Leben in Jerusalem

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Donald Trumps Helikopter landet in Jerusalem

B“H
Präsident Donald Trump landete am heutigen frühen Nachmittag in Jerusalem, nachdem er zuvor auf dem Ben Gurion Airport von den Netanyahus, Kabinettsmitgliedern, Vertretern der Opposition sowie vielen anderen Vertretern empfangen worden war.
Trump und die Netanyahus verstehen sich bestens und in Israel witzelte man, dass Netanyahu heilfroh war, nicht Obama aus dem Flugzeug marschieren zu sehen. Nach ein paar Reden und viel Händeschütteln flog Trump weiter nach Jerusalem. Per Helikopter zu dem besagten Parkplatz in meinen Stadtteil.
Ich ging Richtung Derech Hebron Street, um zu schauen, ob es etwas zum Filmen gab. Klar, war alles abgeriegelt, doch die Nachbarschaft hatte sich trotzdem versammelt. Alle mit Smartphones bewaffnet.
Eine Menge Helikopter kamen und flogen wieder davon. Im Video (Minute 5:20) seht Ihr Trumps Helikopter einfliegen. Gleich nach der Landung wurden die Trumps zu Ruven Rivlin gefahren und dann ging es in die Altstadt. In eine Kirche sowie an die Klagemauer (Kotel). Heute Abend ist ein Dinner mit den Netanyahus angesetzt.
Was die deutschen Medien teilweise zum Trump – Besuch berichten, ist eine einzige Katastrophe und hat mit der Realität kaum etwas zu tun. Es gab weder einen Eklat, noch fiel Trump sonst irgendwie auf. 

 

Verkehrschaos in Jerusalem

B“H
Soweit ich weiß, kommt Donald Trump am Dienstag nach Jerusalem und allein das wird ein einziges Verkehrschaos geben. Zudem feiert Jerusalem in dieser Woche den 50. Jahrestag des Sechs – Tage – Krieges und somit die Befreiung der Jerusalemer Altstadt. Von 1948 bis zum Juni 1967 hatten Juden nur sehr begrenzt Zugang zur von den Jordaniern besetzten Altstadt und Klagemauer (Kotel). Mit dem Sieg der israelischen Armee in jenem Juni 1967 erhielten Juden wieder uneingeschränkten Zugang, was damals als Wunder galt.
Da es sich dieser Tage um den 50. Jahrestag handelt, wird groß gefeiert. In jedem Jahr findet am Yom Yerushalayim (Jerusalemtag) die Flaggenparade statt. Hier ein Video aus einem der vergangenen Jahre:

 

 

Die Parade findet auch in diesem Jahr statt. Und zwar am Mittwochnachmittag. Ausgangspunkt ist der Sacher Park und enden tut die Parade an der Klagemauer.
Allerdings wird diesmal mehrere Tage gefeiert und schon morgen Abend kommt es zu den ersten gesperrten Straßen. Warum kann ich nicht sagen, denn mir ist nur bekannt, dass es vor dem Rathaus kostenlose Konzerte geben soll. Unter anderem von der Philharmonie. Keine Ahnung, warum da auch die Derech Hebron Street gesperrt wird.
Dann kommt Trump und es ist wieder alles dicht. Busse werden umgeleitet, soweit das eben möglich ist. Der Feierabendverkehr wird bis Mittwochabend eine einzige Katastrophe und man muss halt sehen, wie man zur Arbeit und auch wieder nach Hause kommt. 🙂

Pessach (Passover) Impressionen aus der Altstadt von Jerusalem

B“H
Im Cardo:  Einer 2000 Jahre alten Marktstraße seinerzeit erbaut von den Römern. Das Cardo verlief vom heutigen Damaskustor bis ins heutige jüdische Altstadtviertel.
Am Kikar (Square) im jüdischen Altstadtviertel / Jerusalem
Blick auf den Tempelberg (einschließlich dem Felsendom und der Al Aksa Moschee mit ihrer grauen Kuppel). Weiter weg sieht man im Hintergrund den jüdischen Friedhof auf dem Ölberg. Ganz rechts und außerhalb der Altstadtmauer sieht man den palästinensischen Stadtteil Silwan. Bis vor mehreren Jahrzehnten noch wurde Silwan ausschließlich von Juden bewohnt.
Jerusalems neueste Altstadtattraktion

Video: „Pessach (Passover) 2017 in der Jerusalemer Altstadt“

B“H
Ein heißer Tag in Jerusalem bei 27 Grad Celsius, doch der Himmel blieb grau und der Wind blies staubige Luft umher. Viel Lust in die Altstadt zu laufen, hatte ich nicht, doch am Ende raffte ich mich trotzdem auf. Bei dem seltsam dunklen Wetter war mir mehr nach Balkon zumute als mich in die Massen zu stürzen.
Wie erwartet traf ich dann im jüdischen Altstadtviertel schnell auf Tausende Besucher. Meistens Israelis aus dem ganzen Land sowie Juden aus der Diaspora. Es war ein Kommen und Gehen, aber die richtige Stimmung kommt vermutlich erst morgen zum traditionellen Birkat HaCohanim (Segen der Cohanim) an der Klagemauer (Kotel) auf.
Im jüdischen Viertel waren die billigen Kaffeehausketten COFIX und COFIZZ geschlossen. Man hatte wohl nicht für Pessach extra alles putzen wollen und bleibt deswegen bis nach den Feiertagen zu. Somit gab es lediglich teure Souvenirs und teures Essen in den Restaurants zu kaufen.
Ich wohne nur circa eine halbe Stunde von der Altstadt entfernt und kann deswegen bequem laufen. Essen brauche ich nicht zu kaufen, denn schnell bin ich daheim und koche mir lieber selber was. Viele jüdische Besucher brachten eh ihr Essen von daheim mit und picknickten in und um die Altstadt.
Die Altstadtgassen quollen über und es dauerte einige Zeit, bis ich die Treppen zur Klagemauer (Kotel) hinunter war. Nicht ganz, denn die Warteschlangen vor der Security waren dermaßen lang, dass ich es vorzog, die Klagemauer nur von der Treppe aus zu sehen bzw. zu filmen. Eine der ewig langen Warteschlangen seht Ihr unten im Video. Zusammen mit einer Gruppe Imame mit schwarzer Kleidung und weißem Hut sowie einer Bar Mitzwah – Gruppe mit lautem Gesang. Sie alle reihten sich in eine lange Schlange vor der Security an einem vor einem der Eingänge.
Palästinenser dürfen den Kotel Plaza vor der Mauer überqueren, doch nicht selbst direkt vor der Mauer stehen. Warum sollten sie auch und andererseits könnten so bei Massenandrang leicht Attentate stattfinden. Wo jedoch die Imame hin wollten, weiß ich nicht. Vielleicht nur durchlaufen oder hinauf auf den Tempelberg.
Das untere Video ist, für meine Verhältnisse, recht lang. Schneiden tue ich meine Videos nicht, sondern ich uploade alles so, wie ich es filme. Verwackelt oder nicht. 🙂
Morgen will ich noch mehr Videos auf Youtube und in die Blogs stellen!

 

Kurzes Video zum gestrigen Jerusalemer Marathon

Es ist Winter in Israel

In der vergangenen Woche ging in ganz Israel ziemlich viel Regen und Hagel runter. Einige Küstenorte waren überschwemmt und auch in Jerusalem gab es ein paar geflutete Straßen wie im Stadtteil Old Katamon. Ohne Boot war es unmöglich, die Straßen zu überqueren, denn das Wasser reichte fast bis über den Gehsteig.
Heute und morgen soll es noch schütten und draußen ist es bei 7 – 10 Grad Celsius eiskalt.

Yom Yerushalayim (Jerusalem – Tag)

B“H
Paris, Belgien und mehrere Deutschlands sind überschwemmt. In Israel dagegen geht seit zwei Tagen wieder einmal eine Hitzewelle um. Am gestrigen Schabbat schwitzten wir bei 36 Grad Celsius. Mit den heutigen 35 Grad wird es ganz schön heiß bei den Feierlichkeiten zum Yom Yerushalayim (Jerusalem – Tag). An dem alljährlichen lokalen Feiertag feiert die Stadt die Befreiung Jerusalem während des Sechs – Tage – Krieges Juni 1967). Von 1948 – 1967 war die Stadt zur Hälfte in jordanischer Hand. Dazu zählte auch der Tempelberg und die Klagemauer (Kotel).
Heute also wird die Stadt ausgiebig feiern, aber ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob der berühmte „Rikud Degalim“ (Tanz der Flaggen) heute Nachmittag stattfinden wird. Im Vorfeld gab es eine riesige Diskussion, ob die Tausende von meist nationalreligiösen Teilnehmern durch das muslimische Altstadtviertel bis hin zur Klagemauer laufen können oder nicht. Der diesjährige Yom Yerushalayim fällt zusammen mit dem ersten Abend des Ramadan und die Palästinenser fühlen sich von all den Juden in der Altstadt belästigt. Wenn dagegen ein jüdischer Feiertag angesagt ist, lieben die Moslems es, darauf herumzutrampeln. Sobald es jedoch um ihre eigenen Belange geht, haben alle anderen zu spuren.
Die Polizei wollte daher den Rikud Degalim auf den letzten Donnerstag vorverlegen. Ob das dann letzten Endes so war, kann ich nicht sagen. Trotzdem werden am heutigen Tag viele andere Aktivitäten in Jerusalem steigen.

 

 Das Video nahm ich am letzten Yom Yerushalayim auf