Leben in Jerusalem

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Die amerikanische Botschaft in Tel Aviv

B“H
Alles redet von ihr, doch die Wenigsten wissen, wie sie eigentlich ausschaut: Die amerikanische Botschaft in Tel Aviv.
Sie liegt in der Hayarkon Street direkt am Strand und das Photo zeigt die Rückseite des Gebäudes. Von vorne schaut sie jedoch auch nicht viel anders aus.

 

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Photo: Miriam Woelke

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Drei amerikanische Konsulate in Jerusalem

B“H
Bis die US – Botschaft von Tel Aviv tatsächlich nach Jerusalem umzieht, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Bislang gibt es in Jerusalem drei amerikanische Konsulate, eines davon in Ostjerusalem.
Und jetzt darf jeder raten, wer überwiegend auf diesen Konsulaten arbeitet? Nicht unbedingt als US – Bürger, aber immerhin als Angestellter.
Genau, bei der Mehrheit der Angestellten handelt es sich um PALÄSTINENSER!!!
Und da braucht niemand kommen und sagen, Trump habe etwas gegen Palästinenser. Wenn die Mehrheit der Konsulatsangestellten palästinensisch ist.
Amerikanische Freunde haben mir dies gestern berichtet und in Jerusalem geht die Meinung um, dass diese Palästinenser sich unter aller Sau benehmen, wenn jüdische US – Amerikaner zum Konsulat gehen, um dort etwas zu erledigen.
Wie sich die Sache bei der Botschaft in Tel Aviv verhält, wusste niemand von meinen Freunden. In Jerusalem aber muss man als US – Bürger beim Konsulatsbesuch froh sein, einen Landsmann als Sachbearbeiter zu bekommen und keinen Palästinenser.
Dasselbe beim UNO Hauptquartier in Jerusalem, wo sich die palästinensischen Angestellten in der absoluten Mehrheit befinden.

Amerikanische Botschaft in Jerusalem hin oder her …

B“H
In Jerusalem ist der palästinensische Terror ständig gegenwärtig und eine etwaige Botschaftverlegung wird in der Praxis 3 – 4 Jahre dauern. Und wer weiß, was is dahin noch alles passiert.
In den deutschen Medien wird ununterbrochen gegen die Verlegung der US – Botschaft gewettert und in Jerusalem ist das kein Thema. In der Politik vielleicht, aber im Alltag nicht. Es befinden sich schon zwei amerikanische Konsulate in der Stadt. Eines davon in Ostjerusalem, wo Palästinenser ununterbrochen Visa in die USA beantragen. Am liebsten würden viele von ihnen gleich ganz dort bleiben. Demnächst muss ich auf die deutsche Botschaft nach Tel Aviv und ich bin gespannt, wieviele Palästinenser dort herumkurven. Man will weg. Nicht unbedingt wegen der Politik, sondern die Leute erhoffen sich im Ausland wirtschaftliche Vorteile.
In Jerusalem regnet es und es ist verhältnismäßig kalt. Aber nur bis zum Freitag, denn dann steigen die Temperaturen wieder an. In Deutschland warnt der Antisemit und bester Freund des Iran, Sigmar Gabriel. Hierzulande interessiert das keine olle Sau – um es mal deutsch auszusprechen.
Ob Hamas und sonst wer drohen … Arabische Terrororganisationen drohen tagtäglich. Bis heute weigert sich die palästinensische Führung, Israel als jüdischen Staat überhaupt anzuerkennen. Aus diesem Grund gibt es auch keine direkten Friedensverhandlungen.
Vor ein paar Jahren war ich auf einer Wahlveranstaltung, auf der, unter anderem auch der arabische Knessetabgeordnete Achmad Tibi sprach. Seinen Aussagen nach verlangen die Palästinenser von Israel:
Abschaffung der israelischen Nationalhymne
Abschaffung alles Jüdischen
Abschaffung der israelischen Nationalflagge und des Namen Israel. Das Land solle international werden, womit der Islam gemeint ist.
Diese Forderungen kann er in Deutschland leicht durchbringen, denn dort liegt die Bereitschaft zur Unterordnung extrem hoch. In Israel hingegen ist damit kein Blumenpott zu gewinnen.
Ob die US – Botschaft letztendlich verlegt wird? Warten wir erst einmal ab.

Zur deutschen Staatsbürgerschaft, den Steuern und dem Unterschied zu US – Bürgern in Israel

B“H
Mitte Dezember muss ich zur deutschen Botschaft, da ich einen Kaufvertrag unterschreibe und von der Botschaft eine Unterschriftsbestätigung benötige. Zur Botschaft gehe ich als Ausländer, denn ich bin kein deutscher Staatsbürger mehr, sondern „nur“ Israeli.
Viele Deutsche, die im Ausland wohnen und eine zweite Staatsbürgerschaft annehmen, können so leicht ihren deutschen Pass verlieren, wenn sie denn nicht eine bestimmte Prozedur beim Auswärtigen Amt durchlaufen. Informiert Euch diesbezüglich direkt bei den Behörden, damit es kein böses Erwachen gibt. Auch wer seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt und sich in Deutschland komplett abmeldet, sollte sich vorher eingehend informieren, damit er seine Rentenansprüche nicht verliert.
Der deutsche Pass war mir nicht wichtig und die israelische Staatsbürgerschaft reicht mir vollkommen aus.
Wer als Deutscher lediglich in die Schweiz zieht, um Steuern zu sparen, wird vom deutschen Staat in Ruhe gelassen. Ebenso derjenige, der sich in Deutschland komplett abmeldet. Bei US – Amerikanern ist das anders, denn solange man einen US – Pass besitzt, ist der Amerikanr in den USA steuerpflichtig. Jährlich müssen amerikanische Juden, die nach Israel einwanderten, jedoch neben dem israelischen Pass ihren amerikanischen Pass behalten haben, bei der IRS (Internal Revenue Service) ihre Steuererklärung abgeben. Als US – Bürger ist man in sowohl in Israel als auch in den USA steuerpflichtig. Dies betrifft eingewanderte amerikanische Juden mit oder ohne israelischer Staatsbürgerschaft. Amerikanische Steuerbehörden kennen da keine Ausnahme und auch derjenige, der kein Geld hat, muss bei der IRS seine Steuererklärung einreichen. Aus diesem Grund gibt es in Israel eine Menge amerikanischer Steuerberater, die den hiesigen US – Bürgern die Arbeit anehmen. Eine Freundin von mir ist Spezialistin für amerikanisches und kanadisches Steuerrecht.
Deutsche Staatsbürger haben es da einfacher, denn der deutsche Staat verfolgt sie nicht über den gesamten Erdball. Die USA hingegen ihre Bürger schon. Bei mir ist es lediglich das israelische Finanzamt und alles, was ich auf Amazon verdiene, geht teilweise auch durch die IRS. Als ich mich bei Amazon.com anmeldete, war das ein riesiger Papierkrieg. Allein zu beweisen, dass ich kein im Ausland lebender US – Bürger bin.
Die deutsche Botschaft von Tel Aviv hat auf ihrer Website eine Menge Vorschriften. All diese Kleinlichkeiten ist man in Israel gar nicht gewohnt und es fehlt eigentlich nur noch, dass einem die Botschaft die Kleidung vorschreibt. Man scheint dort vorwiegend mit Visaausstellungen und Pässen beschäftigt zu sein. Viele junge Israelis mit deutschen Vorfahren haben das Recht auf einen deutschen Pass. Dabei wollen sie nicht immer nur nach Berlin ziehen, sondern nach London oder Paris. Und für die USA braucht man, soweit mir bekannt ist, mit einem deutschen Pass kein Visum. Mit einem israelischen Pass schon.
In Israel gestrandeten Deutschen hilft die eigene Botschaft wenig, denn es werden, laut Website, nur die Angehörigen in Deutschland verständigt und bei Bedarf, gibt die Botschaft eine Anwalts – und Dolmetscherliste aus. Das wars.
Mein Smartphone darf ich auch nicht mit in die Botschaft bringen. Es sollen Locker zur Verfügung stehen, die man auf eigene Gefahr hin nutzen kann. Na, dann … 🙂
Im Gegensatz zu Deutschland geht es auf israelischen Behörden etwas legerer zu. Wer Staatsbürger ist und auf einen netten Angestellten stößt, kann diskutieren und am Ende eine kulante Einigung erreichen. Es geht nicht alles so strikt nach Gesetz und allein die deutsche Botschaft schreibt schon vor, wie der Kaufvertrag bei einer Unterschriftsbestätigung auszusehen hat. Und die Kopie und das Dokument, blabla … Und wehe nicht … Und alles muss auf Deutsch sein.
In Israel werden Dokumente in englischer Sprache anerkannt und eine Apostille kann mir das hiesige Außenministerium in englischer Sprache ausstellen. Aber nein, deutsche Behörden verlangen dann eine von einem Juristen anerkannte deutsche Übersetzung mit Botschaftsstempel. In den USA würde allein die Apostille durchgehen, in Deutschland hingegen nicht.
Auf der anderen Seite kommen Hunderttausende Moslems ohne Pass nach Deutschland und erhalten Sozialleistungen. Leute, von denen niemand weiß, wer sie wirklich sind und woher sie kommen. Aber wehe, ich bringe eine Apostille in englischer Sprache … Das geht nach deutschem Gesetz gar nicht.

Zum Trump – Besuch in Jerusalem

B“H
US – Präsident Donald Trump ist heute Nachmittag kurz nach 16.00 Uhr nach Rom weitergeflogen, wo er den Papst trifft. In Jerusalem zieht man ein positives Fazit von dem Kurzbesuch, wobei nur Benjamin Netanyahu sowie enge Regierungsmitglieder die wahren Geheimnisse kennen. Was genau vereinbarte Trump mit den Saudis und wie wird es weitergehen?
Von einer Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem war jedenfalls vorerst nicht mehr die Rede. Ebenso wenig von den israelischen Siedlungen. Religiöse und säkulare Siedlungen zugleich, denn beide Varianten gibt es. Warten wir erst einmal ab, was die Zukunft so bringt.
Zuviel erwarten tut sich in Israel niemand, auch wenn Donald Trump immer wieder betonte, wie sehr sich der saudische König den Frieden wünscht. Und eben jener König war es dann auch, der Trump bat, die US – Botschaft nicht nach Jerusalem zu verlegen. Nicht, dass die Saudis die Palästinenser so sehr lieben. Das tun sie garantiert nicht, aber man will die Amerikaner nicht zu sehr auf der Seite Israels wissen.
Nach seinem gestrigen Besuch an der Klagemauer gab sich Donald Trump höchst emotional und man merkte ihm an, dass er tief bewegt war. Heute geigte er Abu Mazen in Bethlehem gleich die Meinung und sagte ihm, dass Terror keinen Frieden bringe. Abu Mazen selbst ruft die Palästinenser immer wieder zu neuen Terrorattentaten bzw. zum Mord an Israelis auf. Selbstmordattentäter und jegliche palästinensische Mörder werden von Abu Mazen hochgelobt und honoriert. Auch weigert sich Abu Mazen vehement, einen jüdischen Staat anzuerkennen und das allein ist der Knackpunkt, den Israel nicht akzeptieren kann und will.
Aber davon redete Trump in den zwei Tagen seines Besuches nicht. Stattdessen lernte er viel jüdische Geschichte und schlenderte zur Klagemauer.
Deutschland betont stets, der beste Freund und Verbündete Israels zu sein, doch das stimmt nicht. Der beste und wichtigste Freund und Verbündete sind und bleiben die USA. Zudem haben sich mit Trump und Netanyahu zwei Männerfreunde gefunden. Da kann die spröde Angela nicht mithalten. Inwieweit die USA das muslimische Europa bereits abgeschrieben haben, kann hier niemand so genau sagen. Tatsache aber ist, dass Europa sich dramatisch verändert und wer weiß, wie lange die dortigen Demokratien noch standhalten.
Aber, wie gesagt, zuviele Hoffnungen hegt Israel nach dem Trump – Besuch nicht, denn weder Trump noch seine Berater kennen die Mentalitäten des Nahen Osten. Und gerade die zu kennen, um Zusammenhänge zu begreifen, ist das A und O.

Donald Trumps fantastische Rede im Jerusalemer Israel Museum

B“H
Heute Nachmittag, kurz bevor Donald Trump Israel wieder verliess, hielten Bibi Netanyahu sowohl als auch Trump zwei fantastische Reden im Jerusalemer Israel Museum. Für den Fall, dass deutsche Medien falsch oder wieder einmal gar nicht berichten, hier die zwei Reden!

 

Zuerst Bibi Netanyahu

 

Und nach ihm Donald Trump.
Kaum zu glauben, aber der amerikanische Präsident sprach das aus, was sich kein anderer internationaler Politiker zu sagen traut. Israel ist die ewige Heimat der Juden. Trump sprach von den zwei Jerusalemer Tempeln, seine ewige Verbundenheit und Freundschaft sowie von König David. Ferner sei er stolz zu sehen, dass israelische Kampfpiloten die neuesten Flugzeuge aus den USA fliegen.
Trumps Rede war emotional und alle waren positiv überrascht. Er hatte genug Hintern in der Hose, so richtig loszulegen und heute hörten wir keine widerliche Politicial Correctness und „Och, darf ich denn das jetzt sagen oder bin ich da etwa Nazi?“
Was wir vernahmen, war seine Meinung, die er auch zum Ausdruck brachte. Eine glänzende Rede!!!

 

Trump traf auf Abu Mazen, den Holocaust – Leugner

B“H
Um 10.00 Uhr heute früh traf Donald Trump auf Abu Mazen in Bethlehem. Eine Stunde zuvor wurden die gesamte Derech Hebron Road sowie mein Stadtteil erneut total gesperrt. Für 1,5 Stunden.
Kurz vor 10.00 Uhr fuhr Donald Trump in einer ewig langen Wagenkolonne von seinem Hotel aus nach Bethlehem. Ich sah die Kolonne von meinem Balkon aus durch die Derech Hebron fahren. Von meiner Wohnung aus dauert es nur wenige Minuten bis zum Checkpoint zur palästinensischen Autonomie von Bethlehem.
Mittlerweile ist die Derech Hebron wieder geöffnet und ich hoffe, dass es so bleibt. Trump ist gerade auf dem Weg ins Holocaust – Museum Yad Vashem, was ganz passend kommt. Zuerst traf er den Holocaust – Leugner Abu Mazen und jetzt gehts ins Holocaust – Museum. 🙂

http://www.tabletmag.com/scroll/170686/mahmoud-abbas-still-a-holocaust-denier