Leben in Jerusalem

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Palästinenser wollten in der Jerusalemer Altstadt zwei Juden lynchen

B“H
Auch diese Nachricht wird es vermutlich nicht in die deutsche Medienlandschaft schaffen:
Gestern Abend wurden in der Jerusalemer Altstadt fast zwei Juden von einem palästinensischen Mob gelyncht. Grund: Es handelte sich um Juden! Das allein reicht den Palästinensern aus, um Juden zu attackieren.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/236808

 

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Wurde heute Morgen das Haus eines palästinensischen Terroristen zerstört?

B“H
Gegen 8.00 Uhr früh fuhren heute mindestens 20 Polizeiwagen in den palästinensischen Teil von Abu Tur / Jerusalem. Wenig später folgten zwei Bagger und ein Caterpillar begleitet von zwei Polizeijeeps. Offenbar sollte wohl das Haus eines palästinensischen Terroristen zerstört werden. Um dies auszuführen, muss der Terrorist schon einige Israelis auf dem Gewissen haben. Genehmigt werden muss die Aktion vom Obersten Gerichtshof und der ist bekannt linksextrem angehaucht. Aus diesem Grund muss da folglich schon einiges gegen den Terroristen vorliegen. 

 

Copyright: Miriam Woelke

Copyright: Miriam Woelke

 

Leserfrage: „Auswandern in einen Kibbutz nach Israel“

B“H
Wer nach Israel auswandern bzw. in Israel offiziell einwandern will, der muss zuerst einmal die Bedingung erfüllen, Jude zu sein. Entweder von Geburt an oder anerkannt konvertiert. Juden, die von aus Deutschland nach Israel auswandern wollen, tun dies normalerweise über die Jewish Agency. Ich selbst war vor mehr als 17 Jahren in der Frankfurter Filiale der Jewish Agency. In Berlin und München gibt es, soweit ich weiß, weitere Filialen.
Die zweite Möglichkeit einer Auswanderung nach Israel wäre, sich in Israel eine Bleibe zu suchen und bei der lokalen Niederlassung des Innenministeriums vorzusprechen. Die entsprechenden Dokumente, die beweisen, dass jemand Jude ist, sollte der Auswanderungswillige sowohl bei der Jewish Agency in Deutschland als auch auf dem Innenministerium in Deutschland dabei haben.
Wer nach seiner Auswanderung in einem Kibbutz leben will, kann sich in Tel Aviv mit dem Kibbutz Movement in Verbindung setzen. Nicht mit dem Volontärsbüro, sondern mit der Kibbutz Bewegung selbst. Wenn ich mich nicht irre, befindet sich deren Niederlassung an der Dubnov Street (nahe der Ibn Gavirol).
Wer einen religiösen Kibbutz sucht: Das Mizrachi Kibbutz Movement befindet sich in Jerusalem an der King George Street. Gleich rechts neben der Großen Synagoge.
Die Kibbutzim selbst haben ihre eigenen individuellen Aufnahmeverfahren. Ein Bewerber muss bestimmte Kriterien erfüllen und meistens 2 – 3 Jahre auf Probe im Kibbutz leben. Danach stimmen die Mitglieder über seine Aufnahme ab. Wird der Kandidat nicht aufgenommen, muss er den Kibbutz recht schnell verlassen.
Aktuell schaut die Lage so aus, dass es sehr viele Israelis in einen Kibbutz zieht. Allein schon wegen der wirtschaftlichen Lage, denn im Kibbutz sind die Bewohner sozial besser abgesichert. Mittlerweile hat sich das aber auch schon wieder geändert und als Kibbutzmitglied muss man nicht selten Geld investieren, um sein Haus im Kibbutz zu kaufen oder zu mieten.
Ganz ohne Geld läuft heutzutage auch im Kibbutz nichts mehr. 🙂

Leserfrage: „Haredim Gur“ – Die chassidische Gruppe GUR

B“H
Zur chassidischen Gruppe GUR (Jiddisch: GER) habe ich auf meinem Hamantaschen – Blog sehr viele Inhalte verfasst.
Auf meinem alten Hamantaschen
http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Chassidut%20Gur
genauso wie auf dem neuen Hamantaschen bei WordPress
https://hamantaschen.wordpress.com/category/chassidut-gur/
Bis vor ein paar Jahren hatte ich einen chassidischen Blog, auf dem ich viele Details zu allerlei chassidischen Gruppen gab. Leider wurde der Blog immer wieder als Quelle benutzt. Und zwar von Leuten, die von der Thematik nichts wissen, jedoch meinten, Zeitungsartikel oder Bücher verfassen zu müssen.
Kurz gesagt, ich schloss den Blog, da Inhalte geklaut wurden, ohne mich hinterher als Quelle anzugeben.
Wer etwas über die chassidische Gruppe GUR erfahren will, kann mich entweder direkt auf Gmail anschreiben oder einen Blogkommentar hinterlassen. 🙂

Leserfrage: „Werden Juden in Israel benachteiligt?“

B“H
Jemand stellte diese Frage, wobei ich die Frage an sich nicht ganz verstehe.
Man höre und staune, aber es gibt Juden, die in Israel benachteiligt werden: Nämlich Ultra – Orthodoxe Juden (Haredim) bei der Arbeitssuche.
Jetzt könnte man meinen, dass die Haredim ja eh alle ohne besondere Schulbildung seien. Diese Behauptung stimmt schon lange nicht mehr, denn in vielen Teilen des Landes (und vor allem in Jerusalem) gibt es hauseigene Unis der Haredim. Unter dem Namen „AKADEMIE“ finden sich technische, wissenschaftliche, medizinische genauso wie wirtschaftliche Studien. Im israelischen IT – Bereich arbeiten heute auch eine Menge Haredim. Frauen wie Männer. So manches Startup ist in haredischer Hand.
Zahlreiche qualifizierte Haredim machten bei der Jobsuche negative Erfahrungen, denn aufgrund ihres frommen Lebensstiles wollte man sie nicht einstellen. Dabei hätten sie sich auf der Arbeit angepasst.
Ich selber habe in der Vergangenheit und tue dies auch aktuell, mit Haredim zusammengearbeitet. Bei mir auf der Arbeit findet man Haredim genauso wie ein paar säkulare Juden. Vielleicht nicht so ganz säkular, sondern eher noch traditionell, denn es wird koscher gegessen.
Eine weitere Benachteiligung: Israelische Juden werden nicht in palästinensischen Linienbussen mitgenommen. Palästinenser hingegen steigen in jeden israelischen Linienbus ein. Da gibt es keine Einschränkungen. Umgekehrt aber schon.
Dasselbe gilt bei palästinensischen Wohngebieten: Wenn ich den Stadtteil, in dem ich lebe als Beispiel nehmen darf – Palästinenser durchqueren ungehindert unsere Straßen, doch sobald ein Jude ihren Stadtteil betritt, kommt der Lynchmob angerannt.

Bild des Tages

Photo: Miriam Woelke

B“H
Dunkle Jahreszeit?
Erst hatte ich mich gefreut, dass die Temperaturen endlich wieder sinken. Regen hatten wir vor einer Woche auch schon. Aktuell lautet die Tagestemperatur in Jerusalem 23 Grad Celsius.
Zwar färben sich schon so manche Blätter in den Bäumen gelb, doch ist generell noch alles grün und Blumen blühen immer noch. Ab Donnerstag ziehen die Temperaturen erneut auf 27 Grad Celsius an.
Selbst wenn der Winter endlich Einzug hält, zahlreiche Bäume verlieren nie ihre Blätter und so bleibt es, trotz Kälte, weiterhin grün.

 

Touristen – Arbeiter – Nostalgien aus Israel

B“H
Als ich in den Achtziger Jahren einen Großteil meines Lebens ins Israel verbrachte, war es generell unter jungen Deutschen wenig verbreitet, durch die Welt zu reisen. Wen ich immer wieder traf, waren Amerikaner, Schweizer und Skandinavier, aber kaum Deutsche.
Was die Leute damals machten war, ohne besonders viel Geld um die Welt zu reisen. Man sparte eine gewisse Summe an, um sich ein Flugticket kaufen zu können, ein Hostel zu zahlen und sich etwas zum Essen zu leisten. Gleichzeitig wurde in dem jeweiligen Gastland nach einem Job gesucht. Meist in der Gastronomie, auf dem Feld oder auf dem Bau oder halt als Englischlehrer. Man blieb ein paar Monate an einem Ort und sparte sich auf diese Weise sein nächstes Flugticket zusammen und dann ging es weiter in ein anderes Land.
In Israel traf ich eine Menge Touristen, die nach Thailand weiterziehen wollten, denn Thailand war schon immer billig. Oder man ging nach Griechenland, Ägypten oder in die Türkei. Am beliebtesten aber waren ostasiatische Länder, von denen aus man nach Australien wollte.
In Israel war der Aufenthalt besonders günstig, wenn man denn als Volontär in einen Kibbutz ging. Verpflegung und Unterkunft gibt es gegen Arbeit und die Wäsche wird einem auch gewaschen. Der Nachteil ist natürlich, dass, bis auf ein kleines Taschengeld, kein Geld verdient wird. Und so gingen diejenigen Touristen, die Geld brauchten, in die Stadt. Fast immer nach Tel Aviv, wo gejobbt und in einem Hostel gelebt wurde. Junge Frauen kellnerten oder putzen Privatwohnungen. Männer gingen auf den Bau oder halfen als Möbelpacker. Damals war es sogar noch üblich, dass Israelis, die kurzfristig Arbeiter brauchten, in den Hostels vorsprachen.
Sobald in den 90iger Jahren die ersten Gastarbeiter von den Philippinen, aus China und aus Osteuropa eintrafen, brach der Jobmarkt der Touristen ein. Bis dahin überzogen westliche Touristen nicht selten ihre Visa. Die Polizei sagte nichts, denn letzten Endes reisten die Leute eh wieder aus. Bleiben wollte niemand, sondern nur ein wenig Geld für den nächsten Trip verdienen. Das waren noch Zeiten!
Mit den Gastarbeitern ging das Drama los, denn die wollten bleiben. Wenn nötig auch illegal. Insbesondere Philippinas, denn der Verdienst in der privaten Altenpflege ist in Israel besser als daheim im fernen Asien. Osteuropäische Arbeiter erlebte man teilweise nur besoffen und die Thailänder jagten Hunde und Katzen, die sie in die Pfanne hauen wollten. Oder, besser gesagt, in den Backofen. Plötzlich verschwanden ungewöhnlich viele israelische Haustiere und die Polizei ging auf die Thailänder los.
Seit der Welle illegaler Gastarbeiter jagt die israelische Polizei alle illegalen Touristen. Die Situation verschärfte sich weiter mit den mehr als 50,000 illegalen Afrikanern. Die aber ziehen vielleicht nach Deutschland weiter, denn dort spendiert Mama Merkel Geld, Unterkunft und Krankenversicherung. In Israel bekommen die Afrikaner nichts und sind gezwungen, illegal zu arbeiten. Ohne Arbeit keine Kohle. Da ist das Leben in Deutschland bequemer: Hartz IV auch ohne Arbeit.
In den Achtziger Jahren war es relativ leicht als Tourist einen Job zu finden. Nichts Besonderes, sondern nur eben einen Job. Heutzutage ist das andere als leicht, denn wer illegal erwischt wird, fliegt aus dem Land. Und der Arbeitgeber wird mit einer saftigen Geldstrafe versehen. Deswegen wollen Israelis kaum noch Ausländer ohne Arbeitserlaubnis für sich arbeiten lassen.
Israel sucht in anderen Ländern keine Arbeiter. Es sei denn, Leute für den Bau. Und da sind billige Chinesen gerade mal gut genug. Alles, was für wenig Geld arbeitet, keine Rechte hat und die Schnauze hält. Seit ein paar Monaten werden ausländische IT – Spezialisten gesucht. Wenn es geht mit viel Eigenkapital und eigener Firma. Wer dagegen als Angestellter in die israelische IT – Branche will, kann das tun. Aber als Billiglöhner. So wollen israelische Unternehmen jetzt auch den Mindestlohn und die sonst hohen Gehälter der IT – Branche umgehen.
Zynische Kommentare vieler Israelis lauten, dass die guten einheimischen IT – Spezialisten schon lange im Silicon Valley hocken und sich wohl kaum unter Wert verkaufen. Kein Wunder, dass Israel Inder anwerben will. Ein ausgebildeter IT – Spezialist wird sich in Israel nicht für ein Butterbrot anstellen lassen. Funktioniert er nicht, verliert er sein Visum und fliegt wieder aus dem Land.
Nee, nee, da gehen die wahren Geeks lieber in die USA und verdienen sich eine goldene Nase. 🙂

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