Leben in Jerusalem

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Der billigste Friseur Jerusalems gab sein Geschäft auf

B“H
In mehreren Städten Israels dürfen Friseur – Azubis sich an den Haaren echter Kunden austoben. So jedenfalls in Tel Aviv und Jerusalem. Wer sich als Kunde von einem „Talmid – Schüler“ die Haare schneiden lässt, bezahlt weitaus weniger als den Normalpreis von unverschämten 170 – 250 Schekel (ca. 41 – 61 Euro). Und das für einen stinknormalen Haarschnitt ohne Färben etc. In Israel zum Friseur zu gehen, ist mit viel Geld verbunden. Für Männer ist es wesentlich günstiger, doch schon ein stinknormaler Frauenhaarschnitt kostet ein Vermögen. Deswegen zieht es die Leute zu den besagten Friseurschulen.
Die einzige und letzte Schule in Jerusalem machte jetzt dicht. Den Namen kann ich mir nie merken, doch klingt es wie „Shuki Zitzri“ oder so. Dort kostete ein Haarschnitt 45 Schekel (10 Euro) und die Friseurschule befand sich an der Ecke King George / Ben Yehudah Street.
Gestern war ich dort und man war am Umräumen. Der Hausherr verkündete, dass die Schule samt Preise nicht mehr existiere und das Business in die Jabotinsky Street der Reichen umziehe. Dort koste ein Haarschnitt dann aber 250 Schekel (ca. 61 Euro), denn man ist ja bei den Wohlbetuchten.
Somit bleiben nur die Friseurschulen von Tel Aviv, die da Azubis an den Haaren der Leute schnippeln lassen. Für niedrigere Preise, aber mit den 45 Schekel ist dann auch Schluss. Mindestens 100 Schekel muss man in Tel Aviv schon berappen. Und das bei einem Azubi.

Die Jerusalemer Stadtverwaltung will das akute Parkproblem bekämpfen

B“H
Wer ausgerechnet in der Jerusalemer Innenstadt etwas zu tun hat oder nur kurz einkaufen will, schaut sich oft vergebens nach einem Parkplatz um. In der letzten Zeit verschwanden immer mehr Parkplätze, da an derselben Stelle Neubauten entstehen.
Seit jeher gibt es in der Innenstadt ein akutes Parkplatzproblem, welches die Stadtverwaltung nun mit modernen technischen Möglichkeiten bekämpfen will.
Gut, dass ich nur ein Mountainbike habe und nicht die extrem hohen Kosten für einen PKW oder ein Motorrad.

 

Aktuelles aus Jerusalem

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Photo: Miriam Woelke

Sommerdekoration rund um die Jerusalemer Fussgängerzone
B“H
Die Stadtverwaltung Jerusalem plant weitere Straßenbahnlinien, da die zwei bestehenden Linien satte Profite einfahren. Häufig hat man Probleme beim Einsteigen, denn die zwei langen grauen Waggons sind randvoll.
Momentan wird die Straßenbahn offenbar vom Herzlberg (Mount Herzl) bis hinunter zum Hadassah Ein Kerem Hospital ausgebaut. Darüber hinaus plant die Stadtverwaltung aktuell eine neue Linie: In der German Colony sowie in Old Katamon. Durch Emek Refaim Street soll in ein paar Jahren die Straßenbahn fahren. Schon gibt es Ärger, denn einige Shop Inhaber taten sich zusammen und verklagen die Stadtverwaltung. Man wolle keine Straßenbahn, denn der Bau dauere ein paar Jahre und solange käme weniger Laufkundschaft. Überall Absperrungen aufgrund der Baustelle und wer findet da noch den Weg in einen die Läden?
Die Sorge ist berechtigt, doch muss man das Vorhaben immer langfristig betrachten. Wenn die Straßenbahn einmal fährt, kommt massenhaft Kundschaft in die Gegend, wie wir in der Jaffa Road sehen. Allerdings müssen die Geschäftsinhaber bis dahin erst einmal finanziell durchhalten, denn der Bau kann bis zu drei Jahre oder mehr dauern. Wer hat da die finanziellen Resourcen?
Dasselbe erleben wir in Tel Aviv, wo seit einem Jahr Großbaustelle herrscht, denn auch dort werden Gleise verlegt.
Und noch eine gute Nachricht:
In der Malcha Shopping Mall will IKEA eine kleine Niederlassung eröffnen. Keine so großen Niederlassungen wie in Rishon LeZion oder in Netanya, aber immerhin. Jerusalem verfügt über keine riesigen Bauflächen und wer eine Mall hochziehen will, weicht neuerdings ins benachbarte Mevasseret Zion aus. Wie der Discounter King Rami Levi, der bei Mevasseret eine gigantische Mall hochzieht. Hier entstehen massig Arbeitsplätze, wovon vor allem die Palästinenser in den umliegenden Dörfern profitieren.
Selbst wenn IKEA in der Malcha Mall nur eine bescheidene Filiale eröffnen will, an Kundschaft wird es garantiert nicht mangeln. Israelis stehen voll auf IKEA, denn die Preise sind günstiger als anderswo. Trotzdem liegen die israelischen IKEA Preise weit über dem deutschen Durchschnitt. Will sagen, in Deutschland ist IKEA weitaus billiger als in Israel. Aber was ist im teuren Israel schon billig? 🙂

Photos von einem palästinensischen Terroristen in der Jaffa Road / Jerusalem

B“H
Eine Freundin machte heute früh die folgenden Photos:
Ein palästinensischer Terrorist wollte eine Bombe in der Jerusalemer Straßenbahn platzieren und wurde von der Security gefasst. Das erste Bild zeigt den Terroristen auf dem Boden. Die Polizei reißt ihm die Klamotten vom Leib, um zu sehen, dass er keinen Sprengstoffgürtel trägt.
Das zweite Photo zeigt den Roboter, der immer dann zum Einsatz, wenn Bombenalarm herrscht.
Alle Details und Photos hier:
http://frumlife.blogspot.co.il/2016/07/jerusalem-security-protects-citizens.html

 

 

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Copyright: TAB

 

 

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Copyright: TAB

Jerusalem heute Morgen: „Bombenalarm in Jaffa Road“

B“H
Heute früh wurde ein Wachmann auf einen sich merkwürdig verhaltenden Palästinenser aufmerksam. Dies geschah in der Jerusalemer Jaffa Road / Höhe Kreuzung King George – Jaffa Road.
Der Palästinenser weigerte sich, seinen Rucksack durchsuchen zu lassen und so drückte ihn der Wachmann auf den Boden. Im Rucksack befanden sich Messer und ebenso wurde Sprengstoff gefunden. Eine Freundin von mir machte Bilder, da sie sich anfangs nur 20m entfernt vom Geschehen befand. Die Photos werde ich etwas später auch hier in den Blog stellen!
Ein Sprengstoffkommando kam sofort angerollt, die Jaffa Road wurde gesperrt und nichts ging mehr. Kurze Zeit darauf traf auch die Armee ein, sowie drei Hunde, die nach weiterem Sprengstoff schnüffelten.

 

Offenbar plante der Palästinenser ein Sprengstoffattentat auf die Straßenbahn.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/215062

Messerattacke bei der Jerusalemer Gay Parade

B“H
Am vergangenen Donnerstagabend war in Jerusalem Gay Parade angesagt. Ich habe keine Ahnung, wo genau die kurze Strecke der Parade verlief, doch rief mich eine Freundin an, mit der ich jeden Donnerstagabend in einen Discounter einkaufen gehe: Sie käme mit dem Bus nicht weiter, denn die gesamte Keren HaYesod (eine der Hauptverkehrsadern der Stadt) sei total gesperrt. Der Busfahrer habe alle Fahrgäste am Paris Square hinausgeworfen und die Türen zugemacht. Jene Fahrgäste, die vollgeladen vom Machane Yehudah Markt kamen und womöglich in den weiter entfernten Stadtteilen Arnona, Talpiyot, Gilo sowie Armon HaNatziv wohnten, hatten das Nachsehen. Jetzt durften sie nämlich mit ihren schwerbeladenen Einkaufswagen nach Hause laufen. Und wer in letzteren beiden Stadtteilen wohnt, findet das gar nicht lustig.
Unterdessen wartete ich am Alten Bahnhof auf meine Freundin, die sich entschieden hatte, die Strecke zu Fuß zurückzulegen. Die Stadtverwaltung hatte nicht bekannt gegeben, dass am Abend eine Gay Parade stattfindet und das Busse lahmgelegt werden. Der Donnerstagabend gilt in Israel als Wochenendbeginn und alles fährt zum Einkaufen oder geht halt aus. Mittendrin eine Gay Parade und nichts ging mehr.
Als ich am nächsten Morgen hörte, dass jemand mit einem Messer auf die Gays eingestochen hatte, dachte ich zuerst, jemand von den Busfahrgästen wäre ausgerastet, was mich nicht verwundert hätte. Allerdings handelte es sich bei dem Täter um jenen durchgeknallten Haredi, welcher vor genau zehn Jahren am selben Ort schon einmal um sich stach und seither im Knast saß. Vor drei Wochen wurde er wegen guter Führung entlassen und am Donnerstagabend hatte er nichts Besseres zu tun als die Tat zu wiederholen. Das Resultat: Sechs Verletzte, davon ein 16 – jähriges Mädchen schwer.
Zuerst einmal muss ich sagen, dass es in Jerusalem keine Gay Parade geben sollte. In Tel Aviv JA, aber nicht in Jerusalem. Falls doch, dann außerhalb der Innenstadt, wo die Gays niemanden stören und nicht der Feierabendverkehr wegen ein paar hüpfender Männer im Bikini lahmgelegt wird. Vor ein paar Jahren wurde die Gay Parade schon einmal ins kleine Fußballstadion von Givat Ram verlegt. Dort ist zu der Zeit kaum ein Mensch und dort können sich die Gays super ausleben.
In Jerusalem gleicht die Gay Parade dem Spucken in G – ttes Gesicht, was allerdings noch lange kein Grund ist, auf die Gays einzustechen. Leider gibt es immer wieder einmal einen Idioten, der sich nicht zurückhalten kann.
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Trauriger Nachtrag:
Die 16 – jährige Shira Banki erlag gestern ihren schweren Stichverletzungen
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/198930#.Vb5DxPnDHaI

Wo genau in Jerusalem eine Pyramide entsteht

B“H
Neulich erst berichtete ich, dass Jerusalems Bürgermeister ein neues Wahrzeichen für die Stadt will. Mehr Touristen sollen angelockt werden, damit diese dann alle staunend vor dem Wahrzeichen stehen und auch schön ihr Geld unter die Leute bringen. Und bei diesem Wahrzeichen handelt es sich ausgerechnet um eine Pyramide ! Als ob Jerusalem nichts anderes zu bieten hat. Wer unbedingt eine Pyramide sehen will, der reist an den Nil und nicht nach Israel. Zumal die Pyramide ausschliesslich für besser Betuchte sein wird. Luxusapartments, Luxushotel und alles andere auch Luxus. Otto Normalverbraucher darf sich lediglich alles von außen betrachten.
Gestern machte ich an der Baustelle ein paar Bilder. Es zeigt den unteren Teil der Agrippas Stadt (nahe der King George), welche hier in die Eliash Street übergeht.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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Photo: Miriam Woelke
Der einstige Parkplatz existiert nicht mehr und das Gebiet ist eingezäunt. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

 

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Luxuxpyramide nicht den Charakter dieses alten tollen Stadtteiles zerstört. Die Leute, die hier wohnen, haben alle nicht besonders viel Geld und steigende Mieten könnte niemand zahlen. Und wer braucht in Jerusalem eine Pyramide oder herrscht bei Nir Barkat Ausverkaufsstimmung ?