Leben in Jerusalem

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Beim Jerusalemer Light Festival 2018

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Einmal pro Jahr findet es statt: Das Jerusalemer Light Festival. Austragungsort ist stets die Altstadt und der Eintritt ist frei. Wer sich das aktuelle Light Festival noch anschauen will, kann das heute und morgen (Donnerstag) Abend noch tun. Morgen Abend endet das Light Festival 2018.
Mit einer Freundin machte ich mich gestern Abend auf den Weg zum Event in der Altstadt. Von meinem Stadtteil aus kann ich bequem in die Altstadt laufen und nach 20 Minuten waren wir am Jaffator.
Das Jaffa Tor (Jaffa Gate oder Sha’ar Yaffo) ist eines von mehreren Toren, das in die Altstadt führt. Es ist, neben dem Damaskustor, das bekannteste und zugleich der sicherste Zugang in die Altstadt. Gleich am Jaffator steht der antike stattliche Bau des Tower of King David, welcher da gar nichts zu tun hat mit König David. Vielmehr diente das Bauwerk dem Herodes als Palast.
Touristen sollten das Areal des Towers unbedingt besuchen, obwohl der Eintritt um die 10 Euro beträgt. Drinnen wartet ein faszinierender Blick über die Alt – und Neustadt sowie ein riesiger Innenhof, viel antike Geschichte aus unterschiedlichen Zeitperioden und mehrere Gebäude und Ausstellungsstücke.
Normalerweise befindet sich vor dem Jaffator immer eine eindrucksvolle Lichtinstallation, aber zu diesem Light Festival gibt es lediglich eine Lasershow, die sich auf der Altstadtmauer abspielt. Nichts Beeindruckendes und eher enttäuschend, wie ich fand.
Das Jerusalemer Light Festival ist seit Jahren ein Publikumsrenner und Leute aus dem ganzen Land kommen angerauscht. Dazu die unzähligen ausländischen Touristen, die in der Stadt weilen. Wer die Altstadt kennt weiß, dass es ziemlich häufig nur schmale Gassen gibt und beim Light Festival quetschen sich die Massen da nur so durch. Oft sieht man nicht viel und dann halten Tausende Leute auch noch ihre Smartphones zum Filmen in die Luft.
Wir hatten Glück und waren pünktlich zu Beginn um 20.00 Uhr da. Obwohl eine Menge Leute da waren – es war noch nicht so überlaufen wie eine Stunde später. Die Lasershow vor dem Jaffator sahen wir nicht zuende an und machten uns stattdessen auf den Weg durchs Tor. Dort gab es eine bessere Light Show auf der Mauer des Tower of King David.

 

 

Im Armenischen Viertel war diesmal gar nichts und so strömten alle ins jüdische Altstadtviertel. In der dortigen Chabad Street, gleich oberhalb des Cardo, findet sich eine COFIX Filiale, wo alle Produkte für nur wenige Schekel verkauft werden. Es war noch relativ leer und so gab es erst einmal Eiskaffee.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Eine weitere Enttäuschung war, dass das Cardo geschlossen war und es dort keine Lichtinstallationen wie sonst gab. Beim Cardo handelt es sich um eine antike Marktstraße, welche vor 2000 Jahren von der römischen Besatzungsmacht gebaut wurde. Bis heute kann man dort die originalen Steine und diverse Säulen sehen.
Auf dem Hauptplatz des jüdischen Viertels gab es an der Hurva Synagoge eine Lichtinstallation und das wars.

 

 

Was in diesem Jahr ausblieb: Die einzelnen Routen, die man ablaufen kann, waren kaum gekennzeichnet und so verliefen sich viele Besucher. Man wusste nicht mehr wie weiter und stand verlassen im armenischen oder muslimischen Viertel. Aber —– es gab Toiletten und sogar Klopapier!!!
Mit der Freundin lief ich mehrere Kilometer und wir irrten herum, aber keine Lichtinstallationen weit und breit. Im muslimischen Viertel gab es Konzerte von Leuten, die sich da irgendwie hingestellt hatten und musizierten. Wege waren nicht gekennzeichnet und irgendwie landeten wir im christlichen Viertel an dem Brunnen am Hauptplatz. Dort gab es etwas zu sehen, wenn auch nicht viel.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Dann noch ein paar kleinere Shows und auf Tausend Umwegen zusammen mit verlorenen gegangenen Israelis standen wir wieder am Jaffator. Die meisten Lichtinstallationen finden sich diesmal außerhalb der Stadtmauer, doch das, was wir bis dahin gesehen hatten, war enttäuschend und machte keine Lust auf mehr. Außerdem musste meine Begleitung rechtzeitig ihren letzten Bus erwischen und so gingen wir langsam wieder Richtung Zuhause.
Am Jaffator waren zu der Zeit, gegen 22.00 Uhr, die wahren Massen eingetroffen und es gab kaum mehr ein Durchkommen. Vor den Treppen am Zionsberg sahen wir zwei Light Shows, doch da war kein Durchkommen mehr, ohne von den Massen zerquetscht zu werden.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Wir hatten uns mehr versprochen, aber richtig enttäuscht waren auch wieder nicht, denn der lange Spaziergang bei angenehmen Temperaturen hatte Spass gemacht. Endlich sahen wir mal wieder das muslimische Viertel und kauften dort frischgepressten Fruchtsaft für wenig Geld. Viele Araber hatten ihre Shops offen oder schauten in den Cafes Fussball WM.
Warum die meisten Light Shows außerhalb der Altstadtmauer stattfanden?
Eine Lokalzeitung berichtete vor einiger Zeit, dass sich die Bewohner des jüdischen Altstadtviertels massiv über die ständige Lärmbelästigung beschwert hatten. Aber, hey, wer in einem populären Stadtteil wohnt, muss oft einiges ertragen. Als ich fast direkt am Zionsplatz (Zion Square) wohnte, hatten wir des Nachts Junkies vor dem Haus, dröhnende Musik aus den Pubs und dann auch noch arabische Terroranschläge. Als die Nachbarn die Polizei riefen, wurde ihnen mitgeteil, dass die Bewohner der Innenstadt das halt so hinnehmen müssen. Zumindest bis Mitternacht.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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WM, Sommer, Ferienzeit & das Jerusalemer Light Festival 2018

B“H
Gerade wollte ich zwei Videos des israelischen TV – Senders KAN in den Blog stellen, aber nichts wars. Der Sender erlaubt es nicht, wenn man dessen Youtube Clips verwendet.
Ein israelischer Sportjournalist rastete beim 1:0 des Iran gegen Marokko aus und feierte den Iran. Gemeint war, dass Israel nichts gegen das iranische Volk habe, sondern gegen dessen diktatorische Regierung.
Beim Spiel Deutschland : Mexiko rastete derselbe Journalist bei der Live – Übertragung erneut aus. Diesmal bei 1:0 der Mexikaner und er feierte Mexiko. Die Emotionen bei Live – Sendungen schwappen hierzulande wesentlich höher als zu deutschen Zeiten des Heribert Fassbender. 🙂
Wer nicht gerade daheim vor dem Fernseher die Spiele anschaut, der geht in einen Pub. Ob es richtig große Live – Schaltungen bzw. Screens gibt, weiß ich nicht. Vielleicht in Tel Aviv am Strand, doch dort muss man sich bestimmt in den Strandlokalen ein teures Bier oder eine Cola kaufen.
Selber verfolge ich das WM – Spektakel fast gar nicht und ich hocke mich auch nicht stundenlang irgendwohin, um ein Spiel zu verfolgen.
Der Sommer ist da und demnächst beginnen in Israel landesweit die Schulferien. Der erste Tag des neuen Schuljahres ist traditionell stets am 1. September. Bei jüdisch – religiösen Schulen verschieben sich Ferienbeginn sowie der Schulanfang, denn jede Ausrichtung hat da so ihre eigenen Strukturen.
Eine Menge Israelis zieht es ins Ausland, andere bleiben daheim oder unternehmen halt im eigenen Land Kurztrips. Die Sommerferien der Kinder sind sehr lang und israelische Arbeitnehmer haben nur einen Mindestsatz von 11 Tagen Urlaub pro Jahr. Allzu viel ist da nicht drin und, wie in jedem Jahr, macht man sich Sorgen, was der Nachwuchs wohl daheim anstellt, wenn die Eltern auf Arbeit sind.
Für Kinder und Jugendlich gibt es die allseits beliebten Kaytanot – Sommer Camps. Entweder kosten diese viele Geld, weniger Geld und die chassidische Gruppe Chabad, die sephardisch – religiöse SHASS – Partei sowie andere Einrichtungen bieten Kaytanot sogar kostenlos an. Gerade bei finanziell weniger betuchte Eltern kommt das gut an und bei den Kindern erst recht, denn sie sind auch im Kaytana und müssen sich nicht so vorkommen als wäre das alles nur für besser Betuchte.
Kaytanot gibt es massenhaft und jedes Kaytana hat ein anderes Thema. Man muss sich halt das Passende heraussuchen. Einige legen Wert auf Kunst, Malen und Basteln. Andere machen viel Sport oder Abenteur – Action. Je nachdem.
Städte und Gemeinden bieten jetzt in den Sommermonaten viele kostenlose Action wie in Jerusalem das Street Soccer Festival am Rathaus. Ich glaube, Basketball gibt es auch. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Letzte Woche am Jerusalemer Rathaus

 

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Photo: Miriam Woelke

 

In der kommenden Woche, am 27. Juni, beginnt das Jerusalemer Light Festival. Bis zum 5. Juli gibt es in der Altstadt sowie in der Jaffa Road alle möglichen Lichtinstallationen zu bewundern. Jeden Abend, Sonntag bis Donnerstag, von 20.00 – 23.00 Uhr. Am Freitag, dem 29. Juni, bleibt das Event geschlossen und am Samstag, dem 30. Juni, beginnt das Festival nach dem Schabbatausklang um 21.00 Uhr.
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?langpage=eng
Das Light Festival ist KOSTENLOS!!! 
Ferner gibt es Zugänge für Rollstuhlfahrer. Allerdings solltet Ihr Euch da auf Menschenmassen gefasst machen, denn das Festival ist ein absoluter Publikumsmagnet und Tausende Menschen werden allabendlich durch die Altstadt schlendern. Durch alle vier Viertel. Inklusive dem muslimischen Teil.
Was wird es zu sehen geben? 
Das hier:
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?dir=site&page=arts&op=category&cs=19&langpage=eng

Shavua HaSefer – Hebrew Book Week 2018

B“H
Die diesjährige SHAVUA Ha’SEFER beginnt genau heute in zwei Wochen. Vom 6. – 16. Juni 2018.
Öffnungszeiten:
Sonntag – Mittwoch 18.00 – 23.00 Uhr
Donnerstag 18.00 – 24.00
Freitag Geschlossen
Samstag nach Ende des Schabbat (circa 20.30) bis 24.00 Uhr
Diese Öffnungszeiten gelten landesweit für alle „Hebrew Book Week“ Events. Egal, ob im Jerusalemer Alten Bahnhof (HaTachana), am Tel Aviver Rabin Square oder am Rothschild Boulevard von Rishon LeZion.
Der Eintritt ist KOSTENLOS und für jedermann!!!
Alle möglichen israelischen Verlage stellen ihre Bücher aus und der Messebesucher kann alles kaufen. Manchmal günstiger als im Laden und oft dann doch zum selben Preis. Dazu finden sich die Bar Ilan University mit ihren eigens herausgebrachten Büchern und viele viele andere Organisationen, die ihre eigenen Bücher veröffentlichen. Von Wissenschaft bis Judentum bis hin zum Kitschroman ist alles dabei.
95% der Bücher sind in hebräischer Sprache, doch wer länger sucht, kann auch etwas in englischer Sprache finden. Vor allem Kinder lieben dieses Event, denn in Israel wird immer noch verhältnismäßig viel gelesen. Trotz Internet und Smartphone – Bücher sind, nach wie vor, IN.
Die Book Week findet stets im Freien statt und nicht in einer stickigen Messehalle.
Was soll ich sagen? Mit der Frankfurter Buchmesse kann man unsere Buchmesse nicht vergleichen. Eher ist es so, dass draußen Tische aufgestellt werden, auf denen die Bücher ausliegen. So ganz unverbindlich und jeder kann stöbern wie er will.
Hier ein paar Eindrücke vom vergangenen Jahr in Jerusalem

 

Obwohl ich mir alle Stände anschaue, kaufen tue ich fast immer nur bei einem: Dem Zalman Shazar Institute, deren Bücher man sicher auch online erstehen kann. Das Institut befindet sich nur wenige Minuten entfernt von meiner Wohnung, doch ich warte immer auf die Book Week, denn dann gehen die Preise nochmal runter. 🙂
https://www.shazar.org.il/Search.aspx?allBooks=true

Giro d’Italia in Jerusalem & Vielleicht kommt Donald Trump

B“H
Bereits am letzten Donnerstagnachmittag standen rund um die Strecke des Giro d’Italia unzählige Klohäusle und die Anwohner waren alles andere als entzückt. In guten Gegenden standen plötzlich Scheisshäuser und überhaupt …
Bürgermeister Nir Barkat brachte Teile des Giro d’Italia nach Jerusalem und die Giro – Fangemeinde jubelte. Man kenne sowas ja sonst nur aus Europa und es sei doch toll, dass das jetzt mal in Jerusalem zu bestaunen sei.

 

 

Alles schön und gut, doch die Straßen wurden diesmal mit Extrembarrieren versehen. Heißt, man konnte als Fußgänger nichts überqueren. Beim Jerusalemer Marathon und beim an diesem Freitag stattfindenden Biker Event „Sovev Yerushalayim“ kann jeder die Straßen überqueren. Am letzten Freitag beim Giro aber hatten viele Jerusalemer extreme Schwierigkeiten, zur Arbeit zu gelangen. Im Video berichtet eine Frau, dass sie in einem Hotel arbeite und kaum zur Arbeit kam, weil sie nicht über die Straße durfte.
Es nervt, wenn immer wieder im Frühjahr und Sommer alle möglichen Straßen aufgrund von Festival gesperrt werden. Dann fahren die Busse Umwege und keiner weiß, wo man abfährt, ankommt und wo es langgeht.
Am vergangenen Freitag war es der Giro d’Italia, an diesem Freitag sind von 5.00 Uhr bis 8.30 Uhr früh viele Straßen erneut gesperrt, doch diesmal mache ich beim Sovev Yerushalayim sogar mit. Um die Altstadt, am Jaffator, Derech Hebron, am King David Hotel, Emek Refa’im, Derech Beit Lechem, alles wird gesperrt. Bis 8.30 Uhr morgens ist okay, denn die Leute wollen freitags für den Schabbat einkaufen oder ungehindert am Arbeitspaltz erscheinen.
Heute in einer Woche ist Yom Yerushalayim (der Jahrestag, an dem unsere Armee im Sechs – Tage – Krieg die Altstadt und den Tempelberg zurückeroberte). Nachmittags finden Straßensperren am Sacher Park, Bezalel Street, King George sowie der Weg zur Altstadt am Amerikanischen Konsulat vorbei, statt. Die Busse meiden dann die Keren Hayesod sowie die King George. Und das bis zum Abend aufgrund der Flaggenparade.
Einen Tag später, am 14. Mai 2018, wird im Nachbarstadtteil Armon HaNatziv die US – Botschaft feierlich eingeweiht und eventuell will Donald Trump kommen. Festgelegt hat er sich noch nicht, doch wir gehen davon aus, dass er erscheint. Und was dann los sein wird, kann sich jeder vorstellen. Hochsicherheitstrakt und das gleich wieder bei uns vor der Haustür wie schon bei seinem Besuch vor einem Jahr. Wobei ich noch hoffe, dass, falls er kommt, sein Hubschrauber neben der Botschaft landet und nicht wieder auf dem Parkplatz vom Supermarkt nur zehn Minuten von mir entfernt.
Die US – Boschaft zieht in das riesige Areal des amerikanischen Konsulat in Armon HaNatziv. Ein riesiger Komplex, der schnell zur Botschaft umgemodelt wurde. Wozu neu bauen, wenn schon alles vorhanden ist?
Die Palästinenser haben Randale angedroht und wenn es losgeht, dann in Armon HaNatziv und bei uns nebendran in Abu Tur. Der untere Teil von Abu Tur ist arabisch und gegenüber Armon HaNatziv sowie der neuen Botschaft befindet sich das Terroristenkaff Jabal – al – Mukaber. Wobei zu erwähnen sei, dass sehr viele Palästinenser beim amerikanischen Konsulat in Armon HaNatziv angestellt sind. Und dann wohl auch bei der Botschaft.
Also randalieren die Palis dann gegen ihre Arbeitsplätze?

 

Sovev Yerushalayim 2018 – Jerusalems alljährliches Fahrrad – Event

B“H
Das traditionelle Jerusalemer Biker Event „SOVEV YERUSHALAYIM“ findet in diesem Jahr bereits am Freitag, dem 27. April statt. Sämtliche Infos und Registrierungsmöglichkeiten findet Ihr hier:
https://www.sovevjerusalem.co.il/Categories.aspx?Id=5400
Es ist allerdings kein MUSS, sich zu registrieren. Jeder mit einem Fahrrad und einem Helm kann mitmachen. Es geht nicht um Geld und Ruhm, sondern einfach nur um Spass. Wer sich dagegen anmelden will, muss 90 Schekel Gebühr zahlen und einen Gesundheitsnachweis unterschreiben.
Der Unterschied zwischen Registrierung oder nicht liegt in einem kostenlosen Biker Kit mit T – shirt und so. Ich mache in diesem Jahr wieder mit, aber ohne Anmeldung.
Zwei Jahre war ich wegen der Arbeit nicht dabei, doch diesmal habe arbeite ich einige Stunden extra, um einen Tag freizubekommen.
Die Atmosphäre bei dem Event ist super. Um sechs Uhr früh sind viele Straßen rund um die Altstadt gesperrt. Dazu die Derech Hebron, die Emek Refa’im bis hinunter zum Teddy Kollek Stadion. Wobei am Stadion auf den zum Wanderpfad ausgebauten alten Eisenbahnschienen gefahren wird. Hinzu kommen Trampelpfade. Der Start ist am Alten Bahnhof. Fast genau vor meiner Haustür.
Warum ich mich nie anmelde? Weil Cafe Aroma in der Emek Refa’im einfach eine zu große Versuchung ist und ich nach einigen Kilometern dort einkehre. 🙂

 

Events in Jerusalem vor Pessach (Passover)

B“H
In dieser richtigen ersten Märzwoche wird es ungewöhnlich warm. Ungewöhnlich deswegen, weil eben der März noch zum israelischen Winter gehört und es nochmal kühl und regnerisch werden kann. Sogar noch bis in den April hinein.
Am heutigen Sonntag haben wir in Jerusalem erst einmal 24 Grad Celsius und strahlenden Sonnenschein. Bis Donnerstag klettert das Thermometer auf 27 Grad. An der Küste vermutlich auf 30 Grad. Aber am Freitag fallen die Temperaturen erneut auf 17 Grad Celsius ab. Deshalb sollte sich kein Tourist darauf verlassen, dass in Israel der Sommer ausgebrochen ist. 🙂
Und was geht so ab in Jerusalem vier Wochen vor Beginn der jüdischen Pessach – Feiertage?
Da wäre an diesem Freitag, 9. März 2018, der Jerusalem – Marathon. Details dazu erfahrt Ihr hier:
https://jerusalem-marathon.com/
Wer mitmachen will, kann sich auf der Website auch anmelden, was dann wahrscheinlich eine Gebühr kostet. Viele Leute laufen auch einfach ohne Anmeldung mit. Der Unterschied ist, dass es in dem Fall weder Siegerprämie noch T – Shirt gibt. Aber egal, denn die Sieger des Marathon sind fast immer professionelle internationale Marathon – Läufer und nicht gerade Otto Normalverbraucher.
Vom 12. – 15. März 2018 findet in der Jerusalemer Altstadt das SOUND FESTIVAL statt: SOUNDS OF THE OLD CITY.
Allabendlich beginnt das Sound Festival um 20.00 Uhr und endet um 23.00 Uhr. Der Eintritt ist frei!
Hierzu gibt es schon eine aktuelle Website, doch nur auf Hebräisch:
http://www.sounds-of-jerusalem.org.il/
Die englische Site kann zwar angeklickt werden, doch scheint noch nicht upgedated zu sein.
Vom 12. – 15. März kann der Besucher zahlreiche Sound Installationen überall in der Altstadt bewundern.
Ansonsten bereitet sich das Land auf die anstehenden Pessach – Feiertage (Beginn am Abend des 30. März) vor. Daheim wird die Bude auf Pessach getrimmt und alles geschrubbt. Aber auf eine Weise, wie es sich Außenstehende kaum vorstellen können.
Wegen Pessach finden sich in den Supermärkten jetzt Hunderte Putzmittel im Angebot. Am Supermarktsortiment kann man in Israel stets erkennen, welcher Feiertag demnächst ansteht. Zu Pessach sind es Putzmittel und kurz danach Grillzubehör zum nachfolgenden israelischen Unabhängigkeitstag, der sich in diesem Jahr zum 70. Male jährt.

 

Video: „Die Internationale Buchmesse 2017 in Jerusalem“

B“H
Ewigkeiten hat es gedauert, doch nun habe ich es endlich geschafft, dass Video zur Internationalen Buchmesse von vor zwei Wochen hochzuladen.
Außerhalb der Ausstellungshalle fand die alljährliche und stets gut besuchte Hebrew Book Week statt. In der Halle befand sich das internationale Event, welches da alle zwei Jahre stattfindet.
Den Unterschied werdet Ihr sehen: Die Hebrew Book Week zu Beginn des Videos ist voller Besucher, die Internationale Buchmesse hingegen verlor schon lange ihre Reiz. Neben der Buchmesse bieten die Buchhandlungsketten Steimatzky oder Zomet Sefarim günstig Bücher an und so wird einiges an Kundschaft abgegriffen.
Am deutschen Stand war tote Hose oder man übte sich im Yoga. Oder was immer die auf dem Boden liegenden Leute machten. Die einst aus Deutschland eingewanderten Juden sterben allmählich weg und die deutsche Sprache ist weitaus weniger Attraktiv als Englisch, Spanisch oder Französisch.
Die nächste Internationale Buchmesse wird in zwei Jahren ausgetragen.