Leben in Jerusalem

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Preise in einem israelischen Supermarkt

B“H
Die Preise im Super Deal (Jerusalem, Derech Hebron Street) zeigen, wie teuer das Leben in Israel ist. Okay, der Super Deal gehoert in die Kategorie COOP – Preise, doch selbst die hiesigen Discounter sind immer noch teuer im Vergleich zu Deutschland.
Zum Beispiel kostet eine stinknormale Ritter Sport 7,90 Schekel. Das waeren in Euro 1,85.
Die 10 Schekel unter dem Nutella – Glas beziehen sich auf die israelische Billigvariante daneben. Das Nutella – Glas hingegen kostet 14,90 (3,50 Euro). Bei der Milka Schokolade handelt es sich um kleinere Tafel als gewoehnlich.
Eine kleine Dose Bohnen oder Erbsen kostet 5,90 Schekel (1,40 Euro). Fuer ein kleines Baguette – Broetchen aus der Fabrikproduktion zahle ich 3,50 Schekel (80 Cent).
Der Liter Milch kostet zwischen 1,20 – 1,40 Euro.
Israelische Supermaerkte lieben es, zwei gleiche Produkte guenstiger zu verkaufen. Deswegen sieht man sehr haeufig das Schild 2 fuer 10 oder so.
Wer im Video die angegeben Schekel – Preise in Euro umrechnen will, der teile alles durch 4,27. Dann habt Ihr den Euro – Preis raus.
Seit geraumer Zeir verliert der Euro international immer mehr an Wert. So stand er vorgestern noch bei 4,27 Shekel und heute sind es nur noch 4,21 Schekel. Generell koennt Ihr die Schekel – Summer durch 4 teilen und dann erhaltet Ihr so ungefaehr den Euro – Wert. Oder Ihr multipliziert die Euro – Summe mit 4. So erhaltet Ihr den Schekel – Betrag.
Alkoholische Getraenke werde ich extra filmen!!!!!

 

 

Jerusalems populärer Stadtteil BAKA

Jerusalems populärer Stadtteil BAKA. Das Video zeigt die Gegend zwischen der Pierre Koenig und der Yehudah Street. Die Pierre Koenig gehört bereits zum angrenzenden Stadtteil Talpiyot und die Yehuda Street verbindet die Derech Beit Lechem (Baka) mit der Pierre Koenig.
Die nagelneuen hohen Apartmenthäuser kosten eine Menge an Miete. Ein Bekannter von mir ist gerade frisch eingezogen und er zahlt für ein kleines Apartment 5400 Schekel (fast 1300 Euro) Miete. Hierbei handelt es sich nur um die reine Miete und alle Nebenkosten gehen extra! Im Mietvertrag steht sogar, dass er für seinen Garten einen professionellen Gärtner zahlen muss, der ab und zu mal kommt und sich um das Grünzeug kümmert. Ursprünglich wollte der Vermieter sogar 5600 Euro haben.
Ich könnte mir da keine Wohnung leisten. 5400 Schekel ist eine Menge Schotter und mein Bekannter muss da selbst als Selbstständiger ganz schön für schuften.
Eigentlich passen diese neuen Wohntürme gar nicht zur Gegend, doch derartige Gebäude werden überall hochgezogen. Otto Normalverdiener kann sich das kaum leisten und so zieht es alle zu den Wohnungen, die noch einigermaßen bezahlbar sind. Aber die werden immer weniger und ich wage mir gar nicht auszumalen, was in zehn Jahren passiert. Ob wir da als Normalo – Bürger in der Stadt leben können oder zum Wohnen außerhalb verdammt sind. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie bereits heute  Rentner mit Mindestrente überhaupt noch in der Lage sind, Miete zu zahlen.
Dabei war Baka einst kein besonders attraktiver Stadtteil. Ärmere Leute liessen sich dort nieder und die Kriminalität war hoch. Seit Jahren aber werden neue Wohnungen gebaut und der Stadtteil wurde zum Luxusobjekt. Die Mieten sind hoch und was die Grundsteuer (Arnona) kostet, will ich lieber erst gar nicht wissen.
Dafür gibt es viel Grün und wer nicht gerade an einer der Hauptstraßen wohnt, kann die Ruhe geniessen.

Krawalle am Tempelberg, Terrorist ermordet Menschen in Siedlung und der Tisha be’Av steht an

B“H
Dass vor den Eingängen zum Tempelberg auf muslimischer Seite keinerlei Metalldetektoren vorhanden sind, wusste ich bislang nicht. Moslems benutzen vom muslimischen Altstadtteil aus weitgehend ihre eigenen Eingänge zum Tempelberg und das bis jetzt ohne Security Check. Im kompletten Gegensatz zu den vier Eingängen zur Klagemauer, denn hier muss jeder Tourist, Einheimischer (auch Palästinenser) durch den Security Check inklusive Metalldetektoren. Und Taschen werden vom Sicherheitsdienst ebenso kontrolliert. Kein Mensch regt sich darüber auf und diese Checks bestehen bereits mehrere Jahrzehnte.
Seit dem letzten palästinensischen Attentat auf dem Tempelberg, zogen die Metalldetektoren auch vor dessen Eingängen ein und schon drehen die Palästinenser durch. Man könne so nicht beten oder Allah erlaube das nicht. Sowas kriegen wir dann zu hören. Wer jedoch als Moslem nach Mekka will, muss saudische Metalldetektoren durchlaufen und da regen sich komischerweise weder Moslems noch Allah auf.
Die britische Journalistin Melanie Phillips verfasste zu den Vorgängen einen lesenswerten Artikel:
http://www.melaniephillips.com/day-deranged-inversion/
Die derzeitigen palästinensischen Krawalle wurden dann auch gleich zum Anlass genommen, in einer israelischen Siedlung mehrere Menschen brutal abzuschlachten:
http://www.timesofisrael.com/three-hurt-one-critically-in-suspected-stabbing-attack-in-west-bank/
In circa zehn Tagen begeht die jüdische Welt Tisha be’Av (den 9. Tag im jüdischen Monat Av). Ein Trauertag, an dem 25 Stunden lang gefastet wird. Ursprünglich geht es an dem Tag um die Zerstörung beider jüdischer Tempel in Jerusalem. Der Erste durch die Babylonier und der Zweite wurde von den Römern ausgebrannt.
Seit Jahrzehnten ist es in Jerusalem zur Tradition geworden, am Abend des Tisha be’Av (in diesem Jahr am Abend des 31. Juli) um die Stadtmauer bis hin zur Klagemauer zu gehen. Mindestens Tausend Menschen werden daran teilnehmen und die deutschen Medien betiteln dieses Event sicher als „zionistisch – rechtsradikal“. Manchmal nahm ich daran teil, manchmal nicht. Ob ich am 31. Juli mitgehe, kann ich noch nicht sagen, denn ich muss bis zum späten Nachmittag arbeiten und dann sehen, wie platt ich ggf. bin. 🙂
Normalerweise führt die Route am Damaskustor in Ostjerusalem vorbei, doch ich habe soweit meine Zweifel, ob das in diesem Jahr der Fall sein wird. Eben aufgrund der palästinensischen Krawalle in der Gegend. Vor ein paar Jahren war es schon einmal der Fall gewesen, dass die Polizei die Route änderte.
http://womeningreen.org/connecting-to-jerusalem-brothers-and-sisters-walking-together-on-tisha-beav/
An Tisha be’Av 2013 empfingen uns die Palästinenser am Damaskustor mit „Allah Akbar“ Rufen. Ein arabisch sprechender Jude antworte ihnen lautstark.

 

 

In jedem Jahr wird das Event von einem starken Sicherheitsaufgebot beschützt und für viele Juden (mich eingeschlossen) ist es die einzige Möglichkeit am Damaskustor oder am nahegelegenen Löwentor (ebenfalls Ostjerusalem) vorbeizugehen und nicht einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Palästinenser hingegen können sich in ganz Jerusalem ungehindert aufhalten.
Seit einigen Tagen sehen wir auch in unserem Stadtteil vermehrt Polizei und Armee. Keiner weiß, ob hier in Abu Tur auch wieder palästinensische Randale zu erwarten ist.

Video: „Die Internationale Buchmesse 2017 in Jerusalem“

B“H
Ewigkeiten hat es gedauert, doch nun habe ich es endlich geschafft, dass Video zur Internationalen Buchmesse von vor zwei Wochen hochzuladen.
Außerhalb der Ausstellungshalle fand die alljährliche und stets gut besuchte Hebrew Book Week statt. In der Halle befand sich das internationale Event, welches da alle zwei Jahre stattfindet.
Den Unterschied werdet Ihr sehen: Die Hebrew Book Week zu Beginn des Videos ist voller Besucher, die Internationale Buchmesse hingegen verlor schon lange ihre Reiz. Neben der Buchmesse bieten die Buchhandlungsketten Steimatzky oder Zomet Sefarim günstig Bücher an und so wird einiges an Kundschaft abgegriffen.
Am deutschen Stand war tote Hose oder man übte sich im Yoga. Oder was immer die auf dem Boden liegenden Leute machten. Die einst aus Deutschland eingewanderten Juden sterben allmählich weg und die deutsche Sprache ist weitaus weniger Attraktiv als Englisch, Spanisch oder Französisch.
Die nächste Internationale Buchmesse wird in zwei Jahren ausgetragen. 

 

 

Von der Hebrew Book Week 2017 in Jerusalem – שבוע הספר העברי 2017 בירושלים

B“H
Ein paar kurze Eindrücke von der Hebrew Book Week heute Abend. Eine Buchmesse, auf der sämtliche israelischen Verlage ausstellen.
Die Hebrew Book Week findet landesweit noch bis zum 17. Juni statt. Das Video machte ich heute Abend in Jerusalem, doch auch in Tel Aviv sowie in anderen größeren Orten gibt es die Buchmesse.
Selbst kaufte ich mir drei Bücher zur Geschichte der Juden von Babylon und des Talmud, zur Geschichte der Agudat Israel in Polen sowie eine Biographie über den berühmten mittelalterlichen Rabbi Don Yitzchak Abarbanel.
Alle Genres sind auf der Buchmesse vertreten. Von Romanen bis hin zu Comics, Historie oder Sport ist alles vertreten.

 

Donald Trumps Helikopter landet in Jerusalem

B“H
Präsident Donald Trump landete am heutigen frühen Nachmittag in Jerusalem, nachdem er zuvor auf dem Ben Gurion Airport von den Netanyahus, Kabinettsmitgliedern, Vertretern der Opposition sowie vielen anderen Vertretern empfangen worden war.
Trump und die Netanyahus verstehen sich bestens und in Israel witzelte man, dass Netanyahu heilfroh war, nicht Obama aus dem Flugzeug marschieren zu sehen. Nach ein paar Reden und viel Händeschütteln flog Trump weiter nach Jerusalem. Per Helikopter zu dem besagten Parkplatz in meinen Stadtteil.
Ich ging Richtung Derech Hebron Street, um zu schauen, ob es etwas zum Filmen gab. Klar, war alles abgeriegelt, doch die Nachbarschaft hatte sich trotzdem versammelt. Alle mit Smartphones bewaffnet.
Eine Menge Helikopter kamen und flogen wieder davon. Im Video (Minute 5:20) seht Ihr Trumps Helikopter einfliegen. Gleich nach der Landung wurden die Trumps zu Ruven Rivlin gefahren und dann ging es in die Altstadt. In eine Kirche sowie an die Klagemauer (Kotel). Heute Abend ist ein Dinner mit den Netanyahus angesetzt.
Was die deutschen Medien teilweise zum Trump – Besuch berichten, ist eine einzige Katastrophe und hat mit der Realität kaum etwas zu tun. Es gab weder einen Eklat, noch fiel Trump sonst irgendwie auf. 

 

Verkehrschaos in Jerusalem

B“H
Soweit ich weiß, kommt Donald Trump am Dienstag nach Jerusalem und allein das wird ein einziges Verkehrschaos geben. Zudem feiert Jerusalem in dieser Woche den 50. Jahrestag des Sechs – Tage – Krieges und somit die Befreiung der Jerusalemer Altstadt. Von 1948 bis zum Juni 1967 hatten Juden nur sehr begrenzt Zugang zur von den Jordaniern besetzten Altstadt und Klagemauer (Kotel). Mit dem Sieg der israelischen Armee in jenem Juni 1967 erhielten Juden wieder uneingeschränkten Zugang, was damals als Wunder galt.
Da es sich dieser Tage um den 50. Jahrestag handelt, wird groß gefeiert. In jedem Jahr findet am Yom Yerushalayim (Jerusalemtag) die Flaggenparade statt. Hier ein Video aus einem der vergangenen Jahre:

 

 

Die Parade findet auch in diesem Jahr statt. Und zwar am Mittwochnachmittag. Ausgangspunkt ist der Sacher Park und enden tut die Parade an der Klagemauer.
Allerdings wird diesmal mehrere Tage gefeiert und schon morgen Abend kommt es zu den ersten gesperrten Straßen. Warum kann ich nicht sagen, denn mir ist nur bekannt, dass es vor dem Rathaus kostenlose Konzerte geben soll. Unter anderem von der Philharmonie. Keine Ahnung, warum da auch die Derech Hebron Street gesperrt wird.
Dann kommt Trump und es ist wieder alles dicht. Busse werden umgeleitet, soweit das eben möglich ist. Der Feierabendverkehr wird bis Mittwochabend eine einzige Katastrophe und man muss halt sehen, wie man zur Arbeit und auch wieder nach Hause kommt. 🙂