Leben in Jerusalem

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Der haredische (Ultra – orthodoxe) Stadtteil GE’ULAH

B“H
Es ist unglaublich, wie viele Klicks dieser Blog erhält, wenn die Leute Infos bezüglich der haredischen (Ultra – orthodoxen) Gesellschaft suchen. Auf meinem Hamantaschen – Blog veröffentlichte ich einen Artikel samt Video eines israelischen TV – Berichtes:
https://hamantaschen.wordpress.com/2018/01/14/der-jerusalemer-stadtteil-geulah/
Ich konnte es selber kaum glauben, als ich es las, doch es gab in der jüngeren Vergangenheit Anfragen von Nichtjuden, sie doch mit zu den Haredim zu nehmen. Und das gegen Geld! Das fand ich, ehrlich gesagt, ziemlich obskur und, wie ich auf Hamantaschen schreibe, nehme ich niemanden mit.
Zweimal nahm ich vor mehreren Jahren Leute mit. Das eine Mal handelte es sich um eine Frau, die in Süddeutschland eine Erinnerungsstätte oder sowas in der Art leitet. Sie nahm ich mit zum Tisch des Belzer Rebben. Bei anderer Gelegenheit handelte es sich um zwei Drehbuchschreiber für einen Film, der wohl gerade gedreht wird. Seitdem mache ich nichts mehr in der Art.
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Zahlreiche israelische Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) lernen ihre Produkte bei Amazon anzubieten

B“H
Amazon ist noch nicht in Israel, doch Tausende Israelis rennen zu Amazon. Dabei plant der Online – Riese eine gigantische Niederlassung in Israel, denn der Markt ist vorhanden.
Bislang halten israelische Hersteller, Importfirmen sowie Supermarktketten die Preisfäden in der Hand. Es existiert ein Monopol und wir Verbraucher zahlen einen viel zu hohen Preis. Vom einfachen Klopapier bis hin zum Käse – Israel ist ein sauteures Land mit relativ niedrigen Einkommen. Kein Wunder also, dass Juden und Palästinenser gleichermaßen immer auf der Suche nach DEALIM (billigen Deals) sind.
Amazon, Wallmart und wie sie alle heißen, wären positiv für Israel, denn da kämen die einheimischen Hersteller endlich runter von ihrem hohen Ross. Mehr Konkurrenz belebt das Geschäft.
Tausende Israelis kaufen jetzt schon Online und die Nachfrage nimmt stetig zu. Andererseits bieten zahlreiche Israelis ihre eigenen Produkte via Amazon FBA an. Bis hin zur deutschen DaWanda – Plattform.
Supermarktketten wie Shufersal bieten schon lange Online Shopping an. Seit Jahrzehnten bieten die meisten Supermärkte bereits Lieferungen bis vor die Haustür an. Jetzt kommen auch noch die Online Bestellungen hinzu, denn man will konkurrenzfähig bleiben. Gleichzeitg aber verzeichnen Geschäftsinhaber aller Sparten einen Umsatzrückgang, denn im Ausland Online einzukaufen ist wesentlich günstiger. Was bleibt sind ältere Leute, die in die Geschäfte kommen, denn Online kennen die sich kaum aus.
Eigentlich sollte man glauben, dass in Israel reagiert wird und die Preise runtergehen. Das Gegenteil aber ist der Fall und die Preise sollen, wegen fehlender Kundschaft, sogar angehoben werden.
Selbst die haredische (Ultra – Orthodoxe) Gesellschaft hat den massigen Amazon FBA Markt ausgemacht und will nun mitmischen. Haredim sind keineswegs ungebildet und Online schon gar nicht. Es gibt zahlreiche haredische Startups und App – Entwickler und der Markt wächst stetig an.
Auch in Jerusalem laufen diverse Kurse zum Amazon FBA Markt. Wie genau das funktioniert und was man braucht: Nämlich vvvviiiieeelll Geduld!
Yaakov, der Kursleiter, erzählt, dass er mit 19 Jahren heiratete und dann erst weiter Thora – und Talmud lernte. Kurz danach gründete er sein Amazon FBA Business, denn er wollte Geld verdinen.
Was er genau verkauft, kommt in dem nachfolgenden Video nicht so raus, doch wer ein gutes Produkt hat und nicht nur billige Massenware aus China, der kann auf Amazon erfolgreich sein. Nur darf er sich nicht allein auf den Online – Riesen verlassen.

 

 

Zu den haredischen (Ultra – Orthodoxen) Demonstrationen in Jerusalem

 

B“H
In Israel wird ständig gegen irgendetwas demonstriert oder gestreikt. Heute, zum Beispiel, streiken diverse Bildungseinrichtungen. Nebenbei demonstrieren die Behinderten, welche da seit ein paar Wochen immer wieder den Straßenverkehr in Tel Aviv und Jerusalem lahmlegen. Mit Rollstühlen stellen sie sich vor PKWs und dann geht gar nichts mehr.
Letzte Woche demonstrierten wieder einmal die Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) in Jerusalem, Beit Shemesh, in Bnei Brak sowie in kleineren von Haredim bewohnten Städten.
Vorwiegend junge Haredim zeigten sich äußerst angriffslustig, denn sie demonstrierten gegen den Armeedienst. Dazu könnte ich jetzt wieder extrem viel Hintergrundfakten berichten, doch fasse ich mich kurz und nicht zu umständlich:
Zuerst einmal muss man erwähnen, dass kaum ein führender Rabbiner hinter den Demonstranten stand. Lediglich Rabbi Shmuel Auerbach aus Jerusalem. Und hierzu muss man wissen, dass seit dem Tode des bekannten Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv im Jahre 2012 mehrere litvische Rabbis um die Führungsrolle im litvischen Movement kämpfen. Rabbi Auerbach aus Jerusalem ist einer davon. Der Konkurrenzkampf mit Bnei Brak (bei Tel Aviv) und dessen führende Rabbis Steinmann und Kanievsky ist hart.
Jeder Rabbi will der beste und strengste sein und so gibt es ständig Reibereien. Dazu die Differenzen innerhalb vieler chassidischer Gruppen und in Mea Shearim geht es seit Jahren darum zu zeigen, dass einer frommer ist als der andere. Allein aus diesen Gründen sollte man diverse Demos nicht so furchtbar ernst nehmen. Insbesondere dann nicht, wenn nur ein Rabbi hinter ihnen steht und sich die haredischen Knessetparteien wie SHASS oder YAHADUT HATORAH einen feuchten Kehrricht um die Demonstranten scheren. „Na und! Ein Rabbi mit Gefolgschaft will man wieder zeigen, dass er auch wichtig ist.“  
Deutsche Medien könnten das alles wieder aufbauschen a la „Scheiss fromme Juden“, „Scheiss Fundamentalisten“ und „Ultra – Orthodoxe Juden sind eh alle zurückgeblieben“.
Das wäre die dumme einfach Fassung der Situation, welche die deutsche Meinungsmache gerne auffährt, ohne jegliche Ahnung zu haben. Genau dasselbe erfahren israelische Siedler in den deutschen Medien. „Alles Idioten und scheiss jüdische Fundamentalisten“.
Bei den haredischen Demonstrationen muss immer dazu gesagt werden, dass nicht ALLE Haredim demonstrierten, sondern lediglich diverse kleine Gruppierungen mit einer bestimmten Agenda. Die haredische Mehrheit schloß sich nicht an.
In Jerusalem gab es in der letzten Woche an der Kreuzung neben dem Busbahnhof Randale. Demonstranten hielten Straßenbahn, Busse und den gesamten Verkehr auf. Und das fast immer zur Feierabendzeit, wenn die Leute nach Hause wollten. Klar, waren die Leute sauer und ich sah viele einfach heimlaufen. Busse gab es teilweise keine und wenn, wurden lange Umwege gefahren.
Die Demos waren geprägt von polizeilicher sowie haredischer Gewalt. Jeder gegen jeden und was die Polizei leider immer wieder tut: Es werden Drusen oder russische Nichtjuden gegen religiöse Juden losgeschickt. Ob das in der vergangenen Woche wieder der Fall war, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, denn ich war nicht dabei. Generell aber sind Drusen und Russen immer dabei, wenn es gegen Juden geht. Auch bei Siedlungsräumungen.
Die Demonstranten selbst taten sich auch keinen Gefallen, denn die breite israelische Öffentlichkeit hat sowas von Schnauze voll vom Thema „Nicht zur Armee zu wollen“. Jeder Israeli solle zur Armee gehen oder halt verweigern und dafür im Knast landen. Oder einen freiwilligen Sozialdienst machen, wie nationalreligiöse Girls beim „Scherut Le’umi“. Es kann nicht angehen, dass junge Soldaten fallen und viele (nicht alle) Haredim nur auf ihrem Hinter sitzen und nichts tun.
Innerhalb der letzten Jahre nahm die Anzahl haredischer Soldaten zu. Wenn führende Rabbis ihr Einverständnis geben würden, dann würde die Zahl haredischer Sodaten drastisch ansteigen. Bislang aber weigern sich die meisten Rabbis. Inklusive dem sephardischen SHASS Movement.
Die Armee machte zwei riesige Fehler:
Erstens liess sie es zu, dass das die ursprünglich für Haredim gegründete Einheit NACHAL HAHAREDIM von nationalreligiösen Juden besetzt wurde. Lediglich die allererste Einheit der Nachal war rein haredisch. Heute findet man dort kaum noch Haredim, sondern halt Nationalreligiöse.
Was die Armee tun muss, ist den Haredim eine angemessene Möglichkeit zu bieten. Das will man auch tun, aber irgendwie scheint nichts so richtig in die Gänge zu kommen. Die Nachal sollte wieder haredisch werden und die Nationalreligiösen sollten in ihren eigenen Hesder – Programmen dienen und lernen. Da geht es ja auch, denn die Lobby ist etwas größer.
Was nun passiert? Vorerst nichts. Es war Rosh Chodesh (ein neuer jüdischer Monat hat begonnen) und die haredischen Institute nahmen den Lehrplan wieder auf. Alle sind wieder busy bis zur nächsten Demo. Nur die Behinderten demonstrieren immer noch, denn die haben gar keine Lobby.

 

Photos:
http://www.kikar.co.il/252989.html
http://www.kikar.co.il/252979.html

Leserfrage: „Was arbeiten Orthodoxe Juden in Amerika?“

B“H
Nach wie vor zählen meine Artikel zum Orthodoxen Judentum und wie sich Orthodoxe Juden finanzieren, zu den am meisten gelesenen auf diesem Blog. Dabei berichtete und berichte ich zu dem Thema viel ausführlicher auf meinem religiösen Hamantaschen – Blog. 🙂
Und was ich dabei immer wieder wiederhole, sind die Definitionen zu allem, was man „Jüdisch – Orthodox“ oder „Ultra – Orthodox (Haredi)“ nennt. Ein Orthodoxer Jude, zum Beispiel, ist gar nicht immer als solcher von außen zu erkennen. Er kann mit Jeans und T – Shirt rumlaufen, hat eine Kipa auf dem Kopf und trägt Sandalen oder Sneakers. Gleichzeitig aber betet er regelmäßig, ißt koscher und hält den Schabbat ein.
Nicht nur in Deutschland stellt man sich Orthodoxe Juden eher als Hinterwäldler vor, die da lange schwarze Kaftane und komische Hüte tragen, sich vom Staat aushalten lassen und sonst auch noch ungebildet und arbeitsscheu sind. Dass es zahlreiche Unterschiede innerhalb der Orthodoxie gibt und dass ein Orthodoxer genauso gut eine Jeans anhat, wird gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Dann nämlich müsste man sich mit dem Thema auseinandersetzen und ddies wiederum ist den Leuten, insbesondere den Journalisten, zu kompliziert. Da werden dann lieber alle Orthodoxen Juden über einen Kamm geschert. Der deutsche Nachrichtenkonsument kennt ja eh die Unterschiede nicht und dann braucht sich auch kein Journalist die Mühe zu machen.
Nicht nur bei Orthodoxen Juden gibt es gravierende Unterschiede. Auch im Ultra – Orthodoxen Judentum ist nicht alles ein und dasselbe. Ganz zu schweigen davon, dass sich allein aschkenazische und sephardische Juden wesentlich unterscheiden. Nicht nur vom Äußeren her, sondern auch in ihren Bräuchen und diversen rabbinischen Auslegungen (wie, u.a., das rituelle Schächten eines koscheren Tieres).
In der Regel arbeiten Orthodoxe Juden und gehen auch zur Armee. In der Ultra – Orthodoxen Gesellschaft Israels wird mehr gearbeitet als Außenstehende das annehmen. Die Armee wird aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. Nicht nur immer aufgrund antizionistischer Ideologien, sondern aus dem Grund, dass es keine reinen Ultra – Orthodoxen Armeeeinheiten gibt. Jedenfalls noch nicht. Klar existiert eine sogenannte NACHAL HA’CHAREDI, doch diese Einheit war nur zu Beginn ihrer Gründung „haredisch – Ultra – Orthodox“. Kurz darauf wurde die Einheit mit nationalreligiösen Juden besetzt und schon war der einstige haredische Charakter dahin.
Aber die Leserfrage lautet ja, was Orthodoxen Juden in Amerika arbeiten. Die Antwort darauf lautet: Alles Mögliche. Vom Fabrikarbeiter bis hin zum Anwalt, Arzt oder Psychologen ist alles vertreten. Und die Ultra – Orthodoxie Amerikas arbeitet mehr als ihr Gegenpart in Israel und ist teilweise auch besser qualifiziert.
Aber auch hier in Israel finden wir Orthodoxe und Ultra – Orthodoxe Anwälte, Ärzte, Manager, Broker oder Unternehmer. Die größte israelische Optikerkette Halperin ist fest in Orthodoxer Hand. Und die Startup Branche boomt selbst innerhalb der Orthodoxie.
Es ist extrem wichtig, Orthodoxie und Ultra – Orthodoxie zu unterscheiden, denn, wie gesagt, nicht jeder Orthodoxer Jude ist auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Ultra – Orthodoxe Juden hingegen schon.

Fragen zu Orthodoxen & Ultra – Orthodoxen Juden

B“H
Was auf diesem Blog am meisten geklickt wird?
1. Der Artikel zum Zähneabschleifen, wenn der Zahnarzt eine Brücke setzen will. Das Abschleifen selbst tut nicht weh, denn man steht ja unter Narkose. Ein angenehmes Gefühl ist es aber dennoch nicht. Außerdem kommt oft ein total ekelhafter Geschmack im Mund auf. Wie verbrannte Haare oder so.
2. Das zweite Thema, was sehr viel angeklickt wird, sind Artikel zum orthodoxen bzw. Ultra – orthodoxen Judentum. Ob Ultra – orthodoxe Juden arbeiten oder nicht, wie sie so leben etc.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Auf meinen relig. Blogs berichtete ich in der Vergangenheit extrem viel zu dem Thema.
http://chassidicstories.blogspot.co.il/
http://hamantaschen.blogspot.co.il/
Und auf
https://hamantaschen.wordpress.com/
berichte ich auch weiterhin über alles, was mit dem Orthodoxen Judentum zusammenhängt. Wobei Nichtjuden mehrheitlich den Unterschied zwischen ORTHODOX und ULTRA – ORTHODOX gar nicht kennen. Selbst Journalisten scheren alles über einen Kamm und berichten in deutschen Zeitungen und Magazinen ziemlich konfus. Unter anderem werden nationalreligiöse Siedler als Ultra – orthodox betitelt, was ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Vielleicht hat jemand aus der Leserschaft Anregungen oder spezielle Fragen, die ich beantworten kann!

Wer oder was sind „Orthodoxe Juden“

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Photo: Miriam Woelke

B“H
Immer wieder lese ich in verschiedenen deutschen Medien den Begriff ORTHODOXE JUDEN, wobei sich die Artikelinhalte letztendlich auf Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) beziehen. Kurz gesagt, es herrscht ein absolutes Wirrwarr in Bezug auf die jüdische Orthodoxie.
Als ich jemandem aus Deutschland mitteilte, dass ich mich auch als ORTHODOX betrachte, jedoch gar nicht so aussehe, war alles aus. Offenbar stellen sich die Leute orthodoxe Juden nur mit langen Kaftanen bzw. langen unmodischen Röcken vor. Alles verhüllt und bloß nichts Weltliches zulassen.
In meinem ebook definiere ich die bekanntesten Ultra – Orthodoxen Richtungen in Israel, aber was genau bedeutet eigentlich ORTHODOX? Ein Leben streng nach der Thora ausgerichtet? Thoragesetze und ein Dasein ohne jede Lebensfreude?
Bei solchen Vorstellungen kann ein stinknormaler orthodoxer Jude nur lachen, denn man kann sich sehr wohl als Orthodox betiteln, ohne das dies von außen ersichtlich sein muss. Ja, auch orthodoxe Juden tragen Jeans und T – Shirt. Nur halt nichts Superknappes, sondern Ärmel bis zum Ellbogen. Fast hätte ich noch Armlänge gesagt, aber dieser Begriff steht mittlerweile für eine andere Bedeutung. 🙂
Nicht nur in Israel existieren ganz unterschiedliche Formen des orthodoxen Judentums und den Begriff Ultra – Orthodox gibt es eh nur in der deutschen sowohl als auch in der englischen Sprache. Im Hebräischen existiert der Begriff gar nicht.
Was also ist ein orthodoxer Jude? Jemand, der nach der Thora lebt?
Ja, aber auch hier sollte nicht alles stereotyp aufgefasst werden. Orthodoxe Juden sind ganz normale Leute, die nebenbei koscher Essen, den Schabbat halten, und und und. Absolut nichts Außergewöhnliches und niemand läuft mit einem Schild um den Hals herum, ob und wie orthodox er ist.
In den deutschen Medien aber wird immer ein Riesenterz um das orthodoxe Judentum gemacht: Mittelalterlich, fundamentalistisch und weltfremd. Kurz gesagt, alle Orthodoxen sind zurückgeblieben.
Einerseits nervt mich diese Darstellungsweise, andererseits bin ich Realist und weiß, dass man schreiben kann, was man will. Ändern wird sich an der Meinung eh nichts, denn internationale Medien sowohl als auch desinteressierte israelische Journalisten besitzen keine Verbindung zur Orthodoxie, sondern schreiben voneinander ab. Copy & Paste und auf diese Weise gelangt alles in die internationalen Medien. Kaum ein Journalist zeigt ein ernsthaftes Interesse daran, sich einmal gründlich mit einem Themengebiet auseinanderzusetzen. Stattdessen wird schnell mal gegoogelt und ein nichtssagender Artikel zusammengeschustert. In Deutschland kennt sich ja eh keiner aus.

STISSEL-Eine populäre TV Serie in Israel, die zeigt, dass Ultra-orthodoxe Juden auch nur Menschen sind

B“H
Auf meinem religiösen Hamantaschen-Blog berichte ich von der in Israel populären TV Serien STISSEL
https://hamantaschen.wordpress.com/2016/01/13/stissel-eine-populare-tv-serie-aus-israel-zeigt-das-leben-der-haredim
Bei STISSEL handelt es sich um eine haredische (Ultra-orthodoxe) Familie aus Jerusalem und es wird gezeigt, wie die Familienmitglieder ihren Alltag meistern.
Immer wieder fragen mich Blogleser, wie denn Haredim (Ultra-orthodoxe Juden) „so leben“. Allgemein kann das nicht auf Anhieb beantwortet werden, denn es kommt darauf an, was genau man denn unter ORTHODOX und ULTRA-ORTHODOX versteht. Existieren tun eine Menge Ausrichtungen und deswegen darf man keineswegs verallgemeinern. Des Weiteren bestehen immense Unterschiede innerhalb der jeweiligen Ausrichtungen und ein orthodoxer Jude muss nicht zwangsläufig nur superfromm gekleidet sein oder, wie viele Vorurteile besagen, weltfremd herumlaufen.
Auf Amazon veröffentlichte ich ein Buch zum Thema:
http://www.amazon.de/Jerusalem-Backyard-Ultra-orthodoxen-Leben-ebook/dp/B0147NLZIQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1452691230&sr=8-1&keywords=miriam+woelke
Allein damit ist jedoch noch lange nicht der Alltag bzw. das Leben orthodoxer Juden abgehandelt. 🙂