Leben in Jerusalem

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„Die neuen Hipster – Herrenmenschen“ oder „Wie sich junge deutsche Nichtjuden in Israel aufführen“

B“H
Gestern Abend, am Abend des israelischen Holocaust – Gedenktages Yom HaShoah, berichtete jemand auf Twitter
Was ist bloß los mit Deutschen in #Israel. Vor dem Abraham Hostel steht eine Gruppe und meint Party machen zu müssen. Vielleicht sollte man über ein Aufenthaltsverbot für Deutsche während der Gedenktage nachdenken…
Gemeint war das Avraham Hostel in Tel Aviv.
Es ist nicht neu, dass gerade junge männliche deutsche Nichtjuden im Alter von 18 – 30 Jahren sich oft in Israel aufführen wie Herrenmenschen. Man ist noch nicht ganz aus dem Flugzeug draußen und schon wird über das angeblich primitive Israel abgelästert. In Deutschland sei alles so sauber, organisiert und halt technologisch auf dem neuesten Superstand. Man kommt nach Tel Aviv, um Spaß zu haben, denn die Stadt wird gehypt.
„Und was fällt den Juden ein, einen Yom HaShaoh zu haben und uns eine warme Frühsommernacht zu versauen?“
Keine Bars, keine Discos, kein gar nichts am Abend des Yom HaShoah. Da hat man nun Geld ausgeben, um nach Tel Aviv zu reisen und dann machen die Juden auf Nationalismus!
Junge Deutsche fallen seit einigen Jahren durch lautes Herumbrüllen in deutscher Sprache auf. Auch in Bussen. In Tel Aviv mehr als in Jerusalem, denn die Jerusalemer dulden keine deutschen Herrenmenschen – Gepflogenheiten. Und Jerusalem gilt bei den Hipstern eh als das Allerletzte. Zuviele Juden und dann auch noch die ultra – orthodoxen Untermenschen. Das wolle man sich dann weniger antun. Da lieber in die Tel Aviver Disco, mit ein paar ausgeflippten Israelis reden und sich fühlen als gäbe es keinen Holocaust. Alles easy und hipster halt. Alles ist verziehen und heute hat der deutsche Hipster das Recht, den offenbar rückständigen Israelis zu sagen, was Sache ist.
„Lass mal Selfies mit Juden machen und auf Instagram stellen!“
Oder man geht in Jerusalem am Schabbat zum Essen zu Rabbi Mordechai Machlis (der momentan im Krankenhaus liegt). Es handelt sich um ein feierliches Schabbat – Essen, doch junge Deutsche erscheinen in Strandmonitur, ohne Kopfbedeckung (Männer) und die Frauen tragen teilweise noch Bikiniteile.
„Man sei jetzt hier zum Essen und der Rabbi solle mal nicht so lange herumlabern!“
So die allgemeinen Sprüche.
Kamera raus am Schabbat und was Juden denken, ist egal. Hauptsache Selfies mit Juden. Sowas kommt immer gut und man selber hat eben mal einen Juden kennengelernt.
Andererseits wird sich beschwert, dass gerade junge Deutsche nirgendwo mehr zum Schabbat eingeladen werden. Unter anderem an Pessach (Passover).
Ich habe auch keine Lust auf derlei Klientel und lasse, falls man mich einmal nach dem Weg fragt, diese Leutchen auf Englisch zappeln.
Die beste Show aber kommt, wenn Polizisten, Soldaten oder gar ein Bombenalarm auf der Bildfläche erscheinen.
Maschinengewehre? Da kackt sich der großmäulige Hipster dann schnell ins Höschen und auch beim Bombenalarm weiß man nicht so richtig, was los ist. Mit dem richtigen Leben im Nahen Osten konfrontiert zu werden, schockt dann doch. Darauf erst einmal einen Latte – Kaffee. Wenn es geht vegan.
Kurz gesagt, viele junge deutsche Israel – Besucher geben einen feuchten Kehrricht auf Juden, Judentum, Israel, jüdische Geschichte und Tradition. Der Holocaust ist egal geworden und man will in Tel Aviv Action sehen und kein jüdisches Gelaber anhören.

Yom HaShoah – Israelischer Holocaust – Gedenktag

B“H
An diesem Mittwochabend um 20.00 Uhr beginnt in Israel offiziell der diesjährige YOM Ha’SHOAH – Holocaustgedenktag.
Gegen 18.00 Uhr schließen landesweit, außer in arabischen, drusischen und christlichen Gegenden, sämtliche Läden, Restaurants und Cafes. Kinos bleiben ebenfalls bis zum darauffolgenden Tag geschlossen.
Die offiziellen Gedenkfeiern beginnen, wie gesagt, um 20.00 Uhr mit einer Veranstaltung im Yad Vashem. Dem Jerusalemer Holocaust – Museum.
Die Veranstaltung wird live im Internet sowie im israelischen Fernsehen übertragen und ich werde diesbezüglich noch einen entsprechenden Link geben.
Am Donnerstagmorgen um 10.00 Uhr wird landesweit ein zweiminütiger Sirenenton zu hören sein, bei dem der Verkehr zum Stillstand kommt und insbesondere ausländische Journalisten und Touristen sich zwischen Israelis, die da stillstehen, austoben und wie wild herumfilmen.
Der Yom HaShoah ist, nach wie vor, ein Trauertag in Israel, der da sehr ernst genommen wird. Auch in Schulen und Unis laufen Gedenkveranstaltungen.
Aktuell bringt WELT ONLINE einen bezahlten Artikel über junge Juden aus Deutschland, die da nach Israel ziehen / auswandern, weil ihnen der Antisemitismus in Deutschland zu nervig wird. Ich kann nur jedem Juden in Deutschland raten, entweder nach Israel zu ziehen oder Europa ganz zu verlassen. Mit der Zeit wird der Antisemitismus noch wesentlich schlimmer werden und das nicht nur aufgrund von muslimischen Migranten. Wie man sieht, laufen genug deutsche Antisemiten herum, die da gegen Israel, israelische Politiker, Judentum und Juden allgemein wettern. Man schaue sich nur auf Youtube um, wo selbst der größte deutsche Streamer, Montana Black, in seinen asozialen Videos seinen Freund Rene „der Jude Rene“ nennt.
Aber nicht nur Montana Black zeigt sich wiederholt antisemitisch. Schimpfwörter wie „Du Jude“ liegen bei der deutschen Jugend total im Trend. Erwachsene hingegen ziehen es vor, Israel alles vorschreiben zu wollen und offenbar scheint jeder ein Experte zu sein. Keine Ahnung vom Alltag in Israel, aber sich Experte schimpfen!
Ich bin froh, dass ich mich mit derartigen Leuten nicht mehr abgeben muss. Da schon lieber in Israel leben.

Antisemitisches Eurovisions Komitee – Die israelische Band SHALVA gibt auf

B“H
Die israelische Band Shalva wird nicht an der Vorentscheidung des Eurovision teilnehmen. Das antisemitisch – geprägte EU Eurovisions Komitee drängt auf Aufführungen am Schabbat und schreibt Israel jedes noch so kleine Detail vor. 
Die Bandmitglieder von Shalva sind teilweise blind oder haben Down Syndrome. Einige von ihnen sind orthodoxe Juden, die den Schabbat einhalten.
Von Beginn an machte das Komitee klar, dass Israel sich sein Judentum sonst wohin stecken könne. Seit Netta Barzilais Sieg kommt purer Antisemitismus von diesem Komitee, welches da sämtliche Feinde Israelis im Mai zur Eurovision einschleust.
Die Shalva Band wolle man nicht, denn es handele sich teilweise um orthodoxe Juden. Und die sind dem Komitee eh ein Dorn im Auge. 

 

Zur Eurovision im Mai wird das Israel Bashing seitens der antisemitischen Eurovisions – Veranstalter erst richtig losgehen. 

 

Mehr Infos: 
Internationale Antisemiten reisen unbehelligt zur Eurovision 2019
Tel Aviv im Mai 2019

Synagogen – Schändung in Jerusalem / Drei Araber verhaftet

B“H
Gestern ging ein Schock durch Jerusalem, denn im Stadtteil Kiryat Yovel wurde in der Nacht zuvor eine Synagoge geschändet. Mehrere Thora – Rollen wurden aus dem Thora – Schrein herausgebrochen. Danach warfen die Eindringlinge die Rollen auf den Boden und übergossen sie mit Domestos.
Die Synagoge wird überwiegend von aus Frankreich eingewanderten Juden genutzt und schon gingen wilde die Spekulationen um. Die Polizei ermittelte in alle Richtungen und verdächtigte sogar säkulare Juden des Stadtteiles, die sich eventuell an den Ultra – orthodoxen Juden rächen wollten. Aber welcher Jude zerstört schon Thora – Rollen auf solch eine schäbige Art und Weise?
Viele säkulare Bewohner von Kiryat Yovel fühlen sich durch den Zuzug Ultra – orthodoxer Juden in ihrer Freiheit bedroht. Der Stadtteil ist mietmäßig immer noch erschwinglich und es ist kein Wunder, dass ganz unterschiedliche Leute dorthin ziehen wollen. Die säkulare Einwohnerschaft aber befürchtet ein zweites Givat Mordechai.
Im Stadtteil Givat Mordechai, einst komplett säkular, wurden schon vor Jahrzehnten mehrere Ultra – orthodoxe Synagogen und Yeshivot (Lehrinstitute) gebaut. Und die Ultra – orthodoxen zogen gleich nebenan in die Häuser. Die Folge war, dass offenbar immer mehr säkulare Bewohner den Stadtteil verliessen, da sie sich genervt fühlen. 
Mehr Infos:
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/258330
Ein aus Franreich eingewanderter Jude sagt im Video: Er sei wegen des Antisemitismus in Frankreich nach Israel eingewandert und jetzt erfährt er denselben Antisemitismus hier. Synagogen werden geschändet und wie sich jetzt herausstellte, wieder einmal von Palästinensern. 

 

 

Internationale Antisemiten reisen unbehelligt zur Eurovision 2019 nach Tel Aviv

 

Weitere Infos zum anstehenden Event im Mai dieses Jahres in Tel Aviv:
Die Konditionen des Eurovisions – Komitee 
Israelhasser sind zur Eurovision im Anmarsch und auf Randale aus
Zur Eurovision im Mai dieses Jahres: Tel Avivs Hotelpreise steigen bis in den Himmel
Mal sehen, wie lange es dauert, bis Juden zur Zeit der Eurovisions – Veranstaltung von den ausländischen BDS – „Gästen“ bzw. linken Antisemiten beschimpft werden. Und das mitten in Tel Aviv und noch dazu in einem jüdischen Staat. Wir holen uns die Antisemiten und Israelhasser direkt ins Haus.

Wer beleidigt einen Juden mit antisemitischen Floskeln auf Hebräisch?

B“H
Auf Welt Online finden wir heute einen Artikel, der mich einmal wieder fragen lässt, warum Juden eigentlich noch in Deutschland leben. Aber letzten Endes muss das jeder selber mit sich ausmachen.
Die Frage, die nach dem Lesen des Artikels aufkommt:
Wer beleidigt einen Juden in hebräischer Sprache?
Normalerweise wird das ein Palästinenser sein, denn die sind der hebräischen Sprache, manchmal mehr und manchmal weniger, mächtig. Immerhin arbeiten Tausende von ihnen in Israel oder sie studieren an israelischen Unis.
In Israel kommt es sogar vor, dass Juden andere Juden antisemitisch angehen. Nämlich dann, wenn es sich um extrem säkulare Juden handelt, welche ihre eigene jüdische Identität samt Religion hassen. Und genau diese Leute finden sich dann paradoxerweise im Auslandsurlaub antisemitisch angegangen und jammern. Entkommen kann man dem Antisemitismus als Jude dann auch nicht, denn für Antisemiten bleibt Jude Jude. Da spielt es keine Rolle, ob ein Jude seine eigene Religion ablehnt und sich doch so furchtbar anstrengt so zu sein, wie andere Völker auch.
Selbst unsere Medien haben manchmal antisemitische Ideologien drauf, wenn es um Ultra – orthodoxe Juden geht. Nein, nicht mit den üblichen nichtjüdisch – antisemitischen Klischees, sondern auf andere Art und Weise. 
Gestern las ich eine andere Überschrift und ich glaube, das war auch auf Welt Online. Jemand schrieb ein Buch mit dem Namen Stella und offenbar geht es darin um eine Jüdin, welche im Dritten Reich andere Juden an die Gestapo verriet. Und schon scheint es in Deutschland Aufruhr zu geben.
Dabei ist es eine historische Tatsache, dass im Dritten Reich auch Juden von anderen Juden verraten worden sind. Genauso wie es in KZs und Vernichtungslagern jüdische Kapos gab, die ihre eigenen Glaubensbrüder zusammenschlugen oder an die SS verraten haben.
Zum Thema „Jüdische Kapos vor israelischen Gerichten“ habe ich vor einigen Jahren bereits auf meinem alten Blog einen längeren Artikel verfasst:
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/2010/01/judische-kapos-vor-israelischen.html
Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem erzählt ab und zu eine wahre Begebenheit aus New York, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dort ereignete.
Ein jüdischer Überlebender eines Vernichtungslagers hatte es nach einigen Jahren in New York zu einer eigenen Firma gebracht und stellte neue Leute ein. Plötzlich wurde ihm ein Bewerber vorgestellt, den er aus dem Lager kannte. Und zwar als brutaler Kapo, der ihn am Yom Kippur zusammengeschlagen hatte.
Der einstige Kapo und nun Arbeitssuchender erkannte den Firmenchef nicht wieder, wurde aber eingestellt, da ihm der einstige Häftling eine Chance geben wollte.
Ich hätte den Typen garantiert nicht eingestellt, doch offenbar sah der Firmenchef in dem einstigen Kapo und heute Arbeitssuchenden ein klägliches Häufchen Elend. Wer weiß …
Es kann sich nicht nur auf die Vergangenheit bezogen werden, denn im heutigen Staat Israel gibt es ebenfalls Repressalien gegen religiöse Juden. Anders als im Antisemitismus westlicher Länder, aber es gibt genügend Juden, die jeglichen orthodoxen Juden hassen wie die Pest. Insbesondere in der linken Szene oder in der Partei des Ya’ir Lapid.

Zum Antisemitismus in Deutschland

 

Ganz zu Beginn des Videos seht Ihr einen PKW, der von oben bis unten mit Bildern / Photos der chassidischen Gruppe Chabad – Lubawitsch zugeklebt ist. Derlei Autos sieht man in Israel ziemlich häufig und sie gehören in der Regel Mitgliedern dieser chassidischen Gruppe, welche da auch in Deutschland ansässig ist. Nur kann man in Deutschland nicht dermaßen auffällig herumfahren, denn sonst gibt es Ärger mit Antisemiten.