Leben in Jerusalem

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Das arabische Pogrom an den Juden in Hebron (1929)

B“H
Am heutigen Tisha be’Av wird zwar gefastet, doch darf man, im Gegensatz zum Fastentag Yom Kippur, eigentlich alles machen. Mit dem Auto fahren, sogar arbeiten oder kochen, einkaufen oder auch im Internet surfen. Nur Essen und Trinken ist verboten, aber eine Mahlzeit für das Fastenende (in Jerusalem um 20.05 Uhr) kann vorbereitet werden.
Neben der Trauer um die zerstörten Tempel sowie den noch nicht eingetroffenen Meschiach gibt es einen Brauch, Filme zu schauen. Auf diese Weise denkt man nicht an Hunger und Durst und die Zeit vergeht halt schneller. Deswegen zeigen viele Jerusalemer Institutionen wie Aish HaTorah oder das Beit Avichai heute Filme.
Jedoch keine Hollywood Filme, sondern Filme mit ernstem Hintergrund. Zum Beispiel über den Holocaust, den radikalen Islam und auch Dokus zum Thema „Palästinensische Anschläge auf Juden“.
Hier ein kleines Beispiel dazu:
Es handelt sich um ein arabisches Pogrom auf die Juden von Hebron im Jahre 1929. Damals nannten dich die heutigen Palästinenser noch gar nicht so, sondern sie waren Araber. Erst Yassir Arafat erfand das palästinensische Volk Ende der Sechziger Jahre.
Ferner gab es im Jahre 1929 noch keine jüdischen Siedlungen, was die Araber jedoch nicht hinderte, Juden zu ermorden. Ob in Hebron, Yaffo, Zfat, Tiberias oder Jerusalem. Arabische Pogrome an Juden gibt es sei jeher. 

 

 

 

This is the first documented massacre in the holy land, however Arabs murdered Jews also in the 1920th, and until our days this hate to Jews, later using the term of Zionist ‚occupation‘ as a convenient excuse for this savage brutal hateful massacres. What could be the reason in 1929 to slaughter by torture and corrupt the bodies of the ancient Jewish community members who lived in Hebron hundreds of years? Only a Nazi ideology of annihilation; The ‚Palestinian people‘ was not invented yet for propaganda purpose: These were ‚just‘ Arabs expressing rage and sadistic desires towards the helpless victims. Only few people among Arabs hid and rescued some of their Jewish neighbours, while the majority either participated or witnessed the horrors. What ‚occupation‘ could be the excuse for this? So, after being aware to this forgotten detail in history, can someone still consider Jewish settlers in Hebron, as ‚illegal‘?
And besides: nearly million Jews were forced to flee from Arab countries due to persecutions. Why are those refugees and survivors not mentioned in mainstream media, and the horrors they have been through?

Krawalle am Tempelberg, Terrorist ermordet Menschen in Siedlung und der Tisha be’Av steht an

B“H
Dass vor den Eingängen zum Tempelberg auf muslimischer Seite keinerlei Metalldetektoren vorhanden sind, wusste ich bislang nicht. Moslems benutzen vom muslimischen Altstadtteil aus weitgehend ihre eigenen Eingänge zum Tempelberg und das bis jetzt ohne Security Check. Im kompletten Gegensatz zu den vier Eingängen zur Klagemauer, denn hier muss jeder Tourist, Einheimischer (auch Palästinenser) durch den Security Check inklusive Metalldetektoren. Und Taschen werden vom Sicherheitsdienst ebenso kontrolliert. Kein Mensch regt sich darüber auf und diese Checks bestehen bereits mehrere Jahrzehnte.
Seit dem letzten palästinensischen Attentat auf dem Tempelberg, zogen die Metalldetektoren auch vor dessen Eingängen ein und schon drehen die Palästinenser durch. Man könne so nicht beten oder Allah erlaube das nicht. Sowas kriegen wir dann zu hören. Wer jedoch als Moslem nach Mekka will, muss saudische Metalldetektoren durchlaufen und da regen sich komischerweise weder Moslems noch Allah auf.
Die britische Journalistin Melanie Phillips verfasste zu den Vorgängen einen lesenswerten Artikel:
http://www.melaniephillips.com/day-deranged-inversion/
Die derzeitigen palästinensischen Krawalle wurden dann auch gleich zum Anlass genommen, in einer israelischen Siedlung mehrere Menschen brutal abzuschlachten:
http://www.timesofisrael.com/three-hurt-one-critically-in-suspected-stabbing-attack-in-west-bank/
In circa zehn Tagen begeht die jüdische Welt Tisha be’Av (den 9. Tag im jüdischen Monat Av). Ein Trauertag, an dem 25 Stunden lang gefastet wird. Ursprünglich geht es an dem Tag um die Zerstörung beider jüdischer Tempel in Jerusalem. Der Erste durch die Babylonier und der Zweite wurde von den Römern ausgebrannt.
Seit Jahrzehnten ist es in Jerusalem zur Tradition geworden, am Abend des Tisha be’Av (in diesem Jahr am Abend des 31. Juli) um die Stadtmauer bis hin zur Klagemauer zu gehen. Mindestens Tausend Menschen werden daran teilnehmen und die deutschen Medien betiteln dieses Event sicher als „zionistisch – rechtsradikal“. Manchmal nahm ich daran teil, manchmal nicht. Ob ich am 31. Juli mitgehe, kann ich noch nicht sagen, denn ich muss bis zum späten Nachmittag arbeiten und dann sehen, wie platt ich ggf. bin. 🙂
Normalerweise führt die Route am Damaskustor in Ostjerusalem vorbei, doch ich habe soweit meine Zweifel, ob das in diesem Jahr der Fall sein wird. Eben aufgrund der palästinensischen Krawalle in der Gegend. Vor ein paar Jahren war es schon einmal der Fall gewesen, dass die Polizei die Route änderte.
http://womeningreen.org/connecting-to-jerusalem-brothers-and-sisters-walking-together-on-tisha-beav/
An Tisha be’Av 2013 empfingen uns die Palästinenser am Damaskustor mit „Allah Akbar“ Rufen. Ein arabisch sprechender Jude antworte ihnen lautstark.

 

 

In jedem Jahr wird das Event von einem starken Sicherheitsaufgebot beschützt und für viele Juden (mich eingeschlossen) ist es die einzige Möglichkeit am Damaskustor oder am nahegelegenen Löwentor (ebenfalls Ostjerusalem) vorbeizugehen und nicht einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Palästinenser hingegen können sich in ganz Jerusalem ungehindert aufhalten.
Seit einigen Tagen sehen wir auch in unserem Stadtteil vermehrt Polizei und Armee. Keiner weiß, ob hier in Abu Tur auch wieder palästinensische Randale zu erwarten ist.

Sukkot ist da: „Chag Sameach – Happy Sukkot!“

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Photo: Miriam Woelke
B“H
In den letzten Tagen hatte ich leider keine Zeit, neue Blogartikel zu verfassen. Zuerst kam der Yom Kippur am Mittwoch und danach trat der Alltag, sprich Arbeit, wieder ein. Und danach kam gleich der Schabbat.
Heute Abend steht bereits der nächste hohe jüdische Feiertag SUKKOT (das Laubhüttenfest) an. Überall wird gewerkelt und eine Menge Juden bauen sich auf dem Balkon, auf dem Hausdach oder im Hof eine Sukkah (Laubhütte). Mit 28 Grad Celsius in Jerusalem wird der Sukkot – Beginn am Abend noch recht warm. Zwar sollen die Temperaturen ab Dienstag auf 25 Grad Celsius sinken, doch Sukkot ist in Israel normalerweise stets verhältnismäßig warm.
Der heutige Sonntag ist nur ein „halber“ Tag. Ähnlich einem Freitag, wenn des Abends der Schabbat beginnt. Am späten Nachmittag schließen die Geschäfte und die Busse stellen den Verkehr ein. Morgen ist offizieller Feiertag in Israel und die Busse fahren erst wieder nach 19.30 Uhr.
Am Dienstag beginnen die Zwischenfeiertage von Sukkot. Zwar fahren die Busse ganz normal, doch Regierungs – und Kommunaleinrichtungen bleiben bis zum 24. Oktober geschlossen. Banken und Postämter sind nur halbtags geöffnet. Erst ab dem 25. Oktober zieht der Alltag wieder ein.
Dadurch, dass ich an Sukkot Vollzeit arbeiten muss, habe ich kaum Zeit für Unternehmungen. Ob ich in die Altstadt komme, kann ich momentan auch noch nicht sagen. Hoffentlich am Morgen von Hoshana Rabbah in der kommenden Woche.
Hier findet Ihr viele Infos zum Sukkot in Jerusalem und überhaupt. Die Artikel sind aus den vergangenen Jahren, doch an Sukkot gibt es selten Neues. 🙂
https://hamantaschen.wordpress.com/category/sukkot/
Zudem gehören die ARBA MINIM zu Sukkot. Details findet Ihr hier:
https://hamantaschen.wordpress.com/category/arba-minim/
http://hamantaschen.blogspot.co.il/search/label/Lulav

Leserfrage: „Tourismus am Yom Kippur“

B“H
Am kommenden Dienstagabend beginnt der höchste jüdische Feiertag YOM KIPPUR (Yom HaKippurim, Versöhnungstag). An diesem Tag richtet und besiegelt G – tt das Schicksal jedes einzelnen Juden sowie das Schicksal des gesamten jüdischen Volkes für ein weiteres Jahr. Sprich, bis zum nächsten Yom Kippur.
Wie wir hier an der Bedeutung des Yom Kippur sehen, handelt es sich bei diesem Feiertag um einen ausschließlich jüdischen Feiertag, mit dem keine andere Religion etwas zu tun hat. Am gestern Abend ausgeklungenen Rosh Hashana (Neujahrsfest) richtete G – tt das Schicksal ALLER Menschen auf ein weiteres Jahr, am Yom Kippur hingegen entscheidet sich das Schicksal eines Juden.
Was mir seit mindestens Zwanzig Jahren auffällt: Ausgerechnet zum Yom Kippur sieht man ungewöhnlich viele deutschsprachige Touristen an der Klagemauer. Vielleicht gerade dort, da nichtjüdische Touristen nicht unbedingt eine Synagoge finden, denn an dem höchsten jüdischen Feiertag werden im Voraus Tickets an Juden verkauft und alles ist gerammelt voll. Deswegen bleibt meistens nur noch die Klagemauer und der Tourist hofft, etwas zu sehen. Meistens jedoch wird man enttäuscht, denn mehrheitlich beten Juden an diesem Tag lieber in der Synagoge. Zwar finden sich zum letzten Gebet an Yom Kippur, dem Ne’ilah – Service am Mittwochabend, Tausende Juden an der Klagemauer ein, trotzdem bleibt die Mehrheit lieber in der heimischen Synagoge.
Am Yom Kippur genauso wie an jedem Schabbat darf im Bereich der Klagemauer (Kotel) nicht photographiert werden. Extra Aufsichtspersonal soll darauf achten, dass die Touristen nicht alles ignorieren und mit Smartphones auftauchen. Bei den Juden kann man sich ja über Verbote hinwegsetzen. Bei den Moslems auf dem Tempelberg würde sich das kein einziger Tourist trauen. 🙂
Die touristische Mehrheit verhält sich ruhig, versteht allerdings nur Bahnhof davon, warum die Juden 25 Stunden lang fasten. Dann steht der Tourist an der Klagemauer und schlabbert an seinem frisch gekauften Eis aus dem Muslimischen Altstadtviertel. Gleichzeitig werden die fastenden Juden beglotzt wie Tiere im Zoo.
Einige deutsche Touristen (einige und nicht alle!!!) fallen dadurch auf, dass sie kurz nach Ende des Yom Kippur nach KOSTENLOSEN Essensmöglichkeiten suchen. Wenige Minuten nach dem Fastenende werden an der Kotel Gebäck und Getränke an fastende Juden ausgegeben. Komischerweise stehen da deutsche Touristen immer ganz vorne in der Reihe, wenn es um kostenloses Essen geht.
Dasselbe Schauspiel sah ich in der Großen Synagoge, wo eine kleine deutsche Gruppe gleich wieder rausflog. Juden hatten Tickets gekauft und mehr als 100 Euro für den Sitzplatz und das Essen nach dem Fastenausklang gezahlt. Und dann kommen Touristen angerauscht und wollen alles umsonst haben. „Bei den Juden gibt es was zu Essen!“
Nach dem Fastenausklang am Mittwochabend esse ich kurz etwas im jüdischen Viertel, bevor ich mich auf den Heimweg begebe. Im letzten Jahr sahen uns Touristen dastehen und essen. Sogleich kam jemand und schaute, ob sich denn da jeder bedienen könne.
Solch eine Gier kenne ich aus Deutschland gar nicht, scheint aber hier in Israel in Mode gekommen zu sein. Man erkundigt sich, wo Juden essen und steht dann als Erster in der Reihe parat.
Am kommenden Dienstag stellen die Busse bereits am frühen Nachmittag ihren Betrieb ein. Alle Geschäfte werden schließen. Dies betrifft auch den AM:PM in Tel Aviv und sämtliche 24 – Hour – Shops in Jerusalem. Einzig und allein bei den Arabern kann man einkaufen. In Yaffo bei Tel Aviv oder im muslimischen bzw. christlichen Altstadtteil von Jerusalem.
Enden tut der Yom Kippur am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr. Circa zwei Stunden später fahren wieder Busse und viele Cafes und Restaurants öffnen.
Generell gibt es für einen Israeltouristen am Yom Kippur nicht viel zu sehen, denn die Juden beten fast den gesamten Tag über in den Synagogen. Wer will, kann gegen 18.00 Uhr an die Klagemauer kommen.

Unterschiede zwischen dem Orthodoxen und dem Ultra – Orthodoxen Judentum

B“H
In letzter Zeit stapeln sich bei mir Emails zum Thema: Orthodoxes und Ultra – orthodoxes Judentum. Meistens sind es deutschsprachige Juden, dich sich darüber aufregen, dass, insbesondere die deutschen Medien, keinerlei Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien des Judentums machen. Orthodox ist nicht gleich Ultra – orthodox und umgekehrt. Der Journaille ist das egal, denn den Medien geht es einzig und allein darum, religiöse Juden als Vollidioten dastehen zu lassen. Als Fundamentalisten und halt sonst irgendwie zurückgeblieben.
Aus diesem Anlaß werde ich in der kommen Zeit das Orthodoxe sowohl als auch das Ultra – orthodoxe Judentum etwas beleuchten. Obwohl, eigentlich tue ich das schon jahrelang. Auf meinem religiösen Hamantaschen – Blog werdet Ihr in der nächsten Zeit einiges zum Thema finden.
https://hamantaschen.wordpress.com/
Ob sich durch meine Erklärungen in der Berichterstattung etwas ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Es geht in den Medien nicht unbedingt um Fakten und Tatsachen, sondern um die eigene politische Agenda. Fast alle deutschen Fernsehstationen, sind politisch gesteuert und vom Staat finanziert. Die Funktion des Intendanten nimmt jeweils ein Parteimitglied ein.
Was mir ebenfalls immer wieder auffällt: Dass, wenn deutsche Autoren den Namen Sarah oder ähnliche Namen verwenden, dies sofort auf einen jüdischen Hintergrund hindeuten muss. Juden, Judentum oder Israel lassen sich besser verkaufen. Selbst dann, wenn der Autor gar keine Ahnung vom Thema hat. Es gibt ja Google und Wikipedia und das allein reicht schon, um Verlag und Leserschaft zufriedenzustellen. Hauptsache verkaufen.

Fragen zu Orthodoxen & Ultra – Orthodoxen Juden

B“H
Was auf diesem Blog am meisten geklickt wird?
1. Der Artikel zum Zähneabschleifen, wenn der Zahnarzt eine Brücke setzen will. Das Abschleifen selbst tut nicht weh, denn man steht ja unter Narkose. Ein angenehmes Gefühl ist es aber dennoch nicht. Außerdem kommt oft ein total ekelhafter Geschmack im Mund auf. Wie verbrannte Haare oder so.
2. Das zweite Thema, was sehr viel angeklickt wird, sind Artikel zum orthodoxen bzw. Ultra – orthodoxen Judentum. Ob Ultra – orthodoxe Juden arbeiten oder nicht, wie sie so leben etc.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Auf meinen relig. Blogs berichtete ich in der Vergangenheit extrem viel zu dem Thema.
http://chassidicstories.blogspot.co.il/
http://hamantaschen.blogspot.co.il/
Und auf
https://hamantaschen.wordpress.com/
berichte ich auch weiterhin über alles, was mit dem Orthodoxen Judentum zusammenhängt. Wobei Nichtjuden mehrheitlich den Unterschied zwischen ORTHODOX und ULTRA – ORTHODOX gar nicht kennen. Selbst Journalisten scheren alles über einen Kamm und berichten in deutschen Zeitungen und Magazinen ziemlich konfus. Unter anderem werden nationalreligiöse Siedler als Ultra – orthodox betitelt, was ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Vielleicht hat jemand aus der Leserschaft Anregungen oder spezielle Fragen, die ich beantworten kann!

Warum heute Abend Cafes und Restaurants geschlossen bleiben

B“H

Der Schabbat ist vorbei und eigentlich sollten doch viele Cafes und Restaurants wieder geöffnet haben. Dasselbe gilt für Kinos und sonstige Vergnügungen.
In Jerusalem jedoch bleibt heute Abend fast alles geschlossen, denn es ist Tisha be’Av (der 9. Tag im jüdischen Monat Av)!

Hier gibt es Details zu dem jüdischen Fasten – und Trauertag

https://hamantaschen.wordpress.com/2016/08/13/der-fatentag-tisha-beav-9-av/

Ab Morgen ist wieder alles geöffnet. Allerdings bleiben fast alle Regierungseinrichtungen geschlossen. Zahlreiche Cafes / Restaurants / Geschäfte bleiben auch am morgigen Sonntag bis Abends noch geschlossen. 

Busse: Die fahren heute Abend genauso wie morgen den gesamten Tag über!