu bestimmten Zeiten Autos vorbei. Zwar ist die Hauptstra├če weiter entfernt, aber dennoch werden auch in unserer relativ ruhigen Gegend eine Menge Stra├čenkatzen ├╝berfahren.
Jetzt steht auch noch der Winter vor der T├╝re und der kann in Jerusalem ziemlich unangenehm kalt werden. Bis zum n├Ąchsten Freitag soll es mit 25 Grad Celsius warm bleiben. Am Freitag, so der Wetterbericht, sinken die Temperaturen auf 19 Grad und es soll regnen.
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Katzenneuigkeiten

B“H
Jetzt ist es schon zwei Monate her, dass meine Katze Jerry verschwand. Vermutlich von einem Auto angefahren und von irgendjemandem in einer M├╝lltonne entsorgt. Jerry war eine Stra├čenkatze und im Alter von 3,5 Monaten nahm ich sie bei mir auf. Insgesamt teilten wir die Wohnung 2 Jahre und 8 Monate.
Von „Teilen“ kann eigentlich keine Rede sein, denn sie war die Queen und ich ihre Bedienung. Wir hatten uns total aneinander gew├Âhnt und jeder von Euch, der ein Haustier hat, kennt den Schmerz, wenn es nicht mehr da ist.
Bis August lebte eine Katzenfamily unten im Garten. Das l├Âste sich schnell alles auf, denn zwei kleine K├Ątzchen wurden von Autos angefahren unten starben. Darunter auch die kleine Lizzy, die erst mit s├Ąmtlichen gebrochenen Knochen ├╝berlebte, doch dann von W├╝rmern geradezu innerlich aufgefressen wurde.
Es blieben die eine Katzenmutter, die im Juli einen neuen Wurf im Garten gegen├╝ber hatte. Dort ist sie immer noch und ihre Kleinen (mindestens vier) bringt sie nicht mit zu uns. Ich glaube, sie will das Essen nicht teilen und ihre Kinder eh bald loswerden.
Ihre ├Ąlteste Tochter aus einem Wurf vor 1,5 Jahren hat sie weggejagt und ihre zweite Tochter (6 Monate alt) h├Ąngt an mir wie eine Klette. Ich habe noch niemals eine Katze erlebt, die so an einem Menschen h├Ąngt. Sobald sie mich sieht, kommt sie angerannt und w├Ąlzt sich vor mir auf dem Boden. Sie will nur noch gestreichelt werden und l├Ąsst mir keine Minute Ruhe. Ehrlich gesagt, erinnert sie mich eher an einen kleinen Hund als an eine Katze.
Zur Probe habe ich sie bei mir aufgenommen und schaue mal, wie es so l├Ąuft. Falls ich sie behalte, gehe ich n├Ąchsten Monat mit ihr zum Tierarzt und lasse sie kastrieren und gegen W├╝rmer und s├Ąmtlichen Kram impfen. Aber ich will erst einmal schauen, wie es so l├Ąuft.
Wenn sie nicht zur Hauskatze wird, wei├č ich nicht, ob ich sie behalte. Zwei Katzen hatte ich und beide wollten im Haus leben, aber auch raus in den Garten. Beide wurden ├╝berfahren und ich will das alles nicht noch einmal mitmachen. Wenn ich jemals eine weitere Katze aufnehme, dass als Hauskatze. Immer die Angst, dass das Tier ├╝berfahren wird ÔÇŽ nee, nee, dass will ich nicht noch einmal mitmachen.
Na, mal sehen ÔÇŽ

 

 

 

Photo: Miriam Woelke

Das ist Dolly! Sie schaut aus wie Jerry, aber auch wieder nicht. ÔÇő

Katze Lizzy ist gestorben

B“H
Am Mittwoch h├Ątte ich einen Tierarzttermin mit der angefahrenen Stra├čenkatze Lizzy gehabt, doch es hat nicht sein sollen. Sie hatte mindestens einen Fu├č gebrochen, doch was viel schlimmer war, waren die W├╝rmer am Hintern, die sich auch durch ihren Magen frassen. All die wei├čen W├╝rmer, die da aussahen wie Reisk├Ârner, entpuppten sich als wahre Horror ÔÇô Show. Und obwohl ich ihr vom Tierarzt gestern noch Anti ÔÇô Wurmmittel holte, half das alles nichts mehr.
Man verkaufte mir zwei kleine Tabletten und wer von Euch eine Katze hat, der kann sich vorstellen, dass es ein Alptraum ist, einer Katze Medizin einzutrichtern. Katzen schn├╝ffeln die Pillen im besten Essen und schieben die Medizin beiseite. Also gab ich Lizzy ein wenig Fleischpate mit einer kleingehackten Tablette. Da sie eh nichts mehr a├č, ├Âffnete ich ihr den Mund und schob das Ganze hinein. Und was passierte? Sie spuckte alles wieder aus. So ging das gestern Nachmittag zwei Stunden lang.
Am Ende dachte ich, sie h├Ątte wenigstens einen kleinen Teil der Pille geschluckt, doch heute fr├╝h fand ich sie tot in einer Blutlache liegen. Das Blut kam aus dem Hintern und ich will hier niemandem mit meinen Beschreibungen den Appetit verderben. Nur soviel: Bis auf Weiteres werde ich keinen Reis mehr essen!
Ein trauriges Ende und ich werde mir kein Haustier mehr anschaffen. Wer ein paar Mal ein Haustier verlor, wei├č was ich meine.
Lizzys verbliebene Family im Garten werde ich weiterhin f├╝ttern. Mit Fleischresten und Friskies. Aber das war es dann auch schon.
In Israel ist all das nichts Besonderes, denn das Land ist voller Stra├čenkatzen. T├Ąglich werden sie ├╝berfahren und es geh├Ârt zum Alltag. Kastriert werden die Stra├čenkatzen auch nicht, obwohl es immer wieder hei├čt, die Stadtverwaltungen w├╝rden sich k├╝mmern. Und so vermehren sich die Katzen und in meiner Stra├če stellen die Bewohner insgesamt recht viel Futter raus. Essensreste oder Joghurt.
Doch nicht nur Katzen ergeht es so. Nicht weit von mir entfernt liegt der „Peace Forest“ neben der Jerusalemer Promenade. Seitdem ich hier wohne, und das sind mittlerweile f├╝nf Jahre, setzen Leute ihre Hunde dort aus. Entweder man setzt einen pl├Âtzlich unerw├╝nschten Hund des Nachts in einem Kibbutz aus oder halt hier bei uns im W├Ąldchen.
Ganz fr├╝h am Morgen laufen momentan vier oder f├╝nf Hunde durch unsere Stra├čen und suchen Nahrung. Vor zwei Wochen kamen sie auf mich zu und ich machte mir vor Angst fast in die Hose. Wenn Hunde wild zusammenleben, sind sie nicht ungef├Ąhrlich. Aber nichts geschah. Sie liefen an mir vorbei.
Stra├čenkatzen im Garten zu haben, ist dennoch n├╝tzlich, denn sie fressen Ratten, M├Ąuse, Eidechsen oder kleine Schlangen. Bei der ewig langen Sommerhitze gehen all diese Viecher um und dienen den Katzen als Spielzeug oder Futter.

Jerusalem: „Rettung einer Stra├čenkatze

B“H

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Photo: Miriam Woelke



Meine Katze Jerry verlor ich vor zwei Wochen, da sie offenbar von einem Auto angefahren wurde. Mit Sicherheit kann ich das nicht sagen, doch genau das ist es, was in unserem Stadtteil unentwegt passiert. Katzen werden drau├čen von PKWs ├╝berfahren und ich denke, dass dies auch das Schicksal von Jerry war. Vermutlich wurde sie danach in einer der M├╝lltonnen entsorgt.
Bleibt also noch die Katzenfamily (Jerry’s Cousins und Cousinnen) in unserem Vorgarten. Ein K├Ątzchen davon verschwand und lief wohl auch vor ein Auto.
Nun ereignete sich ein weiterer Unfall und ein K├Ątzchen ├╝berlebte den Aufprall. Verletzt schleppte sie sich in unseren Garten zur├╝ck. Zuerst dachte ich, sie werde in K├╝rze sterben, doch Lizzy (so ihr Name) hat einen Wahnsinnwillen zu leben. Ein Photo seht Ihr oben!
Ich rief den Tierarzt an, doch der meinte nur, dass Knochenbr├╝che heilen, sehr viel Geld kostet. In Israel kosten Tier├Ąrzte mehr als Zahn├Ąrzte und au├čerdem brauche Lizzy danach noch eine Physiotherapie.
Mit Freunden lege ich gerade eine kleine Summe zusammen und wir m├╝ssen sehen, ob wir genug Geld einsammeln.
Ein Tierarzt ist teuer und ein Arbeitskollege riet mir, eine lokale Katzenhilfsorganisation im Stadtteil Talpiyot anzurufen. Tat ich auch und die pr├Ąsentierten mir am Telefon gleich die n├Ąchste Rechnung. Nicht soviel wie der Tierarzt, aber halt eine Menge.┬á
Jetzt wei├č ich auch, warum sich niemand mehr um kranke oder verletzte Stra├čenkatzen k├╝mmern will. Weil keiner soviel Geld hat und wer eine Katze zum Tierarzt oder halt zur Organisation bringt, wird erstmal saftig zur Kasse gebeten. Eine kurze Untersuchung und Behandlung kann da schnell auf 500 ÔÇô 1000 Euro ansteigen. Wer hat soviel Geld parat?
Israel ist voller Stra├čenkatzen und laut Internet gibt es in Tel Aviv die beste Hilfe f├╝r sie. In Jerusalem hingegen so gut wie gar nichts. Man meinte am Telefon zu mir, ich k├Ânne ja die Stadtverwaltung unter 106 anrufen und die holen sie dann ab. Zum T├Âten.
Vorerst habe ich Lizzy erstmal aufgenommen und saubergemacht. N├Ąchste Woche wollen wir sie zum Arzt bringen. Falls sie bis dahin ├╝berlebt.
Ich glaube, dass nur ein Bein gebrochen ist, aber was mir am meisten Sorgen bereitet, sind W├╝rmer am Hintern. Sie i├čt nicht, sondern trinkt nur Wasser und somit kann ich ihr kein Anti ÔÇô Wurm ÔÇô Mittel geben. Und so wasche ich sie mehrere Male am Tag, was ihr ziemlich guttut.
Wer von der Leserschaft eine kleine Spende beisteuern will, der kann das auf meinem Paypal Account am Seitenrand tun. Ich glaube, dass die Spendensummen auf dem Account nur in israelischen Schekeln angegeben sind. Wenn Ihr die Eurosumme mit vier multipliziert, so erhaltet Ihr den Schekelbetrage. Beispiel: 1 Euro = circa 4 Schekel.
Vielleicht wei├č jemand Rat, wie ich sonst noch die W├╝rmer von ihrem Hintern entfernen kann, au├čer mit Wasser und Nivea ÔÇô Seife.
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Damit niemand denkt, ich w├╝rde die Spenden f├╝r mich einsacken wollen ÔÇô Die Tierarztbehandlung w├╝rde ich per Video dokumentieren.

Katzentrauer

B“H
Seit ein paar Tagen bin ich etwas neben der Spur, denn meine Katze Jerry ist gestorben. Jedenfalls nehme ich das an, weil sie letzte Woche eines Morgens aus dem Haus ging und nicht wiederkam. Normalerweise ist das bei uns in der Stra├če ein Zeichen, dass wieder einmal eine Katze von einem PWK ├╝berfahren wurden. Das passiert st├Ąndig und ihre Outdoor Family starb ebenfalls auf diese Weise. Als ihre Mutter ├╝berfahren wurde, nahm ich Jerry vor zwei Jahren und acht Monaten bei mir auf und ich bereue den Schritt absolut nicht. Wir kamen super miteinander aus, doch schaffte ich es nie, aus ihr eine Hauskatze zu machen. Sie war drau├čen und drinnen und der Gefahr war ich mir immer bewusst.
Wenn ich von der Arbeit kam und Jerry war drau├čen, wusste ich nie, ob ich sie lebend oder tot vorfinden w├╝rde. Jetzt ist es also passiert und ich bin nur froh, dass ich keine tote Katze einsammeln musste. Vermutlich tat das schon jemand anders in der Stra├če.
Zuerst hoffte ich noch, dass sie vielleicht nur von einem Kater gejagt worden war, aber seit Tagen ist sie verschwunden und ich denke mal, dass auch sie letztendlich ├╝berfahren wurde.
Eine neue Katze will ich nicht mehr, denn es ist bereits das zweite Mal, dass ich ein Haustier verliere. Momentan bin ich dabei, ihr Spielzeug, ihr Bett und ihr Klo sauberzumachen und wegzupacken. Vielleicht schaffe ich mir irgendwann nochmal eine Katze an, doch das kann dauern. Wenn ├╝berhaupt ÔÇŽ

Eine weitere arabische Terrorattacke in Jerusalem und Fazit zur Internationalen Buchmesse in Jerusalem

B“H

 

Eine neue Woche und morgen ist, nach dem heutigen Schabbat, wieder stinknormaler Alltag mit Arbeit etc. Momentan lade ich ein 18 ÔÇô min├╝tiges Video von der Internationalen Buchmesse in Jerusalem hoch. Die ging n├Ąmlich nach f├╝nf Tagen am Donnerstag zuende und ich war abends nochmal dort, um zu filmen.
Die Uploads bei Youtube dauern immer Ewigkeiten trotz meines relativ schnellen Internet.
Das Fazit der Internationalen Buchmesse: Viele Besucher waren nicht da. Donnerstagabend war die Hebrew Book Week mit ihren hebr├Ąischen B├╝chern gerammelt voll. Hunderte dr├Ąngten sich um die Buchst├Ąnde und ganze Familien mit Kindern waren da. In der Halle nebendran fand das internationale Event mit Ausstellern aus Portugal, China, Frankreich, Israel, Polen, Ungarn, Rum├Ąnien, ├ľsterreich und Deutschland statt, doch das Publikum blieb lieber drau├čen bei den heimischen B├╝chern.
Bei der Hebrew Book Week kaufte ich mir vier B├╝cher, beim internationalen Event nur eines. Und das auch noch von der israelischen Buchhandlungskette ZOMET HA’SEFARIM. N├Ąmlich Lee Child’s ECHO BURNING, da ich ein gro├čer Fan der Hauptfigur Jack Reacher bin.
Nicht bei allen internationalen Anbietern kann man kaufen und als ich im Februar 2013 beim deutschen Stand B├╝cher kaufte, rechnete man mir die Preise in Euro um. Eine wahnsinnige Abzockerei. Seither verzichte ich dankend und kaufe lieber englisch – bzw. hebr├Ąischsprachige Lekt├╝re.
Am letzten Ausstellungstag, also am Donnerstag, waren China, Portugal und die Ungarn bereits abgereist. Zweimal war ich bei dem Event und nie sah ich auch nur einen Besucher bei den ├ľsterreichern. ├ältere ehemalige Deutsche in Israel sterben langsam aus und deren Nachkommen sind der deutschen Sprache weitgehend nicht mehr m├Ąchtig. Daher verliert auch der Stand aus Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Gut besucht waren dagegen j├╝disch ÔÇô religi├Âse Anbieter wie der Koren ÔÇô Verlag, die lokale Buchhandlung Pommeranz und weitere Aussteller religi├Âser B├╝cher in englischer Sprache. Im Video werdet Ihr dazu einiges zu sehen bekommen.
Gestern gab es eine weitere Terrorattacke ausgef├╝hrt von Pal├Ąstinensern. ISIS ├╝bernahm die Verantwortung. Eine junge israelische Grenzpolizistin wurde von einem Pal├Ąstinenser erstochen. Tatort: Das Damaskustor in Jerusalem.
http://www.timesofisrael.com/friends-mourn-hadas-malka-stabbed-to-death-near-old-city-as-a-true-wonder-woman/
In DIE WELT hei├čt es online: Die Beamtin erlag ihren Verletzungen.
Das ist leider richtig, doch Beamte gibt es in Israel nicht. In diesem Falle handelte es sich um eine Soldatin der Grenzpolizei. Regul├Ąre Polizisten sind in Israel keine Beamten, sondern Angestellte. Ein Beamtenstatus f├╝r Regierungsangestellte existiert nicht. Man ist halt angestellt, mehr nicht.
Und zum Thema TIERE: Meine Nachbarn haben seit gestern einen Hund. Besser gesagt, eine H├╝ndin. Die Katzenfamilie unten im Garten ist wenig begeistert und zog erstmal in eine andere Ecke des Gartens. Die neuesten Jungen sind gerade mal drei Monate alt und die beiden M├╝tter wachen argw├Âhnisch ├╝ber den Nachwuchs. Vor ein paar Tagen wurde ein Hund, der mal so herumschn├╝ffelte, angegriffen und die Besitzerin konnte ihn gerade noch mit der Leine wegzerren.
Der Hund der Nachbarn jedenfalls ist s├╝ss, aber er muss sich halt erst eingew├Âhnen. Meiner Katze ist das alles egal und sie h├Ąngt entweder drau├čen oder drinnen ab. Je nachdem und was so auf dem Speiseplan steht. Die Katzen sorgen daf├╝r, dass weder M├Ąuse herumlaufen und Eidechsen und kleine Schlangen kriechen auch nicht herum.
Der Sommer in Jerusalem zeigt sich bislang nicht zu hei├č. 30 Grad Celsius heute aber erneute Abk├╝hlung auf 25 Grad in dieser Woche. Normale Temperaturen halt und in meinem Stadtteil weht eh immer der Wind, da es sich um den Stadtrand handelt.

Ein paar kurze News aus Israel

B“H
In zwei Wochen beginnt das j├╝dische Chanukkah, welches acht Tage lang dauert. Der israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzmann rief die Bev├Âlkerung dazu auf, keine Sufganiot (Krapfen) zu essen, denn die enthalten zuviel Zucker. Israel steht weltweit mit an der Zuckerkonsumspitze, was auch ich best├Ątigen kann. Kinder und Jugendliche stehen morgens auf und essen erst einmal Cornflakes mit Schokolade zum Fr├╝hst├╝ck. Und dann all der Junk, der im Einkaufswagen landet. Kartoffelchips und s├Ąmtliches s├╝├čes Zeug.
Nicht nur die traditionellen Chanukkah ÔÇô Sufganiot triefen vor Fett und Zucker. Irgendwie haben die hiesigen B├Ącker die Angewohnheit, ├╝ber Kuchen oder selbst kleineres Geb├Ąck nochmal hei├čen Zuckersirup zu kippen. Hei├čen Zucker mit Fett und Wasser, damit alles sch├Ân gl├Ąnzt.
Zumindest ein oder zwei Sufaniot werde ich mir an Chanukkah aber dennoch g├Ânnen:
http://www.timesofisrael.com/visions-of-sugar-encrusted-doughnuts-dance-in-this-pastry-chefs-head/
Ein Leser fragte nach der Katzenfamilie in unserem Garten. Nun, dazu gibt es zwei traurige Mitteilungen: Der kleine Kater Tommy, den ich vor circa zwei Monaten aufnahm, ist seit drei Wochen verschwunden. Er war drau├čen und entweder wurde er ├╝berfahren oder von einer Familie im Nachbarhaus gefoltert. Besagte amerikanische Familie lebt hier mit mehreren Kindern und es handelt sich um christliche Touristen, die f├╝r die UNO arbeiten. Die Kinder sind schon mehrmals unangenehm aufgefallen und foltern gerne Stra├čenkatzen. Wenn ich sie inflagranti erwische, gibt es eine Anzeige. Tierqu├Ąlerei wird in Israel streng geahndet.
Tommy ist also weg und ein weiterer Kater der Katzenfamilie lag tot vor dem Haus. Vermutlich angefahren, ich wei├č es nicht. Aktuell leben nur noch zwei weibliche Katzen im Garten und jetzt zum aufkommenden Unwetter und der K├Ąlte in den n├Ąchsten Tagen, stellte ich ihnen ein kleines Haus auf. Meine Katze Jerry ist, nach wie vor, aktiv.
Ebenso wollte der Leser wissen, was die Hamas so treibt, denn in Deutschland h├Âre man nichts in den Medien.
Nun, die Hamas w├Ąre nicht die Hamas, wenn sie nichts gegen Israel unternehme. Nahe der Grenze zu Israel werden im Gazastreifen weiter Tunnel gebaut, um Israel irgendwann wieder anzugreifen. Mehrmals krachten die Tunnel zusammen und einige Hamasniks kamen dabei ums Leben. Pech gehabt! Die libanesische Hizbollah verk├╝ndet regelm├Ą├čig das Ende Israels und auch der Iran lie├č dieser Tage dieselbe Mitteilung raus. Nichts Neues also.
Wie bereits in einem vorherigen Artikel erw├Ąhnt: Der Winter zieht dieser Tage in Israel ein. Schon heute ist der Himmel grau verhangen und ein Sturm zieht auf. Sp├Ąter soll es richtig sch├╝tten. Morgen dann nur Regen und ein heftiger Sturm. Bis mindestens Sonntag bleibt es eiskalt bei Temperaturen zwischen 4 ÔÇô 10 Grad Celsius.
Warum das Wetter in Israel immer ein Thema ist?
Zum einen, weil wir dringend Regen f├╝r den See Genezareth (Kinneret) ben├Âtigen. Zum anderen, weil die wenigsten Leute eine richtige Heizung haben und mit der K├Ąlte die Stromrechnung steigt. Und bei Sturm fliegen umkippende B├Ąume auf Stromleitungen und dann gibt es gar keinen Strom mehr. Seit Jahren schon will man solchen Sch├Ąden vorbeugen, aber nichts passiert. Genauso verh├Ąlt es sich mit ├Âffentlichen Bunkern, um die sich keiner k├╝mmert. K├Ąme ein richtiger Krieg, die israelische Zivilbev├Âlkerung bliebe sich selbst ├╝berlassen.