Leben in Jerusalem

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Yom HaShoah – Holocaust Gedenktag in Israel

B“H
In Israel beginnen heute Abend um 20.00 Uhr offiziell die Gedenkfeiern zum nationalen Yom HaShoah (Holocaust Gedenktag). Das Yad Vashem überträgt live ab 19.00 Uhr deutscher Zeit: https://www.yadvashem.org/
In Israel bezieht sich der Yom HaShoah vorwiegend auf Juden aus Osteuropa wie Litauen, Ungarn, Polen, Tschechien, die Slovakei, Rumänien, Ukraine, Russland, etc. Diese Holocaust – Überlebenden sind ganz einfach in der Mehrzahl und sehr häufig sehr anti – deutsch eingestellt. Genau so wie religiöse amerikanische Juden das in hohem Grade sind. 

 

In diesem Jahr stehen die Gedenkfeiern unter dem Einfluss der Corona – Krise. Dennoch gedenkt das Yad Vashem heute Abend und morgen früh ertönt um 10.00 Uhr ein zweiminütiger landesweiter Sirenenton.
Ein paar Gedanken zu dem Tag stelle ich in einen neuen Podcast auf Youtube. Vielleicht noch zum Thema ANTISEMITISMUS, den es auch in Israel gibt. Besonders gegen religiöse Juden. Sei es nun von der linken israelischen Presse, von linken Politikern wie Ya’ir Lapid, Avigdor Lieberman, etc. oder von Kinder aus Ehen, wo nur der Vater Jude ist und die Mutter nicht. Solche Kinder sind, halachisch betrachtet, keine Juden mehr, da die Mutter Nichtjüdin ist. Und gerade diese Mütter und Kinder zeigen ihre tiefe Abneigung gegen religiöse Juden.

Leserfrage: „Kann ein Katholik einen Juden in Israel kirchlich heiraten?“

B“H
Eheschließungen zwischen Juden und Nichtjuden sind in Israel gesetzlich verboten und wer solch eine Ehe eingehen will, der muss im Ausland heiraten. Manchmal sind die Leute auch zur Botschaft von Paraguay in Tel Aviv gegangen und haben dort geheiratet. Ob dies noch möglich ist, kann ich nicht sagen.
Christen dürfen in Israel jederzeit unter sich heiraten. Genau wie Moslems. Aber Ehen zwischen Juden und Nichtjuden werden in Israel nicht geschlossen. Allerdings beziehe ich mich hier auf halachische Juden und nicht auf jemanden, bei dem das Judentum zweifelhaft ist. Sprich, wenn er gar kein richtiger Jude ist. Beispiel: Reformkonvertit oder halt jemand, wo nur der Vater Jude ist. In dem Fall ist derjenige kein Jude.

Friedliche Koexistenz ?

B“H
Erinnert sich noch jemand an Mahmoud und Moral ? Ein Palästinenser aus Yaffo bei Tel Aviv heiratet die jüdische Israelin Moral. Kein Einzelfall in Israel, denn immer wieder kommt es zu Ehen zwischen Juden und Arabern. Jetzt wurde Mahmoud in Yaffo wegen Drogenbesitzverhaftet.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/186636

„Moral & Mahmoud“ – Wenn jüdische Israelinnen Araber heiraten

B“H
Ehen zwischen Juden und Nichtjuden gelten nach wie vor als Makel. Und das nicht nur in der jüdisch – orthodoxen Welt. Eine jüdische Schwiegermutter wünscht sich nun einmal eine jüdische Schwiegertochter mit jüdischen Enkelkindern. Eine traditionelle Hochzeit mit Chuppah (Hochzeitsbaldachin) soll her und keine anonyme Eheunterschrift bei irgendeiner Botschaft in Tel Aviv. Wenn es zu bestimmten Situationen im Leben kommt, bleibt man lieber unter sich, denn nur so kann man sich aufeinander verlassen.
Darüber hinaus verbietet die Thora Ehen zwischen Juden und Nichtjuden, es sei denn, der nichtjüdische Part konvertiert gemäss der Halacha zum Judentum. Ist die Frau keine Jüdin, sondern nur der Mann, so werden die aus der Ehe hervorgehenden Kinder automatisch keine Juden mehr sein. Heisst, die jüdische Linie des Mannes endet im Nichts. Aus und vorbei. Die neue Generation ist nicht mehr jüdisch. Kein Wunder also, dass genau dieses Verhalten einem Holocaust gleicht. Eine gesamte jüdische Generation ist ausgelöscht.
Handelt es sich dagegen bei der Ehefrau um eine Jüdin und der Gatte ist Nichtjude, so werden die Kinder immerhin jüdisch geboren und verschwinden keineswegs im Nirgendwo. Nicht, dass diese Ehen gutzuheissen sind, aber immerhin bleiben die Kinder Juden.
Soweit mir bekannt ist, gilt im Islam das Gesetz, dass sich die Religion der Kinder stets nach dem Vater richtet. Im Judentum richtet sich die Abstammung nach der Mutter.
Zum Thoraverbot einer Ehe zwischen Juden und Nichtjuden habe ich hier bereits Stellung bezogen:
http://hamantaschen.blogspot.co.il/2010/09/warum-juden-keine-nichtjuden-heiraten.html
Jetzt heisst es vielleicht wieder, ich sei Rassist. Okay, bin ich eben ein Rassist, doch, genau genommen, ist G – tt der „Rassist“, denn Er gab die Thora und nicht ich. Jegliche Beschwerden also bitte direkt an G – tt richten !!!
Ich habe die ganze Diskussion kaum mitverfolgt, denn sie ging mir auf den Geist. Wir haben schon genug Probleme und soll Moral aus Jaffa doch ihren Mahmoud (ebenfalls aus Jaffa) heiraten. Nur um es klarzustellen: Ich bin absolut gegen Ehen zwischen Juden und Nichtjuden. Dabei ist es egal, ob der nichtjüdische Teil nun ausgerechnet von der muslimischen oder eben von christlicher Seite kommt. Dass jedoch zahlreiche jüdische Israelinnen sich ausgerechnet in einen Araber vergucken, ist beileibe keine Seltenheit und unzählige Male habe ich davon berichtet:
http://hamantaschen.wordpress.com/category/juedinnen-verheiratet-mit-arabern/
Wobei es fast immer Israelinnen sind, die Araber heiraten und nicht andersrum. Normalerweise läuft es so ab, dass, wie auch die jüdische Moral aus Jaffa, die Frauen zum Islam konvertieren. Man stelle sich vor, ein Jude ehelicht eine weibliche Muslima palästinensischer Abstammung. Dann wäre entweder sie oder es wären beide tot. Weibliche israelische Islamkonvertitinnen werden dagegen in palästinensischen Dörfern bzw. Gesellschaften akzeptiert, wenn sie denn ihre Klappe halten und sich dem Gatten fügen. Kinder kriegen, Haushalt, Mann um Erlaubnis fragen, usw. Oft beginnt nach der Hochzeit die Prügel, wobei die Familienmitglieder des Mannes auch auf die Frau einprügeln. Das muss nicht immer sein und alles kann super laufen. Leider hören wir regelmäßig von Fällen, wo die Frau selbst nach Jahrem um Hilfe bittet. Wen ? In erster Linie die israelische Anti – Missions – Organisation Yad le’Achim oder seit kurzem auch Lehava.
Es versteht sich von selbst, dass der Araber die Frau nicht so einfach ziehen läßt, denn das bringt ihm Schande in seiner eigenen Gesellschaft. Und so geht Yad le’Achim, begleitet von der israelischen Armee, auf teilweise abenteuerliche Weise in arabische Dörfer und befreit die einstigen jüdischen Israelinnen aus ihrer Notlage. Die Frauen werden an einen sicheren anonymen Ort gebracht und erhalten nicht selten eine neue Identität, damit die Palästinenser nicht Rache nehmen können. Nicht selten werden die Frauen aus Sicherheitsgründen sogar ins Ausland gebracht.
Meist beginnt es nach solch einer Hochzeit, dass die Frau ihre Familie nicht mehr sehen darf. Der arabische Mann schottet sie komplett ab und von der neuen Gesellschaft wird sie mit Argusaugen verfolgt.
Wie kann das passieren ? Dazu verfasst ich, u.a., diese Artikel:
Mit dem Feind in einem Bett
oder
Wenn Israelinnen Araber heiraten
Ausgerechnet in dieser Kriegszeit heiratete die einst jüdische Israelin Moral ihren Mahmoud. Die Wogen schlugen hoch und viele waren sich einig: In ein paar Jahren wird sie von Yad le’Achim gerettet und wer kommt dafür auf ? Der Steuerzahler. Aber die Dame muss ja ihren Spass haben. Selbst die extreme Linke unter Yossi Beilin (Meretz) äußerte Bedenken. Man heirate nicht außerhalb des Judentums, denn zuviel Assimilation zerstört das jüdische Volk. Hitler lacht sich kaputt, wenn wir Juden uns selber vernichten.
Unser neuer Präsident Ruven Rivlin meinte, man sollte das Paar in Ruhe lassen und heimste sich damit einen Shitstorm an Kritik ein. Die rechte Gruppe um Baruch Marzel und Michael Ben – Ari lief zur genehmigten Demo vor dem Hochzeitssaal in Rishon le’Zion auf und die Eltern von Moral verweigerten die Teilnahme an der Hochzeit. Für die Eltern eines Juden sind derlei Ehen immer besonders schwer. Und noch schwerer wird es, wenn es sich dann auch noch um einen Araber handelt. Israel befindet sich im Krieg und die eigene Tochter konvertiert zum Islam.

 

Der Vater von Moral spricht zu seiner Tochter und bittet sie, auf die Hochzeit mit Mahmoud zu verzichten.

 

Am Ende tanzten Braut und Bräutigam auf der Hochzeit, ein paar Israelis der Linken wünschten alles Gute und der Rest setzte Moral auf die landesweite Abschussliste. Der Alltag wird hart, aber vielleicht bleibt Moral oder wie auch immer ihr neuer Name sein mag, ja die Prügel erspart.
Weitere Details zur Hochzeit:
i24News
Zur Protestdemo

Was ist in Israel aktuell ?

B“H
Was ist hierzulande aktuell angesagt ? Ganz klar der Gazakrieg. Eine weitere Feuerpause endet und Netanyahu gab bekannt, dass, wenn die Hamas erneut Raketen abschiesse, Israel energisch zurückschlägt. Hält die Ruhe dagegen an, passiert gar nichts. Also bleibt nichts anderes als vorerst abzuwarten, wie sich die Hamas entscheidet.
Ein New Yorker Gericht entscheidet heute über eine Klage von 297 zumeist israelischen Terroropfern, die eine in den USA ansässige arabische Bank verklagen. Hierbei handele es sich um die Hausbank der Hamas und es wird auf Schadenersatz geklagt. Bisher gelang es dem arabischen Staranwalt der Bank das Gericht auf mehr als ein Jahrzehnt zu vertrösten und den Prozess hinauszuschieben.
Ein Bekannter von mir, David Nachenberg, befindet sich unter den Klägern. Seine Frau Hannah wurde am 9. August 2001 beim Bombenattentat auf die Jerusalemer Pizzeria SBARRO lebensgefährlich verletzt. Die Bombe des Selbstmörders war mit Nägeln und Schrauben gespickt und eine Schraube bohrte sich in Hannahs Herz. Den Ärzten im Hadassah – Krankenhaus gelang eine lebensrettende Operation, doch Hannah wachte nie wieder auf. Bis heute liegt sie im Koma und befindet sich seit Jahren in einer Reha – Klinik. Aus der damals zweijährigen Tochter Sarah wurde mittlerweile ein Teenager und die Folgen des Attentates stellten das Leben der kleinen Familie komplett auf den Kopf.
Mein Bericht zum SBARRO Selbstmordattentat sowie den Nachenbergs
https://lebeninjerusalem.wordpress.com/2013/08/11/hannah-nachenberg-der-12-jahrestag/
Wieder einmal hatte ich es verpasst, den Beitrag, wie in jedem Jahr, am 9. August zu veröffentlichen. Immer wenn ich an der Stelle des Attentats, Kreuzung King George / Jaffa Road / Strauss vorbeigehe, denke ich an das Sbarro.
Nachdem das Sbarro renoviert und wiederaufgebaut worden war, zog es kurz darauf hinunter in die Jaffa Road. Ob es noch existiert, kann ich nicht sagen, denn die Kundschaft nahm im Laufe der Jahre immer mehr ab. Nicht wegen dem Attentat, sondern wegen der hohen Pizzapreise.
In dem Gebäude, in welchem das damalige Bombenattentat stattfand, befindet sich seit Jahren eine Niederlassung der Kaffeehauskette Ne’eman.
Worüber man noch spricht ? Über die gestrige Hochzeit der jüdischen Israelin Moral und dem arabischen Israeli Mahmoud. Eine Hochzeit, welche die Nation aufbrachte. Dabei geschieht es leider nicht gerade selten, dass jüdische Israelinnen Araber heiraten. Auf meinem Hamantaschen – sowie auf meinem englischen Shearim – Blog habe ich sogar eigene Themenkategorien eingerichtet. Die israelische Anti – Missionsorganisation YAD le’ACHIM macht nicht nur mit ihrem Kampf gegen christliche Missionare auf sich Aufmerksam. In zweiter Linie ist Yad le’Achim äußerst aktiv, wenn es darum geht, jüdische Frauen, die mit Arabern verheiratet sind, aus arabischen Dörfern zu befreien. Kurz nach der Hochzeit finden sich etliche Israelinnen von ihren arabischen Gatten eingesperrt und misshandelt. Begebenheiten, die immer wieder neu für Schlagzeilen sorgen und das nicht nur, weil man generell den Feind nicht ehelichen sollte.
Vor dem Hochzeitssaal in Rishon le’Zion kam es gestern Abend zu einer vom Obersten Gerichtshof genehmigten Demonstration, doch das israelische Fernsehen geiferte einmal wieder mehr nach der Quote und brachte alles live im TV. Sogar die Hochzeitsfeier.
Ich habe so Einiges an Infomaterial zusammengetragen. Einschliesslich der Hintergründe, doch ich komme vermutlich erst Morgen dazu, den Artikel in den Blog zu stellen. Heute hingegen bin ich etwas unterwegs und befasse mich daher mit anderweitigen Themen.
Und jetzt wieder zum altbekannten Thema: Die Wohnungsnot in Israel. Bezahlbare Bleiben sind inzwischen heissbegehrte Mangelware, obwohl das News Magazin WALLA heute verkündet, dass in Kiryat Ono mehr als 1600 neue Wohnungen entstehen sollen. Für einige wenige Quadratmeter zahlt der Kunde bereits 2 Mio Schekel (ca. 440,000 Euro). Wer kann sich das leisten und demnach bleibt Otto Normalverbraucher erneut auf der Strecke.
Ehrlich gesagt würde ich eh nicht unbedingt in einen solchen Wohnklotz ziehen wollen, doch in Israel findet man sich fast an jeder Ecke. Zumindest in den stetig wachsenden Küstenstädten.

 

 

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Photo: Walla

Leserfrage: „Zum Leben in Israel“

B“H
Leserfrage:
Warum scheint jemand, jahrzehntelang als Zionist im Kibbutz am Aufbau Israels mitgearbeitet hat, im fortgeschrittenen Alter zittern zu müssen, nicht von seiner Pension leben bzw. sich keine eigene Wohnung leisten zu können? Obwohl hart arbeitend? Was verdient man denn in etwa an einem Fachcollege als Lehrender? Oder wenn man einzelne Kurse an einer Uni hält? Oder Lehrer an einer Schule ist?
Wie fühlt man sich in Israel als jüdischer Einwanderer mit erwachsenen Kindern und Enkeln, wenn einem andauernd die Raketen aus Gaza auf den Kopf fallen? Denken da manche nicht wieder an Auswandern? Wie können es diese Menschen verarbeiten, ständig unter dieser Bedrohung zu leben? Und: Gibt es etwas, das man von aussen gegen diesen Raketenterror unternehmen könnte?
Was stellt für Dich die Partei Meretz dar? Wer sind ihre Anhänger?
Und zu guter Letzt – Deine Einträge dazu habe ich ja gelesen… aber ich verstehe es nicht ganz, dass ein Jude und ein Nicht-Jude sich nicht verlieben und lieben dürfen sollen. Betrifft dies eher nur Religiöse oder sehen dies die Sekulären genauso?
Meine Antwort:
Mit den Kibbutzim kenne ich mich heutzutage weniger aus. Ich kann Dir nur soviel sagen, dass etliche Kibbutzim so gut wie pleite sind oder sich mitten auf dem Schuldenturm befinden. Dies begann bereits in den 80iger Jahren als ich in meinem allerersten Kibbutz war. Noch als Volontär und nicht wie später, im Ulpan.
Ich las in der Zeitung von bankrotten Kibbutzim, deren Mitglieder nur unzureichend rentenversichert sind, denn es herrschte ja jahrzehntelang die Meinung, dass der Kibbutz jedes Mitglied im Alter einmal versorgen wird. Mit der Pleitewelle hatte niemand gerechnet. Deswegen kann ich hier nur antworten, dass es darauf ankommt, inwieweit man in die Rentenversicherung Bituach Leumi eingezahlt hat. Allein das reicht heute nicht mehr aus und man sollte mindestens eine private Rentenversicherung abschliessen. Aber auch die zweite Variante reicht kaum mehr aus und was ich und meine Freunde taten, rate ich jedem anderen Israeli: Spart Geld auf einem Sparkonto, legt eine gewisse Summe an und schliesst das Konto für mindestens 1 – 3 Jahre. Heisst, Ihr kommt in der Zeit nicht an Euer Geld, dafür jedoch erhaltet Ihr eine ganze Menge Zinsen. Im Glücksfall und bei 3 Jahren bis zu 4%. Das allein ist eine Menge an Zinsen, wenn man bedenkt, dass der Zinssatz auf Sparguthaben in Israel sehr niedrig ist und quasi bei bei irgendwas mit 0, …. beginnt.
Lehrer – Professorengehalt: Liegt weit unter dem deutschen Durchschnitt.
Mieten ?
Hierbei muss man in Betracht ziehen, wo diejenige Person lebt. An der Küste ist es teurer als im Kernland, aber auch in Jerusalem werden Wohnungen kaum erschwinglicher. Wer es günstiger sucht, zieht in kleine Orte im Norden oder Süden. Aber auch in diesen Gegenden steigen die Mieten an, denn die Nachfrage macht es möglich.
Bezüglich der ständig einfliegenden Raketen, von denen die ausländische Presse selten einmal berichtet: Ich weiss nicht, wie es den betroffenen Menschen geht, denn ich befinde mich, G – tt sei Dank, nicht in der Situation. Als wir im November 2012 in Jerusalem Raketenalarm hatten, wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte und stand ratlos da. Kein Bunker in der Nähe, denn man hat ja nur 15 Sekunden Zeit sich in Sicherheit zu bringen. Wohin also auf die Schnelle, wenn nichts da ist ?
Selbstverständlich ist das in Negev – Orten wie Sderot oder Netivot wesentlich anders, denn dort fliegen ständig Raketen ein. Bunker gibt es zuhauf und überall. Generell gesagt ist es ein Wunder, dass noch nicht viel passiert ist und verhältnismäßig wenig Leute umkamen.
Ich maße mir nicht an zu wissen, wie es den Leuten geht. Zum Glück ist Jerusalem von diesem Problem nicht betroffen, doch das kann sich schnell ändern, sobald Netanyahu Samaria und weite Teile Judaeas an die Palästinenser übergibt. Ramallah liegt nämlich nur ca. 20km von Jerusalem entfernt.
Bei Meretz handelt es sich um eine linksradikale Partei, wobei ich mich immer frage, warum deren Mitglieder nicht nach Gaza oder Ramallah ziehen, wenn sie doch die Palästinenser bevorzugen.
Zu Deiner letzten Frage:
Warum es keine Ehen zwischen Juden und Nichtjuden geben sollte, beschrieb ich HIER !
In Israel werden wir misstrauisch, wenn ein christlicher Tourist zuviel von seinem Glauben redet. Es gibt sehr viele christliche Missionare im Land und da wird man als Jude schnell hellhörig, wenn ein Christ von seinen Visionen anfängt. Mir selber erging es ein paar Mal so und ich wimmelte diese Leute recht schnell ab.
Meiner Meinung sollten wir so verbleiben:
G – tt erschuf Juden und Nichtjuden und jeder der beiden Gruppen hat seine Aufgabe auf dieser Welt. Es wäre schön, wenn Christen dies akzeptieren und sich um ihre eigenen Belange kümmern und nicht immer wieder mit der Mission beginnen. Damit meine ich nicht alle christlichen Touristen, doch leider häufen sich die negativen Beispiele.

Warum ein Jude jüdisch heiraten soll