Leben in Jerusalem

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Leserfrage zur Grundsteuer in Israel

B“H
Zu dem Thema habe ich bereits hier ausführlich geschrieben:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2017/02/07/arnona-horaat-kewa-und-die-palaestinensische-gesellschaft/
Allgemein muss man sagen, dass die Grundsteuer (Arnona) von Kommune zu Kommune anders berechnet wird. Des Weiteren kommt es auf den jeweiligen Stadtteil an, denn auch jeder Stadtteil wird anders berechnet. Und dann kommt es auch noch auf die jeweilige Quadratmeterzahl der Wohnung an. Je größer die Wohnung, desto höher die Arnona.
Momentan schicken die Kommunen die Arnona – Rechnungen für 2019 raus. Die Rechnung wird jedesmal für das gesamte Jahr ausgestellt und beträgt daher mehrere Tausend Schekel.
Wer nicht alles auf einmal zahlen kann, muss monatliche Ratenzahlung vereinbaren, was per Banklastschrift geschieht. Dazu muss man zu seiner Bank und eine Erlaubnis beantragen. Einfach so von sich aus Lastschrifteinzug machen, geht in Israel nicht. Zuerst muss man immer zu seiner Bank und sich eine offizielle Bewilligung holen. Und danach mit dem Papierkram zur Stadtverwaltung. In Jerusalem reicht es, wenn man die Bankbewilligung (Hora’at Kewa) faxt!
Touristen, die in Israel leben, müssen bei der Stadtverwaltung zwecks Arnona – Zahlungen eine gültige Aufenthaltsgenehmigung vorlegen.

Wird Jerusalem zu Ultra – Orthodox / Orthodox?

Moshe Leon ist der neugewählte Bürgermeister von Jerusalem

B“H
Ich bin froh, dass Moshe Leon (Likud) gestern doch noch das Rennen machte. Nachts, nachdem die Jerusalemer Wahllokale geschlossen und die Stimmen ausgezählt waren, stand der Nachfolger vom scheidenden Nir Barkat fest. 
Es war eine Stichwahl zwischen zwei Kandidaten: Der linksextreme Ofer Berkovitch sowie Moshe Leon vom Likud. Beide hatten im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen keine Stimmenmehrheit erreicht. Und beide Kandidaten sind nicht die beste Wahl, doch Leon ist besser für Jerusalem.
Das Letzte, was Jerusalem braucht ist ein linksextremer Bürgermeister Berkovitch, der das Judentum aus Jerusalem schmeissen will. Zudem wird Berkovitch vom New Israel Fund des Israelhassers George Soros unterstützt. 
Seit drei Wochen werden unsere Smartphones von Berkovitch regelrecht zugespamt. Allein gestern erreichten mich 25 SMS. Zumeist mit konfusen Aussagen gegen religiöse Juden und gegen den Kontrahenten Moshe Leon.
Trotz einer gestrigen Wahlbeteiligung von nur 27 % schaffte Moshe Leon den Sprung ins Bürgermeisteramt. Auf Twitter verkündeten alle bekannten israelischen Journalisten (Beispiel: Amit Segal) ihr Bedauern darüber, dass Berkovitch scheiterte. Soviel zur linken Presse unseres Landes, die sich nicht im Geringsten von der deutschen Medienwelt unterscheidet.
Berkovitch wollte Jerusalem als Heilige Stadt zerstören und Juden, die ihm nicht passen, aus der Stadt werfen. Genau das braucht Jerusalem nicht!

Bürgermeisterwahlen Jerusalem, Vorsicht bei israelischen Arbeitsverträgen & Rav Kav Buskarte für Touristen

Vielleicht kennt noch jemand zusätzliche Details was die RAV KAV Buskarte angeht! 

 

 

30. Oktober 2018 – Ein landesweiter freier Tag in Israel

B“H
An diesem Dienstag finden in ganz Israel Kommunalwahlen statt, was den Einheimischen einen freien Arbeitstag beschert:
https://www.timeanddate.com/holidays/israel/municipal-election-day
Wahltage finden in Israel stets an Dienstagen statt und sie sind immer arbeitsfrei. Demnach werden alle am Dienstag den freien Tag geniessen. Schulfrei, arbeitsfrei, aber Busse fahren und Restaurants werden geöffnet sein.
Zu den Kommunalwahlen in Jerusalem will ich noch etwas schreiben. Selber teilnehmen tue ich diesmal nicht, denn ich bin nach der OP immer noch ans Haus gebunden. Jedenfalls diese Woche.
Das Wetter ist deutlich kühler geworden: Jerusalem, windig und sonnig bei 23 Grad Celsius. Des Nachts haben wir lediglich 16 Grad. Durch die Umstellung auf Winterzeit in der letzten Nacht, ist es in Jerusalem bereits um 17.30 Uhr dunkel.

 

Mir geht es täglich besser, obwohl ich immer noch viel liege und einfach schlafe. Generell aber geht es und ich kann eine Menge Schreibarbeiten erledigen. Das Nervige ist, dass ich jeden Morgen eine Spritze bekomme, welche mir Freunde abwechselnd verabreichen. Sonst bin ich fast schmerzfrei, brauche aber noch einige Zeit, um richtig fit zu sein. Trotzdem ist es daheim besser als im Krankenhaus, denn in Letzterem herrscht Stress: Untersuchung hier, Blutabnahme da, Röntgen, Ultrasound, Schmerzmittel, Blutdruck messen, Visite. Alles das eben. Da ist man froh, wieder zuhause zu sein. 🙂
Solltet Ihr momentan in Israel herumreisen: Dienstag bleiben Banken, Post sowie alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Die Busse, wie gesagt, fahren jedoch.

Sukkot 2018 in Jerusalem: „Das Rathaus und ein Blick auf die Altstadt“

B“H
Normalerweise steht auf dem Rathausplatz an jedem Sukkot (Laubhüttenfest) eine riesige Sukkah des jeweiligen Bürgermeisters, doch nicht in diesem Jahr. Zumindest sah ich nichts. 🙂 Vielleicht auch, weil nächsten Monat ein neuer Bürgermeister gewählt wird.
Immerhin seht Ihr das Jerusalemer Rathaus und wenige Meter weiter geht es hinunter in die Altstadt. 

 

Das Dilemma des Jerusalemer Stadtteiles Givat Mordechai

B“H
Eine Ewigkeit war ich nicht mehr in Givat Mordechai, einem Stadtteil zwischen der Malcha Shopping Mall und dem Sha’are’i Zedek Krankenhaus. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet und auch gab es dort einmal günstige Mietwohnungen. Ein paar davon habe ich mir in den 90iger Jahren angesehen, aber irgendwie bin ich nie in Givat Mordechai gelandet.
Seit ein paar Jahren wird im Stadtteil mächtig gezankt, denn die säkularen Bewohner fürchten, dass Givat Mordechai in wenigen Jahren komplett von Haredim (Ultra – orthodoxen Juden) bevölkert ist. Letztere nämlich bauten immer mehr Yeshivot (religiöse Lehrinstitute) und da der Stadtteil billige Wohnungen bot, zogen die Haredim gleich noch hin. Das Ergenis war, dass säkulare Einwohner sind in einer angehenden Minderheit sahen. Ob nun berechtigt oder nicht, die Gemüter liefen heiß.
Und jetzt auf einmal halten wieder alle zusamen und sind sich einig: Die geplante Schnellstraße, welche den Jerusalemer Vorort Mozza mit Givat Mordechai bzw. dem Menachem Begin Highway verbinden soll, wird gemeinsam (von Haredim und Säkularen) abgelehnt. Und beide Seiten, wer hätte das gedacht, demonstrieren zusammen gegen die Stadtverwaltung.
Wenn die neue Schnellstraße von der Autobahn Tel Aviv – Jerusalem kurz vor Jerusalem (bei Mozza) abgeht und an Givat Mordechai entlangführt, verwandele der geliebte Stadtteil, so die Bewohner, in ein zweites Tel Aviv – Süd. In einen heruntergekommenen Billig – Slum mitten in Jerusalem.
Wer Tel Aviv – Süd bzw. die Gegend um den dortigen Busbahnhof kennt, weiß was die Bewohner von Givat Mordechai meinen. Nur das es, im Gegensatz zu Tel Aviv – Süd in Givat Mordechai keine illegalen Afrikaner gibt, die dort en masse hausen. Teilweise mit eingeschlagenen Fensterscheiben, die mit Pappe ersetzt wurden, mit Abfallbergen vor dem Haus, weil die Afrikaner ihren Müll überall entsorgen.
Nein, illegale Afrikaner gibt es nicht, aber Givat Mordechai transformiert mit der geplanten Schnellstraße in einen Stadtteil mit erheblichem Lärmpegel und vielleicht auch noch Vernachlässigung und Dreck wie eben in Tel Aviv – Süd.
Neben der geplanten Schnellstraße, die bei Mozza von der Autobahn abgehen soll, führt der Hauptverkehr auch weiter zur Stadteinfahrt Jerusalem. Alles bleibt also wie gehabt, nur dass eine neue Abzweigung hinzukommen soll, um den Verkehr bei der Einfahrt nach Jerusalem zu entlasten.