Leben in Jerusalem

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Katzen – News & Pessach ist vorbei

Photo: Miriam Woelke

B“H
In der ersten Pessach (Passover) Nacht vor einer Woche bekam die Katzenmutter (3 Jahre alt) von der Sippe in unserem Garten ein Baby. In einem Karton neben meiner Haustür, wo die kleine Sippe den Winter verbrachte.
Vor zwei Tagen dann bekam ihre älteste Tocher (2 Jahre alt) vier kleine Kätzchen, die ich noch photographieren will. Alle sind wohlauf, nur ist die Katzenmutter schon wieder läufig. Nach der Geburt ihrer Kleinen sind die Weibchen eine Woche darauf gleich wieder läufig und die Kater rennen hinter ihnen her. Den Grund verstehe ich nicht, aber was soll man machen. In einer Woche ist dann vermutlich die älteste Tochter dran.

 

Photo: Miriam Woelke

Offiziell ging Pessach heute Abend mit dem Schabbatausklang zuende und ich bin froh, dass ab Morgen der Alltag wieder einzieht. Landesweit schieben die Bäckereien heute Nachtschicht, denn morgen früh warten alle auf frisches Brot.
An diesem Mittwochabend um 20.00 Uhr bis Donnerstagabend 20.00 Uhr gedenkt Israel den Opfern des Holocaust. Es ist YOM HA’SHOAH – Holocaust – Gedenktag und das ist, nach wie vor, ein sehr schwerer Tag für das Land.
Nach Schabbatausklang überflog ich kurz die letzten Nachrichten und sah, dass die deutsche Bundesregierung von Israel fordert, die „Angelegenheit“ am Grenzzaun zum Gazastreifen zu beenden oder aufzuklären.
Zuerst einmal hat Deutschland von Israel gar nichts zu fordern, obwohl sich Frau Merkel gerne als Weltherrscherin sieht, die allen anderen Ländern Befehle erteilt. Damit wandelt sie ganz auf den Spuren Hitlers.
Zudem ist es die Hamas, die allwöchentlich versucht, den Grenzzaun nach Israel mit Gewalt zu durchbrechen, um Juden umzubringen. Wie ich den Nachrichten entnahm, wurde gestern von der Hamas sogar eine Hakenkreuzfahne aufgehängt, was, laut Twitter, von den deutschen Medien verschwiegen wird.
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Morgen Abend ist wieder Feiertag

B“H
Morgen (Donnerstag) Abend beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach (Passover). Der erste sowie der letzte Tag der hohen jüdischen Pessach – Feiertage ist in Israel jeweils ein offizieller Feiertag, an dem alles geschlossen ist und keine Busse fahren.
Der morgige Donnerstag ist demnach nur ein „halber“ Tag. Wie der Freitag vor dem Schabbateinbruch. Offiziell beginnt der Feiertag morgen Abend um 18.27 Uhr. Freitag bleibt alles geschlossen und die Busse fahren NICHT!
Wer also durch Israel reist, der sollte wissen, dass von morgen Nachmittag bis Samstagabend alles geschlossen bleibt und keine Busse fahren. Erst am Samstagabend (nach Schabbatende) gegen 19.45 Uhr beginnt der Alltag wieder. Ab Samstagabend gibt es dann auch wieder Brot, etc. denn Pessach ist vorbei.
Morgen in zwei Wochen feiert Israel ganz groß seinen 70. Unabhängigkeitstag. Jetzt schon sieht man überall israelische Flaggen hängen und es wird geschmückt. Eine Woche zuvor, am 12. April, ist in diesem Jahr der nationale Holocaust – Gedenktag YOM Ha’SHOAH.
Am Freitag will die Hamas von Gaza aus erneut versuchen, den Grenzzaun nach Israel zu erstürmen. In Deutschland wird Euch von den dortigen Pallywood – Medien wie DER SPIEGEL, die Tagesschau, etc. verklickert, dass die armen Leute aus Gaza einfach so von israelischen Soldaten am Grenzzaun abgeknallt werden. In Wahrheit aber handelt es sich um Hamas – Terroristen, die da so einiges auf dem Kerbholz haben und keine Sekunde zögern würden, einem Israeli die Kehle durchzuschneiden. In Deutschland, wie gesagt, kein Wort davon.
An den Pessach – Feiertagen habe ich selber gar nicht viel unternommen. Einfach nur relaxt auf Balkonien und heute war ich einen halben Tag lang auf der Arbeit. Viele Leute, die ich kenne, mussten jeden Tag an Pessach arbeiten und andere, die frei hatten, waren daheim bei der Family. Meine Nachbarn haben Tagestrips unternommen und die Altstadt war gerammelt voll. Viel Sinn nach Trubel war bei mir nicht zu finden und auch die kommenden letzten Pessach – Tage lasse ich lieber ruhig angehen.

 

Wie Israelis die Pessach – Feiertage in dieser Woche geniessen

B“H
Wer nicht arbeiten muss, der geht hinaus in die Natur. Freizeit – und Naturparks haben diese Woche Hochkonjunktur und sind gerammelt voll. Viele Israelis müssen arbeiten oder arbeiten an Pessach nur halbtags. Wer es sich leisten kann, geniesst die Pessach – Feiertage, denn ab nächster Woche Sonntag herrscht wieder Alltag pur.
Der israelische TV – Bericht zeigt den besucherüberfüllten Kinneret (See Genezareth). Dann geht es weiter zum Theater in Haifa und danach zum Lego – Festival in der Sarona von Tel Aviv. Die Jerusalemer City of King David ist danach dran und zum Schluss wird berichtet, dass zahlreiche Israelis heute ausgerechnet nach Otef Aza (an die Grenze zum Gazastreifen) fuhren. In der Ferne sieht man israelische Soldaten, welche die Grenze schützen. Mehrere Male hatte die Hamas in Gaza gedroht, die Grenze zu überrennen. So auch wieder letzten Freitag.

 


Israelis lieben Festivals an den Zwischenfeiertagen von Pessach und Sukkot. Vor allem für Kinder ist viel geboten. Nur sollte jeder auf die Preise aufpassen, denn so mancher Spass kommt teuer.

 

Das Verbrennen des letzten Chametz – Bi’ur Chametz 2018 in Nachlaot / Jerusalem

B“H
Im Judentum ist es eine Mitzwah (ein Gebot), das letzte Chametz vor Pessach – Beginn zu verbrennen. Jeder Jude sollte dies tun.
Nach dem jeweiligen Pessach – Putz hebt jeder ein wenig Chametz auf und packt dieses separat in eine Tüte. Bei CHAMETZ handelt es sich um jegliches Getreide sowie Getreideprodukte, welche für Juden an Pessach verboten sind. Roggen, Dinkel, Hafer, Weizen oder Gerste.
Normalerweise hebe ich immer mein letztes Mehl auf, um es am Morgen vor Pessach – Beginn zu verbrennen. Mit dem Verbrennen des letzten Chametz deutet jeder Jude an, dass er keinerlei Chametz mehr in seinem Besitz hat und sollte sich irrtümlicherweise noch ein Krümel im Haus finden, dieser damit für null und nichtig erklärt wird.
Das Verbot von Chametz an Pessach ist ein biblisches Gesetz und es ist neben dem Götzendienst (Anbetung falscher Götter) sowie dem Nicht – Fasten am Yom Kippur eines der am härtesten bestraften G – ttesgesetze. Nichtjuden können sehr wohl Chametz essen und sind von dem Thoragesetz nicht betroffen.
Das letzte Chametz zu verbrennen bedeutet nicht, dass Juden nun kein Chametz mehr im Haus haben. Ich habe ein ganzes Fach im Küchenschrank, welches voller Nudeln und Reis ist. Reis gilt bei aschkenazischen Juden als Chametz und darf auch nicht verzehrt werden. Viele sephardische Juden essen an Pessach Reis und auf sie trifft dieses Verbot nicht zu. Deswegen kann man in den Supermärkten weiterhin Reis kaufen, was aschkenazische Juden an Pessach nicht tun. Aber nicht alle sephardischen Juden essen an Pessach Reis. Viele verzichten auf ihn.
Wer an Pessach Chametz daheim hat, der packt dieses gesondert in einen Schrank und benutzt diese Schublade oder dieses Schrankfach an Pessach halt nicht. Wer das tut, wie ich, der verkauft sein Chametz vor dem Fest offiziell. Der Verkauf findet symbolisch statt und man trägt seinen Namen in eine Liste ein. All die Listen werden einen Tag vor Pessach von den zwei israelischen Oberrabbinern an die drusische Gemeinde weitergegeben. Wie gesagt, an Pessach dürfen Juden kein Chametz besitzen und so wird unser verkauftes Chametz an einen Nichtjuden abgegeben. Dieser Akt ist, wie gesagt, symbolisch.
Klingt alles kompliziert, ist es aber nicht.
Gestern Morgen verbrannten die Juden weltweit ihr Chametz. Pita – Brote, Semmeln, Mehl, etc. All das wurde zusammengetragen und verbrannt. Des Weiteren gibt es bei der Verbrennung des Chametz (Bi’ur Chametz auf Hebräisch) noch den Brauch, seinen Lulav vom letzten Sukkot (Laubhüttenfest) mitzuverbrennen.
Zuerst kaufte ich auf dem Machane Yehudah Markt noch frisches Fleisch zum Fest ein und dann verbrannte ich, bevor es wieder heimging, mein Chametz.

 

 

Pessach (Passover) hat begonnen

B“H
Bis letzten Donnerstagabend um 23.00 Uhr habe ich noch für Pessach (Passover) meine Bude geschrubbt. Im Nachhinein war ich froh, den Kühlschrank sowie andere Sachen schon vorher geputzt zu haben. Da hatte ich am Donnerstag nicht mehr ganz soviel zu tun. 🙂
Das Wetter am gestrigen Freitag war kühl und regnerisch. Heute kam die Sonne hervor und ich konnte auf dem Balkon hocken.Ab Morgen steigen die Temperaturen wieder auf 23 – 25 Grad Celsius.
In der vergangenen Nacht bekam die Katzenmutter von der Sippe in unserem Garten ein Baby. Sie war ziemlich dick, aber nur ein kleines Baby kam heraus. Wahrscheinlich kein Wunder nach der vierten Schwangerschaft.
Jedenfalls ist sie happy und hat, so glaube ich, eine kleine Tochter mit dunkler rötlich – brauner Farbe. Ich werde Morgen mal ein Photo machen und in den Blog stellen. Die älteste Tochter der Mutter (zwei Jahre alt) ist auch noch schwanger und da kommt demnächst auch noch ein Wurf. Unterdessen hat die Straßenkater irgendein Virus gepackt, denn alle kämpfen bis aufs Blut um ihr Territorium. Draußen ist zurzeit die Hölle los und die Katzenmutter ist mit ihrem Baby auf meiner Veranda in einem Karton mit Decke.
Ab Morgen (Sonntag) beginnen die Pessach – Zwischenfeiertage, die da ganz normale Wochentage sind. Die Busse fahren wie gehabt und Shops haben geöffnet. Nur Post und Banken sind nur bis mittags auf. Regierungseinrichtungen bleiben bis zum 7. April geschlossen.
Der Donnerstag dieser Woche ist nur wieder ein „halber“ Tag, denn abends beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach in Israel. Freitag bleibt alles geschlossen, denn es ist Feiertag.

Morgen Abend beginnt Pessach

B“H
Morgen (Freitag) Abend ist die Pessach – Seder. Sprich der Pessach (Passover) – Abend. Pessach ist ein JÜDISCHER Feiertag, welcher nichts mit dem Christentum zu tun hat.
Immer wieder werde ich gefragt, wie Ostern in Israel gefeiert wird und meine Antwort lautet, dass Ostern hierzulande nicht gefeiert wird. Im Judentum gibt es kein Ostern und es interessiert auch niemanden. Niemanden außer die Christen die hier leben, die christlichen Touristen und die arabischen Händler in der Altstadt interssiert kein Ostern, sondern nur die Tatsache, dass sich derzeit Touristen bestens abzocken lassen.
Morgen Abend machen sich in Jerusalem viele christliche Touristen auf den Weg, um bei einer jüdischen Pessach – Seder dabei zu sein. Ein sehr schweres Unterfangen, denn normalerweise werden Nichtjuden nicht unbedingt bei einer Seder akzeptiert:
https://hamantaschen.wordpress.com/2015/03/22/nichtjuden-bei-der-pessach-seder/
Öffentliche Sedern, wo jeder so hin kann, gibt es kaum und wenn, dann sind diese für Juden gedacht. Was ich nicht begreife ist, warum insbesondere Christen bei einer Seder mit dabei sein wollen, wenn die ganze Prozedur bei der Seder sie gar nicht betrifft. Es geht um den Auszug der Juden aus Ägyten und nicht um christliche Inhalte. Wenn wir abends in der Haggadah WIR lesen, dann sind damit JUDEN gemeint. Warum also sollte ein Nichtjude WIR lesen. Eher vielleicht IHR (die Juden).
Eine Bekannte von mir meinte, dass Christen wohl irgendetwas suchen. Irgendwelche spirituellen Inhalte oder so. Ich bin der Meinung, dass man unbedingt den vom Christentum ernannten Messias J. „sehen“ will. Man sucht dieses Feeling und will halt so bei den Juden dabei sein. Nicht selten kommen dann penetrante Kommentare, ob denn J. das auch alles so gemacht hat. Das nervt total und Juden laden deshalb Nichtjuden nicht mehr so oft ein wie früher.
Warum können die christlichen Jerusalem – Touristen nicht nur einfach ihr Ostern feiern, ohne Juden mit dummen Kommentaren zu nerven. Vor ein paar Jahren sind wir fast einmal von solchen Touristen angegriffen worden und man schrie uns nach „J. – Mörder“!

 

Aktuelles zu Pessach (Passover)

B“H
Auf meinem relig. Hamantaschen – Blog findet Ihr ein paar aktuelle Artikel zu den anstehenden jüdischen Pessach – Feiertagen:
https://hamantaschen.wordpress.com/
Dieser Tage bin ich voll ausgelastet mit dem Pessach – Putz daheim. Meinen Kühlschrank habe ich gestern koscher für Pessach geputzt, denn heute nach der Arbeit war ich einkaufen.
Wer sich selbst die Preise bei den Discounter anschaut: Pessach ist kein billiges Unterfangen, denn Lebensmittel aller Art sind in Israel sehr teuer.
Bis Morgen herrscht noch eine 28 Grad Celsius – Hitzewelle, doch ab Donnerstag gehen die Temperaturen auf 15 Grad zurück und es soll regnen. Aus diesem Grund habe ich meine kleine Elektroheizung auch noch nicht weggeräumt. Auch am Freitag bleibt es kühl und erst am Samstag klettert das Thermometer wieder auf 19 Grad.