Leben in Jerusalem

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Pizza Patzatz im Yes Planet Jerusalem

B“H
Bei Pizza Patzatz handelt es sich um eine landesweite israelische Pizzaria – Kette. Vor wenigen Monaten zog eine Filiale in die vor zwei Jahren eröffnete Yes Planet Cinema Mall ein.
Alle anderen Yes Planet – Filialen im Land scheinen wunderbar zu laufen, nur in Jerusalem kommt der Planet (Derech Hebron / Ecke Naomi Street im Stadtteil Abu Tur) nicht in die Hufe. Zwar gehen die Leute ins Kino, doch mit dem Drumherum in dem neuerbauten riesigen Gebäude hapert es. Außer Kino ist wenig geboten. Ein eher teures Cafe machte dicht und dann zog die AROMA Kaffeehauskette ein. Aroma ist ein Garant des Geldverdienens und Aroma lockt Kundschaft an. Dann machte eine Burger Kette namens BLACK BURGER auf. Dazu kam, wie könnte es anders sein, Mac Donald’s, sowie eine Waffel / Crepes Kette.
Ob jetzt mehr Kundschaft in die Mall kommt? Vielleicht.
Wer so richtig verdient ist allerdings die BAR 55 im ersten Stock. 55 verschiedene Biersorten werden geboten. Alkoholisches und nebenher Essen.
All diese kulinarischen Anbieter haben eines gemeinsam: Sie sind nicht koscher!
Aroma mag schon koscher sein, doch hat es am Schabbat geöffnet und fällt damit unter die nichtkoscher – Kategorie. Ob der Mac Cheeseburger (Fleisch und Käse) zusammen serviert, kann ich nicht sagen. Egal, wer allein am Schabbat öffnet, ist nicht koscher.
Wer in Jerusalem lediglich unkoscheres Essen anbietet, kommt auf keinen grünen Kundschaftszweig. Zwar heißt es immer seitens der säkularen Juden, dass sie Cafes am Schabbat wollen. Am Ende aber geht dann kaum jemand hin. Aktuelles Beispiel: Das unkoschere Cafe ALMA im Unabhängigkeitspark. Erst wettern die Säkularen nach mehr Angeboten am Schabbat und dann das: Das ALMA macht dicht, weil die Kundschaft ausblieb.
Um in Jerusalem Erfolg zu haben, sollte ein Restaurant koscher sein. Das hat auch der Yes Planet erkannt und in einem orangefarbenen Nebengebäude Pizza Patzatz einquartiert. Koscher le’Mehadrin vom Oberrabbinat und am Schabbat geschlossen. Sollte Patzatz erfolgreich sein, würden sich noch mehr koschere Restaurants einquartieren. Nicht direkt im Hauptgebäude des Planet, dafür gibt es aber im hinteren Bereich des Areals tollen Nebengebäude.
Gestern war ich zum ersten Mal bei Pizza Patzatz. Ich traf mich mit Freunden und die Pizzeria hat jetzt an Sukkot eine tolle Sukkah (Laubhütte) draußen stehen.
Ein Stück Pizza (Meschulasch) kostet 10 Schekel (circa 2,50 Euro). Das ist ohne Belag und nur mit Tomatensauce. Jedes Topping kostet 2 Schekel extra.
Egal, welches Topping man nimmt (wir hatten Käse und Pilze), der Geschmack der Tomatensauce ist so dominant, dass alles immer nur nach der Sauce schmeckt. Eine XL Pizza kostet übrigens, sage und schreibe, 71 Schekel (18 Euro).
Unser Fazit: Wir waren einmal da und kommen nicht wieder.
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Jerusalems 5 beste Hostels

Oren berichtet über die fünf besten Hostels von Jerusalem. Alle diese Hostels liegen im Westteil der Stadt. Klar, finden sich mehrere Hostels auch im Ostteil der Stadt oder am Jaffator. Wer sich jedoch die Mehrzahl der Reviews anschaut, sollte nicht unbedingt dort einchecken. Von der schmutzigen Bettwäsche bis hin zu arabischen Hostelbesitzern, die nebenbei abzocken wollen, ist alles dabei. Vorsicht auch vor dem Jaffa Gate Hostel, denn die Bettwäsche wird nicht gewechselt und die meisten Zimmer haben kein Fenster. 
Ein Bekannter meinte einmal zu mir, ich solle doch nicht nur Hostels, sondern auch mal Hotels empfehlen. Nicht jeder Tourist wolle unbedingt in ein Hostel einchecken. Das ist schon richtig, doch, z.B., das Avraham Hostel ist fast ein Hotel. Zumindest, wenn man ein Zimmer hat und nicht in den Dorms nächtigt.
Hotels in Israel sind recht teuer, aber in Jerusalem ist, u.a., das Little House in Baka nicht schlecht. Ein kleines Hotel im Stadtteil Baka an der Derech Hebron Street. Mit mehreren Bussen bequem zu erreichen. Nicht weit entfernt liegt ein deutsches Hostel: Das Ben Yehudah House.

 

Jerusalem: Vom Kikar HaMusika (Music Square) zum Kikar Zion (Zion Square)

B“H
Nach der Arbeit war ich heute in der Innenstadt und auf dem Machane Yehudah Markt. Da nutzte ich gleich die Gelegenheit, einmal Jerusalems „neue“ Attraktion, den Kikar HaMusika anzuschauen und zu filmen.
So neu ist der Platz nun auch nicht mehr, denn er wurde bereits vor zwei Jahren gebaut. Bürgermeister Nir Barkat wollte eine neue Attraktion, um Touristen und junge Einheimische anzulocken. Barkats großer Traum ist es, Jerusalem in ein zweites Tel Aviv zu verwandeln, was ihm jedoch nie gelingen wird.
Ein reicher französischer Jude fand sich als Investor und so entstand auf einem Hinterhof in der Innenstadt ein Platz mit vielen Restaurants und allabendlicher Live Music. Die Restaurants sehen nicht gerade billig aus und ich kann mir kaum vorstellen, dass Backpacker dort abhängen, aber naja …
Wer sich für den Kikar HaMusika interessiert: Der Zugang erfolgt von der Hillel Street 27 über eine kleine Gasse. Oder von der Yoel Solomon (neben dem Kikar Zion – Zion Square).
Nach dem „Musikplatz“ ging ich die Yoel Solomon bis zum Zion Square hinauf. Bis vor mehreren Jahrzehnten war der Square grün bepflanzt und eines der Prunkstücke der Stadt. Selbst eine Straßenbahn fuhr damals die angrenzende Fußgängerzone Ben Yehudah noch rauf und runter.
Heute ist der Kikar Zion nur ein öder Platz. Selbst das Rondell, auf dem man sitzen konnte, wurde vor Jahren demontiert. Begründung: Nur die Junkies versammeln sich dort.
An der Jaffa Road gelegen verlaufen die Wege vom Zion Square in mehrere Richtungen. Touristen kennen das und sie gehen von dort aus die Ben Yehudah hinauf. Eine Fußgängerzone, deren Läden meistens von Touristen besucht werden. Einheimische zieht es dort nicht unbedingt hin und man kauft woanders ein. Nämlich in den riesigen Malls in den Stadtteilen Talpiyot, Pisgat Ze’ev oder Malcha.

 

Selbst das neuerbaute Kaufhaus Hamaschbir am Zion Square fährt Verluste ein. Zu teuer und Israelis legen keinen Wert auf Kaufhäuser. Beim HaMaschbir denkt man mittlerweile darüber nach, Ladenflächen zu vermieten und sich selbst zu verkleinern.
Jerusalem hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch verändert. An erster Stelle stehen neue Luxusbauten. Wohntürme mit Luxusapartments, die sich Otto Normalverbraucher nicht leisten kann. Nicht alle Wohnungen sind verkauft oder vermietet und so herrscht in einigen Wohnblocks der Innenstadt gähnende Leere.
Der Bürgermeister setzt auch weiterhin auf Luxus, aber vielleicht findet Jerusalem zu seiner alten einzigartigen Form zurück, sobald Nir Barkat in der Knesset sitzt. Bei den nächsten Wahlen will er nämlich in die ganz große Politik einsteigen mit dem Ziel, Premierminister zu werden.
Hoffentlich werden wir davor bewahrt, denn in Jerusalem war er nicht besonders erfolgreich. Weniger Betuchten werden die Sozialwohnungen weggenommen und in Luxusapartments umgewandelt. Wie demnächst in der HaNurit Street im Stadtteil Kiryat Menachem. Mehrere Hundert Billigwohnungen sollen verschwinden. Die Frage ist nur, ob die Bewohner eine neue Bleibe finden.

Wohin in Jerusalem? – „Crazy Mary / Escape Room“

B“H
Ich war leider noch nicht da, aber wenn der Besucherschwarm in Jerusalem etwas abebbt, werde ich eventuell in den Wintermonaten mal vorbeischauen: In der CRAZY MARY bzw. dem ESCAPE ROOM. 🙂
Bei der CRAZY MARY handelt es sich um ein verfluchtes Haus im Jerusalemer Stadtteil Talpiyot. Nein, kein so richtig verfluchtes Haus, sondern eher eine Touristenattraktion:
https://www.crazymaryjerusalem.com/copy-of-home
Falls denn jemand ein so richtig verfluchtes Haus sehen will, sollte er sich zur Agrippas Street 110 begeben. Dort, wo die Natural Choice Bakery drin ist. Der gesamte hässliche Betonklotz wurde einst vom Kabbalisten Rabbi Mordechai Sharabi verflucht:
http://hamantaschen.blogspot.co.il/2006/10/das-verfluchte-gebaeude.html
Bis auf den heutigen Tag bleibt kein einziger Laden lange in dem Gebäude, denn die Kundschaft bleibt aus. Nicht wegen des Fluches, sondern weil dort kaum jemand direkt vorbeiläuft. Nur die Natural Choice macht Umsatz, obwohl die nahegelegene Konkurrenz TELLER der Bäckerei sehr viel an Kundschaft wegnimmt. Ganz einfach, weil Teller besser und die Räumlichkeiten sauber sind.

Jerusalems Time Elevator (Zeitfahrstuhl)

B“H
Jerusalem stöhnt bis auf Weiteres unter einer Hitzeglocke. 34 Grad Celsius heute und jeden Tag dusche ich mindestens zweimal. Verschwitzt und verklebt ist man draußen nach wenigen Minuten und wer kann, geht in einen Laden oder ein Gebäude mit Klimaanlage. Bekannte wollen sich eine neue Klimaanlage (auf Hebräisch MASGAN) einbauen lassen, stellten aber fest, dass die Firmen für mindestens drei Wochen im Voraus ausgebucht sind.
Ob viele Touristen in der Stadt sind, kann ich nicht sagen. Meistens bin ich auf der Arbeit und die liegt im Süden der Stadt. In einem Industriegebiet und dorthin verirren sich keine Touristen. In der nächsten Woche habe ich endlich einmal zwei Tage frei. Ansonsten fast immer nur eine Sechs – Tage – Woche.
Freunde von mir wollen mit ihren Kindern dieser Tage Ausflüge unternehmen. Sie erzählten etwas vom Coca Cola Werk in Bnei Brak, dem Blindenmuseum sowie dem Time Elevator in Jerusalem. Ehrlich gesagt musste ich den Time Elevator erstmal googeln, denn ich hatte noch nie davon gehört.
Wer sich dafür interessiert, kann hier schauen:
http://www.time-elevator.co.il/en/#h

 

 

 

Jetzt in der Ferienzeit im August scheint alles ausgebucht zu sein und es soll kaum mehr Tickets geben. Mit 65 Schekel (ca. 20 Euro) finde ich ein Ticket für eine Multimedia Show recht teuer. Okay, als Bewohner der Stadt zahlt man nur 46 Schekel, aber trotzdem …
Vielleicht kann ja jemand, der schon mal dort war, berichten, ob sich der Eintritt lohnt!

Die Emek Refa’im gegen die Straßenbahn

B“H
Heute ist ein komischer Tag mit ebenso komischem Wetter. Der Himmel liegt grau in grau und ab und ab regnet es ein paar Tropfen. Dafür ist es mit 18 Grad Celsius sogar recht warm. Ab Morgen dann kehrt der Winter wieder ein und über Schabbat wird es ungemütlich nass und eiskalt.
Mit Ausgehen und so ist es bei vielen Jerusalem im Winter nicht so. Man kommt nach Feierabend heim und kocht sich dort sein Essen. Die Ausgeh – Szene verändert sich eh ständig. Vor Zwanzig Jahren, zum Beispiel, war der Jerusalemer Russian Compound mit all seinen Pubs und dem ersten Internet – Cafe der Stadt total in. Mike’s Place, das Cannabis und wie die Pubs nicht alle hiessen. Irgendwann zog Mike’s Place ein paar Meter weiter in die Jaffa Road und all die kleinen alten Gebäude mit Pubs und Internet – Cafe „Strudel“ wurden abgerissen. Heute stehen an derselben Stelle Luxusapartments und das einstige Flair ist dahin.
Stattdessen wurde die Heleni HaMalka Street (wo sich das Innenministerium zur Visavergabe befindet) zur neuen Anlaufstelle. Neue Pubs und Restaurants entstanden und des Abends herrschte nun dort Halligalli. Aktuell ist der Machane Yehudah Markt „in“, der sich am Abend in ein Meer von Life Music, Bars und Schnellimbissen verwandelt. Nebenbei gibt es noch den Alten Bahnhof. Ebenfalls mit Life Music. Zumindest manchmal. Restaurant befinden sich dort und im Sommer eine Disco auf dem Dach.
Nur wenige Minuten entfernt liegt die Emek Refa’im Street in der German Colony. Einst der Anlaufpunkt für jene, die etwas mehr Geld in der Tasche haben oder zumindest so tun. Mehrere Male habe ich bereits vom Untergang der Emek Refa’im berichtet. Die Leute bleiben weg und gehen lieber woanders hin. Ein Restaurant schließt nach dem anderen, denn die Ladenmieten sind extrem und soviel Profite können gar nicht hereinkommen, um das alles zu bezahlen.
Freitags versammelt sich eine Vielzahl von Bettlern in der Straße und man sieht sie nur wenige Meter voneinander entfernt am Center der Straße stehen. Dort, wo sich der teure Supermarkt, eine Zoohandlung, Pizzerias oder das Cafe Aroma befinden. Da eine Menge amerikanischer Neueinwanderer in der Gegend wohnen, erhofft man sich reiche Leute, die einem massig Geld in den Klingelbeutel stecken. Dem ist aber nicht so und die Bettlerkonkurrenz ist eh riesig. Mittendrin ein alter Russe mit seiner Geige. Vielleicht nimmt der mehr ein als die herumstehenden Bettler, denn er spielt wenigstens Geige.
An zahlreichen Fassaden sieht man Poster mit der Aufschrift „Ich bin gegen die Straßenbahn“ hängen. Die Stadtverwaltung verfolgt nämlich den Plan, das Straßenbahnnetz zu erweitern und eine Linie soll in Zukunft die Emerk Refa’im passieren. Das wäre ein Riesengewinn für die Gegend, denn mit der Straßenbahn kommt auch die Laufkundschaft wieder. In der Straße aber will man davon nichts hören. Der Gleisbau soll sich über mindestens drei Jahre hinziehen und bis dahin bleibt die Kundschaft fast ganz weg. Wer will sich denn durch Schlamm und enge Bretter in eines der Geschäfte verirren? Wenn alles abgesperrt wird und Umwege gelaufen werden müssen. Okay, das Ende klingt verlockend und die Straßenbahn verspricht massive Profite. Doch wer wird schon solange durchhalten, wenn er auf jeden Umsatz – Schekel angewiesen ist? Drei, vier Jahre warten, kann sich finanziell niemand erlauben. Und so protestiert die Anwohnerschaft samt Geschäftsleute. Ob das am Ende etwas nutzen wird, ist fraglich.
Mehr zum Thema HIER!

Leserfragen: Preise in Israel, Alltag & Internet in Jerusalem

B“H
Momentan sucht die Mehrheit der Leserschaft auf diesem Blog nach Infos über Preise in Israel, den gelebten Alltag im Land oder ob es in Jerusalem Internet gibt.
Ja, es gibt kostenloses Internet in Jerusalem und das meistens in der Innenstadt um die Jaffa Road / Zion Square herum. In vielen Malls wie Canyion Hadar im Stadtteil Talpiyot oder dem Yes Planet Kino Complex kann sich jeder Besucher kostenlos ins WIFI einloggen. Gewöhnlich ist das Internet in Israel extrem schnell und effizient.
In Tel Aviv existiert ebenso kostenloses WIFI und das fast in der gesamten Innenstadt. Oder geht einfach ins Dizengoff Center, wo Ihr mit dem Computer sitzen könnt, solange Ihr wollt. Man muss also nicht immer in ein Cafe und teuren Kaffee bestellen. 
Weniger kostenloses WIFI werdet Ihr im Norden des Landes vorfinden. In Tiberias, zum Beispiel, sollte man schon zu Cafe Aroma gehen. Der Kaffee ist gut und günstig und Ihr könnt dort stundenlang samt WIFI hocken. Draußen sitzen ist eben weniger angesagt, denn das Winterwetter schlägt morgen zu. Und dann wird es kühl, windig und vor allem nass.
Die Preise in Israel, und das habe ich schon Tausendmal berichtet, sind gepfeffert. Nichts mit billigem Urlaub a la Thailand und so. Selbst Obst und Gemüse ist teuer geworden, denn aufgrund des fehlenden Novemberregens sind die Bauern schon am jammern, dass die Ernte mies wird. Selbst Gurken und Tomaten sind seit Monaten extrem teuer.
Wurst, Fleisch, Käse – egal, welche Lebensmittel – in Israel ist das Leben nun einmal sehr teuer. Von den Mieten will ich erst gar nicht anfangen. Der Fall des Euros in Israel begann vor drei Jahren. Seitdem geht es nur noch abwärts und für einen Euro bekommt Ihr beim Umtausch ca. 4,15 Schekel. Zurzeit nur 4 Schekel und manchmal bis zu 4,25. Vor drei Jahren gab es für einen Euro noch 5, 10 Schekel. Wer also eine Israelreise plant, sollte genügend Geld dabei haben, denn um am Strand zu pennen, ist es jetzt im Winter zu kalt.
Der Alltag in Israel: Die Mehrheit ist damit beschäftigt zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Die hohen Mieten, Hypotheken und alle Arten von Rechnungen müssen erst einmal bezahlt werden. Die Freizeit ist oft knapp bemessen, denn die Leute arbeiten teilweise bis 18.00 – 19.00 Uhr. Dann kommt man heim, ißt was und das wars dann auch fast. Duschen, Bett und morgens wieder raus.
Klar, spielt der Terror eine Rolle, doch, wie gesagt, die Leute sorgen sich vorwiegend um ihr Einkommen und das alle Rechnungen bezahlt werden. Wer Kinder hat, ist noch schlimmer dran, denn Kinder kosten noch mehr Geld.
Gestern Abend war ich mit Freunden in der Jerusalemer Innenstadt zugange und eigentlich wollten wir etwas unternehmen. Zuerst waren wir in der Billigkette COFIX, wo wir Sachlab schlürften. Dann suchten und suchten wir die Action in der Innenstadt, wo jedoch tote Hose war. Ganz wenig Touristen und Israelis kommen von der Arbeit und gehen heim. Wer hat schon das Geld dafür, ständig auswärts zu essen? Ich kaufe alles beim Discounter und bereite Kaffee und alle Mahlzeiten daheim zu.
Am Zion Square war gar nichts los genauso wenig wie in der Jaffa Road. Am Ende landeten wir bei Mac Donald’s in der Ben Yehudah Fußgängerzone. Was man dort findet ist überwiegend Touristenramsch sowie ein paar kleinere Restaurants.
Der Mac in der Ben Yehudah ist klein und hinter dem Verkauftresen stand eine Araberin mit Hijab. Nebendran ein männliche Araber, der seine Kolleging drangsalierte. Viel war dort auch nicht los, denn der Mac Donald’s verdient in Jerusalem nichts. Fast Food ist sauteuer und auf dem Teller liegt kaum was Essbares.
Der Mac in der Ben Yehudah ist koscher (Mehadrin) und wir beschränkten uns auf eine kleine Pommes. Danach ging es wieder heim. Wer Action sucht, der gehe in die Shlom Zion HaMalka Street (nahe der Mamilla Mall und Jaffa Road). Dort finden sich jede Menge Pubs und Discos. Das, was seit Monaten total angesagt ist: Live Music und Bars inmitten des Machane Yehudah Marktes. Dort treffen sich allabendlich Tausende, dagegen ist in der ehemals populären Emek Refaim Street in der German Colony nichts mehr los. Entweder gehen die Leute abends zum Alten Bahnhof oder in den Machane Yehudah Markt.