Leben in Jerusalem

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Feiertage'

Schlagwort-Archive: Feiertage

So besteigt man in Israel einen Bus :-)

B“H

So steigt man in Israel in einen Bus:

Nee, kleiner Scherz! 🙂
Gestern und heute ist der Feiertag LAG ba’OMER (ein mystisch – kabbalistischer Tag, an dem Hunderttausende Juden ins nordisraelische Meron zum Grabe des Rabbi Schimon bar’Yochai fahren). Und da es, wie in jedem Jahr, mal wieder nicht genügend Busse gab, musste man sich eben auf andere Art helfen.
Improvisation ist halt alles in Israel. In Deutschland undenkbar, denn da geht alles streng nach Vorschrift.

Leserfrage: 30. Mai alles zu in Israel?

B“H
Ist am 30. Mai in Israel alles zu?
Ja und Nein!
Am Abend des 30. Mai (Dienstag) beginnt in diesem Jahr der eintägige jüdische Feiertag SCHAVUOT (das Wochenfest). Der Tag, an dem die Juden am Berg Sinai von G – tt die Thora erhielten. Bei Schavuot handelt es sich neben Pessach und Sukkot um einen hohen jüdischen Feiertag. In Israel wird er einen Tag lang gefeiert und in der Diaspora zwei Tage lang.
Wie gesagt, am Abend des 30. Mai beginnt diesmal Schavuot. Demnach ist dieser Tag ein „halber“ Tag. Ähnlich wie der Freitag vor dem Schabbatbeginn. Die Busse stellen am späten Nachmittag den Verkehr ein und die meisten Geschäfte schließen.
Am darauffolgenden Tag, dem 31. Mai (Mittwoch), ist Feiertag und arbeitsfrei. Erst ab circa 20.30 Uhr abends fahren wieder die Busse und Schavuot endet.

Morgen Abend ist wieder Feiertag!

B“H
Gerade ging der Schabbat zuende und morgen ist gleich schon wieder Feiertag. Morgen Abend beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach. Demnach ist der morgige Sonntag in Israel nur ein „halber“ Tag. Ähnlich wie der Freitag vor dem Schabbatbeginn.
Im Klartext bedeutet das, dass morgen die Busse am Nachmittag den Verkehr einstellen und alles schließt. Am Montag ist in Israel offiziell Feiertag und die Busse fahren erst wieder ab Montagabend gegen 20.30 Uhr.
Am Montagabend geht das siebentägige Pessach in Israel zuende und nach 20.00 Uhr darf wieder Getreide gegessen werden. Die Bäckereien schieben Nachtschicht, damit spätestens am Dienstagmorgen wieder frisches Brot auf den Tisch kommt.
Vorgestern Mittag war ich bei der Supermarktkette „Shufersal Deal“ im Stadtteil Talpiyot einkaufen. Dort gehe ich nur alle halbe Jahre hin, wenn ich vor Pessach und Rosh Hashana den obligatorischen Geschenkegutschein von der Arbeit erhalte.
Am Donnerstagmittag dort einkaufen zu gehen, war definitiv ein Fehler. Ich dachte, dass die Massen erst gegen Abend zum Shopping strömen, doch es stellte sich heraus, dass vor den Kassen bereits lange Schlangen warteten.
Der Shufersal Deal in Talpiyot ist riesig, doch, ob man es jetzt glaubt oder nicht, die Bude war halb leer gekauft. Teilweise leere Regale und verpacktes Frischfleisch war halb vergammelt. Eine Verkäuferin sagte mir, dass die Regale erst wieder am Dienstag, wenn Pessach vorbei ist, aufgefüllt werden und bis dahin wird halt nur noch das letzte Zeug koscher für Pessach verkauft. Der teure Minimarkt in der Emek Refa’im Street macht dasselbe und stellte gestern sein letztes Mazze – und Kartoffelmehl zum Sonderpreis vor die Tür. Den Gang auf den Machane Yehudah Markt morgen spare ich mir, denn dort werden auch nur noch die Reste vom Freitag verscherbelt. Frisches gibt es erst wieder ab Dienstagmorgen.
In Israel dauert Pessach sieben Tage, in der Diaspora dagegen ist Dienstag immer noch Feiertag und es wird erst ab Diestagabend wieder Getreide verzehrt. In Israel hingegen ist ab Dienstag wieder Alltag und es geht zurück zur Arbeit!
Eine Woche später (24. April) wird in Israel den Opfern des Holocaust (Yom HaShoah) gedacht. Am 1. Mai ist Yom HaZikaron (Gedenken an die gefallenen israelischen Soldaten und Terroropfer). Am 2. Mai dann feiert Israel seinen 69. Unabhängigkeitstag (Yom Ha’Azma’ut).

Video: „Pessach (Passover) 2017 in der Jerusalemer Altstadt“

B“H
Ein heißer Tag in Jerusalem bei 27 Grad Celsius, doch der Himmel blieb grau und der Wind blies staubige Luft umher. Viel Lust in die Altstadt zu laufen, hatte ich nicht, doch am Ende raffte ich mich trotzdem auf. Bei dem seltsam dunklen Wetter war mir mehr nach Balkon zumute als mich in die Massen zu stürzen.
Wie erwartet traf ich dann im jüdischen Altstadtviertel schnell auf Tausende Besucher. Meistens Israelis aus dem ganzen Land sowie Juden aus der Diaspora. Es war ein Kommen und Gehen, aber die richtige Stimmung kommt vermutlich erst morgen zum traditionellen Birkat HaCohanim (Segen der Cohanim) an der Klagemauer (Kotel) auf.
Im jüdischen Viertel waren die billigen Kaffeehausketten COFIX und COFIZZ geschlossen. Man hatte wohl nicht für Pessach extra alles putzen wollen und bleibt deswegen bis nach den Feiertagen zu. Somit gab es lediglich teure Souvenirs und teures Essen in den Restaurants zu kaufen.
Ich wohne nur circa eine halbe Stunde von der Altstadt entfernt und kann deswegen bequem laufen. Essen brauche ich nicht zu kaufen, denn schnell bin ich daheim und koche mir lieber selber was. Viele jüdische Besucher brachten eh ihr Essen von daheim mit und picknickten in und um die Altstadt.
Die Altstadtgassen quollen über und es dauerte einige Zeit, bis ich die Treppen zur Klagemauer (Kotel) hinunter war. Nicht ganz, denn die Warteschlangen vor der Security waren dermaßen lang, dass ich es vorzog, die Klagemauer nur von der Treppe aus zu sehen bzw. zu filmen. Eine der ewig langen Warteschlangen seht Ihr unten im Video. Zusammen mit einer Gruppe Imame mit schwarzer Kleidung und weißem Hut sowie einer Bar Mitzwah – Gruppe mit lautem Gesang. Sie alle reihten sich in eine lange Schlange vor der Security an einem vor einem der Eingänge.
Palästinenser dürfen den Kotel Plaza vor der Mauer überqueren, doch nicht selbst direkt vor der Mauer stehen. Warum sollten sie auch und andererseits könnten so bei Massenandrang leicht Attentate stattfinden. Wo jedoch die Imame hin wollten, weiß ich nicht. Vielleicht nur durchlaufen oder hinauf auf den Tempelberg.
Das untere Video ist, für meine Verhältnisse, recht lang. Schneiden tue ich meine Videos nicht, sondern ich uploade alles so, wie ich es filme. Verwackelt oder nicht. 🙂
Morgen will ich noch mehr Videos auf Youtube und in die Blogs stellen!

 

Am Montagabend beginnt Pessach (Passover)

B“H
Der Grund, warum es auf meinen Blogs momentan nicht richtig weitergeht liegt ganz einfach an den anstehenden Pessach – Feiertagen. Tagsüber muss ich arbeiten und abends die Wohnung putzen. So richtig putzen und für Pessach alles auseinandernehmen, denn es darf kein Krümel Getreide im Kühlschrank, Herd oder sonstwo stecken.
Heute Abend werde ich noch putzen und morgen Abend nach der Arbeit den Rest. Am späten Nachmittag muss ich morgen noch einkaufen, denn bislang habe ich nur Mazzot und Wein eingekauft. Den Kühlschrank putze ich heute Abend noch fertig, genauso wie den Küchenschrank. Morgen Abend bleiben nur noch das große Fußbodenwischen und ein paar Kleinigkeiten.
Die Leute sind alle dermassen beschäftigt mit den Pessach – Vorbereitungen. Putzen, Einkaufen und vor allem dem Kochen für die Seder am Montagabend.
Montagabend beginnt dann der erste Pessach – Abend und der Tag ist in Israel nur ein halber Tag. Ähnlich wie der Freitag vor dem Schabbatbeginn. Die Busse werden am Montagnachmittag bis zum Dienstagabend den Betrieb einstellen, denn Dienstag ist Feiertag.
Ab Mittwoch ist wieder alles geöffnet, doch Regierungseinrichtungen und Stadtverwaltungen bleiben bis nach Pessach geschlossen. Banken und Postämter sind an den Zwischenfeiertagen von Pessach nur bis mittags geöffnet.
Ab Montag habe ich endlich Urlaub. Es kann sein, dass ich Freitag kurz arbeiten muss, aber das steht noch nicht genau fest. An Pessach selbst habe ich nichts Besonderes geplant, denn es sind ja im Grunde genommen nur zwei Tage, an denen man etwas unternehmen kann. Nämlich am Mittwoch und Donnerstag. Freitag ist schon wieder nur ein halber Tag wegen des am Abend beginnenden Schabbat. Am Sonntag, dem 16. April, ist ebenfalls nur ein halber Tag, denn Abends beginnt der siebte und letzte Tag von Pessach. Am Montag, dem 17. April ist nochmals frei und abends ist Pessach wieder vorbei und es darf Getreide gegessen werden.
An den Zwischenfeiertagen will ich einmal in die Altstadt gehen, denn im jüdischen Viertel wird gefeiert. Juden aus dem ganzen Land und aller Welt kommen an die Klagemauer (Kotel). Das Wetter wird Dienstag und Mittwoch mit bis zu 30 Grad sehr heiß. Am Donnerstag soll es regnen und sich auf 24 Grad abkühlen.
Von den Feiern in der Altstadt werde ich ein paar Videos drehen und in die Blogs stellen. Auch geht es mit dem Bloggen spätestens am Mittwoch regelmäßig weiter. 🙂
Wer Fragen zu Pessach hat oder wie was genau jetzt in Jerusalem ausschaut, kann diese gerne stellen!

Kurzes Update vor den Feiertagen

B“H
In Israel ist man dieser Tage voll und ganz damit beschäftigt, alles für die am kommenden Montagabend (10. April) beginnenden Pessach – Feiertage vorzubereiten. Die Wohnung wird auf den Kopf gestellt und koscher für Pessach geputzt. Ich arbeite den ganzen Tag und wenn ich abends heimkomme, muss ich diese Woche allabendlich schrubben. Aus diesem Grund geht es auf meinen Blogs etwas ruhiger zu.
So richtig für die Feiertage einkaufen, muss ich auch noch. Das heißt, Mazzot und Wein habe ich schon. So allmählich geht der Run auf die Supermärkte los und die Leute kaufen als ob es nichts mehr zu Essen gibt. Ihre vollbepackten Einkaufswagen schleifen sie bis zur Kasse und dann wird gehamstert.
Wer von Euch Fragen zu Pessach hat bzw. was an Pessach gegessen oder nicht gegessen werden darf, der kann die gerne stellen!
Ob ich an einem der Zwischenfeiertage arbeiten muss, weiß ich noch nicht. Kann sein, dass ich ein oder zweimal ins Büro muss. 🙂 In die Altstadt will ich unbedingt auch mal wieder. Aktuell geht es gerade dort wieder unruhiger zu, denn gestern stach ein junger Palästinenser irgendwo im muslimischen Viertel mit einem Messer um sich.
Ob christliche Touristen an Ostern in Jerusalem sicher sind? Seht es doch mal so: In Israel seid Ihr sicherer als in Deutschland, denn hier greifen Armee und Polizei bei Terror durch. Die deutsche Polizei hingegen macht auf political correct. 

 

Pessach – Stress

B“H
Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn in zweieinhalb Wochen das jüdische Pessach (Passover) endlich beginnt. Sieben Tage dauert Pessach in Israel, in der Diaspora acht Tage. In den Supermärkten kommt so langsam der Feiertagsansturm auf und an den Kassen schlängeln sich die vollgepackten Einkaufswagen. Die Leute kaufen jetzt schon als ob es kein Morgen gäbe.
Mittlerweile ist auch der Frühling angekommen und es wird deutlich wärmer. 🙂
20170322_130855

Photo: Miriam Woelke

Der übliche Pessach – Putz hat bei mir auch schon begonnen. Zwar ist endlich einmal die Gelegenheit wieder da, die ganze Bude auf den Kopf zu stellen und sauberzumachen. Andererseits nervt das alles nach der Arbeit auch noch zu putzen.
20170322_130830

Photo: Miriam Woelke

In der Altstadt läuft noch bis morgen Abend das Sound Festival, doch dafür habe ich keine Zeit. Bei mir steht momentan nur Arbeiten und Putzen auf dem Programm. Am Samstagabend vor Pessach haben die großen Supermarktketten geöffnet. Manche sogar die ganze Nacht hindurch. Mir jedenfalls graut schon vor dem Großeinkauf vor dem Fest, denn dann herrscht Chaos an den Kassen. Die Leute stehen Schlange und alle sind genervt.
20170322_131230

Photo: Miriam Woelke