Leben in Jerusalem

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Der Winter kommt

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Photo: Miriam Woelke – King George Street in Jerusalem
B“H
Ende Dezember feiern die Juden in aller Welt Chanukkah und bereits jetzt sehen wir in den Jerusalemer Bäckereien leckere Sufganiot (Krapfen) aller Art. Mit Schokoladen – Marmelade – Dattel oder sonstigen Füllungen. Nicht immer ganz billig, aber Sufganiot zu Chanukkah sind nun mal Tradition. Da kann man noch so klebrig verschmierte Finger haben. 🙂
Das Jerusalemer Wetter gleicht heute einer Weltuntergangsstimmung. Dunkle Wolken und einfach nur depressiv, wenn man denn so will. Morgen soll nochmals Sonnenschein aufziehen und danach kehren Sturm, Regen und Kälte zurück. Wer also dieser Tage nach Israel reisen will, sollte seine Winterklamotten nicht vergessen. In Jerusalem sind Gummistiefel keine schlechte Idee, denn wenn es so richtig schüttet, sammelt sich das Regenwasser in den Straßen, weil zu wenig Gullis vorhanden sind. Und wer dann so auf dem Gehsteig entlangläuft, kriegt schnell eine Ladung Wasser von den vorbeifahrenden Autos ab. Vor allem von den heranbrausenden Bussen.
Die meisten Jerusalemer Hostels sind nicht beheizt, was bedeutet, dass Ihr im Kalten sitzt. Und das bei 7 Grad Celsius Nachttemperatur. Im Avraham Hostel allerdings findet Ihr garantiert eine Heizung, in den billigen arabischen Altstadthostels könnt Ihr lediglich gut frieren, Euch in dreckige Decken hüllen und beten, dass wenigstens warmes Wasser zum Duschen aus der Leitung fließt. Wundert Euch nicht, wenn dem nicht so ist und Ihr eiskalt duschen müsst!
Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist Dauerregen angesagt und eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Der See Genezareth (Kinneret) schwindet bedrohlich dahin, weil es seit Jahren im Winter nicht ausgiebig regnete. Der Wasserpegel müsste um mindestens zwei Meter ansteigen, um den See wieder richtig aufzufüllen. Ich hörte, dass israelische Wissenschaftler mittlerweile darüber nachdenken, eine Pipeline vom Mittelmeer bis in den Kinneret zu verlegen, um Meerwasser in den See zu pumpen. Das Problem ist, dass der Kinneret nur aus Süßwasser besteht und mit dem Salzwasser die gesamte Vegetation vernichtet bzw. verändert werden würde. Darüber wird offenbar ernsthaft nachgedacht. In der Negev wird seit Jahrzehnten mit Pflanzen experimentiert, die von kleinauf mit Salzwasser bewässert werden.
Meerwasser im Kinneret und die richtige Handhabung würden Israel zumindest unabhängig vom türkischen Wasser oder sonstigen ausländischen Lieferungen unabhängig machen.

Jerusalem heute Morgen

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Photo: Miriam Woelke

Der Friedhof der Bushaltestellen

B“H
Gesehen in Jerusalem, Jaffa Road. Dort, wo einst der provisorische Busbahnhof war als der neue sich im Bau befand.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

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Photo: Miriam Woelke

Im Hintergrund sehen wir Luxus – Neubauten
Einst befand sich an der Stelle das israelische Außenministerium. Damals waren die Büros in Trailern untergebracht. Das waren noch Zeiten. 🙂 Bis in die 90iger Jahre hinein und seither befindet sich das neue Hochglanz – Außenministerium auf dem Regierungshügel. Gegenüber vom Obersten Gerichtshof.
Die Trailer wurden abgerissen und derweil entsteht auf dem Gelände ein neuer Luxusbauten – Stadtteil.

Leserfragen & andere Artikel

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Zur Leserfrage bezüglich der Rente in Israel werde ich hoffentlich Morgen Stellung nehmen. Die Frage kommt sehr gelegen, denn aktuell berichtet das Israelische Fernsehen darüber. 
Ferner plane ich nach wie vor einen Artikel zu einem der berühmtesten und nicht enden wollenden Kriminalfall des Landes. Die Infos dazu sind lediglich in hebräischer Sprache einsehbar und aus diesem Grund werde ich viele Inhalte übersetzen. Das Kuriose ist, dass es auch zu diesem Fall aktuelle TV Berichte gibt. 
In der letzten Woche unterhielt ich mich mit einem Stadtrat, der mir berichtete, was die Stadtverwaltung in Bezug auf Arbeitsplätze plant. Auch hierzu folgt noch ein Bericht! 
Bis Mitte Oktober hänge ich noch in meinem ungeliebten Zweitjob. Die Personalabteilung weiß, dass ich beabsichtige, zu kündigen. Allerdings muss ich eine Frist einhalten und kann dementsprechend erst Ende September kündigen. 
Der Sommer hat unser Land immer noch voll im Griff. Täglich 31 Grad Celsius in Jerusalem. Der September wird relativ ruhig, doch im Oktober kommen eine Menge jüdischer Feiertage auf uns zu.

Blick über Jerusalem

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Ja, ich lebe auch noch! 🙂
In der letzten Woche bin ich nicht mehr zum Bloggen gekommen, denn ich war busy, ausstehendes Gehalt von meinem Zweitjob einzutreiben. Das Gehalt ist zwar pünktlich auf dem Konto, doch nie die volle Summe. Immer wieder fehlt etwas und nachdem ich mich jetzt offiziell beschwerte, entstand eine riesen Diskussion mit einem der Manager. Der Verantwortliche für die Gehaltsabrechnungen wurde gefeuert und so fiel es dem Management leicht, sich rauszureden. Alles wurde natürlich auf den Typen geschoben, der da nicht nur meine Gehaltsabrechnungen verunstaltet hatte.
Es fanden unendlich viele Telefonate statt und jetzt bekomme ich mein ausstehendes Geld. Fast alles, denn am Ende wird man doch immer noch um ein paar Hundert Schekel betrogen. Daraus ziehe ich die Konsequenzen und arbeite nur noch ein kleines Minimum im Zweitjob. Keine volle Stundenzahl mehr, was mir wesentlich mehr Zeit fürs Privatleben zurückgibt.
Einige Kollegen im Zweitjob sagen ständig, dass das halt Israel sei und man stets auf sein Gehalt aufpassen müsse. Dass man auch ja nicht über den Tisch gezogen wird. Allerdings habe ich das in diesem Ausmaß wie bei diesem Unternehmen noch nirgendwo erlebt.

Die Einfahrt nach Jerusalem

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Photo: Miriam Woelke

Guten Morgen, Jerusalem!

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Photo: Miriam Woelke