Leben in Jerusalem

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Schnee in Jerusalem 2019

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Photo: Miriam Woelke

 

Mit großem Trara hatte die hiesige Presse den Schnee in Jerusalem angekündigt, aber am Ende fiel alles recht bescheiden aus.
Zwar fiel gestern Abend ein wenig Schnee, aber er war auch wieder so schnell weg wie er gekommen war. Es ist sehr kalt und stürmisch, doch in der Nacht reichte es nur für Hagel und Graupel. Der große Schneefall blieb in der Hauptstadt aus und heute schon zeigt sich wieder etwas die Sonne. Bis Montag klettert das Thermometer auf 12 Grad an. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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Video: „Kleiner Spaziergang durch den Jerusalemer Stadtteil Tapiyot“

 

Im Video seht Ihr nur einen kleinen Teil von Talpiyot und noch nicht einmal die Hauptstraßen mit den ganzen Shops. Dazu gibt es irgendwann nochmal extra ein Video. 
Was man vielleicht in meinen Videos sieht: Jerusalem ist eine ganz normale Stadt mit einem stinknormalen Alltag abseits des Tourismus.

Leserfragen: „Wie ist das Leben in Israel?“, „Schlechte Lebensbedingungen?“ und „Geschäftsleute“

B“H
Wie ist das Leben in Israel?
Definitiv anders als in Deutschland, der Schweiz oder in Österreich, denn Israel liegt im Nahen Osten und dementsprechend ist die Mentalität.
Vielleicht können die Fragesteller diese Frage etwas mehr spezifizieren!
Schlechte Lebensbedingungen in Israel?
Definitiv nicht, denn es kommt immer darauf an, was jemand erwartet. Das Leben in Israel ist härter als in Deutschland, denn die Lebenshaltungskosten liegen hoch und die Einkommen niedriger. Ein Israeli gibt einen Großteil seines Gehaltes für Miete, Lebensmittel und anderweitige Rechnungen aus.
Man kann das Leben hier nicht mit dem in Deutschland vergleichen, denn es gelten andere Regeln und alles ist anders. In Israel leben bedeutet viel Eigeninitiative entwickeln und innovativ und flexibel sein. Man muss sich um alles kümmern, denn der Staat allein kümmert sich nicht. Von daher sind die Menschen in Deutschland sozial deutlich besser abgesichert.
Leben in Israel Geschäftsleute?
Ja, eine ganze Menge sogar. In Israel haben wir Groß – und Kleinunternehmen. Mittelständische Unternehmen sind ebenso zahlreich vertreten. Es gibt hierzulande sehr viele Geschäftsleute und es werden hohe Steuern und Abgaben gezahlt.
Übrigens gibt es auch sehr viele Ultra – orthodoxe sowie palästinensische Geschäftsleute. Jeder kann sich selbstständig machen und Meisterprüfungen gibt es nicht. In bestimmten Berufen werden offizielle Prüfungen abgelegt, doch mit dem deutschen Meister ist das nicht vergleichbar.

Video: „Die Jerusalemer Derech Beit Lechem Street samt Neubaugebiet“

Im Video erwähne ich, dass der hintere Teil der Derech Beit Lechem Street auch im Stadtteil Baka liegt. Das war ein Fehler, denn dieser Teil der ewig langen Straße liegt bereits im Nachbarstadtteil Talpiyot.  

 

 

Schnee in Jerusalem – Ja oder Nein?

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Schnee – Aussicht von meinem Balkon vor ein paar Jahren – Copyright: Miriam Woelke

B“H
Eine definitive Antwort kann ich erst morgen Abend geben, denn dann soll es ggf. in Jerusalem schneien. Die Stadtverwaltung jedenfalls hat schon einmal Planierraupen zum Schneeschieben bereitgestellt. Ich hoffe ja, dass es nur regnet und nicht schneit, denn ich hasse Schnee. 
Heute war es bei 12 Grad Celsius in Jerusalem warm und sonnig, doch schon heute Nacht schwenkt das Wetter um. Morgen werden wir lediglich 4 Grad haben und es soll regnen, hageln, graupeln und am Ende eventuell auch noch schneien. Und das alles bei einem heftigen Sturm. Am Donnerstag soll es trocken bleiben und etwas wärmer werden. 
Schnee in Jerusalem bedeutet jedesmal Chaos. Die Busse stellen sofort den Verkehr ein. Genauso wie PKWs, denn alles läuft hier auf Sommerreifen. 
Falls am Donnerstagmorgen Schnee liegen sollte, sind die Schulen geschlossen und die Leute gehen noch nicht einmal zur Arbeit. Alles bleibt in dem Fall geschlossen. Auch die Supermärkte. Einfach alles, denn bei Schnee geht gar nichts mehr. Dann sind alle zuhause und machen sich einen schönen unbezahlten Tag.

Was Israelis im kalten Winter essen: „Tomatensuppe mit Reis“

B“H
Viele Israelis sind Reis – Fanatiker, was wir insbesondere den sephardischen Juden verdanken. In sephardischen Kreisen wird extrem viel Reis gegessen und Juden aus dem Iran lassen ihn sogar anbrennen. Das gehört zu deren Tradition und schmeckt gar nicht mal so schlecht.
Die israelische Koch – Youtuberin Lihi stellt ein in Israel populäres Rezept vor: Die Tomatensuppe mit Reis. Schön heiß zubereitet ist das ein tolles Essen im Winter. Übrigens, wer Lihi nicht versteht, sieht zumindest, welche Zutaten sie benutzt und was genau sie tut.
Die Zutaten für dieses Gericht sind leicht erhältlich und günstig. Sellerie, Karotten, Knoblauch, Zwiebel und vielleicht noch anderes Gemüse nach Wahl. Alles kleinschneiden und andünsten und dann mit dem Reis kochen.
Separat nehme ich circa fünf frische Tomaten und zerkleinere die im Mixer. Sobald der Reis gekocht ist, gebe ich den Tomatensaft in den Topf. Vorher aber lasse ich den gekochten Reis in einem Sieb abtropfen. Danach kommt alles wieder in den Topf. Samt Tomatensauce. Fertig!

 

 

In dieser Woche ist es gerade in Jerusalem ausgesprochen kalt. Heute haben wir gerade einmal sieben Grad Celsius. Mittwoch soll es mit Regen und Graupel besonders schlimm werden. Erst am Freitag sowie am Schabbat steigt das Thermometer auf elf Grad an.
Warum wir stets alle so furchtbar jammern, wenn es kalt ist?
Weil und die Heizung im Winter eine Menge an Stromgeld kostet. Ich habe eine kleine elektrische Heizung und damit heize ich stets nur einen Raum. Zum zweiten Zimmer mache ich die Tür zu. Aber selbst die kleine Heizung kostet mich im Monat 200 Schekel (circa 50 Euro) mehr.
Grauer staubbeladener Himmel über Jerusalem. Dazu Sturm und Kälte. Ich kann es bis zum Frühling gar nicht mehr erwarten. 🙂

Wer beleidigt einen Juden mit antisemitischen Floskeln auf Hebräisch?

B“H
Auf Welt Online finden wir heute einen Artikel, der mich einmal wieder fragen lässt, warum Juden eigentlich noch in Deutschland leben. Aber letzten Endes muss das jeder selber mit sich ausmachen.
Die Frage, die nach dem Lesen des Artikels aufkommt:
Wer beleidigt einen Juden in hebräischer Sprache?
Normalerweise wird das ein Palästinenser sein, denn die sind der hebräischen Sprache, manchmal mehr und manchmal weniger, mächtig. Immerhin arbeiten Tausende von ihnen in Israel oder sie studieren an israelischen Unis.
In Israel kommt es sogar vor, dass Juden andere Juden antisemitisch angehen. Nämlich dann, wenn es sich um extrem säkulare Juden handelt, welche ihre eigene jüdische Identität samt Religion hassen. Und genau diese Leute finden sich dann paradoxerweise im Auslandsurlaub antisemitisch angegangen und jammern. Entkommen kann man dem Antisemitismus als Jude dann auch nicht, denn für Antisemiten bleibt Jude Jude. Da spielt es keine Rolle, ob ein Jude seine eigene Religion ablehnt und sich doch so furchtbar anstrengt so zu sein, wie andere Völker auch.
Selbst unsere Medien haben manchmal antisemitische Ideologien drauf, wenn es um Ultra – orthodoxe Juden geht. Nein, nicht mit den üblichen nichtjüdisch – antisemitischen Klischees, sondern auf andere Art und Weise. 
Gestern las ich eine andere Überschrift und ich glaube, das war auch auf Welt Online. Jemand schrieb ein Buch mit dem Namen Stella und offenbar geht es darin um eine Jüdin, welche im Dritten Reich andere Juden an die Gestapo verriet. Und schon scheint es in Deutschland Aufruhr zu geben.
Dabei ist es eine historische Tatsache, dass im Dritten Reich auch Juden von anderen Juden verraten worden sind. Genauso wie es in KZs und Vernichtungslagern jüdische Kapos gab, die ihre eigenen Glaubensbrüder zusammenschlugen oder an die SS verraten haben.
Zum Thema „Jüdische Kapos vor israelischen Gerichten“ habe ich vor einigen Jahren bereits auf meinem alten Blog einen längeren Artikel verfasst:
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2010/01/judische-kapos-vor-israelischen.html
Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem erzählt ab und zu eine wahre Begebenheit aus New York, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dort ereignete.
Ein jüdischer Überlebender eines Vernichtungslagers hatte es nach einigen Jahren in New York zu einer eigenen Firma gebracht und stellte neue Leute ein. Plötzlich wurde ihm ein Bewerber vorgestellt, den er aus dem Lager kannte. Und zwar als brutaler Kapo, der ihn am Yom Kippur zusammengeschlagen hatte.
Der einstige Kapo und nun Arbeitssuchender erkannte den Firmenchef nicht wieder, wurde aber eingestellt, da ihm der einstige Häftling eine Chance geben wollte.
Ich hätte den Typen garantiert nicht eingestellt, doch offenbar sah der Firmenchef in dem einstigen Kapo und heute Arbeitssuchenden ein klägliches Häufchen Elend. Wer weiß …
Es kann sich nicht nur auf die Vergangenheit bezogen werden, denn im heutigen Staat Israel gibt es ebenfalls Repressalien gegen religiöse Juden. Anders als im Antisemitismus westlicher Länder, aber es gibt genügend Juden, die jeglichen orthodoxen Juden hassen wie die Pest. Insbesondere in der linken Szene oder in der Partei des Ya’ir Lapid.

Vorheriges LEBEN IN JERUSALEM auf Blogger

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