Leben in Jerusalem

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Was Euch die deutschen Medien verschweigen: „Wie die Kirchen in Jerusalem jüdische Mieter loswerden wollen!“

B“H
Neulich erst regte sich die Welt (und darunter auch deutsche Medien) über den Protest in der Jerusalemer Grabeskirche auf:
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2018/02/26/protest-in-der-grabeskirche/
Wobei die deutschen Medien bequemerweise verschwiegen, dass es sich bei der Grabeskirche um Grundsteuerschulden handelte, die vom Rathaus eingetrieben werden sollten. Da machten sich Schlagzeilen gegen Juden und von wegen „Christen werden von Juden bedroht“ wesentlich besser als die Steuerschulden der Kirchen.
Was in Deutschland (und auch anderswo) noch nie so richtig zur Rede kam: Die Kirchen besitzen in Jerusalem sehr viel Land. Egal, ob Katholiken, Protestanten, Russisch – oder Griechisch Orthodoxe Christen. Seit dem Mittelalter machen sich die Kirchenoberen breit und beanspruchen Land.
Israel hat mit ihnen Abkommen auf mehrere Jahrzehnte geschlossen und wie genau die Gesetzeslage ist, scheint kompliziert. Vor einigen Monaten machte allein in meinem Stadtteil das katholische Kloster hinter dem Kino Komplex YES PLANET von sich reden, welches da mehrere Mietshäuser am PLANET besitzt und die jüdischen Mieter loswerden wollte, um Christen anzusiedeln. Man wollte die Juden rausschmeissen.
Der Stadtteilausschuss legte Protest bei der Stadtverwaltung Jerusalem aus und wie es aktuell ausschaut, kann ich nicht sagen. Einige Mieter zogen aus, andere sind noch da.
Abu Tur ist keine Ausnahme und immer mehr Kirchen wollen die auf ihrem Land lebenden Juden lieber heute als morgen loswerden. Trotz Miet – und Pachtvertrag. Juden sollen ganz einfach weg und das Kirchenland ist in der Stadt zu einem ernsten Problem geworden. Vom Israel Museum bis hin zur Knesset und weiten Teilen des Stadtteiles Rehavia gehört das Land den Kirchen.
Da fragt man sich als Bürger eines jüdischen Staates, wie es sein kann, dass einen die Kirchen im eigenen Land dermaßen ungehindert drangsalieren und hier auf Gutsherren über Juden machen.
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Protest in der Grabeskirche

B“H
Jemand schrieb mich an und meinte, dass an diesem Thema viel Interesse bestehe:
Proteste und zeitweilige Schließung der Jerusalemer Grabeskirche (Englisch: Holy Sepulchre).
Nun sind Kirchen nicht so mein Ding und ich weiß nur, dass die Grabeskirche von unzähligen christlichen Gruppen geteilt wird. Jede christliche Ausrichtung hat da ihre kleine Ecke. Viele christliche Besucher der Grabeskirche sagten mir, dass sie zwar von der Größe der Kirche beeindruckt seien, doch kamen sämtliche Nonnen, Mönche, Pfarrer aller Kirchen auf sie zu, um Spenden zu erbetteln. Ob russisch – orthodoxe Priester, die griechischen, armenischen, katholischen, protestantischen und wie viele andere Ausrichtungen es noch gibt. Touristen werden nicht selten abgezockt.
Die Kirche wurde, soweit mit bekannt, von den Kreuzrittern erbaut, die da annahmen, dass an dem Ort J. gekreuzigt wurde. Oder begraben lag. Was auch immer.
Dem kann nicht so sein, denn das damalige Areal befand sich einst innerhalb der Stadtmauern Jerusalems zu Zeiten des Zweiten Tempels und somit wurde an dem Ort niemand getötet oder begraben. Die jüdischen Gesetze schreiben vor, dass Tote immer außerhalb der Stadtmauern begraben werden.
Ich glaube, dass Katholiken bis heute an die erfundene Kreuzritter – Version glauben. Die Protestanten jedoch haben eine ganz anderen Ort als Grabstätte von J. auserkoren. Diese befindet sich unweit des Damaskustores in einer Art Garten. Jedenfalls schaut das von außen so aus und drinnen war ich noch nie.
Tagesschau & Co. berichteten über die aktuellen christlichen Proteste in der Grabeskirche. Hierbei wurde einmal wieder gelogen und falsch berichtet. Ohne Recherche und ohne die Gemeindeordnung der Stadtverwaltung zu kennen.
Es sollen keine Christen verdrängt werden, sondern die Stadtverwaltung Jerusalem fordert von der Grabeskirche die ARNONA – Zahlungen sowie Nachzahlungen. Es geht, schlicht und ergreifend, um Grundsteuern, welche die Kirche nicht zahlen will.
Jede israelische Kommune fordert Arnona (Grundsteuer). Auch von mir. Und wehe dem, wer die nicht pünktlich zahlt. Dann kracht es und die jeweilige Stadtverwaltung bringt den unwilligen Zahler vor Gericht.
In Israel zahlt normalerweise der Mieter die Arnona und ich habe dies schon mehrere Male in der Vergangenheit berichtet. Die Höhe der Grundsteuer richtet sich nach der Quadratmeteranzahl der Wohnung sowie dem Stadtteil. Jedes Jahr im Januar erhalten wir Jerusalemer Bürger den Arnona – Bescheid für das neue Jahr. Entweder zahlt man die Summe auf einmal oder per monatlichem Abbuchungsauftrag bei der Bank. Ich zahle mit der Bank – Variante.
Synagogen zahlen ebenfalls Arnona genau wie alle Synagogen der chassidischen Gruppen vom ultra – orthodoxen Mea Shearim. Hotels zahlen Arnona, Geschäfte, Unternehmen und und und. Die Grabeskirche aber weigert sich und Details dazu könnt Ihr hier einsehen:
http://www.jpost.com/Israel-News/Church-of-the-Holy-Sepulcher-closes-in-protest-of-new-policies-543558
Niemand will den Kirchen Böses, doch wenn, dann sollen alle Grundsteuern zahlen.
Klar ist die Stadtverwaltung knapp bei Kasse und im Haushalt kommt durch die Arnona nicht viel zusammen. Halb Ostjerusalem erhält Rabatte bei den Zahlungen, denn die Leute geben vor, zu wenig zu verdienen. Generell erhalten Studenten, Neueinwanderer, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, Behinderte oder Rentner deftige Rabatte bei der Arnona. Irgendwann fehlt es dann im Haushalt der Stadt und unserem Stadtteil wurde neulich mitgeteilt, dass die Sicherheitsvorkehrungen runtergefahren werden, da die Stadt kein Geld hat.
Die Grabeskirche nimmt Batzen an Geld ein und will alles für sich. Dazu werden Touristen von subversiven Geistlichen in der Kirche abgezockt. Einen Mauerstein anzufassen kann da schon Geld kosten und der subversive Geistliche packt sich das Geld ins eigene Täschchen. Oder die griechisch – orthodoxen Mönche prügeln sich mal wieder mit den Russisch – Orthodoxen über die Vorherrschaft in der Kirche. Dann kommt die israelische Polizei und zieht die keifenden heiligen Streithähne auseinander.
Wer sich für das Thema brennend interessiert, der kann ja mal inkognito in der Kirche selbst recherchieren. Über Machenschaften der Geistlichen, Politik um die Vorherrschaft und all die kleinen kriminellen Steuerhinterziehungen.
Wer die Kirche lediglich besucht: Passt auf Euer Geld auf und gebt keinem etwas. Die Besichtung der Kirche ist kostenlos und Mauersteine brauchen nicht bezahlt werden! 🙂

Leserfrage: „Wie feiert man Ostern in Israel?“

B“H
Die Antwort auf diese Frage lautet: Gar nicht. In Israel wird kein Ostern gefeiert. Lediglich die hier ansässigen Christen sowie christliche Touristen feiern. Im Judentum existiert kein Ostern und Juden feiern in zwei Wochen ihr siebentägiges Pessach (Passover). Den Auszug aus Ägypten.
Wenn christliche Touristen zu Ostern nach Israel reisen, werden sie, außer vielleicht im christlichen Altsstadtviertel (in dem vorwiegend arabische Christen leben) keinerlei Ostern vorfinden. Vielleicht noch ein paar Feiern in Bethlehem oder bei einigen christlichen Arabern in Nazareth, aber das war es auch.
Zu Ostern sollten sich christliche Touristen darauf einstellen, in der Jerusalemer Altstadt sowie von den lokalen arabischen Altstadthostels gnadenlos abgezockt zu werden. Die Preise sind hoch und die Palästinenser im Altstadtmarkt (Schuk) legen erst so richtig mit den Preisen los. Die Touris sind da und da soll Big Business gemacht werden.
Ansonsten kriegen wir Jerusalemer von Ostern nichts mit, denn wir feiern Pessach. Der Frühling ist da mit seinen ständig schwankenden Temperaturen von 13 – 24 Grad Celsius. Pessach – Zeit ist auch Ausflugszeit und viele Israelis müssen zudem arbeiten.

Die Kirchen in Deutschland kriechen vor dem Islam

B“H
Es ist kaum zu glauben, wie die deutschen Kirchen vor dem Islam kriechen. Und das nach all den frühmittelalterlichen Kreuzzügen. Einst schlug Saladin die Kreuzritter in die Flucht und heutzutage schlagen sich die Kirchen freiwillig in die Flucht.
Zur gleichen Zeit aber geben sich diverse Kirchenströmungen offen antisemitisch, wie der Knatsch zwischen dem protestantischen Pastor Volker Keller (Bremen) und der „Jerusalem Post“ beweist: 
http://www.jpost.com/Diaspora/German-Pastor-declares-himself-an-anti-Semite-452290
Eines ist sicher: Die Hetze einiger katholischer Pfarrer oder protestantischer Pastoren gegen den Staat Israel bzw. dem Judentum allgemein, würde niemals dieselbe Plattform finden, wenn es um den Islam geht. Da wird gekuscht. Sobald es aber gegen Juden geht, sind die Kirchen stets fleissig mit antisemitischen Sprüchen dabei.

 

Dinge zu tun

B“H
Immer noch ist eine Freundin von mir auf Wohnungssuche in Jerusalem. Heute Morgen hatte sie einen weiteren Besichtigungstermin mit dem Makler und die Wohnung schien okay zu sein. Teuer, aber frisch renoviert. Nun hat sie bis morgen Zeit, sich zu entscheiden und ich hoffe, dass es endlich einmal klappt. Unser gesamter Bekanntenkreis ist schon sowas von genervt. Zumindest sieht man, dass ohne Makler kaum mehr eine normale Wohnung zu bekommen ist. Okay, es gibt billige Bleiben 2-3 Zimmer, doch vielfach werden hier schon Kellerlöcher ohne Fenster für umgerechnet 1000 Euro angeboten. Ab 40 qm ist alles sauteuer und teilweise unbewohnbar. Der Schimmelpilz läßt grüssen.
Mehrere Touristen fragten nach, ob denn an Weihnachten in Jerusalem etwas los sei. Ob Action steige oder halt diverse Aktivitäten.
Wenn Ihr Euch im christlichen Altstadtviertel oder in Bethlehem (außerhalb von Jerusalem) aufhaltet, könnte bei Euch sicherlich Weihnachtsstimmung aufkommen. Ansonsten sieht man diesbezüglich in Jerusalem gar nichts. Wer gerade im Heiligen Land eine Menge Weihnachten erwartet, wird definitiv enttäuscht, es sei denn, er fährt, wie gesagt, ins christliche Altstadtviertel in Jerusalem, nach Bethlehem oder hinauf nach Nazareth.
Im Judentum existiert kein Weihnachten und von daher war heute ein normaler Arbeitstag. Morgen ist ein halber Tag, da abends der Schabbat beginnt. Mehr gibt es zu dem Thema eigentlich nicht zu sagen. 🙂
Aufgrund der angespannten Sicherheitslage kann ich gar nicht sagen, ob überhaupt viele Touristen zu den christlichen Feiertagen anreisen. Erst gestern Mittag stachen zwei junge Palästinenser auf israelische Passanten ein. Tatort: Vor dem Jaffator an der Altstadtmauer. Ein Ort, den tagtäglich Tausende Touristen passieren.
Offiziell heißt es, dass die Hotels eine Menge Absagen erhielten. Die Tourismusbranche liegt eh auf dem Boden und ein paar Hotels meldeten bereits Insolvenz an.

Der Papst will ein arabisches Palästina anerkennen und kloppt auf Israel ein

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Quelle: Arutz 7

Juden haben am christlichen Heilig Abend NITTELNACHT

B“H
Was passiert am christlichen Weihnachten in Israel ? Die Antwort lautet schlicht und ergreifend „gar nichts“. Das Christentum hat mit dem Judentum absolut nichts zu tun und ist eine eigene Religion. Was das Christentum tat, waren Inhalte des Judentums zu nehmen und so umzumodeln, dass es in die kirchliche Ideologie passt. Im Judentum hingegen gibt es kein Weihnachten, aber es wird die NITTELNACHT begangen.
Wie bei vielen säkuleren Juden in den USA auch, üben Weihnachtsbaum, Santa Claus oder Geschenke dennoch eine magische Anziehungskraft auf säkulere Israelis aus. Es gibt Israelis, die stellen sich tatsächlich einen Tannenbaum ins Wohnzimmer und kochen ein extra Festessen. Hierbei wird nicht etwa die Geburt des Juden J. gefeiert, sondern es geht um die gemütliche Atmosphäre. Mit Religion hat das nichts zu tun, sondern man findet den Baum eben schick.
In Tel Aviv findet man relativ viel Weihnachtsschmuck im und um den Busbahnhof, Allenby oder Ben Yehudah Street. Zum einen, weil dort eine Menge nichtjüdischer Russen sowie christliche Gastarbeiter von den Philippinen leben und zum anderen, weil die Hostels sowohl als auch einige Geschäfte Touristen anlocken wollen. Mit Ideologie hat das alles auch wieder nichts zu tun, denn es geht ums Business. Wer in Jerusalem etwas Weihnachtliches sehen will, der muss sich ins christliche Altstadtviertel begeben.
Ich nehme an, dass sämtliche Hostels in der ersten Weihnachtsnacht ausgebucht sind. Die arabischen Hostels in der Altstadt zocken wieder so richtig schön ab, denn sie erhöhen dieser Tage drastisch ihre Preise. Für ein kaltes Loch zahlt man locker eben mal 500 Schekel (100 Euro) oder mehr. Was soll’s ? Die Leute zahlen alles, nur um in der Altstadt sein zu können.
Wenn Ihr einer der anreisenden Touristen sein solltet und in einem Jerusalemer Altstadthostel absteigt, so passt auf Euer Geld auf. An jeder Ecke wird Euch im arabischen Markt (Schuk) jemand anmachen und Euch das Blaue vom Himmel herunterlügen. Fallt Ihr drauf rein, seid Ihr eine Menge Cash los und steht da mit Ramsch „Made in China“.
In der christlichen Altstadt zieht sich Weihnachten bis in den Januar hin, denn die griech. – orthodoxen Christen oder russ. – orthodoxe Christen haben andere Weihnachtstermine. Selber bekommt Otto Normal – Jerusalemer davon gar nichts mit, denn das christliche Weihnachten spielt sich im christlichen Teil der Altstadt oder im nahegelegenen Bethlehem ab.
Souvenirs, Kitsch und Gedrängel. Dazu das kalte Wetter von 9 – 13 Grad Celsius. Bringt Euch einen guten Schlafsack für die Altstadthostel mit, denn Heizung gibt es keine. Es sei denn, Ihr zahlt nochmal kräftig extra drauf. Dann kriegt Ihr einen kleinen Elektro Heater ausgehändigt, aus dem bestenfalls ein wenig warme Luft weht.