Leben in Jerusalem

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Jerusalem Light Festival 2019

B“H
An diesem Mittwochabend beginnt in Jerusalem dass alljährliche Jerusalem Light Festival. Austragungsort ist die gesamte Altstadt sowie einige Plätze außerhalb der Altstadtmauer.
Beginn: Mittwochabend (26. Juni 2019) um 20.00 Uhr
Das Event endet am 4. Juli.
Allabendlich findet es statt außer freitags!
Der Eintritt ist kostenlos, es sei denn, man plant den Besuch einer Lichtshow im Tower of King David am Jaffator oder nebendran in einem kleinen Freiluftgelände.
Noch vor Jahren war das Light Festival absolut super und leicht zugänglich. Dann aber entwickelte sich allest zu einer israelischen Touristenattraktion und Tausende Israelis kommen aus dem ganzen Land angereist, um es zu besuchen. Das führt in den engen Altstadtgassen zu Chaos und die Ordnungskräfte haben viel zu tun.
Donnerstags sollte man auf keinen Fall hingehen, denn da ist es gerammelt voll und kaum ein Durchkommen.
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?dir=site&page=arts&op=category&cs=21&langpage=eng

Zur „Woche des hebräischen Buches 2019“ in Jerusalem

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Die „Hebrew Book Week“ in Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

B“H
Bis Ende der Woche findet in ganz Israel noch die „Hebrew Book Week – Shavua HaSefer Ha’Ivri“ statt. Im Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center hat sogar die Niederlassung der israelischen Buchhandelskette „Zomet HaSefarim“ einen Stand mit Angeboten. Am Haupteingang des Krankenhauses (4. Stock) findet sich eine kleine Shopping Mall mit „Zomet HaSefraim“, dem „Aroma“ Cafe, einer Drogerie oder einer Bäckerei. Nur vorsicht, denn es ist alles wesentlich teurer als in der Stadt!
In Jerusalem findet die „Book Week“ noch bis Ende dieser Woche am Alten Bahnhof (HaTachana) statt. Der Eintritt ist kostenlos und es handelt sich eh um eine Outdoor – Ausstellung. Die Bücher sind fast ausschließlich in hebräischer Sprache, aber wer sucht, findet bestimmt auch ein paar englische Ausgaben.
In Tel Aviv ist der Rabin Square, der Platz vor dem Rathaus, der Austragungsort und jeweils um 18.00 Uhr beginnen die lokalen Events. Einschließlich Jerusalem.
Man muss ja nichts kaufen, sondern kann stattdessen sie Atmosphäre geniessen und in Jerusalem am Alten Bahnhof spazieren gehen. Nebenan ist der Park HaMessilah. Die grüne Trasse der einstigen Gleisanlagen und heute eine weit ausgelegter Wanderpfad. Das lohnt sich allemal und ist alles kostenlos!

 

„Woche des hebräischen Buches – Shavua HaSefer Ha’Ivri 2019“, „Medikamentenkauf“ & „Neueinwanderer“

B“H
Die alljährlich stattfindende „Woche des hebräischen Buches – Shavua HaSefer Ha’Ivri“ hat gestern begonnen. Enden tut die landesweite Veranstaltung am 22. Juni.
Alle Infos dazu hier auf Hebräisch, denn es handelt sich fast ausschließlich nur um Bücher in hebräischer Sprache.
http://sfarim.org.il/
Eigentlich dachte ich, dass in Jerusalem gleichzeitig nebenan die „Internationale Buchwoche“ stattfindet, doch das war wohl nichts. Als ich gestern am Austragungsort Alter Bahnhof war, fand sich lediglich die „Shavua HaSefer Ha’Ivri“. Ich will dort heute Abend nochmals kurz vorbei und ein paar Photos machen. Ansonsten habe ich mehr als 100 ungelesene Bücher daheim und von daher interessiert mich das Event diesmal nicht besonders. Auch deshalb nicht, weil mein Kopf nicht gerade frei ist. Am Sonntag beginnt die Chemotherapie und gestern war ich in der krankenkasseneigenen Apotheke die verschriebene Medizin besorgen. Mit dem Krankenhaus hatte die Krankenkasse nicht die allerbeste Kommunikation und ich durfte 170 Euro löhnen, obwohl ich alles umsonst hätte bekommen sollen. Aber so ist das nun mal in Israel und ich werde am Sonntag nochmals beim Onkologen vorsprechen. Hoffentlich bekomme ich das Geld zurückerstattet und falls nicht, dann hoffe ich zumindest auf weitere kostenlose Medikamente als Krebspatient. 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

Immerhin bin ich ganz stolz auf mich, denn ich habe in dieser Woche einen wahnsinnigen Behördenmarathon hinter mir. Mit sämtlichen Anträgen und anderweitigen Genehmigungen der Krankenkasse. Was ich vor der anstehenden Behandlung abarbeiten konnte, habe ich getan. Zwar bleiben noch so einige Wege zu gehen, aber der Anfang ist gemacht. Und wenn ich wegen der Chemotherapie nicht so kann, wie ich will – Freunde von mir erledigen weitere Behördengänge. Das hat schon nach meiner OP im Oktober super funktioniert.
Hierzulande ist alles mit einem riesigen Bürokratieaufwand verbunden. Immer wieder irgendwohin, Nummer ziehen, ewig lange warten, Dokumente einreichen, Formulare ausfüllen. Aber das ist nun mal Israel und es ist nicht so bequem wie in Deutschland, wo alles automatisch läuft. Und im Krankheitsfall gibt es auch nicht soviel Geld wie in Deutschland und ich werde, so gut oder schlecht es eben geht, versuchen, von daheim aus zu arbeiten. Vom staatlichen Geld kann man nicht gerade leben und ist gezwungen, Eigeninitiative zu ergreifen. Ob nun krank oder nicht. Es sei denn, jemand hat eine Familie mit Geldmittel hinter sich, was ich nicht habe.
Was ich jedem jüdischen Neueinwanderer rate: Die Erwartungen an Israel drastisch herunterzuschrauben und keinen deutschen Sozialstaat zu erwarten. Und das in jeglicher Hinsicht. Zudem muss das deutsche Mindset ausgeschaltet werden, sonst wird das mit der israelischen Gesellschaft nichts.

Ein weiterer Feiertag, Brandstiftung und Jerusalemer Termine

B“H
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Links im Bild die Jerusalemer Altstadtmauer – Photo: Miriam Woelke

 

Bei der Sommerhitze von täglich 30 Grad Celsius oder mehr bestimmen jedes Jahr Waldbrände das Bild um Jerusalem. Immer wieder rückt die Feuerwehr aus, denn bei der Trockenheit bis November brennt alles wie Zunder. Und, wie bekannt, handelt es sich größtenteils um Palästinenser, die absichtlich nahe jüdischen Ortschaften zündeln. Bei mir im Stadtteil im nahegelegenen Peace Forest ist das nicht anders und palästinensische Kinder und Jugendliche stellen sich öffentlich hin, legen Feuer und rennen auf und davon.
Mehr Infos zur Brandstiftung:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/264202
Was in dieser Woche so richtig nervt: Die für morgen geplante Gay Parade, welche alles lahmlegen wird. Ich bin absolut gegen solch ein Event in Jerusalem und in diesem Jahr findet es ausgerechnet vor dem am Samstagabend beginnenden Schavuot (Wochenfest) statt. An Schavuot erhielten die Juden am Berg Sinai von G – tt die Thora und in der Thora gilt Homosexualität unter Männern als verboten. Und kurz vor diesem hohen jüdischen Feiertag wollen irgendwelche Gays im Bikini durch die Keren Hayesod bis hinunter in den Bell Park hoppeln.
Im Gegensatz zu Tel Aviv ist die Route der Jerusalemer Gay Parade extrem kurz, denn es ist ein wahnsinniges Sicherheitsaufgebot notwendig. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt dieses Event grundsätzlich ab. Juden, Christen und Moslems gleichermaßen. In dem Punkt sind sich alle einig und man kämpft gemeinsam gegen die Gay Parade. Noch dazu ist morgen Donnerstag und die Leute wollen für Schabbat und den Feiertag am Sonntag einkaufen. Und ausgerechnet dann sind Teile der Innenstadt komplett gesperrt und es ist kein Durchkommen.
Am 22. Juni beginnt die „Woche des hebräischen Buches – Shavua HaSefer Ha’ Ivri“ und um den 26. Juni herum startet das Jerusalemer Light Festival. Inwieweit ich an den Events teilnehmen kann, wird sich zeigen, da ich ja auf Chemotherapie sein werde. Okay, ungelesene Bücher habe ich mehr als genug daheim, doch wenigstens zum Light Festival würde ich schon gerne gehen. Schaun wir mal …
Morgen treffe ich mich mit meiner Vermieterin, denn der Mietvertrag wird einmal wieder auf ein weiteres Jahr verlängert. Eine völlig normale Prozedur in Israel, dass Mietverträge auf ein, zwei oder drei Jahre begrenzt sind und dann entweder verlängert werden oder der Mieter zieht aus. Unbefristete Mietverhältnisse sind mir noch nie untergekommen und normalerweise wird jedes Jahr neu verlängert.

Eurovision Blogger fühlen sich sicher in Israel

 

Bei religiösen Juden spielt diese aktuelle Eurovisionswoche keine Rolle. Israel, und hierbei insbesondere Tel Aviv, aber wollen unbedingt einen guten Eindruck auf internationaler Basis schinden. Die Welt soll sehen, wie Israel wirklich ist, obwohl Tel Aviv absolut kein Beispiel für ganz Israel ist. Die Stadt lebt in ihrer Blase und repräsentiert keineswegs den Rest des Landes.
Manchmal finde ich die momentane Anbiederei an die Welt schon peinlich. Warum sich so verstellen und so furchtbar auf international tolerant machen, nur um diverse linke Eurovisionsbesucher zufrieden zu stellen? Israel hat viel mehr zu bieten, doch in Tel Aviv wurden sogar Polizisten darauf getrimmt, Eurovisionsbesuchern freundlicher entgegenzukommen.
In dieser einen Woche soll alles perfekt ablaufen und die Welt soll halt sehen, wie Israel bzw. Tel Aviv wirklich sind. Wobei der Touristeneindruck eines achso toleranten Tel Aviv mehr als oberflächlich ist. Aber egal, diese Woche soll erfolgreich und ohne Raketenüberraschungen aus Gaza über die Bühne gehen und dann hauen besagte Besucher eh wieder ab.
Andererseits, wer Israel boykottiert oder sich weigert, das Land einfach nur zu besuchen, der verpasst einen realistischen Eindruck. Einen Eindruck, der da so ganz anders ist als die Tagesschau zeigt.

Touristenabzocke vor der Eurovision 2019 in Tel Aviv

B“H
Das israelische TV betreibt einen riesigen Aufwand zwecks Eurovision in dieser Woche. Ich werde mir all das nicht antun, denn die Lieder sind eh langweilig und nichtssagend. Da habe ich momentan echt besseres zu tun. Unter anderem erhalte ich gerade eine neue Onkologin, denn jemand aus meinem Krankenhaus – Ärzteteam setzt sich dafür ein, dass ich jemand Professionellers bekomme. Ferner steht in der kommenden Woche ein neues CT Scan an und da bin ich mal gespannt.
In Tel Aviv wurde schon lange vor der Eurovision eine richtige Touristenabzocke betrieben, die sich momentan auch auf die Taxifahrer aufgeweitet hat und nicht mehr nur bei Hotels oder Airbnb stattfindet. Wer Englisch redet und kein Hebräisch, der muss fürs Taxi gleich mehr zahlen. Versucht jetzt aber bloss kein holpriges Hebräisch hervorzustottern, denn das wird Euch nicht helfen. 🙂
Auch die Hotels zocken ab und selbst die kleinen Tante – Emma – Läden (Hebräisch: Makolet). Die Flasche Cola kosten den englischsprachigen Touristen gleich ein paar Schekel mehr. Und so will jeder etwas vom Touristenkuchen abhaben und während der Eurovision abzocken.
Der Normalo – Tourist sollte bis zum Eurovisions – Ende Tel Aviv meiden, da er sonst doppelt und dreifach draufzahlt. Fahrt lieber in die Provinz oder nach Jerusalem. 

 

Antisemitisches Eurovisions Komitee – Die israelische Band SHALVA gibt auf

B“H
Die israelische Band Shalva wird nicht an der Vorentscheidung des Eurovision teilnehmen. Das antisemitisch – geprägte EU Eurovisions Komitee drängt auf Aufführungen am Schabbat und schreibt Israel jedes noch so kleine Detail vor. 
Die Bandmitglieder von Shalva sind teilweise blind oder haben Down Syndrome. Einige von ihnen sind orthodoxe Juden, die den Schabbat einhalten.
Von Beginn an machte das Komitee klar, dass Israel sich sein Judentum sonst wohin stecken könne. Seit Netta Barzilais Sieg kommt purer Antisemitismus von diesem Komitee, welches da sämtliche Feinde Israelis im Mai zur Eurovision einschleust.
Die Shalva Band wolle man nicht, denn es handele sich teilweise um orthodoxe Juden. Und die sind dem Komitee eh ein Dorn im Auge. 

 

Zur Eurovision im Mai wird das Israel Bashing seitens der antisemitischen Eurovisions – Veranstalter erst richtig losgehen. 

 

Mehr Infos: 
Internationale Antisemiten reisen unbehelligt zur Eurovision 2019
Tel Aviv im Mai 2019