Leben in Jerusalem

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Abseits der Eurovision

B“H
Tel Aviv mag sich in dieser Woche im Eurovisions – Fieber befinden, aber das Leben in Israel geht ganz normal weiter.
Die Hamas zündelt einmal wieder jenseits des Grenzzaunes und auf israelischer Seite stehen bei der Gluthitze und Trockenheit Felder in Flammen.
Gestern Abend gegen 20.00 Uhr gab es in fast ganz Israel ein Erdbeben Stärke 4,4 – 4,6 auf der Richterskala. Ich sass am Küchentisch und auf einmal begann der Stuhl zu wackeln. In dem Moment dachte ich nicht an ein Erdbeben. Dann aber schickten mir Freunde mehrere SMS und meinten, bei ihnen hätte auch alles nur so gewackelt. Kurz darauf wurde in den israelischen Nachrichten bekanntgegeben, dass es sich um ein Erdbeben handelte. Gleich danach veröffentlichte der israelische Pikud HaOref (Zivilschutz), wie wir uns im Falle eines Erdbebens verhalten sollen, aber da war es eh schon zu spät. Vom Norden bis hinunter nach Beersheva hatte die Erde gebebt. Jemand meinte auf Twitter, dass er in Rishon Lezion (bei Tel Aviv) es heftig gespürt hätte.
Das letzte Beben gab es im Januar und meistens merke ich persönlich gar nichts. Immer wieder bebt in Israel die Erde. Meistens im Norden und am Toten Meer.
Was gibt es noch Neues?
Vorhin bekam ich eine SMS vom Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem und ich sollte meinen CT Scan Termin am kommenden Dienstag bestätigen. Es ist wieder soweit und ich habe kein so tolles Gefühl, denn seit Wochen habe ich Schmerzen im Bauch. Nicht 24 Stunden lang, aber doch einige Zeit am Tag. Allein in der letzten Woche nahm ich 5 kg ab, aber der Gewichtsverlust hat sich jetzt verflüchtigt. Dazu habe ich in regelmäßigen Abständen Druck auf der Lunge und falls ich diesen CT ohne Metastasen überstehe, gleicht das einem Wunder. Immerhin soll ich einen professionellen Onkologen bekommen, da die vorherige Onkologin noch in der Ausbildung ist und auch, meiner Ansicht nach, immer sein wird. Das ist ziemlich frustrierend, wenn man Onkologie – Patient ist und einen Arzt hat, der nicht gerade mit dem notwendigen Wissen glänzt.

Achtjährige Palästinenser – Jungen aus Gaza wollten von israelischen Soldaten verhaftet werden

B“H

 

Zeigen das die Mainstream Medien in Deutschland?
Palästinensische Jungen aus dem Gazastreifen baten israelische Soldaten, sie zu verhaften, damit sie dem Hamas – Zwang entkommen. 

 

 

 

Die Jungen gaben ihre Messer ab, nachdem sie nach Israel eingedrungen waren um, wie von der Hamas beauftragt, Juden umzubringen. Die beiden Achtjährigen wollten das nicht und liessen sich freiwillig verhaften. Später wurden sie wieder in den Gazastreifen zurückgeschickt.
Es ist allseits bekannt, dass die Hamas gerade Kinder und Jugendliche zum Terror gegen Israel zwingt. Als Kanonenfutter und die Welt schaut zu.

Inside Hamas – Die Hamas von Innen (Israel/Palestine Documentary)

Die Hamas ist im Gazastreifen seit 2006 an der Macht. Seitdem gibt es keine demokratischen Wahlen mehr und die Menschen in Gaza können die Hamas nicht abwählen. 

 

Zurückhaltung zum Liebermann – Rücktritt

B“H
Gestern Mittag gab Verteidigungsminister Avigdor Liebermann seinen Rücktritt bekannt und schon begannen die hiesigen Medien mit wilden Spekulationen. Fakten zur Nachfolge und überhaupt gibt es noch keine. Was aber vorhanden ist, sind Gerüchte, Forderungen und Ideen. Konkretes fehlt immer noch. 
Und so kopierten ausländische Journalisten erst einmal von den israelischen Kollegen, wobei sie nicht vergaßen, ihre eigenen wilden Spekulationen einzufügen. Und so hört sich das dann auch immer an:
Netanyahu sei ein Hardliner – Das ist nicht lache. In Israel gilt Bibi als ausgemachter Feigling.
Liebermann sei ein Hardliner – Absoluter Quatsch und den Grund, warum der Verteidigungsminister aufgab, kann jeder nachvollziehen. Wobei ——- wer weiß, was noch alles mit im Spiel ist, denn Lieberman ist einer des besten Vertrauten Netanyahus. Die Beiden kennen sich ewig und jeder kennt den anderen in – und auswendig.
Die israelische Politik ist chaotisch und jetzt irgendwelche Schlüsse zu ziehen, wäre idiotisch. Das Machtgeschachere und all die kleinen Interessengruppen, wer kennt sie nicht und hierzulande ist nichts vorhersehbar.
Momentan betrachtet Lieberman Netanyahu als Feigling, denn dieser ging erneut einen Pakt mit der (laut Netanyahu) „um Gnade winselnden“ Hamas ein. Anstatt immer nur nachzugeben, damit die Hamas in zwei Wochen wieder neue Raketen abfeuern kann, sollte unsere Armee endlich zuschlagen und die Hamas dem Erdboden gleichmachen. Darum geht es Avigdor Lieberman.
Netanyahu aber schielt auf Wählerstimmen, denn er ist sich bewusst, dass er die Umfragen mit mehr als 30% anführt. Und da lassen gefallene israelische Soldaten im Gazastreifen schnell die Stimmung kippen. 
Die israelischen Bewohner nahe dem Gazastreifen haben die Schnauze gestrichen voll. Immer wieder werden sie geopfert, denn sie haben keine Lobby. Kleine Leute aus Sderot, Netivot oder den umliegenden Moschawim und Kibbutzim. 
Würden dagegen Raketen auf Tel Aviv, Jerusalem, Rishon LeZion oder Herzliya fallen … dann, ja … dann wäre Netanyahu schnell bei der Sache und liesse die Armee in Gaza einmarschieren. Aber bislang sind es ja nur die kleinen Leutchen aus Sderot, die betroffen sind und wen kümmern die? Solange die Tel Aviver ungestört auf der Ibn Gavirol ihren Kaffee schlürfen, ist doch alles gut.

An der Grenze zum Gazastreifen wird wieder randaliert

Wird in Deutschland darüber berichtet?
Am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel randaliert die palästinensische Jugend wieder seit ein paar Wochen. Wenn die Palästinenser nur halb soviel Energie in den Aufbau ihrer eigenen Autonomie stecken würden anstatt gegen Israel zu randalieren, wäre der Gazastreifen ein erfolgreiches Land. Aber die EU – sowie all die Milliönchen der Angie Merkel werden lieber in den Terror gegen Israel investiert.
Messerattacken bleiben auch hierzulande weiter an der Tagesordnung. Allein am Abend des Yom Kippur – Ende vor knapp zehn Tagen, wurde eine Messerattacke in der Jerusalemer HaNevi‘im Street vereitelt.

Warum zögert Netanyahu, Gaza bzw. die Hamas militärisch anzugreifen? Und was ist mit Hadar Goldin und Oron Sha’ul?

B“H
Ende vergangener Woche kam es zu einer offiziellen einstweiligen Feuerpause zwischen der Hamas in Gaza und Israel. Die Betonung liegt auf EINSTWEILIG, denn, wie die Erfahrung zeigt, kann die Hamas jederzeit wieder Raketen abschiessen und das ganze Spiel geht von vorne los.
Am Donnerstagabend tagte das israelische Kabinett und es wurde diskutiert, ob die Armee nach Gaza geschickt wird oder nicht. Weite Teile der Bevölkerung und jene Israelis, die um den Gaza – Streifen leben sowieso, würden einen militärischen Angriff befürworten. Die Hamas soll endlich vertrieben werden und Ruhe müsse einkehren. Auch für die Leute in Gaza selbst.
Stattdessen haben wir nur wieder eine befristete Ruhepause, in der noch nicht einmal die brennenden Drachen und Ballons, die auf Israel niedergehen, enthalten sind. Und an der Grenze nach Israel machen die Palis aktuell wieder Randale. Alles also wie gehabt!
Warum Netanyahu vor einem Angriff auf Gaza zurückschreckt – und das ist meine Meinung:
Seit Monaten führt Bibi Netanyahu die Umfragen an und wäre jetzt Wahl, so würde er 36% aller Stimmen bekommen. Abgeschlagen hinter ihm Ya’ir Lapid (Yesh Atid) und Naftali Bennett mit dem Bayit Yehudi. Hinter Bennett folgt die Arabische Liga und weit dahinter erst die Linksparteien.
Würde Israel einen Militärangriff starten, so fürchtet Netanyahu, wird es Verluste geben. Israelische Soldaten werden fallen und die Stimmung in der Bevölkerung könnte kippen. Realistisch betrachtet ist das Gegenteil der Fall, denn selbst bei Verlusten wird die Stimmung kaum kippen. Doch Netanyahu macht sich immer nur in die Hose. Er will seine Mehrheit halten und diese bis über die kommenden Wahlen bringen.
Und somit war Netanyahu am Freitag untendurch und verlor, laut Umfragen, an Zustimmung. Gestern Abend holte er alles wieder auf, denn die Palästinenser schrien bei einer Demo in Tel Aviv nach einer neuen Intifada und der Zerstörung Israels.
Die aktuelle Feuerpause wurde von den Ägyptern vermittelt, denn Hamas und Israel reden offiziell nicht miteinander. Wer bei den Verhandlungen ebenfalls auf der Strecke blieb: Die Leichen der im Sommer 2014 gefallenen israelischen Soldaten Hadar Goldin und Oron Sha’ul.
Die Hamas verschleppte damals im Gazakrieg die zwei Leichen, um sie bei einem Gefangenenaustausch verwenden zu können.
Unendlich viele Male versprach Netanyahu den Eltern Goldin und Sha’ul, dass er keine Einigung mit der Hamas eingehen werde, ohne dass Hadar und Oron miteingeschlossen sind und die Leichen der gefallenen Soldaten endlich in Israel begraben werden können.
Und wieder einmal liess Netanyahu die Eltern im Stich und sie sind nicht Teil der Feuerpause. Offenbar verhielt sich Netanyahu gegenüber den Eltern Sha’ul weniger freundlich und es ist von „Anbrüllen“ die Rede. Anfang letzter Woche sorgte ein Affront zwischen Sarah Netanyahu und Lea Goldin (der Mutter von Hadar Goldin) für Schlagzeilen. Wie weit der „Streit“ ging, ist nicht bekannt und ich denke, dass sofort eine Entschuldigung bzw. Einigung erfolgte.
Lea Goldin rasselte einfach unwissend in ein kleines Fettnäpfchen als sie die Knesset – Abgeordnete Ayelet Shaked zu einem Treffen einlud, bei dem auch die Netanyahus anwesend waren. Nun aber ist Ayelet Shaked unter den Erzfeinden der Sarah Netanyahu und letztere warf Lea Goldin vor, Ayelet Shaked eingeladen zu haben. Aber woher sollte das Frau Goldin wissen?
Oron Sha’uls Bruder wird jetzt zum Armeedienst eingezogen und er sagte in einem aktuellen TV Bericht, dass er gehe, weil er eben, wie andere junge Leute auch, diese Erfahrung haben will. Ansonsten ist er traurig und enttäuscht von der Regierung Netanyahu und wenn es nur danach ginge, würde er nicht zur Armee gehen.
In der letzten Woche sendete das israelische TV einen sehr guten Bericht über Zahava Sha’ul und ihren Sohn Ofek (den Bruder von Oron). Sie wohnen in Poriya (außerhalb von Tiberias). Der Vater verstarb vor noch nicht allzu langer Zeit und so kämpfen Mutter und Sohn allein für die Rückführung von Oron, wobei sie nicht so recht glauben, dass dieser wirklich im Krieg fiel. Vielleicht lebe er ja noch, wer weiß … 

 

 

 

Im Gegensatz zu den Eltern vom einst entführten Soldaten Gilad Shalit, ziehen die Eltern Sha’ul und Goldin keine Medien – Show ab. Nachdem Shalit von der Hamas freigelassen wurde, bewahrt die Familie Shalit absolute Stille. Es ist bekannt, dass ihr Sohn kein Held war, sondern sich im Panzer verkrochen hatte. Hinzu kommt, dass nach seinem Gefangenenaustausch mehrere freigelassene Hamas – Terroristen weitere Israelis töteten. Seither tut die Familie Shalit das einzig Richtig: Die Klappe halten und ruhig ihr Leben weiterleben. Ohne weiteren Lärm und Medien, denn das würde die israelische Öffentlichkeit nicht akzeptieren. 

 

Mehr Infos:

 

https://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/The-Gaza-Conundrum-Debating-the-merits-of-an-Israel-Hamas-ceasefire-564194

Mehr als 200 Raketen flogen innerhalb der letzten zwei Tagen auf Israel

B“H
Seit Monaten kocht es an der Grenze zum Gazastreifen und die deutschen Medien nahmen die Lage nicht besonders wahr. Noch Ende letzter Woche schrieb ein Deutscher einen Leserkommentar bei Focus oder Die Welt, der da lautete, dass Israel sich mal wegen der paar harmlosen brennenden Hamas – Drachen nicht so anstellen solle. Das sei ja nur Kinderkram.
Kinderkram sind die brennenden Drachen keineswegs, denn in den letzten Monaten brannten unzählige israelische Felder jener Bauern, die direkt an der Grenze leben. Zuletzt bestückte die Hamas die Drachen auch noch mit Knallkörpern, die explodierten, sobald der Drachen landete. In Israel wurden kleine Kinder gewarnt, diese Drachen nicht anzufassen oder sich ihnen zu nähern. Selbst wenn sie nicht brennen und wie Spielzeug ausschauen.
Seit drei Tagen nun schiesst die Hamas wieder einmal haufenweise Raketen nach Israel. Betroffen sind bislang israelische Orte an der Grenze zum Gazastreifen sowie die Stadt Aschkelon. Seit Wochen redet unsere Regierung über eine massive Militäraktion im Gazastreifen, denn irgendwie kann es mit Drachen und Raketen nicht so weitergehen. Es ist keinerlei Ende in Sicht und die Hamas provoziert ungehindert weiter.
Zwar flog die israelische Luftwaffe mehrere Einsätze gegen die Raketenstellungen der Hamas, doch die Terroristen sind nicht doof und benutzen meistens mobile Raketenabschussrampen. Per LKW werden die angekarrt und gleich wieder abtransportiert. Sobald Israel zurückschiesst, präsentiert die Hamas im Internet Photos von getöteten Kinder und Jugendlichen. Viele sogenannte „Tote“ stehen kurz danach wieder auf, um dann erneut als „Tote“ auf anderen Photos aufzutauchen. Die westlichen Medien aber steigen voll auf die Bilder ein und für deutsche Medien steht der Schuldige eh fest: Israel und die Juden!
Nur die Juden sind an allem schuld und niemals arabische Terroristen. In Deutschland haben Moslems einen Heiligenschein und das ist vermutlich politisch gewollt. Moslems können so viele Juden umbringen wie sie wollen und dürfen überhaupt alles. Schuld aber sind sie nie, weil sie eben nur arme traumatisierte Opfer sind, die ein klein wenig Widerstand leisten.
Wenn eine israelische Militäraktion erfolgen sollte, wird die Hamas ihre Raketen auf ganz Israel ausdehnen. Die Gefahr ist immer, dass die Hizbollah aus dem Libanon mitschiessen wird. Beide Terrororganisationen werden vom Iran finanziert und gemanagt.
Der israelische Zivilschutz (Pikud HaOref) hat eine neue Smartphone App herausgeben: Das Herunterladen erfolgt in hebräischer Sprache und nach dem Download kann jeder auch eine andere Sprache einstellen: Englisch, Russisch oder Arabisch. Die App ist kostenlos und zeigt landesweite Raketenangriffe sowie lokale Schutzräume an.
Sollte es auch in Jerusalem mal wieder Alarm gegen: In unserem Haus ist ein Schutzraum, doch ob ich dem traue, weiß ich immer noch nicht.
Der israelische Zivilschutz PIKUD Ha’OREF
http://www.oref.org.il/894-en/Pakar.aspx