Leben in Jerusalem

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Ist ein Israelbesuch an Ostern ratsam?

 Ist ein Israelbesuch an Ostern ratsam?

 

Mit dieser Frage wird der Blog seit Tagen überschüttet.
Dazu kann ich nur sagen, dass Israel nicht so ist, wie in Tagesschau & Co. dargestellt.
Was glaubt Ihr denn? Dass, sobald jemand aus dem Flugzeug steigt, eine Bombe hochgeht.
Israel ist ein ganz normales Land, in dem sich jeder Tourist frei bewegen und sicher fühlen kann. Wobei ich empfehle, arabische Gegenden und Stadtteile nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden. Dazu gehören auch das muslimische und christliche Altstadtviertel in Jerusalem. Es ist nicht gerade sicher, in den dunklen Gassen verlorenzugehen. Selbst im christlichen Viertel finden sich fast nur Araber. Im jüdischen oder armenischen Viertel hingegen könnt Ihr die ganze Nacht verbringen. Wenn es sein muss, auf einer Bank. Da wird Euch niemand etwas tun.
Der Normalo – Tourist begegnet in Israel keinem Terror und die Touristen fühlen sich teilweise sicherer als das in Deutschland der Fall ist. Hier lungern keine muslimischen Männergruppen in den Innenstädten herum. 

 

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Das King David Hotel sowie ein Park nahe dem Jaffator – Photo: Miriam Woelke

 

Wer nach Israel reist, egal, ob zu Ostern oder zu einer anderen Zeit, wird ein ganz normales Land vorfinden und sich wundern, wie es hier zugeht. So hätte man sich das nach der Tagesschau alles nicht vorgestellt.
Polizei und Grenzpolizei sind immer zur Stelle und es gibt sehr viel Security im Land. Vor Shopping Malls, Supermärkten, öffentlichen Gebäuden und auch bei Banken. Vielleicht gibt es deswegen in Israel relativ wenige Banküberfälle, denn vor jeder Filiale steht ein Security Guard mit Pistole oder Maschinengewehr. 🙂
Wer zum ersten Mal in Israel ist, wird sich wundern, dass recht viele Leute mit einer Waffe herumlaufen. Oder Soldaten mit Maschinengewehren. Eben mal so lässig über die Schulter gehangen.
Das ist völlig normal, aber wer das aus Deutschland nicht kennt, kriegt da vielleicht fast die Krise. 🙂
Worauf Ihr an Ostern aufpassen solltet: Dass Euch die arabischen Händler im muslimischen und christlichen Altstadtviertel von Jerusalem nicht gnadenlos abzocken. Von wegen „Komm in meinen Shop“ und „Meine Familie hat nichts zu essen, weil die bösen Zionisten uns hungern lassen“.
Lasst Euch nicht auf das Geschwafel ein, sonst wird Euch am Ende überteuerter Souvenir – Kram „Made in China“ angedreht. Versucht gelassen zu bleiben und Euch nicht volllabern zu lassen, denn sonst ist das Portemonnaie schneller leer als Ihr A sagen könnt. Die Araber denken, dass Deutsche und Amerikaner reich sind und man die alle richtig abzocken kann.
Also, legt Euer deutsches Denken ab und sagt NEIN. Und das mit Nachdruck.
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Vorsicht in den Gassen des muslimischen Altstadtviertels bei Dunkelheit – Photo: Miriam Woelke

Genauso verhält es sich mit den arabischen Altstadthostels, die da die Preise an Ostern ins Überirdische setzen. Sucht Euch ein Hotel oder ein Hostel in der Neustadt, denn da werden feste Preise vorgegeben. Arabische Altstadthostel hingegen geben Euch teilweise verdreckte Zimmer und, wie im Jaffa Gate Hostel, Räume ohne Fenster mit Schimmel an der Wand.
In der Neustadt gibt es recht viele neue Hostel, die schon fast wie Hotels aussehen. Das Avraham Hostel, das The Post oder das Jerusalem Hostel, zum Beispiel. Vermutlich sind viele Unterkünfte über Ostern eh schon ausgebucht.
Ein kleiner Geheimtipp (der jetzt keiner mehr ist 🙂 Das Little House in Baka Hotel. Es gibt mehrere dieser Little House Hotels. Also einfach mal googeln.
In Israel selber wird kein Ostern gefeiert, denn das hat mit Judentum nichts zu tun. Stattdessen feiern wir Juden um diese Zeit Pessach (Passover), was eine ganz andere Bedeutung hat. Ostern gibt es vorweglich nur in der Jerusalemer Altstadt. Im christlichen sowie armenischen Viertel. 
Wer Fragen hat, kann diese gerne stellen: Hier auf dem Blog oder an meine Email
miriamwoelke@gmail.com
Die Antwort, ob ein Israeltrip zu Oster ratsam lautet: Definitiv ja!
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Jerusalem: „Silwan, das Sephardi Center und der Ölberg“

Jerusalem: „Ausgrabungen der Altstadtmauer aus der Ersten Tempelperiode und das Cardo“

Es gibt noch mehr Ausgrabungen aus der Ersten Tempelperiode zu sehen: Im Cardo.
Jerusalem wurde mehrere Male zerstört und jedesmal wurde die Stadt auf den Ruinen neu aufgebaut. Das ist der Grund, warum wir heute in der Altstadt nicht auf den antiken Straßen der Stadt laufen. Die Ausnahmen sind das von den Römern errichte Cardo sowie die Gegend um den Tempelberg. Das einstige Jerusalem liegt 30m unter der Erde und kann bei den Tunnel Tours an der Klagemauer (Kotel) besichtigt werden.

 

An der Klagemauer (Kotel) an Sukkot 2018

 

Der heutige Blick auf die Klagemauer (Kotel) und ein wenig drumherum

Das Jaffa Tor in Jerusalem & Eine historische Legende

Sukkot – Videos aus Jerusalem

B“H
Im Verlauf des Tages werde ich eine Menge Videos in die Blogs stellen und momentan bin ich gerade am Uploaden auf Youtube. Ich war in der Altstadt und habe ein paar Clips gefilmt, die nicht unbedingt das typische Touristenbild wiedergeben. Klar, musste die Klagemauer (Kotel) mit dabei sein, doch ich zeige auch ein paar andere interessante Dinge und gebe Erklärungen.
All diese Videos sind in englischer Sprache! Sorry, aber auch eine Menge Juden aus den USA schauen meine Videos und ich wollte nicht alles doppelt in zwei Sprachen filmen. 🙂

Dienstagabend beginnt der Yom Kippur: „Was ist in Israel zu beachten?“

B“H
Da wäre der Fahrplan der EGGED – Busgesellschaft:
The Egged bus schedule will be changed on Yom Kippur eve, September 18 (Tuesday). Egged buses will stop running on Tuesday between 1:30 p.m. and 3 p.m.
• Buses will resume operation on Wednesday September 19 in the evening, from 8:30 p.m.
Landesweit stellen alle Egged Busse am Dienstagnachmittag zwischen 13.30 – 15.00 Uhr den gesamten Busverkehr ein. Bis Mittwochabend um 20.30 Uhr. 
Es fahren private Taxen, doch die werden Euch garantiert abzocken.
Das beste ist, Ihr sucht Euch für den Yom Kippur eine Unterkunft und reist nicht herum.
Der Yom Kippur wird überwiegend in den Synagogen verbracht, wovon die meisten keine Besucher zulassen, denn schon vor einem Monat wurden Tickets verkauft. Das ist so üblich an den hohen Feiertagen. Preise zwischen 600 – 700 Schekel (170 Euro) pro Sitzplatz sind keine Seltenheit. Die Tickets werden an den Eingängen kontrolliert. Die meisten chassidischen Gruppen lassen, aufgrund des starken Andrangs, nur ihre eigenen Mitglieder zu.
Der gesamte G – ttesdienst ist in hebräischer Sprache und Touristen würden sich extrem langweilen und rein und rausgehen, was den gesamten G – ttesdienst extrem stört. Das sieht man schon allein am Schabbat in der Großen Synagoge von Jerusalem. Rein, raus, rein, raus. Und dann noch mit Smartphone und dickem Kreuz am Hals bewaffnet.
Erst am abendlichen Ne’ilah – Gebet am Mittwochabend wird es an der Klagemauer (Kotel) richtig voll. Danach werden ein paar Getränke und Kekse ausgegeben, die für Juden gedacht sind, die 25 Stunden gefastet haben. Christliche Reisegruppen sollten sich davon fernhalten und nicht zugreifen und alles in die eigenen Taschen stecken, wie es in den letzten paar Jahren immer wieder der Fall war. 
Dass diverse fundamentalistische Christen am Sukkot kostenloses Essen bei Juden suchen, ist nicht neu und findet seit Jahren statt. Viel Auswahl haben sie nicht mehr, denn jüdische Haushalte machten dicht. Dass aber nach dem Ende vom Yom Kippur den Juden in der Altstadt der kleine Snack direkt nach dem Fasten fast vom Teller gezogen wird, ist relativ neu. Das findet erst seit circa 3 – 4 Jahren statt. 
Wenn ich Urlaub machen will und kein Geld habe, dann bleibe ich mit meinem Hintern daheim und reise nicht in ein anderes Land auf Freeloading – Tour. Dass man auch ja alles umsonst bekommt. Sei es Unterkunft oder Essen. Damit sind deutsche fundamentale Christen (Freikirchler) angesprochen genauso wie amerikanische, schweizer, etc. Evangelikale oder Christian Friends of Israel, Hebrew Roots und wie sie alle heißen.
Ansonsten ist der Yom Kippur ein relativ ruhiger Tag, an dem viel gebetet wird. Viele Juden (mich eingeschlossen) setzen sich hin und lernen. Oder man geht zu Vorträgen, die nachmittags zwischen oder vor dem Mincha und Ne’ilah – Gebet stattfinden. 
Wer in Jerusalem tourt und etwas essen will: Das muslimische, armenische sowie christliche Altstadtviertel bietet Restaurants, Cafes, etc. am Yom Kippur. Dort ist alles ganz normal offen, denn der Yom Kippur betrifft nur Juden. 
Heute in einer Woche beginnt schon der nächste Feiertag: Sukkot, das Laubhüttenfest mit einer tollen Atmosphäre in Jerusalem. Ich muss an den acht Feiertagen mindestens zwei davon arbeiten, habe aber den Rest frei. In der Altstadt will ich ein paar Videos vom Trubel drehen und Euch ein wenig vom Leben dort sowie in weiteren Stadtteilen berichten. 
Sukkot in Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

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Mein Tipp: Kauft kein Essen im jüdischen Altstadviertel, sondern esst vorher in der Neustadt und bringt Euch eine Wasserflasche mit. So spart Ihr eine Menge Geld. Und lasst Euch im arabischen Nazar nichts andrehen. 🙂