Leben in Jerusalem

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WM, Sommer, Ferienzeit & das Jerusalemer Light Festival 2018

B“H
Gerade wollte ich zwei Videos des israelischen TV – Senders KAN in den Blog stellen, aber nichts wars. Der Sender erlaubt es nicht, wenn man dessen Youtube Clips verwendet.
Ein israelischer Sportjournalist rastete beim 1:0 des Iran gegen Marokko aus und feierte den Iran. Gemeint war, dass Israel nichts gegen das iranische Volk habe, sondern gegen dessen diktatorische Regierung.
Beim Spiel Deutschland : Mexiko rastete derselbe Journalist bei der Live – Übertragung erneut aus. Diesmal bei 1:0 der Mexikaner und er feierte Mexiko. Die Emotionen bei Live – Sendungen schwappen hierzulande wesentlich höher als zu deutschen Zeiten des Heribert Fassbender. 🙂
Wer nicht gerade daheim vor dem Fernseher die Spiele anschaut, der geht in einen Pub. Ob es richtig große Live – Schaltungen bzw. Screens gibt, weiß ich nicht. Vielleicht in Tel Aviv am Strand, doch dort muss man sich bestimmt in den Strandlokalen ein teures Bier oder eine Cola kaufen.
Selber verfolge ich das WM – Spektakel fast gar nicht und ich hocke mich auch nicht stundenlang irgendwohin, um ein Spiel zu verfolgen.
Der Sommer ist da und demnächst beginnen in Israel landesweit die Schulferien. Der erste Tag des neuen Schuljahres ist traditionell stets am 1. September. Bei jüdisch – religiösen Schulen verschieben sich Ferienbeginn sowie der Schulanfang, denn jede Ausrichtung hat da so ihre eigenen Strukturen.
Eine Menge Israelis zieht es ins Ausland, andere bleiben daheim oder unternehmen halt im eigenen Land Kurztrips. Die Sommerferien der Kinder sind sehr lang und israelische Arbeitnehmer haben nur einen Mindestsatz von 11 Tagen Urlaub pro Jahr. Allzu viel ist da nicht drin und, wie in jedem Jahr, macht man sich Sorgen, was der Nachwuchs wohl daheim anstellt, wenn die Eltern auf Arbeit sind.
Für Kinder und Jugendlich gibt es die allseits beliebten Kaytanot – Sommer Camps. Entweder kosten diese viele Geld, weniger Geld und die chassidische Gruppe Chabad, die sephardisch – religiöse SHASS – Partei sowie andere Einrichtungen bieten Kaytanot sogar kostenlos an. Gerade bei finanziell weniger betuchte Eltern kommt das gut an und bei den Kindern erst recht, denn sie sind auch im Kaytana und müssen sich nicht so vorkommen als wäre das alles nur für besser Betuchte.
Kaytanot gibt es massenhaft und jedes Kaytana hat ein anderes Thema. Man muss sich halt das Passende heraussuchen. Einige legen Wert auf Kunst, Malen und Basteln. Andere machen viel Sport oder Abenteur – Action. Je nachdem.
Städte und Gemeinden bieten jetzt in den Sommermonaten viele kostenlose Action wie in Jerusalem das Street Soccer Festival am Rathaus. Ich glaube, Basketball gibt es auch. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Letzte Woche am Jerusalemer Rathaus

 

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Photo: Miriam Woelke

 

In der kommenden Woche, am 27. Juni, beginnt das Jerusalemer Light Festival. Bis zum 5. Juli gibt es in der Altstadt sowie in der Jaffa Road alle möglichen Lichtinstallationen zu bewundern. Jeden Abend, Sonntag bis Donnerstag, von 20.00 – 23.00 Uhr. Am Freitag, dem 29. Juni, bleibt das Event geschlossen und am Samstag, dem 30. Juni, beginnt das Festival nach dem Schabbatausklang um 21.00 Uhr.
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?langpage=eng
Das Light Festival ist KOSTENLOS!!! 
Ferner gibt es Zugänge für Rollstuhlfahrer. Allerdings solltet Ihr Euch da auf Menschenmassen gefasst machen, denn das Festival ist ein absoluter Publikumsmagnet und Tausende Menschen werden allabendlich durch die Altstadt schlendern. Durch alle vier Viertel. Inklusive dem muslimischen Teil.
Was wird es zu sehen geben? 
Das hier:
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?dir=site&page=arts&op=category&cs=19&langpage=eng
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Schabbat Schalom!

B“H
In Jerusalem findet seit Mittwochabend das alljährliche LIGHT FESTIVAL in der Altstadt statt. Bis zum 6. Juli noch kann jeder Interessierte sich die Lichtinstallationen kostenlos anschauen. Am besten beginnt man seinen Rundgang am Jaffator (Sha’ar Yaffo).
Heute Abend ist, wegen des Schabbat, das Festival „geschlossen“, doch von morgen Abend (Samstagabend) bis zum Donnerstagabend geht es ab 20.00 Uhr los. Genau gesagt von 20.00 – 23.00 Uhr. Das Event wird in allen vier Altstadtvierteln ausgetragen!
Ich weiß noch nicht genau, wann ich hingehe, denn nach der Arbeit bin ich bei der momentanen Hitzewelle stets platt. Da bleibt nur noch duschen, raus auf den schattigen Balkon und relaxen.
Kommenden Sonntag und Montag erwartet Jerusalem eine Hitzewelle von 36 Grad Celsius. Danach sinkt das Thermometer sommerüblich auf 31 Grad. Der gesamte Juli und August (oft auch noch der September) wird nicht viel anders.
Wer bei dem Wetter günstig seinen Durst löschen will:
Wasser (kein Soda, sondern stilles Wasser) vermischt mit einer Scheibe Zitrone und ein paar Nana (Minze) Blättern. Und das kalt servieren!

Jerusalem Ende Mai 2016

Copyright: Miriam Woelke
B“H
Gestern Abend ging ich nach der Arbeit zum derzeitigen Jerusalemer Light Festival (siehe Photos oben). In diesem Jahr finden sich bereits im unteren Teil der Jaffa Road, die da vom Busbahnhof bis hinunter in die Altstadt verläuft, mehrere Lichtinstallationen. Darunter der Eifelturm.
Da es schon spät am Abend war und das Festival offiziell um 23.00 Uhr seine Pforten schließt, sah ich mir lediglich die Installationen in der Jaffa Road sowie um das Jaffator an. Außerdem wollte ich nach einem langen Arbeitstag endlich nach Hause.
Tausende Menschen waren um 22.30 Uhr noch auf den Beinen. Alles strömte in die Altstadt zum Festival und ich wage mir gar nicht auszumalen, welches Gedränge in all den schmalen Gassen herrscht. Massenandrang pur und überall sah man Hände in der Luft und es wurde mit dem Smartphone gefilmt.
Nach einer wettermäßig kühlen Woche zieht nun wieder der Sommer ein. Hitzewelle und 33 Grad Celsius. Ich bin bis oben vollgestopft mit Arbeit, doch vorgestern Abend schaffte ich es endlich einmal, Freunde im nicht allzu entfernten Stadtteil Nof Zion zu besuchen. Ein Video dazu stellte ich bereits in den Blog
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2016/05/30/aussicht-von-nof-zion-jerusalem-auf-den-tempelberg-den-oelberg-arab-jabal-al-mukaber/
Photos von den Häusern sowie dem kleinen Stadtteil folgen noch.
Nof Zion liegt nicht weit von der Jerusalemer Promenade (Tayelet) entfernt. Man fahre am UNO Hauptquartier geradeaus vorbei, an der Polizeistation vorbei. Schon befindet man sich in einem arabischen Gebiet mit mehreren Shops. Wer nach Nof Zion will, das da weiter unten an derselben Straße liegt, sollte entweder ein Auto benutzen oder den Egged – Kleinbus, der einmal pro Stunde verkehrt. Eigentlich wollte ich mit dem Mountain Bike fahren, doch meine Freunde rieten mir ab. Steine könnten fliegen oder Schlimmeres passieren.
Nof Zion selber ist ein relativ neuer Stadtteil gleich neben dem arabischen Jabal al Mukaber gelegen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Hochburg der palästinensischen Terroristen. Nof Zion hat bislang nur wenige Häuser, doch es wird gebaut.
Ich könnte dermaßen eingequetscht von Palästinensern nicht leben, aber dann kam der übliche Spruch meiner Freunde: „In Deinem Stadtteil geht es schlimmer zu als bei uns!“
Das stimmt, denn Nof Zion ist von Sicherheitsanlagen aller Art umgeben und in meinem Stadtteil haben die Palästinenser ungehinderten Zugang, was wir letztendlich auch zu spüren bekommen.
Obwohl mein Stadtteil über eine grandiose Aussicht verfügt – wow, von Nof Zion aus schaut man bis zum Tempelberg, dem Ölberg sowie ins arabische Abu Dis jenseits der Sicherheitsmauer. Bei guter Sicht sieht man sogar die jordanische Hauptstadt Amman.
Wer will, kann sich nach Nof Zion einladen lassen und an einem Schabbat teilnehmen. Manchmal kommen ganze Reisebusse und die Touristen kriegen gleich alles im Doppelpack zu sehen. Den Schabbat und das Leben in einer Gegend voller Palästinenser.

Das Jerusalem Light Festival 2016

B“H
Das Jerusalem Light Festival 2016 findet diesmal vom 25. Mai bis zum 2. Juni statt.
Ich verlinke nur die hebräische Website, denn die englische Site ist darauf aus, Touristen irgendwelche Hotel – Packages anzudrehen.
Hier könnt Ihr sehen, welche Light Shows in diesem Jahr anstehen:
http://www.lightinjerusalem.org.il/index.php?dir=site&page=arts&op=category&cs=1&langpage=heb
Das alljährliche Light Festival findet in und rund um die Altstadt statt. Es ist kostenlos und besteht aus mehreren Routen, die mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind.
Es wundert mich schon, dass das muslimische Viertel mit dabei ist. Sogar am Damaskustor (Sha’ar Shechem) befindet sich eine Light Show. Und das, wo gerade die Location ein heißer Terroristen – Spot ist. Aber ich nehme an, dass Unmengen von Soldaten und Polizisten für Sicherheit sorgen werden. Außerdem schauen sich auch viele Palästinenser die Light Shows an.

Bilder vom Jerusalemer Light Festival 2015

B“H
Und was habe ich so getrieben als ich mich über den Schabbat vom Bloggen verabschiedete ? Donnerstagabend ging es zum Light Festival in die Altstadt und Freitag habe ich eine neuen Mietvertrag auf ein weiteres Jahr unterschrieben. Glück hatte ich auch, denn meine Vermieterin erhöhte die Miete nicht und so zahle ich jetzt im angehenden vierten Jahr immer noch dieselbe Summe. Und die ist für zwei Zimmer mit Balkon verhältnismäßig niedrig.
Das diesjährige Light Festival, welches noch in dieser Woche läuft, gefiel mir wesentlich besser als das im Vorjahr. Vor allem die Blumenwiese vor dem Jaffator ist nett anzusehen. Was zählt ist die abendliche Atmosphäre bei warmem Wetter.
Am Donnerstag waren Tausende Menschenmassen unterwegs und an einige Stellen in der Altstadt ging nichts mehr. Trotz Ordner war die Situation chaotisch. Menschenansammlungen vor dem Cardo im jüdischen Viertel. Nichts ging mehr und am Ende meinten ein paar Soldaten, wir sollen eine Abkürzung durch das von Palästinensern bewohnte christliche Viertel nehmen. Die Light Shows befinden sich im jüdischen, armenischen und christlichen Viertel. Auf muslimischer Seite finden wir einige Shows nur vor dem Damaskustor. Eigentliche schade, denn palästinensische Shops könnten riesige Umsätze einfahren, aber man droht ja lieber mit Terror.
Im christlichen Viertel bauen alljährlich ein paar palästinensische Jugendliche einen Getränkestand auf. Frische Obstsäfte in großen Plastikgläsern für nur 5 Schekel. Der Stand konnte der Nachfrage nur schwer standhalten.
Hier ein paar Eindrücke vom Light Festival:

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

Die Hebräische Buchwoche & das Jerusalemer Light Festival 2015

B“H
Israels jährliches Buch Event, die Hebrew Book Week, beginnt an diesem Mittwochabend. Jede Stadt hat ihr eigenes Ausstellungsareal und wer sich dafür interessiert, kann auf der offiziellen Website nachschauen
http://www.sfarim.org.il/
Wie der Titel bereits sagt, handelt es sich um Bücher in hebräischer Sprache. Israelische Verlage und Buchhandlungen stellen aus. Darunter auch kleine Verlage mit spezifischen Fachbereichen oder Universitäten.
In Jerusalem findet die Hebrew Book Week in diesem Jahr am Alten Bahnhof statt und nicht, wie in den Jahren zuvor, im Bell Park ! Obwohl, der Bell Park ist gleich nebenan, doch das Areal am Alten Bahnhof ist geräumiger mit besserer Atmosphäre a la Cafes und Restaurants.
Der einzige Stand, der mich auf der Book Week interessiert ist der des Zalman Shazar Centers. Dort gibt es grandiose Bücher zur chassidischen Geschichte und zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass immer noch ungelesene Bücher auf meinen Regalen warten. Diesmal plane ich, im Grunde genommen, nur einen Buchkauf, aber wer weiss. 🙂 Das Shazar Center veröffentlichte die Memoiren der Glückl von Hameln.
Zusammen mit der Hebrew Book Week beginnt am Mittwochabend ebenso das Jerusalem Light Festival in der Altstadt. Die Light Shows finden täglich ab 20.00 Uhr statt. Das beste ist, Ihr geht zum Jaffator, denn dort gibt es einen Infostand mit kostenlosen Straßenkarten, auf denen jedes Licht Event markiert ist.
Sowohl die Book Week als auch das Light Festival sind kostenlos !

Video: “Jerusalem Light Festival 2014 am Damaskustor”