Leben in Jerusalem

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Aliyah, Knesset – Wahlen 2021 & Jerusalem

Coronavirus in Jerusalem: „Impressions from Emek Refa’im Street“ / 17 March 2020

 

Unwetter in Jerusalem (24. Januar 2020)

B“H
Und, wie so oft, das Wetter in diesem Januar:
Seit gestern Nachmittag tobt ein massives Unwetter über Jerusalem. Sturmböen und unsere Blumenkästen liegen auf zwei Stockwerken verstreut. Alles flog nur so davon.
Nach ein paar Sonnenstrahlen am gestrigen Morgen, zog erneut ein Sturm auf. Diesmal erwischte es Jerusalem so richtig und die Wassermassen fluten nur so. Bis heute Mittag geht das so weiter und dann soll endlich die Sonne hervorkommen.
Heute reisen all die internationalen Politiker endlich wieder ab und ich denke, dass die Feuerwehr momentan viele überschwemmte Orte zu bewältigen hat. Dabei bestimmt auch einige Erdgeschosswohnungen. Wie da ein Duchkommen sein soll? Keine Ahnung. Wegen internationaler Celebrities ist die halbe Stadt gesperrt und der Bürger kann sehen, wo er bleibt.

Jerusalem im Belagerungszustand und Holocaust – Gedenken bei Cocktail – Party

Photo: Miriam Woelke

B“H
In Jerusalem wird heute so ziemlich alles gesperrt. Früh am Morgen schon die Autobahn vom Ben Gurion Flughafen bis in die Einfahrt nach Jerusalem. Heute Nachmittag ist dann alles dicht und weite Teile der Stadt sind für uns Bewohner unzugänglich. Krankenhäuser sind abgeschnitten und nichts geht mehr.
Die Straßen sind jetzt schon leer. Busse ebenso, denn man überlegt sich vorher, ob der Weg zur Arbeit und wieder nach Hause überhaupt möglich ist. Bis teilweise 21.00 / 22.00 Uhr herrschen Straßensperren und allein mein Stadtteil ist bis zu der Zeit abgeschnitten. Eine Bekannte von mir arbeitet seit gestern von daheim aus, da ihre Firma nicht funktionsfähig ist. Alles ist blockiert und die Mitarbeiter können nicht zu ihrem Arbeitsplatz nahe dem King David Hotel.
Das Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ist in Jerusalem ein Desaster. Der Franzose Macron brüllte gestern israelische Security an, die da nur ihren Job machen wollten und die Reaktionen waren deftig. Macron, der Antisemit, solle aus unserer Stadt verschwinden. Genau wie all die anderen Präsidenten, die keiner haben will.
Beim heutigen Gedenken im Holocaust Museum Yad Vashem sind gerade einmal 30 Holocaust – Überlebende eingeladen. Zahlreiche Auschwitz – Überlebende demonstrieren, denn sie sehen die ganze Veranstaltung als eine einzige Geldverschwendung. Cocktail – Parties a la Auschwitz für Celebrities. Alles unter dem Deckmantel des Holocaust – Gedenkens. Dazu fette Essen in Luxushotels. Alles für Politiker und Prominenz.
Holocaust – Überlebende? Fehlanzeige.
Es wird zur Schlacht am kalten Buffet geladen, aber Auschwitz interessiert keinen. Es ist eine Schande, wie sich unsere Regierung anbiedert und den internationalen Antisemiten, die gegen Israel arbeiten, in den Hintern kriecht. In Jerusalem sind wir froh, wenn das alles morgen ein Ende hat.
Tolles Gedenken! Auschwitzer Cocktail – Parties und Buffet. Mit Holocaust und so hat das alles nichts zu tun.
Die Jerusalemer Wirtschaft erleidet massiven Schaden. Erst aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und heute bleiben die Leute lieber daheim und gehen nicht einkaufen. Wie denn auch? Cafes, Geschäfte, Busse sind heute weitestgehend leer. Morgen Nachmittag soll der Spuk zuende sein und Jerusalem kann wieder aufatmen.

Kein Schnee in Jerusalem

B“H
Ganze vier Grad Celsius heute in Jerusalem. Es ist kalt und nass, aber von Graupel oder gar Schnee keine Spur. Eher im Gegenteil, denn heute Morgen hat längere Zeit die Sonne geschienen und ich hatte Kaffee auf dem Balkon. In höheren Lagen um Jerusalem, wie in Hebron oder Beit El, fiel dagegen etwas Schnee.
Dafür schüttet es heftig, jedoch mit längeren trockenen Pausen dazwischen. Und es ist eiskalt für israelische Verhältnisse. Dieser Tage also wird so richtig geheizt, wobei dies meist elektrisch geschieht und die Stromrechnung dementsprechend aussehen wird. Der Jerusalemer liebt im Winter heiße Suppen aller Art. Tomatensuppe, Linsensuppe, Hühnersuppe, Gemüsesuppe, alles.
Der Straßenkatzensippe bei uns im Garten habe ich, wie in jedem Winter, zwei kleine Häuschen aus Pappkartons gebaut. Schön geschützt vor der Nässe und mit Zeitungen und zwei Decken ausgelegt. Viele Katzen sind momentan eh nicht da und eine scheint letzte Woche gestorben zu sein. Jedenfalls habe ich sie mehr als eine Woche nicht mehr gesehen. Sie war fast fünf Jahre alt und ich bin immer froh, wenn ich nicht mitansehen muss, wenn die Familienmitglieder der Sippe sterben. Meistens von Autos überfahren. Derzeit sind die Straßenkatzen, wie jedes Jahr im Januar, alle läufig und die Kater jagen die Weibchen quer durch den Stadtteil.
Wärmer als acht Grad wird es in dieser Woche in Jerusalem nicht mehr. Dazu noch mehr Regen, aber mit längeren trockenen Abschnitten und auch mal Sonne. In flachen Küstenorten ist schon wieder einiges geflutet. Keine Frage, nach Jahrzehnten regnet es dieses Jahr einmal wieder richtig heftig. Solch einen nassen Winter haben wir eher selten.

Der Winter hat Jerusalem diese Woche im Griff

B“H
Es geht einmal wieder ums Wetter! Der Winter schlägt in dieser Woche voll zu und viel Regen ist auch wieder mit von der Partie. Seit gestern giesst es eigentlich nur. Zwar mit Pausen dazwischen, aber es ist nass bei 10 Grad Celsius in Jerusalem.
Morgen beginnt der richtige Kracher, denn es sind Hagel und Graupelschauer angesagt. 5 Grad Tagestemperatur. Mittwoch etwas Sonne, doch es bleibt eiskalt bis mindestens zum Schabbat. Eventuell soll es am Donnerstag sogar schneien oder weiter graupeln, aber das ist noch nicht sicher.
Wer also dieser Tage nach Israel kommt, der bringe sich Winterklamotten mit. Januar und februar sind die kältesten Monate des Jahres, obwohl es zwischendurch auch mal warme Tage geben kann.

Was ißt man in Jerusalem?

B“H
Das Essen in Jerusalem wird von der sephardischen Küche geprägt: Fleisch (Huhn, Rindfleisch oder Truthahn), viel Reis, Gemüse, Fleischbällchen, Humus, Techina, Charif (Scharfes wie S’chug), Matbucha (Sauce aus gekochten Tomaten mit Knoblauch und teilweise scharfen Gewürzen), Kube (Teigtaschen mit Fleisch oder Pilzen), aber auch Hamburger, Nudeln, Chips (Pommes), Falafel, Schwarma (Döner) oder Kebab. Das Positive ist, dass das Essen in der Stadt meistens koscher ist. 
Bilder vom Essen in Jerusalem
https://www.google.com/search?q=%D7%90%D7%95%D7%9B%D7%9C+%D7%99%D7%A8%D7%95%D7%A9%D7%9C%D7%9E%D7%99&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiDqqXQyIfmAhUtQRUIHSv_AvQQ_AUoAXoECAwQAw&biw=1366&bih=625
Kurz gesagt, in Jerusalem wird Wert auf Fleisch gelegt und der Stand der vegetarischen Falafel wurde geschlossen. Die Kundschaft blieb aus, selbst wenn die Falafel eigentlich eh vegetarisch ist. Einmal war ich beim Stand der vegetarischen Falafel, ohne zu merken, wo ich gelandet bin. Nach einem Biss aber wurde mir schnell klar, dass etwas nicht stimmte, denn die Falafel schmeckte widerlich. „Einmal und nie wieder“, dachte ich.
An Straßengebäck wird Fettiges serviert: Borekas (Teigtaschen) gefüllt mit Kartoffelbrei, Pilzen oder Käse. Vorsicht bei den Borekas, denn deren Teig wird aus billiger Margarine hergestellt.
Croissants gibt es mit Schokoladenfüllung, mit Butter oder ohne Füllung. Dafür gibt es guten Kuchen, doch man sollte wissen wo. Bei der Teller Bäckerei in der Agrippas Street bzw. im Machane Yehudah Markt gibt es leckeren Karotten – Techina Kuchen für umgerechnet neun Euro / pro Kuchen. Das ist teuer, aber Israel ist nun einmal nicht billig.
Wer es billiger will, der kann Pitot (Pita) oder Laffa kaufen. Frisch im Machane Yehudah Markt.