Leben in Jerusalem

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Israel: „Die alljährliche hebräische Buchmesse – השבוע הספר העברי“

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Traditionell findet in jedem Jahr die „Woche des hebräischen Buches“ statt. Immer im Juni und in vielen grösseren Orten des Landes.

Jerusalem: „Die Reading Station an der Emek Refa’im wurde abgefackelt“

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Bürgermeister Moshe Leon postete dieses Photo auf seiner Facebook Page:

Copyright: Moshe Leon

Unglaublich, dass jemand auf die Idee kommt, die populäre Reading Station zwischen Emek Refa’im Street und den Bahngleisen (dem Wanderpfad) in der German Colony abzufackeln. Ich gehe dort sehr oft hin und bringe Bücher, die ich nicht mehr lese hin. Im Gegenzug hole ich mir dann neue Bücher, die von anderen Leuten ausrangiert wurden.

Zur „Woche des hebräischen Buches 2019“ in Jerusalem

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Die „Hebrew Book Week“ in Jerusalem – Photo: Miriam Woelke

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Bis Ende der Woche findet in ganz Israel noch die „Hebrew Book Week – Shavua HaSefer Ha’Ivri“ statt. Im Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center hat sogar die Niederlassung der israelischen Buchhandelskette „Zomet HaSefarim“ einen Stand mit Angeboten. Am Haupteingang des Krankenhauses (4. Stock) findet sich eine kleine Shopping Mall mit „Zomet HaSefraim“, dem „Aroma“ Cafe, einer Drogerie oder einer Bäckerei. Nur vorsicht, denn es ist alles wesentlich teurer als in der Stadt!
In Jerusalem findet die „Book Week“ noch bis Ende dieser Woche am Alten Bahnhof (HaTachana) statt. Der Eintritt ist kostenlos und es handelt sich eh um eine Outdoor – Ausstellung. Die Bücher sind fast ausschließlich in hebräischer Sprache, aber wer sucht, findet bestimmt auch ein paar englische Ausgaben.
In Tel Aviv ist der Rabin Square, der Platz vor dem Rathaus, der Austragungsort und jeweils um 18.00 Uhr beginnen die lokalen Events. Einschließlich Jerusalem.
Man muss ja nichts kaufen, sondern kann stattdessen sie Atmosphäre geniessen und in Jerusalem am Alten Bahnhof spazieren gehen. Nebenan ist der Park HaMessilah. Die grüne Trasse der einstigen Gleisanlagen und heute eine weit ausgelegter Wanderpfad. Das lohnt sich allemal und ist alles kostenlos!

 

„Woche des hebräischen Buches – Shavua HaSefer Ha’Ivri 2019“, „Medikamentenkauf“ & „Neueinwanderer“

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Die alljährlich stattfindende „Woche des hebräischen Buches – Shavua HaSefer Ha’Ivri“ hat gestern begonnen. Enden tut die landesweite Veranstaltung am 22. Juni.
Alle Infos dazu hier auf Hebräisch, denn es handelt sich fast ausschließlich nur um Bücher in hebräischer Sprache.
http://sfarim.org.il/
Eigentlich dachte ich, dass in Jerusalem gleichzeitig nebenan die „Internationale Buchwoche“ stattfindet, doch das war wohl nichts. Als ich gestern am Austragungsort Alter Bahnhof war, fand sich lediglich die „Shavua HaSefer Ha’Ivri“. Ich will dort heute Abend nochmals kurz vorbei und ein paar Photos machen. Ansonsten habe ich mehr als 100 ungelesene Bücher daheim und von daher interessiert mich das Event diesmal nicht besonders. Auch deshalb nicht, weil mein Kopf nicht gerade frei ist. Am Sonntag beginnt die Chemotherapie und gestern war ich in der krankenkasseneigenen Apotheke die verschriebene Medizin besorgen. Mit dem Krankenhaus hatte die Krankenkasse nicht die allerbeste Kommunikation und ich durfte 170 Euro löhnen, obwohl ich alles umsonst hätte bekommen sollen. Aber so ist das nun mal in Israel und ich werde am Sonntag nochmals beim Onkologen vorsprechen. Hoffentlich bekomme ich das Geld zurückerstattet und falls nicht, dann hoffe ich zumindest auf weitere kostenlose Medikamente als Krebspatient. 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

Immerhin bin ich ganz stolz auf mich, denn ich habe in dieser Woche einen wahnsinnigen Behördenmarathon hinter mir. Mit sämtlichen Anträgen und anderweitigen Genehmigungen der Krankenkasse. Was ich vor der anstehenden Behandlung abarbeiten konnte, habe ich getan. Zwar bleiben noch so einige Wege zu gehen, aber der Anfang ist gemacht. Und wenn ich wegen der Chemotherapie nicht so kann, wie ich will – Freunde von mir erledigen weitere Behördengänge. Das hat schon nach meiner OP im Oktober super funktioniert.
Hierzulande ist alles mit einem riesigen Bürokratieaufwand verbunden. Immer wieder irgendwohin, Nummer ziehen, ewig lange warten, Dokumente einreichen, Formulare ausfüllen. Aber das ist nun mal Israel und es ist nicht so bequem wie in Deutschland, wo alles automatisch läuft. Und im Krankheitsfall gibt es auch nicht soviel Geld wie in Deutschland und ich werde, so gut oder schlecht es eben geht, versuchen, von daheim aus zu arbeiten. Vom staatlichen Geld kann man nicht gerade leben und ist gezwungen, Eigeninitiative zu ergreifen. Ob nun krank oder nicht. Es sei denn, jemand hat eine Familie mit Geldmittel hinter sich, was ich nicht habe.
Was ich jedem jüdischen Neueinwanderer rate: Die Erwartungen an Israel drastisch herunterzuschrauben und keinen deutschen Sozialstaat zu erwarten. Und das in jeglicher Hinsicht. Zudem muss das deutsche Mindset ausgeschaltet werden, sonst wird das mit der israelischen Gesellschaft nichts.

Die Story der MIRIAM PERETZ

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Miriam Peretz ist in Israel ein Symbol für Inspiration, emotionale Stärke und für die Liebe der Juden zum Land Israel.
Geboren in Casablanca und Aliyah nach Israel gemacht, in Beersheva lebend mit Ehemann und sechs Kindern. Zwei ihrer Söhne dienten in einer Eliteneinheit der israelischen Armee und kamen dabei ums Leben. Uriel im Jahre 1998 wurde von libanesischen Hizbollah – Terroristen getötet und Eliraz erlitt im Jahre 2010 an der Grenze zum Gazastreifen dasselbe Schicksal. Miriams Ehemann Eliezer konnte den Tod des ersten Sohnes nicht verkraften und verstarb.
Miriam Peretz gab niemals auf, jammerte nicht und gibt bis heute Vorträge bei der Armee und anderswo. Vor ein paar Jahren kam ihre Biographie als Buch heraus. Jemand schenkte mir jetzt zu Rosh Hashana die hebräische Ausgabe, doch wen es interessiert: Es gibt auch eine englische Ausgabe. 

 

 

 

 

Miriam Peretz zum Yom Ha’azma’ut im Jahre 2018

Jerusalem: „Bilder von der aktuellen SHAVUA HA’SEFER – Hebrew Book Week“

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Bis zum 16. Juni findet sie noch statt, die landesweite Hebrew Book Week – Shavua HaSefer”. Am Mittwochabend, gleich nach der Eröffnung, war ich dort und kaufte vier Bücher, welche ich auf meinem relig. Hamantaschen – Blog morgen vorstellen will. 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

Und, im Gegensatz zum letzten Jahr, gibt es diesmal zahlreiche englische Bücher im Angebot. Vorwiegend jedoch jüdisch – religiöse Bücher. Ansonsten besteht die Buchmesse fast ausschließlich aus Bücher in hebräischer Sprache. Viele Kinderbücher sind auch darunter und der allererste Stand am Eingang, Yediot Acharonot, bietet 5 Bücher für nur 150 Schekel. Darunter auch die Netanyahu – Biographie von Ben Caspit

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

Ein Besuch bei dem kostenlosen Outdoor Event lohnt sich und wer keine Lust mehr auf Lesen hat, kann ja in den umliegenden Restaurants was essen.
In Jerusalem findet sich die Book Week allabendlich am Alten Bahnhof in der David Remez Street. Beginn: Ab 18.00 Uhr. 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

 

 

 

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Photo: Miriam Woelke

Shavua HaSefer – Hebrew Book Week 2018

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Die diesjährige SHAVUA Ha’SEFER beginnt genau heute in zwei Wochen. Vom 6. – 16. Juni 2018.
Öffnungszeiten:
Sonntag – Mittwoch 18.00 – 23.00 Uhr
Donnerstag 18.00 – 24.00
Freitag Geschlossen
Samstag nach Ende des Schabbat (circa 20.30) bis 24.00 Uhr
Diese Öffnungszeiten gelten landesweit für alle „Hebrew Book Week“ Events. Egal, ob im Jerusalemer Alten Bahnhof (HaTachana), am Tel Aviver Rabin Square oder am Rothschild Boulevard von Rishon LeZion.
Der Eintritt ist KOSTENLOS und für jedermann!!!
Alle möglichen israelischen Verlage stellen ihre Bücher aus und der Messebesucher kann alles kaufen. Manchmal günstiger als im Laden und oft dann doch zum selben Preis. Dazu finden sich die Bar Ilan University mit ihren eigens herausgebrachten Büchern und viele viele andere Organisationen, die ihre eigenen Bücher veröffentlichen. Von Wissenschaft bis Judentum bis hin zum Kitschroman ist alles dabei.
95% der Bücher sind in hebräischer Sprache, doch wer länger sucht, kann auch etwas in englischer Sprache finden. Vor allem Kinder lieben dieses Event, denn in Israel wird immer noch verhältnismäßig viel gelesen. Trotz Internet und Smartphone – Bücher sind, nach wie vor, IN.
Die Book Week findet stets im Freien statt und nicht in einer stickigen Messehalle.
Was soll ich sagen? Mit der Frankfurter Buchmesse kann man unsere Buchmesse nicht vergleichen. Eher ist es so, dass draußen Tische aufgestellt werden, auf denen die Bücher ausliegen. So ganz unverbindlich und jeder kann stöbern wie er will.
Hier ein paar Eindrücke vom vergangenen Jahr in Jerusalem

 

Obwohl ich mir alle Stände anschaue, kaufen tue ich fast immer nur bei einem: Dem Zalman Shazar Institute, deren Bücher man sicher auch online erstehen kann. Das Institut befindet sich nur wenige Minuten entfernt von meiner Wohnung, doch ich warte immer auf die Book Week, denn dann gehen die Preise nochmal runter. 🙂
https://www.shazar.org.il/Search.aspx?allBooks=true