Leben in Jerusalem

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Sonnenuntergang in Jerusalem / 3. Januar 2018

 

 

B“H
Gestern und vorgestern konnte man das Wetter in Jerusalem sowohl als auch andernorts im Land vergessen. Saukalt, stürmisch und fast ununterbrochen Regen.
Heute dagegen liess sich die Sonne wieder blicken und ich sichtete sogar Leute im T – Shirt. Nein, keine Touristen, sondern Israelis bei 13 Grad Celsius!
Morgen wird es erneut so lala und Freitag und am Schabbat sollen wir in Jerusalem unser blaues Wunder erleben. 9 Grad Celsius tagsüber, Sturm und Regen. Hoffentlich gibt es nicht wieder Stromausfall!
Dafür kommt dann am Sonntag ein bisschen Frühling auf. 🙂
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Downtown Jerusalem: „Ein Gang durch die Keren Hayesod Street“

 

B“H
Die Keren Hayesod Street in der Stadtmitte von Jerusalem gilt als eine der vielbefahrensten Straßen der Stadt. Am letzten Donnerstag nahm ich gegen Abend das nachfolgende Video auf. Es zeigt einen ganz normalen Feierabendverkehr in der Jerusalem.
Die Stadt wirkt sehr laut, was mir erst beim Anschauen des Videos auffiel. Wer hier lebt, nimmt dies kaum mehr wahr.
Ich werde auch in Zukunft weitere Videos zum Alltag unserer Stadt aufnehmen. Sorry, dass das Video etwas wackelt, aber ich laufe und muss die Kamera halten.
Viel Spass beim Anschauen! Wer noch nie in Jerusalem war, bekommt hier einen kleinen Eindruck vom Alltagsleben in Jerusalem.
Irgendwann im Video ruft jemand meinen Namen. Ich weiß nicht, ob man das so unbedingt mitbekommt. Es handelte sich um die Frau des Chabad – Lubawitsch – Rabbis des Stadtteiles Rehavia, die einfach nur HALLO sagen wollte.

 

 

Am Bugrashov Strand von Tel Aviv

B“H
Hier mal etwas Positives zum Abschalten!
In Israel hatten wir in diesem Winter kaum Regen und bis mindestens Donnerstag bleibt es trocken bei 20 Grad Celsius. Als ich am Donnerstag in Tel Aviv war, liefen viele Leute in T – Shirts herum und am Strand ging man schwimmen. Es war total warm, aber als ich in Jerusalem aus dem Bus stieg, musste ich gleich erst einmal meine Jacke wieder anziehen.
Jerusalem liegt in den Bergen. 800 Meter über Normalnull und hier ist es immer kühler als an der Küste.
Das Video nahm ich am Bugrashov Strand in Tel Aviv auf. Obwohl Tel Aviv mehrere Strandabschnitte mit unterschiedlichen Namen wie Frishman Beach, Banana Beach oder Jerusalem Beach hat, wirkt der Strand eher unromantisch. Er ist umgeben von Betonklötzen. Hotels und Luxus Apartments. Jetzt sah ich, dass am Strand endlich einmal Palmen angepflanzt wurden. Immerhin ein Fortschritt.
Das Gebäude hinter dem gelben Baukran kennt Ihr ja schon: Das ist die Amerikanische Botschaft von Tel Aviv.
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Photo: Miriam Woelke

 

 

 

Jerusalem: „Luxus Apartments zerstören den Charakter des beschaulichen Stadtteil BAKA“

B“H
Bislang hatte man immer noch versucht, neue größere Wohnanlagen der Architektur des kleinen romantischen Stadtteil BAKA anzupassen. Bedeutet, dass die Außenfassaden neuer Häuser mit dem für Jerusalem so typischen „Jerusalem – Stein“ versehen sind.
Seit einiger Zeit aber wird in Baka nur noch wie wild gebaut. Und zwar ausschließlich Luxus Apartments ohne angepasste Architektur. Aber ein Schmeckhappen für Investoren wie wohlhabende Juden in den USA oder Frankreich.
Immer noch werden riesige neue Wohnhäuser mitten in Baka hochgezogen. Wie der nagelneue Wohnkomplex namens Bustan an der Yehudah Street. Und im Video sehen wir ein weiteres Großprojekt direkt an der Hauptstraße von Baka: Der Derech Beit Lechem Street.
Vor einigen Jahrzehnten galt Baka noch als Arme – Leute – Stadtteil und heute ist der Stadtteil das genaue Gegenteil. Hier lebt die Mittelschicht, denn man sollte schon besser gestellt, um die hohen Mieten zu zahlen.
Nicht, dass in dem Stadtteil viel los ist und, im Grunde genommen, handelt es sich eigentlich nur um ein reines Wohngebiet. Trotzdem zeigt sich Baka, gleich neben der German Colony und Katamon gelegen, von einer dörflich – romantischen Seite.

 

Jerusalem im Dezember: „Spaziergang durch den Bell Park (Gan HaPa’amon)“

 

Der Bell Park (Glockenpark) befindet sich zwischen der Keren HaYesod und der Emek Refa’im Street.
Man muss den Park nicht unbedingt gesehen haben und ich gehe dort nur ab und zu durch, weil ich in der Nähe wohne.
Beide Seiten des Bell Park (auch jene andere Seite, die zur Altstadt führt) sollte der Besucher nur tagsüber aufsuchen und nicht bei Dunkelheit. Es sind manchmal zuviele Palästinenser, was die Angelegenheit nicht immer ganz sicher macht. In der Vergangenheit wurden nicht selten Leute von Palästinensern angegriffen und eine Touristen wurde sogar vergewaltigt.

 

Jerusalem: „Vom Zion Square bis zur King George Street – Via Ben Yehudah Street

 

Das Video, welches ich heute Nachmittag aufnahm, beginnt am Zion Square in Downtown Jerusalem. Ein Platz, den jeder Jerusalemer und jeder Tourist kennt, obwohl es dort eigentlich gar nichts mehr zu sehen gibt. Früher, vor 40, 50 Jahren war das einmal anders, doch heute ist der Zion Square von einigen Betonklötzen umgeben und sitzen kann man nur auf ein paar verbliebenen Bänken.
Entweder geht man am Square die Jaffa Road rauf und runter oder biegt in die bekannte Ben Yehudah Street ein. Die Bewohner Jerusalems passieren die Ben Yehudah ab und an einmal, doch einkaufen tut dort selten jemand. Die vielen überteuerten Souvenir – Shops sind eigentlich nur für Touristen gedacht. Längst hat die Ben Yehudah ihre alte Attraktivität verloren. Zu teuer und zu touristenmässig.
Der Gedenkstein mit der grünen Aufschrift erinnert an einen palästinensischen Terroranschlag am 4. September 1997. Zwei oder drei Palästinenser sprengten sich an unterschiedlichen Orten in der Ben Yehudah in die Luft und töteten dabei fünf Israelis. Drei von ihnen waren 14 – jährige Teenager.
Überall in Israel finden sich derartige Gedenksteine versehen mit den Namen der Opfer. Ob in der Dizengoff Street in Tel Aviv oder an zahlreichen Orten in Jerusalem. In Israel werden nach jedem Anschlag die Namen der Opfer in den Medien veröffentlicht. Man sieht Photos von ihnen und erfährt ihren Lebenslauf bzw. Familienangehörige erzählen. In Deutschland werden Namen leider nie genannt, was in Israel undenkbar wäre. Nach einem Terroranschlag erfahren wir kurz darauf die Namen eventueller Opfer und sehen Photos in den Medien. Das ist hierzulande völlig normal und niemand regt sich auf.
Das Video endet an der Ecke wo die Ben Yehudah Street auf die King George trifft King George Street. Bei dem hohen Gebäude, welches da MIGDAL HA’IR (City Tower) heißt, handelt es sich um ein Bürogebäude. Gleich rechts daneben wird das alte Jerusalemer Kaufhaus HaMaschbir von der We Work Co – working Space Kette in die erste Jerusalemer Niederlassung umgebaut.
Viel Spaß mit dem Video und wer Fragen hat, kann sie gerne stellen!

 

Es ist Herbst in Jerusalem

 

 

Die Blätter fallen welk von den Bäumen, aber dennoch ist es in Israel nie so ganz kahl im Winter. Immer gibt es grüne Pflanzen und sogar Bäume, die das ganze Jahr über Blätter haben. Das macht Herbst und Winter nicht so ganz depressiv wie in Deutschland. 🙂 Diese Woche herrschen angenehme Temperaturen und Sonne, obwohl es abends kalt wird.
Das Video zeigt einen kleinen Teil der ehemaligen Jerusalemer Eisenbahnstrecke. Das Gleisbett wurde zu einem Wanderpfad umgebaut. Bestehend aus Holzpanelen sowie einem Fahrradweg nebendran.
Der Pfad beginnt an der Kreuzung Emek Refa’im / Derech Beit Lechem in der German Colony und endet einige Kilometer weiter in Malcha am Teddy Stadion.
Mein Video beginnt am Anfang des Pfades und führt in das beliebte Kulturzentrum HaTachana. Der alte Bahnhof von Jerusalem, der da seit wenigen Jahren Restaurants und Kultur beherbergt. Im Sommer gibt es kostenlose Konzerte oder es werden Filme gezeigt. Nebenbei finden dort Fressalien – Ausstellungen und Tanzkurse statt. Ein kostenloses öffentliches Klo ist ebenso vorhanden. Nicht immer ganz sauber, aber besser als gar nichts.
Der große Betonklotz im Hintergrund ist das vor ein paar Wochen neueröffnete ORIENT HOTEL.