Leben in Jerusalem

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Leserfrage: “Wie leben junge Juden heute?”

B“H
Die Antwort dieser Frage kann ich nur auf Israel beziehen, denn ich war seit fast 18 Jahren nicht mehr in Deutschland gewesen.
Junge Juden in Israel?
Ein knappe kurze Erklärung gibt es nicht, denn jeder Jude ist anders und kommt aus unterschiedlichen Verhältnissen. Religiös, superfromm, anti – religiös, traditionell, säkular. Alle Richtungen sind dabei.
Generell durchlaufen junge Israelis halt die Schule und machen (oder auch nicht) das Bagrut (Abitur). Damit kann man studieren, wenn man denn den Zulassungstest an einer Uni besteht. Nach dem Bagrut bereitet sich die Jugend zuerst einmal auf den Eintritt in die Armee vor. Hierfür gibt es allerlei Kurse und der Sohn einer Familie aus dem Bekanntenkreis beginnt seinen Kurs im August. Der Kurs dauert ein Jahr.
Haredische (Ultra – Orthodoxe) Jugendliche lernen weiter auf der Yeshiva und lehnen die Armee ab. Nicht alle, aber halt viele. Damit stehen sie nicht allein, denn eine Menge Jugendliche aus der linksextremen Tel Aviv – Hod Hasharon – Szene ist genauso extrem wie in Deutschland die Grünen. Auch die Linksextremen lehnen Israel ab und verweigern den Dienst an der Waffe. Die Zahl derer nimmt zu.
Normalerweise bereiten sich Jugendliche sehr ambitioniert auf den Armeedienst vor, denn man will etwas erreichen und das Land verteidigen. Die Armee bietet Karrieren und man kann sich langfristig verpflichten. Wie die Schwester des oben erwähnten Jugendlichen, welcher den Kurs beginnt.
Ferner bietet die Armee Ausbildungsprogramme und man kann sich, wenn man Hirn hat, sehr gut weiterbilden. Insbesonders im IT – Bereich. Bei Studenten stehen die IT – Studiengänge, BWL sowie Jura immer noch an forderster Stelle.
Israelis lieben es zu reisen. Deswegen fahrend Leute, die mit dem Armeedienst fertig sind, für ein Jahr ins Ausland. Zuerst waren Indien oder Thailand die angesagtesten Ziele. Mittlerweile ist es Südamerika. Berlin ist nicht mehr das angesagteste Ziel junger Israelis, sondern London oder Amsterdam. Amsterdam allein, weil die Niederländer ein sehr gutes Englisch sprechen und die Mentalität angenehmer ist als in Deutschland. So jedenfalls sagten es mir ein paar junge Leute.
Religiöse Jugendliche zieht es weniger ins Ausland und man konzentriert sich eher auf die Ziele in Israel. Auf die Zukunft wie Beruf und Family. Aber auch traditionelle Juden (Schabbat halten und koscher essen) oder säkulare kümmern sich nicht selten in erster Linie um den beruflichen Werdegang. Ausbildung / Studium, Fernkurse … sowas wird sehr ernst genommen.
Genauso gibt es Jugendliche, die in Gefahr sind, kriminell zu werden. Drogen, Gewalt, etc. Junge Leute, die Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt wurden. Obdachlose Jugendliche und allein die Stadt Jerusalem bietet mehrere Anlaufstellen für gefährdete Jugendliche. Allerdings nur bis zum 18. Lebensjahr.
Wie lebt man sonst?
Internet surfen, Musik, TV, Fast Food – all das ist auch hier angesagt. Beziehungen, eventuell heiraten, Kinder kriegen. Die Familie gilt immer noch als wichtig, obwohl es sehr viele Singles gibt.
Zahlreiche junge Leute sehen ihr Glück in Tel Aviv und ziehen in die Metropole. Dort aber ist es wahnsinnig teuer und allein deswegen lebt man vorwiegend in WGs. Mal ist das angesagt und dann wieder das. Alles ganz normal halt.
Nichtsdestotrotz kommt es sehr auf den Background der Familie an. Klar haben besser betuchte junge Leute auch bessere Chancen. Das ist in Israel nicht anders wie in Europa. Selbst in Ultra – Orthodoxen Kreise ist das so. Ist der Vater ein Rabbi mit extrem guter Yeshiva – Ausbildung, so hat es der Sohn leichter, in die Fussstapfen zu treten. Bedeutet, der Sohn wird in guten Yeshivot (Lerninstituten) aufgenommen. Andere haben da keine Chance. Beispiel: Die Elite – Yeshiva Ponivezh in Bnei Brak.
Israel ist zwar ein kleines Land, dafür aber gibt es reichlich unterschiedliche Leute. Jeder muss halt schauen, wo er hinpasst.
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Ohne Worte

B“H
Soviel zu meinem gestrigen Tweet bei Heiko Maas, der da so furchtbar stolz auf den neuen Antisemitismus – Beauftragten ist:
Hello,
We have received a complaint regarding your account, …
Tweet Text: @HeikoMaas Die in Deutschland lebenden Juden sollten Deutschland verlassen!!!! Heutzutage gibt es, G – tt sei Dank, mit Israel eine Alternative. Die franzoesischen Juden machen es deutschen Juden vor.
We have investigated the reported content and could not identify any violations of the Twitter Rules (https://support.twitter.com/articles/18311) or applicable law. Accordingly, we have not taken any action at this time.
Sincerely,
Twitter
Weil ich auf meiner Meinung beharre, dass deutsche JUDEN daran denken sollten, Deutschland (oder auch Europa) zu verlassen, wurde ich von irgendeinem Hansel bei Twitter angeschwärzt. Dazu kamen nichtjüdische Meinungen, dass meine Ansicht falsch sei und die Juden in Deutschland sicher sind. Kein Grund zur Panik also.
In Frankreich wurde vor Pessach eine 84 – jährige jüdische Holocaust – Überlebende von Moslems ermordet. Ich hoffe, dass es soweit in Deutschland nicht kommt. Nach Meinung der Anschwärzer bei Twitter aber ist alles okay und nur keine Panik.
Ich bin nicht die Einzige, die in den letzten Tagen immer wieder Tweets von deutschen Nichtjuden bekam, die meinten, Juden sagen zu müssen, was sie zu tun, zu denken oder zu lassen haben.

Live – Übertragung aus dem Jerusalemer Holocaust Museum Yad Vashem

B“H

Heute Abend und morgen gedenkt Israel der sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet worden sind. Vom circa einer halben Stunde begann die Live – Gedenkveranstaltung aus dem Jerusalemer Holocaust Museum Yad Vashem.

Die Veranstaltung wird im israelischen TV ausgestrahlt, doch das Yad Vashem bringt in diesem Video zusätzlich eine englische Übersetzung: 

 

Heute Abend beginnt der israelische Holocaust – Gedenktag YOM Ha’SHOAH

B“H
Um 20.00 Uhr beginnt heute der nationale Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH. Bereits gegen 18.00 – 19.00 Uhr schließen ALLE Geschäfte, Restaurants und Shopping Malls. Alle, außer jenen in palästinensischen Wohnorten / Stadtteilen.
Die Eröffnungs – Gedenkveranstaltung findet um 20.00 Uhr im Jerusalemer Holocaust Museum Yad Vashem statt. Politiker, Botschafter, israelische Prominenz sowie Holocaust – Überlebende versammeln sich auf dem Platz vor dem riesigen Denkmal des Warschauer Ghettoaufstandes.
Die Veranstaltung wird live im israelischen TV übertragen. Gegen Abend werde ich eventuell noch einen Link dazu in den Blog stellen.

 

 

 

Morgen früh um 10.00 Uhr ertönen landesweit zwei Minuten lang die Sirenen und die Leute stehen still. Busse und Autos halten an und die Fahrer steigen aus oder Busfahrgäste stehen zur Sirene in den Bussen. Auf den Autobahnen sind keine Sirenen zu hören, doch verfolgt man das Geschehen im Radio. Auch die israelischen Radioprogramme werden unterbrochen und eine Sirene ist zu hören.
Ich habe heute einen Tag frei und ging morgens zum Rami Levi Discounter im Stadtteil Talpiyot einkaufen.
„Muss ja alles leer sein und ich bin schnell wieder daheim.“
So dachte ich jedenfalls. Obwohl heute alles eher schließt, kommt der richtige Ansturm erst gegen 16.00 oder 17.00 Uhr, wenn Feierabendzeit ist.
Nix da. Ich war um 10.30 Uhr bei Rami Levi und die Bude war rappelvoll. Mehr als eine halbe Stunde stand ich an der Kasse, weil nichts mehr ging. Vor den Kassen hatte der Discounter einen kleinen Tisch mit Holocaust – Photos und Gedenkkerzen aufgestellt. Zuerst wollte ich noch ein Photo machen, verschob das dann aber auf nach dem Einkauf. Später kam ich dann nicht mehr zu dem Tisch, denn die Massen warteten vor den Kassen und es gab kein Durchkommen mehr.
Der Yom Ha’Shoah ist jedes Jahr wieder ein schwerer Tag. Es kommen nur Trauerlieder im Radio und Holocaust – Überlebende berichten in den Medien.
Zwar lieben deutsche Medien es hervorzuheben, dass man in Israel heute nichts mehr gegen Deutsche habe. Das aber ist nur bedingt der Fall und es gibt sehr viele Leute, die mit Deutschland nichts zu tun haben wollen. Neulich erst las ich im Internet, dass Deutschland sich nicht verändert habe und wer das denke, der sei vermutlich links – liberal orientiert. Hinzu kommt, dass auch in den hiesigen Medien vermehrt vom Antisemitismus in Deutschland und in Europa allgemein berichtet wird.
Nein, nicht von der AFD, sondern von antisemitischen Sozialdemokraten, Christdemokraten, Kirchen, Gewerkschaften und sonstigen linksorientierten Institutionen. Der muslimische Antisemitismus ist Israel bestens bekannt und all die internationalen nicht – muslimischen Israelhasser auch.
Die Website des Jerusalemer Holocaust Museum Yad Vashem auf Deutsch: https://www.yadvashem.org/de.html
Und auf Englisch:
https://www.yadvashem.org/

 

Wie die deutsche Bundesregierung den Antisemitismus unterstützt und finanziert

B“H
Nur zu gerne erhebt die Bundesregierung den Finger gen AFD, wenn es denn um Rechtspopulismus und Antisemitismus geht. Ich bin kein AFD – Wähler, denn ich besitze keine deutsche Staatsangehörigkeit. Und würde ich diese besitzen, so ginge ich vermutlich gar nicht erst zur Wahl. Seit einer Aussage von Alexander Gauland habe ich es mit der AFD nicht so, obwohl sie im Bundestag keine schlechte Arbeit hinlegt und den verkommenen Merkel – Laden richtig aufmischt.
Auf Youtube ist zu sehen, wie Alexander Gauland zum Thema JUDEN befragt wird und er glaubhaft versichert, sich damit noch nicht beschäftigt zu haben. So weit okay, doch dann sagte er, dass Israel verstehen muss, wenn deutsche Bundeswehrsoldaten in Israel stationiert werden. Und genau solch eine Aussage ist in unserem Land ein absoluter No – Go. Deutsche Soldaten wird es in Israel nicht geben. Punkt!
Und wie die Realität bis heute zeigt: Juden sind immer auf sich allein gestellt und nur sie können sich beschützen. Israel verlässt sich auf seine eigene Armee, sonst ist es verlassen.
Obwohl sich Bundesregierungen aller Art (auch schon unter Schröder) israelfreundlich geben, sind sie doch antisemitisch veranlagt. Allein diese Tatsache lässt sich anhand der öffentlich – rechtlichen Medien verdeutlichen: Intendant des WDR sowie anderen Rundfunkanstalten wird immer derjenige, der das richtige Parteibuch hat. Und dementsprechend lautet dann auch die Gesinnung bzw. Agenda des Senders. Wer sich als Jounalist nicht danach richtet und pariert, kann sich beim Jobcenter melden.
Darüber hinaus finanziert die Regierung antisemitisch – eingestellte NGOs und die Konrad – Adenauer – Stiftung. Genauso wie andere Einrichtungen und Stiftungen, die sich stets auf die Seite der Palästinenser stellen und den arabischen Terror gegenüber Juden verteidigen und verherrlichen.
Auf der einen Seite ist die Bundesregierung Israel nicht abgeneigt; gleichzeitig aber wird gegen Israel gearbeitet und es wird sich rigoros auf die Seite der Palästinenser gestellt, welche da Unmengen von EU – Geldern in den Hintern geschoben bekommen. Letztere werden für den Terror gegen Israel verwendet (Tunnelbau) oder Hamas – und PLO – Obere bauen sich private Paläste.
Hier ein aktueller israelischer TV – Bericht mit deutschen Untertiteln über die Finanzierung antisemitischer Einrichtungen in Deutschland:

 

 

Leserfrage: „Wie viele illegale Afrikaner leben in Israel?“

B“H
Allein in Tel Aviv werden knapp 50,000 illegale Afrikaner vermutet. Hinzu kommt die Stadt Eilat mit einigen Tausend und am Toten Meer sollen sich ebenfalls welche niedergelassen haben, um in den dortigen Hotels zu arbeiten. In Eilat dasselbe Spiel: Die Illegalen arbeiten als Billiglöhner in den Hotels.
In Israel sind die Illegalen gezwungen zu arbeiten, denn Unterstützung vom Staat gibt es nicht. Selbst Juden haben es nicht leicht, allein von staatlicher Unterstützung zu leben.
Die Afrikaner sind unerwünscht, docht und wer sie haben will, sind Unternehmer, die Billiglöhner suchen oder diverse Linke wie ein paar Kibbutznikim oder sonstiges linkes Klientel. Was diese Linken allerdings nicht wollen: Afrikaner in ihr eigenes heim aufnehmen. So weit geht die „Liebe“ dann doch nicht.
Nicht zu vergessen, dass ein hoher Teil der illegalen Afrikaner kriminell agiert und selbst deren Kinder Hitler propagandieren.
„Hitler sei gut gewesen, denn er habe Juden umgebracht. Und Israel gibt es nicht! Juden sollen weg, denn das hier ist Afrika.“
Die illegalen Afrikaner von Tel Aviv haben ihr eigenes Leben in einem bestimmten Gebiet. Außerhalb würde niemand ihnen eine Bleibe vermieten oder sich sonst irgendwie mit ihnen abgeben. Die Illegalen wollen unter sich bleiben und verweigern Weißen den Zutritt zu ihren illegal eröffneten Shops und subversiven Bars. Drogen, Suff, Diebstahl und Prostitution. Dazu kriminelle mafia – artige Clans und Machenschaften untereinander.
Ingesamt sollen sich in Israel circa 60,000 illegale Afrikaner aufhalten.
Ach ja, und beim nationalen Holocaust – Gedenktag, wenn die Sirene ertönt, beeindrucht das die Illegalen nicht. Man aalt sich auf dem Rasen vom Lewinsky Park am Zentralen Busbahnhof von Tel Aviv oder pfeift auch sonst auf den Holocaust. Immerhin war Hitler ein guter Mensch, der Juden umbrachte.

Israel zeigt sich geschmückt und voller Nationalstolz

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Aktuelle Beflaggung: Jerusalem – und Israelfahne. Hier in der Derech Hebron Street. – Photo: Miriam Woelke

 

Die Mehrheit aller Israelis ist stolz auf ihr Land und man ist sogar zufrieden mit dem, was man hat. Oder auch nicht hat. 🙂 Immerhin haben die Juden ihr eigenes Land und allein das ist viel wert.
Am Abend des 18. April sowie am 19. April 2018 feiert unser Land seinen 70. Geburtstag. Allein deswegen sind die Straßen im Land aber nicht beflaggt. Das sind sie vor jedem Unabhängigkeitstag sowie dem nationalen Holocaust – Gedenktag YOM HA’SHOAH. Letzterer beginnt an diesem Mittwochabend und endet am Donnerstagabend (12. April).
Wer die israelische Beflaggung nicht ausstehen kann, sind die Palästinenser und immer wieder fackeln sie PKWs ab, die eine Israelflagge anstecken haben. Israelis selber aber würden (im Gegensatz zu deutschen Gutmenschen) nicht auf die Idee kommen zu sagen:
„Oh, die armen Palästinensern fühlen sich wegen unserer Flaggen beleidigt.“
Hierzulande gilt: Wer etwas dagegen hat, der schaue halt weg, aber lasse die Leute ihr Leben leben. Genauso hissen genug Palästinenser in ihren Wohngegenden Hamas oder gar ISIS – Flaggen und da lassen sie sich auch nicht reinreden. Die Hamas von Gaza zeigt sogar Hakenkreuzflagge.

 

 

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Photo: Miriam Woelke

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