Leben in Jerusalem

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Heute ist der zweite Chanukkah – Abend

MAOZ TZUR ist das bekannteste Chanukkah – Lied und man findet es in jedem jüdischen Sidur (Gebetbuch).

 

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Chanukkah und was hat der Islam mit Jerusalem zu tun?

B“H
Heute Abend beginnt für die jüdische Welt der erste Abend von Chanukkah.
Zur Bedeutung des achttägigen Festes:
https://hamantaschen.wordpress.com/2017/12/10/was-ist-chanukkah/
Die Revolte der Makkabäer fand zur Zeit des Zweiten Jerusalemer Tempels (circa 165 vor Beginn der Zeitrechnung). Man bekämpfte die damalige griechisch – syrische Besatzungsmacht, welche da das Judentum ausrotten und den griechischen Götzendienst einführen wollte. Die griechen wollten nicht die Juden umbringen, sondern einzig deren Religion auslöschen.
All dies geschah zu einer Zeit als es den Islam noch gar nicht gab und die griechisch – syrischen Besatzer waren auch keine Moslems. Was also hat der Islam mit Jerusalem zu tun, wenn die Juden schon vor Ewigkeiten in Jerusalem waren? Vom Islam redete noch keiner und es bestanden auch keinerlei muslimische Ansprüche. Muhammad war niemals in Jerusalem und die Stadt ist im Koran kein einziges Mal erwähnt.
Muhammad war sauer, weil die Juden in seiner arabischen Umgebung seine Visionen nicht annahmen und deswegen liess er sie massakrieren. Gleichzeitig klaute er wesentliche jüdische Ideologien und verleibte sie seinem erfundenen Islam ein.
Nach den muslimisch – antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland, machten deutsche Politiker den Fehler, alles auf Donald Trump zu schieben. Wegen dessen Ankündigung, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkenne, wären die in Deutschland lebenden Moslems halt sauer gewesen. Da müsse man als Deutscher schon Verständnis zeigen.
Der schlimmste Fehler, den man machen kann, denn nicht Trump war schuld. Er war ein willkommener Anlass und danach zeigten die in Deutschland lebenden Moslems (nicht generell alle) ihr wahres antisemitisches Gesicht. Was sich dann abspielte, war erst der Anfang. Wenn die deutsche Politik nicht vehement eingreift, werden bald Juden zu Freiwild und Synagogen und danach auch Kirchen abgefackelt.
Freitagabend am Brandenburger Tor gaben die Moslems einen kleinen Vorgeschmack darauf, was in Zukunft noch kommen wird. Und im Recht sahen sie sich auch, denn die Polizei stand nur dumm und untätig da.
In Israel weiß man davon, doch, ehrlich gesagt, haben die Leute hier andere Probleme als sich um die Vorfälle in Deutschland zu scheren. Viele Israelis begreifen nicht (und haben noch nie begriffen), warum es junge Israelis nach Berlin zieht. Oder sollte man sagen ZOG, denn wenn die Ausschreitungen sich häufen, werden weniger in die deutsche Hauptstadt ziehen. Nicht wenige Israelis meinen, dass junge in Berlin wohnende Israelis sich schämen sollten, im Land der Täter zu wohnen. Andere meinen, dass seien eh alles Linksextreme und es sei gut, dass die weg sind. Sollen sie in Deutschland abhängen und uns in Israel nicht auf die Nerven gehen.
In den deutschen Medien wurden wer weiß was Eskalationen in Jerusalem vorausgesagt. Wie ich bereits in vorherigen Artikeln sagte: In Jerusalem ist man abgeklärt und verfällt in keinerlei Weltuntergangsstimmungen. Dafür haben die Bewohner dieser Stadt zuviel erlebt als das sie da gleich bei jedem Furz ausrasten.
Es gibt gravierende Unterschiede zwischen dem Nahen Osten und Deutschland, Israel und Deutschland sowie Israelis und Deutschen. Das Problem in Deutschland ist, dass zuviele Deutsche mit ihrem Mindset und ihren Ansichten hantieren und all das auf den Nahen Osten und ganz Israel beziehen. Was in Deutschland funktioniert, funktioniert noch lange nicht in diesem Teil der Welt.
Zum Beispiel spielt im Nahen Osten die Religion eine sehr wichtige Rolle. Deutschen ist das unverständlich, aber im Nahen Osten sind die Religion und somit die eigene Identität, extrem wichtig. Damit meine ich nicht nur das Judentum, sondern vor allem den Islam. Selbst die säkularsten Moslems in Beirut sehen im Islam ihre Identität. Und gerade der Libanon ist das beste Beispiel für Religion und Identität.
Deutschland besitzt nicht die Kraft, all die Leute aus der Welt des Islam in Deutschland zu kontrollieren. Nicht mit dem deutschen Mindset und dem Willen zur eigenen Unterwerfung.

Chanukkah Sameach – Happy Chanukkah!!!

Photo: Miriam Woelke

B“H

Heute ist der erste Chanukkah – Abend und die erste von acht Kerzen wird angezündet. Bei der Kerze ganz rechts handelt es sich um den SCHAMASCH und sie selbst gilt nicht als Chanukkah – Kerze. Mit dem Schamasch werden die Kerzen abends jeweils angezündet. Zuerst wird der Schamasch mit einem Streichholz angezündet und dann wird der Schamasch genommen, um die anderen Kerzen zu zünden.

Es gibt nichts Besseres als Chanukkah in Jerusalem zu verbringen. Dort, wo das eigentliche Chanukkah – Wunder stattfand. Alle reden vom Brandenburger Tor, aber was ist schon die Diaspora gegen das Original in Jerusalem?

Chanukkah in Deutschland?

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Chanukkah – Leuchter am Zion Square in Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

B“H
Deutschland hat es heute wieder in die Weltschlagzeilen geschafft. Fanatische muslimische Migranten sowie die im Land lebenden Türken zeigen offen ihren Judenhass und rufen zum Judenmord auf (Chaybar Chaybar Ya Yahud). Die Polizei steht nur dumm da und unternimmt erst etwas als die Demonstranten Polizisten bedrohen. Die deutsche Politik, einschließlich Frau Merkel, schert sich einen Dreck um den muslimisch – importierten Antisemitismus.
Am Dienstagabend beginnt das achttägige jüdische Chanukkah und ich werde auf diesen Feiertag auf meinem relig. Hamantaschen – Blog noch viel mehr eingehen. Ab Dienstagabend wird acht Tage lang jeden Abend eine weitere Chanukkah – Kerze auf dem Chanukkah – Leuchter angezündet.
In den letzten paar Jahren fand dies, wie vielerorts auf dieser Welt, auch öffentlich am Brandenburger Tor statt. Die chassidische Gruppe Chabad – Lubawitsch stellte einen riesigen Chanukkah – Leuchter auf und allabendlich fand eine kleine Zeremonie statt.
Mich interessiert, ob dies auch an diesem Chanukkah stattfindet oder ob das Event aus Sicherheitsgründen abgesagt wird. Nach dem Verbrennen von Israelflaggen an derselben Stelle bleibt fraglich, ob sich Juden in Deutschland noch so öffentlich zeigen können.

Backrezept: „Sufganiot zu Chanukkah“

B“H
Am 13. Dezember ist in diesem Jahr der erste Tag von jüdischen CHANUKKAH. Dann zündet die jüdische Welt acht Abende lang Chanukkah – Kerzen. Überall in Jerusalem genauso wie andernorts stellte die chassidische Gruppe Chabad – Lubawitsch bereits öffentliche Chanukkiyot (Chanukkah – Leuchter) auf und allabendlich finden am Zion Square öffentliche Feiern zum Zünden der jeweiligen Kerze statt. Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie das alles abläuft, kann auf das folgende Video klicken:

Die acht Chanukkah – Tage sind keine Feiertage, an denen alles geschlossen ist oder keine Busse fahren. An Chanukkah geht sehr wohl der Alltag weiter, doch die Mehrheit der Israelis zelebriert allabendlich das Anzünden der Kerzen. Bei Chanukkah handelt es sich nur um einen netten gemütlichen Feiertag, sondern es erinnert uns an der Sieg der Makkabäer über die griechische Besatzungsmacht, welche da das Judentum abschaffen wollte. Gesetzlich hatte man zur damaligen bereits die Beschneidung, den Schabbat sowie den Beginn eines jeden Monat gemäss des jüdischen Kalenders (Rosh Chodesh) abgeschafft.
Chanukkah war nicht nur der Sieg der Makkabäer vor mehr als 2000 Jahren. Vielmehr hat die Bedeutung des Festes bis in unsere heutige Zeit hinein Bestand. Immer noch gibt es Antisemitismus. Nichtjuden und sogar Juden machen sich über die jüdische Religion lustig oder wollen sie gar ganz abschaffen.
In Israel und meistens bei säkularen Juden blieb selbst Chanukkah nicht vom Kommerz verschont. Es werden fleissig Kerzen gezündet, doch wollen Kinder teure Geschenke. Und das an jedem Abend von Chanukkah. Spielzeugläden machen momentan den Umsatz des Jahres. In relig. Familien hingegen halten sich die Geschenke aufgrund des kaum vorhandenen Geldes eher in Grenzen. Was jedoch immer reissenden Absatz findet ist der Kreisel (Sevivon). Während die Kerzen brennen, wird mit dem Sevivon gespielt und das nicht nur von Kindern. Allerdings hat der Sevivion mystische Bedeutungen und enthält diverse Buchstaben, auf die er nach dem Drehen kippt.
Chanukkah steht nicht nur für den Sieg der Makkabäer, die da das Judentum verteidigten als die Griechen des Tempel entweihten. Das eigentliche Chanukkah–Wunder ist das Wunder mit dem Öl. Ein Wunder direkt von G–tt. Deswegen werden an Chanukkah Kerzen gezündet. Vorwiegend mit Öl, aber ob ich in diesem Jahr wie im vergangenen Jahr wieder mit Öl zünde oder doch mit regulären Kerzen, weiß ich noch nicht. 🙂
Was man an Chanukkah ißt ? Natürlich die traditionellen Sufganiot (Krapfen) mit allen möglichen Füllungen und Lattkes (Kartoffelpuffer).
Was ich an diesen, auch in Israel, kalten Wintertagen esse: Heiße Suppen. Ich bin kein Sufganiot – Freund und all das ist mir viel zu süß. Da ist es zuhause mit einer heißen Suppe und den Chanukkah – Kerzen heimeliger.
Obwohl ich zugeben muss, dass ich in den letzten Wochen schon ein paar Sufganiot verdrückt habe. 🙂
Und wer die Sufaniot selber machen will:
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Photo: Miriam Woelke
Sufganiot am Jerusalemer Machane Yehudah Markt
Ein Rezept aus der Jerusalemer Bäckerei, in der ich bis vor 5 Jahren zu arbeiten pflegte:
1 kg Mehl (Vollkornmehl)
Eine dreiviertel Tasse Zucker
1 Teelöffel Salz
2 Eier
2 Eßlöffel Cognak
Eine halbe Tasse Olivenöl
60 g Hefe
Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad. Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen. Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel-Apfel-Füllung. Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen.
Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird.
Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!

Chanukkah Sameach – Happy Chanukkah !!!

 

Der letzte Tag von Sukkot

B“H

 

In weniger als einer Stunde beginnt der letzte Tag von Sukkot. Zumindest in Israel, denn Diaspora – Juden feiern noch bis zum Freitagabend.
Heute war erneut nur ein „halber“ Tag und mittlerweile herrscht in meinem Stadtteil Ruhe. Es ist Feiertagsstimmung und die Tische werden festlich gedeckt. In der Sukkah muss man nicht mehr unbedingt sitzen, doch die meisten Leute tun dies jetzt zum festlichen Abendessen. Das Wetter spielt bei 20 Grad Celsius am frühen Abend auch noch mit.
Morgen Abend gegen 19.00 Uhr geht Sukkot in Israel zuende und am Freitag ist wieder normaler Alltag. Solange jedenfalls, bis abends der Schabbat beginnt. Ab Sonntag geht das Leben wieder seinen geregelten Gang und die Feiertag sind erst einmal vorüber.

 

Die Sukkah auf Räder
Dieser Chabadnik (Mitglied der chassidischen Gruppe Chabad – Lubawitsch) ist in Tel Aviv bekannt wie ein bunter Hund. Tagtäglich sieht man ihn auf seinen Rollerblades (in Deutschland sagt man fälschlicherweise INLINER) durch die Stadt rasen. Einmal sagte er, dass er so gegen seine Ehescheidung demonstriere. Mittlerweile aber gehört er zum Stadtbild. Jetzt sogar mit Sukkah. 🙂

Chol HaMo’ed Sukkot – Zwischenfeiertage von Sukkot in der Jerusalemer Altstadt

B“H
Ich bin total sauer, denn das beste Video, was ich heute früh an der Klagemauer (Kotel) filmte, habe ich aus Versehen gelöscht. Jetzt bleiben mir noch zwei Videos zum Upload, was im Endeffekt aber besser ist als gar nichts.
Die Jerusalemer Altstadt ist dieser Tage gerammelt voll. Tausende drängen sich durch die Gassen im jüdischen Viertel. Polizei und Armee teilten die Zugänge zur Klagemauer weiträumig in Eingang und Ausgang ab. Einige Straßen sind für jene Leute, welche zur Klagemauer wollen. Andere Straßen sind nur für diejenigen, die von der Klagemauer kommen.
Ich machte nur einen kurzen Rundgang, denn es waren mir einfach zuviele Menschen auf den Beinen. Die aufgestellten Sukkot (Laubhütten) waren mit religiösen Familien überlaufen, die da ihr Essen von daheim mitgebracht hatten. In den Restaurants und Burger Bars der Altstadt ist es viel zu teuer. Noch dazu, wenn man Kinder dabei hat. Da bringt man sich sein Essen von zuhause mit und hockt sich irgendwo hin.
An den Sukkot – Feiertagen in der Altstadt zu sein, bedeutet Stress pur. Heute Abend gehe ich noch mit Freunden zum Kaffee. Gleich in meiner direkten Nachbarschaft und hoffentlich ist es dort nicht zu voll.
Viele Israelis müssen an Sukkot arbeiten und ich auch noch im Verlauf der Woche. Heute und morgen aber habe ich frei und Mittwochabend sowie Donnerstag ist schon wieder Feiertag.
Klar, ist es schön, am Feiertag in der Altstadt bzw. an der Klagemauer zu sein. Den Rest von Sukkot werde ich eher in der Natur im Freien verbringen. Und dort werden wir heute Abend beim Kaffee auch sitzen.
Der Herbst zieht allmählich ein. Heute ist es noch sonnig und warm bei 28 Grad Celsius. Allerdings zogen schon Wolken auf und es weht mittlerweile ein frischer Wind. Morgen und Dienstag haben wir in Jerusalem nur 21 Grad Celsius und morgen soll, laut Wettervorhersage, der erste Regen in Jerusalem eintreffen. Der erste Regen seit April! 🙂

 

Sukkot 5778 / 2017 in the Jewish Quarter / Cardo