Leben in Jerusalem

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Ultra – orthodoxe Juden (Haredim) sind nicht so arm wie man denkt

B“H
Ich kann den Inhalt dieses aktuellen Artikels nur bestätigen
https://en.globes.co.il/en/article-haredim-arent-as-poor-as-you-think-1001265187
und obwohl ich orthodox, aber nicht Ultra – orthodox bin, habe auch ich ein bescheidenes Konsumverhalten.
Immer wieder wird auf diesem Blog nachgefragt, was denn Essengehen und all das in Israel kostet.
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Copyright: Miriam Woelke

Die Antwort lautet SEHR VIEL im Vergleich zu Deutschland. Genauestens aber kenne ich die Preise nicht, denn ich gehe nicht essen. Ab und zu einmal zur Kaffeehauskette AROMA, denn dort gibt es den besten Kaffee. Und das zu einem relativ günstigen Preis. Ansonsten gehe ich nirgendwohin und esse Selbstgekochtes daheim.
Ich brauche keine Restaurants, denn ich koche lieber mein eigenes Essen. Mit Zutaten, die ich kenne und frischem Gemüse, Fisch oder Fleisch. Da weiß ich, was drin ist und komme billiger bei weg. Für den Preis, den ich in einem Restaurant zahlen würde, kann ich beim Discounter für eine Woche Lebensmittel einkaufen.
Und ich brauche auch keine supertollen Möbel und sonstigen Schnickschnack. Ich lebe bescheiden und bin glücklich damit, denn besonders seit meiner Krebsdiagnose weiß ich, dass es Wichtigeres im Leben gibt.
Die Haredim, die ich kenne, leben ebenfalls bescheiden und sind mit ihrem Leben zufrieden. Andererseits gibt es genauso eine Menge reicher Haredim, denn sie besitzen ihre eigenen Firmen oder sie investieren.
Leider muss ich sagen, haben sehr viele Israelis verlernt, bescheiden zu leben. Stattdessen wird konsumiert wie verrückt und der Dispo wird bis zum Ende ausgereizt. Aber Hauptsache Konsum und mithalten wollen.

 

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Wird Jerusalem zu Ultra – Orthodox / Orthodox?

Blogger fragt Leser: „Warum interessiert es Leute im Ausland, wie orthodoxe bzw. Ultra – orthodoxe Juden ihren Lebensunterhalt verdienen?“

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Photo & Copyright: Miriam Woelke

B“H
Eine Frage, die auf diesem Blog immer wieder auftaucht ist
„Wie orthodoxe bzw. Ultra – orthodoxe Juden in Israel ihren Lebensunterhalt verdienen. Was sie arbeiten, wie sie leben und überhaupt.“
Obwohl ich diese Fragen schon mehrere Hundert Male auf meinen Blogs von oben bis unten durchdiskutiert habe, frage ich mich dennoch, warum gerade Ausländer und / oder Nichtjuden diese Fragen stellen? Warum interessiert es Leute, die mit dem Judentum nichts zu tun haben, wie orthodoxe Juden in Israel ihr Leben finanzieren?
Mir ist klar, dass einige Journalisten von Zeit zu Zeit diverse Artikel gegen orthodoxen Juden verfassen. Vom Judentum haben sie keine Ahnung und so surft man halt wahllos im Netz herum und klaubt sich ein paar Inhalte zusammen, die dann je nach eigener Agenda verdreht und veröffentlicht werden. Mit der Realität hat dies am Ende wenig zu tun, aber welcher Leser in Europa merkt das schon?
Leider ist es so, dass viele viele ausländische Nichtjuden und vielleicht sogar auch Juden, nicht den Unterschied zwischen ORTHODOX und ULTRA – ORTHODOX kennen. Irgendwie wird das alles durcheinandergewürfelt. Zudem gibt es in Israel extrem viele sephardische Juden aus Marokko, Tunesien, Kurdistan, dem Iran, Irak, etc. Diese Tatsache wird vor allem von Deutschen (egal ob Jude oder nicht) teilweise komplett ignoriert. Israel besteht grundsätzlich nicht nur aus aschkenazisch – europäisch oder amerikanischen Juden, sondern die Sepharden haben einen sehr hohen Bevölkerungsanteil. Allein in Jerusalem komme ich mir manchmal in einer aschkenazischen Minderheit vor. 🙂
Orthodoxe Juden arbeiten, doch die Frage, wer da genau ORTHODOX ist, unterliegt mehreren Definitionen. Das orthodoxe Judentum kennt vielerlei Facetten und kann nicht eben mal so über einen Kamm geschoren werden.
Das Ultra – Orthodoxe Judentum unterliegt ebenso vielerei Ausrichtungen und viele dieser Leute arbeiten ebenso, obwohl das häufig weniger bekannt ist. Und selbst wenn jemand nicht arbeiten sollte, nimmt er nicht unbedingt staatliche Hilfe in Anspruch, sondern wird von seiner eigenen chassidischen Gruppe bezahlt und diese wiederum vom reichen Hauptquartier in den USA. Siehe, u.a., die chassidische Gruppe Satmar.
In Israel und besonders in Jerusalem, finden sich orthodoxe sowie ultra – orthodoxe Anwälte, Polizisten, Ärzte, Steuerberater und sogar Firmeninhaber. Im Hightech – Bereich genauso wie im Handwerk.
Es kommt immer darauf an, wen man trifft und eine Verallgemeinerung ist definitiv falsch.  

Der haredische (Ultra – orthodoxe) Stadtteil GE’ULAH

B“H
Es ist unglaublich, wie viele Klicks dieser Blog erhält, wenn die Leute Infos bezüglich der haredischen (Ultra – orthodoxen) Gesellschaft suchen. Auf meinem Hamantaschen – Blog veröffentlichte ich einen Artikel samt Video eines israelischen TV – Berichtes:
https://hamantaschen.wordpress.com/2018/01/14/der-jerusalemer-stadtteil-geulah/
Ich konnte es selber kaum glauben, als ich es las, doch es gab in der jüngeren Vergangenheit Anfragen von Nichtjuden, sie doch mit zu den Haredim zu nehmen. Und das gegen Geld! Das fand ich, ehrlich gesagt, ziemlich obskur und, wie ich auf Hamantaschen schreibe, nehme ich niemanden mit.
Zweimal nahm ich vor mehreren Jahren Leute mit. Das eine Mal handelte es sich um eine Frau, die in Süddeutschland eine Erinnerungsstätte oder sowas in der Art leitet. Sie nahm ich mit zum Tisch des Belzer Rebben. Bei anderer Gelegenheit handelte es sich um zwei Drehbuchschreiber für einen Film, der wohl gerade gedreht wird. Seitdem mache ich nichts mehr in der Art.

Zahlreiche israelische Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) lernen ihre Produkte bei Amazon anzubieten

B“H
Amazon ist noch nicht in Israel, doch Tausende Israelis rennen zu Amazon. Dabei plant der Online – Riese eine gigantische Niederlassung in Israel, denn der Markt ist vorhanden.
Bislang halten israelische Hersteller, Importfirmen sowie Supermarktketten die Preisfäden in der Hand. Es existiert ein Monopol und wir Verbraucher zahlen einen viel zu hohen Preis. Vom einfachen Klopapier bis hin zum Käse – Israel ist ein sauteures Land mit relativ niedrigen Einkommen. Kein Wunder also, dass Juden und Palästinenser gleichermaßen immer auf der Suche nach DEALIM (billigen Deals) sind.
Amazon, Wallmart und wie sie alle heißen, wären positiv für Israel, denn da kämen die einheimischen Hersteller endlich runter von ihrem hohen Ross. Mehr Konkurrenz belebt das Geschäft.
Tausende Israelis kaufen jetzt schon Online und die Nachfrage nimmt stetig zu. Andererseits bieten zahlreiche Israelis ihre eigenen Produkte via Amazon FBA an. Bis hin zur deutschen DaWanda – Plattform.
Supermarktketten wie Shufersal bieten schon lange Online Shopping an. Seit Jahrzehnten bieten die meisten Supermärkte bereits Lieferungen bis vor die Haustür an. Jetzt kommen auch noch die Online Bestellungen hinzu, denn man will konkurrenzfähig bleiben. Gleichzeitg aber verzeichnen Geschäftsinhaber aller Sparten einen Umsatzrückgang, denn im Ausland Online einzukaufen ist wesentlich günstiger. Was bleibt sind ältere Leute, die in die Geschäfte kommen, denn Online kennen die sich kaum aus.
Eigentlich sollte man glauben, dass in Israel reagiert wird und die Preise runtergehen. Das Gegenteil aber ist der Fall und die Preise sollen, wegen fehlender Kundschaft, sogar angehoben werden.
Selbst die haredische (Ultra – Orthodoxe) Gesellschaft hat den massigen Amazon FBA Markt ausgemacht und will nun mitmischen. Haredim sind keineswegs ungebildet und Online schon gar nicht. Es gibt zahlreiche haredische Startups und App – Entwickler und der Markt wächst stetig an.
Auch in Jerusalem laufen diverse Kurse zum Amazon FBA Markt. Wie genau das funktioniert und was man braucht: Nämlich vvvviiiieeelll Geduld!
Yaakov, der Kursleiter, erzählt, dass er mit 19 Jahren heiratete und dann erst weiter Thora – und Talmud lernte. Kurz danach gründete er sein Amazon FBA Business, denn er wollte Geld verdinen.
Was er genau verkauft, kommt in dem nachfolgenden Video nicht so raus, doch wer ein gutes Produkt hat und nicht nur billige Massenware aus China, der kann auf Amazon erfolgreich sein. Nur darf er sich nicht allein auf den Online – Riesen verlassen.

 

 

Zu den haredischen (Ultra – Orthodoxen) Demonstrationen in Jerusalem

 

B“H
In Israel wird ständig gegen irgendetwas demonstriert oder gestreikt. Heute, zum Beispiel, streiken diverse Bildungseinrichtungen. Nebenbei demonstrieren die Behinderten, welche da seit ein paar Wochen immer wieder den Straßenverkehr in Tel Aviv und Jerusalem lahmlegen. Mit Rollstühlen stellen sie sich vor PKWs und dann geht gar nichts mehr.
Letzte Woche demonstrierten wieder einmal die Haredim (Ultra – Orthodoxe Juden) in Jerusalem, Beit Shemesh, in Bnei Brak sowie in kleineren von Haredim bewohnten Städten.
Vorwiegend junge Haredim zeigten sich äußerst angriffslustig, denn sie demonstrierten gegen den Armeedienst. Dazu könnte ich jetzt wieder extrem viel Hintergrundfakten berichten, doch fasse ich mich kurz und nicht zu umständlich:
Zuerst einmal muss man erwähnen, dass kaum ein führender Rabbiner hinter den Demonstranten stand. Lediglich Rabbi Shmuel Auerbach aus Jerusalem. Und hierzu muss man wissen, dass seit dem Tode des bekannten Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv im Jahre 2012 mehrere litvische Rabbis um die Führungsrolle im litvischen Movement kämpfen. Rabbi Auerbach aus Jerusalem ist einer davon. Der Konkurrenzkampf mit Bnei Brak (bei Tel Aviv) und dessen führende Rabbis Steinmann und Kanievsky ist hart.
Jeder Rabbi will der beste und strengste sein und so gibt es ständig Reibereien. Dazu die Differenzen innerhalb vieler chassidischer Gruppen und in Mea Shearim geht es seit Jahren darum zu zeigen, dass einer frommer ist als der andere. Allein aus diesen Gründen sollte man diverse Demos nicht so furchtbar ernst nehmen. Insbesondere dann nicht, wenn nur ein Rabbi hinter ihnen steht und sich die haredischen Knessetparteien wie SHASS oder YAHADUT HATORAH einen feuchten Kehrricht um die Demonstranten scheren. „Na und! Ein Rabbi mit Gefolgschaft will man wieder zeigen, dass er auch wichtig ist.“  
Deutsche Medien könnten das alles wieder aufbauschen a la „Scheiss fromme Juden“, „Scheiss Fundamentalisten“ und „Ultra – Orthodoxe Juden sind eh alle zurückgeblieben“.
Das wäre die dumme einfach Fassung der Situation, welche die deutsche Meinungsmache gerne auffährt, ohne jegliche Ahnung zu haben. Genau dasselbe erfahren israelische Siedler in den deutschen Medien. „Alles Idioten und scheiss jüdische Fundamentalisten“.
Bei den haredischen Demonstrationen muss immer dazu gesagt werden, dass nicht ALLE Haredim demonstrierten, sondern lediglich diverse kleine Gruppierungen mit einer bestimmten Agenda. Die haredische Mehrheit schloß sich nicht an.
In Jerusalem gab es in der letzten Woche an der Kreuzung neben dem Busbahnhof Randale. Demonstranten hielten Straßenbahn, Busse und den gesamten Verkehr auf. Und das fast immer zur Feierabendzeit, wenn die Leute nach Hause wollten. Klar, waren die Leute sauer und ich sah viele einfach heimlaufen. Busse gab es teilweise keine und wenn, wurden lange Umwege gefahren.
Die Demos waren geprägt von polizeilicher sowie haredischer Gewalt. Jeder gegen jeden und was die Polizei leider immer wieder tut: Es werden Drusen oder russische Nichtjuden gegen religiöse Juden losgeschickt. Ob das in der vergangenen Woche wieder der Fall war, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, denn ich war nicht dabei. Generell aber sind Drusen und Russen immer dabei, wenn es gegen Juden geht. Auch bei Siedlungsräumungen.
Die Demonstranten selbst taten sich auch keinen Gefallen, denn die breite israelische Öffentlichkeit hat sowas von Schnauze voll vom Thema „Nicht zur Armee zu wollen“. Jeder Israeli solle zur Armee gehen oder halt verweigern und dafür im Knast landen. Oder einen freiwilligen Sozialdienst machen, wie nationalreligiöse Girls beim „Scherut Le’umi“. Es kann nicht angehen, dass junge Soldaten fallen und viele (nicht alle) Haredim nur auf ihrem Hinter sitzen und nichts tun.
Innerhalb der letzten Jahre nahm die Anzahl haredischer Soldaten zu. Wenn führende Rabbis ihr Einverständnis geben würden, dann würde die Zahl haredischer Sodaten drastisch ansteigen. Bislang aber weigern sich die meisten Rabbis. Inklusive dem sephardischen SHASS Movement.
Die Armee machte zwei riesige Fehler:
Erstens liess sie es zu, dass das die ursprünglich für Haredim gegründete Einheit NACHAL HAHAREDIM von nationalreligiösen Juden besetzt wurde. Lediglich die allererste Einheit der Nachal war rein haredisch. Heute findet man dort kaum noch Haredim, sondern halt Nationalreligiöse.
Was die Armee tun muss, ist den Haredim eine angemessene Möglichkeit zu bieten. Das will man auch tun, aber irgendwie scheint nichts so richtig in die Gänge zu kommen. Die Nachal sollte wieder haredisch werden und die Nationalreligiösen sollten in ihren eigenen Hesder – Programmen dienen und lernen. Da geht es ja auch, denn die Lobby ist etwas größer.
Was nun passiert? Vorerst nichts. Es war Rosh Chodesh (ein neuer jüdischer Monat hat begonnen) und die haredischen Institute nahmen den Lehrplan wieder auf. Alle sind wieder busy bis zur nächsten Demo. Nur die Behinderten demonstrieren immer noch, denn die haben gar keine Lobby.

 

Photos:
http://www.kikar.co.il/252989.html
http://www.kikar.co.il/252979.html

Leserfrage: „Was arbeiten Orthodoxe Juden in Amerika?“

B“H
Nach wie vor zählen meine Artikel zum Orthodoxen Judentum und wie sich Orthodoxe Juden finanzieren, zu den am meisten gelesenen auf diesem Blog. Dabei berichtete und berichte ich zu dem Thema viel ausführlicher auf meinem religiösen Hamantaschen – Blog. 🙂
Und was ich dabei immer wieder wiederhole, sind die Definitionen zu allem, was man „Jüdisch – Orthodox“ oder „Ultra – Orthodox (Haredi)“ nennt. Ein Orthodoxer Jude, zum Beispiel, ist gar nicht immer als solcher von außen zu erkennen. Er kann mit Jeans und T – Shirt rumlaufen, hat eine Kipa auf dem Kopf und trägt Sandalen oder Sneakers. Gleichzeitig aber betet er regelmäßig, ißt koscher und hält den Schabbat ein.
Nicht nur in Deutschland stellt man sich Orthodoxe Juden eher als Hinterwäldler vor, die da lange schwarze Kaftane und komische Hüte tragen, sich vom Staat aushalten lassen und sonst auch noch ungebildet und arbeitsscheu sind. Dass es zahlreiche Unterschiede innerhalb der Orthodoxie gibt und dass ein Orthodoxer genauso gut eine Jeans anhat, wird gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Dann nämlich müsste man sich mit dem Thema auseinandersetzen und ddies wiederum ist den Leuten, insbesondere den Journalisten, zu kompliziert. Da werden dann lieber alle Orthodoxen Juden über einen Kamm geschert. Der deutsche Nachrichtenkonsument kennt ja eh die Unterschiede nicht und dann braucht sich auch kein Journalist die Mühe zu machen.
Nicht nur bei Orthodoxen Juden gibt es gravierende Unterschiede. Auch im Ultra – Orthodoxen Judentum ist nicht alles ein und dasselbe. Ganz zu schweigen davon, dass sich allein aschkenazische und sephardische Juden wesentlich unterscheiden. Nicht nur vom Äußeren her, sondern auch in ihren Bräuchen und diversen rabbinischen Auslegungen (wie, u.a., das rituelle Schächten eines koscheren Tieres).
In der Regel arbeiten Orthodoxe Juden und gehen auch zur Armee. In der Ultra – Orthodoxen Gesellschaft Israels wird mehr gearbeitet als Außenstehende das annehmen. Die Armee wird aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. Nicht nur immer aufgrund antizionistischer Ideologien, sondern aus dem Grund, dass es keine reinen Ultra – Orthodoxen Armeeeinheiten gibt. Jedenfalls noch nicht. Klar existiert eine sogenannte NACHAL HA’CHAREDI, doch diese Einheit war nur zu Beginn ihrer Gründung „haredisch – Ultra – Orthodox“. Kurz darauf wurde die Einheit mit nationalreligiösen Juden besetzt und schon war der einstige haredische Charakter dahin.
Aber die Leserfrage lautet ja, was Orthodoxen Juden in Amerika arbeiten. Die Antwort darauf lautet: Alles Mögliche. Vom Fabrikarbeiter bis hin zum Anwalt, Arzt oder Psychologen ist alles vertreten. Und die Ultra – Orthodoxie Amerikas arbeitet mehr als ihr Gegenpart in Israel und ist teilweise auch besser qualifiziert.
Aber auch hier in Israel finden wir Orthodoxe und Ultra – Orthodoxe Anwälte, Ärzte, Manager, Broker oder Unternehmer. Die größte israelische Optikerkette Halperin ist fest in Orthodoxer Hand. Und die Startup Branche boomt selbst innerhalb der Orthodoxie.
Es ist extrem wichtig, Orthodoxie und Ultra – Orthodoxie zu unterscheiden, denn, wie gesagt, nicht jeder Orthodoxer Jude ist auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Ultra – Orthodoxe Juden hingegen schon.