Leben in Jerusalem

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Das gesamte Leben umstellen zwecks Political Correctness & Migranten – Integration?

B“H
Soweit ich das mitkriege, entsteht in Deutschland ein ganz neuer Wortschatz, denn man fürchtet um die berühmt – berüchtigte Political Correctness. Gab es in den 60iger, 70iger oder 80iger Jahren noch Songs wie „Zigeunerjunge“ oder „Aber am Abend, da spielt der Zigeuner“ oder „Zehn kleine Negerlein“ oder selbst Eduard Zimmermanns TV – Sendung „Aktenzeichen XY“ mit diversen Anmerkungen gegen Ausländer und Homosexuelle, so fällt dieser Wortschatz von damals unter die heutige Zensur. Vom „Ekel Alfred“ erst gar nicht zu reden. Neuerdings sollen sich sogar Deutschlands Schulen auf den Ramadan umstellen. Offenbar darf dann kein Schüler mehr essen, um einen Moslem nicht zu beleidigen.
Auch in Israel halten die Palästinenser den Ramadan, wenn diverse Jugendliche nicht irgendwo versteckt im Park abhängen und Cola trinken. Aber egal … Bei der hiesigen muslimischen Bevölkerung ist der Ramadan sicherlich ein Thema und morgens gegen 3.00 Uhr höre ich nicht selten den Trommler, der die Palästinenser von Abu Tur / Jerusalem aufweckt, damit sie vor dem Fastenbeginn essen und trinken. Bis 4.00 Uhr früh oder so, ist das, glaube ich, erlaubt. Aus der nahegelegenen Altstadt ertönt sogar eine Ramadan – Kanone. Morgens und abends. Jemand sagte mir, dass diese Kanone schon ewig fungiert und bei den Besitzern handele es sich um eine muslimische Familie. Jedenfalls knallt die Kanone morgens zum Fastenbeginn und abends nochmal zur Essenszeit.
Darüber hinaus aber bekommen wir vom Ramadan nichts mit und das Leben geht ganz normal weiter. Mehrheitlich gehen die Palästinenser eh in die eigenen Schulen und muslimische Männer gehen, wie gewohnt, ihrer Arbeit nach. Deswegen begreife ich das Trara, welches in Deutschland um den Ramadan gemacht wird, absolut nicht.
Wer soll sich denn da wo integrieren? Dieses ganze Gutmenschentum ist geradezu lächerlich. In anderen Ländern wie den USA, Australien, dem Mittelmeerraum, Osteuropa, dem Fernen Osten oder eben in Israel ist derlei Getue völlig unbekannt. Wieso soll sich die heimische Bevölkerung neu Hinzugezogenen (und noch dazu Illegalen) anpassen? Wer nach Amerika, Kanada, Israel, Australien, Südafrika, Japan, Korea, Taiwan oder nach China auswandert, von dem wird verlangt, dass er sich automatisch in seine neue Heimat integriert.
Als ich nach Israel auswanderte, nahm ich nicht erst einmal an einem Integrationskurs teil. Ich bekam auch keine kostenlose Unterkunft oder gar Taschengeld. Geschweige denn kostenlose Gesundheitsvorsorge. Nix gibt’s und man ist für ALLES selbst verantwortlich. Von der Wohnungs – und Jobsuche bis hin zum Erlernen der Sprache. Sechs Monate Ulpan (Hebräischsprachkurs) gibt es kostenlos mit der Einwanderung. Sechs Monate Grundkurs, nachdem man gerade mal so einkaufen gehen kann und in der Lage ist, kurze Gespräche zu führen. Nichts Hochtrabendes, denn die hebräische Sprache besteht aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Und für das Erlernen der Zukunftsform fehlt in den sechs Monaten die Zeit, denn Vergangenheit und Passiv sind kompliziert genug.
Sobald der jüdische Neueinwanderer in Israel aus dem Flugzeug steigt, ist er für sein Leben selber verantwortlich. Kommt er nicht klar, hat er eben Pech gehabt. Man muss sich durchfragen und auf eine neue Kultur, eine fremde Mentalität sowie auf ein neues Leben umstellen. Sofort und jetzt und nicht erst Kurs und so.
Mit Rassismus – Jammereien und Forderungen ist nicht. Anpassen, integrieren und wer nicht will, der hat schon. Letztere Leute bleiben dann auch nie lange, sondern hauen nach kurzer Zeit wieder ab. Ich denke, dass mir in diesem Punkt Auswanderer in die USA, nach Australien, usw. zustimmen werden, denn dort ist es garantiert nicht anders.
In Deutschland jedoch wird der riesengroße Fehler gemacht, dass sich Einheimische den Neuankömmlingen anpassen. Ja, geradezu unterordnen. In meinen Augen ist Deutschland mit derlei Verhalten nicht imstande, überhaupt Leute aus anderen Ländern aufzunehmen, denn es macht sich selber kaputt. Einheimische zählen nicht mehr und die Neuen genießen Narrenfreiheit und nutzen diese gnadenlos aus.
Meine Prognose: In wenigen Jahren werden muslimische Migranten ihre eigene Partei gründen und in den Bundestag einziehen. Dasselbe Spielchen haben wir in Israel, wo arabische Parteien bereits in der Knesset vertreten sind und tagtäglich einen riesen Rabatz machen und auch vom Rassismus gegenüber Moslems labern. Sogar die israelische Flagge wollen diese Parteien abgeschafft wissen.
In Deutschland wird man sich in die Hose machen vor Angst, sobald eine rein muslimische Partei in den Bundestag einzieht. In Israel schaut die Realität so aus, dass die arabischen Parteien zusammen die drittgrößte Macht in der Knesset bilden oder demnächst bilden werden. Die drittgrößte Macht in einem israelischen Parlament und ich finde das mehr als beängstigend. Wobei diese Parteien noch dazu immer wieder gegen die Verfassung agieren und auf unser Land pfeifen. Offen unterstützen arabische Knesset – Abgeordnete die Hamas und den arabischen Terror allgemein.
Was hätte Deutschland bessermachen sollen? Gleich von Anfang an den Migranten klarmachen, wo es langgeht und wo genau die Grenze der Wohltätigkeit liegt. Stattdessen werden lieber neue seltsame Wortmanipulationen wie ILLEGALE = SCHUTZSUCHENDE ins Leben gerufen.

Von der Hebrew Book Week 2017 in Jerusalem – שבוע הספר העברי 2017 בירושלים

B“H
Ein paar kurze Eindrücke von der Hebrew Book Week heute Abend. Eine Buchmesse, auf der sämtliche israelischen Verlage ausstellen.
Die Hebrew Book Week findet landesweit noch bis zum 17. Juni statt. Das Video machte ich heute Abend in Jerusalem, doch auch in Tel Aviv sowie in anderen größeren Orten gibt es die Buchmesse.
Selbst kaufte ich mir drei Bücher zur Geschichte der Juden von Babylon und des Talmud, zur Geschichte der Agudat Israel in Polen sowie eine Biographie über den berühmten mittelalterlichen Rabbi Don Yitzchak Abarbanel.
Alle Genres sind auf der Buchmesse vertreten. Von Romanen bis hin zu Comics, Historie oder Sport ist alles vertreten.

 

Leserfrage: „Brotaufstrich in Israel“

B“H
Hm, Brotaufstrich in Israel. Was genau soll man dazu sagen? Vielleicht Nutella?
Da fällt mir gleich der aktuelle Nutella – Artikel in der britischen Daily Mail ein. 🙂
http://www.dailymail.co.uk/news/article-4582160/Viral-photo-shows-actually-goes-Nutella-jar.html
Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass Nutella in Israel nicht die Popularität besitzt, wie in Deutschland. Einfach aus dem Grund, weil israelische Kinder zum Frühstück Cornflakes bevorzugen. All das Zuckerzeugs mit Schokolade, Zimt und Nüssen. Schnell morgens aufgestanden, Cornflakes in die Schale und Milch drüber. Das macht dann genauso fett wie Nutella und ist genauso ungesund.
Es gibt übrigens ein israelisches Nutella, was ausschaut wie vom Aldi. Bestehend aus Kakao, ungesundem Rapsöl und Zucker. Vor Ewigkeiten habe ich mir das mal gekauft und seither steht es bei mir im Kühlschrank. Vom Geschmack her ist es Nutella ähnlich, nur halt nicht so cremig.
Brotaufstrich Nummer Ein in Israel dürften jedoch Hüttenkäse (Cottage) und cremiger weißer Streichkäse sein.

Die Internationale Jerusalemer Buchmesse 2017

B“H
Vorgestern berichtete ich über die morgen beginnende landesweite HEBREW BOOK WEEK in Israel. In fast jeder Stadt unseres Landes finden bis zum 17. Juni Buchmessen statt, auf denen alle israelischen Verlage ausstellen.
Fast gleichzeitig und, noch dazu am selben Ort, findet die Internationale Jerusalemer Buchmesse statt. Und zwar vom 11. – 15. Juni.
Im Gegensatz zur HEBREW BOOK WEEK, die jedes Jahr stattfindet, wird die Internationale Buchmesse nur alle zwei Jahre ausgetragen. Diesmal sogar kürzer als in all den Jahren zuvor. Ich nehme an, dass der Grund darin zu suchen ist, dass zur letzten Internationalen Buchmesse nur sehr wenige Besucher kamen. Vielleicht legte man deswegen in diesem Jahre beide Events zusammen, denn die HEBREW BOOK WEEK zieht massenhaft Besucher an.
Hier gibt es mehr Infos zur Internationalen Buchmesse 2017 in Jerusalem
http://www.janglo.net/component/option,com_adsmanager/page,display/tid,420534/catid,99/Itemid,361/
Beide Buchmessen haben dieselbe Location: Am Alten Bahnhof von Jerusalem. Zu erreichen mit den Buslinien 71, 72, 74, 75, 78 oder 38. Haltestelle: David Remez / Alter Bahnhof. Wer aus der Altstadt kommt, kann auch bequem laufen.
Der Eintritt ist frei!!!

Leserfrage: „Sind Israelis unfreundlich?“

B“H
Meine Antwort lautet, dass es in Israel nicht viel anders ist als überall auf der Welt auch. Es gibt freundliche und es gibt halt auch unfreundliche Leute. Wobei man vielleicht nicht immer sofort automatisch „unfreundlich“ sagen sollte, denn jeder halt mal einen schlechten Tag, ist mit dem falschen Fuß aufgestanden oder einfach nur genervt.
Es kommt immer darauf, wen man trifft und auch, wie man selber reagiert oder jemanden anspricht. Als ich einige Zeit in Tel Aviv lebte, sagten mir meine Arbeitskollegen, dass sie junge deutsche Touristen als extrem arrogant empfinden. Die würden so von oben herab reden und alles besser wissen. Nicht alle, aber halt auffällig viele Deutsche zwischen 18 – 30 Jahren.
Was ich dazu sagen kann ist, dass auffällig viele Deutsche tatsächlich alles besser wissen wollen und Leuten in anderen Ländern erklären, wie sie ihr Land zu regieren und ihr Leben zu leben haben. Weil etwas in Deutschland funktioniert wird gemeint, dass das dann überall zutreffen müsse. Es gab einmal eine Zeit, da wollten mir Deutsche, die teils noch nie in Israel waren und falls ja, dann kurzweilig als Tourist, mir den Friedensprozess erklären. Das geht einem dann ziemlich schnell auf den Zeiger. Noch dazu, wenn diese Leute absolut keine Ahnung von Land und Geschichte haben.
Trotzdem sehe ich nicht alle Deutsche als unfreundlich oder besserwisserisch, denn es gibt eine Menge positiver Beispiele. Wenn jedoch wieder einmal ein deutscher Tourist arrogant oder oberlehrerhaft daherkommt, reagieren viele Israelis einfach genervt.
Was vielleicht noch den deutschen Charakter gegenüber dem israelischen ausmacht ist, dass Deutsche unglaublich lange brauchen, um auf den Punkt zu kommen. Israelis fallen häufig mit der Türe ins Haus, was wiederum Touristen ggf. negativ auffassen. Wenn ein Israeli eine Frage stellt, so will er keine Story oder Rechtfertigungen hören, sondern eine präzise Antwort. Dies gilt insbesondere bei Behörden, beim Arzt und am Arbeitsplatz. Man sagt, was Sache ist: JA oder NEIN!
Ein weiterer Punkt kann die Sprache sein, denn nicht gerade wenige Israelis beherrschen die englische Sprache alles andere als perfekt. Da werden falsche Worte und Ausdrucksweisen benutzt und das Gegenüber bekommt so einen falschen Eindruck.
Die Mentalität des Nahen Ostens ist laut und so reden die Leute hierzulande laut. Touristen fassen dies oft als Streitereien auf, dabei wird sich lediglich unterhalten.
Aber, wie gesagt, es ist immer abhängig davon, wen man trifft. 🙂

Die HEBREW BOOK WEEK – HEBRÄISCHE BUCHWOCHE – SHAVUA HA’SEFER beginnt an diesem Mittwochabend

B“H
Die alljährlich stattfindende HEBREW BOOK WEEK ist in Israel, trotz Youtube – Zeitalter, immer noch ein wichtiges Event. Insbesondere für Kinder, denn ganze Familien stürmen zu den nationalen Buchmessen. Immerhin gilt es, ein Schnäppchen zu machen, denn Bücher sind in Israel recht teuer, wenn sie nicht gerade als Sonderangebot verkauft werden. Amazon ist hierzulande längst nicht so ein Thema wie in Deutschland. Der Ebook – Markt ist ebenfalls klein und Amazon lässt Self – Publisher nicht in hebräischer Schrift schreiben. Ferner sind nicht alle Angebote auf Amazon.com nach Israel lieferbar.
Neben vielen kleinen Buchläden haben in Israel die Buchketten ZOMET HA’SEFARIM sowie STEIMATZKY alles im Griff. STEIMATZKY kaufte aktuell die Jerusalemer Buchkette TAMIR BOOKS und schloss sofort die TAMIR BOOK Niederlassung in der Emek Refa’im Street, da ein paar Meter weiter ein STEIMATZKY – Laden ist. Besitzerin von Steimatzky ist übrigens eine Dame mit dem Künstlernamen GIMMEL YAFIT, die da vor wenigen Jahren in Radio und Fernsehen Werbung für alle möglichen Produkte machte. Mich erinnerte sie stets an die Clementine aus der Ariel – Werbung in den Siebzigern. Obwohl Gimmel Yafit äußerlich nicht gerade der Clementine gleicht. 🙂

 

 

 

Offenbar erwirtschaftete Gimmel ein kleines Vermögen und erstand vor ein paar Jahren die an der Insolvenz kratzenden Buchkette STEIMATZKY.
Aber zurück zur Hebrew Book Week, die da landesweit am Mittwochabend um 18.00 Uhr beginnt. Jede größere Stadt bietet bis zum 17. Juni eine Buchmesse. In Tel Aviv am Kikar Rabin (Rabin Square), in Jerusalem am Alten Bahnhof, in Rishon LeZion in der Rothschild Fußgängerzone, etc. Allabendlich von 18.00 – 23.00 Uhr ist die Buchmesse geöffnet. Freitags ist, wegen dem Schabbat, geschlossen.
Der Eintritt ist frei! Geboten werden Bücher in hebräischer Sprache von allen möglichen israelischen Verlegern. Egal, ob von Universitäten oder einfach nur Lektüre übers Wandern und Klettern.
Wer Schnäppchen bei Romanen sucht, wird meistens enttäuscht, denn viel reduziert ist da nicht. Wer dagegen, wie ich, Sachbücher sucht, kann einiges an Geld einsparen, denn in der Sparte wird reduziert. Genauso wie bei den Kinderbüchern.
Details zur Hebrew Book Week gibt es hier, jedoch nur in hebräischer Sprache:
http://sfarim.org.il/
Wer geduldig herumstöbert, der findet auch ein paar Bücher in englischer Sprache, doch die Auswahl ist begrenzt. 🙂

Die Abu Mazen Kinder – Eine Kultur des Hasses

B“H
Wie soll eigentlich ein eventueller „Frieden“ aussehen, wenn Abu Mazen und Hamas palästinensische Kinder so erziehen?

 

 

Nehmen wir einmal an, dass ein Vertrag mit Israel zustande kommen täte – wie würden dann wohl die mit Hass auf Israel erzogenen palästinensischen Jugendlichen reagieren?
Frieden beginnt anders und nicht allein aufgrund eines offiziellen Vertrages. Frieden muss auch in den Köpfen herrschen, doch all das sehe ich in naher Zukunft nicht.
Mehr Details:
http://www.timesofisrael.com/trump-said-to-yell-at-abbas-over-incitement-you-lied-to-me/
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/230295

Vorheriges LEBEN IN JERUSALEM auf Blogger

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