Leben in Jerusalem

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Podcasts zum orthodoxen und haredischen Judentum

B“H

Falls Euch das Thema interessiert:

Ich habe einen Podcast zum Thema „Nehmen chassidische Gruppen Konvertiten zum Judentum bzw. Neureligiöse Juden auf“ gemacht.

https://hamantaschen.wordpress.com/2020/11/17/nehmen-chassidische-gruppen-konvertiten-zum-judentum-auf/

In der nächsten Zeit plane ich mehrere Podcasts zum Judentum. Insbesondere zum Ba’ale’i Teshuva (Neuligiösen – Movement) und die daraus entstehenden Probleme. Auftretende Probleme in emotionaler Hinsicht für die Betroffenen selbst genau so wie für deren Umwelt (Familie & Freundeskreis, z. B.). Mehrheitlich werden diese Podcasts in englischer Sprache sein, denn ich habe einige Betroffene gefunden, die darüber reden wollen, jedoch des Deutschen nicht mächtig sind.

Coronavirus – Update Jerusalem 5. April 2020 / Pessach / Bnei Brak / Mea Shearim

Coronavirus – Update Jerusalem: „30. März 2020 / Haredische Gesellschaft“

Ultra – orthodoxe Organisation DARCHE’I MIRIAM hilft Krebspatienten in Israel

B“H
Seit längerer Zeit schon will ich von der israelischen Hilfsorganisation DARCHE’I MIRIAM (die Wege der Miriam) berichten. Bei meiner letzten Chemotherapie habe ich drei Photos gemacht, denn ich will einmal zeigen, wie, u.a., die Hilfe aussieht. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

In der Onkologie des Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center sieht man jeden Tag gegen 11.00 Uhr zwei Chassidim oder zwei chassidische Frauen mit einem kleinen Wägelchen herumgehen. Jeder Chemotherapie – Patient kann sich etwas aussuchen: Hausgemachten Kuchen, Kuchen, Kekse, mit oder ohne Zucker, Soda, Softdrinks oder kleine Pasteten mit Käsekuchenfüng.
Immer wenn diese zwei Chassidim kommen, herrscht Stimmung, denn sie bringen Leben in die Bude und sind sehr beliebt. Auch bei den Krankenschwestern. Und, wie gesagt, jeder Patient wird gefragt, ob er etwas haben will. Egal, ob Jude, Moslem oder Christ. 

 

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Photo: Miriam Woelke

Alles geschieht auf freiwilliger Basis von DARCHE’I MIRIAM, die da für Krebspatienten Hilfe anbietet. Und diese Organisation ist eine haredische Einrichtung. Sprich, eine jüdisch – ultra – orthodoxe.

 

Gezeigt wird im Video das Hadassah Ein Kerem Hospital in Jerusalem

 

DRACHE’I MIRIAM hilft in allen Belangen. Auch bei der Bürokratie, psychologische Hilfe bei Krebs, etc.
http://darcheimiriam.org.il/
https://icsn.org/
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2020/02/24/leserfrage-glaeubige-juden-erhalten-keine-chemotherapie/

 

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Photo: Miriam Woelke

Wovon leben ultra – orthodoxe Juden?

Zur israelischen TV Serie STISSEL

B“H
Wen es interessiert, ich habe einen Podcast hochgeladen, in dem es um die israelische TV Serie STISSEL geht. 
https://hamantaschen.wordpress.com/2016/01/13/stissel-eine-populare-tv-serie-aus-israel-zeigt-das-leben-der-haredim/comment-page-1/

Momentan uploade ich ein paar Infos zum Thema WOHNUNG MIETEN IN ISRAEL. In deutscher Sprache.
In englischer Sprache plane ich heute noch einen weiteren Podcast, der sich etwas mit den Mitgliedern diverser „religiöser“ Sekten in Israel befasst. Gestern erst geriet wieder eine kleine Gruppierung in die Schlagzeilen. Nicht zum ersten Mal, aber ich will mich eher damit befassen, wer genau die Mitglieder sind und wie sie in solch eine Situation kommen.

Leserfrage: „Dürfen orthodoxe Juden arbeiten?“

B“H
Jedesmal frage ich mich, was genau diese Anspielungen in Bezug auf orthodoxe und ultra – orthodoxe Juden sollen, wenn es ums Arbeiten geht. Ausländische sowohl als auch unsere heimische linksgerichtete Presse vermitteln Außenstehenden geradezu ein Bild von orthodoxen und ultra – orthodoxen Juden, die da den ganzen Tag faul abhängen und nur Geld vom Staat kassieren.
Auf derlei Propaganda fallen Linke und Leute, die vom Judentum keine Ahnung haben, nur allzu gerne herein. Erstens, weil es in ihre vorgefertigte Agenda passt, denn man scheint orthodoxe Juden grundsätzlich zu hassen. Obwohl man nichts von ihnen weiß, aber egal. Es scheint sich ja hier um zurückgebliebene Parasiten zu handeln und sowas muss halt ausgerottet werden.
Ein zweiter Grund ist, dass die absolute Mehrheit kaum jemals mit der sogenannten ultra – orthodoxen Gesellschaft in Berührung gekommen ist. Vielleicht kennt man Chabad – Lubawitsch und findet die halt nett. Ja, Chabad sei halt nicht Satmar oder Toldot Aharon, sondern weltoffen und tolerant.
Falsch, und Chabad wird einen Teufel tun, seine wahren Ideologien an Leute zu verbreiten, die keine Ahnung haben. Man gibt sich eben nett und verständnisvoll, sagt aber niemals ganz die Wahrheit, denn die könnte den Unwissenden abschrecken. Somit gibt sich Chabad – Lubawitsch mit dem Spiel „Keep Smiling“ zufrieden. Aber es soll hier nicht um Chabad gehen, sondern um die Beantwortung der Leserfrage.

Keinem Juden ist es verboten zu arbeiten!

Das Gegenteil ist der Fall und man soll arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Kann dies, aus welchen Gründen auch immer, jemand nicht, so unterstützen ihn andere Juden. Das hat bereits vor 200 Jahren in Osteuropa funktioniert und gilt bis heute.
Zahlreiche ultra – orthodoxe Gruppierungen lehnen Geld vom Staat Israel strikt ab. Selbst gesetzlich – zustehende Rentenzahlungen werden nicht angenommen. Ferner nimmt man weder Geld von Nichtjuden noch von solchen Juden, die den Schabbat nicht halten.
Einer der größten Unterstützer der ultra – orthodoxen Welt sind, u.a, die Satmarer Chassidim aus New York. Leute, mit denen Nichtjuden niemals etwas zu tun haben werden und daher bedarf es auch keinerlei Anspielungen, woher ultra – orthodoxe Juden ihr Geld bekommen. Von anderen ultra – orthodoxen Juden, welche aufgrund von Firmenbesitz und Immobilien reich sind. Leute, die riesige Unternehmen besitzen und managen. 

 

 

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Yeshiva / Kollel – Lehrinstitut der chassidischen Gruppe Vischnitz in Bnei Brak bei Tel Aviv – Copyright: Miriam Woelke

Des Weiteren wird stets gerne ORTHODOX mit ULTRA – ORTHODOX zusammengewürfelt, wobei beide Gruppierungen völlig unterschiedlich voneinander sind. Viele Male habe ich all das bereits beschrieben und tue dies nicht immer wieder neu. Wobei ich mich, wie gesagt, frage, was jemanden aus Deutschland interessiert, ob orthodoxe oder ultra – orthodoxe Juden arbeiten.
Ja, die meisten tun es. Insbesondere die Orthodoxie. Aber, wenn in Israel oder in den USA ein ultra – orthodoxer Jude seine Steuern und Abgaben zahlt, was geht das dann jemanden in Deutschland an, woher der Jude sein Geld hat. Ich frage ja auch nicht herum, wer Hartz IV bezieht und nenne alle jene eine faule Sau.
Fakt ist, dass selbst ultra – orthodoxe Juden in Israel Steuern und Abgaben wie Grundsteuer (Arnona) zahlen und teilweise keine Stütze erhalten. Die Yeshiva – Welt hat ihr eigenes System, was die wenigsten Außenstehenden nicht wissen, da sie noch niemals mit dieser Welt zu tun hatten.