Leben in Jerusalem

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Winter & Pessach (Passover)

B“H
Nach einigen sonnigen warmen Tagen kehrt diese Woche der Winter wieder ein. Regen hatten wir bereits heute Morgen, aber gegen Abend soll es so richtig losgehen mit Gewitter in der Nacht und Hagel am morgigen Montag. Die Temperaturen sinken und am Schabbat steht anscheinend ein neues Unwetter mit Kälte ins Haus.
Vorbei ist der Winter also noch nicht.
Noch bevor die Leckereien für Purim in den Regalen zu finden waren, standen schon die Pessach – Sachen dort. An erster Stelle Putzmittel, denn gleich nach Purim in der letzten Woche, beginnen viele Familien bereits jetzt mit dem Pessach – Putz. Zimmer für Zimmer wird gründlichst auf den Kopf gestellt, denn zu Pessach darf kein einziges Getreidekorn im Haushalt vorhanden sein.
Alles wird auseinandergenommen und auch ich will in dieser Woche irgendwann mit meinen Bücherregalen anfangen. Jedes Buch abwischen und die Regale richtig auswaschen. Zwar habe ich nur eine 2 – Zimmer – Wohnung, aber es gibt vor Pessach trotzdem viel zu tun. 🙂

Purim Sameach – Happy Purim!

B“H
Immer wenn ein jüdischer Feiertag ansteht, ist Israel außer Rand und Band. Dann wird eingekauft wie wild und als ich gestern nach der Arbeit beim Discounter Rami Levi war, war Halligalli. Lange Warteschlangen an den Kassen und bis unters Dach vollgeladene Einkaufswagen.
Dazu arbeiten wir in der Firma immer vor, denn heute war nur ein halber Tag, weil heute Abend Jerusalem sein traditionelles Schuschan Purim feiert. Andernorts ist Purim heute Abend bereits vorbei. In Jerusalem aber beginnen die Feiern erst in circa zwei Stunden und dauern bis morgen Abend zum Schabbat – Einbruch an.
Viele Emails sind bei mir liegengeblieben, weil ich diese Woche platt von der Arbeit kam und ich muss nun erst einmal alles nachholen.
Als ich heute von der Arbeit kam, bin habe ich mich erstmal hingelegt und bin glatt weggepennt. Das Positive aber ist das tolle Wetter dieser Tage. Seit Montag 20 Grad Celsius und meistens sonnig. Der Winter ist allerdings noch nicht vorbei und es kühlt sich jetzt wieder auf 14 – 18 Grad Celsius ab. Sonntag soll es eventuell nochmal regnen, aber der Frühling liegt in der Luft und vieles blüht schon.
In einer guten Stunde gehe ich zum Lesen der Megillath Esther – dem Buch Esther und danach mit Freunden noch irgendwo zum Kaffeetrinken. Viel wird da nicht, denn ich stehe kurz vor dem Einschlafen. 🙂
Morgen haben wir, wie gesagt, Schuschan Purim in Jerusalem und es kommen ein paar Freunde zum Brunchen. Viele Leute arbeiten nicht außer den Supermärkten und der Gastronomie. Die Busse fahren aber wie gewohnt weiter. Es kann jedoch sein, dass Banken, Postämter und diverse Läden geschlossen bleiben.
Nachher will ich noch ein paar Photos machen. Vom Megillah – Lesen und so. Meistens findet das in den Synagogen statt, muss aber nicht. Alles was es braucht, ist eine koschere Megillath Esther – Rolle und jemanden, der in der Lage ist, alles vorzulesen.
Ich kenne Leute, die machen das privat in ihrem Haus, denn sie haben Geld und besitzen eine solche Megillah – Rolle. Es muss auch kein Rabbiner die Megillath Esther lesen, aber es sollte zumindest ein Mann sein und keine Frau.
Was es Neues zu den Knesset – Wahlen am 9. April gibt?
Oberflächlich bekam ich mit, dass die Iraner wohl das Handy von Benny Gantz gehackt haben und der nun total am ausrasten ist. Netanyahu macht sich lustig und meint, dass Gantz wohl offenbar geheime Infos auf dem Handy hatte und deswegen wie ein aufgeregtes Huhn herumhüpft. Vielleicht sogar Delikates und nun kann ihn der Iran erpressen.
Ferner gibt es immer mehr Unstimmigkeiten zwischen Benny Gantz und Ya’ir Lapid. Die beiden hatten sich zusammengetan und koalieren gegen Netanyahu. Das Problem ist, wie ich bereits voraussagte, dass Gantz und Lapid Machtmenschen sind und keiner wird sich mit einem kleinen Teil zufriedengeben. Jeder will die volle Macht und mittlerweile beschuldigt Gantz seinen Verbündeten Lapid, schuld zu sein, dass Gantz in den Umfragen sinkt.
Der Gantz / Lapid – Hype ist vorbei und Netanyahu führt. Aber wir werden sehen …  

Leserfrage: „Fahren in Jerusalem die Busse an Purim“

B“H
Diese Woche ist vollgepackt mit Arbeit, denn es folgt ein jüdischer Feiertag mit dem Namen PURIM. Auf meinem Hamantaschen – Blog habe ich in den letzten Jahren viel über PURIM berichtet und will dies dieser Tage auch noch tun. Vermutlich sogar noch nach Purim, obwohl dann genau in einem Monat bereits Pessach (Passover) ist.
An fast allen Orten der Welt beginnt Purim morgen Abend und wird bis Donnerstagabend gefeiert. Jerusalem ist eine der wenigen Ausnahmen und wir beginnen unser traditionelles SCHUSCHAN PURIM am Donnerstagabend und feiern bis zum Schabbatbeginn am frühen Freitagabend (circa 17.00 Uhr).
In Tel Aviv hingegen wird Purim morgen Abend sowie am Donnerstag gefeiert und wer jetzt wissen will, ob die Busse fahren:
Ja, tun sie!
An Purim fahren die Busse, viele Geschäfte sind offen und die Gastronomie sowieso.
Die Busse fahren ganz normal weiter. Auch am Schuschan Purim in Jerusalem.
Was Purim nicht ist: Eine Art jüdischer Karneval.
Obwohl sich verkleidet und nicht wenig gesoffen wird, so hat Purim einen sehr ernsthaften Hintergrund, welcher heutzutage immer noch durch den Antisemitismus ausgedrückt wird. Bei Purim geht es um grundlosen Judenhass, die geplante Judenvernichtung sowie den Sieg der Juden und ihr Überleben. Es betrifft nicht nur Nazis, Rechtsradikale oder radikale antisemitische Moslems, sondern genauso Gutmenschen, die toten Juden gedenken, gleichzeitig aber Israel hassen und boykottieren. Links ist damit genauso gemeint wie rechts.

Backrezept für Purim: HAMANTASCHEN

In jedem Supermarkt sowie in jeder Bäckerei Israels sind sie derzeit zu haben: Die traditionellen Purim – Hamantaschen. Hebräisch: Ozne’i Haman – die Ohren des Haman.

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Copyright: Miriam Woelke

B“H
Am 20. / 21. März dieses Jahres feiert die jüdische Welt PURIM. Einen Tag darauf (Abend des 21. sowie am 22.) feiert Jerusalem sein traditionelles SCHUSCHAN PURIM.
Hier vorab schon einmal ein Backrezept für die traditionellen HAMANTASCHEN:
1 kg Zucker
2 kg Margarine / Mazola
10 grosse Eier
1 Teelöffel Vanille
Alles gut durchrühren und dann 3 kg Mehl hinzufügen.
Füllungen: Dattelcreme, Mohn, Käse, Schokolade, Marmelade oder Nussfüllung, etc.
 
 
 
Gutes Gelingen !!!

Purim Vorbereitungen in Jerusalem

Frisch vom Blech: Hamantaschen (Ozne’i Haman) in der „Natural Choice Bakery“ in Nachlaot / Jerusalem
Hamantaschen im Machane Yehudah Markt
Hamantaschen mit Mohnfüllung
Süssigkeiten für Purim / Machane Yehudah Market
Mischloach Manot – Purim Geschenke. Eine wichtige Mitzwah an Purim ist es, Geschenke (vornehmlich Essen) zu verteilen.
Photos / Copyright: Miriam Woelke

Ausführliche Purim – Infos gibt es auf meinem relig. Hamantaschen – Blog !

https://hamantaschen.wordpress.com/category/purim/

 

Leserfrage: „Die Bedeutung von PURIM SAMEACH“

B“H
PURIM SAMEACH bedeutet ganz einfach HAPPY PURIM!
SAMEACH = HAPPY, wobei es in der hebräischen Sprache mehrere Worte für fröhlich gibt. Bei der entsprechenden Wortwahl kommt es immer auf die Art der Fröhlichkeit drauf an. Beschwingt oder eher ernsthaft. So in der Art jedenfalls. 🙂
In der nächsten Woche feiert die jüdische Welt Purim, aber dazu mehr auf meinem Hamantaschen – Blog in den kommenden Tagen!
Momentan aber wünschen sich Juden in Israel untereinander PURIM SAMEACH – HAPPY PURIM.

Milchprodukte werden teurer & Purim

B“H
In Israel werden diverse Lebensmittel nur zu staatlich festgelegten Preisen verkauft. Das ist so Gesetz und das Positive daran ist, dass Leute mit schmalem Geldbeutel immerhin in der Lage sind, sich mit Grundnahrungsmittel einzudecken. Unter dieses Gesetz fällt, u.a., das billigste Brot der Jerusalemer Großbäckerei ANGELWer am Fabrikverkauf interessiert ist: Das Angel – Familienunternehmen befindet sich in der Beit HaTfus Street 1. Im Stadtteil Kiryat Moshe direkt neben der Hauptstraße Kanfe’i Nescharim.
Selten kaufe ich dort ein und wer es besser und zentraler habe will, gehe zu TELLER in der Agrippas oder direkt an deren Stand im Machane Yehudah Markt. Das TELLER Brot wird nicht staatlich subventioniert und ist dementsprechend teurer. Täglich ab 18.00 Uhr fliegen jedoch alle Brote zum halben Preis raus.
Billige Joghurts wie GIL oder ESHEL sowie Butter fallen ebenfalls unter das Gesetz. Milch und Eier, glaube ich, auch. Die Regierung muss bei Preiserhöhungen stets zustimmen und gerade geschieht dies nach Jahren wieder einmal. In Kürze werden Milchprodukte teurer, aber, laut Nachrichten, nur geringfügig. Familien mit Kindern würden monatlich 15 Schekel (circa 3,50 Euro) draufzahlen. Ansonsten beträgt die Preiserhöhung nur wenige Agoroth. Der Liter Milch im Tetra – Pack von Tnuva und Tara kostet momentan 5,75 Schekel (circa 1, 40 Euro). Demnächst soll der Preis auf 5,95 Schekel steigen. Also 5 Cent mehr pro Liter. Beim Oscher Ad Discounter in Jerusalem wird der Liter immer für 4,80 Schekel (1,20 Euro) angeboten. Weit unter dem Normalpreis.
Die Lebensmittelpreise unterliegen bis April eh wieder diversen Schwankungen, denn Mitte April beginnt Pessach (Passover) und zum Fest wird immer alles teurer. Oder kurz danach.
Wer seinen Pessach – Einkauf einigermaßen günstig erledigen will, gehe zu den Discountern Rami Levi oder Oscher Ad. Momentan wird sämtlicher Schnickschnack für Purim angeboten, denn diesen jüdischen Feiertag feiern wir in zwei Wochen. In Jerusalem wird an Purim nicht sooooooo viel los sein, denn das traditionelle Schuschan – Purim fällt erneut auf einen Freitag. Und Freitag bedeutet wenig Gefeiere, denn abends beginnt schon der Schabbat.
Ich habe an dem Tag arbeitsfrei und zwei Freunde zum Brunch eingeladen. Danach dackelt jeder heim und bereitet sich auf den Schabbat vor. Und ich mache daheim die Brunch – Sauerei weg.
In Jerusalem beginnt Schuschan – Purim am Donnerstagabend zuvor. An anderen Orten am Mittwochabend und es wird donnerstags gefeiert. Jerusalem aber ist eine der wenigen Ausnahmen mit dem einen Tag später beginnenden Schuschan – Purim.

Diese neue Woche

B“H
Der Schabbat ist vorbei und die neue Woche hat begonnen.
Ein überaus sonniger und warmer Schabbat war es, den ich fast nur auf dem Balkon verbrachte. Immerhin fast 15 Grad Celsius, was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass der Winter etwa vorbei ist. Ganz im Gegenteil, denn er kommt schon Morgen wieder zurück. Die Temperaturen sinken drastisch und für Mittwoch sind Graupelschauer angesagt. Das Thermometer sinkt zum Donnerstag auf gerade mal 4 Grad Celsius. Zumindest in Jerusalem.
Am Mittwoch muss ich wieder einmal ins Krankenhaus, denn es steht beim Urologen eine Ultraschalluntersuchung der Nieren an sowie ein allgemeiner Nierentest. Hoffentlich bleibt das in diesem Monat meine einzige Behandlung. 
Im Februar hingegen stehen zwei Krankenhaustermine an: Bei der Ärztin, die mich operierte zur Nachuntersuchung. Dann ein Bluttest bei meiner Krankenkasse, dessen Ergebnis ich Ende Februar bei meinem CT Scan vorlegen muss. Mein CT wird immer mit Jod ausgeführt und da ist ein Bluttest erforderlich, denn man will sehen, ob die Nieren das Jod aushalten.
Ende des Monats werde ich einen Teil meines Buchmanuskriptes an den deutschen Verlag zum Editieren und zur Korrektur senden. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres unter dem Titel „111 Gründe, Israel zu lieben“ erscheinen. Über Länder wie Irland, Poland, etc. gibt es bereits eine ganze Buchserie und es lohnt sich, darin zu blättern. Die Bücher sollten in jeder Buchhandlung oder halt auf Amazon zu finden sein.
Den nächsten anstehenden jüdischen Feiertag erkennt man in Israel immer am Angebot bzw. an der Dekoration im Supermarkt. Zwar steht der biblische Feiertag Tu be’Shevat (15. Tag im Monat Shevat) erst am 20. / 21. Januar an. Die Supermärkte aber haben schon jetzt ihr Angebot ausgebreitet. Mit keiner so passenden Deko wie hier im Jerusalemer SuperDeal.

 

Photo: Miriam Woelke

Getrocknete Früchte in allen Formen zum Neujahrstag der Bäume. Ich mag das Zeug absolut nicht, denn es ist viel zu süss. 🙂 Aber man kann ja auch richtiges frisches Obst essen.