Leben in Jerusalem

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Jerusalem Marathon 2017

B“H
An diesem Freitagmorgen findet in Jerusalem der alljährliche Marathon statt. Das Wetter wird des Morgens mit 8 Grad Celsius kalt sein, doch regnen soll es nicht.
Leider kann ich den Marathon nur kurz verfolgen, denn ich muss arbeiten. Auf meinem Weg dorthin werde ich jedoch ein paar Photos machen.
Wer sich also am Freitagmorgen wundert, dass viele Straßen gesperrt sind und Busse umgeleitet werden: Der Marathon beginnt bereits morgens gegen 7.00 Uhr oder so.
https://jerusalem-marathon.com/default.aspx

Jerusalem – Tiberias – Zfat – Tel Aviv – Jerusalem

B“H
Vorgestern rief mich eine Freundin an, die erst von Arizona aus nach Israel einwanderte und nach nur kurzer Zeit im Land wieder zurück nach Arizona zog. Ihrer Kinder und Enkelkinder wegen, denn weder das Heimweh noch die Familie lediglich per Skype zu sehen, hatte Sarah miteinkalkuliert.
Vor etwas mehr als sechs Jahren waren wir eine kleine Gruppe, die aus US – Neueinwanderern, ein paar Israelis und aus mir bestand. Die Neuankömmlinge aus den Staaten wollten sich in Nordisrael niederlassen und nicht wie die Mehrheit aller Neueinwanderer in Tel Aviv oder Jerusalem. Nein, ausgerechnet in die Pampa sollte es gehen. Dort, wo das Leben relaxter ist, aber Arbeitsplätze absolute Mangelware sind. Keine Industrie, außer großen Hotels wie in Tiberias am See Genezareth (Kinneret), doch dort arbeiten bereits die Drusen aus den nicht allzu weit entfernten Dörfern im Golan. Die einst blühende Stadt Tiberias ist aufgrund von Korruption verschiedener Bürgermeister heruntergekommen und die Touristen bringen auch nicht das erwartete Geld ein. 
Das 30 km entfernte Zfat dagegen ist eine andere Welt und die Gruppe, von der ich hier berichte, schwankte zwischen einem Leben in Tiberias und Zfat. Die Kleinstadt Zfat erhebt seit dem Mittelalter den Anspruch, die Stadt der Kabbalah zu sein. Sämtliche berühmten Kabbalisten lebten dort und sind auf dem Friedhof beerdigt.
Vor sechs Jahren berichtete ich auf meinem alten „Leben in Jerusalem“ mehr als drei Monate lang aus Nordisrael und dem Leben dort:
http://lebeninjerusalem.blogspot.co.il/search/label/Safed
http://lebeninjerusalem.blogspot.co.il/search/label/Tiberias
Jedes einzelne Gruppenmitglied von damals ging recht euphorisch an das neue Leben im Norden heran, doch schnell stellten wir fest, dass es doch irgendwie nicht das tolle Ding war. Wir alle kamen aus der Stadt und dann waren da Tiberias und Zfat mit immer denselben Stories und demselben Alltag. Jeden Tag dieselben kleinen Straßen und alles wirkte so furchtbar g – ttverlassen. Das sollte es also gewesen sein? Dabei wurde dwir untereinander zu guten Freunden, die zu einem Zeitpunkt zusammenfanden und dann ging jeder seiner Wege. Ein Ehepaar ließ sich in Tiberias nieder und war total happy. Ich zog nach Tel Aviv, ein Neueinwanderer ging zurück nach Helsinki, ein weiteres Chabad – Ehepaar zog es ebenfalls nach Tel Aviv und der Rest verlor sich zurück in den USA oder Südafrika. Ab und zu haben wir noch Kontakt und jeder scheint mit seinem heutigen Leben glücklich zu sein. Allerdings ist keiner von uns in Nordisrael geblieben. Auch nicht das Ehepaar in Tiberias, welches ich irgendwann in Jerusalem wiedertraf. Man wohne jetzt in Nachlaot am Machane Yehudah Markt. In Tiberias sei kulturell tote Hose gewesen und wer in der Gegend etwas erleben will, der fährt zwei Stunden nach Haifa.
Ich wusste, dass Sarah aus Arizona dieser Tage auf Besuch in Israel weilte, um noch ein paar verbliebene Sachen aus Zfat abzuholen. Waschmaschine und alles andere verschenkte sie an Freunde in der Stadt. Mit einem Treffen klappte es nicht, da sie nur zwei Tage in Jerusalem war und ich arbeiten musste. Also rief sie mich noch kurz vor ihrem Abflug an. Zfat hätte sich verändert und seine Anziehungskraft verloren, meinte sie. Sie sehe das jetzt alles mit anderen Augen.
Zahlreiche US – Juden zieht es nach Zfat. Bei der Mehrheit handelt es sich um religiöse Juden, die Zfat als mystisch sehen und nicht im Tel Aviver Hamsterrad landen wollen. Außerdem hat Zfat eine riesige Anglo Community vorwiegend bestehend aus religiösen Juden. Euphorisch kommen sie an und schnell kommt die Erkenntnis, dass man von der Mystik allein nicht leben kann. Die Infrastruktur fehlt und entweder kommt der Weg zum Sozialamt oder man zieht dorthin, wo es Arbeit und ein richtiges Leben gibt. Mit Kino, unterschiedlichen Leuten und eben einer Zivilisation.
Nach etwas mehr als zwei Jahren in Tel Aviv zog ich wieder nach Jerusalem und ich muss sagen, dass ich superfroh war, dem tristen Norden entkommen zu sein. Okay, wenn ich denn mal Zeit habe, fahre ich nach Zfat auf eine Nacht. Das aber langt dann auch erst einmal.
Sarah meinte, sie denke oft an die Zeit zurück und das wir damals schon ein toller Haufen waren. Mir geht es genauso und zu der Zeit waren wir halt zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um eine tolle gemeinsame Zeit zu haben. Ich glaube nicht, dass Zfat nun weniger mystisch ist, aber die Leute von damals sind halt nicht mehr da und das macht den Unterschied.

Zum Israelhass: „Was ist BDS?“

B“H

Die jüdische Welt feiert momentan Purim. Ein Feiertag, an dem in den Synagogen das Buch Esther (Megillat Esther) laut verlesen wird. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den Hauptprotagonisten Esther und Mordechai nicht um zwei nette Helden der babylonischen Diaspora, sondern was uns die Purim – Story zeigt ist, dass Juden aufstehen müssen, sobald sie von Antisemiten attackiert werden. Nicht nur vor fast 3000 Jahren, sondern bis auf den heutigen Tag: are not just part of an ancient little nice cute story but they two show us that Jews have

Israelfeindliche Organisationen wie die Adenauer Stiftung, EU & UNO

B“H
Die israelfeindlich gestimmte Konrad Adenauer Stiftung hat selbst in Jerusalem eine Niederlassung.
http://www.ngo-monitor.org/key-issues/the-central-role-of-european-governments-in-ngo-funding/germany/#selectedexamplesofgermanfundedngos
Genau wie das UNO – Hauptquartier in der Stadt beschäftigt die Adenauer Stiftung vorzugsweise Palästinenser. Auch die EU – Angestellten sind in Israel ziemlich aktiv, wobei sie genauso eifrig Palästinenser unterstützen. Eine Vielzahl der hiesigen EU – Angestellten sind Deutsche, die sich in Jerusalem extrem israelfeindlich und antisemitisch gestimmt geben. Nein, nicht nur ältere verkrachte deutsche Polizisten in EU – Uniform, sondern junge Familien mit Kindern. Nach AfD sehen die mir nicht aus, sondern eher nach der Linken und den Grünen. Neoliberale Deutsche, die Juden und Israel hassen. Ihre Kinder schicken sie zur Schule der christlichen Botschaft in der Rachel Imenu Street, die da ebenso israelfeindlich eingestellt ist und Judenhass versprüht.
Dafür aber zahlen EU sowie die UNO massig Gelder an ihre Angestellten. Es handelt sich um riesige Verwaltungsapparate, bei denen die Mehrheit aller Gelder für die Angestellten draufgeht.

Mit dem Euro ist in Israel nicht mehr viel zu haben

B“H
Eine extrem populäre Leserfrage auf diesem Blog:

Wie teuer ist Israel und wie hoch sind die Essenspreise?

Eine Frage, die ich bereits unzählige Male beantwortet habe. Die kurze Antwort auf die Frage lautet, dass Israel ein sehr teures Land ist. Und das in jeder Hinsicht. Egal, ob Lebensmittelpreise, Mieten, Krankenversicherungen bzw. Kosten für das Gesundheitswesen, Grundsteuer (die hierzulande der Mieter zahlt), Autoversicherung, Unis und Schulen, und und und.
Was gerade Europäer vergessen miteinzukalkulieren: Euer Euro ist außerhalb Europas nichts mehr wert! Noch vor fünf Jahren stand der Euro in Israel bei 5,11 Schekel. Am heutigen Tag wertet die israelische Nationalbank den Euro auf 3,90 Schekel. Das mag sich, oberflächlich betrachtet, noch immer recht viel anhören, ist es aber nicht. Nach dem Euro kräht kein Hahn mehr und seit vier Jahren befindet er sich nur noch auf dem absteigenden Ast. 
Solange Ihr Urlaub in Europa macht, ist alles okay. Wer sich jedoch außerhalb Europas aufhält, erlebt eine böse Überraschung. Auf einmal ist die eigene Währung nicht mehr viel wert.

Zum heutigen SCHUSCHAN PURIM in Jerusalem

B“H
In Jerusalem wird heute ganz groß SCHUSCHAN PURIM gefeiert und wer dazu mehr Hintergrundinformation sucht, der lese hier:
https://hamantaschen.wordpress.com/2017/03/13/purim-insights-2/
In anderen Teilen Israels sowie in der Diaspora ist Purim bereits gestern Abend zuende gegangen, doch in Jerusalem geht es heute erst richtig losgelegt. Soweit dies eben möglich ist, denn das Wetter ist miserabel. Dauerregen und es weht ein kalter Wind. Mit draußen feiern und so ist daher nicht viel. In der Innenstadt feiern säkulare Juden, die sich total besaufen. So richtige Feiern, einschließlcih dem Suff, gibt es dagegen nur in Ultra – orthodoxen Stadtteilen.
Wer sich als Tourist fragt, ob denn am heutigen Feiertag in Jerusalem die Busse fahren: Ja, tun sie. Alles verläuft ganz normal, doch Banken und Post haben garantiert nur bis mittags geöffnet. Einige Supermärkte schließen auch gegen Mittag. Die Leute wollen heim und ein traditionelles Purim – Mahl abhalten.
Touristen mag das ganze Spektakel heute wie der Kölner Karneval erscheinen, doch Purim hat einen ernsthaften Hintergrund, wie zu lesen ist, wenn man auf den obigen Link klickt. Ich habe heute einen Tag frei und plane gar keine riesige Feier. In einem Monat ist Pessach (Passover) und da will ich schon einmal ein wenig vorputzen. Gleich nach Purim beginnen jene Israelis, die Pessach halten, mit dem ewigen Pessach – Putz zum Feiertag. Jegliches Chametz (an Pessach verbotene Getreideprodukte) wird aus dem Haus geputzt. Kühlschränke bis auf die kleinste Schraube gewienert, dazu Küchenschränke und alles Sonstige im Haus. Das dauert und da beginnt man lieber rechtzeitig. 🙂
Sofort nach Purim stellen die Supermärkte ihr Feiertagssortiment von Hamantaschen auf Pessach um. Dann gibt es Mazzot zuhauf und vor allem Putzmittel. Letztere werden erst einmal der Renner, denn es wird gewienert und geschrubbt. Sogar die Klagemauer vor Pessach, denn all die kleinen Zettel werden rausgezogen und religiös entsorgt.
Einige Leser fragen immer wieder nach, ob Israel an Ostern sicher sei. Hier meine Gegenfrage: Ist Deutschland an Ostern sicher? Wohl kaum! Da fühle ich mich in Israel wesentlich besser aufgehoben als bei der deutschen Gurkenpolizei, die keinen Schimmer hat. 🙂

Street Food in Israel

B“H

Wer wissen will, was Israelis so essen:
Schnitzel, Pasta, Salate, sehr viel Olivenöl, Fleisch und Reis. Pizza, Sushi, Lasagne, Fisch, Hamburger, Würstchen oder Fleischklopse (Kzizot). Und Street Food ist äußerst beliebt. Besonders in der Mittagspause auf der Arbeit. 

Vorheriges LEBEN IN JERUSALEM auf Blogger

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