Leben in Jerusalem

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Tel Aviv – Yaffo in 360 Grad

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Das Grab von Israels berühmtem Popsänger / Liedermacher ARIK EINSTEIN

B“H
Wie ich bereits vor ein paar Tagen angekündigt hatte, musste ich heute ganz früh am Morgen nach Tel Aviv fahren, da ich dort einen Termin wahrnahm. Danach lief ich ein wenig durch die Stadt und besuchte alte Arbeitskollegen. Seit langer Zeit aß ich einmal wieder eine Falafel und ging sogar kurz am Strand entlang. Dort aber herrscht Chaos, denn ganze Strandteile werden derzeit umgerodet. Offenbar wird eine neue Strandpromenade gebaut. Unter anderem ist der gesamte Bugrashov Strand eine einzige Baustelle. Wie es am Frishman Beach ausschaut, weiß ich nicht. Der Banana Beach ist jedoch zugänglich. Überhaupt war das Wetter heute sonnig und relativ warm.
Da ich momentan einen Blog Artikel über arabische Aufstände in den Jahren 1921 und 1929 vorbereite, bietet gerade der bekannte Trumpeldor Friedhof viel Stoff, denn dort liegen die jüdischen Opfer des arabischen Aufstandes von Yaffo aus dem Jahre 1921 begraben. Darüber hinaus finden sich auf dem eher kleinen Tel Aviver Friedhof eine Menge Persönlichkeiten der Stadt: Der Ahad Ha’am, Me’ir Dizengoff (der erste Bürgermeister von Tel Aviv) sowie der Zionist Chaim Arlozorov (hatte der nicht eine Affäre mit der Frau, die später Joseph Goebbels ehelichte?).
Während ich eine Menge photographierte, stolperte ich geradezu über das Grab des berühmten Sängers Arik Einstein. Viele Leute besuchen sein Grab und so berichteten mir ein paar andere Friedhofsbesucher, dass Shoshana Damari auch hier beerdigt sei. Man suche allerdings noch ihr Grab.

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Der rote Schal auf dem Grabstein symbolisiert den lokalen Fussballclub Hapoel Tel Aviv

 

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Photo: Miriam Woelke

Tel Aviv: Der SARONA Markt kommt nicht so an wie erhofft

B“H
Ein israelischer TV Sender brachte gestern einen sehr gut geschriebenen Artikel zur Tel Aviver SARONA Misere. Wenn man es denn Misere nennen kann. Vermutlich ja, denn das so gehypte Areal wartet vergeblich auf den erhofften Massenansturm.
Ein riesiger Sarona Markt liegt inmitten alter deutscher Templer – Häuser. Die Häuser bilden das ursprüngliche Sarona und bis vor wenigen Jahren waren sie, mehr oder weniger, am verrotten.
Deutsche Templer liessen sich Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg in Israel nieder. Die Sarona ist nicht das einzige Templer – Gebiet in Tel Aviv. Ein weiteres Areal, welches ebenso zum Kulturzentrum ausgebaut wurde, finden wir in Strandnähe zwischen Tel Aviv und Yaffo. Auch in Jerusalem und Tiberias waren die Templer aktiv. In Jerusalem bauten sie die heutige German Colony und als Hitler in Deutschland die Macht ergriff, hissten die Templer auf ihren Häusern in Jerusalem Hakenkreuzfahnen. Sehr zum Missfallen der britischen Besatzungsmacht, welche die Templer endgültig aus Israel hinauswarf als der Zweite Weltkrieg begann. Die deutschen Nazi – Templer waren zum Kriegsfeind geworden und mussten raus. Was blieb, waren ihre Häuser.
Das Sarona – Gebiet liegt genau gegenüber vom israelischen Verteidigungsministerium in der Kaplan Street von Tel Aviv. Zwischen Ibn Gavirol und den Azrieli Towers. Eigentlich beste Lage, aber warum bleibt die Kundschaft der Sarona fern? Die in dem TV Artikel interviewten Personen geben fehlende Parkplätze und horrende Preise im Sarona – Feinkostmarkt an. Viel zu teuer und wer soll sich da ein Essen im Restaurant leisten?
Nicht weit entfernt liegen die Azrieli Towers und die Shopping Mall dort funktioniert. Immer voll, trotz horrender Preise. Vielleicht fühlen sich die Tel Aviver im Azrieli IN, wohingegen die eigentliche heimelige Sarona inmitten von hässlichen Luxusapartment – Hochhäusern liegt. Nicht gerade die tolle romantische Atmosphäre: Dort die Hochhäuser und auf der anderen Seite die belebte und laute Kaplan Street mit dem Verteidigungsministerium. Da gehen die Leute lieber in der Ibn Gavirol oder der nahegelegenen Carlebach Street Essen. Dort ist es zwar auch teuer, aber die Lage ist irgendwie zentraler.
Kann sein, dass man in der Sarona auf Touristen wartet, doch die bleiben bis auf Weiteres aus. Erst der Gazakrieg im Sommer 2014 und dann der immer noch aktuelle arabische Terror vertrieben die Touristen. Für diesen Sommer sehe ich ebenfalls schwarz.
Doch ist es vermutlich nicht nur der Terror, der die Tourismusbranche schwächeln läßt: Israel ist bekannt für seine extrem hohen Preise bzw. Lebenshaltungskosten. Rucksacktouristen haben es da schwer und Tel Aviv ist ganz besonders teuer. Hotels und Hostels kosten relativ viel Geld und essen will man ja auch noch. Mit wenig Geld hat man es in Israel schwer, es sei denn, man legt sich an den Strand und isst nur Falafel oder Obst.
Aber nicht nur in der Sarona jammern die Geschäftsinhaber. Auch die neue Cinema Mall von Jerusalem, Planet Yes, fährt keine Profite ein. Die Security Guards langweilen sich am Eingang, denn es herrscht gähnende Leere.
Von mir kann ich sagen, dass ich nicht ständig Essen oder ins Cafe gehe, denn dazu bin ich zu geizig geworden. Im Supermarkt kaufe ich alles ein, was ich brauche und koche mir mein Essen daheim. Und meine Kaffeemaschine funktioniert bestens. Wozu da ausgehen und Geld verschwenden?
Wer von Euch die Sarona in Tel Aviv ansehen will: Das Gebiet ist sehr leicht zu erreichen. Von der Dizengoff in Richtung Ibn Gavirol gehen und dann einfach nur die Kreuzung überqueren und die Kaplan Street entlanglaufen. Nach ein paar Hundert Metern seht Ihr rechts die Sarona.

Heute Nacht: „Laila Lavan – White Night“ in Tel Aviv

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Photo: Miriam Woelke
B“H
Das alljährliche Sommerfestival LAILA LAVAN – WHITE NIGHT beginnt heute Abend in Tel Aviv. Hier sind ein paar weitere Infos:
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4671761,00.html
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Photo: Miriam Woelke

Meine letzte Laila Lavan war im Juni 2011 und seitdem bin ich nicht mehr dort gewesen. Wenn ich heute noch in Tel Aviv leben würde, wäre ich heute Abend garantiert dabei, aber jetzt extra den Weg von Jerusalem an die Küste fahren … darauf habe ich nicht unbedingt Lust. Zumal die Laila Lavan total überlaufen ist und viel zum kommerziell wurde. Bei meinem letzten Besuch trieb sich auch noch eine Gruppe asiatischer christlicher Judenmissionare herum, die da Flyer verteilten.
Wer von Euch zur Laila Lavan geht – Viel Spaß ! Ich jedenfalls bin froh, mir die Menschenmassen zu ersparen und gehe lieber im Discounter meinen großen Wocheneinkauf erledigen. 🙂

Tel Aviv: „Zur gestrigen Großdemonstration der israelischen Rechten“

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Photo: Miriam Woelke
Die Örtchen
B“H
Wie bereits erwähnt, fand gestern Abend auf dem Tel Aviver Rathausplatz Kikar Rabin eine große Demonstrations Israels Rechter statt. Wobei RECHTS hier keinesfalls für vergleichbare deutsche Rechte steht, sondern für demokratische Parteien. Ähnlich der CDU / CSU.
Bevor die Veranstaltung begann, war ich einige Zeit dort und photographierte die Vorbereitungen. Danach seilte ich mich ab zum Busbahnhof, denn ich wollte vor all den Massen und Staus daheim sein.

 

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Photo: Miriam Woelke
YACHAD – Eli Yishai und Baruch Marzels Rechtspartei. Mein Favourit !

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke
Israels linksgerichtete Medien: Der Radiosender Kol Israel sowie die Fernsehanstalten. Alle waren sie live dabei.

 

 

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Photo: Miriam Woelke
Die Linken hatten Krawalle angekündigt. Dementsprechend war das Sicherheitsaufgebot.

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Die Bühne vor dem Rathaus von Tel Aviv

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

Der Hayarkon Park in Tel Aviv

On the road in Tel Aviv

B“H

Heute einige Stunden in Tel Aviv und in Kuerze mache ich mich auf den Rueckweg nach Jerusalem.

Noch nie habe ich Tel Aviv samt Highway nach Jerusalem so leer gesehen wie heute. Touristen sagen ab und in Downtown ist nicht viel los.

Bis jetzt hatten wir in Jerusalem grosses Glueck und weit weniger Raketen als die Gegend um Tel Aviv.

Die Leute an der Kueste sind angespannt, obwohl die Alltagsroutine aufrechterhalten wird.

Heute gab es in Tel Aviv noch keinen Rakeyenalarm, doch mache ich mich auf, den Bus nach Jerusalem zu schnappen.